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	<title>Neologismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Neologismus&amp;diff=11572&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Walkuer: /* Herkunft von Neuwörtern */ Worte -&gt; Wörter</title>
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		<updated>2025-02-16T19:50:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft von Neuwörtern: &lt;/span&gt; Worte -&amp;gt; Wörter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neologismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|νέο-|[[Liste griechischer Präfixe#neo|néo]]-}}, „neu“ und {{lang|grc|λόγος|[[lógos]]}}, „[[Wort]]“ oder „[[Rede]]“) ist eine innerhalb einer [[Sprachgemeinschaft]] in den allgemeinen Gebrauch übergegangene sprachliche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuprägung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das heißt:&lt;br /&gt;
* ein neu geschaffener sprachlicher [[Ausdruck (Sprachwissenschaft)|Ausdruck]], also ein Wort (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuwort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) oder eine [[Redewendung|Wendung]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hadumod Bußmann, Hartmut Lauffer |Titel=Lexikon der Sprachwissenschaft |Verlag=[[Alfred Kröner Verlag]] |ISBN=978-3520452047 |Seiten=520}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (genauer: eine lexikalische Einheit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herb&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Herberg, Michael Kinne |Titel=Neologismen |Verlag=Julius Groos Verlag |Datum=1998 |ISBN=3-87276-819-0 |Seiten=2 |Zitat=Ein Neologismus ist eine lexikalische Einheit bzw. eine Bedeutung […]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lothar Lemnitzer |Titel=Brauchen wir neue Wörter? |Hrsg=[[Eberhard Karls Universität Tübingen]] – Seminar für Sprachwissenschaft |Datum=2004-11-11 |Seiten=7 |Online=https://wortwarte.de/Projekt/slidesDO.pdf |Format=PDF |KBytes=632 |Abruf=2021-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; siehe [[Lexem]]) oder&lt;br /&gt;
* eine neue Bedeutung&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herb&amp;quot; /&amp;gt;, mit der ein bereits vorhandenes Wort bzw. ein ebensolcher Ausdruck versehen wird ([[Neosemantismus|Neubedeutung]]), oder auch das Wort bzw. der Ausdruck selbst, dem die Neubedeutung zukommt.&lt;br /&gt;
Wenn es in der Sprachgemeinschaft Verbreitung findet, findet es Eingang in die Wörterbücher, die den [[Wortschatz]] dieser Sprache kodifizieren. Charakteristisch für Neologismen ist, dass die Sprecher sie für eine gewisse Zeit als neu empfinden. Welche Wörter (noch) Neologismen sind, hängt also auch von dem Zeitpunkt ab, zu dem der Wortschatz einer Sprache betrachtet oder untersucht wird. Neben den in allgemeinsprachlichen Standardwörterbüchern erfassten Neologismen gibt es für viele Sprachen auch Spezialwörterbücher, die ausschließlich diesen Teil des Wortschatzes behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Neologismus&amp;#039;&amp;#039; liegen die [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] Wörter {{lang|grc|νέος}} {{lang|grc-Latn|&amp;#039;&amp;#039;neos&amp;#039;&amp;#039;}} „neu“ und {{lang|grc|λόγος}} {{lang|grc-Latn|&amp;#039;&amp;#039;logos&amp;#039;&amp;#039;}} „Wort“ zugrunde;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glück&amp;quot;&amp;gt;[[Helmut Glück]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Friederike Schmöe]]: &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3., neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-02056-8 (Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Neologismus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Weil das Wort νεολογισμός &amp;#039;&amp;#039;neologismós&amp;#039;&amp;#039; im Altgriechischen (mit den dort zu erwartenden griechischen Buchstaben, dem Akzent und der Endung -ος &amp;#039;&amp;#039;-os&amp;#039;&amp;#039; statt [[Latinisierung|latinisiert]] -us) nicht existiert, handelt es sich um ein Neuwort, d.&amp;amp;nbsp;h. um einen Neologismus.