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	<title>Neuere russische Literatur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 5. Juli 2025 um 20:13 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-05T20:13:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Periode der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neueren russischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; fängt im [[17. Jahrhundert]] an. Neue Gattungen wie die [[Silbenzählendes Versprinzip|syllabische Lyrik]], eine abstrakte Dramatik oder auf dem Gebiet der Prosa anekdotische Erzählungen, satirische [[Novelle]]n, Abenteuer- und [[Schelmenroman]]e beginnen die bisherige von [[Hagiographie]], Predigten und [[Chronik]]en dominierte Literatur zu verdrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Petrinische Reformen|„Europäisierung“ Russlands]] durch [[Peter I. (Russland)|Peter den Großen]], die in Wirklichkeit eine „Westeuropäisierung“ war, wird der Einfluss der westeuropäischen Literaturen, namentlich der deutschen, französischen, italienischen und englischen, vorherrschend. Der von Peter dem Großen mittels der [[Rangtabelle]] geschaffene neue Adel wird zu einer neuen, breiten Bildungsschicht, die vorerst auch die literarischen Entwicklungen trägt. Im Laufe des [[18. Jahrhundert]]s werden in der Literatur die westeuropäischen Einflüsse an die russischen Verhältnisse und an die russischen Literatursprache, die sich dabei erst herausbildet, angepasst und so entsteht in dieser Zeit eine eigenständige [[russische Literatur]], die mit Puschkin ihren Höhepunkt erreicht und zu einer der großen europäischen Literaturen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig für die Schaffung einer theoretischen Grundlage für diesen Prozess waren in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts [[Wassili Tredjakowski]] und [[Michail Wassiljewitsch Lomonossow|Michail Lomonossow]]. Tredjakowski übernahm aus der Poetik des [[Poetik#Frankreich|französischen Klassizismus]] die Einteilung in [[Lyrik]], [[Epik]] und [[Dramatik]]. Lomonossow, der als wichtigster Reformer der russischen Schriftsprache gilt, definierte die Sprachstile, die den einzelnen Gattungen entsprechen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts führte [[Nikolai Michailowitsch Karamsin|Nikolai Karamsin]] über die Arbeit an seiner Kunstprosa die Reform der Schriftsprache weiter. So entstand, vor allem beeinflusst von der französischen Sprache und vom französischen Denken, bald eine Sprache, die allen Ansprüchen einer Literatursprache genügen konnte.&lt;br /&gt;
Die Eigenheiten dieser Sprache zur Geltung zu bringen, gelang [[Iwan Andrejewitsch Krylow|Iwan Krylow]] in seinen [[Fabel]]n, die teils Übersetzungen der [[Fabeln von La Fontaine]], teils eigene Schöpfungen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s gilt als das &amp;#039;&amp;#039;Goldene Zeitalter&amp;#039;&amp;#039; der [[Russische Literatur|russischen Literatur]]. Die zentrale Gestalt dieser Epoche, die alle anderen Dichter ([[Wassili Andrejewitsch Schukowski|Schukowski]], [[Batjuschkow]], ...) überragte, war [[Alexander Sergejewitsch Puschkin|Alexander Puschkin]], der bis heute als der größte und wichtigste Dichter Russlands angesehen wird. In seinen Gedichten, Oden und Dramen brachte er eine umfassende Kenntnis der europäischen Literaturen in die Beschäftigung mit Stoffen aus seinem russischen Umfeld ([[russische Geschichte]], russische [[Märchen]],...) ein. Mit dem Versroman &amp;#039;&amp;#039;[[Eugen Onegin]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb Puschkin den ersten großen russischen Roman. Nicht nur durch die hier erstmals eingeführte Figur des „[[Überflüssiger Mensch|überflüssigen Menschen]]“ sollte der Roman noch Generationen von Schriftstellern beeinflussen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese zentrale Gestalt der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts tritt auch im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Held unserer Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Michail Jurjewitsch Lermontow|Michail Lermontow]] auf, der u.