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	<title>Oberschwaben - Versionsgeschichte</title>
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		<updated>2025-08-29T16:19:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unnötige geschützte Leerzeichen innerhalb von Wikilinks entfernt; geschützte Leerzeichen in Verbindung mit «Prozent» durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Diff/33716518&quot; title=&quot;Spezial:Diff/33716518&quot;&gt;Zeichen (%) und automatisches geschütztes Leerzeichen&lt;/a&gt; ersetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Map Upper Swabia (Oberschwaben).png|300px|mini|Ungefähre Lage Oberschwabens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blaeu 1645 - Alemannia sive Suevia Superior.jpg|mini|300px|Alemannia sive Suevia Superior (Alemannien oder Oberschwaben) um 1645 im [[Atlas Maior]]&amp;lt;br /&amp;gt;(nicht [[Einnorden|genordete]] Karte – Norden ist rechts)]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberschwaben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schwäbisches Oberland&amp;#039;&amp;#039; wird die ungefähr ein Dreieck bildende Landschaft zwischen dem Südrand der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]], dem [[Bodensee]] und dem [[Lech]] bezeichnet. Heute wird als Ostgrenze eher die [[Iller]] mit der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Enzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; 19. Auflage. Band 16, 1991, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das historische Oberschwaben war im Mittelalter ein wesentlicher Bestandteil des 911 gegründeten und zum [[Ostfrankenreich|ostfränkischen Reich]] gehörenden [[Herzogtum Schwaben|Herzogtums Schwaben]]. Nach dessen politischem Zerfall zum Ende der [[Staufer]]zeit 1283 gehörten große Gebiete Oberschwabens bis zu ihrem endgültigen rechtlichen Zerfall Anfang des 19. Jahrhunderts zu [[Vorderösterreich]]. Deswegen wurde dieser Teil Vorderösterreichs als &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbisch-Österreich]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Quarthal: &amp;#039;&amp;#039;Als Schwaben von Österreich aus regiert wurde. Zur Geschichte der habsburgischen Besitzungen in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schönes Schwaben.&amp;#039;&amp;#039; 10/11, Heft 6, 1996, S. 34–39.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Schwäbisch-Österreich wurde nicht vom ehemals vorderösterreich-elsässischen [[Ensisheim]] regiert, sondern war direkt der Regierung in [[Innsbruck]] unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[File:BudS - Oberschwaben Topo.jpg|thumb|Topografische Karte von Oberschwaben mit dem Allgäu]]&lt;br /&gt;
Oberschwaben liegt im Südosten [[Baden-Württemberg]]s und im südwestlichen [[Bayern]]. Es ist ein Hügelland, das vor allem für Landwirtschaft genutzt wird; im [[Schussental|Schussenbecken]] herrschen [[Hopfen]]gärten und [[Obstbau]], in den anderen Gebieten Milchwirtschaft und Getreideanbau vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberschwaben liegt auf der sogenannten [[Donau-Iller-Lech-Platte]], die auch &amp;#039;&amp;#039;Oberschwäbische Hochebene&amp;#039;&amp;#039; genannt wird, und darüber hinaus auf den angrenzenden [[Naturräumliche Großregionen Deutschlands|Naturräumlichen Großregionen]]. Als Ostgrenze Oberschwabens gilt der [[Lech]], im Norden gilt die [[Schwäbische Alb]] als Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilbereiche Oberschwabens ==&lt;br /&gt;
Oberschwaben wird in der Literatur meist in vier verschiedene Bereiche eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westschwaben ===&lt;br /&gt;
Als Westschwaben wird in der Literatur meist der Bereich westlich der Iller, nördlich des Allgäus und südlich der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] bezeichnet. Heute wird vor allem dieser Teil von der Bevölkerung als Oberschwaben gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelschwaben ===&lt;br /&gt;
