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	<title>Pharao - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Pharao&amp;diff=5747&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Muck: /* Königliche Insignien */</title>
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		<updated>2025-09-25T06:51:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Königliche Insignien&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Hieroglyphen&lt;br /&gt;
|NAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;O1:O29&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME-TRANSKRIPTION = Per aa &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Pr ˁ3&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Großes Haus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|GRIECHISCH = Pheros / Pharao&amp;lt;br /&amp;gt; Herodot-Bezeichnung &amp;lt;br /&amp;gt; Manetho-Bezeichnung&lt;br /&gt;
|GRIECHISCH-ERWEITERT = &amp;lt;br /&amp;gt; nach&amp;amp;nbsp;[[Herodot]] &amp;lt;br /&amp;gt; nach&amp;amp;nbsp;[[Manetho]]&lt;br /&gt;
|BILD1 = Pharaoh-insignia.png&lt;br /&gt;
|BILD1-BREITE = 210px&lt;br /&gt;
|BILD1-BESCHREIBUNG = Pharao mit [[Nemes-Kopftuch]], [[Königsbart|Zeremonialbart]], [[Halskragen (Altes Ägypten)|Halskragen]] und [[Was-Zepter]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pharao&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein seit dem [[Neues Reich|Neuen Reich]] verwendeter Titel für den König von [[Oberägypten|Ober-]] und [[Unterägypten]]. Der Begriff geht auf das [[Ägyptische Sprache|ägyptische]] Wort &amp;#039;&amp;#039;[[wikt:en:pr ꜥꜣ|Per aa]]&amp;#039;&amp;#039; („großes Haus“) zurück, das ursprünglich weder ein Herrschertitel noch ein Eigenname war, sondern die Bezeichnung für den königlichen Hof oder [[Palast]]. Als Bezeichnung für die Person des Königs kam er erst ab [[Thutmosis III.]] auf. Doch auch danach war diese Titulierung nicht die Regel und nur selten Teil des offiziellen [[Diplomatisches Protokoll|Protokolls]]. Das [[Koptische Sprache|Koptische]] als letzte Sprachstufe des Ägyptischen kennt die Entlehnung [[wikt:en:ⲫⲁⲣⲁⲱ|{{lang|cop|ⲫⲁⲣⲁⲱ}}]] aus dem Griechischen wie auch – in der allgemeineren Bedeutung ‚König/-in‘ – Wörter wie [[Bohairisch]] [[wikt:en:ⲟⲩⲣⲟ|{{lang|cop|ⲟⲩⲣⲟ}}]]/[[wikt:en:ⲟⲩⲣⲱ|{{lang|cop|ⲟⲩⲣⲱ}}]], [[Sahidisch]] [[wikt:en:ⲣⲣⲟ|{{lang|cop|ⲣⲣⲟ}}]]/[[wikt:en:ⲣⲣⲱ|{{lang|cop|ⲣⲣⲱ}}]], die direkt auf die ägyptische Form zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Hebräische Sprache|hebräischen Sprache]] der [[Bibel]] werden mit „Pharao“ ([[wikt:en:פרעה|{{lang|he|פַּרְעֹה}}]]) [[Anachronismus|anachronistisch]] alle Könige des [[Altes Ägypten|Alten Ägypten]] bezeichnet. Ebenso benutzen zahlreiche [[Ägyptologe]]n das Wort „Pharao“ für alle ägyptischen Herrscher, obwohl der Titel „König“ ([[wikt:en:nswt|nesut]] bzw. [[wikt:en:nswt-bjtj|nesut-biti]]) zumindest bis [[Siamun]] die korrekte Form wäre.&amp;lt;ref name=S23/&amp;gt; Siamun war der erste Herrscher, der &amp;#039;&amp;#039;Per aa&amp;#039;&amp;#039; als Königstitel trug. Er regierte als sechster König der [[21. Dynastie|21.&amp;amp;nbsp;Dynastie]] ([[Dritte Zwischenzeit (Ägypten)|Dritte Zwischenzeit]]).&amp;lt;ref name=S23&amp;gt;T. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Pharaonen.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 2002, S.&amp;amp;nbsp;23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der deutschsprachigen Wikipedia trägt jeder [[Herrscher]] von der [[Prädynastik (Ägypten)|Prädynastik]] bis zu Siamun den Titel „König“, gefolgt von „Pharao“ in Klammern. Für die Zeit danach wird allein der Titel „Pharao“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsverwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalabscha Pharao Thot Horus.jpg|mini|hochkant|Römerzeitliches Relief am [[Kalabscha]]-Tempel: [[Horus]] und [[Thot]] reinigen den König, in beiden Kartuschen nur als &amp;lt;hiero&amp;gt;O1-O29&amp;lt;/hiero&amp;gt; „Pharao“ bezeichnet.