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf [[Deutsche Sprache|Deutsch]] könnte man daher auch mit &amp;#039;&amp;#039;Neuwort&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;neues Wort&amp;#039;&amp;#039; wiedergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Problematik des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Neologismen entstehen zumeist über Wortbildung, aber auch über Entlehnung, Bedeutungsveränderung oder, selten, Urschöpfung/[[Kunstwort]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;bildung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Heyne, Bastian A. Vollmer |Titel=Innovation und Persuasion in der Presse. Eine komparative Korpusanalyse zur Form und Funktion von Neologismen |Verlag=Springer |Ort=Wiesbaden |Datum=2016 |ISBN=978-3-658-10851-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Neologismus&amp;#039;&amp;#039; ist in der Linguistik nicht ganz einheitlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hadumod Bußmann]] definiert ihn als „neu eingeführten oder neuartig gebrauchten sprachlichen Ausdruck“. Solche Wörter kommen durch [[Wortbildung]], [[Entlehnung]] oder [[Bedeutungsübertragung]] zustande. Lediglich für die [[Neurolinguistik]] wird ein Verständnis des Begriffs im Sinne von [[Neuschöpfung]] oder Urschöpfung eingeräumt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helmut Glück]] setzt &amp;#039;&amp;#039;Neologismus&amp;#039;&amp;#039; zwar mit &amp;#039;&amp;#039;Neuschöpfung&amp;#039;&amp;#039; gleich, insofern das von ihm herausgegebene Lexikon unter dem Lemma „Wortneuschöpfung“ auf den Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Neologismus&amp;#039;&amp;#039; verweist; die dort angeführten Beispiele sind aber ausschließlich Fälle von Wortbildung, Entlehnung oder Bedeutungsübertragung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glück&amp;quot; /&amp;gt; Die linguistische Tradition unterscheidet hingegen spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zwischen „Wortschöpfung/Urschöpfung“ „Wortbildung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Fleischer, Irmhild Barz: &amp;#039;&amp;#039;Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Marianne Schröder. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1995, ISBN 3-484-10682-4, S. 264.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Sprecher lebender Sprachen erfinden unentwegt neue Wörter, um spontan entstehende Benennungslücken zu schließen oder stilistische, respektive emotionale Aspekte sprachlich zu realisieren. Die Anwendung der meisten davon bleibt auf den situativen Kontext beschränkt, in dem sie zur Erfüllung eines spezifischen denotativen oder konnotativen Zwecks entstehen. Diese [[Gelegenheitsbildung]]en (Okkasionalismen) werden nicht lexikographisch erfasst, bilden aber das Anfangsstadium jedes neuen Wortes. Gerade dieses Anfangsstadium ist für die Mechanismen der Wortschatzerweiterung äußerst aussagekräftig, da unterschiedliche Varietäten unterschiedlich kreativ sind und unterschiedliche Voraussetzungen für eine mögliche Etablierung bieten. Denn die Absicht, fehlende bereits etablierte Wörter durch Okkasionalismen zu ersetzen, stellt nur eine von vielen möglichen Erklärungen für deren Entstehung dar. Oft spielen ludische, sprachökonomische oder klangsymbolische Faktoren, die etwa zu Kunstwörtern (Urschöpfungen) führen, wie im Fall von &amp;#039;&amp;#039;Kodak&amp;#039;&amp;#039;, mit hinein. Neologismen dienen in der Regel einem bestimmten kommunikativen Zweck. Die Mechanismen, vermöge deren manche von ihnen sich lange genug erhalten, um schließlich lexikographische Berücksichtigung zu finden, sind noch nicht vollständig bekannt. Die Kriterien der Aufnahme in Lexika bedeuten für die Kodifizierung von Neologismen eine zusätzliche Restriktion, denn Namen und viele Komposita sind grundsätzlich nicht Gegenstand der Lexikographie. So sind viele Neologismen längere Zeit in Gebrauch, ohne in die Wörterbücher aufgenommen zu werden, bspw. &amp;#039;&amp;#039;Knödelstimme&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Knopfaugen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carmen Gierden Vega, Dirk Hofmann |Titel=Wortbildung und Ad-hoc-Komposita: Typen, Implikationen und ihre möglichen Übersetzungen ins Spanische |Hrsg=Ludwig Eichinger, Meike Meliss, María José Domínguez Vázquez |Verlag=Gunter Narr |Ort=Tübingen |Datum=2008 |ISBN=978-3-8233-6386-6 |Seiten=194–211}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aufnahme in ein Lexikon kann darum nur bedingt als Hinweis auf die Neuartigkeit eines Wortes gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wörter, die aus einer anderen Sprache [[Lehnwort|entlehnt]] sind (beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;downloaden&amp;#039;&amp;#039; aus dem Englischen) und in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen, werden gemeinhin so lange