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	<title>Phidias - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-06T21:50:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Phidias&amp;diff=2932&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redonebird: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2025-09-22T08:33:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Bildhauer. Zu anderen Bedeutungen siehe [[Phidias (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:The Sculptor Phidias-Ny Carlsberg Glyptotek.jpg|miniatur|Phidias (?), [[Ny Carlsberg Glyptotek]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Phidias&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|prefix=nein|Φειδίας|Pheidías}}; * um 500/490 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in [[Athen]]; † um 430/420 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) war ein antiker [[Bildhauerei|Bildhauer]] und [[Toreutik|Toreut]]. Er gilt als einer der größten Bildhauer der [[Antike]] und als prominenter Vertreter der [[Griechische Klassik (Kunst)|griechischen Hochklassik]]. Seine Arbeiten sind vollständig zerstört worden und heute nur in [[Nachbildung|Kopien]] greifbar. Die bekanntesten Werke sind die 12&amp;amp;nbsp;Meter hohe [[Zeus-Statue des Phidias|Zeusstatue in Olympia]], die zu den [[Weltwunder#Die sieben Weltwunder der Antike|Sieben Weltwundern der Antike]] zählte, und die [[Athena Parthenos]] in Athen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zeus.in.Olympia.representation.on.coin.drawing.jpg|mini|hochkant=0.9|Die Zeusstatue des Phidias auf einer Münze aus [[Elis]]]]&lt;br /&gt;
Phidias wurde um 500/490 v.&amp;amp;nbsp;Chr. als Sohn des Charmides in Athen geboren (nicht zu verwechseln mit dem Athener Politiker [[Charmides (Politiker)|Charmides]]). Über sein Leben ist sonst sehr wenig bekannt. Allein durch die Beschreibung seines Werkes kann ein ungefährer Schattenriss des Lebens sichtbar gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit großer Wahrscheinlichkeit stand Phidias in engem persönlichen Kontakt zu den [[Radikaldemokratie|Radikaldemokraten]], die 462/461 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Athen an die Macht gelangten und deren bekannteste Vertreter [[Ephialtes von Athen|Ephialtes]] und [[Perikles]] waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum letzten Lebensabschnitt gibt es zwei widersprüchliche Überlieferungsstränge. Gemäß der einen Überlieferung wurde Phidias, nachdem er die Statue des olympischen Zeus fertiggestellt hatte, von den Gegnern des Perikles angeklagt, Gold von der bereits zuvor geschaffenen Statue der [[Athena Parthenos]] gestohlen zu haben. Dieser Beschuldigung konnte er sich jedoch entziehen. Daraufhin warfen ihm Perikles’ Gegner [[Blasphemie|Gotteslästerung]] vor, da er sich selbst sowie Perikles auf dem Schild der Athena Parthenos dargestellt hatte, und er wurde eingekerkert. Angeblich starb er kurz darauf an einer Vergiftung. Nach einer anderen Fassung konnte er nach Elis fliehen und schuf die Statue des olympischen Zeus erst nach Anklage und Flucht in der Verbannung. Das Todesdatum, selbst das Ende seiner Schaffenszeit gilt heutzutage allgemein als ungeklärt und wird eher um 420 v. Chr. als um 430 v. Chr. angenommen. Es gibt keinen gesicherten Grund, in der Statue des Zeus sein letztes Werk zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Athena in Pellene ===&lt;br /&gt;
Phidias erhielt eine erstklassige Ausbildung bei den Bildhauern [[Hegias (Bildhauer)|Hegias]] und [[Ageladas von Argos (5. Jahrhundert v. Chr.)|Ageladas von Argos]], der auch Lehrer von [[Myron (Bildhauer)|Myron]] und [[Polyklet]] gewesen sein soll. Die Ausbildung umfasste nicht nur die Bildhauerei in Stein, sondern auch den [[Bronzeguss|Bronzehohlguss]] in [[Bronzeguss#Gießen in verlorene Formen|verlorener Form]]. Aufbauend auf diese Verfahren entwickelte Phidias später die Kunst weiter, in seinen Bildwerken unterschiedliche Materialien wie Marmor, Bronze, Glasfluss, [[Chryselephantin|Gold und Elfenbein]] zu vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das früheste Werk, mit dem Phidias sein Können unter Beweis stellte, war ein Athenastandbild aus [[Gold#Geschichte|Gold]] und [[Elfenbein]] für den [[Tempel]] in [[Pellene]] in der nördlichen [[Peloponnes]]. Es dürfte um 465 v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Marathonweihegeschenk der Athener in Delphi ===&lt;br /&gt;