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von der kompletten fünfteiligen Königstitulatur führen die altägyptischen Texte auch weitere Benennungen beziehungsweise sogenannte Beinamen des Königs auf. Diese sind sowohl innerhalb seiner Titulatur als auch außerhalb dieser belegt: „der vollkommene (gute) Gott“, „der große Gott“, „[[Neb-chau|Herr der Kronen]]“, „Herr der beiden Länder“, „Herr des Machens der Dinge (der Kulthandlungen)“ sowie „Herr der [[Sedfest]]e“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eindeutiger Beleg dafür, dass ein Herrscher sich selbst als Pharao sah, ist oft, dass er seinen Namen in eine [[Kartusche (Altes Ägypten)|Kartusche]] schrieb, die nur königlichen Namen vorbehalten war. Allerdings haben auch Namen von Königinnen und sogar Prinzessinnen seit dem Ende der [[12. Dynastie]] vereinzelt, später dann regelmäßig, Kartuschen. Die nur auf [[Skarabäus|Skarabäen]] belegten Herrscher der [[16. Dynastie]] tragen andererseits oft keine Kartusche, sind aber durch die Titel &amp;#039;&amp;#039;Netjer-nefer&amp;#039;&amp;#039; („der vollkommene Gott“) und &amp;#039;&amp;#039;Sa Ra&amp;#039;&amp;#039; („Sohn des Re“) deutlich als Herrscher identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Lokalkönige aller altägyptischen Kleinstaaten während der [[Zweite Zwischenzeit|Zweiten]] (16. Dynastie) und der Dritten Zwischenzeit können zu Recht als Pharaonen bezeichnet werden, da sie alle eine meist volle königliche Titulatur trugen. Einigen dieser Herrscher – auch Hohepriester, Gottesgemahlinnen und [[Libyen|libysche]] Lokalfürsten – lassen sich sogar Thronnamen zuweisen, was zeigt, dass sie sich durchaus in der [[Tradition]] größerer Herrscher sahen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot;&amp;gt;T. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Pharaonen.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem sind die [[Ptolemäer]] nicht die letzten Pharaonen, auch die [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiser]] zählen im Grunde zu den ägyptischen Pharaonen, da dieses Gebiet zu ihrem Herrschaftsbereich gehörte, und sie zumindest teilweise im Alten Ägypten auch [[Ägyptische Hieroglyphen|hieroglyphisch]] belegt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstverständnis des Königs (Pharao) ==&lt;br /&gt;
=== Gottkönigtum ===&lt;br /&gt;
Seit der [[Frühdynastische Periode (Ägypten)|frühdynastischen Zeit]] verstand sich der König (Pharao) als Sohn der Himmelsgottheiten; er war zugleich ihr Bevollmächtigter, Abgesandter, Partner und Nachfolger. Die letztgenannte Gleichsetzung bezieht sich auf die Regierungszeit der Götter, die nach [[Ägyptische Mythologie|altägyptischer Mythologie]] zuvor auf der Erde herrschten. Die in der Vergangenheit öfter [[Axiom|postulierte]] göttliche Identifikation mit [[Horus]] entspricht nicht der Quellenlage und dem Weltbild, das aus drei Ebenen bestand. Vielmehr sah sich der König auf einer eigenen Ebene zwischen dem göttlichen Himmel und den auf der Erde befindlichen Menschen. Dem König wurde mit seiner Krönung das Amt des „göttlichen Horus“ übertragen. Dieser Vorgang manifestierte sich im [[Horusname]]n. Damit übernahm der König als irdischer Herrscher das „väterliche Amt des Horus“ und galt ergänzend seit der [[4. Dynastie]] als „Sohn des [[Re (ägyptische Mythologie)|Re]]“.&amp;lt;ref name=B82/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ägyptologie verwarf zwischenzeitlich das bis weit über die Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vertretene Konzept, das den König mit einer Gottheit gleichsetzte, und definierte aufgrund der Quellenlage die Rolle des Königs in Übereinstimmung mit der altägyptischen Mythologie neu. Nur noch wenige Forscher berufen sich auf eine Göttlichkeit des Königs, beispielsweise der [[Altes Testament|Alttestamentler]] [[Klaus Koch (Theologe)|Klaus Koch]],&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Koch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der ägyptischen Religion: von den Pyramiden bis zu den Mysterien der Isis.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1993, ISBN 3-17-009808-X, S.&amp;amp;nbsp;73.&amp;lt;/ref&amp;gt; ohne jedoch für diese Annahme Belege zu nennen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Pfeiffer: &amp;#039;&amp;#039;Herrscher- und Dynastiekulte im Ptolemäerreich: Systematik und Einordnung der Kultformen.&amp;#039;&amp;#039; München 2008, S.&amp;amp;nbsp;21–22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sonderrolle kennzeichnete den König als „göttlichen Vermittler“, der die Pläne der Himmelsgötter an die Menschen weitergab und darauf achtete, dass der „göttliche Wille“ entsprechend umgesetzt wurde. Die „Göttlichkeit des Königs“ beschränkte sich daher auf sein Amt und bezog sich nicht auf ihn selbst. Somit erreichte der König nur in Verbindung mit seinem Herrscheramt einen göttlichen Status, ohne jedoch selbst mit einer Gottheit identifiziert zu werden. In der Ägyptologie wird in diesem Zusammenhang der Begriff „Gottkönigtum“ verwendet, der sich auf die im göttlichen Auftrag repräsentativen Tätigkeiten des Königs bezieht. Es bleibt unklar, ob sich die frühdynastischen Könige direkt auf die Gottheit Horus bezogen oder den [[Falken|Horusfalken]] nur als allgemeines „[[Symbol]] der fernen Himmelsgottheiten“ benutzten. Nach dem Tod des Königs (Pharao) trat dieser seinen [[Himmelsaufstieg (Altes Ägypten)|Himmelsaufstieg]] an, um dort als vergöttlichter König „neu geboren im Verbund der anderen Gottheiten sowie [[Ahn]]en“ sein Amt ausüben zu können.