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	<title>Oortsche Wolke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-05T23:00:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Oortsche_Wolke&amp;diff=2717&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 31. Juli 2025 um 21:23 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-31T21:23:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kuiper belt - Oort cloud-de.svg|mini|hochkant=1.3|Oortsche Wolke (NASA-Grafik)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oortschewolke.jpg|mini|hochkant=1.3|Oortsche Wolke (nichtmaßstäbliches Schema)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oortsche Wolke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (andere Schreibweise: &amp;#039;&amp;#039;Oort’sche&amp;#039;&amp;#039; Wolke), auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;zirkumsolare Kometenwolke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Öpik-Oort-Wolke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ist eine [[kugelschale|kugelschalenförmige]] Ansammlung [[Astronomisches Objekt|astronomischer Objekte]] im äußersten Bereich des [[Sonnensystem]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorie ==&lt;br /&gt;
Die Wolke wurde 1950 vom niederländischen Astronomen [[Jan Hendrik Oort]] als Ursprungsort der langperiodischen [[Komet]]en postuliert. Oort griff damit einen Vorschlag des estnischen Astronomen [[Ernst Öpik]] von 1932 auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul R. Weissman |Titel=Die Oortsche Wolke |Sammelwerk=[[Spektrum der Wissenschaft]] |Nummer=12 |Datum=1998-12 |Seiten=62 |Online=https://www.spektrum.de/magazin/die-oortsche-wolke/824987 |Abruf=2021-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oort gründete seine Hypothese auf die Untersuchung von Kometenbahnen und auf die Überlegung, dass die Kometen nicht aus den bekannten Regionen des [[Sonnensystem]]s stammen könnten, wie bis dahin angenommen wurde. Kometen werden im Verlauf von mehreren Passagen des Bereiches der [[Planet]]en durch den stärkeren [[Sonnenwind]] und die Ausbildung eines [[Komet#Schweif|Kometenschweifs]] zerstört; nach den alten Voraussetzungen dürften sie daher heute nicht mehr vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausmaß ==&lt;br /&gt;
Der Theorie nach umschließt die von Oort angenommene „Wolke“ die übrigen Zonen des Sonnensystems kugelschalenförmig in einem Abstand zur Sonne bis 100.000 [[Astronomische Einheit|Astronomischen Einheiten]] (AE), was rund 1,6&amp;amp;nbsp;[[Lichtjahr]]en entspricht. Im Vergleich dazu ist der sonnenfernste Planet [[Neptun (Planet)|Neptun]] nur ca. 4,2&amp;amp;nbsp;Lichtstunden (30&amp;amp;nbsp;AE), der nächste [[Stern]] [[Proxima Centauri]] dagegen bereits 4,2&amp;amp;nbsp;Lichtjahre von der Sonne entfernt; die vom Sonnenwind maßgeblich durchströmte [[Heliosphäre]] hat einen Radius von etwa 120&amp;amp;nbsp;AE. Schätzungen der Anzahl der Objekte der Oortschen Wolke liegen zwischen einhundert Milliarden und einer [[Billion]]. Vermutlich geht sie kontinuierlich in den [[Kuipergürtel]] (30 bis 50&amp;amp;nbsp;AE) über, dessen Objekte allerdings gegen die [[Ekliptik]] konzentriert sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Oortsche Wolke besteht nach heutiger Auffassung aus Gesteins-, Staub- und Eiskörpern unterschiedlicher Größe, die bei der Entstehung des Sonnensystems und dem Zusammenschluss zu Planeten übriggeblieben sind. Diese sogenannten [[Planetesimal]]e wurden von [[Jupiter (Planet)|Jupiter]] und den anderen großen Planeten in die äußeren Bereiche des Sonnensystems geschleudert. Durch den [[Gravitation|gravitativen]] Einfluss benachbarter Sterne wurden die Bahnen der Objekte mit der Zeit so gestört, dass sie heute nahezu [[isotrop]] in einer Schale um die Sonne herum verteilt sind. Wegen der weit größeren Entfernung zu den Nachbarsternen sind die Objekte der Oortschen Wolke trotz ihres relativ großen Abstandes zur Sonne gravitativ an diese gebunden, also nach geläufiger Definition feste Bestandteile des Sonnensystems.