zu den Neologismen gezählt, wie sie sich noch nicht im Lexikon etabliert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lexik]] einer lebenden Sprache ist ein komplexes Gebilde aus allgemeinsprachlichen, fachsprachlichen und gruppensprachlichen Wörtern. Allgemeinsprachliche Wörterbücher erfassen nur den Kernbereich der Lexik, den die [[Alltagssprache]] verwendet. Gelegentlich kommt es vor, dass Wörter, die in einer Fachsprache schon lange zuvor gebräuchlich gewesen sind, in die Alltagssprache vordringen. Das gilt zum Beispiel für die Fachsprachen technischer Schlüsselbereiche wie der Informationstechnik und der Telekommunikation. Wörter, die in der jeweiligen Fachsprache bereits vor ihrem Übergang in den allgemeinen Sprachgebrauch usuell gewesen sind, werden nicht als Neologismen betrachtet. Besonders zahlreich, allerdings oft auch ephemer sind die Neubildungen im Jargon der Jugendlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis der Lexikographie ist die Abgrenzung zwischen Neologismen einerseits und Okkasionalismen, wiederbelebten Archaismen und Fachwörtern andererseits recht schwierig. Besonders [[Textkorpus|Textkorpora]], die den aktuellen Sprachgebrauch dokumentieren, leisten bei der Erfassung und Beschreibung von Neologismen nützliche Dienste. In der Lexikologie wird auf die Abgrenzung verzichtet, da sie objektiv nicht möglich ist und da gerade seltene neue Wörter für soziolinguistische und kognitionslinguistische Fragestellungen wichtig sind und in der Praxis, etwa bei Übersetzungen und im [[Deutsch als Fremdsprache|DaF]]-Unterricht, durchaus eine Rolle spielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Psychiatrie]] misst Neologismen (vgl. [[Paraphasie]]) beim Erheben des [[Psychopathologischer Befund|psychopathologischen Befunds]] im Zusammenhang mit Erkrankungen wie der [[Schizophrenie]] spezifischere Bedeutung zu als dem [[Neolalie|linguistischen Verständnis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen von Neologismen ==&lt;br /&gt;
Folgende Arten von Neologismen lassen sich unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Neue sprachliche Ausdrücke und Neuwörter&lt;br /&gt;
Ausdruck und Bedeutung sind neu. Ein Beispiel für ein Neuwort ist das Verb &amp;#039;&amp;#039;simsen&amp;#039;&amp;#039; aus SMS für das Versenden von [[Short Message Service|Kurznachrichten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Neubedeutungen&lt;br /&gt;
Ein alter Ausdruck erhält eine neue (weitere) Bedeutung. So steht als ein etwas älteres Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Maus&amp;#039;&amp;#039; auch für die [[Computermaus]], ein „technisches Gerät, Teil der Computerperipherie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ausdruck erhält eine neue Bedeutung mit einem abwertenden oder aufwertenden Sinnbezug. Zum Beispiel erhält ein Ausdruck mit einem ursprünglich positiven Sinnbezug eine [[Pejorativum|pejorative]] Bedeutung und findet als [[Schlagwort (Linguistik)|Schlagwort]] Verwendung. Es kann sich dabei z.&amp;amp;nbsp;B. um einen [[politisches Schlagwort|politischen]] und/oder ideologischen [[Kampfbegriff]] gegen unterschiedliche sprachliche [[Konvention]]en und Verhaltensweisen handeln. Beispiele dafür sind &amp;#039;&amp;#039;[[Gutmensch]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Politische Korrektheit]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
;Neue Wortkombinationen&lt;br /&gt;
Hier ist das Zusammenziehen von gebräuchlichen Wörtern &amp;#039;&amp;#039;(Internetcafé&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laptop-Tasche&amp;#039;&amp;#039;, auch als [[Retronym]]: &amp;#039;&amp;#039;Analoguhr)&amp;#039;&amp;#039; von metaphorischen Neubildungen zu unterscheiden. Bei letzteren entscheidet für die Verwendung nicht die tatsächliche Bedeutung, sondern eine charakteristische Eigenschaft. Beispiele dafür sind &amp;#039;&amp;#039;[[Modezar]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Literaturpapst]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Börsenzwerg]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Wirtschaftsauguren]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Erzeinwohner]]&amp;#039;&amp;#039;, aber auch &amp;#039;&amp;#039;Geizhals&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neologismen und Sprachnorm ==&lt;br /&gt;
Wenn ein neues Wort in Gebrauch kommt, haben Sprecher oft Normunsicherheiten.&lt;br /&gt;