&amp;lt;ref name=B82&amp;gt;S. Bickel: &amp;#039;&amp;#039;Die Verknüpfung von Weltbild und Staatsbild.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2009, S.&amp;amp;nbsp;82–84 und 87–88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen seiner Amtsausübung trug der König verschiedenste [[Epitheton|Beinamen]], beispielsweise „Vollkommener Gott“, in welchen die göttliche Sohnschaft mit dem Vorgang als wiedergeborener Reichsgott in der Gestalt des Königs zum Ausdruck gebracht werden sollte. Die von [[Ramses II.]] zusätzlich gebrauchte Bezeichnung „Großer Gott“ bezieht sich dagegen auf die Aufwertung des irdischen Königsamtes, das in der göttlichen Rangordnung unterhalb der Götter angesiedelt war. Ramses&amp;amp;nbsp;II. gab sich jedoch nicht damit zufrieden, als „weisungsgebundener Gottkönig“ ein „untergeordnetes Amt“ zu bekleiden, weshalb er in seiner Amtsphilosophie den Versuch unternahm, durch entsprechende Beinamen das Königsamt auf eine den Göttern gleichberechtigte Ebene zu heben. Die „Gleichrangigkeitsbemühungen“ von Ramses&amp;amp;nbsp;II. konnten sich nicht durchsetzen, spiegeln aber die gescheiterten Gegenreaktionen von einigen Königen wider, die versuchten, die Wertigkeit des göttlichen Königsamtes zu erhöhen.&amp;lt;ref name=B58&amp;gt;E. Blumenthal: &amp;#039;&amp;#039;Die Göttlichkeit des Pharao: Sakralität von Herrschaft und Herrschaftslegitimierung im Alten Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002, S.&amp;amp;nbsp;58–59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göttliche Legitimation ===&lt;br /&gt;
Die bei der Krönung „[[Ritual|rituell]] aktivierte Göttlichkeit“ hinsichtlich des Königsamtes versetzte den König in die Rolle des irdischen Repräsentanten der Götter. Damit verbunden übergaben die Gottheiten „ihre Throne, lange Regierungsjahre und das Land Ägypten“, damit der König mit göttlichem Segen die Weltordnung [[Maat (ägyptische Mythologie)|Maat]] aufrechterhält und gegen ausländische Eroberer schützt. Aus dem zweiten Jahrtausend&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. ist ein Text bekannt, der in zahlreichen Tempeln angebracht wurde und die göttliche Legitimation beschreibt:&amp;lt;ref name=B58/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Re hat den König eingesetzt auf der Erde der Lebenden für immer und ewig. (So ist er tätig) beim Rechtsprechen den Menschen, beim Zufriedenstellen der Götter, beim Entstehenlassen der Wahrheit und der Vernichtung der Sünde. Er gibt den Göttern Opferspeisen, Totenopfer den Verklärten.|Der König als Sonnenpriester&amp;lt;ref name=B58/&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbot der Namensnennung des Königs (Pharao) ===&lt;br /&gt;
Besonders markant ist das Verbot, den Namen (altägyptisch &amp;#039;&amp;#039;[[Ren (ägyptische Mythologie)|ren]]&amp;#039;&amp;#039;) von Gottheiten zu nennen. Derartige [[Tabu]]s sind in der Ägyptologie für die [[Altägyptische Religion|alte ägyptische Religion]] nur sekundär und teilweise untersucht. [[Herodot]] berichtete über das Verbot, den Namen von [[Osiris]] in bestimmten Zusammenhängen öffentlich auszusprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot: &amp;#039;&amp;#039;Historien.&amp;#039;&amp;#039; II 61, II 170 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesen Themenbereich gehört das Negativbekenntnis von [[Ramses VI.]], der sich rühmte, den Namen von [[Tatenen]] nicht ausgesprochen zu haben. Der Ritus, den Namen des Königs nicht zu nennen, sondern nur niederzuschreiben und zu lesen, ist öfter bezeugt; beispielsweise ausführlich im [[Mittleres Reich|Mittleren Reich]] in der „[[Lehre eines Mannes für seinen Sohn]]“ und in Quellen, die „rechtes Verhalten gegenüber dem König“ thematisieren. Gründe für dieses Tabu sind wohl in der [[Ehrfurcht]] und Angst vor der jeweiligen Gottheit zu sehen, da durch öffentliches Aussprechen der Empfang negativer [[Magie im Alten Ägypten|magischer Kräfte]] assoziiert wurde. Im Falle des Verbots der Namenaussprache des Königs dürfte als Hauptmotiv die Furcht vor magischen Folgen liegen, zu dem sich eine mögliche üble Nachrede durch Unvorsichtigkeit ergeben könnte. In diesem Zusammenhang steht das weitere Tabu-Umfeld, die „verborgenen und geheimen Namen bestimmter Götter“ zu nennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexandra von Lieven]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundriss des Laufes der Sterne – Das sogenannte [[Nutbuch]].