<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nahum</id>
	<title>Nahum - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nahum"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Nahum&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-06T19:48:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Nahum&amp;diff=7336&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Nahum&amp;diff=7336&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-31T11:00:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem alttestamentlichen Propheten Nahum und dem nach ihm benannten Buch. Für den Personennamen siehe [[Nahum (Name)]].}}&lt;br /&gt;
{{Linkbox Zwölf Propheten der Bibel}}&lt;br /&gt;
{{Linkbox Altes Testament}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nahum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|נַחוּם|naḥūm}}) heißen ein [[Prophetie im Tanach|biblischer Prophet]] und sein Buch. Es gehört zum [[Zwölfprophetenbuch]] des [[Tanach]] bzw. des [[Altes Testament|Alten Testaments]]. Vom Autor ist nur der unbekannte Herkunftsort [[Elkosch]] (Nah 1,1) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für gewöhnlich wird das Buch im deutschen Sprachraum mit &amp;#039;&amp;#039;Nah&amp;#039;&amp;#039; abgekürzt. Lediglich das Computerprogramm [[Online-Bibel]] verwendet das Kürzel &amp;#039;&amp;#039;NAM&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.die-bibel.de/bibeln/wissen-zur-bibel/inhalt-und-aufbau-der-bibel/abkuerzungen-der-bibel/ |titel=Abkürzungen der Bibel |werk=Die Bibel |hrsg=Deutsche Bibelgesellschaft |abruf=2022-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Beim Namen {{he|נַחוּם&amp;amp;lrm;|naḥūm}} handelt es sich um einen Ersatznamen. Entweder leitet er sich als Adjektiv von der Wurzel {{he|נחם&amp;amp;lrm;|nḥm}} ab und bedeutet „trostreich“, oder er stellt eine Kurzform des Namens {{he|נְחֶמְיָה&amp;amp;lrm;|nəḥæmjâ}}, im Deutschen Nehemia, dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Gesenius |Titel=Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament |Auflage=18 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-25680-6 |Seiten=800}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Name wiederum setzt sich aus dem Verb {{he|נחם&amp;amp;lrm;|nḥm}} und dem Gottesnamen {{he|[[יהוה]]&amp;amp;lrm;|jhwh}} zusammen und bedeutet: „der {{Kapitälchen|Herr}} hat getröstet“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Gesenius |Titel=Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament |Auflage=18 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin/Heidelberg |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-25680-6 |Seiten=805}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus kann es sich auch um eine &amp;#039;&amp;#039;qaṭṭûl-Bildung&amp;#039;&amp;#039; von der Wurzel {{he|נחם&amp;amp;lrm;|nḥm}} handeln: „Tröster“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerlinde Baumann |url=https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/28767/ |titel=Nahum / Nahumbuch |werk=WiBiLex |hrsg=Deutsche Bibelgesellschaft |datum=2006-10-01 |sprache=de |abruf=2022-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da im Alten Testament abgesehen von {{B|Nah|1|1|EU}} kein Hinweis auf eine Person namens Nahum existiert, ist davon auszugehen, dass es sich dabei nicht um den Namen einer historischen Prophetengestalt handelt. Vermutlich wird mit {{he|נַחוּם&amp;amp;lrm;|naḥūm}} auf den Inhalt des Buches angespielt, denn das Unheil für [[Assyrien]] bedeutet Heil für Israel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Septuaginta]] gibt den Namen als {{lang|grc|Ναουμ|Naum}} wieder. Weitere [[Altgriechische Sprache|altgriechische]] Transkriptionen sind {{lang|grc|Ναουμα|Nauma}} und {{lang|grc|Ναουμος|Naumos}}. Die [[Vulgata]] schreibt &amp;#039;&amp;#039;Naum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
