<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Offener_Sternhaufen</id>
	<title>Offener Sternhaufen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Offener_Sternhaufen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Offener_Sternhaufen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-08T02:02:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Offener_Sternhaufen&amp;diff=2660&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Offener_Sternhaufen&amp;diff=2660&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-12T07:42:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarantula nebula detail.jpg|mini|Rechts unten im Bild ist der ein paar Millionen Jahre alte Sternhaufen [[Hodge 301|Hodge&amp;amp;nbsp;301]] zu sehen. Er erhellt Teile des [[Tarantelnebel]]s der [[Große Magellansche Wolke|Großen Magellanschen Wolke]].]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;offene Sternhaufen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden Ansammlungen von etwa hundert bis zu einigen tausend [[Stern]]en bezeichnet, die sich aus derselben [[Molekülwolke|Riesen-Molekülwolke]] (engl. GMC) gebildet haben. Ihre Konzentration im Haufenzentrum ist relativ gering. Dennoch heben sie sich deutlich vom Sternhintergrund ab. Von den dicht gepackten [[Kugelsternhaufen]] unterscheiden sie sich durch Größe, Lokalisation, Alter und Entstehung, vor allem aber durch die geringere Sterndichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Sternhaufen findet man nur in [[Spiralgalaxie|Spiral]]- oder [[Irreguläre Galaxie|irregulären Galaxien]], in denen noch Sternbildung stattfindet (wofür z.&amp;amp;nbsp;B. [[elliptische Galaxie]]n zu alt sind). Die Haufen sind selten älter als ein paar hundert Millionen Jahre, weil sie durch die [[Eigenbewegung (Astronomie)|Eigenbewegung]] der Sterne, deren innere Vorgänge oder durch gegenseitige [[Bahnstörung]]en Mitglieder verlieren. Manchmal werden sie auch durch Zusammenstöße mit anderen Sternhaufen oder [[Gaswolke]]n zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Junge offene Sternhaufen können sich immer noch in jener [[Molekülwolke]] befinden, aus der sie entstanden sind. Diese wird dadurch aufgehellt, und es entsteht ein ionisiertes [[H-II-Gebiet]]. Jedoch führt der [[Strahlungsdruck]] der jungen Sterne dazu, dass die Molekülwolke allmählich zerstreut wird. Für gewöhnlich werden 10 % der Masse der Gaswolke für die [[Sternentstehung]] benutzt, bevor der Strahlungsdruck den Rest fort bläst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Untersuchung der Sternentstehung sind offene Sternhaufen sehr wichtige Objekte. Der Grund dafür ist, dass alle Haufensterne ungefähr das gleiche Alter und dieselbe [[Chemisches Element|chemische Zusammensetzung]] haben. So fallen kleine Unterschiede der Eigenschaften viel schneller auf, als wenn man nur isolierte Sterne beobachtet. Auch lässt sich ihre gemeinsame Bewegungsrichtung ([[Sternstromparallaxe]]) zur Entfernungsbestimmung nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beobachtungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bekanntesten offenen Sternhaufen wie die [[Plejaden]] werden seit dem Altertum als Gruppe von Sternen aufgefasst. Andere wurden als Lichtflecken beobachtet, konnten aber erst mit der Erfindung des [[Teleskop]]s als Sternhaufen identifiziert werden. Nach weiteren Beobachtungen wurden die Sternhaufen in zwei Klassen unterteilt. Die einen bestanden aus tausenden von Sternen in einer regelmäßigen, kugelförmigen Gestalt und sind überall am Himmel zu finden. Die andere Gruppe hatte weniger Sterne, eine unregelmäßigere Form und man findet sie fast ausschließlich in der [[Galaktische Ebene|galaktischen Ebene]] der [[Milchstraße]]. Der ersten Gruppe gab man den Namen [[Kugelsternhaufen]] und die zweite bezeichnete man als offene Sternhaufen oder galaktische Haufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde festgestellt, dass die Sterne in einem