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	<title>Otto Grotewohl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Otto_Grotewohl&amp;diff=11457&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RonMeier: /* Ministerpräsident der DDR */ Kleinkram</title>
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		<updated>2025-09-10T18:54:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ministerpräsident der DDR: &lt;/span&gt; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-19204-3150, Otto Grotewohl.jpg|mini|Otto Grotewohl (1950)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Emil Franz Grotewohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. März]] [[1894]] in [[Braunschweig]]; † [[21. September]] [[1964]] in [[Ost-Berlin|Berlin]]) war ein deutscher [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], ab 1946 [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]). Er war Mitglied des [[Politbüro des ZK der SED|Politbüros der SED]] sowie von 1949 bis zu seinem Tod [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|Ministerpräsident der Deutschen Demokratischen Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Majakowskiring 46 (Nieds) Otto Grotewohl.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus Majakowskiring 46 in [[Berlin-Niederschönhausen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20 Mark DDR 1973 - Otto Grotewohl -.JPG|mini|Grotewohl auf einer 20-Mark-[[Liste der Gedenkmünzen der DDR|Gedenkmünze]] der DDR aus dem Jahr 1973]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karla Gänßler Gedenktafel Otto Grotewohl.jpg|mini|Gedenktafel am ehemaligen [[Kaufhaus Jonaß]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bis 1933 ===&lt;br /&gt;
Von 1908 bis 1912 erlernte er das [[Drucker (Beruf)|Buchdrucker]]-Handwerk. Nach Abschluss der Lehre trat Grotewohl dem [[Verband der Deutschen Buchdrucker]] und der SPD bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grotewohl diente im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] im [[2. Unter-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 137|Infanterie-Regiment 137]] und wurde mehrfach verwundet.&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Verlustliste Nr. 560 vom 21. Juni 1916, Deutsche Verlustlisten/Seite 13037: Infanterie-Regiment 137 (Nachtrag) Grotewohl, Otto (1. Genes.-Komp.) – Braunschweig – verw. 11. August 1915; Nr. 583 vom 18. Juli 1916, S. 13421: Infanterie-Regiment 92, 4. Kp.: Otto Grotewohl – Braunschweig – leicht verw.; Nr. 931 vom 7. September 1917, S. 20467: Grotewohl, Otto – 11.3. Braunschweig – schwer verw.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1918 bis 1922 gehörte Grotewohl der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] an, für die er 1920 in den [[Liste der Mitglieder des Landtages (Freistaat Braunschweig) (2. Wahlperiode)#G|2. Landtag]] des [[Freistaat Braunschweig|Freistaates Braunschweig]] gewählt wurde, dem er später für die SPD bis 1926 angehörte. Im kurzlebigen [[Kabinett Antrick]] (28.&amp;amp;nbsp;März bis 22.&amp;amp;nbsp;Mai 1922, SPD/USPD-Koalition) war er Minister der Ressorts Justiz und Volksbildung; im [[Kabinett Jasper II]] (23.&amp;amp;nbsp;Mai 1922 bis 24.&amp;amp;nbsp;Dezember 1924) war er ab Februar 1923 Minister für Justiz.&lt;br /&gt;
Zum 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1928 wurde er Präsident der [[Landesversicherungsanstalt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964): eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;, S. 148 ff. (online [https://books.google.de/books?id=vtzoBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA148 bei google books])&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wirken Grotewohls (als „Karl Könnemann“) schilderte 1930 [[Felix Riemkasten]], der als Insider der braunschweigischen politischen Szene galt, in seinem satirischen Erfolgs-Roman „Der Bonze“.&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964). Eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Oktober 1925 war Grotewohl als Nachrücker für die verstorbene [[Elise Bartels (Politikerin)|Elise Bartels]] in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gelangt. Nach der [[Reichstagswahl 1928]] zog er erneut in den Reichstag ein; ebenso nach den folgenden Reichstagswahlen vom [[Reichstagswahl 1930|September 1930]], [[Reichstagswahl Juli 1932|Juli 1932]], [[Reichstagswahl November 1932|November 1932]] und [[Reichstagswahl März 1933|März 1933]] ([[Liste der Wahlkreise und Wahlkreisverbände der Weimarer Republik #Wahlkreise und Wahlkreisverbände 1924–1933|Wahlkreis]] 16: Südhannover–Braunschweig (Land)). Mit der gesamten SPD-Fraktion stimmte Grotewohl im Reichstag gegen Hitlers [[Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Machtergreifung]] Hitlers seines Amtes enthoben, musste Grotewohl 1933 Braunschweig verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Hoffmann (2009), &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964): eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;, S. 158 ff. ([https://books.google.de/books?id=vtzoBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA161 online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Er zog zunächst nach [[Hamburg]]. Ab 1938 lebte er in Berlin als Lebensmittelhändler und Industrievertreter. Er arbeitete in einer Widerstandsgruppe um [[Erich Gniffke]] (ebenfalls SPD), den er aus Braunschweig kannte. Die &amp;#039;&amp;#039;Heibacko-Gruppe&amp;#039;&amp;#039; diente ihren Mitgliedern zur Pflege persönlicher Kontakte und zum wirtschaftlichen Überleben. Aktive Widerstandshandlungen sind nicht bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hof189&amp;quot;&amp;gt;Dierk Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964): eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg 2009, S. 189 ff. ([https://books.google.de/books?id=vtzoBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA189 online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1938 wurde er verhaftet und wegen [[Hochverrat]]s vor dem [[Volksgerichtshof]] angeklagt. Das Verfahren wurde nach sieben Monaten eingestellt und Grotewohl am 4. März 1939 aus der Untersuchungshaft entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hof189&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Georg Elser#Anschlag|Elser-Attentat auf Hitler am 8. November]] im [[Bürgerbräukeller]] wurde er wiederum verhaftet und saß etwa acht Wochen in Untersuchungshaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hof189&amp;quot;/&amp;gt; Nach seiner Entlassung arbeitete Grotewohl wieder in Berlin als kaufmännischer Angestellter, daneben widmete er sich in seiner Freizeit vermehrt der [[Malerei]] (1944/45 entstand u.&amp;amp;nbsp;a. ein Zyklus von acht Ölgemälden &amp;#039;&amp;#039;Menschen der Stille&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Als er nach dem 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 angesichts der [[Aktion Gitter|Aktion Gewitter]] abermals befürchtete, verhaftet zu werden, tauchte er für einige Wochen mit Hilfe von Freunden unter.&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964). Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, 2009, S. 192 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grotewohl, der die [[Schlacht um Berlin]] erlebte, blieb als Beschäftigter einer „Bedarfsstelle“ vom Kriegseinsatz verschont.&amp;lt;ref&amp;gt;Laut [[Heinz Voßke]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl. Biographischer Abriß&amp;#039;&amp;#039;. Dietz Verlag, Berlin 1979, S. 106 ff., habe sich Grotewohl kurz vor Kriegsende seiner Einberufung zum [[Volkssturm]] durch Untertauchen entziehen können; Hoffmann, &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964): eine politische Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg, 2009, S. 190, weist auf fehlende Belege hin und zitiert dagegen aus der Freistellung der Militärbehörde für Grotewohl.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Am 17. Juni 1945 unterschrieben Otto Grotewohl, Erich Gniffke, [[Max Fechner]], [[Gustav Dahrendorf]] und [[Hermann Harnisch]] den Gründungsaufruf für die SPD in Berlin. Grotewohl wurde Vorsitzender des [[Zentralausschuss der SPD|Zentralausschusses der SPD]] in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ) und, obwohl anfangs gegenteiliger Meinung, führender Befürworter einer [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Vereinigung von KPD und SPD]]. Sie war vor allem von dem aus [[Sowjetunion|sowjetischem]] Exil heimgekehrten KPD-Funktionär [[Walter Ulbricht]] forciert worden, der zunächst der spontanen Bildung einer Einheitspartei zugunsten der Wiederherstellung der [[Kommunistische Partei Deutschlands#Von der KPD (Ost) zur SED (1945/46)|KPD]] entgegengetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Aussagen von Zeitzeugen wie [[Egon Bahr]] und [[Jakob Kaiser]] änderte Grotewohl seine Meinung unmittelbar nach einer Einbestellung zur [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|SMAD]] in die [[KGB-Zentrale Karlshorst]].&amp;lt;ref&amp;gt;Egon Bahr und Peter Ensikat: [https://books.google.de/books?id=2ObXAgAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=verwandelter&amp;amp;f=false &amp;#039;Gedächtnislücken: Zwei Deutsche erinnern sich&amp;#039;]. Aufbau Verlag, Berlin 2012. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich veranstaltete nach heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen die [[SPD Berlin|Berliner SPD]] am 31. März 1946 eine [[Urabstimmung]] zur Frage der Vereinigung. In den [[Westsektor]]en stimmten über 80 Prozent auf die Frage: {{&amp;quot;|Bist Du für den sofortigen Zusammenschluss beider Arbeiterparteien?