* Die [[Aussprache]] wird erst im täglichen Gebrauch gesichert. Besonders bei Lehnwörtern tritt oft, aber nicht immer, ein Anpassungsprozess ein, bei dem die Aussprache dem Phonemsystem der entlehnenden Sprache angepasst wird. Ein Beispiel ist &amp;#039;&amp;#039;[[Download]]&amp;#039;&amp;#039;, das sich von /{{IPA|…loʊd}}/ nach /{{IPA|…loːt}}/ entwickelt.&lt;br /&gt;
* Die [[Flexion]] kann angepasst oder originär sein. Heißt es &amp;#039;&amp;#039;des [[Piercing]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;des Piercings&amp;#039;&amp;#039;? Heißt es im Plural &amp;#039;&amp;#039;die [[Personal Computer|PC]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;die PCs&amp;#039;&amp;#039;?&lt;br /&gt;
* Es kann [[Mehrdeutigkeit]] auftreten; so wird „der Download“ sowohl für den Ladevorgang als auch für herunterzuladende oder bereits heruntergeladene Dateien verwendet.&lt;br /&gt;
* Das [[Genus]] ist oft nicht eindeutig. Heißt es &amp;#039;&amp;#039;der [[Blog]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;das Blog&amp;#039;&amp;#039;?&lt;br /&gt;
* Die [[Rechtschreibung]] ist ungeklärt. Schreibt man &amp;#039;&amp;#039;Spinoff&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Spin-off&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Spin-Off&amp;#039;&amp;#039;?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft muss sich eine Norm erst etablieren. Dies gilt zum Beispiel für das Genus von Lehnwörtern aus dem [[Englische Sprache|Englischen]], wo das Genussystem nur schwach ausgeprägt ist. Sprecher, die ein Neuwort verwenden, signalisieren manchmal, dass sie das entsprechende Wort noch nicht als Teil der Sprachnorm akzeptieren. Häufig dafür verwendete Mittel sind Anführungszeichen oder abgrenzende Ausdrücke: „Der ‚[[Break-even]]‘ sei noch nicht erreicht“, „der sogenannte Break-even“ oder „wie man heutzutage sagt, der Break-even“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Über den Wert von Neologismen ==&lt;br /&gt;
Nicht immer besteht die Hauptfunktion eines Neologismus darin, einen neuen Sachverhalt zu bezeichnen. Mit der Verwendung von Neologismen möchte man oft etwas verdeutlichen: Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, Modernität oder einfach nur Aufmerksamkeit erregen (Beispiel: „Entschleunigung“ statt „Verlangsamung“). Diese pragmatischen Funktionen sind die Ursache dafür, dass vor allem die Sprache der Werbung Neuwörter verwendet. Die Signalfunktion neuer Wörter wird soweit ausgereizt, dass man gegen grammatische Regeln verstößt &amp;#039;&amp;#039;(unkaputtbar&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;hier werden Sie geholfen)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Merta]] unterschied 1966 zwischen „wirklichen Neologismen“ und den „Mode- und Schlagwörtern“, die der Sprache Gewalt antäten und allmählich ihre Ausdruckskraft verlören.&amp;lt;ref name=merta&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Merta |Titel=Ostdeutsch und Westdeutsch? |Sammelwerk=Sborník prací Filozofické fakulty brněnské univerzity |Band=15 |Nummer=A14 |Datum=1966 |Seiten=163–167 |Online=[https://digilib.phil.muni.cz/handle/11222.digilib/100420 Masaryk-Universität]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Linguist [[Wilhelm Bondzio]] stellte die These auf, dass Neologismen am zweckmäßigsten seien, wenn sie durch ihren Wortstamm Merkhilfen böten.&amp;lt;ref name=merta /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neologismen haben auch kulturellen Wert. Durch Wortneuschöpfungen können Denkanstöße und Neuassoziationen gefördert werden. Die zeitgenössische Kunstrichtung [[expressiver Neologismus]] (kurz auch als &amp;#039;&amp;#039;neolog&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) befasst sich auf kritische Art mit der Sprache als Massenmedium und Beeinflussungsinstrument.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neologismen werden auch als ersetzende Bezeichnungen verwendet, wenn dem Bezeichneten eine andere Wertung oder ein anderes Ansehen gegeben werden soll. Beispiel für eine solche Sprachpolitik ist die [[Deutsche Bahn|Deutsche Bahn AG]]: Aus Schaffner wird &amp;#039;&amp;#039;Zugbegleiter&amp;#039;&amp;#039;, der Schalter wird zum &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Servicepoint}}&amp;#039;&amp;#039; und neuerdings zum &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Counter}}&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugleich entzündet sich an Neologismen als Symptom oft ein [[Sprachkritik|sprachkritischer]] Diskurs. Konservative Sprachkritiker machen an Neologismen, und vor allem