offenen Sternhaufen ähnliche Eigenschaften haben. Der Geistliche [[John Michel]] berechnete [[1767]] die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sternengruppe wie die Plejaden lediglich eine zufällige Anordnung am Sternenhimmel sei, auf 1 zu 496.000. Als die [[Astrometrie]] genauer wurde, fand man heraus, dass sich die Sterne im Haufen mit der gleichen [[Eigenbewegung (Astronomie)|Eigenbewegung]] durch den Nachthimmel bewegen. Durch [[Astrospektroskopie|spektroskopische]] Beobachtungen ermittelte man auch die gleiche [[Radialgeschwindigkeit]]. Daraus wurde geschlussfolgert, dass die Sterne zur selben Zeit entstanden sind und als Gruppe miteinander verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Kugelsternhaufen und offene Sternhaufen klar voneinander getrennte Gruppen bilden, können die Unterschiede zwischen spärlichen Kugelsternhaufen und sehr reichen offenen Sternhaufen gering sein. Einige Astronomen glauben, dass beiden Typen von [[Sternhaufen]] die gleichen Mechanismen zu Grunde liegen mit dem Unterschied, dass die Ursachen, die zur Bildung von großen Kugelsternhaufen führen, in unserer Galaxie nicht mehr gegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Alle Sterne entstehen aus [[Doppelstern|Mehrfachsternensystemen]], denn nur eine Gaswolke mit einer vielfachen [[Sonnenmasse]] ist schwer genug, um unter ihrer eigenen [[Gravitation|Schwerkraft]] zu kollabieren, jedoch kann so eine schwere Wolke nicht zu einem einzelnen Stern kollabieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung eines offenen Sternhaufens beginnt mit dem Kollaps eines Teils einer [[Dunkelnebel|Riesenmolekülwolke]], eine Gaswolke mit dem Gewicht von mehreren tausend Sonnenmassen. Viele Faktoren können der Auslöser dafür sein. Sobald die Riesenmolekülwolke anfängt zu kollabieren, beginnt die Sternentstehung durch die Bildung immer kleinerer Fragmente, aus denen am Ende vielleicht mehrere tausend Sterne werden. In unserer Galaxie bilden sich offene Sternhaufen alle paar tausend Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die ersten Sterne entstanden sind, stoßen die größten und heißesten Sterne eine enorme Menge [[Ultraviolettstrahlung|ultravioletter Strahlung]] aus. Diese Strahlung ionisiert das umliegende Gas der Riesenmolekülwolke, wodurch sich ein [[H-II-Gebiet]] bildet. [[Sonnenwind|Sternenwinde]] der schweren Sterne und der [[Strahlungsdruck]] verdrängen das umliegende Gas. Nach ein paar Millionen Jahren kommt es zur ersten [[Supernova]] eines Sternes, wodurch weiteres Gas aus dem System hinausgeschleudert wird. Nach einigen Zehnmillionen Jahren ist nur noch so viel Gas übrig geblieben, dass es nicht mehr zu einer Sternentstehung kommen kann. Meistens werden vom anfänglich vorhandenen Gas nur 10 % zur Sternenbildung genutzt. Der Rest wird weggeblasen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin sind junge Sternhaufen oft noch sichtbar in diese Molekülwolke bzw. den [[Emissionsnebel]] eingebettet. Bekannte Beispiele dafür sind der [[Rosettennebel|Rosetten]]- und der [[Kokon-Nebel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel bilden sich aus einer Molekülwolke zwei oder mehrere offene Sternhaufen. In der [[Große Magellansche Wolke|großen Magellanschen Wolke]] sind sowohl [[Hodge 301]] als auch [[R136]] aus Gasen des [[30 Doradus|Tarantelnebels]] hervorgegangen. Ein Beispiel aus unserer Galaxie wären [[Hyaden (Astronomie)|Hyaden]] und [[Messier 44|Praesepe]]. Durch Zurückverfolgung ihrer Bewegung nimmt man an, dass sie sich aus derselben Wolke vor 600 Millionen Jahren gebildet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal formen sich zwei Sternhaufen, die in der gleichen Zeit entstanden sind und bilden sogenannte [[Doppelsternhaufen]]. Das bekannteste Beispiel in der Milchstraße ist der Doppelsternhaufen [[h Persei]] und [[Chi Persei]], man kennt jedoch noch zehn weitere. Man hat viele in der [[Kleine Magellansche Wolke|kleinen]] und [[Große Magellansche Wolke|großen Magellanschen Wolke]] gefunden. Sie sind in anderen Galaxien einfacher aufzuspüren, da [[Projektionseffekt]]e in der Milchstraße dazu führen können, dass nicht zusammengehörige Sterne so wirken, als würden sie sich dicht nebeneinander befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestalt und Klassifikation ==&lt;br /&gt;