Im Osten grenzt Mittelschwaben an die [[Stauden (Hügelland)|Stauden]], den südlichen Teil des [[Naturpark Augsburg-Westliche Wälder|Naturparks Augsburg-Westliche Wälder]] – die [[Mindel]] bildet die Grenze. Im Norden grenzt Mittelschwaben an das [[Donauried]] und im Westen bildet die [[Iller]] die Grenze zu Westschwaben. Im Süden grenzt Mittelschwaben an das Allgäu, die [[Endmoräne]]n der [[Würmeiszeit]] bilden die naturräumliche Grenze. Mittelschwaben umfasst nach den Landschaftssteckbriefen des [[Bundesamt für Naturschutz|BfN]] folgende Teillandschaften der [[Naturräumliche Großregionen Deutschlands|naturräumlichen Großregion]] [[Donau-Iller-Lech-Platte]]:{{GeoQuelle|DE|BFN-Steckbriefe}} &amp;#039;&amp;#039;Untere-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Obere Iller-Lech-Schotterplatte&amp;#039;&amp;#039; sowie den bayerischen Teil der &amp;#039;&amp;#039;Unteren Felder des Unteren Illertals&amp;#039;&amp;#039;;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Süd-Nord: [[Bad Grönenbach]]–[[Memmingen]]–[[Illertissen]]–[[Neu-Ulm]]&lt;br /&gt;
* West-Ost: Bereich zwischen [[Aitrach]]–[[Memmingen]]–[[Mindelheim]]–[[Bad Wörishofen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berücksichtigt man die oben beschriebene &amp;#039;&amp;#039;landschaftliche Begrenzung&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;geografische Begrenzung&amp;#039;&amp;#039; von Norden nach Süden und von Westen nach Osten, könnte man vereinfachend sagen, dass Mittelschwaben den Bereich der Landkreise [[Landkreis Unterallgäu|Unterallgäu]], [[Landkreis Neu-Ulm|Neu-Ulm]] und [[Landkreis Günzburg|Günzburg]] sowie einen Teil des [[Landkreis Augsburg|Landkreises Augsburg]] und die [[kreisfreie Stadt]] [[Memmingen]] umfasst. Der Begriff Mittelschwaben wurde im 19. Jahrhundert erfunden, um die oberschwäbischen Gebiete, die dem [[Königreich Württemberg]] zugeschlagen wurden, von denen, die an das Königreich Bayern fielen, zu unterscheiden. Viele Gemeinden werden der einen oder anderen &amp;#039;&amp;#039;Region&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet. So ist vor allem die Abgrenzung Allgäu-Mittelschwaben umstritten. Gerade der Bereich Allgäu wird derzeit immer weiter nach Norden hinausgeschoben, was historisch gesehen als falsch einzustufen ist (z.&amp;amp;nbsp;B. Memmingen, [[Babenhausen (Schwaben)|Babenhausen]], [[Mindelheim]], [[Bad Wörishofen]] etc.). Dies geschieht meist durch die positive Assoziation mit dem Begriff Allgäu. Wenige Gemeinden gehören aufgrund der Geschichte aber auch beiden Regionen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostschwaben ===&lt;br /&gt;
Als Ostschwaben wird in der Literatur meist der Bereich des heutigen [[Bayern|bayerischen]] [[Bezirk (Bayern)|Bezirks]] [[Schwaben (Bayern)|Schwaben]] genannt. Dieser überlappt sich jedoch mit Mittelschwaben. In mancher Literatur wird auch Mittel- mit Ostschwaben gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgäu ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Allgäu}}&lt;br /&gt;
Das Allgäu ist die Region Oberschwabens, die den südlichen Teil südlich der [[Donau-Iller-Lech-Platte]] des [[Alpenvorland]]s bildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Bradler: &amp;#039;&amp;#039;Die Landschaftsnamen Allgäu und Oberschwaben in geographischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; (= Göppinger Akademische Beiträge. Nr. 77). Verlag Alfred Kummerle, Göppingen 1973, ISBN 3-87452-203-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb der Bevölkerung herrscht zunehmend die Meinung, dass das Allgäu keine Teilregion Oberschwabens ist, was auch häufiges Thema von Diskussionen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ravensburg vom Sennerbad 2005.jpg|mini|Ansicht von Ravensburg]]&lt;br /&gt;
Oberschwaben ist eine Region der ehemaligen [[Reichsstadt|Freien Reichsstädte]] und Fürstenstädte. Die meisten [[Gründungsstadt|Stadtgründungen]] fanden in der [[Welfen]]zeit bis Ende des 12. Jahrhunderts statt. Ähnlich hohe Gründungszahlen wurden erst wieder zur Zeit der [[Industrialisierung]] erreicht, als viele [[Marktgemeinde|Märkte]] zu Städten erhoben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Ehemalige freie Reichsstädte in Oberschwaben:&lt;br /&gt;
[[Augsburg]], [[Bad Buchau]], [[Biberach an der Riß]], [[Donauwörth]], [[Buchhorn|Buchhorn (heute zu Friedrichshafen)]], [[Konstanz]], [[Isny im Allgäu|Isny]], [[Kaufbeuren]], [[Kempten (Allgäu)|Kempten]], [[Leutkirch im Allgäu|Leutkirch]], [[Lindau (Bodensee)|Lindau]], [[Pfullendorf]], [[Memmingen]], [[Ravensburg]], [[Überlingen]], [[Ulm]], [[Wangen im Allgäu|Wangen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Die sonstigen Städte sind:&lt;br /&gt;
[[Aulendorf]], [[Bad Saulgau]], [[Bad Schussenried]], [[Bad Waldsee]], [[Bad Wurzach]], [[Dietenheim]], [[Ehingen (Donau)]], [[Erbach (Donau)]], [[Illertissen]], [[Immenstadt im Allgäu|Immenstadt]], [[Krumbach (Schwaben)|Krumbach]], [[Laupheim]], [[Mengen]], [[Meßkirch]], [[Mindelheim]], [[Munderkingen]], [[Neu-Ulm]], [[Ochsenhausen]], [[Riedlingen]], [[Scheer]], [[Senden (Bayern)|Senden]], [[Sigmaringen]], [[Tettnang]], [[Thannhausen (Schwaben)|Thannhausen]], [[Vöhringen (Iller)|Vöhringen]], [[Weingarten (Württemberg)|Weingarten]], [[Weißenhorn]]&lt;br /&gt;
