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	<title>Petersburger Blutsonntag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Baufi am 24. September 2025 um 20:32 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-24T20:32:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bloody sunday.jpg|mini|Demonstranten auf dem Weg zum Winterpalast in St. Petersburg]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Petersburger Blutsonntag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;19050222NFP&amp;quot; /&amp;gt; (auch &amp;#039;&amp;#039;Blutiger Sonntag&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Max Weber]] |Hrsg=[[Wolfgang J. Mommsen]] |Titel=Zur Russischen Revolution von 1905 |TitelErg=Schriften und Reden 1905–1912 |Band=I/10 | Verlag=J. C. B. Mohr |Ort=Tübingen |Datum=1996 |Seiten=363 |Online={{Google Buch | BuchID=aIM5_1uHPToC | Seite=363 }} |Abruf=2025-01-22 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Roter&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.radiofrance.fr/franceinter/podcasts/les-oubliettes-du-temps/22-janvier-1905-dimanche-rouge-en-russie-1225343 |autor= |titel=22 janvier 1905 : dimanche rouge en Russie |werk=radiofrance.fr |datum=2013-01-22 | zugriff=2025-01-22 |sprache=fr }} (Französisch « dimanche rouge», d.&amp;amp;nbsp;h. „roter Sonntag“.)&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Schwarzer Sonntag&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dkj|09|10|1926|8|Notizen. Der 9. Jänner 1905|NAME=Das Kino-Journal. Offizielles Organ des Zentralverbandes der österreichischen Lichtspiel-Theater und sämtlicher Landes-Fachverbände|HERVORHEBUNG=Der&amp;amp;#32;schwarze&amp;amp;#32;Sonntag}} (Das Ereignis gab einer russischen Verfilmung im deutschsprachigen Raum den Titel &amp;#039;&amp;#039;Der schwarze Sonntag&amp;#039;&amp;#039;.)&amp;lt;/ref&amp;gt;, russisch Кровавое воскресенье) des Jahres 1905 war ein Ereignis in der [[Geschichte Russlands#Russland im Zeitalter des Imperialismus|Geschichte des Russischen Kaiserreichs]] und Teil der [[Russische Revolution 1905|Russischen Revolution von 1905]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:U Troitskogo mosta.jpg|mini|Die Ereignisse nach Darstellung eines unbekannten Künstlers]]&lt;br /&gt;
== Der Blutsonntag ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-S01260, St. Petersburg, Militär vor Winterpalast.jpg|miniatur|Militär vor dem Winterpalast]]&lt;br /&gt;
In den ersten Januartagen 1905 erfasste ein Generalstreik in [[Sankt Petersburg]] zuerst die [[Kirowwerk|Putilow-Werke]] und bald darauf auch die Werften, Manufakturen und Webereien. Am Sonntag, dem {{JULGREGDATUM|22|1|1905}} begaben sich Zehntausende von Arbeitern, angeführt durch den orthodoxen Priester Vater [[Georgi Apollonowitsch Gapon|Georgi Gapon]], auf einen [[Sternmarsch]] aus den Vororten Sankt Petersburgs zum [[Winterpalast]], der Residenz von Zar [[Nikolaus II. (Russland)|Nikolaus II.]], in der Absicht, friedlich und gesetzeskonform für menschenwürdigere Betriebsbedingungen, Agrarreformen, die Abschaffung der Zensur und religiöse Toleranz zu demonstrieren. Die Demonstranten forderten überdies die Schaffung einer [[Volksvertretung]].&lt;br /&gt;
Bis zu Nikolaus II. drangen die Demonstranten allerdings nicht vor. Bereits vor dem [[Narva-Triumphbogen|Narwa-Tor]] wurden sie durch Soldaten aufgehalten, die auf die Menschenmenge schossen. Am Nachmittag kam es erneut zu Zusammenstößen rund um den Winterpalast, bei denen die [[Kaiserlich Russische Armee|Armee]] erneut auf die Demonstranten schoss. Die Angaben und Schätzungen zu den Opfern unter den Demonstranten variieren. Angaben über eintausend Tote&amp;lt;ref&amp;gt;Harrison E. Salisbury: &amp;#039;&amp;#039;Black Night White Snow&amp;#039;&amp;#039;. Da Capo Press, 1981. ISBN 0-306-80154-X, S. 125 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; haben der Schriftsteller [[Alexander Issajewitsch Solschenizyn]] und zuletzt der Historiker [[Kevin O’Connor (Historiker)|Kevin O’Connor]] widersprochen. Während Solschenizyn in &amp;#039;&amp;#039;[[Der Archipel Gulag|Archipel Gulag]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, von 400 Toten spricht, geht Kevin O’Connor von 130 Toten aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Kevin O’Connor: &amp;#039;&amp;#039;The History of the Baltic States.