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	<title>Oligopol - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-04-15T20:03:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;1&amp;amp;1 ist seit 2023 ebenfalls ein öffentlicher Netzbetreiber&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oligopol&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|ὀλίγοι|oligoi|de=wenige}} und {{grcS|πωλεῖν|pōlein|de=verkaufen}}) ist in der [[Wirtschaft]] eine [[Marktform]], die durch wenige [[Marktteilnehmer]] gekennzeichnet ist.&lt;br /&gt;
Die Marktteilnehmer auf einem beliebigen [[Markt]] ([[Gütermarkt]], [[Finanzmarkt]]) sind die [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Anbieter]] und [[Nachfrage]]r. Die Marktformen lassen sich auch danach unterscheiden, wie viele Anbieter oder Nachfrager vorhanden sind. Danach gibt es:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich von Stackelberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Marktform und Gleichgewicht.&amp;#039;&amp;#039; 1934, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uta Neumann |Titel=Das Marktphasenschema |Datum=1997 |Seiten=38 |Online={{Google Buch |BuchID=gm-CBwAAQBAJ |Seite=38}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| !! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | Nachfrager&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! viele&lt;br /&gt;
! wenige&lt;br /&gt;
! einer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;3&amp;quot;| Anbieter&lt;br /&gt;
! viele&lt;br /&gt;
| [[Polypol]]&lt;br /&gt;
| Oligopson&lt;br /&gt;
| [[Monopson]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! wenige&lt;br /&gt;
| Oligopol&lt;br /&gt;
| bilaterales Oligopol&lt;br /&gt;
| [[Monopson|beschränktes Monopson]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! einer&lt;br /&gt;
| [[Monopol]]&lt;br /&gt;
| beschränktes Monopol&lt;br /&gt;
| [[bilaterales Monopol]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Oligopson&amp;#039;&amp;#039; ist genau der umgekehrte Fall, bei dem wenigen Nachfragern viele Anbieter entgegenstehen (&amp;#039;&amp;#039;Nachfrageoligopol&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Woll: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. R. Oldenbourg, München 2000, S.&amp;amp;nbsp;564.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Oligopol mit genau zwei Anbietern heißt [[Duopol]] oder &amp;#039;&amp;#039;Dyopol&amp;#039;&amp;#039;, während ein Markt, auf dem wenigen Anbietern ebenfalls wenige Nachfrager gegenüberstehen, als &amp;#039;&amp;#039;bilaterales Oligopol&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;zweiseitiges Oligopol&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Oligopolen ==&lt;br /&gt;
;Homogenes Oligopol&lt;br /&gt;
:Die angebotenen Güter oder Dienstleistungen sind aus Sicht der Nachfrager perfekte [[Substitutionsgut|Substitute]], es bestehen folglich keine [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenzen]] für Güter unterschiedlicher Anbieter.&lt;br /&gt;
;Heterogenes bzw. inhomogenes Oligopol&lt;br /&gt;
:Die angebotenen Güter oder Dienstleistungen sind nur in begrenztem Maß Substitute (differenzierte Produkte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonderes Kennzeichen eines Oligopols ist die &amp;#039;&amp;#039;Reaktionsverbundenheit&amp;#039;&amp;#039; zwischen der Preis- oder Mengensetzung der verschiedenen Anbieter. Bei einer atomistischen Marktstruktur ([[Polypol]]) ist dies nicht der Fall. Weil es nur wenige Anbieter gibt, hat jeder eine gewisse [[Marktmacht]] und kann durch seine Preis- oder Mengenentscheidung die [[Marktentwicklung]] beeinflussen. Folglich hängt die Nachfrage nach dem Gut eines Anbieters davon ab, wie sich dessen Konkurrenten verhalten, d.&amp;amp;nbsp;h., es besteht eine &amp;#039;&amp;#039;strategische Interdependenz&amp;#039;&amp;#039; zwischen den Anbietern. Diese Interdependenz beruht darauf, dass ein Oligopol bereits dann vorliegt, wenn einer der Konkurrenten glaubt, dass das Ergebnis einer von ihm getroffenen Entscheidung signifikant von den Entscheidungen eines oder mehreren anderen Wettbewerbern abhängig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugh Gravelle, Ray Rees: &amp;#039;&amp;#039;Microeconomics&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Pearson Education, London 1992, S. 298.