; Jüdische Gemeinden&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu [[Altwürttemberg]], wo 1498 entsprechend dem Testament des Grafen [[Eberhard I. (Württemberg, Herzog)|Eberhard im Bart]] die &amp;#039;&amp;#039;Ausschließung&amp;#039;&amp;#039; aller Juden erfolgte, gab es im Oberland jüdische Gemeinden in [[Bad Buchau]], [[Jüdische Gemeinde Kappel|Kappel]] und [[Jüdische Gemeinde Laupheim|Laupheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Römisches Reich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weingarten Basilika von Nordwesten.jpg|mini|Die Basilika in Weingarten]]&lt;br /&gt;
Der römische Feldherr [[Drusus]] zog im Jahr 15 v. Chr. mit einem Heer über den [[Brennerpass|Brenner]] und flankierend über den [[Reschenpass]] in das Gebiet nördlich der Alpen und eroberte auch Teile von Oberschwaben. Im gleichen Jahr eroberte sein Bruder [[Tiberius]], der spätere römische Kaiser, das Gebiet weiter westlich und erreichte über das Rheintal den Bodensee, wo sich das Gebiet der [[Vindeliker]] befand. Diese wurden u.&amp;amp;nbsp;a. in einer Seeschlacht unterworfen, wobei eine der Inseln im See den Römern als Basis diente. In den Jahren 16 bis 14 v. Chr. wurden die heutigen [[Graubünden]] und [[Vorarlberg]] sowie die Gebiete [[Südbayern]]s und Oberschwabens zwischen [[Donau]] und [[Inn]] sowie der Nordteil [[Tirol]]s zur Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Raetia]]&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 4. Jahrhundert wurde im Rahmen der [[Diokletianische Reichsreformen|Reichsreform durch Kaiser Diokletian]] die Provinz Raetia Teil der [[Diözese]] &amp;#039;&amp;#039;[[Italien|Italia]]&amp;#039;&amp;#039; und in die beiden Teilprovinzen &amp;#039;&amp;#039;[[Raetia prima]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Curiensis&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;[[Raetia secunda]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vindelica&amp;#039;&amp;#039;) aufgeteilt. Die unter einen &amp;#039;&amp;#039;[[Dux (Titel)|Dux]]&amp;#039;&amp;#039; gestellten Teilprovinzen wurden nun von [[Statthalter]]n niederen Ranges, so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Praeses (Statthalter)|Praesides]]&amp;#039;&amp;#039;, verwaltet, die in &amp;#039;&amp;#039;Curia&amp;#039;&amp;#039; ([[Chur]]) und &amp;#039;&amp;#039;Augusta Vindelicorum&amp;#039;&amp;#039; ([[Augsburg]]) ihren Amtssitz hatten. Oberschwaben wurde Teil der &amp;#039;&amp;#039;Raetia Secunda&amp;#039;&amp;#039;. Mit dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft trennten sich die Schicksale der beiden Provinzteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Frankenreich zur Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BasilikaOttobeurenHauptschiff02.JPG|mini|Klosterkirche in Ottobeuren]]&lt;br /&gt;
Oberschwaben und das Bodenseegebiet einschließlich des zuvor zu [[Churrätien]] gehörenden [[Vorarlberg]]s wurden Teil des Königreichs der [[Alamannen]], zunächst als Herzogtum Alamannien, später als „regnum Sueviae“ („Königreich Schwaben“, für jüngere Königssöhne). Es bestand nur kurz, bevor es durch den fränkischen König [[Chlodwig I.]] dem [[Fränkisches Reich|Frankenreich]] einverleibt wurde. Im [[Ostfrankenreich]] wurde das Gebiet Teil des mächtigen [[Herzogtum Schwaben|Herzogtums Schwaben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Oberherrschaft über dieses Gebiet konkurrierten viele mächtige Adelsgeschlechter, zunächst die [[Salier]],&lt;br /&gt;
später unter anderem die [[Staufer]] und die [[Welfen]], deren Stammhaus sich in Oberschwaben befindet. Die welfischen Stammlande in Oberschwaben fielen später durch Erbvertrag an den Staufer [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Untergang der Staufer-[[Dynastie]] und der Auflösung des Herzogtums Schwaben zerfiel Oberschwaben in eine Vielzahl kleiner, meist [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbarer]] Territorien (Ritterschaften, [[Reichsstadt|Reichsstädte]], Grafschaften, Fürstentümer, [[Reichsabtei]]en, [[Landvogtei Schwaben]]). Zu den größten Herrschaften gehörten die [[Habsburger]] ([[Vorderösterreich]]), die Grafen von [[Montfort (Adelsgeschlecht)|Montfort]] sowie die Reichsklöster [[Abtei Weingarten|Weingarten]] und [[Reichsabtei Salem|Salem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Oberschwaben