Phidias’ erstes großes Werk war eine Bronzegruppe, die aus dem traditionell den Göttern vorbehaltenen Zehnten aus der [[Schlacht bei Marathon]] (490 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) finanziert wurde. Es umfasste die zehn Bronzestatuen der [[Attika (Landschaft)|attischen]] [[Eponymer Heros#Eponymoi in Athen|Phylenheroen]]: [[Aias der Telamonier|Aias]], [[Aigeus]], [[Akamas (Sohn des Theseus)|Akamas]], Antioches, [[Erechtheus]], Hippothoon, [[Kekrops I.|Kekrops]], [[Leos (Eponym)|Leos]], [[Oineus (Heros)|Oineus]] und [[Pandion (Sohn des Erichthonios)|Pandion]]. Darüber hinaus waren vielleicht auch [[Athene]] als Schutzgöttin Athens und [[Apollon]] als Schutzgott [[Delphi]]s dargestellt. Sie standen auf einer 16&amp;amp;nbsp;m langen Basis vor dem [[Schatzhaus der Athener]] in Delphi. Die 10&amp;amp;nbsp;Phylenheroen waren Ausdruck des Sieges der jungen Demokratie über alle inneren und äußeren Feinde. Gleichzeitig setzte man sich mit dem Monument unter Verweis auf die [[Kleisthenische Reformen|kleisthenischen Reformen]] bewusst von dem politischen System der [[Tyrannis]] ab. Weitere Heroen sowie ein Standbild des [[Miltiades der Jüngere|Miltiades]], über die uns [[Pausanias]] unterrichtet, müssen als spätere, propagandistische Ausschmückung und Nutzung des Monumentes angesehen werden wie auch die Anfügung von drei [[Ptolemäer|ptolemäischen]] Königen, die sich im [[Hellenismus]] gerne als Phylenheroen in die Nähe des Marathonsieges rücken ließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Werk selbst verloren ist, so liefert uns seine Ausformung doch sehr wichtige Informationen bezüglich der Marathonschlacht. Als Weihgeschenk aus der Beute des Sieges sollen die Heroen gegossen worden sein. Damit wurde das Überleben der Demokratie gefeiert, mit der es im Falle eines persischen Sieges vorbei gewesen wäre. Unmittelbar nach der Schlacht kam Marathon also eine lokal auf Attika beschränkte Bedeutung zu. Wenn [[Herodot]] Athen im fortschreitenden 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v. Chr. als „Vorkämpfer der Griechen“ bezeichnet, greift er damit eine gezielt gestreute Propaganda auf, die so effizient war, dass sie bis heute wirksam ist. Das Phylenmonument des Phidias jedoch liefert uns den chronologisch ersten und entscheidenden Beweis, dass Marathon für Griechenland längst nicht die Bedeutung hatte, die ihm später zugemessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Athena Areia in Platää ===&lt;br /&gt;
Die etwa 3,50&amp;amp;nbsp;m hohe Statue der [[Athena Areia]] stand im Tempel, den die Athener auf dem Schlachtfeld bei [[Plataiai]] zu Ehren des Sieges über die Perser errichtet hatten. Gewand und Waffen waren aus Gold, die nackten Hautpartien der Göttin aus Marmor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Standbild ist möglicherweise in römischen Kopien im Typus der [[Athena Medici]] überliefert. An der Basis befand sich das Bildnis des [[Arimnestos]], der in den Schlachten von [[Schlacht bei Marathon|Marathon]] und [[Schlacht von Plataiai|Plataiai]] das Kontingent der Plataier befehligt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phidias’ Standbild war Zentrum eines Ensembles, zu dem die Maler [[Polygnotos]] und [[Onasias]] mit Wandgemälden beigetragen hatten. Auf Polygnots Gemälde war die Tötung der Freier durch [[Odysseus]] dargestellt, auf dem von Onasias der erste Feldzug der [[Sieben gegen Theben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bildliche Programm dieses Ensembles richtete sich vor allem gegen die inneren Feinde Athens. [[Athene|Athena]], die Schutzgöttin der Stadt, [[Usurpation|usurpierte]] die [[Insigne|Insignien]] des [[Ares]], des Schutzgottes von [[Theben (Böotien)|Theben]], das während der [[Perserkriege]] auf der Seite des Gegners gestanden hatte und ein Verbündeter [[Sparta]]s war. Onasias’ Gemälde zeigte, wohin Bruderzwist führt, nämlich zum Untergang der Herrscher Thebens; Polygnotos verdeutlichte die Bestrafung jener, die göttliche Gesetze übertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Athena Promachos in Athen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Athena Promachos}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Phidias begann wahrscheinlich um 460 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an der neun Meter hohen Bronzestatue zu arbeiten; etwa um 450 v.