an Lehnwörtern, einen von ihnen behaupteten Verfall der Sprache fest. Andererseits wird mit den Neologismen ebenfalls die Wandlungsfähigkeit einer Sprache und ihre Fähigkeit belegt, die den sich ständig wandelnden Benennungsanforderungen gerecht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neologismen sind auch ein häufiges Instrument von [[Propaganda]]. Beispielhaft dafür die 1942 erstmals verwendete Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Ungesetzlicher Kombattant|gesetzloser Kämpfer]] ({{lang|en|unlawful combatant}})&amp;#039;&amp;#039; zur Einführung einer Klassifizierung von [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangenen]], die das [[Völkerrecht]] umgeht. Weitere Beispiele sind das &amp;#039;&amp;#039;internationale Finanzjudentum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Islamo-Faschismus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;sozialbehinderte Jungmigranten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft von Neuwörtern ==&lt;br /&gt;
Eine Quelle von Neologismen ist die Entlehnung aus anderen Sprachen (&amp;#039;&amp;#039;Buzzer, Cache, Edutainment&amp;#039;&amp;#039;). Auch können vorhandene [[Lexem|Lexeme]] in veränderter Bedeutung genutzt werden (&amp;#039;&amp;#039;Opfer&amp;#039;&amp;#039; (Beleidigung), &amp;#039;&amp;#039;Ampel&amp;#039;&amp;#039; (Kennzeichen auf Verpackungen für mehr oder weniger gesunde Lebensmittel)). Viele Neologismen entstehen über Wortbildung, wobei alle produktiven Verfahren genutzt werden &amp;#039;&amp;#039;(Coronakrise, aufpoppen, ADHS, containern, riestern)&amp;#039;&amp;#039;. Selten werden neue Wörter ohne [[morphologische Struktur]] geschaffen &amp;#039;&amp;#039;(Zalando)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprachsystem stellt eine ganze Reihe von Mitteln für die Neu[[wortbildung]] bereit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Komposition (Grammatik)|Komposition]]&lt;br /&gt;
Die Zusammensetzung neuer Wörter aus existierenden ist im Deutschen der produktivste Wortbildungsprozess und entsprechend eine ergiebige Quelle für Neologismen &amp;#039;&amp;#039;(Dosenpfand&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Genmais)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Derivation&lt;br /&gt;
Die Ableitung mittels [[Affix (Linguistik)|Affixen]] (insbesondere [[Präfix]]e oder [[Suffix]]e) ist ebenfalls eine ergiebige Quelle. Dabei können Affixe selber Neuprägungen sein (beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Cyber-&amp;#039;&amp;#039;) und eine größere Gruppe von Neuwörtern prägen &amp;#039;&amp;#039;(Cyberpunk&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cyberkriminalität; ergoogeln).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; [[Kurzwort|Kurzwörter]]&lt;br /&gt;
sind ein wichtiges Mittel [[Sprachliche Ökonomie|sprachlicher Ökonomie]]. Sie entstehen aus Teilen von Wörtern oder Wortgruppenlexemen. Solange sich ihr Gebrauch noch nicht verfestigt hat, sind es Neologismen &amp;#039;&amp;#039;(ALG/Arbeitslosengeld, ADS/Aufmerksamkeits&amp;amp;shy;defizit&amp;amp;shy;störung)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Kontamination&lt;br /&gt;
[[Portmanteauwort|Portmanteauwörter]] werden durch Zusammenziehungen aus dem ersten Teil eines Wortes und dem zweiten Teil eines zweiten Wortes gebildet, Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;education&amp;#039;&amp;#039; + &amp;#039;&amp;#039;entertainment&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;Edutainment&amp;#039;&amp;#039;. Solche Zusammenziehungen sind im Deutschen selten, sie werden meist aus anderen Sprachen entlehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konversion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwendung eines Wortes als neue Wortart ist eine weitere Methode, neue Wörter zu schaffen &amp;#039;&amp;#039;(riestern&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;[[Walter Riester|Riester]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Verballhornung&lt;br /&gt;
Bei [[Verballhornung]]en bilden sich neue Wörter durch bewusste Verzerrung. Beispiel: „Nervenkostüm“ statt „Nervensystem“, „nichtsdestotrotz“ statt „nichtsdestoweniger“ oder „trotzdem“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mechanismen ===&lt;br /&gt;