Die Anzahl der Sterne in einem offenen Sternhaufen variiert zwischen ein paar zehn Sternen bis hin zu großen Ansammlungen von einigen tausend Sternen. Sie enthalten meist einen dichteren Kern, der von einer weitläufigen Korona aus weiteren Sternen umgeben ist. Der Kern hat meist einen Durchmesser von 3 bis 4 [[Lichtjahr]]en, während sich die Korona bis in eine Entfernung von ungefähr 20 Lichtjahren vom Zentrum erstreckt. Im Kern befinden sich rund 1,5 Sterne pro [[Kubiklichtjahr]] (die Sternendichte in dem Gebiet um unsere Sonne beträgt ca. 0,0035 Sterne pro Kubiklichtjahr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offene Sternhaufen werden meist nach einem von [[Robert Julius Trumpler|Robert Trumpler]] entwickelten Schema von 1930 klassifiziert. Dazu sind drei Angaben nötig. Die [[Römische Zahlschrift|römischen Zahlen]] von I bis IV geben die Konzentration und Loslösung vom umliegenden Sternenfeld an (von stark bis schwach konzentriert). Die [[Arabische Ziffern|arabischen Ziffern]] von 1 bis 3 geben an, wie stark sich die einzelnen Sterne in ihren Helligkeiten unterscheiden (von gering zu stark). Die Buchstaben p, m, oder r geben an, ob das Kluster wenig (poor), durchschnittlich (medium) oder viele (rich) Sterne hat. Ergänzend (optional) können noch drei weitere Kriterien angegeben werden: n (nebulosity – nebelig) = Im Haufen sind interstellare, leuchtende Materiewolken eingebettet; e (elongated – länglich) = Der Sternhaufen erscheint in einer Richtung auseinandergezogen; u (unsymmetrical – unsymmetrisch) = Die Sterne im Haufen sind in verschiedenen Richtungen gestreut. Nach diesem Schema sind die Plejaden beispielsweise als I3rn klassifiziert (stark konzentriert mit reicher Population mit Materiewolken), die Hyaden sind klassifiziert als II3m (mehr zerstreut und weniger Sterne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anzahl und Verteilung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind über 1.000 offene Sternhaufen in unserer Galaxie bekannt, aber die wirkliche Anzahl dürfte bis zu zehn Mal höher sein. In [[Spiralgalaxie]]n findet man sie fast ausschließlich in den Spiralarmen. Der Grund ist, dass hier wegen der höheren Gasdichte die meisten Sterne entstehen und die Sternhaufen wieder vergehen, bevor sie jenseits der Spiralarme gelangen können. Sie sind in unserer Galaxie in der [[Galaktische Ebene|galaktischen Ebene]] konzentriert mit einer Ausdehnung der Höhe von rund 180 Lichtjahren (verglichen mit dem Radius der Milchstraße von rund 100.000 Lichtjahren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Irreguläre Galaxie|Irregulären Galaxien]] kann man offene Sternhaufen überall in der Galaxie finden. Ihre Konzentration ist dort am größten, wo auch die Gaskonzentration am höchsten ist. Man findet sie jedoch nicht in [[Elliptische Galaxie|elliptischen Galaxien]], da hier der Sternentstehungsprozess vor vielen Jahren aufgehört hat, so dass sich alle offenen Sternhaufen bereits aufgelöst haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserer Galaxie hängt die Verteilung vom Alter ab. Ältere Sternhaufen werden meist in größeren Entfernungen vom [[Galaktisches Zentrum|galaktischen Zentrum]] gefunden. Die [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] sind in der Nähe des Zentrums unserer Galaxie stärker, so dass die Sternhaufen viel leichter zerstört werden. Weiterhin sind die Riesenmolekülwolken, die die offenen Sternhaufen ebenfalls zerstören können, eher in den inneren Regionen der Galaxie konzentriert. Also vergehen die meisten Sternhaufen in den inneren Regionen der Galaxie viel früher als die in den äußeren Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung der Sterne ==&lt;br /&gt;
