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	<title>Pharo - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Pharo&amp;diff=1102&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jed: dann in den Abschnitt Etymologie</title>
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		<updated>2024-12-04T19:23:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;dann in den Abschnitt Etymologie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Baptist Anton Raunacher (1729-1771) , Wandbespannung im Raunacher-Zimmer von Schloss Eggenberg, Graz.gif|mini|hochkant=1.6|Eine Partie Pharo, [[Johann Baptist Raunacher]] (1729–1771), [[Schloss Eggenberg (Graz)|Schloss Eggenberg]] in Graz. Auf diesem Bild ist zu sehen, dass die Spielerin (2.v.r.) eine Ecke des von ihr besetzten Asses hochgebogen hat: damit zeigt sie an, dass sie dem Bankhalter &amp;#039;&amp;#039;Paroli bietet&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:New jersey faro.jpg|mini|hochkant=1.6|Faro-Partie, New Jersey um 1889]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Poker-sm-213-Qs.png|mini|In [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski|Tschaikowskis]] Oper [[Pique Dame (Oper)|Pique Dame]] spielt das Pharo eine bedeutende Rolle.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pharo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pharao&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{frS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pharaon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, in den USA und Kanada &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siehe [[Faro (Glücksspiel)|hier]]) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faro Bank&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Glücksspiel]] mit [[Spielkarte#Französisches Blatt|französischen Karten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ein dem Pharo ähnliches Spiel ist &amp;#039;&amp;#039;[[Landsknecht (Kartenspiel)|Landsknecht]]&amp;#039;&amp;#039;, welches zur Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] aufkam und wohl als Vorläufer anzusehen ist, ebenso die Spiele &amp;#039;&amp;#039;[[Tempeln]]&amp;#039;&amp;#039; und das spätere &amp;#039;&amp;#039;Bassette&amp;#039;&amp;#039;. Dieses ist bereits (nahezu) identisch mit dem Pharo, Bassette soll in Venedig erfunden und von Justiniani, dem Gesandten der [[Republik Venedig|Serenissima]] in Paris, in der zweiten Hälfte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in Frankreich eingeführt worden sein. Im 18. und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war Pharo eines der am weitesten verbreiteten Kartenspiele in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Daniel Bernoulli]] und [[Leonhard Euler]] verfassten mathematische Arbeiten über das Pharospiel. Pharo wird auch vielfach literarisch erwähnt, z.&amp;amp;nbsp;B. in den [[Geschichte meines Lebens (Giacomo Casanova)|Memoiren Giacomo Casanovas]], im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Die Elixiere des Teufels]]&amp;#039;&amp;#039; und der Novelle &amp;#039;&amp;#039;[[Spieler-Glück]]&amp;#039;&amp;#039; von [[E. T. A. Hoffmann]], in [[Michail Jurjewitsch Lermontow|Michail Lermontows]] Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Maskerade (Lermontow)|Maskerade]]&amp;#039;&amp;#039; oder [[William Makepeace Thackeray]]s &amp;#039;&amp;#039;Die Memoiren des Junkers Barry Lyndon&amp;#039;&amp;#039; – im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Barry Lyndon]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Stanley Kubrick]] ist eine Gesellschaft beim Pharo-Spiel zu sehen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dailyscript.com/scripts/BarryLyndon.html Barry Lyndon, Drehbuch von Stanley Kubrick]&amp;lt;/ref&amp;gt; –, ebenso in [[Lion Feuchtwanger]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Jud Süß (Feuchtwanger)|Jud Süß]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spielszenen