&amp;amp;nbsp;Chr. dürfte das Werk vollendet gewesen sein. Es schmückte die [[Akropolis (Athen)|Akropolis]] in Athen. Die 5&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;m große Basis für die Statue ist heute noch zu erkennen. Reste der Inschrift, die berichten, dass die Statue aus Beutegeldern finanziert wurde, sind erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Athena Promachos ist sehr schlecht überliefert. Auf Münzbildern ist zu erkennen, dass sie den rechten Arm ausgestreckt hielt, auf dem [[Nike (Siegesgöttin)|Nike]], die Siegesgöttin, stand. Gegen das linke Bein der Göttin lehnte ein Schild, gegen ihre linke Schulter die Lanze. Auf dem Schild war der Kampf der Griechen gegen die [[Kentaur]]en ([[Kentauromachie]]) dargestellt. Gearbeitet hatten ihn der Toreut [[Mys (Toreut)|Mys]] und der Maler [[Parrhasios (Maler)|Parrhasios]]. Nach den Perserkriegen verstand man den Kampf gegen die Kentauren als [[Metapher]] für den Kampf gegen die Perser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Athena Parthenos in Athen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Varvakeion Athena.jpg|mini|Varvakion-Statuette, Athen (Nationalmuseum, Nachbildung der Athena Parthenos)]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Athena Parthenos}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zahlreichen verkleinerten römischen Kopien ist die Athena Parthenos überliefert, die im [[Parthenon]] auf der Akropolis von Athen stand. Die [[Kolossalstatue]] war 11,5&amp;amp;nbsp;m groß. Bei der Erschaffung der Athena Parthenos benutzte Phidias Elfenbein, und für die Kleidung, Sandalen und den Helm wurden ca. 1000&amp;amp;nbsp;kg Gold verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Außenseite des 4,80&amp;amp;nbsp;m messenden Rundschildes war der Kampf der Athener und [[Amazonen]] im Relief dargestellt, auf der Innenseite die Schlacht der Götter und [[Gigant (Mythologie)|Giganten]] als Malerei zu sehen. Von der Malerei ist nichts überliefert, das Relief kann aber mit großer Sicherheit rekonstruiert werden:&lt;br /&gt;
* In der Mitte sah man ein [[Gorgonen]]haupt, um das sich Schlangen winden.&lt;br /&gt;
* Darum gruppierten sich in zwei Kreisen 28&amp;amp;nbsp;Kämpfende (davon 15–16&amp;amp;nbsp;Amazonen), meistens in Zweier-, seltener in Dreierkonstellation. Die Amazonen waren mit einem [[Chiton]] bekleidet, die meisten Athener nackt dargestellt. Mit großer Kunst hat Phidias in einem gehobenen, idealisierenden [[Realismus (Kunst)|Realismus]], wie er dem heroischen Geschehen angemessen ist, den Angriff der Kämpfenden, das Verwunden und das Sterben geschildert.&lt;br /&gt;
* In der Darstellung eines greisen Steinwerfers sah die Antike ein Selbstporträt von Phidias.&lt;br /&gt;
* Auf dem Gesicht des [[Theseus]] dagegen meinte man die Gesichtszüge von [[Perikles]] zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Nashville]] ([[Tennessee]]) steht eine maßstabsgetreue Nachbildung des Parthenon mitsamt der 11,5&amp;amp;nbsp;m hohen Kolossalstatue der Athena Parthenos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phidias und der Parthenon ===&lt;br /&gt;
Die Frage, inwieweit Phidias an der Planung und Ausführung des Skulpturenschmucks am [[Parthenon]] beteiligt war, hat in der früheren Phidias-Forschung eine große Rolle gespielt. [[Plutarch]] berichtet, Phidias habe aufgrund seiner Freundschaft mit [[Perikles]] die Leitung oder Aufsicht über alle Arbeiten auf der [[Akropolis (Athen)|Akropolis]] innegehabt. Einige Forscher haben daraus abgeleitet, dass Phidias das Programm der Bilder entworfen habe, das dann – daran lässt die Forschung keinen Zweifel – von mehreren Meistern ausgeführt worden sei, Phidias in gewissem Sinne also der Schöpfer des Skulpturenschmucks sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist die vorherrschende Meinung, dass Phidias eher eine Vermittlerfunktion zwischen den verschiedenen Bildhauern besaß. Da die Stadt Athen Auftraggeber des Parthenon war, wurden alle damit in Zusammenhang stehenden Fragen (auch die künstlerischen) der [[Attische Demokratie|Volksversammlung]] vorgelegt, die auf demokratische Weise darüber befand. Man kann sich vorstellen, dass ein so hervorragender Künstler und einflussreicher Politiker wie Phidias ein von ihm entwickeltes Programm der Volksversammlung zur Entscheidung vorgelegt