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oligopol sind sich die Anbieter also bewusst, dass ihre Entscheidungen sich auf jene der anderen Verkäufer auswirken, die Käufer jedoch nehmen die Marktkonditionen als gegeben hin. Ein Oligopolist steht also vor einem komplexen Entscheidungsproblem, hängt die Qualität seiner Entscheidung doch maßgeblich davon ab, wie gut er seinen Einfluss auf die Entscheidungen anderer abschätzen und dieses für sich antizipieren kann. Oftmals ist in oligopolistischen Märkten der [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] besonders intensiv. Senkt ein Anbieter den [[Marktpreis]], so werden die Konkurrenten ihre Preise auch rasch entsprechend anpassen ([[Preisanpasser]]), um keine Kunden zu verlieren. Ein prägnantes Beispiel dafür ist der deutsche [[Lebensmitteleinzelhandel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund dieses [[Marktverhalten]]s sind verschiedene Reaktionen der [[Marktteilnehmer]] denkbar:&lt;br /&gt;
; Preisführerschaft&lt;br /&gt;
: Ein Oligopolist wird von den anderen als [[Preisführerschaft|Preisführer]] anerkannt. Alle Marktteilnehmer verändern ihre Preise erst dann, wenn der Preisführer den Preis verändert hat. Im statischen Fall führt dieses Verhalten zu einem sog. [[Heinrich Freiherr von Stackelberg|Stackelberg]]-Gleichgewicht.&lt;br /&gt;
;Imitation&lt;br /&gt;
:Während die meisten preistheoretischen Modelle von einer rechnerischen Maximierungsentscheidung ausgehen, zeigen Experimente, dass auch die [[Imitatio]]n, d.&amp;amp;nbsp;h. die Nachahmung eines Konkurrenten, eine häufige Verhaltensform im Oligopol ist. Wenn der Preisführer imitiert wird, kann im Duopol auch der Monopolpreis erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Joseé Apesteguia, Steffen Huck, Jörg Oechssler |url=http://www.econ.upf.edu/~apesteguia/imitation.pdf |titel=Imitation-Theory and Experimental Evidence |datum=2006 |format=PDF; 240&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2013-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Abgestimmte Verhaltensweisen und [[Wirtschaftskartell|Kartellbildung]]&lt;br /&gt;
: In engen Oligopolen lassen sich Preis- und Mengenabsprachen leicht organisieren. Diese Verhaltensweise ist dann für die Anbieter besonders attraktiv, wenn andere Formen des Wettbewerbs (Qualität, Service) ausscheiden, was vor allem bei homogenen Oligopolen der Fall ist. Beispiele: Zucker-, Zement- und Stromindustrie.&lt;br /&gt;
; Ruinöser Wettbewerb&lt;br /&gt;
: Wenn ein Unternehmen nur überleben kann, wenn es eine gewisse Größe erreicht, besteht die Tendenz, Konkurrenten durch ein besonders aggressives Preisverhalten aus dem Markt zu drängen, worauf andere mit weiteren Preissenkungen reagieren (siehe [[Grenzanbieter]]).&lt;br /&gt;
; Preisstarrheit&lt;br /&gt;
: Bei mehreren gleich starken oder schwachen Konkurrenten wagt es keiner, sein Verhalten zu ändern, weil er fürchtet, dass die Konkurrenz seine Strategie durchkreuzt.&lt;br /&gt;
; Wettbewerb&lt;br /&gt;
: Intensiver, dem [[Technischer Fortschritt|technischen Fortschritt]] und dem Kunden dienender Wettbewerb ist insbesondere in weiten, heterogenen Oligopolen gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in der Theorie ==&lt;br /&gt;
In der Theorie werden Oligopole häufig mit den Instrumenten der [[Spieltheorie]] analysiert. In einem solchen Spiel kann bei [[Vollständige Information|vollständiger Information]] jeder Anbieter die optimale Reaktion der Konkurrenten antizipieren. Ein [[Marktgleichgewicht]] ([[Nash-Gleichgewicht]]) liegt dann vor, wenn kein Anbieter einen Anreiz hat, seine Menge bzw. seinen Preis zu verändern (was entsprechende Reaktionen der Mitbewerber hervorrufen würde).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oligopolmodelle ===&lt;br /&gt;
; [[Cournot-Oligopol]]: Markt, auf dem die Teilnehmer vorab &amp;#039;&amp;#039;simultan&amp;#039;&amp;#039; über die &amp;#039;&amp;#039;Angebotsmengen&amp;#039;&amp;#039; entscheiden&lt;br /&gt;
