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	<title>Pfeilschwanzkrebse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Pfeilschwanzkrebse&amp;diff=7551&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AsepTisch: Der LAL Test bezieht sich auf die pyrogenität, nicht die pyogenität von Erregern: https://flexikon.doccheck.com/de/Limulustest und https://www.bmglabtech.com/en/blog/the-lal-assay-a-living-fossil-exploited-to-detect-bacterial-contamination</title>
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		<updated>2025-07-26T21:57:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Der LAL Test bezieht sich auf die pyrogenität, nicht die pyogenität von Erregern: https://flexikon.doccheck.com/de/Limulustest und https://www.bmglabtech.com/en/blog/the-lal-assay-a-living-fossil-exploited-to-detect-bacterial-contamination&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Pfeilschwanzkrebse&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Limulidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[William Elford Leach|Leach]], 1819&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Xiphosura&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Merostomata&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Kieferklauenträger&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Chelicerata&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterstamm&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Gliederfüßer&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Arthropoda&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Stamm&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Häutungstiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Ecdysozoa&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überstamm&lt;br /&gt;
| Bild             = Tachypleus gigas.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Pfeilschwanzkrebs (als [[Beifang (Fischerei)| Beifang]] im Golf von Bengalen gefischt)&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Rang     = Art&lt;br /&gt;
| Subtaxa          = *&amp;#039;&amp;#039;[[Limulus polyphemus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Carcinoscorpius rotundicauda]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tachypleus gigas]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tachypleus tridentatus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Horseshoe crab upside down.jpg|mini|Unterseite eines Pfeilschwanzkrebses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Limule halong bay.ogg|mini|Schwimmender Pfeilschwanzkrebs]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfeilschwanzkrebse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Limulidae) (auch &amp;#039;&amp;#039;Molukkenkrebse&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hufeisenkrebse&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mayr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/xiphosura/71283 | titel=Lexikon der Biologie: Xiphosura | hrsg=[[Spektrum der Wissenschaft]] | datum=1999 | zugriff=2019-07-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bilden die einzige [[Rezent (Biologie)|rezente]] [[Familie (Biologie)|Familie]] innerhalb der [[Ordnung (Biologie)|Ordnung]] der Schwertschwänze (Xiphosura). Die Schwertschwänze sind eine basale Gruppe der [[Kieferklauenträger]], möglicherweise die Schwestergruppe aller (rezent) landlebenden Spinnentiere (alle außer den [[Asselspinnen]]). Ihre Stellung innerhalb der ausgestorbenen, nur fossil erhaltenen Gruppen wird weiterhin kontrovers diskutiert. Ihre Vereinigung mit den (ausgestorbenen) [[Seeskorpione]]n (Eurypterida) in einem Merostomata genannten Taxon galt jahrzehntelang als die Standardhypothese, wird jedoch heute als unwahrscheinlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Körper der Xiphosuren ist untergliedert in das hufeisenförmige [[Prosoma]] und das kleinere [[Kieferklauenträger#Merkmale|Opisthosoma]]. Letzteres ist seinerseits untergliedert in das Mesosoma aus sieben verschmolzenen Segmenten sowie das aus drei Segmenten bestehende Metasoma, das in den namensgebenden