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	<title>Organismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Quiorm: Nicht auf Begriffserklärungen verlinken</title>
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		<updated>2025-07-20T19:39:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Nicht auf Begriffserklärungen verlinken&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Organismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von griech. ὄργανον &amp;#039;&amp;#039;organon&amp;#039;&amp;#039; „Werkzeug, Instrument“) bezeichnet in der Biologie ein Lebewesen, also ein lebendiges System, dessen Teile (Organe, Gewebe, Zellen) in wechselseitiger Verbundenheit zueinander stehen und zusammenwirken. Im übertragenen Sinne wird der Begriff auch auf organisierte Systeme angewendet, wie z. B. eine Sprache, eine soziale Gemeinschaft oder eine Organisation, die in ihrer Gesamtheit als funktional aufeinander abgestimmtes Ganzes betrachtet werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Organismus im Dorsch Lexikon der Psychologie |Datum=2022 |Online=https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/organismus |Abruf=2024-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
=== Biologie und Medizin ===&lt;br /&gt;
In der Wissenschaftssprache der Biologie wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Organismus&amp;#039;&amp;#039; primär zur Bezeichnung von Lebewesen verwendet. Ein Organismus ist in diesem Kontext ein „individualisiertes Naturwesen, das die grundlegenden Erscheinungen des Lebens zeigt, insbesondere Stoffwechsel, Wachstum und Fortpflanzung.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Darüber hinaus hat der Begriff eine theoretische Dimension: Er beschreibt ein [[Erkenntnistheorie|epistemisches Modell]], das die Lebenserscheinungen durch die Organisation der Teile eines Systems erklärt. Im Zentrum dieses Modells steht die Idee, dass die Lebensfunktionen eines Organismus aus der dezentralen Wechselwirkung und Integration seiner Bestandteile hervorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Organisation ist ein Organismus ein materielles System, dessen Teile und Prozesse in physischer und funktionaler Hinsicht eine integrierte Einheit bilden. Diese Einheit wird durch ein Zusammenspiel von Prozessen aufrechterhalten, die seine materiellen Bestandteile erzeugen, erhalten und aufeinander abstimmen. Dadurch bleibt die Identität des Organismus trotz ständiger stofflicher und struktureller Veränderungen, wie sie etwa durch [[Stoffwechsel|Metabolismus]] oder [[Metamorphose (Zoologie)|Metamorphose]] entstehen, erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Siehe zum gesamten Absatz: Toepfer, Georg 2013: Organismus [Version 1.0]. In: Glossar naturphilosophischer Grundbegriffe. [http://www.naturphilosophie.org/organismus-glossareintrag/].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Einzeller keine Organe besitzen, kann man sie als hierarchisch gegliederte, zielgerichtete Organismen auffassen. [[Hyphe]]n- oder [[Myzel]]&amp;amp;shy;pilze bilden dagegen ein einfaches Geflecht. [[Viren]] und [[Viroid]]e zählen nicht zu den Organismen, da sie weder einen eigenen [[Stoffwechsel]] noch die Fähigkeit zur Selbstorganisation besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Ludwig von Bertalanffy]] ist ein &amp;#039;&amp;#039;lebender&amp;#039;&amp;#039; Organismus ein Stufenbau offener Systeme, der sich auf Grund seiner Systembedingungen im Wechsel der Bestandteile selbst erhält. Die Erhaltung der Bestandteile ist dabei nur durch ihre Beziehung auf das Ganze möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organismen im weiteren Sinne ===&lt;br /&gt;
Im weitesten Sinne werden als Organismen genannt „Zellen, Organe, Organsysteme, komplexe elektronische Netze, Tiere, Personen, Familien, wirtschaftliche oder politische Systeme, Kulturen, Nationen“&amp;lt;ref&amp;gt;So Paul Watzlawick; Janet H. Beavin; Don D. Jackson: &amp;#039;&amp;#039;Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien.&amp;#039;&amp;#039; 12., unveränd. Aufl. - Huber, Bern [u.&amp;amp;nbsp;a.], 2011, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder auch [[Institution|Institutionen]] oder historische Entwicklungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Hügli]]; Poul Lübcke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophielexikon.&amp;#039;&amp;#039; Systhema-Verlag, München (CD-ROM) 1996: &amp;#039;&amp;#039;Organismus.