&amp;#039;&amp;#039; Greenwood Publishing Group, Westport 2003, ISBN 0-313-32355-0, S.&amp;amp;nbsp;69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am {{JULGREGDATUM|25|1|1905}} gab der Zar einen Erlass an den vollziehenden Senat heraus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Die Ereignisse der letzten Tage in Petersburg zeigten die Notwendigkeit, außerordentliche, den Zeitumständen entsprechende Maßregeln zu ergreifen zur Aufrechterhaltung der Staatsordnung und der öffentlichen Sicherheit. Deswegen erachten wir für notwendig, das Amt eines Petersburger Generalgouverneurs zu schaffen auf Grundlage von Gesetzbestimmungen über die Hauptgouvernementschefs und der nachfolgenden Regeln: 1. Dem Petersburger Generalgouverneur werden Stadt und Gouvernement Petersburg untergeordnet. […] 5. Dem Generalgouverneur wird anheimgestellt, zur Unterstützung der Zivilbehörden Militär herbeizurufen, sobald er es nötig erachtet, und nach Gutdünken die Waffenart sowie die Anzahl der Truppen zu bestimmen, die sodann seinen Befehlen unterstehen.&lt;br /&gt;
|Quelle=Abdruck im &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Wiener Journal|Neuen Wiener Journal]]&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Januar 1905&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwj|26|01|1905|7|Die Revolution in Rußland|HERVORHEBUNG=Dcr&amp;amp;#32;Erlasz&amp;amp;#32;dcs&amp;amp;#32;Zareii}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Unruhen wurde Innenminister [[Pjotr Dmitrijewitsch Swjatopolk-Mirski]] am {{JULGREGDATUM|1|2|1905}} nach offizieller Darstellung „seinem Ansuchen gemäß wegen Zerrüttung seiner Gesundheit von seinem Amte enthoben“:&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|zei|01|02|1905|17|Die Vorgänge in Rußland. Demission Swiatopolk-Mirskys|HERVORHEBUNG=DenMml&amp;amp;#32;Lwiatopolk-KlirLkyZ}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Für die letzten Unruhen ist nunmehr ein Sündenbock gefunden. Der Zar beauftragte den Fürsten [[Sergei Illarionowitsch Wassiltschikow|Wassiltschikow]] mit der Untersuchung der Sache. Der Fürst weist in seinem Bericht auf den Generaladjutanten Fullon, den früheren Stadthauptmann, als die direkte Ursache der Unruhen hin. Die Petersburger Polizei hätte unter Fullons Leitung geschlafen. So hat man jetzt wenigstens den ‚Schuldigen‘, aus dessen Ernennung zum Generalgouverneur von Warschau nun nichts mehr werden kann. Dabei weiß jedermann, daß Fullon durch Mirskys Befehle die Hände gebunden waren. Aber er mußte für den Blutsonntag bezahlen.&lt;br /&gt;
|Quelle=Bericht in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse|Neuen Freien Presse]]&amp;#039;&amp;#039; vom 22. Februar 1905&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;19050222NFP&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|nfp|22|02|1905|30|Die Untersuchung über die Unruhen vom 22. Januar|HERVORHEBUNG=Blutsonntag}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Revolutionäre Unruhen in der Folge ==&lt;br /&gt;
In der Folge erhob sich das russische Volk gegen die [[Obrigkeitsstaat|Obrigkeit]]: [[Streik]]s, revolutionäre Aufstände, [[Meuterei]], Morde an Grundbesitzern und Industriellen waren an der Tagesordnung. Es breitete sich eine gewalttätige Protestwelle gegen die Politik des Zaren aus. Ein [[Generalstreik]] der sozialistisch organisierten Arbeiter legte das öffentliche Leben lahm, um den Zaren zu zwingen, einige Zugeständnisse zu machen. Dieser brachte unter dem öffentlichen Druck das &amp;#039;&amp;#039;[[Oktobermanifest]]&amp;#039;&amp;#039; heraus, das Grundrechte und eine gesetzgebende Volksvertretung, die [[Duma]], auf der Grundlage des allgemeinen Wahlrechts proklamierte. Es trat jedoch keine wirkliche Verbesserung ein, denn der Zar löste das Parlament umgehend wieder auf. Die politischen Spannungen setzten sich fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das gestellte Foto von 1925 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bloody Sunday Russia 1905.png|miniatur|Demonstranten (oben) flüchten panikartig vor den Soldaten (unten im Bild). Das Foto wurde wohl erst 1925 nachgestellt]]&lt;br /&gt;