Ein typischer Fall für ein neu entstehendes Wort ist, dass ein Wort durch ein anderes ersetzt wird. Oft geschieht dies aus Gründen des [[Marketing]] oder der [[Politische Korrektheit|politischen Korrektheit]] – insbesondere als &amp;#039;&amp;#039;[[Euphemismus]]&amp;#039;&amp;#039;, also um ein negativ belegtes Wort ([[Pejoration|Pejorativ]]) durch ein positiv klingendes Wort zu ersetzen („eine Ehrenrunde drehen“ statt „sitzen bleiben“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Wörter unterliegen zudem einer „sprachlichen Inflation“ (&amp;#039;&amp;#039;Abnutzung&amp;#039;&amp;#039;, vergleiche dazu [[Euphemismus-Tretmühle]]), und Neuschöpfungen oder die Verwendung außergewöhnlicher Bezeichnungen dienen dazu, den &amp;#039;&amp;#039;Sensationswert&amp;#039;&amp;#039; zu steigern und Aufmerksamkeit zu erregen. Beispiele aus der Werbung: &amp;#039;&amp;#039;Technologie&amp;#039;&amp;#039;, wo eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Technik&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Methode/Verfahren&amp;#039;&amp;#039; gemeint ist, &amp;#039;&amp;#039;Zahncreme&amp;#039;&amp;#039; anstelle der gewöhnlichen &amp;#039;&amp;#039;Zahnpasta&amp;#039;&amp;#039; oder exklusive Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Cigaretten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursache ist häufig, dass neue Trends und Entwicklungen – heute meist aus dem englischsprachigen Raum – zu uns gelangen ([[Kulturdominanz]]) und die [[Soziales Milieu|Szene]] oder das Fachpublikum die zugehörigen Begriffe ([[Xenismus|Xenismen]]) unreflektiert auch im deutschen Kontext verwendet oder eine weniger gelungene Übertragung vornimmt. Das geschieht sogar, wenn es einen [[Synonymie|synonymen]] Begriff bereits gibt, eventuell gerade in der Absicht, den Benutzer neudeutscher Wörter als [[Insider]] durch Nutzung der &amp;#039;&amp;#039;Szenesprache ([[Jargon]])&amp;#039;&amp;#039; auszuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Neudeutsch]]&amp;#039;&amp;#039; selbst kann als Beispiel dafür dienen: Es ist eine Neuschöpfung in Analogie zu &amp;#039;&amp;#039;[[Neusprech]]&amp;#039;&amp;#039; (englisch: &amp;#039;&amp;#039;Newspeak&amp;#039;&amp;#039;) aus dem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[1984 (Roman)|1984]]&amp;#039;&amp;#039; von [[George Orwell]]. Die Verwendung des Wortes impliziert zumindest eine kritische Distanz des Verwenders gegenüber Neologismen und das Bewusstsein um die „Macht der Sprache“, soll ihn also als einer gebildeten und aufmerksamen, wertebewussten Schicht zugehörig auszeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied dazu stehen [[Fremdwort|Fremdwörter]], die sich durchsetzen, weil kein angemessener deutscher Begriff verfügbar ist. Sie dienen oft zunächst der präzisen Ausdrucksweise in Fachkreisen, verbreiten sich dann teilweise in das gehobene Allgemeinwissen, bis einige schließlich im alltäglichen Sprachgebrauch ankommen und nicht mehr als fremd empfunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur Fremdes, auch [[Plurizentrische Sprache|regionale Unterschiede]] können über den Jargon der [[Massenmedien]] in das [[Deutsche Sprache|Standarddeutsch]] eingehen. Ein Beispiel sind [[Regionalsprache|autochthone]] Varianten, die sich in den Jahren der [[Deutsche Teilung|Teilung Deutschlands]] in der Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts unterschiedlich entwickelt haben, wie &amp;#039;&amp;#039;Goldbroiler&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Brathähnchen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Blog]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Vlog]]&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet von &amp;#039;&amp;#039;web-log&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;video-log&amp;#039;&amp;#039; (engl. für &amp;#039;&amp;#039;Internet-/Video-Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;) – häufig aktualisierte Webseite.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Folksonomy]]&amp;#039;&amp;#039;, kollaborative Praxis und (Selbst-)Organisationsform von Menschen (etwa in der Arbeit von Wikipedia).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gendersternchen]]&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet eine Methode der geschlechtergerechten Sprache in der schriftlichen Form des Deutschen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Islamophobie]]&amp;#039;&amp;#039;, Feindseligkeit gegen und kategorische Abwertung und Benachteiligung von Muslimen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Listicle]]&amp;#039;&amp;#039;, ein journalistischer Text in Aufzählungsform.