Weil sich offene Sternhaufen zerstreuen, bevor die meisten ihrer Sterne sterben, kommt das meiste Licht von jungen, heißen blauen Sternen. Diese Sterne sind die schwersten und haben die kürzeste Lebenserwartung von ein paar zehn Millionen Jahren. Ältere offene Sternhaufen haben dagegen mehr gelbe Sterne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige offene Sternhaufen enthalten heiße blaue Sterne, die jünger zu sein scheinen als ihre restlichen Sterne. Diese [[Blaue Nachzügler|blauen Nachzügler]] werden auch in Kugelsternhaufen beobachtet. Es wird angenommen, dass sie entstehen, wenn Sterne kollidieren und verschmelzen, und dabei einen wesentlich heißeren und schwereren Stern bilden. Auf jeden Fall ist die Sternendichte viel geringer als in Kugelsternhaufen, so dass Sternenkollisionen nicht die Anzahl an Nachzüglern erklären kann. Es wird eher angenommen, dass die meisten ihren Ursprung in einem Doppelsternsystem haben. Wechselwirkungen des Doppelsternsystems mit anderen Sternen führen dann zur Verschmelzung beider Sterne zu einem Stern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald ein Stern seinen [[Wasserstoff]]vorrat aufgebraucht hat und damit die [[Kernfusion]] nicht mehr stattfinden kann, stößt er seine äußeren Schichten ab und bildet einen [[Planetarischer Nebel|Planetarischen Nebel]] mit einem [[Weißer Zwerg|Weißen Zwerg]] im Inneren. Die meisten offenen Sternhaufen werden jedoch zerstreut, bevor viele ihrer Sterne das Stadium eines weißen Zwerges erreichen. Jedoch ist die Anzahl weißer Zwerge in offenen Sternhaufen nochmals wesentlich geringer als erwartet. Eine mögliche Erklärung ist die folgende: Wenn ein [[Roter Riese]] seine äußeren Schichten abstößt und einen planetarischen Nebel bildet, reicht eine kleine Asymmetrie des abgestoßenen Materials aus, um dem übrig gebliebenen Stern einen Stoß von ein paar [[Meter pro Sekunde|Kilometern pro Sekunde]] zu geben. Dieser ist stark genug, um ihn aus dem Haufen entkommen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schicksal der Offenen Sternhaufen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nursery of New Stars - GPN-2000-000972.jpg|mini|[[NGC 604]] im [[Dreiecksnebel]] ist ein sehr schwerer offener Sternhaufen. Er ist umgeben von einem [[H-II-Gebiet]].]]&lt;br /&gt;
Die Zeitspanne, die ein Sternhaufen Bestand hat, hängt hauptsächlich von seiner Anfangsmasse ab. Viele offene Sternhaufen sind seit ihrer Entstehung instabil. Ihre Gesamtmasse ist so gering, dass die [[Kosmische Geschwindigkeiten|Fluchtgeschwindigkeit]] aus diesem System geringer ist als die durchschnittliche [[Geschwindigkeit]] ihrer Sterne. Diese Sternhaufen lösen sich innerhalb von ein paar Millionen Jahren auf. Da das umliegende Gas durch den Strahlungsdruck der jungen heißen Sterne weggeblasen wird, reduziert sich die Masse, so dass eine schnelle Zerstreuung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sternhaufen mit einer ausreichend großen Masse, um die Sterne durch die Gravitation dauerhaft zu binden, können mehrere zehn Millionen Jahre existieren, jedoch führen auch hier interne und externe Prozesse dazu, dass sie allmählich zerstreut werden. Kommen sich im Inneren Sterne zu nah, führt das oft dazu, dass die Geschwindigkeit des einen Sterns stark erhöht wird, die Fluchtgeschwindigkeit des Sternhaufens überschreitet und er ihm dadurch entkommen kann. Das führt zur langsamen Auflösung des Sternhaufens. Die Zeitspanne bis zum Verlust der Hälfte der Sterne reicht von 150 bis 800 Millionen Jahre, je nach Anfangsdichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schnitt wird alle halbe Million Jahre ein offener Sternhaufen durch einen äußeren Faktor, wie zum Beispiel der Zusammenstoß mit einer Molekülwolke, zerstört. Die durch die Gravitation hervorgerufenen [[Gezeitenkraft|Gezeitenkräfte]] führen dann zur Zerstörung