als zentraler Schauplatz des Deutschen Bauernkriegs 1524/25 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Rote Fahne der Bauern in Oberschwaben.jpg|mini|Gemeinsame Fahne der oberschwäbischen Bauern, wie sie in der Landesordnung der Christlichen Vereinigung festgelegt wurde ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Oberschwabens wird vom Mittelalter bis in die Neuzeit neben dem Adel und den Klöstern maßgeblich von den bürgerlichen und bäuerlichen Untertanen in Stadt und Dorf mitgestaltet, die vielfach höchst selbstbewusst und streitbar sich gegen feudale Bedrückung zur Wehr setzten, Freiheitsrechte und kommunale Autonomie einforderten. Die Erhebung des &amp;#039;&amp;#039;gemeinen Mannes&amp;#039;&amp;#039; in Stadt und Land im [[Deutscher Bauernkrieg|Deutschen Bauernkrieg 1524/25]] hatte in Oberschwaben ihr wichtigstes Kraftzentrum. Zu Beginn des Jahres 1525 gründeten sich in der Region Oberschwaben mit dem [[Baltringer Haufen]], dem [[Seehaufen]] und dem [[Allgäuer Haufen]] drei [[Bauernhaufen]], die sich auf der ersten Tagung des [[Memmingen|Memminger]] Bauernparlaments am 7. März zur [[Christliche Vereinigung|Christlichen Vereinigung]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Oberschwäbische Eidgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039; genannt) in einem Bündnis zusammenschlossen. Auf der zweiten Sitzung Mitte des Monats verfassten sie die [[Zwölf Artikel|Zwölf Artikel von Memmingen]], die nach der [[Magna Carta]] von 1215 als eine der ersten niedergeschriebenen Forderungen nach Menschen- und Freiheitsrechten in Europa gelten. Mit der ebenfalls verabschiedeten [[Christliche_Vereinigung#Bundesordnung|Bundesordnung]], ein früher republikanisch orientierter Verfassungsentwurf, wurde das Bauernparlament zur ersten Verfassunggebenden Versammlung auf deutschem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Murer Chronik Faksimile 19.jpg|mini|Aufstellung vor Weingarten. Ganz links das Heer des Schwäbischen Bundes mit rot-weißem Georgskreuz als Fahne, in der Bildmitte die Haufen des Bauernheeres mit zwei Kanonen. Mittig oben das Kloster Weingarten. Rechts zu Pferde die Vermittlerdelegation aus Ravensburg kommend.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende März begann der [[Schwäbischer Bund|Schwäbische Bund]] mit der Niederschlagung der Revolte. Am 4.&amp;amp;nbsp;April 1525 kam es zur ersten großen Schlacht bei Leipheim, in der der auf gewaltlosen Widerstand setzende Baltringer Haufen auf brutale Weise niedergeschlagen wurde, wobei zwischen 1000 und 4000 Personen ihr Leben verloren. Entgegen der Beistandspflicht der Christlichen Vereinigung kamen Seehaufen und Allgäuer nicht zur Hilfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Elmar L. Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Der Seehaufen.&amp;#039;&amp;#039; In: Elmar L. Kuhn, Peter Blickle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Bauernkrieg in Oberschwaben.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2000, S. 97–139 ([https://www.oberschwaben-portal.de/files/tl_filesOPO/Autoren/Kuhn/OPO_Kuhn_5Seehaufen.pdf S. 7 in PDF-Fassung]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stadt Leipheim musste ein Strafgeld zahlen; die Hauptmänner des Haufens wurden hingerichtet.&lt;br /&gt;
An Ostern 1525 standen das vom Bermatinger Hauptmann [[Eitelhans Ziegelmüller]] geführte Bauernheer des Seehaufens den bündischen Truppen unter [[Georg III. von Waldburg|Georg III. Truchsess von Waldburg]] bei Weingarten gegenüber. Das 8000 Mann starke Heer des Schwäbischen Bundes war den rund 20.000 gut gerüsteten Bauern des Seehaufens an Truppenstärke deutlich unterlegen und lag zudem in ungünstiger Stellung. Daraufhin versuchte der Heerführer des Schwäbischen Bundes eine militärische Eskalation zu vermeiden. Die zumeist aus dem Kleinadel und Patriziat stammenden Anführer der Bauern waren aufgrund des drohenden Verlusts ihrer sozialen Stellung ebenfalls an einer Deeskalation interessiert und schlossen nach mehrtägigen Verhandlungen am 17. April den [[Weingartener Vertrag]], mit dem den Bauern zwar Straffreiheit zugesichert, ansonsten aber die alte Ordnung wiederhergestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Elmar L. Kuhn |url= https://www.oberschwaben-portal.de/files/tl_filesOPO/Autoren/Kuhn/OPO_Kuhn_5Seehaufen.pdf |titel=Der Seehaufen |werk=Oberschwaben Portal |seiten=9 |abruf=2025-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Vertrag von Weingarten gewann das feudale Lager