}} mit {{&amp;quot;|Nein}}. Im [[Ost-Berlin|sowjetischen Sektor]] verhinderte die SMAD die Abstimmung und ließ im [[Admiralspalast]] am 22. April 1946 die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED]] stattfinden. Vorsitzende wurden Grotewohl und der vorherige KPD-Vorsitzende [[Wilhelm Pieck]]. In den kommenden Jahren erlangten Ulbricht und Pieck, obwohl dieser mit ihm formal gleichberechtigt war, dank des Einflusses der SMAD weit mehr Macht in der Politik der SBZ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 wurde Grotewohl Vorsitzender des Verfassungsausschusses des [[Deutscher Volksrat|Deutschen Volksrats]], des Vorläufers der DDR-[[Volkskammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsident der DDR ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df pk 0000172 011 Porträt, Ernst.jpg|mini|Grotewohl beim symbolischen Händedruck mit [[Wilhelm Pieck]], der die Vereinigung von KPD und SPD zur SED besiegelte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-30562-0001, Warschauer Konferenz, Grotewohl unterzeichnet.jpg|mini|Otto Grotewohl bei der Unterzeichnung des [[Warschauer Vertragsorganisation|Warschauer Vertrages]] (1955)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wandlitz Waldsiedlung - Haus 1 - DSC00007.jpg|mini|[[Waldsiedlung Wandlitz]], das einst von Grotewohl, später von [[Willi Stoph]] bewohnte &amp;quot;Haus 1&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Gründung der DDR]] am 7. Oktober 1949 wurde Grotewohl ihr [[Ministerpräsident]]. In allen seinen Entscheidungen war er bis 1955 abhängig von der [[Sowjetische Kontrollkommission|Sowjetischen Kontrollkommission in Deutschland]] und ihren Nachfolgeeinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1950 war Grotewohl Mitglied der Delegation, die das [[Görlitzer Abkommen]] über die Anerkennung der [[Oder-Neiße-Grenze]] als „Staatsgrenze zwischen Deutschland und [[Polen]]“ unterzeichnete. Im Jahr 1957 befürwortete er den [[Rapacki-Plan]] für eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa. Wegen schwerer Erkrankung zog er sich 1960 aus dem politischen Leben zurück und lebte fortan zurückgezogen in der [[Waldsiedlung (Bernau bei Berlin)|Waldsiedlung Wandlitz]], seine Funktion wurde faktisch durch seinen Ersten Stellvertreter, [[Willi Stoph]], der ihm auch als Vorsitzender des Ministerrates nachfolgte, ausgeübt. Grotewohl starb 1964 in [[Berlin-Niederschönhausen]] an den Folgen eines Schlaganfalls.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Voßke: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl. Biographischer Abriß.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1979, S. 316.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Gedenkstätte der Sozialisten (Rondell) - Grotewohl 2.jpg|mini|Grabstätte von Otto Grotewohl]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Grotewohl, Johanna 02.jpg|mini|Grabstätte von Johanna Grotewohl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates ===&lt;br /&gt;
Grotewohl war von 1919 bis 1949 mit Marie Martha Luise Ohst (1894 – nach 1976) verheiratet und hatte mit ihr zwei Kinder, darunter Sohn Hans (1924–1999).&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964).&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2009, S. 36 ([http://books.google.ch/books?id=XZQ1glcB3w0C&amp;amp;pg=PA36 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Scheidung 1949 heiratete er im selben Jahr seine Sekretärin Johanna Schumann, geborene Danielzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Voßke: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl. Biographischer Abriß.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1979, S. 298 ([http://books.google.ch/books?id=8h0FAAAAMAAJ&amp;amp;q=Johanna+Schumann Ausschnitt]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war ein begeisterter Zeichner, Maler (u.&amp;amp;nbsp;a. Ölbild von August Bebel und Aquarell-Zyklus „&amp;#039;&amp;#039;Menschen der Stille&amp;#039;&amp;#039;“) und Amateurfilmer.&lt;br /&gt;
Otto Grotewohls Urne wurde im Mittelrondell der [[Gedenkstätte der Sozialisten]] auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] bestattet, die Urne seiner Witwe Johanna Grotewohl (1909–1976)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.argus.bstu.bundesarchiv.de/dy30apb/index.htm?kid=d4967cf1-0e9a-44a8-93c1-fc5ea78026a9 &amp;#039;&amp;#039;Begräbnisse und Ehrungen für Parteiveteranen&amp;#039;&amp;#039;] bei argus.bstu.bundesarchiv.de&amp;lt;/ref&amp;gt; in der benachbarten [[Gräberanlage Pergolenweg|Gräberanlage „Pergolenweg“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Otto Grotewohl war Träger des [[Leninorden]]s (1964, anlässlich seines 70. Geburtstages durch Walter Ulbricht überreicht), des [[Karl-Marx-Orden]]s, des [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstordens]] der DDR in Gold und [[Ehrenbürger]] der Stadt [[Dresden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Post der DDR]] gab 1974 zu seinen Ehren