Nahum erwähnt in {{B|Nah|3|8–10|EU}} die Eroberung von No-Amon, die wohl mit der Eroberung [[Theben (Ägypten)|Thebens]] im Jahr 663 v.&amp;amp;nbsp;Chr. gleichzusetzen ist, als Ereignis der Vergangenheit, und die Zerstörung von [[Ninive]] (612 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) als Ereignis der Zukunft. Da dies in der Fachwissenschaft zumeist als echte Prophetie angesehen wird, entstand der Hauptteil des Prophetenbuches (Nah 2,4–3,19) vermutlich zwischen diesen Ereignissen. Da sich nach dem Tod des [[Neuassyrische Zeit|neuassyrischen]] Königs [[Assurbanipal]] im Jahr 626 v.&amp;amp;nbsp;Chr. der Zusammenbruch des Großreiches beschleunigte, ist die Entstehung des Schriftteils wohl in diesem Zeitraum zu datieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wäre Nahum ein Zeitgenosse von [[Zefanja]], [[Habakuk]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Holland |Titel=Die Propheten Nahum, Habakuk und Zephanja |Hrsg=Gerhard Maier, Adolf Pohl |Sammelwerk=Wuppertaler Studienbibel |Band=9 |Verlag=R. Brockhaus Verlag |Ort=Wuppertal |Datum=1986 |Seiten=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Jeremia]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hermann-Josef Stipp |url=https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/22332/ |titel=Jeremia / Jeremiabuch |werk=WiBiLex |hrsg=Deutsche Bibelgesellschaft |datum=2019-10-28 |sprache=de |abruf=2022-06-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fortschreibungen lassen sich nur schwer datieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Das Buch Nahum weist einen vielstufigen Entstehungsprozess auf, der mit Texten aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. beginnt und erst im 5. oder 4. Jahrhundert endet. Anhand der Überschrift {{Bibel|Nah|1|1}} lassen sich bereits verschiedene Redaktionsstufen unterscheiden:&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Ausspruch über Ninive.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Das Buch der Vision des Nahum aus Elkosch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- Bibelzitat der angegebenen Übersetzung (EU) angepasst --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Über den genauen Redaktionsprozess existieren in der Forschung verschiedene Thesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Zenger |Titel=Einleitung in das Alte Testament |Auflage=9 |Verlag=Kohlhammer Verlag |Datum=2015-10-14 |ISBN=978-3-17-030351-5 |Seiten=678}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Zwischen der Gerichtsrede (Nah 2,4–3,19) und Nah 1,2–2,3 lassen sich deutliche Unterschiede erkennen. Zumeist wird angenommen, dass die Gerichtsrede die „politische Prophetie“ des Nahums wiedergibt und diese nach dem Untergang Ninives theologisch bearbeitet wurde. Wie dies im Einzelnen zu datieren ist, hängt vom Verständnis der Verbindung zwischen Gerichtsworten und Ereignissen sowie der Zuordnung der drei Teile der Gerichtspredigt ab. Jüngst wurde diese Theorie der sukzessiven Wachstumsgeschichte vor allem von [[Klaus Seybold|K. Seybold]] vertreten. Er beschreibt das Wachstum des Buches von hinten nach vorne. Lediglich drei Texte ordnet er mit Sicherheit dem Propheten Nahum und der Überschrift in Nah {{B|Nah|1|1a|EU}} zu: Das Gedicht in {{B|Nah|3|8–19a|EU}} als ältesten Teil des Buches (ca. 664 v.&amp;amp;nbsp;Chr.), das Wehwort {{Bibel|Nah|3|1.4a}} und das Gedicht in {{B|Nah|3|2|EU}} und {{B|Nah|2|2–13|EU}} (ca. in den 650er Jahren). Diese Sammlung wurde um zwei mit Bearbeitungen verbundenen Vorbauten ({{B|Nah|2|14ff.|EU}} sowie {{B|Nah|1|12ff.|EU}}) wohl nach dem Untergang Ninives, vermutlich auch nach der Zerstörung [[Jerusalem]]s (578 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) ergänzt. Diese ordnet er der zweiten Überschrift in {{B|Nah|1|1b|EU}} zu. Zuletzt erkennt er einen dritten Vorbau in {{B|Nah|1|2ff.|EU}} (ergänzt durch die Füllung entstandener Lücken) als „machtvollen Introitus“. In diesem Hymnus erkennt er die Aufnahme der offensichtlich von den Redaktoren vermissten theologischen Prinzipien der „Vision“ und stellt die nun kombinierte Überschrift {{B|Nah|1|1|EU}} an den Anfang des Buches. Als ungefähres Datum des abgeschlossenen Redaktionsprozesses nennt Seybold ca. das 4. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Zenger |Titel=Einleitung in das Alte Testament |Auflage=9 |Verlag=Kohlhammer Verlag |Datum=2015-10-14 |ISBN=9783170303515 |Seiten=679}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Jörg Jeremias|J. Jeremias]] rekonstruiert ebenfalls einen mehrphasigen Entstehungsprozess. Dabei geht er von der Beobachtung aus, dass im Buch Nahum Gerichtsworte gegen [[Juda (Reich)|Juda]] bzw. Israel fehlen und, dass der Heilsperspektive in {{B|Nah|2|1|EU}} eine Inspiration durch {{B|Jes|52|7|EU}} zugrunde liege. Als Grundlage des Buches versteht er die Worte gegen Ninive bzw. Assur ({{B|Nah|2|4–14|EU}}, {{B|Nah|3|12–19|EU}}) und Gerichtsworte gegen Israel (Nah 1,11.14; 2,2f.; 3,1–5.8–11). Letztere habe man nachträglich in Gerichtsworte gegen Ninive uminterpretiert und dabei (nach dem Fall [[Babylonien|Babylons]]) im Sinne einer deuterojesajanischen Heilsverheißung neu bearbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Möglich ist auch eine zweistufige Kompositionsgeschichte, die sich in der Überschrift niedergeschlagen hat. Der „Ausspruch über Ninive“ gibt dabei zunächst eine Komposition von Gerichtsworten gegen Ninive vor (Nah 2,4–3,19). Diese ist entweder als echte Prophetie zu verstehen und damit vor 612 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zu datieren, oder als &amp;#039;&amp;#039;[[vaticinium ex eventu]]&amp;#039;&amp;#039; zu interpretieren. Im 5. oder 4. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurden diese Gerichtsworte zum Mehrprophetenbuch hinzugefügt. Dabei wurde Nah 1,2–2,3 ergänzt, wodurch das Buch einen größeren geschichtstheologischen Hintergrund erhielt. Die Datierung der Endkomposition entscheidet sich an der Datierung und Funktion des Theophaniehymnus in {{B|Nah|1|2–8|EU}}. Erkennbar ist, dass ein Teil des [[Hymne|Hymnus]] vorgegeben war und für den Zusammenhang im Nahum- bzw. Zwölfprophetenbuch bearbeitet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Zenger |Titel=Einleitung in das Alte Testament |Auflage=9 |Verlag=Kohlhammer Verlag |Datum=2015-10-14 |ISBN=9783170303515 |Seiten=680}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gelegentlich wird auch die Einheit der Komposition betont. Als heute kaum noch akzeptierte Position gilt die Interpretation des Buches als prophetische [[Liturgie]] beim Jerusalemer Herbstfest im Jahr 612 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zur Feier des Untergangs Ninives als Machterweis JHWHs. Dagegen spricht, dass sich das Buch weder als [[Libretto]] lesen lässt, noch die zu erwartenden Prädikationen von JHWHs Königtum und andere JHWH-Anreden zu finden sind. M. Sweeney deutet das Buch als literarische Prophetie, die mit einer rhetorischen Demonstration der Macht JHWHs auf den erfolgen Untergang Ninives reagiert. Er datiert die Entstehung um das Jahr 612&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Zenger |Titel=Einleitung in das Alte Testament |Auflage=9 |Verlag=Kohlhammer Verlag |Datum=2015-10-14 |ISBN=9783170303515 |Seiten=679f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textüberlieferung ==&lt;br /&gt;
Der [[Masoretischer Text|masoretische Text]] des Nahumbuchs ist überwiegend gut überliefert und verständlich. Zu den schwierigen Stellen zählt v.&amp;amp;nbsp;a. {{B|Nah|1|10f|EU}}. In [[Qumran-Handschriften|Qumrantexten]] werden ebenfalls Ausschnitte des hebräischen Textes überliefert (4QpNah bzw. 4Q169; 4QXIIg bzw. 4Q82). Auch auf einer hebräischen Schriftrolle des [[Zwölfprophetenbuch]]es aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Wadi Murabbaʿat|Wādī Murabba‘āt]]&amp;#039;&amp;#039; finden sich weite Teile des biblischen Textes (Mur XII bzw. Mur88). Dazu wurden im [[Nachal Chever]] Fragmente einer griechischen Rolle des Zwölfprophetenbuches gefunden (8HevXII bzw. 8Hev1).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltliche Gliederung ==&lt;br /&gt;