; [[Stackelberg-Wettbewerb]]: Markt, auf dem die Teilnehmer vorab &amp;#039;&amp;#039;hintereinander&amp;#039;&amp;#039; über die &amp;#039;&amp;#039;Angebotsmengen&amp;#039;&amp;#039; entscheiden&lt;br /&gt;
; [[Bertrand-Wettbewerb]]: Markt, auf dem die Teilnehmer vorab &amp;#039;&amp;#039;simultan&amp;#039;&amp;#039; über die &amp;#039;&amp;#039;Angebotspreise&amp;#039;&amp;#039; entscheiden&lt;br /&gt;
; [[Preisführerschaft]]: Markt, auf dem die Teilnehmer vorab &amp;#039;&amp;#039;hintereinander&amp;#039;&amp;#039; über die &amp;#039;&amp;#039;Angebotspreise&amp;#039;&amp;#039; entscheiden&lt;br /&gt;
; Imitation: Markt, auf dem die Oligopolisten nicht den eigenen (Cournot) oder gemeinsamen (Kollusion) Gewinn maximieren, sondern die Aktionen eines Wettbewerbers imitieren (sofern dieser einen höheren Gewinn hat)&lt;br /&gt;
; [[Kreps-Scheinkman-Modell]]: Markt, auf dem die Teilnehmer zunächst simultan über den &amp;#039;&amp;#039;Aufbau von Kapazitäten&amp;#039;&amp;#039; und danach simultan über die Angebotspreise entscheiden&lt;br /&gt;
; Hotelling-Modell: Markt, auf dem die Teilnehmer vorab über ihre &amp;#039;&amp;#039;Positionierung&amp;#039;&amp;#039; (räumlich oder durch Produktvarianten) entscheiden&lt;br /&gt;
; Sweezy-Modell: Markt, auf dem der &amp;#039;&amp;#039;Preis&amp;#039;&amp;#039; als Wettbewerbsoption der Teilnehmer entfällt, da dieser quasi starr bleibt und somit nur Größen wie &amp;#039;&amp;#039;Werbung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Serviceleistungen&amp;#039;&amp;#039; entscheiden&lt;br /&gt;
; Drei-D-Modell: Stringer und Rudnik beschreibt das Oligopol aus drei Dimensionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Konsequenzen ==&lt;br /&gt;
Direkte [[Preisabsprache]]n sind nach dem [[Wettbewerbsrecht (Deutschland)|Wettbewerbsrecht]] verboten, weil sie zu einem Effekt führen können, der den gesamtwirtschaftlichen [[Wohlstand]] negativ beeinflusst. [[Ökonomische Wohlfahrt#Wohlfahrt und Wohlfahrtsverlust|Sozialer Überschuss (Wohlfahrtsverlust)]] wird dadurch vermindert, dass die Produzenten die Konsumenten ausnutzen. Aber auch Fusionen von Unternehmen können vom Kartellamt verboten werden, wenn sie zu einem schädlichen Oligopol führen. Ein schädliches Oligopol liegt vor, wenn entweder eine Kollusion der Oligopolisten droht ({{enS|coordinated effects}}) oder wenn die Imitation der Oligopolisten zu einem Oligopolfrieden führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine Vielfalt nominell eigenständiger Marken kann ein Oligopol verschleiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2003/18/Handelskonzentration_Kasten &amp;#039;&amp;#039;Mogelpackung Wettbewerb: Die Vielfalt der Einkaufstüten täuscht – viele Marken gehören zu wenigen Konzernen&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Die Zeit]] vom 24. April 2003 (Onlineangebot), abgerufen am 18. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem ist der Handel mit [[Compact Disc|CDs]] und anderen [[Tonträger]]n ein Oligopol weniger Anbieter, die einen [[Marktanteil]] von knapp 72 % (2004) haben. Durch die Heterogenität der Produkte und die geringe [[Preiselastizität]] der Nachfrage befand sich der Markt in der Vergangenheit in einer sehr starken Preis- und Organisationsstruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* Die deutsche konventionelle Stromerzeugung ist (Stand 2019) stark konzentriert. Die fünf Großkonzerne [[E.ON|Uniper]], [[RWE]], [[EnBW]], [[LEAG (Unternehmen)|LEAG]] und [[Vattenfall Europe|Vattenfall]] erzeugen gemeinsam 70 % des konventionellen, d.&amp;amp;nbsp;h. nicht nach dem Erneuerbaren-Energiengesetz vergüteten, Stroms. Der [[Marktführer]] RWE erzeugt davon alleine 30,2 %. (Siehe auch [[Die großen Vier (deutsche EVU)]]). Allerdings ist die Marktmacht dieser konventionellen Stromerzeuger durch den hohen Anteil Erneuerbarer Energien eingeschränkt, deren Erzeuger ihrer Marktmacht entzogen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Mediathek/Berichte/2020/Monitoringbericht_Energie2020.