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	<title>Olivingruppe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Olivingruppe&amp;diff=11125&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Peter Gröbner: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Olivingruppe&amp;diff=11125&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-18T19:15:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Olivin-mt-erebus hg.jpg|mini|Körniges Olivin-[[Mineral-Aggregat|Aggregat]] vom [[Mount Erebus]], Ross-Insel, Antarktis]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Forsterite olivine (Sapat Olivine Deposit, North-West Frontier, Pakistan) (33769817073).jpg|mini|Olivin-Kristallstufe (Forsterit) aus der Olivin-Lagerstätte „Sapat“, [[North West Frontier]], Pakistan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Olivingruppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz: der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Olivin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) wird eine Gruppe von [[Mineral]]en ähnlicher Zusammensetzung und Struktur aus der [[Systematik der Minerale|Mineralklasse]] der „[[Silikate]] und [[Germanate]]“ bezeichnet. Definitionsgemäß gehören dieser Gruppe [[Inselsilikate]] mit der allgemeinen Zusammensetzung A&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;[SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;] an, wobei A als Platzhalter für die chemischen Elemente [[Blei]], [[Calcium]], [[Cobalt]], [[Eisen]], [[Magnesium]], [[Mangan]] und [[Nickel]] dient.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler-454&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Mitglieder der Olivingruppe kristallisieren im [[Orthorhombisches Kristallsystem|orthorhombischen Kristallsystem]]. Einzige Ausnahme ist der [[Laihunit]], der in [[Monoklines Kristallsystem|monokliner Symmetrie]] kristallisiert. Die Gruppenmitglieder entwickeln meist durchsichtige bis durchscheinende [[Kristall]]e mit einem tafeligen bis prismatischen [[Kristallhabitus|Habitus]] und einem fett- bis glasähnlichen [[Glanz#Minerale|Glanz]] auf den Oberflächen. Die Farbe variiert meist zwischen hell- und dunkelgrün, kann aber auch gelbbraun bis schwarz und selten auch farblos sein. Auf der [[Strichfarbe|Strichtafel]] hinterlässt Olivin immer einen weißen Strich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer [[Mohshärte]] von 6 bis 7 gehören die Olivine zu den mittelharten Mineralen, die sich wie das Referenzmineral [[Orthoklas]] (Härte 6) gerade noch mit einer Stahlfeile ritzen lassen oder wie [[Quarz]] (Härte 7) selbst in der Lage sind, Fensterglas zu ritzen. Olivin-Kristalle sind nach der c-Fläche (001) sehr deutlich und nach der b-Fläche (010) gut bis unvollkommen [[Spaltbarkeit|spaltbar]]. Zerbrechen die Kristalle nach anderen Raumrichtungen, sind die [[Bruch (Mineral)|Bruchflächen]] unregelmäßig und muschelförmig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kurzbezeichnung Olivin stammt aus {{laS|oliva}} für [[Olivenbaum|Olive]]. [[Abraham Gottlob Werner]] wählte 1790 diesen Namen aufgrund der überwiegend oliv- bis flaschengrünen Farbe dieser Mineralgruppe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lüschen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Edelsteinvarietät [[Peridot]] wird schon seit dem [[15. Jahrhundert v. Chr.]] auf der Insel [[St.-Johannes-Insel|Zebirget]] (Zabargad) im [[Rotes Meer|Roten Meer]] abgebaut. Er wurde in [[Europa]] hauptsächlich durch die [[Kreuzzug|Kreuzzüge]] bekannt. Erst im Jahre [[1772]] wurden normale Olivine als eigenständige Minerale erkannt – ausgerechnet in einem [[Meteorit]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation ==&lt;br /&gt;