&amp;#039;&amp;#039; The Carsten Niebuhr Institute of Ancient Eastern Studies (u.&amp;amp;nbsp;a.), Kopenhagen 2007, ISBN 978-87-635-0406-5, S.&amp;amp;nbsp;163–164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kartusche ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kartusche (Altes Ägypten)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WLA brooklynmuseum limestone procession.jpg|mini|hochkant|Thutmosis III. mit Kartusche seines Thronnamens, vor dem die Zeichen für „vollkommener Gott“ auf einem Neb-Zeichen stehen ([[Brooklyn Museum]], New York); Lesung von rechts nach links]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kartusche, auch als Königsring bezeichnet, ist ursprünglich wohl aus dem sogenannten [[Schen-Ring]] entstanden. Sie ist eine Seilschleife mit überlappenden Enden, dem altägyptischen Symbol für [[Ewigkeit]] beziehungsweise Unendlichkeit und Schutz, entwickelte sich mit der Länge des jeweiligen Königsnamens bis zu einer mehr langgezogenen, elliptischen Form. Zudem hatte das Binden und Lösen von Knoten in der [[Magie im Alten Ägypten|Magie des Alten Ägypten]] eine große Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Lucia Gahlin: &amp;#039;&amp;#039;Ägypten - Götter, Mythen, Religionen.&amp;#039;&amp;#039; Edition XXL, Reichelsheim 2001, ISBN 389736-312-7, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus besonders detaillierten Darstellungen wird deutlich, dass die Kartuschenlinie eigentlich aus einer doppelten Schnur besteht, die als Seilschleife um den Königsnamen gelegt und am Ende mit einem Knoten versehen ist. In eher schematischer Darstellung erscheint der Knoten wie ein im Winkel von 90° zur Kartuschenlängsachse platzierter Balken, der in seiner Länge etwa der Kartuschenbreite entspricht. Die Namenshieroglyphen im Inneren der Kartusche begannen stets auf der diesem „Balken“ gegenüberliegenden Seite. Die gesamte Kartusche konnte sowohl vertikal (senkrecht) wie auch horizontal (waagerecht) dargestellt werden, wobei sich bei Letzterer der Kartuschenanfang, je nach Leserichtung, entweder auf der rechten oder auch auf der linken Seite befinden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensschreibweise ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der Kartuschen folgt die Namensschreibweise in der Regel den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der [[Ägyptische Hieroglyphen|Hieroglyphenschreibung]]. So wird beispielsweise das Zeichen einer im Namen oder Namensteil enthaltenen ägyptischen Gottheit aus Respekt gegenüber dieser dem gesamten Namen beziehungsweise dem entsprechenden Namensteil stets vorangestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Thronname]] von [[Thutmosis III.]] lautet in der „ägyptologischen Schulaussprache“ (Transliteration) „Men-cheper-Re“ und wird in der Transkription als &amp;#039;&amp;#039;mn-ḫpr-Rˁ&amp;#039;&amp;#039; gelesen, in der deutschen Übersetzung etwa „Bleibend/Beständig ist die Erscheinung(sform) des Re“. Die Namensschreibung innerhalb der Kartusche beginnt jedoch aus den schon erläuterten Gründen mit der Hieroglyphe der Gottheit [[Re (ägyptische Mythologie)|Re]]. In der Reihenfolge der Hieroglyphen ist zu lesen: &amp;#039;&amp;#039;Rˁ-mn-ḫpr&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen und Titel ==&lt;br /&gt;
[[Horusname|Horus-]], [[Thronname|Thron-]] und [[Eigenname (Pharao)|Eigenname]] erscheinen häufig auf den Denkmälern eines Königs. In der [[Frühdynastische Periode (Ägypten)|Frühdynastischen Periode]] (1. und 2. Dynastie) ist der Horusname der wichtigste Name, während später der Thronname gebräuchlicher wird. [[Nebtiname|Nebti-]] und [[Goldname]] werden dagegen seltener verwendet und sind deshalb von vielen Herrschern nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horusname ===&lt;br /&gt;
{{Infobox Pharao&lt;br /&gt;
|TITEL = Systematische Namensdarstellung in den Pharaonenartikeln&lt;br /&gt;
|EIGENNAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;Namenshieroglyphen&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EIGENNAME-ERKLÄRUNG = Eigenname oder Geburtsname &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Transkription&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|THRONNAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;Namenshieroglyphen&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|THRONNAME-ERKLÄRUNG = Thronname &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Transkription&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|HORUSNAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;Namenshieroglyphen&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|HORUSNAME-ERKLÄRUNG = Horusname &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Transkription&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|NEBTINAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;Namenshieroglyphen&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NEBTINAME-ERKLÄRUNG = Nebtiname &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Transkription&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|GOLDNAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;Namenshieroglyphen&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|GOLDNAME-ERKLÄRUNG = Goldname &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Transkription&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Horusname ist der älteste bezeugte Titel des Königs und kommt schon kurz vor der 1.&amp;amp;nbsp;Dynastie auf. Geschrieben wird der Name in einem sogenannten [[Serech]], ein Rechteck, auf dem ein Falke thront. Der untere Teil des Rechtecks ist mit der Fassade des Königspalastes dekoriert („[[Palastfassade]]“), der obere Teil symbolisiert den Hof/das Haus (&amp;#039;&amp;#039;per&amp;#039;&amp;#039;). In dieser freien Fläche steht der Name des Königs in Hieroglyphen. Ab der 4.&amp;amp;nbsp;Dynastie kann der Titel ohne Serech geschrieben werden. Die Titelschreibung erfolgt dann in waagerechtem Text mit dem Horusfalken am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nebtiname ===&lt;br /&gt;
Der Nebtiname oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herrinnenname&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist als Beiname bereits in der [[Prädynastik (Ägypten)|Prädynastik]] belegt; dort jedoch mit anderer [[Ägyptische Hieroglyphen|Hieroglyphenzusammensetzung]]. In der [[Frühdynastische Periode (Ägypten)|Frühdynastik]] folgte unter König [[Hor Den]] ([[1. Dynastie]]) die Einführung des Nebti-Zeichens mit den beiden Göttinnen [[Nechbet]] (für Oberägypten) und [[Wadjet]] (für Unterägypten). Beide sitzen auf je einem [[Korb (Behälter)|Korb]], dem Zeichen für &amp;#039;&amp;#039;neb&amp;#039;&amp;#039; ([[Ägyptische Hieroglyphen|Hieroglyphe]] Gardiner V30), das „Herr“ bedeutet. Der Nebtiname leitet sich von den zwei vorhandenen &amp;#039;&amp;#039;neb&amp;#039;&amp;#039;-Zeichen und den beiden Göttinnen ab. Das Zeichen für &amp;#039;&amp;#039;neb&amp;#039;&amp;#039; gehört auch zu einer weiteren Bezeichnung des Königs: „Herr der beiden Länder“ (&amp;#039;&amp;#039;Neb-taui&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;nb-t3wj&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goldname ===&lt;br /&gt;
Als fünfter Titel ist oft der [[Goldname]] beziehungsweise Goldhorusname bekannt. Das [[Symbol]] für den Goldhorusnamen besteht aus einem [[Falken]] ([[Horus]]), der auf der [[Ägyptische Hieroglyphen|Hieroglyphe]] für Gold (&amp;#039;&amp;#039;nebu&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;nbw&amp;#039;&amp;#039;) sitzt. Der Goldhorusname wurde als offizielle Zusatztitulatur erstmals von [[Djoser#Einführung des Goldnamens|Djoser]] in der [[3. Dynastie]] verwendet. Seit König [[Snofru]] wurde dieser Titel durch den Falken, der auf dem Halsschmuck sitzt, eingeleitet, wobei diese Schreibweise bis zum [[Mittleres Reich|Mittleren Reich]] gleich blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Felde: &amp;#039;&amp;#039;Ägyptische Gottheiten.&amp;#039;&amp;#039; 2. erweiterte und verbesserte Auflage, R. Felde Eigenverlag, Wiesbaden 1995, S.&amp;amp;nbsp;21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thronname ===&lt;br /&gt;
Dem Thronnamen beigestellt ist am häufigsten die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Nesut&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nisut&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;njswt&amp;#039;&amp;#039;), wenn auf den König als weltlichen Herrscher verwiesen wird. Das bedeutet: „der von der Binse“, bezeichnete allerdings nur den Herrscher [[Oberägypten]]s, also Südägyptens. Der Titel des Pharaos von [[Unterägypten]] war &amp;#039;&amp;#039;Biti&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;bjtj&amp;#039;&amp;#039;), das heißt: „der von der Biene“. Die beiden Titel wurden in offiziellen Inschriften verbunden zu &amp;#039;&amp;#039;Nesut-biti&amp;#039;&amp;#039;. War der Thronnamenskartusche die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Nesut-biti&amp;#039;&amp;#039; vorangestellt, war der Pharao sowohl Herrscher von Ober- wie auch Unterägypten. Trotzdem hielt sich die Bezeichnung „Pharao“ in den meisten Sprachen bis heute für die Bezeichnung des altägyptischen Herrschers. Nicht immer wurden den Pharaonenkartuschen die Zusatzbezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Sa Ra&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nesut-biti&amp;#039;&amp;#039; vorangestellt. Häufig sind auf [[Statue]]n, [[Stele]]n, Tempel- oder Grabinschriften und [[Papyrus]]texten auch allein die Kartuschen zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenname ===&lt;br /&gt;