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=8 |titel=Monitoringbericht 2020 |format=PDF |sprache=de |abruf=2021-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im [[Fahrtreppe]]n&amp;amp;shy;bau gibt es ein Oligopol. Auf dem deutschen Fahrtreppenmarkt gibt es heute nur fünf Hersteller: Geyssel Fahrtreppenservice, [[Kone (Unternehmen)|KONE]], [[Otis Elevator Company]], [[Schindler Aufzüge]] und [[Thyssenkrupp]] Elevator. Das [[Aufzugs- und Fahrtreppenkartell]] wurde 2004 aufgedeckt. Zumindest in Deutschland und den Benelux-Staaten funktionierte das Kartell. Im Visier der Fahnder waren dort 17 Tochtergesellschaften des weltweit führenden Quartetts der Aufzugs- und Fahrtreppenkonzerne: ThyssenKrupp Elevator aus Deutschland, die zum US-amerikanischen Konzern United Technologies gehörende Otis, Schindler aus der Schweiz, Kone aus Finnland sowie ferner die Mitsubishi Elevator Europe, die nur am niederländischen Kartell mitwirkte.&lt;br /&gt;
* Ein weiteres Beispiel ist der [[Mobilfunk]]&amp;amp;shy;markt: Es gibt in Deutschland vier öffentliche Netzbetreiber, nämlich [[Telekom Deutschland]], [[Vodafone]], [[Telefónica Germany]] (mit den Marken [[Telefónica Germany|O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] und ehemals [[E-Plus]]) und seit 2023 [[1&amp;amp;1]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Bundesnetzagentur]] |url=https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/20240314_MoFu.html |titel=Bundesnetzagentur erweitert Mobilfunk-Karte |werk=www.bundesnetzagentur.de |datum=2024-03-14 |abruf=2025-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, denen Millionen von Mobilfunknutzern gegenüberstehen. Allerdings werden die Leistungen der Netzbetreiber auch von vielen anderen Telekommunikationsfirmen als [[Reseller]] unter deren Namen vertrieben ([[Mobilfunkdiscounter]]).&lt;br /&gt;
* Die europäische [[Mineralölwirtschaft]] wird von den „[[Tankstelle#Die größten deutschen Tankstellenmarken im Vergleich 2014 zu 1935|Großen Fünf]]“ [[BP]]/[[Aral]], [[ExxonMobil|Esso (Exxon)]], [[Jet (Tankstelle)|Jet]] ([[ConocoPhillips]]), [[Royal Dutch Shell|Shell]] und [[TotalEnergies|Total]] beherrscht, was sowohl die Produktion wie den Vertrieb von Kraftstoffen betrifft. Diesem Oligopol wird in Deutschland vorgeworfen, den Wettbewerb durch die Abgabe von Kraftstoffen zu überhöhten Preisen an freie Tankstellen gesetzwidrig behindert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/unternehmen/deutsches-kartellamt-ermittelt-gegen-mineraloelkonzerne-513316/index.do?_vl_pos=r.1.NT |text=Kartellamt ermittelt gegen Mineralölkonzerne |archive-is=20120918075313}}, abgerufen am 5. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei [[Spielekonsole]]n kann man ein Oligopol beobachten, derzeit halten nur [[Nintendo]], [[Sony]] und [[Microsoft]] eine relevante Marktstellung für solche Produkte inne. Microsoft verfügt dabei durch sein Quasi-[[Monopol]] bei PC-Betriebssystemen auch noch über eine marktbeherrschende Stellung im Videospielmarkt für PC-Spiele.&lt;br /&gt;
* Der [[Südkoreanischer Film|südkoreanische Filmmarkt]] wird als Oligopol beschrieben. Wenige [[Vertikale Integration|vertikal integrierte]] Unternehmen dominieren den Filmmarkt. Die vier Unternehmen [[CJ ENM]], [[Lotte Cultureworks]], [[Showbox]] und [[Next Entertainment World]] teilen die [[Filmverleih|Filmdistribution]] unter sich auf, während [[CJ CGV]], die Kinokette [[Lotte Cinema]] und Megabox den Kinomarkt beherrschen. [[CJ Group|CJ]] und [[Lotte (Unternehmen)|Lotte]] gehören zu den größten [[Jaebol|südkoreanischen Konglomeraten]]. CJ ENM und CJ CGV sind Tochterunternehmen des gleichen Konzern. Lotte Cultureworks betreibt das Distributionslabel Lotte Entertainment und die Kinokette Lotte Cinema. Diese Unternehmen decken von Produktion über Distribution bis zur Zurschaustellung der Werke in den Kinos die gesamte [[Wertschöpfungskette]] der Filmindustrie ab. Die Produktionsgesellschaft Showbox und die Kinokette Megabox gehen beide auf den Konzern [[Orion Confectionery|Orion]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dal Yong Jin |Titel=Transnational Korean Cinema. Cultural Politics, Film Genres, and Digital Technologies |Verlag=Rutgers University Press |Ort=New Brunswick |Datum=2020 |ISBN=978-1-978807-88-4 |Seiten=53-66 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Next Entertainment World stieg als unabhängiges Unternehmen in die Filmproduktion ein, steuert aber eine zunehmende Integration an durch die Gründung der Multiplex-Kette Cine Q.&lt;br /&gt;