und sich damit durchgesetzt hat. Phidias war also nicht das große, alles überragende Genie, das nur seinem eigenen Gesetz gehorcht und in unüberwindlichem Gegensatz zu einer es kaum oder gar nicht verstehenden Volksmasse Kunst geschaffen habe, sondern eingebunden in Athens demokratische Strukturen; nicht das eigene Kunstgesetz war ihm oberstes Prinzip, sondern der Wille, Athen und dessen Demokratie zu dienen. Insofern muss man den Skulpturenschmuck am Parthenon als das Gemeinschaftswerk aller Athener ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Athena Lemnia in Athen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Athena Lemnia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die helmlose, überlebensgroße Statue der Athena Lemnia aus Bronze dürfte um 450 v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstanden und auf der Akropolis in Athen aufgestellt worden sein. In der Inschrift wurden die [[Kleruch]]en der Insel [[Limnos|Lemnos]] als [[Stifter]] genannt. Kleruchen waren Athener, die in die verbündeten [[Territorium|Territorien]] entsandt wurden und dort Land erhielten und Athens Interessen wahrnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Göttin ist nicht behelmt, also nicht bereit zum Kampf. Sie betrachtet den Helm, den sie in der rechten Hand hält, in ruhiger Haltung. Der Speer lehnt ihr jedoch gegen die linke Schulter; er verdeutlicht ihre Kampffähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl wegen ihrer wenig kampfbegierigen Erscheinung galt die Statue in der Antike als Phidias’ schönste. Mit großer Wahrscheinlichkeit haben sich Kopien erhalten. Eine Rekonstruktion, die auf [[Adolf Furtwängler]] zurückgeht, ist in [[Dresden]] zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zeusstatue von Olympia ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zeus-Statue des Phidias}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 12&amp;amp;nbsp;m hohe Statue im Zeustempel von Olympia ruhte auf einem inneren Gerüst aus Eisen, Gips und Holz, war außen mit [[Gold #Geschichte|Goldblech]], [[Elfenbein]] und [[Ebenholz]] verkleidet und wurde in der sogenannten [[Chryselephantin]]-Technik errichtet. Dabei werden vor allem bei Götterbildern Gesicht, Hände und Füße der hölzernen oder marmornen Figuren mit [[Blattgold|Goldblech]] und Elfenbein verkleidet und mit Edelsteinen und gegossenem farbigem Glas verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Ausgrabungsarbeiten in Olympia in der Nähe des Zeustempels fand man die Überreste der Werkstatt des Phidias und darin Materialreste, Werkzeug etc., außerdem einen Keramikbecher, in dessen Boden die Worte zu lesen waren: {{lang|grc|ΦΕΙΔΙΟΥ ΕΙΜΙ}} ({{lang|grc|Φειδίου εἰμί|Pheidiou eimi}} „des Pheidias [Eigentum] bin ich“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amazone in Ephesos ===&lt;br /&gt;
[[Datei:0 Amazzone ferita - Musei Capitolini (1).JPG|mini|hochkant=0.9|Amazone, am linken Oberschenkel verwundet (Statuentypus Mattei, römische Kopie der ursprünglichen Bronzestatue)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antike Schriftsteller berichten über ein [[Tempel der Artemis in Ephesos#Die Amazonen von Ephesos|Amazonenmonument]] im [[Tempel der Artemis in Ephesos|Artemistempel in Ephesos]]. Phidias, [[Polyklet]], [[Kresilas]], [[Kydon (Bildhauer)|Kydon]] und [[Phradmon]] fertigten je eine Amazonenstatue. Nach dem Stil der [[Bronze]]statuen zu urteilen, dürfte das Monument um 430 v.&amp;amp;nbsp;Chr. errichtet worden sein. Die Statuen des Polyklet, des Phidias und des Kresilas sind in Kopien fassbar, die erhaltenen Statuentypen „[[Sosikles]]“, „Mattei“ und „Sciarra“ gehen auf den Wettbewerb zurück. Umstritten ist bis heute die Zuweisung der Amazonentypen an einzelne Künstler.&amp;lt;ref&amp;gt;Renate Bol: &amp;#039;&amp;#039;Die Amazone des Polyklet.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Herbert Beck (Kunsthistoriker)|Herbert Beck]], [[Peter Cornelis Bol|Peter C. Bol]], Maraike Bückling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Polyklet. Der Bildhauer der griechischen Klassik. Ausstellung im Liebieghaus-Museum Alter Plastik Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;. Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-1175-3, S. 213–239.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Amazonen]] waren der Legende nach aus Osten kommend in Attika eingefallen und von den Griechen besiegt worden. Die Überlebenden hatten in [[Ephesos]] Zuflucht gefunden. Dort waren aus den „männermordenden“ Kriegerinnen Frauen geworden, die Ehen mit Griechen eingingen und hinfort ein häusliches Leben führten. Die Amazonen wurden von der damaligen Öffentlichkeit als Sinnbild der besiegten Eindringlinge verstanden. Sie standen für das Schicksal derer, die sich gegen Athen zu stellen wagten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aphrodite Urania in Elis bei Olympia ===&lt;br /&gt;