in den Opern &amp;#039;&amp;#039;[[Les Contes d&amp;#039;Hoffmann]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Jacques Offenbach]], &amp;#039;&amp;#039;[[Manon (Massenet)|Manon]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Jules Massenet]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Pique Dame (Oper)|Pique Dame]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski]] nach [[Alexander Sergejewitsch Puschkin|Alexander Puschkins]] [[Pique Dame (Erzählung)|gleichnamiger Erzählung]] zeigen Personen beim Pharo – in diesen Opern wird Pharo jeweils explizit namentlich erwähnt, bei dem Spiel in [[Giuseppe Verdi]]s &amp;#039;&amp;#039;[[La traviata]]&amp;#039;&amp;#039; dürfte es sich um eine Pharo-Variante handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pharo wurde vermutlich Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts von französischen Emigranten in die Neue Welt eingeführt, der französische Name &amp;#039;&amp;#039;Pharaon&amp;#039;&amp;#039; wurde dabei zu &amp;#039;&amp;#039;Faro&amp;#039;&amp;#039; verkürzt. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war [[Faro (Glücksspiel)|Faro]] das beliebteste Glücksspiel im [[Wilder Westen|Wilden Westen]], bevor es von [[Poker]] verdrängt wurde – in [[Giacomo Puccini]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;[[La fanciulla del West]]&amp;#039;&amp;#039; vertreiben sich die Goldgräber ihre Zeit bei Faro und Poker. Die Stadt [[Faro (Yukon)|Faro]] in [[Yukon-Territorium|Yukon]] im Nordwesten [[Kanada]]s trägt ihren Namen nach dem Kartenspiel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Geschichte der Stadt Faro, Yukon |url=http://www.faroyukon.ca/index.asp?Type=B_BASIC&amp;amp;SEC=%7B3DE5A112-1FC6-4341-92DA-D91CEBAEB287%7D |wayback=20120516032515 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Faro-Banken waren durch ein Schild mit dem Bild eines Tigers gekennzeichnet; daran erinnert der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;“bucking a tiger”&amp;#039;&amp;#039; (dt. einen Tiger mit Geld füttern) für Geldverschwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Pharo selbst heute kaum mehr bekannt ist, so lebt dieses Spiel in vielen Begriffen und [[Redewendung]]en fort, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Parolispiel|Paroli bieten]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Va banque|Va banque spielen]]&amp;#039;&amp;#039; etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Historiker vermuten, dass der Name „Pharao“ von einer Spielkarte mit der Darstellung eines [[Pharao]]s abgeleitet ist, die in französischen Kartensätzen des 17. Jahrhunderts vorkam. Diese Karte galt als besonders glücksbringend, was dazu führte, dass Spieler häufig auf sie setzten. Ob diese Erklärung zutrifft, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Konradin Medien GmbH Leinfelden-Echterdingen |url=https://www.wissen.de/lexikon/pharao-kartenspiel |titel=Pharao (Kartenspiel) aus dem Lexikon {{!}} wissen.de |sprache=de |abruf=2024-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Scarne, John [https://books.google.com/books?id=wGE7TVfEeIoC&amp;amp;q=Scarne+on+Card+Games Scarne on Card Games: How to Play and Win at Poker, Pinochle, Blackjack, Gin and Other Popular Card Games] (Scarne über Kartenspiele: Wie man bei Poker, Pinochle, Blackjack, Gin und anderen beliebten Kartenspielen spielt und gewinnt) S. 163 [[Dover Publications]] (2004) ISBN 0-486-43603-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Spiel ==&lt;br /&gt;
=== Die Grundregeln ===&lt;br /&gt;