Bereits in der seit 1977 veralteten [[Systematik der Minerale nach Strunz (8. Auflage)#VIII/A. Inselsilikate (Nesosilikate)|8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz]] gehörte die Olivingruppe (hier: &amp;#039;&amp;#039;Olivin-Reihe&amp;#039;&amp;#039;) mit der System-Nr. &amp;#039;&amp;#039;VIII/A.03&amp;#039;&amp;#039; zur Abteilung der „Inselsilikate (Nesosilikate)“ und bestand aus den Mitgliedern [[Fayalit]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Hortonolith&amp;#039;&amp;#039;), [[Forsterit]], dem zu dieser Zeit noch als ein Mineral angesehenen &amp;#039;&amp;#039;Olivin&amp;#039;&amp;#039; und [[Tephroit]] sowie den inzwischen diskreditierten Varietäten der Fayalit-Tephroit-Serie &amp;#039;&amp;#039;Knebelit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Eisenknebelit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Lapis-Mineralienverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; nach Stefan Weiß, das sich aus Rücksicht auf private Sammler und institutionelle Sammlungen noch nach dieser alten Form der Systematik von [[Karl Hugo Strunz]] richtet, erhielt die Olivingruppe (auch &amp;#039;&amp;#039;Olivin-Gruppe&amp;#039;&amp;#039;) die System-Nr. &amp;#039;&amp;#039;VIII/A.04&amp;#039;&amp;#039;. In der „Lapis-Systematik“ entspricht dies ebenfalls der Abteilung „Inselsilikate mit [SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;]-Gruppen“, wo die Gruppe sich aus den Mitgliedern Fayalit, Forsterit, [[Laihunit]], [[Liebenbergit]] und Tephroit zusammensetzt (Stand 2018).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lapis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die seit 2001 gültige und von der [[International Mineralogical Association]] (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Liste-2009&amp;quot; /&amp;gt; [[Systematik der Minerale nach Strunz (9. Auflage)#A Inselsilikate (Nesosilikate)|9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik]] ordnet die Olivingruppe in die Abteilung der „Inselsilikate (Nesosilikate)“ ein. Diese ist allerdings weiter unterteilt nach der möglichen Anwesenheit weiterer [[Anion]]en und der [[Koordinationszahl|Koordination]] der beteiligten [[Kation]]en, so dass die Olivingruppe mit der System-Nr. &amp;#039;&amp;#039;9.AC.05&amp;#039;&amp;#039; entsprechend der Zusammensetzung der Mitglieder Fayalit, Forsterit, [[Glaukochroit]], [[Kirschsteinit]], Laihunit, Liebenbergit und Tephroit in der Unterabteilung „Inselsilikate ohne zusätzliche Anionen; Kationen in oktaedrischer [6]er-Koordination“ zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchliche [[Systematik der Minerale nach Dana]] ordnet die Olivingruppe ebenso in die Abteilung der „Inselsilikatminerale“ ein. Hier erhielt sie die System-Nr. &amp;#039;&amp;#039;51.03.01&amp;#039;&amp;#039;, besteht aus den Mitgliedern Olivin, Fayalit, Forsterit, Liebenbergit, Tephroit und Laihunit und ist innerhalb der Unterabteilung „[[Systematik der Minerale nach Dana/Silikate#51.03 Inselsilikate: SiO4-Gruppen mit allen Kationen nur in oktahedraler &amp;amp;#x5B;6&amp;amp;#x5D;-Koordination|Inselsilikate: SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gruppen mit allen Kationen nur in oktahedraler [6]-Koordination]]“ zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kristallstruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Atomic structure of olivine 1.png|mini|Kristallstruktur von α-Olivin&amp;lt;br /&amp;gt;a-Achse = waagerecht&amp;lt;br /&amp;gt;b-Achse = senkrecht&amp;lt;br /&amp;gt;c-Achse = zeigt zum Betrachter&amp;lt;br /&amp;gt;M = Metall-Ionen (Mg oder Fe).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivine Structure.jpg|mini|Kristallflächen bei Olivin]]&lt;br /&gt;
Die [[Kristallstruktur|Struktur]] der Olivine ähnelt der einer [[hexagonal]] [[Dichteste Kugelpackung|dichtesten Kugelpackung]], bei der die Sauerstoffatome die Packungsebenen darstellen. Das Silicium füllt dabei die entstehenden [[Tetraeder]]lücken, Magnesium und Eisen entsprechend die [[Oktaeder]]lücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im oberen Mantel durchlaufen Olivine aufgrund des steigenden [[Druck (Physik)|Drucks]] und steigender [[Temperatur]] zwei [[Phasentransformation|Phasenumwandlungen]]. In etwa 410&amp;amp;nbsp;km Tiefe ([[410-km-Diskontinuität]]) entsteht die Hochdruck-[[Polymorphie (Stoffeigenschaft)|Modifikation]] [[Wadsleyit]] („modifizierter Spinell“, auch als β-Olivin bezeichnet) und ab etwa einer Tiefe von 520 km ([[520-km-Diskontinuität]]) geht dieser in [[Ringwoodit]] („Spinell“, auch als γ-Olivin