in der Folge auch andernorts die Oberhand, mit Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Bauernkrieges, der anschließend in Württemberg und Franken blutig niedergeschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der gesamten Frühen Neuzeit nahmen die bäuerlichen Untertanen über ihre Gemeinden und Landschaften mit überwiegend rechtlich, bei Bedarf aber auch gewaltsam ausgetragenem Widerstand aktiven Anteil an der Verfassungsentwicklung im territorial klein parzellierten Oberschwaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17. bis 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Durch die [[Säkularisation]] wurden 1803 fast alle Klöster aufgelöst, die [[Mediatisierung]] bedeutete das Ende der [[Freie Reichsstadt|Freien Reichsstädte]]. Nach dem Ende des [[Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation|Alten Reichs]] 1806 (siehe auch [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803) kam – endgültig durch den [[Wiener Kongress]] 1815 – der größte Teil dieser vorwiegend [[Katholizismus|katholischen]] Landschaft an das [[protestantisch]]e Königreich [[Württemberg]]. Oberschwaben ist unter mehreren Aspekten eine konservative, aber lebensfrohe Region, in der die Mentalität mit der etwa in [[Oberbayern]] bisweilen verglichen wird. Wie dieses hat Oberschwaben aber auch seine rebellische Seite, die sich auch in der Verehrung des &amp;#039;&amp;#039;[[Xaver Hohenleiter|Schwarzen Veri]]&amp;#039;&amp;#039;, eines um 1800 berüchtigten Räubers, zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Revolution 1848/49|Revolution von 1848/49]] brachte eine bäuerliche Erhebung die verbliebenen Feudalstrukturen zum Einsturz, eine bürgerliche Demokratiebewegung erhob auch in Oberschwaben liberale und nationale Freiheitsforderungen. Die hohenzollerische Demokratiebewegung mündete in die [[Revolution in Sigmaringen]]. Die [[Novemberrevolution|Revolution von 1918/19]] brachte auch im Oberland den Übergang vom monarchischen Obrigkeitsstaat zur demokratischen Republik, während die anderenorts zu vernehmenden sozialistischen Forderungen dort angesichts einer noch wenig entwickelten Industrialisierung und einer schwachen Arbeiterbewegung kaum eine Rolle spielten. Negativ betroffen war auch Oberschwaben vom Verlust der Freiheit unter der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Gewalt- und Unrechtsherrschaft von 1933 bis 1945]], als auch in der Provinz politische Gegner verfolgt und unter rassenideologischen Prämissen Menschen ausgegrenzt und grausam ermordet werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Oberschwabens Befindlichkeit im dritten Jahrtausend kann man &amp;#039;&amp;#039;„als Zustand zwischen [[Fronleichnam]] und [[Fasnet]]“&amp;#039;&amp;#039; beschreiben.&lt;br /&gt;
 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weingarten Blutritt Beyer.jpg|mini|Blutritt in Weingarten vor der Kulisse der barocken Basilika St. Martin und Oswald]]&lt;br /&gt;
Oberschwaben kann als eine Hochburg des [[Katholizismus]] in Süddeutschland betrachtet werden. Seit jeher wurde Oberschwaben durch das klösterliche Leben sowie eine tiefe Frömmigkeit des meist bäuerlich-ländlichen Volkes geprägt.&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Oberschwabens gehörte seit dem sechsten Jahrhundert zu den Bistümern [[Bistum Konstanz|Konstanz]] und [[Bistum Augsburg|Augsburg]]. Beide Bischofsstädte waren bereits zur Römerzeit von Bedeutung. Seit Auflösung des Bistums Konstanz 1820 unterstehen die nunmehr badischen und hohenzollerischen Gebiete Oberschwabens dem [[Erzbistum Freiburg]], das fortan württembergische Kernland dem [[Diözese Rottenburg-Stuttgart|Bistum Rottenburg]], wohingegen der bayerische Anteil Schwabens weiterhin zum [[Bistum Augsburg]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Reformation, die lediglich in einigen wenigen ehemaligen Reichsstädten Fuß fassen konnte, gibt es auch Protestanten in Oberschwaben. Allen voran sind hierbei die ehemaligen Reichsstädte [[Memmingen]] und [[Ulm]], die sich vollends der Reformation anschlossen, sowie die paritätischen Reichsstädte wie [[Biberach an der Riß]], [[Ravensburg]] oder [[Lindau (Bodensee)]] zu erwähnen, in denen seit der frühen Neuzeit Katholiken und Protestanten zusammen lebten und arbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der beginnenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert verschoben sich die Konfessionsgrenzen allmählich dahingehend, dass in die bis dato katholischen Gebiete evangelische Arbeiter zuwanderten