Ein ägyptischer König hatte neben seinem Eigennamen (auch „Geburtsname“), welcher seit der 5. Dynastie durch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Sa Ra&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;S3 Rˁ&amp;#039;&amp;#039;), übersetzt mit „Sohn des Re“, verdeutlicht wird, noch insgesamt vier weitere Titel und zusätzlich eine später entstandene Bezeichnung. Mit der Geburt eines Königssohnes war nicht festgelegt, ob dieser seinem Vater auf den Thron folgen würde. So war sein Eigen- beziehungsweise Geburtsname wie der eines normalen Bürgers und enthielt kein „Programm“, so wie es die komplette Königstitulatur mit allen fünf Titeln ausdrückt. Es kam jedoch vor, dass er den Namen seines Vaters oder Großvaters erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;J.Beckerath Handbuch Königsnamen. S.26&amp;quot;&amp;gt;Jürgen von Beckerath: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der ägyptischen Königsnamen.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1999, S.&amp;amp;nbsp;26&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name eines Prinzen wurde mit den Worten „Sohn des Königs, von seinem Leibe“ eingeleitet und nicht in einer [[Kartusche (Altes Ägypten)|Kartusche]] geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Statue of Hatshepsut in the Cairo Egyptian Museum.jpg|mini|hochkant=0.6|[[Granit]]statue des [[Thutmosis III.]], [[Ägyptisches Museum (Kairo)|Ägyptisches Museum]] in [[Kairo]] (2002)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Texten oder Beamtentiteln, in denen der König nicht mit Namen genannt wird, wird als Herrschertitel meist das Wort &amp;#039;&amp;#039;nesut&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;nisut&amp;#039;&amp;#039;) gebraucht (beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;sesch-nesut&amp;#039;&amp;#039;, „[[Schreiber im Alten Ägypten|Schreiber]] des Königs“), ganz selten &amp;#039;&amp;#039;biti&amp;#039;&amp;#039; (zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[chetemti-biti]]&amp;#039;&amp;#039;, „Siegler des Königs“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In religiösen Texten oder biographischen Inschriften von Beamten wird auf den ägyptischen König oft auch nur als „[[Horus]]“ verwiesen, ohne den Namen des Herrschers zu benennen. In eher weltlichem Kontext kommen auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Neb&amp;#039;&amp;#039; („der Herr“) oder &amp;#039;&amp;#039;Neb-taui&amp;#039;&amp;#039; („Herr der Zwei Länder“) vor. Letztere leitet auch oft einen Namen des Herrschers ein. Hier findet sich auch als weitere Zusatzvariante &amp;#039;&amp;#039;Hem&amp;#039;&amp;#039;, was immer wieder als „Majestät“ übersetzt wird. Eigentlich bedeutet es nur „Diener“, obwohl die Übersetzung „Person“ in neuerer Literatur immer mehr vorgezogen wird. Diese Zusatzbezeichnung erscheint meist in Formulierungen wie &amp;#039;&amp;#039;hem-ef&amp;#039;&amp;#039; (Transliteration: &amp;#039;&amp;#039;Hm=f&amp;#039;&amp;#039;), „seine Majestät“, und taucht auch in der Form &amp;#039;&amp;#039;Hem en neb-taui&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;(ḥm n nb t3wj)&amp;#039;&amp;#039;, „Diener (oder: die Majestät) des Herrn der Zwei Länder“ auf. Selten, vor allem in der [[Zweite Zwischenzeit|Zweiten Zwischenzeit]] findet man die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Chu-Baq&amp;#039;&amp;#039; („regierender Herrscher“).&amp;lt;ref&amp;gt;R. Hannig: &amp;#039;&amp;#039;Ägyptisches Wörterbuch&amp;amp;nbsp;2: Mittleres Reich und zweite Zwischenzeit.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1995, S.&amp;amp;nbsp;1850.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manetho]] war ein Tempelschreiber aus [[Sebennytos]] im [[Altes Ägypten|altägyptischen]] [[Theben (Ägypten)|Theben]]. Er schrieb um die Mitte des dritten Jahrhunderts v. Chr. unter der Regierung von [[Ptolemaios I.]] auf Grund der Schriften der Ägypter in [[Griechische Sprache|griechischer Sprache]] die [[Geschichte des Alten Ägyptens|Geschichte Ägyptens]] von den ältesten Zeiten an bis zur [[Makedonien (antikes Königreich)|makedonischen]] Eroberung in drei Büchern (&amp;#039;&amp;#039;[[Aegyptiaca (Manetho)|Aegyptiaca]]&amp;#039;&amp;#039;). Dieses Werk ist frühzeitig untergegangen, nur das Verzeichnis der [[Dynastie]]n, ein Drittel der Königsnamen (Manetho-Namen) und einige [[Fragment (Literatur)|Fragmente]] sind erhalten geblieben. Ein Teil der Manetho-Namen (z.