spitzen, beweglichen Schwanzstachel endet. Das erste und Teile des zweiten Opisthosomasegments sind dem Vorderkörper angegliedert. Dieser ist mit dem Hinterkörper durch ein Gelenk verbunden, das also im Gegensatz zu den [[Spinnentiere]]n nicht der Verbindung zwischen Pro- und Opisthosoma entspricht. Die [[Exoskelett|Cuticula]] ist dick, fest und frei von Kalkeinlagerungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prosoma besitzt fünf Beinpaare, die der Fortbewegung dienen. Laufen Pfeilschwanzkrebse, so werden die Beine alternierend bewegt. Pfeilschwanzkrebse schwimmen mit der [[Ventral]]seite nach oben; dabei schlagen die Beine synchron. Der Schwanzstachel dient als Hilfe beim Umdrehen, wenn die Tiere auf dem Rücken liegen, sowie als Steuer. Alle Beine bestehen aus je sechs Segmenten. Die Beine der ersten vier Paare tragen eine [[Chela (Gliederfüßer)|Schere]], die des fünften haben [[basal]] Borsten. Nur die Beine des fünften Paares besitzen einen blattförmigen [[Epipodit]]en, der als Flabellum (lateinisch für „Fächer“) bezeichnet wird. Er dient in erster Linie der Lenkung des Wasserstroms in den Kiemenraum, hat aber wahrscheinlich auch eine sensorische Funktion. Die Scheren des ersten und zweiten Beinpaares der erwachsenen Männchen sind im Vergleich zu jenen der Weibchen vergrößert und dienen während der Paarung als Klammerorgane. Hinter dem fünften Beinpaar befindet sich ein Paar kleiner, beweglicher Anhänge, die Chilaria (vgl. griechisch χεῖλος, cheilos, „Lippe“). Diese gehen vermutlich auf ein weiteres, rückgebildetes Beinpaar zurück, das viele fossile Arten an der entsprechenden Stelle zeigen. Vor den Beinen befinden sich die dreigliedrigen, klauenartigen [[Cheliceren]], die als [[Mundwerkzeuge]] dienen. An den [[Coxa (Gliederfüßer)|Coxen]] der Beine befinden sich nach innen gerichtete, gestachelte [[Spaltbein|Endite]] (Coxal-Laden), die Nahrungsteile vom Mundvorraum zum Mund befördern. Dieser liegt zwischen den Coxen der Beinpaare und somit in der Mitte der Ventralseite des Vorderkörpers. Der Hinterkörper zeigt bei Ansicht von oben eine große Rückenplatte, die hinten oft bestachelt ist, eine kleine Rückenplatte (Tergum oder Thoracetron), die als Verschmelzung aus drei Segmenten besteht, und den Schwanzstachel. Von unten betrachtet zeigt er sechs Paare plattenförmig umgestalteter [[Spaltbein]]e. Das erste dieser Paare, Operculum genannt, trägt die paarigen Geschlechtsöffnungen. An den Segmenten drei bis sieben des Opisthosomas befinden sich an den [[Spaltbein|Exopoditen]] der Spaltbeine insgesamt fünf Paare Buch[[kiemen]], die aus bis zu 150 dicht übereinander liegenden Lamellen bestehen. Der dreigliedrige [[Spaltbein|Telopodit]] an diesen Spaltbeinen dient der Reinigung der Kiemen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zwei oben an den Seiten des Rückenschilds sitzenden Komplex- bzw. [[Facettenauge]]n fehlen die Kristallkegel; sie sind somit einfacher gebaut als die der [[Mandibeltiere]] (Mandibulata). Mittig auf dem Prosoma liegen dorsal die sogenannten Medianaugen. Sie bestehen aus je einer Linse. Von außen nicht sichtbar liegt unterhalb der Medianaugen ein zweites reduziertes Augenpaar, die Endoparietalaugen. An der Basis der Oberlippe, dicht vor dem Gehirn befindet sich ein drittes Augenpaar. Während jenes bei den Larven noch gut entwickelt ist, verschmilzt es später mit dem Frontalorgan, das wohl einen Chemorezeptor darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gonaden]] befinden sich im Prosoma und münden an den verschmolzenen Extremitäten des zweiten Segments des Opisthosoma, dem Genitaloperculum. Spermien der Xiphosuren zählen zu den ursprünglichsten der Arthropoden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfeilschwanzkrebse werden bis zu 85&amp;amp;nbsp;cm lang. Ihre Färbung reicht von dunkel-rotbraun bis schwarzbraun.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mesolimulus walchi with trace.JPG|mini|Fossil mit Spuren]]&lt;br /&gt;