bezeichnet) über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Okrusch-Matthes&amp;quot; /&amp;gt; Neben diesen stabilen Polymorphen existiert mit [[Poirierit]] (ε*-Phase) auch eine metastabile Form, die strukturell zwischen α-Olivin, Wadsleyit und Ringwoodit liegt. Sie wurde in Form mikroskopisch kleiner Lamellen in Ringwoodit-Körnern in [[Impaktmetamorphose|schockmetamorph]] überprägten Meteoriten nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tomioka-Okuchi-2017&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tomioka-et-al-2021&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Newsletter-54&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Spinell“ bezieht sich hier nur auf die Kristallstruktur und ist nicht mit dem eigentlichen Mineral [[Spinell]] zu verwechseln. An der Grenze zwischen oberem und unterem Mantel in 660 km Tiefe zerfällt Ringwoodit schließlich in [[Bridgmanit]] (Mg,Fe)SiO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; ([[Perowskit]]-Struktur) und [[Magnesiowüstit]] (Mg,Fe)O. Insbesondere die Phasengrenzen bei 410 und 660 km werden mit markanten seismischen Diskontinuitäten, an denen [[Erdbebenwelle]]n reflektiert bzw. gebrochen werden, in Verbindung gesetzt und definieren somit die [[Mantelübergangszone]].&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelminerale und Varietäten ==&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne wird als Olivin zwar überwiegend ein [[Mischkristall]] der Reihe Forsterit–Fayalit gesehen, allerdings bilden diese Minerale auch mit Tephroit Mischkristalle, so dass die Olivinreihe eigentlich aus drei Endgliedern besteht:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler-455&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* dem dichteren eisenhaltigen [[Fayalit]] Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;[SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;] ([[Molmasse]] 203,78; [[Schmelzpunkt]] 1490 [[Kelvin|K]])&lt;br /&gt;
* dem magnesiumhaltigen [[Forsterit]] Mg&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; (Molmasse 140,71; Schmelzpunkt 2163 K)&lt;br /&gt;
* dem manganhaltigen [[Tephroit]] Mn&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannte Zwischenglieder sind [[Hyalosiderit]] und [[Hortonolith]], die aber keine eigenständigen Minerale darstellen. Klare und große Olivinkristalle sind geschätzte [[Schmuckstein]]e und werden als [[Peridot]] oder Chrysolith bezeichnet.&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Olivin im Mikroskop&lt;br /&gt;
|Größe=300&lt;br /&gt;
|align=right&lt;br /&gt;
|captionalign=right&lt;br /&gt;
|Datei:Olivin Vogelsberg LPL.jpg|Olivinkristalle in Basanit, Dünnschliff, linear-polarisiertes Licht: Als frühe Ausscheidung aus dem Magma sind die Olivine die größten Kristalle im Bild und zeigen idiomorphe Formen.&lt;br /&gt;
|Datei:Olivin Vogelsberg XPL.jpg|Unter gekreuzten Polarisatoren zeigen sich intensive Interferenzfarben.&lt;br /&gt;
|Datei:Olivín1b.jpg |Weitgehend xenomorphes Olivin-Korn in einer mikroskopischen [[Dünnschliff]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;aufnahme ([[Polarisationsmikroskopie|gekreuzte Polarisatoren]]) des magmatischen Tiefengesteins Gabbro&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dünnschliff]] ist Olivin meist farblos (selten schwach gelb) und von unregelmäßigen Brüchen durchzogen, die nur sehr schwach eine Spaltbarkeit andeuten. Das Mineral unterliegt zahlreichen Umwandlungsreaktionen (etwa der Bildung von [[Iddingsit]], [[Serpentinit]] oder Viridit), die mitunter zur Bildung von [[Pseudomorphose]]n führen. In [[Vulkanit]]en zeigt Olivin häufig idiomorphe Formen, in [[Plutonit]]en treten meist xenomorphe Körner auf. Unter gekreuzten Polarisatoren zeigen sich leuchtende Interferenzfarben der 2. Ordnung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Pichler, Cornelia Schmitt-Riegraf |Titel=Gesteinsbildende Minerale im Dünnschliff |Auflage=2. |Verlag=Enke |Ort=Stuttgart |Datum=1993 |ISBN=3-8274-1260-9 |Seiten=81-83}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung und Fundorte ==&lt;br /&gt;