Pharo wird mit zwei Paketen französischer Spielkarten zu 52 Blatt gespielt. Die beiden spielenden Parteien sind einerseits der &amp;#039;&amp;#039;Bankier&amp;#039;&amp;#039;, andererseits bis zu vier &amp;#039;&amp;#039;Pointeure&amp;#039;&amp;#039;, welche gegen den Ersteren spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder [[Pointeur]] erhält vom Bankier ein &amp;#039;&amp;#039;Buch&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Livret)&amp;#039;&amp;#039;, also die 13 Karten einer [[Farbe (Kartenspiel)|Farbe]], z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;♥&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;amp;nbsp;A, &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;♥&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;amp;nbsp;2,…, &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red;&amp;quot;&amp;gt;♥&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;amp;nbsp;K, als Einsatzschema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der Partie legt der [[Bankhalter]] seine Kasse &amp;#039;&amp;#039;(Bank)&amp;#039;&amp;#039; vor sich auf den Tisch und bestimmt den Mindesteinsatz, den &amp;#039;&amp;#039;Point&amp;#039;&amp;#039;. Um zu setzen, legt der Pointeur seinen Einsatz auf die entsprechende Karte seines Buchs. Möchte ein Pointeur einen [[Einsatz (Spiel)|Einsatz]] in Höhe des in der Bank befindlichen Betrages riskieren, so annonciert er das mit den Worten &amp;#039;&amp;#039;„Va banque!“&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;„Va tout!“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bankier nimmt nun das zweite Kartenpaket, den &amp;#039;&amp;#039;[[Talon (Spiele)|Talon]]&amp;#039;&amp;#039;, mischt, lässt einen der Pointeure [[Abheben (Spielkarten)|abheben]] und teilt den Spielern mit, welche Karte die letzte ist (&amp;#039;&amp;#039;en bas&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;en face&amp;#039;&amp;#039; liegt). Nachdem die Pointeure nach Belieben auf eine oder mehrere ihrer Karten gesetzt haben, zieht der Bankier nacheinander je zwei Blätter vom Kartenpaket ab (&amp;#039;&amp;#039;Abzug&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Coup&amp;#039;&amp;#039;) und legt sie nebeneinander offen vor sich auf den Tisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Karte eines jeden Paares gilt für den Bankier, die zweite für die Pointeure, d.&amp;amp;nbsp;h. der Bankier gewinnt alle Einsätze der Spieler auf jenen Karten, die dem Range nach ohne Rücksicht auf die [[Farbe (Kartenspiel)|Farbe]] mit der zuerst gezogenen Karte übereinstimmen; die Pointeure erhalten einen Gewinn in der Höhe ihres Einsatzes (d.&amp;amp;nbsp;h., sie gewinnen im Verhältnis 1:1), wenn sie die zweite Karte eines Abzugs besetzt haben. Die Einsätze auf den übrigen Werten bleiben unverändert – sie dürfen allenfalls erhöht, aber keinesfalls verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fällt eine Karte &amp;#039;&amp;#039;plié&amp;#039;&amp;#039;, d. h. werden in einem Coup zwei gleichrangige Karten &amp;#039;&amp;#039;(Doublet)&amp;#039;&amp;#039; gezogen, so erhält der Bankhalter die Hälfte der Einsätze auf dieser Karte. Darüber hinaus erhält der Bankhalter die Einsätze, die auf die erste Karte des letzten Abzugs, d. h. auf die 51. Karte entfallen, während die letzte Karte niemals gewinnt – sie wurde ja vor Beginn der Partie vorgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abziehen aller 52 Karten durch 26 Coups heißt &amp;#039;&amp;#039;Taille&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Karte, die mehrmals hintereinander bzw. im Laufe eines Abends besonders häufig gewinnt, wird &amp;#039;&amp;#039;Carte favorite&amp;#039;&amp;#039; genannt, so in &amp;#039;&amp;#039;Die Elixiere des Teufels&amp;#039;&amp;#039; von E.T.A Hoffmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Regeln ===&lt;br /&gt;