eine [[Sondermarke]] in der Serie [[Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der DDR trugen zahlreiche Straßen und Plätze – darunter der Ostberliner Abschnitt der [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelmstraße in Berlin-Mitte]] – seinen Namen, ebenso wurden öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kasernen oder das [[Erzgebirgsstadion|Otto-Grotewohl-Stadion]] in [[Aue (Sachsen)|Aue]] nach ihm benannt. Dem [[Kombinat „Otto Grotewohl“ Böhlen|Kombinat „Otto Grotewohl“]] [[Böhlen (Sachsen)|Böhlen]] wurde bei seiner Überführung in volkseigenen Besitz im November 1952 sein Name verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Baumert |Titel=Autarkiepolitik in der Braunkohlenindustrie. Ein diachroner Systemvergleich anhand des Braunkohlenindustriekomplexes Böhlen-Espenhain, 1933 bis 1965 |Band=Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 240 = Schriften des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Nr. 40 |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin/Boston |Datum=2022 |ISBN=978-3-11-073478-2 |Seiten=183}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grotewohl besuchte mehrfach dieses Werk und ließ sich vielfach über die Probleme und die politische Gesinnung der Führungskräfte berichten, aber auch das Werk nutzte den Kontakt zu ihm, um Interessen durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Baumert |Titel=Autarkiepolitik in der Braunkohlenindustrie. Ein diachroner Systemvergleich anhand des Braunkohlenindustriekomplexes Böhlen-Espenhain, 1933 bis 1965 |Band=Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 240 = Schriften des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Nr. 40 |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin, Boston |Datum=2022 |ISBN=978-3-11-073478-2 |Seiten=188 f., 231, 285, 306}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Brigaden in volkseigenen Betrieben bewarben sich darum, Grotewohls Namen zu tragen. In der Sprache der Strafgefangenen hießen die [[Gefangenensammeltransportwagen der Deutschen Reichsbahn]] „Grotewohl-Express“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriel Berger: &amp;#039;&amp;#039;Mir langt’s, ich gehe. Der Lebensweg eines DDR-Atomphysikers von Anpassung zu Aufruhr&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg im Breisgau 1988, ISBN 3-451-08408-2, S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] wurden die meisten dieser Namensgebungen getilgt, bis heute geblieben sind nach Otto Grotewohl benannte Straßen in [[Lübbenau/Spreewald]], [[Mittenwalde]], [[Neuruppin]] sowie [[Strausberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung Grotewohls in der bildenden Kunst der DDR (unvollständig) ==&lt;br /&gt;
* [[Bert Heller]]: Bildnis Otto Grotewohl (1964, Öl, 100 × 70 cm)&amp;lt;ref&amp;gt;Bildende Kunst, Berlin, 12/1964, nach S. 641 (Abbildung)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Otto Oettel]]: Otto Grotewohl (1952, Porträtbüste, Gips)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/30124327/df_hauptkatalog_0211294_024 |titel=Büste des Ministerpräsidenten Otto Grotewohl |werk=[[Deutsche Fotothek]] |abruf=2022-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Willi Warschowske]]: Otto Grotewohl (1953, Öl; [[Deutsches Historisches Museum]] Berlin)&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Flacke: &amp;#039;&amp;#039;Auftragskunst der DDR 1949 - 1990.&amp;#039;&amp;#039; Klinkhardt &amp;amp; Biermann, München, 1995 (Abbildung)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verfassung der Gemeinden und Kreise im Freistaat Braunschweig&amp;#039;&amp;#039;. Zweite, neu bearbeitete und ergänzte Auflage, Braunschweig 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dreissig Jahre später. Die Novemberrevolution und die Lehren der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Berlin 1948.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedanken zur Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Werden und Wirken, Weimar 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle der Arbeiter- und Bauernmacht in der Deutschen Demokratischen Republik. Referat auf der 3. Parteikonferenz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Berlin, 24. bis 30. März 1956&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Berlin 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Kampf um die einige Deutsche Demokratische Republik. Reden und Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. 6 Bände. Berlin 1959–1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Politik, Geschichte und Kultur. Ausgewählte Reden und Schriften 1945–1961&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Berlin 1979.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Skizzen, Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Berlin 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=otto-emil-franz-grotewohl|lemma=Grotewohl, Otto Emil Franz|autor=Monika Kaiser, [[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=1126}}&lt;br /&gt;