Olivine sind die häufigsten Silikate und [[gestein]]sbildende Minerale. Sie bilden den Hauptbestandteil des oberen [[Erdmantel]]s, wo die Magnesium- und Eisenanteile des Olivins etwa im Verhältnis 9:1 stehen, und entstehen in basischen und ultrabasischen [[Intrusion (Geologie)|intrusiven]] [[Magmatisches Gestein|magmatischen Gesteinen]] wie [[Gabbro]] und [[Peridotit]], aber auch in [[Extrusion (Geologie)|extrusiven]] wie dem [[Basalt]]. [[Dunit]] ist ein intrusives [[Gestein]], das fast ausschließlich aus Olivin besteht und in dem bis zu 15 cm große [[Forsterit]]kristalle gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] entsteht Olivin als Forsterit aus [[Dolomit (Mineral)|dolomitreichem]] [[Kalkstein]]; umgekehrt bilden sich durch [[Verwitterung]]sprozesse und durch Kontakt mit mineralreichen [[hydrothermal]]en Lösungen [[Serpentingruppe|Serpentine]] aus Olivin (Serpentinisierung). Die Erosion von [[Basalt]][[lava]] führt an manchen Stellen zur Entstehung dunkelgrüner Olivinsande. Schließlich kommt Olivin auch in einer Gruppe der [[Stein-Eisen-Meteorit]]e, den [[Pallasit]]en und den meisten Chondriten, sowie einigen Steinmeteoriten, wie den [[Ureilit]]en vor. Die Olivinkristalle sind hier in eine [[Nickel]]-[[Eisen]]-Matrix eingebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang März 2007 wurde berichtet, dass im Bereich der [[Fifteen-Twenty Fracture Zone]] (FTFZ) des [[Mittelatlantischer Rücken|Mittelatlantischen Rückens]], auf halbem Wege zwischen [[Barbados]] und [[Teneriffa]], ein ungewöhnliches Loch in der Erdkruste entdeckt wurde, durch das man direkt auf den Fels des Erdmantels aus grün schimmerndem Olivin sehen könne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;classroomatsea.net&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; widths=&amp;quot;190&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lava - Olivine - Azores.jpg | Lava mit Olivin, [[Azoren]]&lt;br /&gt;
Datei:Olivine basalt2.jpg | Olivinbasalt, vergrößert&lt;br /&gt;
Datei:Green sand in lava rocks.jpg | Grüner Olivinsand auf Hawaii&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2011 meldete ein US-amerikanisches Forscherteam die Entdeckung von Olivinkristallen ([[Forsterit]]) in der protostellaren Wolke des Protosterns [[HOPS-68]] mit Hilfe des [[Spitzer-Weltraumteleskop]]s. Die Wissenschaftler nehmen an, dass das zunächst amorphe Material nahe dem Protostern getempert wird und dabei kristallisiert, bevor es durch Transportvorgänge in den kühleren äußeren Bereich der Staubhülle befördert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poteet&amp;quot; /&amp;gt; Auch in zahlreichen weiteren kosmischen Umgebungen wurde Olivin mit Methoden der Infrarot-Spektroskopie nachgewiesen: in mehreren Kometen, in den Staubhüllen pulsierender Roter Riesensterne, in Planetarischen Nebeln sowie in protoplanetaren Scheiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Henning&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Peridot-China.jpg|mini|Peridot, 1.49ct und 1.36ct, China]]&lt;br /&gt;
Die besonders reine, transparent-grüne Variante des Olivins, der [[Peridot]], der auch als Chrysolith bezeichnet wird, findet als [[Schmuckstein]] Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normaler Olivin wird bei der Herstellung hitzeresistenter [[Glas|Gläser]] und [[feuerfester Werkstoff]]e sowie für die Herstellung von [[Pellet (Eisenerz)|Eisenerzpellets]] als Schlackenbildner genutzt. Olivinsand dient als [[Formsand]] in der Metallgießerei sowie als [[Abrasiv]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pohl&amp;quot; /&amp;gt; Zudem dient er als [[Katalysator]] bei [[Holzvergasung]]sprozessen, etwa in der Pilotanlage in [[Güssing]], Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem eignet sich Olivin als [[Wärmespeicher]] unter anderem in Nachtspeicherheizungen und als [[Aufgussstein]] für die [[Sauna]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Systematik der Minerale]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Minerale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= [[Hans Jürgen Rösler]] | Titel= Lehrbuch der Mineralogie | Auflage= 4., durchgesehene und erweiterte | Verlag= Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie (VEB) | Ort= Leipzig | Datum= 1987 | ISBN= 3-342-00288-3 | Seiten= 454–460}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Helmut Schröcke, Karl-Ludwig Weiner | Titel= Mineralogie. Ein Lehrbuch auf systematischer Grundlage | Verlag= de Gruyter | Ort= Berlin, New York | Datum= 1981 | ISBN= 3-11-006823-0 | Seiten= 654}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Olivine|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Mineralienatlas | ID= Olivin-Gruppe | Abruf= 2021-05-17 |Abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | autor= Jürgen Kühnle | url= http://www.wissen-im-netz.info/mineral/lex/abc/o/olivin.htm | titel= Mineralien-Lexikon – Olivin | werk= wissen-im-netz.info | hrsg= Wissen im Netz | archiv-url= https://web.archive.org/web/20160305040402/http://www.wissen-im-netz.info/mineral/lex/abc/o/olivin.htm | archiv-datum= 2016-03-05 | abruf= 2021-05-17 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url= http://www.geodz.com/deu/d/Olivin | titel= GeoLexikon – Olivin | werk= geodz.com | hrsg= GeoDataZone | datum= 2018-05-27 | abruf= 2021-05-17 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | autor= Michael R. W. Peters | url= https://www.realgems.org/edelsteine_liste/peridot.html | titel= Peridot, Forsterit und Dunilit. Varietäten des Minerals Olivin | werk= realgems.org | hrsg= RealGems | datum= 2016-11-30 | abruf= 2021-05-17 |abruf-verborgen=1| kommentar= mit Bildern geschliffener Olivine bzw. Peridot, Forsterit, Dunilit und Pallasit}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url= https://www.mindat.org/min-29264.html | titel= Olivine group | werk= mindat.org | hrsg= Hudson Institute of Mineralogy | abruf= 2021-05-17 |abruf-verborgen=1| sprache= en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;classroomatsea.net&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | url= http://www.classroomatsea.net/JC007/about.html | titel= Drilling the Mid-Atlantic Ridge: RRS &amp;#039;&amp;#039;James Cook&amp;#039;&amp;#039; cruise JC007, 5 March 2007 – 17 April 2007 | werk= classroomatsea.net | hrsg= Classroom@Sea | archiv-url= https://web.archive.org/web/20160304134613/http://www.classroomatsea.net/JC007/about.html | archiv-datum= 2016-03-04 | abruf= 2019-01-22}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Henning&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Thomas Henning | Titel= Astromineralogy | Auflage= 2. | Verlag= Springer | Ort= Berlin, Heidelberg | Datum= 2010 | ISBN= 978-3-642-13258-2 | Seiten=}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Liste-2009&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= [[Ernest Henry Nickel|Ernest H. Nickel]], Monte C. Nichols | url= http://cnmnc.units.it/IMA2009-01%20UPDATE%20160309.pdf | titel= IMA/CNMNC List of Minerals 2009 | werk= cnmnc.units.it | hrsg= IMA/CNMNC | datum= 2009-01 | sprache= en | abruf= 2024-07-30 | format= PDF; 1,9&amp;amp;nbsp;MB | archiv-url= https://web.archive.org/web/20240729102044/http://cnmnc.units.it/IMA2009-01%20UPDATE%20160309.pdf | archiv-datum= 2024-07-29}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMA-Newsletter-54&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Naotaka Tomioka, Takuo Okuchi, Toshiaki Iitaka, Masaaki Miyahara, Luca Bindi, Xiande Xie | Titel= IMA Commission on New Minerals, Nomenclature and Classification (CNMNC). Newsletter 54 | Sammelwerk= [[Mineralogical Magazine]] | Band= 84 | Datum= 2020 | Sprache= en | Seiten= 359–365 | Kommentar= Poirierite (IMA 2018-026b) ab S. | DOI= 10.1180/mgm.2020.21 | Online= [https://rruff.info/rruff_1.0/uploads/MM84_359.pdf rruff.info] | Format= PDF | KBytes= 180 | Abruf= 2021-05-17}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lapis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Stefan Weiß | Titel= Das große Lapis Mineralienverzeichnis. Alle Mineralien von A – Z und ihre Eigenschaften. Stand 03/2018 | Auflage= 7., vollkommen neu bearbeitete und ergänzte | Verlag= Weise | Ort= München | Datum= 2018 | ISBN= 978-3-921656-83-9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lüschen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Hans Lüschen | Titel= Die Namen der Steine. Das Mineralreich im Spiegel der Sprache | Auflage= 2. | Verlag= Ott Verlag | Ort= Thun | Datum= 1979 | ISBN= 3-7225-6265-1 | Seiten= 285}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Okrusch-Matthes&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur| Autor= Martin Okrusch, Siegfried Matthes | Titel= Mineralogie. Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde | Auflage= 7., vollständig überarbeitete und aktualisierte | Verlag= Springer | Ort= Berlin [u.&amp;amp;nbsp;a.] | Datum= 2005 | ISBN= 3-540-23812-3 | Seiten= 420–421}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pohl&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= W. Pohl | Titel= Mineralische und Energie-Rohstoffe | Auflage= 5 | Verlag= Schweizerbart | Ort= Stuttgart | Datum= 2005 | ISBN= 3-510-65212-6 | Seiten= 273}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poteet&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Charles A. Poteet, S. Thomas Megeath, Dan M. Watson, Nuria Calvet, Ian S. Remming, Melissa K. McClure, Benjamin A. Sargent, William J. Fischer, Elise Furlan, Lori E. Allen, Jon E. Bjorkman, Lee Hartmann, James Muzerolle, John J. Tobin, Babar Ali | Titel= A Spitzer-IRS Detection of Crystalline Silicates in a Protostellar Envelope | Sammelwerk= Astrophysical Journal Letters | Band= 733 | Nummer= 2 | Datum= 2011-05-10 | Sprache= en | Seiten= | arXiv= 1104.4498v1 | DOI= 10.1088/2041-8205/733/2/L32 | Online= https://arxiv.org/pdf/1104.4498v1.pdf | Format= PDF | KBytes= 277 | Abruf= 2019-01-22}}&lt;br /&gt;
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{{Literatur | Autor= [[Hans Jürgen Rösler]] | Titel= Lehrbuch der Mineralogie | Auflage= 4., durchgesehene und erweiterte | Verlag= Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie (VEB) | Ort= Leipzig | Datum= 1987 | ISBN= 3-342-00288-3 | Seiten= 454}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rösler-455&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= [[Hans Jürgen Rösler]] | Titel= Lehrbuch der Mineralogie | Auflage= 4., durchgesehene und erweiterte | Verlag= Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie (VEB) | Ort= Leipzig | Datum= 1987 | ISBN= 3-342-00288-3 | Seiten= 455}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel.de&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Markus Becker | url= https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/meeresboden-forscher-untersuchen-riesiges-loch-in-der-erdkruste-a-470276.html | titel= Forscher untersuchen riesiges Loch in der Erdkruste | werk= spiegel.de | hrsg= Der Spiegel | datum= 2007-03-06 | abruf= 2019-01-22}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tomioka-Okuchi-2017&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Naotaka Tomioka, Takuo Okuchi | Titel= A new high-pressure form of Mg&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt; highlighting diffusionless phase transitions of olivine | Sammelwerk= Scientific Reports | Band= 7 | Datum= 2017 | Sprache= en | Seiten= 1–9 | Kommentar= Art.-Nr.&amp;amp;nbsp;17351 | DOI= 10.1038/s41598-017-17698-z | Online= [https://www.nature.com/articles/s41598-017-17698-z.pdf nature.com] | Format= PDF | KBytes= 2556 | Abruf= 2021-05-17}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tomioka-et-al-2021&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Naotaka Tomioka, Luca Bindi, Takuo Okuchi, Masaaki Miyahara, Toshiaki Iitaka, Zhi Li, Tsutomu Kawatsu, Xiande Xie, Narangoo Purevjav, Riho Tani, Yu Kodama | Titel= Poirierite, a dense metastable polymorph of magnesium iron silicate in shocked meteorites | Sammelwerk=[[Communications Earth &amp;amp; Environment]] | Band= 2 | Datum= 2021 | Sprache= en | Seiten= Art.-Nr.&amp;amp;nbsp;16 | DOI= 10.1038/s43247-020-00090-7 | Online= [https://www.nature.com/articles/s43247-020-00090-7.pdf nature.com] | Format= PDF | KBytes= 1996 | Abruf= 2021-05-17}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mineralgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inselsilikate (Strunz)]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Peter Gröbner</name></author>
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