==== Lappé ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lappé&amp;#039;&amp;#039; (möglicherweise von &amp;#039;&amp;#039;laper&amp;#039;&amp;#039;: frz. lecken), &amp;#039;&amp;#039;La paix&amp;#039;&amp;#039; (frz.: der Friede) oder kurz &amp;#039;&amp;#039;Paix&amp;#039;&amp;#039;: Hat ein Spieler gewonnen und will er erneut auf dieselbe Karte setzen, so kann er auf die Auszahlung seines Gewinnes vorläufig verzichten und Lappé spielen. Gewinnt er, so erhält er als Gewinn das Doppelte des ursprünglichen Satzes; verliert er, so erhält er den ursprünglichen Satz zurück &amp;#039;&amp;#039;(Double ou quitte)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat das Lappé gewonnen, so kann der Spieler erneut seinen Gewinn riskieren und das Lappé wiederholen &amp;#039;&amp;#039;(Double lappé)&amp;#039;&amp;#039;: Gewinnt er erneut, so erhält er als Gewinn nun bereits das Vierfache des ursprünglichen Satzes; verliert er, so erhält er den ursprünglichen Einsatz zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Paroli ====&lt;br /&gt;
Hat ein Pointeur mit einer Karte gewonnen, so kann er &amp;#039;&amp;#039;Paroli&amp;#039;&amp;#039; spielen, d.&amp;amp;nbsp;h. auf das Inkasso des Gewinns vorläufig verzichten und diesen zusammen mit dem ursprünglichen Satz erneut aufs Spiel setzen – dies zeigt der Spieler dadurch an, dass er eine Ecke der Karte aufwärtsbiegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewinnt das Paroli, so erhält der Spieler von der Bank das Dreifache des ursprünglichen Satzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon leitet sich die Redensart „jemandem Paroli bieten“ oder – heute seltener gebraucht – „jemandem ein Paroli biegen“ ab, was so viel bedeutet wie „jemandem Widerstand entgegensetzen“ bzw. „jemandes Pläne durch unvermutete Maßnahmen zu vereiteln versuchen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Konversationslexikon&amp;#039;&amp;#039; von 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mehrfache Paroli ====&lt;br /&gt;
===== Sept et le va =====&lt;br /&gt;
Hat das &amp;#039;&amp;#039;Paroli&amp;#039;&amp;#039; gewonnen, so kann der Pointeur mit der Ansage &amp;#039;&amp;#039;„Sept et le va!“&amp;#039;&amp;#039; erneut &amp;#039;&amp;#039;Paroli&amp;#039;&amp;#039; bieten. Gewinnt er wieder, so erhält er das Siebenfache seines ursprünglichen Satzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Quinze et le va =====&lt;br /&gt;
Gewinnt der Spieler das &amp;#039;&amp;#039;Sept et le va&amp;#039;&amp;#039;, so kann er mit der Ansage &amp;#039;&amp;#039;„Quinze et le va!“&amp;#039;&amp;#039; nochmals &amp;#039;&amp;#039;Paroli&amp;#039;&amp;#039; spielen und erhält nun, falls er gewinnt, das Fünfzehnfache des ursprünglichen Satzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankvorteil ==&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, dass ein Spieler – unabhängig davon, welcher Wert &amp;#039;&amp;#039;en face&amp;#039;&amp;#039; liegt – zu Beginn einer Taille auf eine bestimmte Karte, etwa auf den König, setzt – und den Einsatz so lange unverändert spielen lässt, bis diese Karte zum ersten Mal erscheint (und sich sodann bis zum Ende der Taille nicht mehr weiter durch Einsätze am Spiel beteiligt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser Spielweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* gewinnt der Spieler mit Wahrscheinlichkeit 48,02 % eine Einheit,&lt;br /&gt;
* verliert der Spieler mit Wahrscheinlichkeit 48,02 % eine Einheit,&lt;br /&gt;
* verliert der Spieler mit Wahrscheinlichkeit 3,96 % eine halbe Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.&amp;amp;nbsp;h., der [[Bankvorteil]] beträgt gerade 1,98 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Wert gibt auch [[Leonhard Euler]] an&amp;lt;ref&amp;gt;Leonhard Euler: &amp;#039;&amp;#039;Sur l’avantage du banquier au jeu de Pharaon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mémoires de l&amp;#039;académie de sciences de Berlin&amp;#039;&amp;#039; 20, 1766, S. 144–164 ([https://scholarlycommons.pacific.edu/euler-works/313/ online mit englischer Übersetzung])&amp;lt;/ref&amp;gt;; dieser Wert ist freilich nur als Richtwert zu verstehen: Der Bankvorteil ändert sich nach jedem einzelnen Abzug in Abhängigkeit davon, wie viele Karten des besetzten Wertes und wie viele Karten insgesamt noch in den verdeckten Karten des Stapels vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vergleich: Bei den mehrfachen Chancen des (europäischen) [[Roulette]] beträgt der Bankvorteil 2,7 %, bei den einfachen Chancen 1,35 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Farolayout.jpg|mini|hochkant=1.6|Tableau eines Faro-Tisches aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;The Merry Gamester: A Practical Guide to the most popular card, dice and board games of the English speaking world, from ancient times to 1900&amp;#039;&amp;#039;, 1903]]&lt;br /&gt;