Normalerweise leben Pfeilschwanzkrebse auf dem Meeresboden, können aber auch mit der Bauchseite nach oben schwimmen. Sie ernähren sich von [[Muscheln]] und anderen [[Weichtiere]]n sowie Aas, das sie im Boden finden und mit der [[Chelicere]] oder den Beinen zum Mundvorraum führen. Alle bekannten Arten können sich einrollen und so vor Feinden schützen. Durch wiederholtes Zusammenrollen und Auseinanderklappen können die Tiere sich im weichen Sand eingraben. Zur Paarungszeit kommen sie nahe ans Ufer. Die charakteristischen Fährten von Pfeilschwanzkrebsen sind oft auch fossil leicht identifizierbar, da sich die Endglieder der ersten vier Laufbeinpaare von denen des fünften Beinpaares unterscheiden und zudem meist die Schleifspur des Schwanzstachels zu erkennen ist. Diese [[Spurenfossilien]] heißen [[Kouphichnium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Pfeilschwanzkrebse kommen an den flachen Sandküsten tropischer Meere in Tiefen zwischen 10 und 40 Metern vor. Die Art &amp;#039;&amp;#039;[[Limulus polyphemus]]&amp;#039;&amp;#039; ist an der amerikanischen [[Atlantischer Ozean|Atlantikküste]] verbreitet. &amp;#039;&amp;#039;[[Carcinoscorpius rotundicauda]]&amp;#039;&amp;#039; sowie die beiden Arten &amp;#039;&amp;#039;[[Tachypleus gigas]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Tachypleus tridentatus ]]&amp;#039;&amp;#039; leben in [[Südostasien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die geschlechtsreifen Tiere sammeln sich im Frühsommer im [[Gezeiten]]bereich an den flachen Küsten ihrer Heimatmeere, wo sich die Männchen mit Hilfe ihrer entsprechend gestalteten Vorderbeine auf den Weibchen festkrallen. Diese legen ihre 200 bis 1000 Eier in eine flache Sandmulde, wo sie dann besamt und zugedeckt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste freischwimmende Larve der Pfeilschwanzkrebse wird aufgrund ihrer Form als [[Trilobiten]]larve bezeichnet. Sie besitzt bereits alle Segmente, jedoch nur 9 Paar Extremitäten. Die restlichen Beinpaare sowie den Schwanzstachel erhalten sie nach der ersten Larvenhäutung, geschlechtsreif werden die Tiere nach 9 bis 12 Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cancer Moluccanum.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Cancer Moluccanum&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;Exoticorum libri decem&amp;#039;&amp;#039; von [[Charles de l’Écluse]] (1605)]]&lt;br /&gt;
Die Pfeilschwanzkrebse sind seit dem [[Ordovizium]] bekannt und hatten vom [[Silur (Geologie)|Silur]] bis ins [[Jura (Geologie)|Jura]] ihre Blütezeit. [[rezent#Biologie|Rezent]] ist die Familie nur noch mit vier Arten aus drei Gattungen vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kōichi Sekiguchi |Titel=Biology of Horseshoe Crabs |Verlag=Science House |Datum=1988 |ISBN=978-4-915572-25-8 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carcinoscorpius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Pocock}}, 1902&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Carcinoscorpius rotundicauda]]&amp;#039;&amp;#039;  ({{Person|Latreille}}, 1802) – [[Südostasien]], in Flussmündungen und Mangrovensümpfen, teilweise im Brackwasser.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Limulus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|O. F. Müller}}, 1785&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Limulus polyphemus]]&amp;#039;&amp;#039; ({{person|Linnaeus}}, 1758) – amerikanische [[Atlantik]]küste und [[Golf von Mexiko]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tachypleus]]&amp;#039;&amp;#039; {{person|Leach}}, 1819&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Tachypleus gigas]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|O. F. Müller}}, 1785) – Südost- und [[Ostasien]]&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Tachypleus tridentatus]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|Leach}}, 1819) – Südost- und Ostasien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast identische Formen sind aus dem [[Mesozoikum]] bekannt, weshalb die Pfeilschwanzkrebse oft als [[lebende Fossilien]] bezeichnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Pfeilschwanzkrebsen wurden auch die ausgestorbenen [[Seeskorpione]] (Eurypterida) häufig