der Struktur des Haufens. Schließlich wird aus dem Sternhaufen ein Band aus Sternen, die zwar nicht eng genug zusammen liegen, um als Haufen bezeichnet zu werden, aber alle miteinander verbunden sind und sich in die gleiche Richtung bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Gravitation so schwach geworden ist, dass sie nicht mehr ausreicht, um die Sterne zu binden, bewegen sich die meisten der Sterne immer noch in die gleiche Richtung. So eine [[Sternassoziation]] wird dann auch Bewegungshaufen oder Bewegungssternhaufen genannt. Viele der hellsten Sterne im &amp;#039;Pflug&amp;#039; von [[Großer Bär|Ursa Major]] waren früher ein offener Sternhaufen, die nun eine lose Verbindung, die [[Ursa-Major-Gruppe]] darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungen der Sternentstehung ==&lt;br /&gt;
Wenn man die Sterne eines offenen Sternhaufens im [[Hertzsprung-Russell-Diagramm]] einträgt, dann liegen sie meist auf der [[Hauptreihe]]. Die schwersten Sterne liegen etwas abseits der Hauptreihe und werden [[Roter Riese|Rote Riesen]]. Die Position dieser Sterne kann benutzt werden, um das Alter des Sternhaufens zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da alle Sterne in einem offenen Sternhaufen ungefähr die gleiche Entfernung zur [[Erde]] haben und ungefähr zur gleichen Zeit aus dem gleichen Rohmaterial entstanden sind, hängen die Helligkeitsdifferenzen nur von den unterschiedlichen Massen der Sterne ab. Dadurch sind offene Sternhaufen sehr nützlich, wenn man die [[Sternentwicklung]] untersuchen will. Denn wenn man zwei Sterne eines Sternhaufens vergleichen will, fallen die meisten Parameter raus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung von [[Lithium]]- und [[Beryllium]]vorkommen in offenen Sternhaufen sind wichtige Anhaltspunkte für die Evolution der Sterne und ihrer inneren Strukturen. Während [[Wasserstoff]]kerne unter einer Temperatur von 10 Millionen [[Kelvin|K]] nicht zu [[Helium]] fusionieren können, werden Lithium und Beryllium bereits bei einer Temperatur von 2,5 Millionen K und 3,5 Millionen K zerstört. Das bedeutet, dass ihr Vorkommen stark davon abhängt, was im Sterneninneren geschieht. Aus den Daten kann man auf das Alter und die chemische Zusammensetzung schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entfernungsmessung ==&lt;br /&gt;
Um ein astronomisches Objekt zu verstehen, ist es zwingend erforderlich, dessen Entfernung zu kennen. Die näher gelegenen Sternhaufen können mit zwei verschiedenen direkten Methoden gemessen werden. Zum einen kann man die [[Parallaxe]] bestimmen, also die scheinbare Verschiebung des Objekts gegenüber sehr weit entfernten Objekten, die eigentlich aus der Bewegung der Erde um die Sonne resultiert. Die zweite Methode ist die so genannte [[Bewegungssternhaufen]]methode (Sternstromparallaxe, siehe [[Parallaxe]]). Ihr liegt die Tatsache zu Grunde, dass sich die Sterne in einem Sternhaufen zusammen auf einen gemeinsamen [[Fluchtpunkt]] (Vertex) zu bewegen. Man bestimmt nun aus den [[Elektromagnetisches Spektrum|Sternspektren]] mit Hilfe von [[Dopplereffekt]]messungen die Radialgeschwindigkeit. Sobald man die Radialgeschwindigkeiten, die Eigenbewegung und den beobachteten Winkel vom Sternhaufen zum Fluchtpunkt kennt, kann man mit einfacher Trigonometrie die Entfernung berechnen. Die [[Hyaden (Astronomie)|Hyaden]] sind das bekannteste Beispiel, bei der diese Methode angewendet wurde. Ihre Entfernung beträgt 46,3 [[Parsec]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald die Entfernung von nahe liegenden Sternhaufen bekannt ist, können für größere Entfernungen Techniken benutzt werden, die auf die gewonnenen Daten bei nahen Sternhaufen aufbauen. Von den nahen Sternhaufen weiß man, dass sich ihre Sterne bei einer bekannten Entfernung in der [[Hauptreihe]] des [[Hertzsprung-Russell-Diagramm]]s einordnen, und so kann man leicht die Entfernung von Sternhaufen bestimmen, die sich viel weiter von der Erde