Nehmen an einer Pharopartie fünf Spieler, also ein Bankier und vier Pointeure teil, so verwendet man zwei Pakete zu 52 Blatt, und jeder Pointeur erhält wie oben beschrieben ein eigenes Buch. Nehmen mehr als vier Pointeure teil, so legt der Bankier von einem Paket die dreizehn Pique-Karten als &amp;#039;&amp;#039;Tableau&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;Layout&amp;#039;&amp;#039;) auf und verfährt mit einem 52er-Paket wie gewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser letzteren Form wurde das Spiel vor allem im Wilden Westen populär, das amerikanische &amp;#039;&amp;#039;Faro&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich vom europäischen Pharo jedoch in der Art der Abwicklung und durch zusätzliche Wettmöglichkeiten (siehe Artikel [[Faro (Glücksspiel)|Faro]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Jewish Faro&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stuss&amp;#039;&amp;#039; wird wie &amp;#039;&amp;#039;Pharo&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Faro&amp;#039;&amp;#039; mit 52 Blatt gespielt, bei einem &amp;#039;&amp;#039;Split&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;i. die englische Bezeichnung für &amp;#039;&amp;#039;Carte plié&amp;#039;&amp;#039;) gewinnt der Bankhalter aber den vollen Einsatz und nicht bloß die Hälfte. Der Bankvorteil beträgt daher 3,96 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Wien als &amp;#039;&amp;#039;[[Stoß (Glücksspiel)|Stoß]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Meine Tante, deine Tante&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Naschi Waschi&amp;#039;&amp;#039; bekannte Variante wird mit nur 32 Karten gespielt, und die Bank zieht im Falle einer &amp;#039;&amp;#039;Carte plié&amp;#039;&amp;#039; den vollen Einsatz ein. Bei dieser eher räuberischen Spielart gilt unter der Annahme der oben angeführten Spielweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Spieler gewinnt mit Wahrscheinlichkeit 46,72 % eine Einheit.&lt;br /&gt;
* Der Spieler verliert mit Wahrscheinlichkeit 53,28 % eine Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.&amp;amp;nbsp;h., der Bankvorteil beträgt hier sogar 6,56 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Meyers-1905 |Lemma=Pharo |Band=15 |Seite=764 |zenoID=20007245246}}&lt;br /&gt;
* {{Pierer-1857 |Lemma=Pharao |Band=13 |Seite=35 |SeiteBis=36 |zenoID=20010628568}}&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Krünitz|Krünitz’]] &amp;#039;&amp;#039;[[Oeconomische Encyclopädie]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 112. Berlin 1833; [http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/p/kp04693.htm kruenitz1.uni-trier.de]&lt;br /&gt;
* Ludwig von Alvensleben: &amp;#039;&amp;#039;Encyklopädie der Spiele&amp;#039;&amp;#039;. 1853, S.&amp;amp;nbsp;363; [https://books.google.de/books?id=bahAAAAAcAAJ&amp;amp;og=PA363 books.google.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Pharao}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartenspiel mit traditionellem Blatt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glücksspiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Casinospiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Spiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilder Westen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jed</name></author>
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