und vormals protestantische Städte wie Memmingen und Ulm nach Jahrhunderten wieder eine katholische Bevölkerung erhielten. Bis heute stellen die Katholiken in weiten Teilen des Oberlandes die Bevölkerungsmehrheit. So ist der katholische Glauben ebenso bis heute fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Form von Fest- und Feiertagen sowie Wallfahrten. Hervorzuheben sind die [[Bussen|Wallfahrt auf den Bussen]] sowie die alljährlich stattfindenden [[Blutritt]]e in Weingarten und Bad Wurzach. Ersterer findet am Freitag nach [[Christi Himmelfahrt]] statt und gilt weithin als Hochfest Oberschwabens. Es ist die größte Reiterprozession Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Mevlana-Moschee (Ravensburg)|Mevlana-Moschee]] in Ravensburg versammeln sich seit 2008 [[Muslim]]e aus Oberschwaben. Gleiches gilt für die große [[Mawlānā|Mevlana]]-[[Liste von Mevlana-Moscheen#Gleichnamige Moscheen|Moschee]] in [[Ehingen (Donau)|Ehingen]] mit einem 21 Meter hohen [[Minarett]] und einer [[Kuppel]] mit einem Durchmesser von 9 Metern. Sie wurde 2003 vollendet. Beide Betsäle bieten Platz für jeweils etwa 600 bis 700 Gläubige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Biberach-Riss.JPG|mini|Biberach, Marktplatz mit simultaner Stadtkirche St. Martin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo oberschw Pilgerweg.png|mini|Auch der sanfte Tourismus und dessen spirituelle Seite kamen im 21. Jahrhundert mehr und mehr in den Blick. Bestes Beispiel sind die Pilgerwege durch Oberschwaben.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus- und Themenstraßen ===&lt;br /&gt;
Neben den historischen Altstädten von Ravensburg, Biberach, Ulm und Memmingen sind die Touristikstraßen durch Oberschwaben für den Tourismus wichtig. Hiervon führen durch Oberschwaben:&lt;br /&gt;
* Die [[Oberschwäbische Barockstraße]] führt über mehrere Routen bis zum Bodensee und zurück. In der Zeit der [[Gegenreformation]] (17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) wurden in Oberschwaben viele prächtige [[Barock]]kirchen gebaut.&lt;br /&gt;
* Die [[Schwäbische Bäderstraße]] verbindet die Kurorte mit Thermalbädern.&lt;br /&gt;
* Der östliche Teil der [[Deutsche Fachwerkstraße|Deutschen Fachwerkstraße]] führt von [[Bad Urach]] bis zum [[Bodensee]], in die Orte [[Blaubeuren]], [[Riedlingen]], [[Biberach an der Riß]], [[Pfullendorf]] und [[Meersburg]].&lt;br /&gt;
* Die [[Mühlenstraße Oberschwaben]] ist die jüngste, 2005 installierte touristische Route und führt zu über hundert Mühlen der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanfter Tourismus ===&lt;br /&gt;
Auch im Sinne eines [[Sanfter Tourismus|Sanften Tourismus]] hat Oberschwaben besondere Angebote aufzuweisen. In Oberschwaben existieren beliebte [[Radwanderweg]]e, [[Wanderweg]]e und Pilgerwege:&lt;br /&gt;
* Der [[Iller-Radweg]] als touristisches Angebot für Radfahrer verlässt den Flusslauf kaum einmal und berührt gleichzeitig doch wichtige Orte Oberschwabens.&lt;br /&gt;
* Der [[Donau-Bodensee-Radweg]] führt den Radwanderer mehr in den westlichen Teil von Oberschwaben.&lt;br /&gt;
* Der [[Oberschwäbischer Jakobsweg|Oberschwäbische Jakobsweg]] und der [[Oberschwäbischer Pilgerweg|Oberschwäbische Pilgerweg]] sind das Angebot für Wanderer und [[Pilger]], auf sorgfältig ausgeschilderten Wegen ein umfassendes Bild von Oberschwaben zu bekommen.&lt;br /&gt;
* Der [[Schwäbischer Albverein|Schwäbische Albverein]] hat mit seinem [[Main-Donau-Bodensee-Weg]], dem sogenannten HW 4, und dem [[Schwarzwald-Schwäbische-Alb-Allgäu-Weg]], als HW 5 markiert, die oberschwäbischen Landschaften für Wanderer ebenfalls bestens erschlossen, kartiert und mit Schildern versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[:Kategorie:Wanderweg in Oberschwaben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Aussichtspunkte&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Name !! Höhe !! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; | Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bussen]] || {{0}}767&amp;amp;nbsp;m || Der &amp;#039;&amp;#039;Heilige Berg Oberschwabens&amp;#039;&amp;#039; ist als Aussichtsberg und Wallfahrtsort vielbesucht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Gehrenberg]] || {{0}}754&amp;amp;nbsp;m || Der bei [[Markdorf]] gelegene Berg bietet von einem 30 m hohen Aussichtsturm bei schönem Wetter eine herrliche Aussicht auf den Bodensee und die Alpen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Höchsten]] || {{0}}838&amp;amp;nbsp;m || Er ist ein beliebter Aussichtspunkt etwa 17 km nördlich des Bodensees im westlichen Oberschwaben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Grabener Höhe]] || {{0}}754&amp;amp;nbsp;m || Sie befindet sich zwischen [[Bad Waldsee]] und [[Bad Wurzach]]. Von hier eröffnet sich eine reizende Aussicht auf die Alpen und das [[Wurzacher Ried]], welches das größte Hochmoor Mitteleuropas darstellt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Waldburg (Württemberg)#Kultur und Sehenswürdigkeiten|Waldburg]] || {{0}}772&amp;amp;nbsp;m || Sie befindet sich auf einem kegelförmigen Hügel östlich von Ravensburg.