&amp;amp;nbsp;B. Amenophis von der ägyptologischen [[Ägyptische Hieroglyphen#Aussprache|Vokalisation]] &amp;#039;&amp;#039;Amenhotep&amp;#039;&amp;#039;) wird heute noch gebraucht;&amp;lt;ref&amp;gt;A. H. Gardiner: &amp;#039;&amp;#039;Egyptian Grammar.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1957, S.&amp;amp;nbsp;75–76.&amp;lt;/ref&amp;gt; daneben auch die von [[Herodot]] überlieferten Namensformen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Cheops]]). Viele Forscher verwenden lieber diese [[Gräzisierung|gräzisierten]] Namen, da sie der Aussprache vielleicht näher kommen als die ägyptologische Vokalisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Königliche Insignien ==&lt;br /&gt;
* Die [[Rote Krone des Nordens|Rote]] und die [[Weiße Krone des Südens|Weiße Krone]], zusammen getragen als „Doppelkrone“ für Unter- und Oberägypten, die sogenannte „[[Pschent]]“. Vor der [[Reichseinigung (Ägypten)|Reichsvereinigung]] der beiden Länder trugen die Herrscher entweder die weiße oder rote Krone.&lt;br /&gt;
* Andere Kronen, wie der [[Chepresch]] oder das [[Nemes-Kopftuch]].&lt;br /&gt;
* [[Altweltgeier|Geier]] (Göttin [[Nechbet]]) und [[Uräusschlange (Symbol)|Uräus]] (Göttin [[Wadjet]]), ebenfalls Symbole für Ober- und Unterägypten, meist zusammen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. auf [[Totenmaske]]n, von denen die bekannteste die des [[Tutanchamun]] ist.&lt;br /&gt;
* [[Krummstab]] und [[Flagellum (ägyptische Mythologie)|Flagellum]] (oft auch Wedel oder Geißel genannt). Auch sie stehen für [[Oberägypten|Ober-]] und [[Unterägypten]] und geben einen Hinweis auf die Anfänge der Hochkultur.&lt;br /&gt;
* Der [[Königsbart (Ägypten)|Zeremonial- oder Pharaonenbart]]: Pharaonen tragen auf allen Reliefs und Malereien einen langen, geflochtenen und künstlichen Bart, dieser wurde – ebenso wie die anderen Königsinsignien – zu offiziellen Anlässen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;160&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mentuhotep-OsirideStatue-CloseUp MuseumOfFineArtsBoston.png|[[Mentuhotep III.]] mit der Weißen Krone&lt;br /&gt;
Mentuhotep Seated.jpg|[[Mentuhotep II.]] mit der Roten Krone und Zeremonialbart&lt;br /&gt;
GD-EG-Louxor-116.JPG|[[Sesostris III.]] mit [[Pschent]]&lt;br /&gt;
Mask of Tutankhamun 2003-12-07.jpg|Goldmaske des Tutanchamun mit [[Nemes-Kopftuch]], [[Uräusschlange (Symbol)|Uräus]] und [[Nechbet|Geier]] sowie Zeremonialbart&lt;br /&gt;
Tutanhkamun Shabti.jpg|[[Uschebti]] des Tutanchamun mit [[Chepresch]], Krummstab und Wedel&lt;br /&gt;
Hatshepsut temple33.JPG|[[Hatschepsut]] mit [[Weiße Krone des Südens|Weißer Krone]], Königsbart, Krummstab und Wedel, in die das [[Anch]]-Zeichen und das [[Was-Zepter]] eingearbeitet sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frauen als König (Pharao) ==&lt;br /&gt;
Es gab vier Frauen, die nachgewiesenermaßen die Alleinherrschaft über Ägypten ausübten. Die bekannteste von ihnen ist [[Hatschepsut]], die zuerst als Vormund für ihren Stiefsohn [[Thutmosis III.]] fungierte und später an seiner Stelle die Regentschaft ausübte. [[Nofrusobek]] regierte für einige Jahre am Ende der 12. Dynastie. Sie ist die erste Königin mit einer vollen königlichen Titulatur. [[Tausret]] regierte am Ende der 19. Dynastie. Ein weiteres Beispiel ist [[Kleopatra VII.|Kleopatra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Fälle sind Frauen, die für einen Mann regierten, jedoch keine Königstitulatur trugen. [[Anchenespepi II.]], die Mutter von [[Pepi II.]] regierte für ihren unmündigen Sohn. Durch Belege ist ebenfalls gesichert, dass die [[Hemet-nisut|Große königliche Gemahlin]] [[Teje]] während der Herrschaft ihres Mannes [[Amenophis III.]] Regierungsaufgaben wahrnahm und später vermutlich ebenfalls für ihren Sohn [[Echnaton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht außerdem die Theorie, dass der [[Amarna-Zeit|Amarna]]-König [[Neferneferuaton]] in Wirklichkeit Echnatons [[Hemet-nisut|Große königliche Gemahlin]] [[Nofretete]] war, die diesen Namen als neuen [[Eigenname (Pharao)|Eigennamen]] annahm. Diese These unterstützen z.&amp;amp;nbsp;B. die Ägyptologen Nicholas Reeves, [[Michael Höveler-Müller]], [[Christine El-Mahdy]] und [[Cyril Aldred]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Pharaonen]]&lt;br /&gt;