weg befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der der Erde am nächsten gelegene offene Sternhaufen sind die Hyaden. Sie sind jedoch eher ein Bewegungssternhaufen als ein offener Sternhaufen. Der am weitesten entfernte offene Sternhaufen in der Milchstraße ist der [[Berkeley 29]] mit einer Entfernung von rund 15,000 [[Parsec]]. Offene Sternhaufen findet man in vielen Galaxien der Lokalen Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Entfernung von offenen Sternhaufen ist wichtig, um die [[Perioden-Leuchtkraft-Beziehung]] bestimmter Größen veränderlicher Sterne ([[Cepheiden]] und [[RR-Lyrae-Stern]]e) zu eichen. Diese Sterne sind sehr hell und können noch in sehr großer Entfernung ausgemacht werden. Sie werden deshalb als [[Standardkerze]] verwendet, um die Entfernung zu nahen Galaxien in der Lokalen Gruppe zu berechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P. Battinelli, R. Capuzzo-Dolcetta: &amp;#039;&amp;#039;Formation and evolutionary properties of the Galactic open cluster system.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Monthly Notices of the Royal Astronomical Society.&amp;#039;&amp;#039; v. 249, 1991, S. 76–83. {{bibcode|1991MNRAS.249...76B}}&lt;br /&gt;
* S. van den Bergh, R. D. McClure: &amp;#039;&amp;#039;Galactic distribution of the oldest open clusters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Astronomy &amp;amp; Astrophysics]].&amp;#039;&amp;#039; v. 88, 1980, S. 360. {{bibcode|1980A&amp;amp;A....88..360V}}&lt;br /&gt;
* A. Bragaglia, E. V. Held, M. Tosi: &amp;#039;&amp;#039;Radial velocities and membership of stars in the old, distant open cluster Berkeley 29.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Astronomy and Astrophysics]].&amp;#039;&amp;#039; v. 429, 2005, S. 881–886.&lt;br /&gt;
* A. G. A. Brown: &amp;#039;&amp;#039;Open clusters and OB associations: a review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Revista Mexicana de Astronomía y Astrofísica]].&amp;#039;&amp;#039; v. 11, 2001, S. 89–96. {{bibcode|2001RMxAC..11...89B}}&lt;br /&gt;
* W. S. Dias, B. S. Alessi, A. Moitinho, J. R. D. Lépine: &amp;#039;&amp;#039;New catalogue of optically visible open clusters and candidates.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Astronomy and Astrophysics.&amp;#039;&amp;#039; v. 389, 2002, S. 871–873.&lt;br /&gt;
* O. J. Eggen: &amp;#039;&amp;#039;Stellar groups, VII. The structure of the Hyades group.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Monthly Notices of the Royal Astronomical Society.&amp;#039;&amp;#039; v. 120, 1960, S. 540.&lt;br /&gt;
* M. Fellhauer, D. N. C. Lin, M. Bolte, S. J. Aarseth, K. A. Williams: &amp;#039;&amp;#039;The White Dwarf Deficit in Open Clusters: Dynamical Processes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Astrophysical Journal.&amp;#039;&amp;#039; v. 595, 2003, S. L53–L56&lt;br /&gt;
* M. R. de La Fuente: &amp;#039;&amp;#039;Dynamical Evolution of Open Star Clusters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Publications of the Astronomical Society of the Pacific]].&amp;#039;&amp;#039; v. 110, 1998, S. 1117–1117.&lt;br /&gt;
* R. B. Hanson: &amp;#039;&amp;#039;A study of the motion, membership, and distance of the Hyades cluster.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Astronomical Journal.&amp;#039;&amp;#039; v. 80, 1975, S. 379–401.&lt;br /&gt;
* K. A. Janes, R. L. Phelps: &amp;#039;&amp;#039;The galactic system of old star clusters: The development of the galactic disk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Astronomical Journal.&amp;#039;&amp;#039; v. 108, 1980, S. 1773–1785.&lt;br /&gt;
* [[Pavel Kroupa|P. Kroupa]]: &amp;#039;&amp;#039;The Fundamental Building Blocks of Galaxies.&amp;#039;&amp;#039; In: C. Turon, K. S. O’Flaherty, M. A. C. Perryman (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Gaia Symposium „The Three-Dimensional Universe with Gaia“ (ESA SP-576). Held at the Observatoire de Paris-Meudon, 4-7 October 2004.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S.&amp;amp;nbsp;629. {{arXiv|astro-ph/0412069}}, {{bibcode|2005ESASP.576..629K}}&lt;br /&gt;