* Der Markt für [[Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland]] wird von den vier Unternehmen [[Magirus GmbH|Magirus]], [[Rosenbauer (Unternehmen)|Rosenbauer]] (mit [[Metz Aerials]]), [[Schlingmann (Unternehmen)|Schlingmann]] und [[Ziegler (Feuerwehrbedarf)|Ziegler]] mit einem Marktanteil von zusammen rund 90 % (Stand 2011) beherrscht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr]] |url=https://www.mw.niedersachsen.de/download/57804 |titel=Empfehlungen für kommunale Einkäufer von Feuerwehrfahrzeugen zur Überprüfung der Zuverlässigkeit von Bietern |werk=mw.niedersachsen.de |seiten=1 |datum=2011-05-02 |format=PDF; 53&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2021-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Teilmarkt für [[Hubrettungsfahrzeug]]e besteht sogar ein [[Duopol]], in dem Magirus und Rosenbauer-Metz einen Marktanteil von fast 100 % (Stand 2011) erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Bundeskartellamt]] |url=https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2011/27_07_2011_Feuerwehrdrehleiter.html |titel=Bußgeld in Höhe von 17,5 Mio. Euro wegen Absprachen bei Feuerwehrdrehleitern |werk=bundeskartellamt.de |datum=2011-07-27 |abruf=2021-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Marktsituation begünstigte die Bildung des [[Feuerwehrfahrzeuge-Kartell]]s, das 2011 aufgedeckt und aufgelöst wurde.&lt;br /&gt;
* Der weltweite [[Filehosting|Cloud]]markt wird von wenigen Konzernen dominiert. Die drei größten Plattformen, [[Amazon Web Services]], [[Google Cloud Platform]] und [[Microsoft Azure]], haben in Europa zusammengenommen 72 % Marktanteil, gemessen in Einnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul Kunert |url=https://www.theregister.com/2022/09/29/aws_microsoft_google_european_cloud_spend/ |titel=AWS, Microsoft, Google own 72% of Euro customer cloud spending |werk=The Register |datum=2022-09-29 |sprache=en |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weltweit gesehen ist ihr Anteil etwas geringer und liegt bei 66 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mark Haranas |url=https://www.crn.com/news/cloud/top-5-cloud-market-share-leaders-aws-microsoft-google-in-q3-2022/1 |titel=Top 5 Cloud Market-Share Leaders: AWS, Microsoft, Google In Q3 2022 |werk=CRN |hrsg=The Channel Company |datum=2022-10-28 |sprache=en |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Markt für wissenschaftliche Publikationen wurde von wenigen großen Verlagshäusern dominiert, die die Preise für Zeitschriftenabonnements bestimmen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[DEAL]] über das Subskriptionsgeschäft für wissenschaftliche Zeitschriften ([https://deal-konsortium.de/ueber-deal/hintergrund-und-ziele deal-konsortium.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0127502 Plos One: The Oligopoly of Academic Publishers in the Digital Era]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!-- Seit wann nicht mehr? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Monopson]]&lt;br /&gt;
* [[Preis-Absatz-Funktion]]&lt;br /&gt;
* [[Monopol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sebastian Krispin: &amp;#039;&amp;#039;Industrieökonomische Analyse strategischer Unternehmensentscheidungen im Oligopol&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2019, ISBN 978-3-3391-1144-9.&lt;br /&gt;
* Ludger Steckelbach: &amp;#039;&amp;#039;Wirkungen wettbewerbspolitischer Regulierungen auf oligopolistischen Märkten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2002, ISBN  978-3-8300-0594-0.&lt;br /&gt;
* [[Hal R. Varian]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Mikroökonomik&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter Oldenbourg, 2016, ISBN 978-3-1104-4093-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Oligopol}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Oligopol|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4043484-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wettbewerbstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ZebraVog</name></author>
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