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel werden Organismus und [[Maschine|Mechanismus]] als Gegensatzpaare betrachtet, wobei der Organismus ein [[Komplexität|komplexes]] selbsterhaltendes sich fortpflanzendes [[System]] ist, der Mechanismus dagegen ein [[Artefakt (Archäologie)|Artefakt]], oder einfaches (Teil-)System eines Organismus darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Organismus&amp;#039;&amp;#039; wird allgemein für [[System]]e gebraucht, die als ganzheitlich, hierarchisch gegliedert und zielgerichtet gekennzeichnet werden sollen. [[Immanuel Kant]] meinte, jeder Teil eines Organismus sei immer gleichzeitig Mittel und Zweck aller anderen. Weil ein Organismus nach [[Aristoteles]] zielgerichtet sei, also von einem Zweck ([[Teleologie]]) bestimmt wird, sei der Organismus selbst mehr als die Summe seiner Teile. Ein Ziel bei der philosophischen Betrachtung von Organismen ist deshalb die Vereinbarung von mechanisch-[[Kausalität|kausalen]] und organisch-teleologischen Prozessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
„Ende des 17. Jahrhunderts ist es zuerst [[Georg Ernst Stahl]], der die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Organismus&amp;#039;&amp;#039; im biologischen Zusammenhang verwendet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Toepfer: &amp;#039;&amp;#039;Organismus&amp;#039;&amp;#039;. In: Georg Toepfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Biologie. Geschichte und Theorie der biologischen Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Metzler, Stuttgart 2011, S.&amp;amp;nbsp;777–842, hier S.&amp;amp;nbsp;777.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit beginnt man ,[[Leben]]‘ naturwissenschaftlich als eigene Kategorie von Seinsweise mit eigenen Regulationsprinzipien zu konzipieren. Diese Auffassung begünstigte die Entstehung der [[Biologie]] bzw. der [[Lebenswissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körper eines Lebewesens wird zu dieser Zeit weitestgehend im Anschluss an [[Descartes#Physiologie|Descartes’ Physiologie]] (Trennung von Materie und Geist) als ein reiner Mechanismus begriffen – mit dem Unterschied, dass dieser natürliche Mechanismus im Gegensatz zum künstlichen als ein bis ins kleinste Glied vollkommen funktionsfähiger Automat aufgefasst wurde, der defekte Teile selbständig ersetzt. Der Terminus ,Organismus‘ wird bei Stahl als begriffliche Ableitung und Gegenüberstellung zum ,Mechanismus‘ verstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodor Ballauff]]: &amp;#039;&amp;#039;Organismus I. (Biologie),&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht in: Joachim Ritter und Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]],&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Darmstadt 1984, S.&amp;amp;nbsp;1330–1336.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch: Georg Ernst Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Über den Unterschied zwischen Organismus und Mechanismus.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1714; in: Bernward Josef Gottlieb (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Georg Ernst Stahl: Über den mannigfaltigen Einfluß von Gemütsbewegungen auf den menschlichen Körper (Halle 1695) / Über die Bedeutung des synergischen Prinzips für die Heilkunde (Halle 1695) / Über den Unterschied zwischen Organismus und Mechanismus (Halle 1714) / Überlegungen zum ärztlichen Hausbesuch (Halle 1703).&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1961 (= &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Klassiker der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 36).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Biologische Regelung]]&lt;br /&gt;
* [[Organizismus]]&lt;br /&gt;
* [[Physiologische Potenz]]&lt;br /&gt;
* [[Superorganismus]]&lt;br /&gt;
* [[Systembiologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Ewers: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie des Organismus in teleologischer und dialektischer Sicht. Ein ideengeschichtlicher Grundriss.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1986.&lt;br /&gt;
* Georg Toepfer: &amp;#039;&amp;#039;Organismus&amp;#039;&amp;#039;. In: Georg Toepfer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Biologie. Geschichte und Theorie der biologischen Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Metzler, Stuttgart 2011, S.&amp;amp;nbsp;777–842.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Weischedel]] (Hrsg.): [[Immanuel Kant]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der Urteilskraft]]. Werkausgabe Band X.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, hier besonders &amp;#039;&amp;#039;§&amp;amp;nbsp;65 Dinge, als Naturzwecke, sind organisierte Wesen&amp;#039;&amp;#039; ([http://korpora.org/Kant/aa05/372.html §&amp;amp;nbsp;65 bei Korpora.org])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Morphologie (Biologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Quiorm</name></author>
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