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt; Die Astrophysiker Amir Siraj und Abraham Loeb von der [[Cornell University]] stellten im November 2020 nach statistischen Untersuchungen am interstellaren Kometen [[2I/Borisov]] die These auf, dass mehr als die Hälfte der Objekte in der Oortschen Wolke interstellaren Ursprungs sein könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Amir Siraj, Abraham Loeb |Titel=Interstellar Objects Outnumber Solar System Objects in the Oort Cloud |Sammelwerk=Monthly Notices of the Royal Astronomical Society |Band=Letters 507.1 |Datum=2021-07-22 |Seiten=L16–L18 |Online=https://arxiv.org/pdf/2011.14900 |Format=PDF |KBytes=332 |Abruf=2021-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie könnten also beispielsweise aus den Orbitalsystemen benachbarter Sterne hinausgeschleudert und von der Gravitation der Sonne eingefangen worden sein. Dies würde nahelegen, dass ein nennenswerter Austausch von Himmelskörpern zwischen Sternsystemen stattfindet, da umgekehrt auch zahlreiche Objekte aus der Oortschen Wolke in den Schwerkraftbereich anderer Sterne wechseln könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kometen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oort cloud Sedna orbit-de.svg|mini|hochkant=2.2|Jupiterbahn, Kuipergürtel, Umlaufbahn von Sedna und Oortsche Wolke im Vergleich]]&lt;br /&gt;
Durch den Einfluss der [[Gravitationsfeld|Gravitations&amp;amp;shy;felder]]&amp;lt;!--Auf Händi ist der Bereich links vom Bild so klein, dass es ohne shy nicht umflossen wird. --&amp;gt; der benachbarten Sterne sowie der [[Galaktische Gezeiten|galaktischen Gezeiten]] werden die Umlaufbahnen der Objekte der Oortschen Wolke gestört und einige von ihnen geraten ins innere Sonnensystem. Dort erscheinen sie dann als langperiodische [[Komet]]en mit einer Periode von mehreren tausend Jahren. Kurzperiodische Kometen können sich nicht aus Körpern der Oortschen Wolke bilden, da eine hierfür benötigte Störung durch die großen [[Gasplanet]]en zu gering ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oortsche Wolke ist nicht der einzige Ursprungsort von Kometen: Bei einer mittleren [[Umlaufzeit|Periodenlänge]] können diese auch aus dem [[Kuipergürtel]] stammen. Beispielsweise hat der bekannte [[Halleyscher Komet|Halleysche Komet]] sein Aphel bei etwa 35&amp;amp;nbsp;AE in der Nähe der Neptun-Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unklare Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Ein direkter Nachweis der Oortschen Wolke durch Beobachtung ist auch in naher Zukunft nicht zu erwarten, aber es gibt viele indirekte Anzeichen, so dass ihre Existenz als nahezu sicher gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Oortsche Wolke wird in eine innere und eine äußere Oortsche Wolke unterteilt, wobei die Grenze bei einer großen Halbachse der Umlaufbahn von 10.000 bis 20.000&amp;amp;nbsp;AE angenommen wird. Grund für diese Unterteilung ist die [[Jupiter-Barriere]], die verhindert, dass Kometen mit einer großen Halbachse kleiner als etwa 10.000&amp;amp;nbsp;AE in das innere Sonnensystem gelangen können. Objekte der inneren Oortschen Wolke gelten daher als nicht beobachtbar. Langperiodische Kometen mit einer großen Halbachse kleiner als etwa 10.000&amp;amp;nbsp;AE, die im inneren Sonnensystem beobachtet werden, stammen aus der äußeren Oortschen Wolke und haben wahrscheinlich schon mehrere Bahnumläufe durch das innere Sonnensystem erfahren, wobei ihre [[Halbachsen der Ellipse|große Halbachse]] durch [[Bahnstörung]]en durch Planeten schrittweise reduziert wurde. Diese Kometen werden daher als „dynamisch alt“ bezeichnet, im Gegensatz zu „dynamisch neuen“ Kometen, die direkt aus der Oortschen Wolke stammen und das innere Sonnensystem zum ersten Mal erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Entdeckern des extrem weit außen umlaufenden Planetoiden [[(90377) Sedna|Sedna]] –&amp;amp;nbsp;mit einem [[Aphel]] bei etwa 926&amp;amp;nbsp;AE&amp;amp;nbsp;– wurde eine Zugehörigkeit dieses Objekts zur inneren Oortschen Wolke vorgeschlagen, was aber bisher nicht allgemein akzeptiert ist. Viele Astrophysiker vertreten die Ansicht, dass Sedna immer noch zu sonnennah sei, um der Wolke anzugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hills-Wolke]]&lt;br /&gt;
* [[Nemesis (Stern)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J. H. Oort |Titel=The structure of the cloud of comets surrounding the Solar System and a hypothesis concerning its origin |Sammelwerk=Bulletin of the Astronomical Institutes of the Netherlands |Band=XI |Datum=1950 |Seiten=91–110 |Nummer=1 |bibcode=1950BAN....11...91O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Oort cloud|Oortsche Wolke}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.meta-evolutions.de/pages/ssdc-oortsche-wolke.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Oortsche Wolke und Kometen.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20180922085436}}. In: &amp;#039;&amp;#039;meta-evolutions.de&amp;#039;&amp;#039;, 30. August 2002, abgerufen am 1. September 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kometen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hypothetisches astronomisches Objekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonnensystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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