* P. Kroupa, S. J. Aarseth, J. Hurley: &amp;#039;&amp;#039;The formation of a bound star cluster: from the Orion nebula cluster to the Pleiades.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Monthly Notices of the Royal Astronomical Society.&amp;#039;&amp;#039; v. 321, 2001, S. 699–712. {{arXiv|astro-ph/0009470}}, {{bibcode|2001MNRAS.321..699K}}&lt;br /&gt;
* J. Michell: &amp;#039;&amp;#039;An Inquiry into the probable Parallax, and Magnitude, of the Fixed Stars, from the Quantity of Light which they afford us, and the particular Circumstances of their Situation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Philosophical Transactions.&amp;#039;&amp;#039; v. 57, 1767, S. 234–264.&lt;br /&gt;
* S. R. Nilakshi, A. K. Pandey, V. Mohan: &amp;#039;&amp;#039;A study of spatial structure of galactic open star clusters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Astronomy and Astrophysics.&amp;#039;&amp;#039; v. 383, 2002, S. 153–162.&lt;br /&gt;
* A. Subramaniam, U. Gorti, R. Sagar, H. C. Bhatt: &amp;#039;&amp;#039;Probable binary open star clusters in the Galaxy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Astronomy and Astrophysics.&amp;#039;&amp;#039; v. 302, 1995, S. 86.&lt;br /&gt;
* [[Robert Trümpler|R. J. Trümpler]]: &amp;#039;&amp;#039;Preliminary results on the distances, dimensions and space distribution of open star clusters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lick Observatory bulletin.&amp;#039;&amp;#039; no. 420, University of California Press, Berkeley 1930, S. 154–188.&lt;br /&gt;
* D. A. Vandenberg, P. B. Stetson: &amp;#039;&amp;#039;On the Old Open Clusters M67 and NGC 188: Convective Core Overshooting, Color-Temperature Relations, Distances, and Ages.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Publications of the Astronomical Society of the Pacific]].&amp;#039;&amp;#039; v. 116, 2004, S. 997–1011.&lt;br /&gt;
* B. C. Whitmore: &amp;#039;&amp;#039;The Formation of Star Clusters.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Mario Livio]], Keith Noll, Massimo Stiavelli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A decade of Hubble Space Telescope science.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Space Telescope Science Institute symposium series.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 14). Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-82459-1, S. 153–178. {{arXiv|astro-ph/0012546}}&lt;br /&gt;
* Helmut Zimmermann, Alfred Weigert: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Astronomie.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg / Berlin 1999, ISBN 3-8274-0575-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Open clusters|Offene Sternhaufen}}&lt;br /&gt;
* [[Wiener Zeitung]]: {{Webarchiv | url=http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx?TabID=3946&amp;amp;Alias=wzo&amp;amp;lexikon=Astronomie&amp;amp;letter=A&amp;amp;cob=4228 | wayback=20050419002643 | text=Offene Sternhaufen – die Kinderkrippen der Galaxis}}&lt;br /&gt;
* [http://messier.seds.org/open.html Open Star Clusters @ SEDS Messier pages]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.peripatus.gen.nz/Astronomy/OpeClu.html | archive-is= 20160527 | text=A general overview of open clusters}}&lt;br /&gt;
* [http://www.armandocaussade.com/astronomy/open_and_globular.html Open and globular clusters overview]&lt;br /&gt;
* [https://pages.uoregon.edu/soper/Stars/movingcluster.html The moving cluster method]&lt;br /&gt;
* [http://www.nightskyinfo.com/open_clusters Open Clusters – Information and amateur observations]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4244900-5|LCCN=sh85127441}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternhaufen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
	</entry>
</feed>