zu den Merostomata gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot; /&amp;gt; Neuere phylogenetische Analysen anhand der [[Kladistik|kladistischen]] Methodik lassen diese Position unwahrscheinlich erscheinen. Die meisten gemeinsamen Merkmale der fossilen Formen sind vermutlich [[Symplesiomorphie]]n (gemeinsame Stammgruppen-Merkmale), die sich aus der aquatischen Lebensweise ergaben. Vermutlich sind die Seeskorpione daher tatsächlich näher mit den Spinnentieren verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeffrey W. Shultz (2007): A phylogenetic analysis of the arachnid orders based on morphological characters. Zoological Journal of the Linnean Society 150: 221–265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jason A. Dunlop (2010): Geological history and phylogeny of Chelicerata. Arthropod Structure &amp;amp; Development 39: 124–142. {{doi|10.1016/j.asd.2010.01.003}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Russell J. Garwood &amp;amp; Jason Dunlop (2014): Three-dimensional reconstruction and the phylogeny of extinct chelicerate orders. PeerJ 2:e641. {{doi|10.7717/peerj.641}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Stellung zu weiteren allesamt ausgestorbenen Gruppen wie den [[Chasmataspidida]] ist nicht völlig geklärt. Zudem existierten im [[Kambrium]] wohl zahlreiche Stammgruppenvertreter der Kieferklauenträger mit oberflächlich sehr ähnlich aussehendem Körperbau, deren genaue Verwandtschaft ungeklärt ist; vermutlich würde aber ihre Einbeziehung in die Xiphosura diese [[paraphyletisch]] machen. Die ältesten Pfeilschwanzkrebse im engeren Sinne wie die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Lunataspis]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;D.&amp;amp;nbsp;M. Rudkin, G.&amp;amp;nbsp;A. Young, G.&amp;amp;nbsp;S. Nowlan (2008): The oldest horseshoe crab: a new xiphosurid from Late Ordovician Konservat-Lagerstatten deposits, Manitoba, Canada. Palaeontology 51: 1–9 {{doi|10.1111/j.1475-4983.2007.00746.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20170202234711/https://www.sciencedaily.com/releases/2008/02/080207135801.htm Oldest Horseshoe Crab Fossil Found, 445 Million Years Old]. Auf ScienceDaily vom 8. Februar 2008. Quelle: [[Royal Ontario Museum]]. Memento im Webarchiv vom 2. Februar 2017.&amp;lt;!-- Die Seite existiert zwar noch, aber in einer reduzierten Form ohne Bilder: https://www.sciencedaily.com/releases/2008/02/080207135801.htm --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; stammen damit wohl aus dem [[Ordovizium]]. Die Zusammenfassung der basalen Formen in einem Taxon Synziphosurina gilt heute ebenfalls als überholt. Die nähere Verwandtschaft der rezenten Formen, die Familie Limulidae, könnte aus dem [[Perm (Geologie)|Perm]] stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;James C. Lamsdell(2016): Horseshoe crab phylogeny and independent colonizations of fresh water: ecological invasion as a driver for morphological innovation. Palaeontology 59: 181–194. {{doi|10.1111/pala.12220}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Methodik der [[Molekulare Uhr|molekularen Uhr]] zufolge trennten sich die rezenten Gattungen vielleicht schon in der frühen [[Kreide (Geologie)|Kreide]]. Die ostasiatischen Gattungen sind näher miteinander als jeweils mit der amerikanischen Gattung &amp;#039;&amp;#039;Limulus&amp;#039;&amp;#039; verwandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obst2012&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Die amerikanische Art &amp;#039;&amp;#039;Limulus polyphemus&amp;#039;&amp;#039; und die asiatische Art &amp;#039;&amp;#039;Tachypleus tridentatus&amp;#039;&amp;#039; werden von der [[IUCN]] als gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;vulnerable&amp;#039;&amp;#039;) mit einem sinkenden Populationstrend gelistet. Zu den anderen beiden Arten ist die Datenlage für eine Einschätzung unzureichend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN1&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN2&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Limulus-Amöbozyten-Lysat-Test ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er-Jahren wurde ein erster [[in vitro|in-vitro]]-Test zum Nachweis [[Pyrogen|pyrogener]] Stoffe entwickelt. Für diesen Test wird dem Pfeilschwanzkrebs sein durch den Sauerstoff-Transporter [[Hämocyanin]] blau gefärbtes Blut abgenommen. Das Verfahren dient zum Nachweis von bakteriellen Endotoxinen (Lipopolysacchariden), die nach dem sterilisationsbedingten Zerfall von Bakterien aus den Zellwänden in oder auf dem Medium (Injectabilia, medizinische Geräte) entstehen. Das Blut der Pfeilschwänze reagiert auf diese bakteriellen Zerfallsstoffe ([[Endotoxin]]) und gerinnt dabei zu einem Gel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der medizinische [[Limulus-Amöbozyten-Lysat-Test]] (LAL-Test) misst die Gerinnung eines aus Blutzellen (Amöbozyten) des Pfeilschwanzkrebses gewonnenen Lysates, ausgelöst durch [[Endotoxin]]. Dabei handelt es sich um bakterielle Stoffe, z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Kolibakterien]] oder [[Salmonellen]], die im Menschen gesundheitsgefährdende Effekte haben können. Nach der Aktivierung der Faktoren C und B durch [[Lipopolysaccharid]] aktiviert ein Gerinnungsenzym die [[Blutgerinnung|Koagulation]], welche dann [[Turbidimetrie|turbidimetrisch]] oder mit Hilfe einer Farbreaktion bewertet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer Kanüle wird den Pfeilschwänzen ins Herz gestochen und bis zu einem Drittel ihres hellblauen Blutes entnommen. Danach werden sie zurück ins Meer gebracht. Welchen Schaden sie durch die Blutentnahme haben, weiß man nicht.&amp;lt;ref name=NG_2020-10-08/&amp;gt; Teilweise werden Pfeilschwanzkrebse zur Lysatgewinnung getötet, was auf heftige Kritik stößt und sich erheblich auf das Ökosystem auswirkt, in dem sie leben. Es ist möglich, die Blutentnahme ohne eine direkte Tötung vorzunehmen, allerdings kommt es auch hier zu einer Mortalitätsrate von bis zu 30 %.&amp;lt;ref name=TheAtlantic/&amp;gt;&amp;lt;ref name=pbs/&amp;gt;&amp;lt;ref name=Leschen2010/&amp;gt;&amp;lt;ref name=NTV_2023_08_06/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Bestandteile aus dem Blut der Pfeilschwanzkrebse lassen sich seit Jahrzehnten auch künstlich herstellen. Beispielsweise bildet der &amp;#039;&amp;#039;rFC-Test&amp;#039;&amp;#039; das Verhalten des Pfeilschwanzkrebs-Bluts nach, führt nachweislich zu exakteren Ergebnissen und keine Tiere müssen dafür leiden und sterben.&lt;br /&gt;
Bei einem anderen Testverfahren, dem &amp;#039;&amp;#039;MAT-Test&amp;#039;&amp;#039;, werden menschliche Blutzellen mit der zu testenden Substanz zusammengebracht und die Reaktion der Immunzellen gemessen. Dieser Test ermöglicht das Aufspüren aller Pyrogene, die dem Menschen schaden können, auch solcher, die mit Pfeilschwanzkrebs-Blut nicht gefunden werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 | titel= Stoppt das Leid der Pfeilschwanzkrebse&lt;br /&gt;
 | url= https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/helfen/aktiv-werden/kampagnen/qualen-in-der-blutfabrik-stoppt-das-leid-der-pfeilschwanzkrebse&lt;br /&gt;
 | zugriff= 2024-01-29&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pbs&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.pbs.org/wnet/nature/crash-a-tale-of-two-species-the-benefits-of-blue-blood/595/ S26 EP7: Crash: A Tale of Two Species – The Benefits of Blue Blood]. Auf: &amp;#039;&amp;#039;Public Broadcasting Service&amp;#039;&amp;#039; (PBS): Nature, 10. Juni 2008.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;TheAtlantic&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alexis C. Madrigal: [http://www.theatlantic.com/technology/archive/2014/02/the-blood-harvest/284078/ The Blood Harvest. Each year, half a million horseshoe crabs are captured and bled alive to create an unparalleled biomedical technology]. Auf: The Atlantic vom 26. Februar 2014.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NG_2020-10-08&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anne-Kathrin Hentsch: [https://www.nationalgeographic.de/tiere/2020/09/pfeilschwanzkrebse-darum-kostet-ein-liter-ihres-blutes-15000-eu Nationalgeographic: Darum kostet ein Liter ihres Blutes 15.000 €]. Auf: NationalGeographic.de vom 8. Oktober 2020.