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Schwarzer Grat]] || 1118&amp;amp;nbsp;m || Höchster Berg im württembergischen Teil des Allgäus und Oberschwabens.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisenbahnen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BahnhofMM.jpg|mini|Der [[Bahnhof Memmingen]], Beginn der ehemaligen [[Bahnstrecke Memmingen–Legau]]]]&lt;br /&gt;
Oberschwaben wird durch verschiedene Eisenbahnstrecken erschlossen. Besondere Bedeutung kommt dabei der [[Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen|Württembergischen Südbahn]] von [[Ulm]] nach [[Friedrichshafen]] zu. In [[Warthausen]] beginnt das [[schmalspur]]ige [[Öchsle (Bahn)|Öchsle]], heute eine Museumsbahn. Weitere wichtige Strecken sind die [[Bahnstrecke Herbertingen–Isny]], die [[Bahnstrecke Stahringen–Friedrichshafen]], die [[Bahnstrecke Friedrichshafen–Lindau]] sowie die [[Bahnstrecke Ulm–Sigmaringen]]. Die [[Bahnstrecke Kempten (Allgäu)–Neu-Ulm]] erschließt das Gebiet zwischen Ulm und Memmingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Da Oberschwaben vergleichsweise schwach besiedelt ist, wirkt es in weiten Teilen nach wie vor eher landwirtschaftlich geprägt. Der Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten an den Erwerbstätigen liegt jedoch in der Region Bodensee-Oberschwaben, die die Landkreise Sigmaringen, Ravensburg und den Bodenseekreis umfasst, nur bei 3,5 %, während etwa 33,4 % im produzierenden Gewerbe und etwa 63 % im Dienstleistungssektor tätig sind. Insgesamt gab es 2010 in der Region 321.800 Erwerbstätige.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/ArbeitsmErwerb/arbeitsmarktBW/ArbmIII_03.asp |wayback=20130704084316 |text=&amp;#039;&amp;#039;Erwerbstätige in Baden-Württemberg 2009 und 2010&amp;#039;&amp;#039;. Statistisches Landesamt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Städte [[Friedrichshafen]], [[Ravensburg]], [[Biberach an der Riß|Biberach]] und [[Memmingen]] haben sich industrielle Zentren gebildet. Dort, aber auch in kleineren Orten, befinden sich weltweit agierende Unternehmen wie [[ZF Friedrichshafen]], [[MTU Friedrichshafen]], [[Liebherr]], [[Boehringer Ingelheim]], [[Hymer]], [[Ravensburger]], [[Vetter Pharma]], [[Waldner (Firmengruppe)|Waldner]], [[Handtmann]], [[Weishaupt (Unternehmen)|Weishaupt]], [[Berger Holding]] oder [[Magnet-Schultz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere im Bodenseeraum ist der [[Tourismus]] ein wichtiger Wirtschaftszweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberschwaben ist 2010 ein insgesamt florierender Wirtschaftsraum. Was aus der Perspektive des bürokratischen Staates und einer industriekapitalistischen Wirtschaft im 19. Jahrhundert als provinziell erschien, erweist sich heute als &amp;#039;&amp;#039;glückhafte Rückständigkeit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur]]: [http://www.gesellschaft-oberschwaben.de/ Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Regionalverband Bodensee-Oberschwaben]]&lt;br /&gt;
* [[Neuwürttemberg]]&lt;br /&gt;
* [[Orgellandschaft Oberschwaben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Peter Blickle (Historiker)|Peter Blickle]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Oberschwaben. Politik als Kultur einer deutschen Geschichtslandschaft&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bibliotheca-Academica-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Tübingen&lt;br /&gt;
   |Datum=1996&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-928471-14-7}}&lt;br /&gt;
* Peter Blickle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politische Kultur in Oberschwaben.&amp;#039;&amp;#039; Bibliotheca-Academica-Verlag, Tübingen 1993, ISBN 3-928471-08-2.&lt;br /&gt;
* Bruno Effinger (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Die ehemals fünf Donaustädte.&amp;#039;&amp;#039; Stadt Saulgau, Saulgau 1983.&lt;br /&gt;