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mansplaining]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[substantiv]]isches [[Portmanteauwort]] aus &amp;#039;&amp;#039;man&amp;#039;&amp;#039; (engl. für &amp;#039;&amp;#039;Mann&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;-splaining&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;explaining&amp;#039;&amp;#039;, engl. für &amp;#039;&amp;#039;erklären&amp;#039;&amp;#039;), das 2015 Eingang in die deutsche Sprache gefunden hat.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Menschenmaterial]]&amp;#039;&amp;#039;, Koppelung von Lebendig-Menschlichem und toter Sache.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Podcast]]&amp;#039;&amp;#039;, zusammengesetzt aus [[Apple]]s „[[iPod]]“ und &amp;#039;&amp;#039;broadcast&amp;#039;&amp;#039; (engl. für &amp;#039;&amp;#039;Sendung&amp;#039;&amp;#039;): Eine Sendung, die man nachträglich anhören kann, indem man diese aus dem Internet herunterlädt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[sitt]]&amp;#039;&amp;#039;, als Anlehnung an &amp;#039;&amp;#039;satt&amp;#039;&amp;#039;: nicht mehr durstig, im Rahmen eines Wettbewerbs zur Suche eines entsprechenden Wortes erfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neologismen bei gesellschaftlichen und politischen Veränderungen ==&lt;br /&gt;
Gesellschaftliche Veränderungen, die eine politische Legitimation benötigen, führten oft zur Neuschöpfung von Wörtern. Beispielhaft dafür sind Neologismen aus der Zeit des [[Kolonialismus]], der Entwicklung von [[Rassentheorie|Rassetheorien]] und einer sogenannten „Afrikaterminologie“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susan Arndt]]: [https://www.bpb.de/wissen/2IQNTS &amp;#039;&amp;#039;Kolonialismus, Rassismus und Sprache. Kritische Betrachtungen der deutschen Afrikaterminologie.&amp;#039;&amp;#039;] Dossier des Webauftritts der [[Bundeszentrale für politische Bildung]], 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier war Sprache ein wichtiges Medium zur Herstellung und Vermittlung des Legitimationsmythos, Afrika sei das homogene und unterlegene „Andere“ und bedürfe daher der „Zivilisierung“ durch Europa. Dieser Ansatz schlug sich in einer kolonialen – die afrikanischen Eigenbezeichnungen ignorierenden und vermeidenden – Benennungspraxis nieder, für gegenwärtige europäische Gesellschaften gültige Begriffe auf den afrikanischen Kontext zu übertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arndt&amp;quot;&amp;gt;Susan Arndt, [[Antje Hornscheidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk.&amp;#039;&amp;#039; Unrast Verlag, 2004, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kunstwort]]&lt;br /&gt;
* [[Phono-semantische Angleichung]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachnorm]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachregelung]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachmanipulation]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachgebrauch in der DDR]]&lt;br /&gt;
* [[Morphologie (Linguistik) #Kontamination (Blending)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Wörterbücher&lt;br /&gt;
* John Algeo: &amp;#039;&amp;#039;Fifty years among the new words: a dictionary of neologisms, 1941–1991&amp;#039;&amp;#039;. CUP, Cambridge 1991, ISBN 0-521-41377-X.&lt;br /&gt;
* Alfred Heberth: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wörter. Neologismen in der deutschen Sprache seit 1945.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Wissenschaften, Wien 1977.&lt;br /&gt;
* Dieter Herberg, Michael Kinne, Doris Steffens: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Wortschatz. Neologismen der 90er Jahre im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-017751-X.&lt;br /&gt;
* [[Susan Arndt]], [[Antje Hornscheidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk.&amp;#039;&amp;#039; Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-424-8.&lt;br /&gt;
* Uwe Quasthoff (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Neologismenwörterbuch. Neue Wörter und Wortbedeutungen in der Gegenwartssprache.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-018868-4.&lt;br /&gt;
* Doris Steffens, Doris al-Wadi: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Wortschatz. Neologismen im Deutschen 2001–2010.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Institut für Deutsche Sprache, Mannheim 2013, ISBN 978-3-937241-43-2.&lt;br /&gt;