Zwar wurden am {{JULGREGDATUM|22|01|1905}} vor Ort von den Straßen und Barrikaden Bilder gemacht, kein Bild erlangte aber die Popularität und Verbreitung der Aufnahme, die eine vor einer Reihe Soldaten flüchtende Menschenmenge im verschneiten St. Petersburg zeigt. Die Aufnahme entfaltet eine eindrucksvolle Intensität:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Aufstellung der Soldaten und der Massen im Schnee, der scharfe Kontrast von schwarz und weiß und der Schnitt der Diagonalen, all dies hat zum Erfolg des Bildes beigetragen, in dem man den sowjetischen Kinostil der zwanziger Jahre wiederzuerkennen glaubt.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Alain Jaubert: &amp;#039;&amp;#039;Fotos, die lügen. Politik mit gefälschten Bildern.&amp;#039;&amp;#039; Athenäum, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-610-08523-1, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto zeigt vermutlich eine Szene aus dem Film &amp;#039;&amp;#039;Devjatoe Janvarja&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;9. Januar&amp;#039;&amp;#039;) bzw. unter anderem Titel &amp;#039;&amp;#039;Krovavoe voskresen’je&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Blutsonntag&amp;#039;&amp;#039;) von [[Wjatscheslaw Kasimirowitsch Wiskowski|Wjatscheslaw Wiskowski]], den er 1925 mit einigen prominenten Schauspielern drehte. Neben [[Jewgenij Boronihin]] in der Rolle des Priesters Gapon spielt [[Alexander Edwakow]] Nikolaus II. Das Foto wäre demnach bei den Dreharbeiten entstanden; ob es sich hierbei um ein aus dem Film kopiertes [[Fotogramm]] oder um ein Standfoto handelt, kann heute nicht mehr abschließend geklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Foto tauchte erst Ende der zwanziger Jahre in Zeitungen und Zeitschriften auf. Zwischen 1927 und 1930 wurde es durch die [[ITAR-TASS|TASS]] verbreitet und als eine authentische Aufnahme von 1905 ausgegeben. Es fand so als besonderes, eindrucksvolles Bild der Geschehnisse Eingang in fast alle russischen Geschichtsbücher. Auch andere Arbeiten veröffentlichten das Bild, so etwa die 1977 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Les premiers reporters photographes 1848–1914&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Die ersten Photoreporter 1848–1914&amp;#039;&amp;#039;) erschienene Geschichte der Photographie.&amp;lt;ref&amp;gt;Alain Jaubert: &amp;#039;&amp;#039;Fotos, die lügen. Politik mit gefälschten Bildern.&amp;#039;&amp;#039; Athenäum, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-610-08523-1, S. 42–43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Wladimir Jegorowitsch Makowski|Wladimir Makowski]] schuf ein Gemälde mit dem Titel „Der Blutsonntag“.&lt;br /&gt;
[[Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch|Dmitri Schostakowitsch]] stellte 1957, vier Jahre nach Stalins Tod, seine [[11. Sinfonie (Schostakowitsch)|11. Sinfonie]] vor, die den getöteten Arbeitern am „Petersburger Blutsonntag“ ein Denkmal setzt.&lt;br /&gt;
Das [[jiddisch]]e Lied &amp;#039;&amp;#039;Dem nayntn Yanuar&amp;#039;&amp;#039; handelt vom Petersburger Blutsonntag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://savethemusic.com/video/dem-nayntn-yanuar-by-tsibele/ &amp;#039;&amp;#039;Dem Nayntn Yanuar&amp;#039;&amp;#039;, by Tsibele] mit Beschreibung des Liedes und Text in jiddisch und englisch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ANNO|czt|24|01|1905|6|Die Revolte in Petersburg|NAME=Czernowitzer Tagblatt|HERVORHEBUNG=Die&amp;amp;#32;Revolte&amp;amp;#32;in&amp;amp;#32;Petersburg}}&lt;br /&gt;
* {{ANNO|iwe|26|01|1905|1|Die Revolution in St. Petersburg|ALTSEITE=1–4|HERVORHEBUNG=Die&amp;amp;#32;^levokution&amp;amp;#32;in&amp;amp;#32;St.&amp;amp;#32;Aeterskurg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bloody Sunday (1905)|Petersburger Blutsonntag}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Sankt Petersburgs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis im Russischen Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Revolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonntag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Baufi</name></author>
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