* Dierk Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl (1894–1964). Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2009, ISBN 978-3-486-59032-6 (Veröffentlichungen zur SBZ-/DDR-Forschung im Institut für Zeitgeschichte).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-4-201 Rezension.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[H-Soz-u-Kult]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Matthias Loeding: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Führungsrolle, Konfrontation und Kooperationswillen. Der Zentralausschuss der SPD und das Büro Schumacher in Hannover im Vorfeld der Wennigsener Konferenz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Band 48, 2006 (2008), Heft 1, S.&amp;amp;nbsp;113–140.&lt;br /&gt;
* Matthias Loeding: &amp;#039;&amp;#039;Von der Wennigsener zur 1. Sechziger Konferenz. Der Zentralausschuss der SPD im Kampf um seine Eigenständigkeit.&amp;#039;&amp;#039; Kovac, Hamburg 2005, ISBN 3-8300-2049-X.&lt;br /&gt;
* Matthias Loeding: &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl kontra Kurt Schumacher. Die Wennigsener Konferenz im Oktober 1945.&amp;#039;&amp;#039; Kovac, Hamburg 2004, ISBN 3-8300-1391-4.&lt;br /&gt;
* Matthias Loeding: &amp;#039;&amp;#039;Erste politische Akzente der Berliner SPD nach dem Zusammenbruch: Die Rede Otto Grotewohls auf der ersten Nachkriegsfunktionärskonferenz der SPD am 17. Juni 1945 in Berlin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, 2003, Heft 4, S. 101–110.&lt;br /&gt;
* Matthias Loeding: &amp;#039;&amp;#039;Führungsanspruch und Einheitsdrang. Der Zentralausschuss der SPD in Berlin im Jahre 1945&amp;#039;&amp;#039;. Kovac, Hamburg 2002, ISBN 3-8300-0770-1 (zugleich Dissertation, Universität Hannover, 2002).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Triebel: &amp;#039;&amp;#039;Gelobt und geschmäht. Wer war Otto Grotewohl? Aufsätze und Interviews mit Zeitzeugen.&amp;#039;&amp;#039; Trafo-Verlag Weist, Berlin 1998, ISBN 3-89626-133-9.&lt;br /&gt;
* Markus Jodl: &amp;#039;&amp;#039;Amboß oder Hammer? Otto Grotewohl; eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Aufbau-Taschenbuch, Berlin 1997, ISBN 3-7466-1341-8.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118542680}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=118542680}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118542680}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/006601}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=otto-grotewohl|Autor=Dorlis Blume, Irmgard Zündorf}}&lt;br /&gt;
* {{ Webarchiv | url=http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/audio965398_zc-235f7dab_zs-8266c923.html | wayback=20141020183450 | text=Hörbild von Rolf Schneider, MDR Figaro}}&lt;br /&gt;
* [[Der Spiegel]] 40/1964: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46175567.html Nachruf]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/844857ce-b8e3-4de8-97c4-0c6cc493c412/ Nachlass Bundesarchiv NY 4090]&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/sendungen/unser_thema/unserthema241.html &amp;#039;&amp;#039;Otto Grotewohl: Politiker aus Braunschweig&amp;#039;&amp;#039;], [[NDR 1|ndr1]], 16. Mai 2012&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/otto-grotewohl-in-markkleeberg/ard/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xNTkwOTE Otto Grotewohl in Markkleeberg] [[Deutscher Fernsehfunk]], 11. Juni 1960 (Video im [[ARD Retro|ARD-Retro]]-Angebot der [[ARD Mediathek]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsitzende des Ministerrates der DDR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118542680|LCCN=n85037415|NDL=00522215|VIAF=109847500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grotewohl, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Staatsrates der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Politbüros des Parteivorstandes der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Politbüros des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungschef der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Freistaat Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Rentenversicherung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen 1946–1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grotewohl, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grotewohl, Otto Emil Franz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD, SED), MdR, MdV, Ministerpräsident der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. März 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. September 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ost-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RonMeier</name></author>
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