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;NTV_2023_08_06&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wissen/Viele-Pfeilschwanzkrebse-sterben-bei-Bluternte-article24302875.html Lebensrettendes blaues Wunder: Viele Pfeilschwanzkrebse sterben bei „Bluternte“]. Video auf: n-tv.de vom 6. August 2023.&amp;lt;!-- [https://web.archive.org/web/20230806210953/https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wissen/Viele-Pfeilschwanzkrebse-sterben-bei-Bluternte-article24302875.html Memento im Webarchiv] vom 6. August 2023. Das Bild ist kurz zu sehen, bevor die Fehlermeldung kommt (Mnifest could not be loaded).--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mayr&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | url=http://palaeo.de/edu/lebfoss/limulus/index.html | titel=Limulus – Der kleine, schielende Cyclop. Online-Begleitartikel zur Sonderausstellung „Von der Evolution vergessen? – Lebende Fossilien“ | autor=Helmut Mayr | hrsg=Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Historische Geologie, Ludwig-Maximilians-Universität München | zugriff=2013-11-06}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;West&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Herausgeber=Wilfried Westheide, Gunde Rieger | Titel=Spezielle Zoologie. Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere | ISBN=978-3-642-34695-8 | Verlag=Springer-Verlag | Ort=Berlin Heidelberg | Jahr=2013 | Auflage=3. | Seiten=498–500}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Smith, D.R., Beekey, M.A., Brockmann, H.J., King, T.L., Millard, M.J. &amp;amp; Zaldívar-Rae, J.A. 2016. Limulus polyphemus. The IUCN Red List of Threatened Species 2016: e.T11987A80159830. [[doi:10.2305/IUCN.UK.2016-1.RLTS.T11987A80159830.en]].&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;IUCN2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Laurie, K., Chen, C.-P., Cheung, S.G., Do, V., Hsieh, H., John, A., Mohamad, F., Seino, S., Nishida, S., Shin, P. &amp;amp; Yang, M. 2019. Tachypleus tridentatus (errata version published in 2019). The IUCN Red List of Threatened Species 2019: e.T21309A149768986. [[doi:10.2305/IUCN.UK.2019-1.RLTS.T21309A149768986.en]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leschen2010&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=A.&amp;amp;nbsp;S. Leschen, S.&amp;amp;nbsp;J. Correia |Titel=Mortality in female horseshoe crabs ( Limulus polyphemus ) from biomedical bleeding and handling: implications for fisheries management |Sammelwerk=Marine and Freshwater Behaviour and Physiology |Band=43 |Nummer=2 |Datum=2010-03 |ISSN=1023-6244 |DOI=10.1080/10236241003786873 |Seiten=135–147 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obst2012&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthias Obst, Søren Faurby, Somchai Bussarawit, Peter Funch: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogeny of extant horseshoe crabs (Xiphosura, Limulidae) indicates Paleogene diversification of Asian species&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution&amp;#039;&amp;#039;, Band 62, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 1. Januar 2012, S.&amp;amp;nbsp;21–26; [[doi:10.1016/j.ympev.2011.08.025]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Limulidae|Pfeilschwanzkrebse (Limulidae)}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.horseshoecrab.org/index.html | titel=The Horseshoe Crab | hrsg=Ecological Research &amp;amp; Development Group (ERDG) | zugriff=2013-11-06}}&lt;br /&gt;
* [http://www.palaeontologyonline.com/articles/2012/fossil-focus-xiphosura/ Jason A. Dunlop: Fossil Focus: Xiphosura. Palaeontology Online, Volume 2, Article 6, 1-9.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kieferklauenträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebendes Fossil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AsepTisch</name></author>
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