&amp;amp;nbsp;a. durch die Übernahme [[Romantik|romantischer]] Ideen zu neuen Ausdrucksmitteln fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Nikolai Wassiljewitsch Gogol|Nikolai Gogol]] war von den europäischen Romantikern –&amp;amp;nbsp;vor allem von [[E.T.A. Hoffmann]]&amp;amp;nbsp;– beeinflusst, gab dessen grotesk-mystischem Stil aber eine stark russische Prägung. In Werken wie &amp;#039;&amp;#039;[[Der Revisor]]&amp;#039;&amp;#039;, oder &amp;#039;&amp;#039;[[Die toten Seelen]]&amp;#039;&amp;#039; zeichnete er ein satirisches Bild der russischen Gesellschaft in der Provinz. In seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Petersburger Novellen]]&amp;#039;&amp;#039; karikiert Gogol die verschiedenen Mitglieder der damaligen Gesellschaft vor dem Hintergrund der Hauptstadt. Gogols Einfluss auf die russische Literatur lässt sich am besten mit dem Dostojewski-Zitat belegen, in dem sich dieser auf die Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Der Mantel&amp;#039;&amp;#039;, die berühmteste der &amp;#039;&amp;#039;Petersburger Novellen&amp;#039;&amp;#039;, bezieht: &amp;#039;&amp;#039;Wir sind alle aus dem Mantel hervorgegangen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Russischer Realismus ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Russischer Realismus}}&lt;br /&gt;
In den 1840er Jahren beginnt mit dem ersten Auftreten der großen Schriftsteller [[Iwan Sergejewitsch Turgenew|Iwan Turgenew]], [[Iwan Alexandrowitsch Gontscharow|Iwan Gontscharow]], [[Michail Jewgrafowitsch Saltykow-Schtschedrin|Michail Saltykow-Schtschedrin]], [[Fjodor Michailowitsch Dostojewski|Fjodor Dostojewski]] und [[Lew Nikolajewitsch Tolstoi|Lew Tolstoi]] die Epoche des &amp;#039;&amp;#039;Russischen Realismus&amp;#039;&amp;#039;, in der der [[Roman]] zur dominierenden Gattung wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literatur dieser Epoche nimmt großen Anteil an den sozialen Umbrüchen der Zeit. Die Schriftsteller sehen es als ihren Auftrag, die soziale Situation ihrer Zeitgenossen zu schildern und mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auch zu beeinflussen. [[Literaturzeitschrift]]en werden zum wichtigen Forum für politische und wissenschaftliche Debatten. Träger dieser stark publizistisch geprägten Literatur ist die neue soziale Gruppe der &amp;#039;&amp;#039;[[Intelligenzija]]&amp;#039;&amp;#039;: Menschen unterschiedlicher Herkunft, die von der direkten Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen sind und deshalb versuchen, trotz der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] auf die Geschicke des Landes Einfluss zu nehmen. Es beginnen nun also auch Nicht-Adlige in der Literatur eine Rolle zu spielen. Wichtige Themen sind die Situation der leibeigenen Bauern sowie die Stellung Russlands gegenüber dem Westen. Nach dem Auftrieb durch politische Erfolge, wie z.&amp;amp;nbsp;B. in den [[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriegen]], und europaweit anerkannten kulturellen Leistungen in [[Literatur]], [[Kunstmusik|Musik]], [[Kunst]] und [[Architektur]], wurde die These von der kulturellen Überlegenheit Westeuropas, wie sie von [[Pjotr Jakowlewitsch Tschaadajew|Pjotr Tschaadajew]] in seinen &amp;#039;&amp;#039;Philosophischen Briefen&amp;#039;&amp;#039; vertreten wurde, immer mehr in Frage gestellt. Es kristallisierten sich die Positionen der [[Westler (Russland)|Westler]] und der [[Slawophile]]n heraus. Das Ringen zwischen diesen beiden Positionen wurde zu einem wichtigen Element nicht nur des literarischen Diskurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[ Reinhard Lauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. München: C.H. Beck, 2000. ISBN 3-406-50267-9&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Lettenbauer]] &amp;#039;&amp;#039;Die russische Literatur&amp;#039;&amp;#039;. In: Kindlers neues Literatur Lexikon. München: Kindler 1988. Band 20, 379–385. ISBN 3-89836-214-0&lt;br /&gt;
* Adolf Stender-Petersen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der russischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage, München: C.H. Beck 1993. ISBN 3-406-31557-7&lt;br /&gt;
* [[Klaus Städtke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Russische Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart; Weimar: Metzler 2002. ISBN 3-476-01540-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Liste russischsprachiger Schriftsteller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Russisch)|!Neuere russische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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