[[Pausanias]] berichtet von einer Aphrodite Urania aus [[Gold#Geschichte|Gold]] und [[Elfenbein]], die im Aphroditetempel in [[Elis]] aufgestellt war. Der linke Fuß der Statue ruhte auf einer kleinen Schildkröte. Ein römischer [[Torso|Marmortorso]] in der [[Antikensammlung Berlin|Berliner Antikensammlung]] in Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;Inventarnummer Sk&amp;amp;nbsp;1459; [https://arachne.dainst.org/entity/1062490 Eintrag im digitalen Skulpturenkatalog].&amp;lt;/ref&amp;gt; überliefert vielleicht die Statue. Stilistisch kann man das Werk den 430er Jahren zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Apollon Parnopios ===&lt;br /&gt;
Pausanias berichtet von einer Apollonstatue in Athen, die Phidias zugeschrieben werde (vergleiche 1, 24, 8). Die Statue hielt einen Bogen in der einen, eine Heuschrecke in der anderen Hand. Damit begründet wird der so genannte [[Kasseler Apollon]], die besterhaltene Kopie in einer ganzen Reihe von Marmorkopien einer Bronzeskulptur, als Apollon Parnopios identifiziert und Phidias zugeordnet. Ein Bogen und Pfeil ist in Resten in einer Hand der Kassler Skulptur nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Schrader]]: &amp;#039;&amp;#039;Phidias.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1924.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Buschor (Archäologe)|Ernst Buschor]]: &amp;#039;&amp;#039;Phidias der Mensch.&amp;#039;&amp;#039; München 1948.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Höcker]], [[Lambert Schneider (Archäologe)|Lambert Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Phidias&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Rowohlt-Monographie.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;505). Rowohlt, Reinbek 1993.&lt;br /&gt;
* [[Volker Michael Strocka]]: &amp;#039;&amp;#039;Pheidias (I).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rainer Vollkommer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Künstlerlexikon der Antike]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;L–Z. Addendum A–K.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München/Leipzig 2004, ISBN 3-598-11414-1, S.&amp;amp;nbsp;210–236.&lt;br /&gt;
* Clair Cullen Davison: &amp;#039;&amp;#039;Pheidias. The Sculptures &amp;amp; Ancient Sources&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the Institute of Classical Studies.&amp;#039;&amp;#039; Supplement&amp;amp;nbsp;105). 3 Bände, Institute of Classical Studies, University of London, London 2009, ISBN 978-1-905670-21-5, ISBN 978-1-905670-22-2, ISBN 978-1-905670-23-9.&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 8|751|758|Phidias|Mario Baumann}}&lt;br /&gt;
* Claudio Parisi Presicce, Nadia Agnoli, Alessandra Avagliano, Francesca de Tomasi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fidia. Roma, Musei Capitolini, Villa Caffarelli 24 novembre 2023 – 5 maggio 2024&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Cataloghi Mostre.&amp;#039;&amp;#039; Band 73). L’Erma di Bretschneider, Rom 2023, ISBN 9788891332660.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Phidias}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118593765}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118593765|LCCN=nr89017947|VIAF=26911786}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akropolis von Athen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Phidias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pheidias&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bildhauer der griechischen Antike&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 490 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Athen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 420 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redonebird</name></author>
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