* [[Fluch des Pharao]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Susanne Bickel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Verknüpfung von Weltbild und Staatsbild.&amp;#039;&amp;#039; In: Reinhard Gregor Kratz: &amp;#039;&amp;#039;Götterbilder, Gottesbilder, Weltbilder (Ägypten, Mesopotamien, Persien, Kleinasien, Syrien, Palästina).&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2009, ISBN 978-3-16-149886-2, S.&amp;amp;nbsp;79–102.&lt;br /&gt;
* Elke Blumenthal: &amp;#039;&amp;#039;Die Göttlichkeit des Pharao: Sakralität von Herrschaft und Herrschaftslegitimierung im Alten Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz-Reiner Erkens]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sakralität von Herrschaft: Herrschaftslegitimierung im Wechsel der Zeiten und Räume.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-05-003660-5, S.&amp;amp;nbsp;53–61.&lt;br /&gt;
* Marie-Ange Bonhême, Annie Forgeau: &amp;#039;&amp;#039;Pharao, Sohn der Sonne. Die Symbolik des ägyptischen Herrschers.&amp;#039;&amp;#039; Padmos, Düsseldorf / Zürich 2001, ISBN 3-491-69036-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans Bonnet (Ägyptologe)|Hans Bonnet]]: &amp;#039;&amp;#039;König, Königin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S.&amp;amp;nbsp;380–388.&lt;br /&gt;
* [[Alan H. Gardiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Egyptian Grammar.&amp;#039;&amp;#039; 3rd Edition, University Press, Oxford 1957, ISBN 0-900416-35-1 &amp;lt;br /&amp;gt;(Enthält eine ausführliche Zeichenliste, sowie eine Liste Ägyptisch-Englisch und Englisch-Ägyptisch, dazu die umfangreichste Referenzgrammatik des Mittelägyptischen. Um die Bedeutung einzelner Zeichen nachzuschlagen, ist der Gardiner ein Muss. Auf den Seiten 71–76 (Excursus&amp;amp;nbsp;A) wird die Titulatur der Pharaonen erklärt.)&lt;br /&gt;
* [[Rolf Gundlach]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Pharao und sein Staat: Die Grundlegung der ägyptischen Königsideologie im 4. und 3. Jahrtausend.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1998, ISBN 3-534-12343-3.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hannig]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Pharaonen.&amp;#039;&amp;#039; Teil: &amp;#039;&amp;#039;Großes Handwörterbuch Ägyptisch-Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kulturgeschichte der Antiken Welt]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;64; &amp;#039;&amp;#039;Hannig-Lexika.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;1). von Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1771-9 &amp;lt;br /&amp;gt;(Enthält neben einem Wörterbuchteil und einigen anderen Listen pharaonische Namen, wobei aber Horus-, Nebti- und Goldhorusnamen nur in Transliteration, nicht in Hieroglyphen vorliegen, und keiner ist übersetzt.)&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Helck]], [[Eberhard Otto (Ägyptologe)|Eberhard Otto]]: &amp;#039;&amp;#039;König, Königin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon der Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0, S.&amp;amp;nbsp;147 f.&lt;br /&gt;
* Stefan Pfeifer: &amp;#039;&amp;#039;Herrscher- und Dynastiekulte im Ptolemäerreich: Systematik und Einordnung der Kultformen.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-56933-3.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schneider (Ägyptologe)|Thomas Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Pharaonen.&amp;#039;&amp;#039; Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen von Beckerath]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der ägyptischen Königsnamen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Münchner Ägyptologische Studien]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;49). von Zabern, Mainz 1999, ISBN 3-8053-2591-6, (Das Verzeichnis umfasst alle vorkommenden Königsnamen in hieroglyphischen und hieratischen Texten in Zeichnung und Umschrift sowie Informationen zum Königstutular.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pharaohs|Pharaonen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|23832|König / Königtum (Ägypten)|Autoren=Rolf Gundlach|Datum=2006-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharao| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharaonentitel| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelstitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königtum (Ägypten)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Muck</name></author>
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