* Doris Steffens, Olga Nikitina: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-russisches Neologismenwörterbuch. Neuer Wortschatz im Deutschen 1991–2010.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Institut für Deutsche Sprache, Mannheim 2014, ISBN 978-3-937241-47-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Darstellungen&lt;br /&gt;
* Robert Barnhart, Clarence Barnhart: &amp;#039;&amp;#039;The Dictionary of Neologisms.&amp;#039;&amp;#039; In: Franz J. Hausmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbücher, Dictionaries, Dictionnaires. Ein internationales Handbuch zur Lexikographie.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin&lt;br /&gt;
** Teilband 2, 1990, ISBN 3-11-012420-3, S. 1159–1166.&lt;br /&gt;
* Sandra Innerwinkler: &amp;#039;&amp;#039;Neologismen.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2015, ISBN 978-3-8253-7511-9.&lt;br /&gt;
* 1975 bis 1983: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wörter und ihre Bedeutungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Jahreslexikon&amp;#039;&amp;#039; (jeweils unter dem Stichwort „Wort“).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Müller:&amp;#039;&amp;#039; Neue Wörter und neue Wortbedeutungen in der deutschen Gegenwartssprache.&amp;#039;&amp;#039; In: Universitas 8/1976, S. 867–873.&lt;br /&gt;
* 1994 bis 2005: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wörter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus Enzyklopädie Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; (jeweils unter dem Stichwort „Wort“).&lt;br /&gt;
* Wolfgang Müller: &amp;#039;&amp;#039;„Schlammschlacht“. Schon gehört? Ein Desiderat: Das deutsche Neologismenwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Literatur in Wissenschaft und Unterricht&amp;#039;&amp;#039; 60/1987, S. 82–90.&lt;br /&gt;
* Doris Steffens: &amp;#039;&amp;#039;Von „Aquajogging“ bis „Zickenalarm“. Neuer Wortschatz im Deutschen seit den 90er Jahren im Spiegel des ersten größeren Neologismenwörterbuches.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Sprachdienst&amp;#039;&amp;#039; 51, H.&amp;amp;nbsp;4, 2007, S. 146–159.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Teubert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neologie und Korpus.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 1990, ISBN 3-8233-5141-9 (Studien zur deutschen Sprache 11).&lt;br /&gt;
* Oliver Siebold: &amp;#039;&amp;#039;Wort – Genre – Text. Wortneubildungen in der Science Fiction&amp;#039;&amp;#039;. Narr, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5850-2.&lt;br /&gt;
* Corinna Peschel: &amp;#039;&amp;#039;Zum Zusammenhang von Wortneubildung und Textkonstitution&amp;#039;&amp;#039;. Niemeyer, Tübingen 2002, ISBN 3-484-31237-8.&lt;br /&gt;
* Hilke Elsen: &amp;#039;&amp;#039;Phantastische Namen. Die Namen in Science Fiction und Fantasy zwischen Arbitrarität und Wortbildung&amp;#039;&amp;#039;. Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6396-5.&lt;br /&gt;
* Linda Holz: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zu Neologismen in der Tagespresse. Grundlagen, Erscheinungsformen und Funktionen&amp;#039;&amp;#039;. Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-639-12220-6.&lt;br /&gt;
* Hilke Elsen: &amp;#039;&amp;#039;Neologismen. Formen und Funktionen neuer Wörter in verschiedenen Varietäten des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; 2.,&amp;amp;nbsp;überarbeitete Auflage. Narr, Tübingen 2011, ISBN 978-3-8233-6646-1.&lt;br /&gt;
* Sabine Heyne, Bastian A. Vollmer: &amp;#039;&amp;#039;Innovation und Persuasion in der Presse. Eine komparative Korpusanalyse zur Form und Funktion von Neologismen&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-10851-9.&lt;br /&gt;
* Piotr Sulikowski, &amp;#039;&amp;#039;Neologismus in der polnischen Dichtung: eine translatorische Analyse. Besprochen anhand der Beispiele des dem übersetzerischen Werk von Karl Dedecius.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. Kovač, Hamburg: 2007, ISBN 3-8300-3223-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4041605-7}}&lt;br /&gt;
* [https://www.owid.de/wb/neo/start.html Neologismenwörterbuch] im Wörterbuchportal OWID des [[Institut für Deutsche Sprache|Instituts für Deutsche Sprache]]&lt;br /&gt;
* [https://wortwarte.de/ Die Wortwarte] – Eine private Sammlung von Neologismen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4041605-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwandel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Walkuer</name></author>
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