* [[Peter Eitel]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Oberschwabens im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg ins Königreich Württemberg (1800–1870)&amp;#039;&amp;#039;. Thorbecke, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7995-0852-0; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Oberschwaben im Kaiserreich (1870–1918)&amp;#039;&amp;#039;. Thorbecke, Ostfildern 2015, ISBN 978-3-7995-1002-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Oberschwaben: Forschungen zu Landschaft, Geschichte und Kultur |Hrsg=[[Sigrid Hirbodian]], [[Sabine Holtz]], [[Franz Quarthal]], [[Dietmar Schiersner]], [[Thomas Zotz]] |Verlag=Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Kommentar=erscheint seit 2018 |ISSN=2568-8162}}&lt;br /&gt;
* [[Elmar L. Kuhn]], [[Peter Renz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichten aus Oberschwaben.&amp;#039;&amp;#039; Klöpfer &amp;amp; Meyer, Tübingen 2009, ISBN 978-3-940086-40-2.&lt;br /&gt;
* Joseph Laub: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der vormaligen fünf Donaustädte in Schwaben. Mit übersichtlicher Beschreibung der politischen Verhältnisse Vorder-Österreichs, insbesondere Schwäbisch-Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Gruber in Kommission, Mengen 1894 (Neuauflage. Bürgermeisteramt (Druck Julius Goelz), Mengen 1972).&lt;br /&gt;
* [[Franz Quarthal]]: &amp;#039;&amp;#039;Die besten, getreuesten und anhänglichsten Untertanen. Zur Geschichte der schwäbisch-österreichischen Landstände.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Landeskunde.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1, 1979, {{ISSN|0408-8492}}, S. 1–33. ([http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2009/4403/pdf/qua17.pdf online; PDF; 4,72 MB)].&lt;br /&gt;
* Franz Quarthal: &amp;#039;&amp;#039;Als Schwaben von Österreich aus regiert wurde. Zur Geschichte der habsburgischen Besitzungen in Südwestdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schönes Schwaben.&amp;#039;&amp;#039; 10/11, Heft 6, 1996, {{ISSN|0931-2323}}, S. 34–39.&lt;br /&gt;
* Paul Rothmund: &amp;#039;&amp;#039;Die fünf Donaustädte in Schwäbisch-Österreich und ihr Übergang an Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Verwaltungs- und Verfassungsreformen seit Maria-Theresia.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Tübingen 1955.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Hans-Georg Wehling]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Oberschwaben&lt;br /&gt;
   |Reihe=Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs&lt;br /&gt;
   |BandReihe=24&lt;br /&gt;
   |Verlag=Landeszentrale für politische Bildung&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
   |Datum=1995&lt;br /&gt;
   |DNB=946380716}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filme ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schatzkammer Bayern, Burgen und Schlösser in Oberschwaben&amp;#039;&amp;#039;, eine Filmdokumentation von [[Bernhard Graf (Historiker)|Bernhard Graf]], Deutschland 2006&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.prisma-online.de/mt-online-neu/sendung.html?cid=Bayern3&amp;amp;stime=2008-12-30+14%3A30%3A00%2B01 |titel=Die Filmbeschreibung auf prisma-online |zugriff=2009-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tschappel]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Marius Beck]] und [[Marc Philip Ginolas]], eine Comedy-Serie über das Aufwachsen auf dem oberschwäbischen Land, Deutschland 2025.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Freddy Heueis Blickpunkt:Film |url=https://www.blickpunktfilm.de/tv/zdfneo-drehstart-fuer-tschappel-in-oberschwaben-52aafbebfde49a7fff55beba5f91473a |titel=Drehstart für „Tschappel“ in Oberschwaben |sprache=de |abruf=2025-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.oberschwaben-portal.de/ Oberschwaben-Portal]&lt;br /&gt;
* [http://www.oberschwaben-tourismus.de/ Tourismusgesellschaft Oberschwaben]&lt;br /&gt;
* [http://www.erlebnis-oberschwaben.de/ Erlebnis Oberschwaben]&lt;br /&gt;
* [http://www.barockstrasse.de/ Oberschwäbische Barockstraße]&lt;br /&gt;
* [http://www.schwaebische-baederstrasse.de/ Schwäbische Bäderstraße]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4042980-5|VIAF=7745148269747405230001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberschwaben| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Bayern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Godihrdt</name></author>
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