Das Buch Nahum gliedert sich wie folgt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Verse&lt;br /&gt;
!Inhalt&lt;br /&gt;
!Besonderheiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |1,1&lt;br /&gt;
|Überschrift&lt;br /&gt;
|Zweigliedrig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |1,2–8&lt;br /&gt;
|Theophaniepsalm&lt;br /&gt;
|Alphabetischer Hymnus (כ–א)&lt;br /&gt;
Konzentrische Struktur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2–3a Aussagen über JHWH&lt;br /&gt;
* 3b–6 Gerichtstheophanie&lt;br /&gt;
* 7–8 Aussagen über JHWH&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |1,9–2,3&lt;br /&gt;
|Prophetische Disputationsrede gegen Juda und Assur/Ninive&lt;br /&gt;
|Wechselnde Adressaten:&lt;br /&gt;
Juda und Ninive (1,9f.) – Juda (1,11–13) – Assur (1,14) – Juda (2,1) – Ninive (2,2) – Juda&amp;amp;nbsp;(2,3)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |2,4–3,19&lt;br /&gt;
|Dreifaches Gerichtswort gegen Ninive&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Kräftige poetische Bilder, deren Bildwelt sich von 1,2–2,3 abhebt&lt;br /&gt;
jeder Unterabschnitt nennt einmal Ninive/Assur (2,9; 3,7; 3,18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Unterabschnitte sind motivlich und strukturell miteinander verbunden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|2,4–14&lt;br /&gt;
|Vernichtungsschilderung – Spottlied – Gottesspruch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3,1–7&lt;br /&gt;
|Leichenklage – Gottesspruch – Spottlied&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|3,8–19&lt;br /&gt;
|Ironischer Vergleich – Vernichtungsschilderung – Spottklage&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Prophetie]] des Nahumbuches kann als „Lehrstück zum Thema Gott und die Weltmacht“ verstanden werden. Sie zeigt das Handeln des Schöpfergottes in der Geschichte. Der Fall Ninive wird zum Paradigma des göttlichen Gerichts. Darin wird das Buch zum Zeugnis der Geschichtsmächtigkeit Gottes und zeigt seine Souveränität und Verfügungsgewalt gegenüber den Machthabern der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Zenger |Titel=Einleitung in das Alte Testament |Auflage=9 |Verlag=Kohlhammer Verlag |Datum=2015-10-14 |ISBN=9783170303515 |Seiten=680f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier zeigt sich auch der universalistische Zug, der meist der nachexilischen Theologie Israels zugeschrieben wird: [[JHWH]] setzt als Gott über die ganze Welt sein Recht durch – unabhängig von Nationalitäten. Dass die Gewalt, die Assur ausgeübt hat, sich nun gegen den Verursacher selbst wendet, ist von Gott gelenkt. Er ist derjenige, der Ninive zerstört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Jüngstes Gericht|Weltgericht]] Gottes wird die gottgewollte Rechtsordnung in der Völkerwelt wiederhergestellt. Dabei sind „Zorn“ und „Rache“ (vgl. {{B|Nah|1|2–8|EU}}) als Rechtskategorien und nicht als Ausdruck eines rachsüchtigen, irrationalen Gottesbildes zu verstehen. Der Theophaniepsalm entfaltet eine entscheidende Dialektik: Der Gott der Rache für seine Feinde im Gegenüber zum rettenden Gott für alle, die seine Gemeinschaft suchen (vgl. auch {{B|Mt|25|31–46|EU}}). Auch die Bildwelt der [[Offenbarung des Johannes|Offenbarung]] ist in diesem Punkt vom Buch Nahum inspiriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Zenger |Titel=Einleitung in das Alte Testament |Auflage=9 |Verlag=Kohnhammer Verlag |Datum=2015-10-14 |ISBN=9783170303515 |Seiten=681}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei klingt unterschwellig die Frage an, warum die göttliche Vergeltung erst mit so deutlicher Verzögerung eintritt. Eine indirekte Antwort gibt der [[Psalm]] mit seinem Rückgriff auf {{B|Ex|34|7|EU}} bzw. {{B|Num|14|18|EU}} ({{B|Nah|1|3a|EU}}), wo die unbedingte Strafgewissheit zugesichert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Assur baute zwischen 750 und 612 v.&amp;amp;nbsp;Chr. sein Weltreich gewaltsam aus und beutete die unterworfenen Kleinstaaten als Provinzen oder [[Vasallenstaat|Vasallen]] aus. Die Gerichtsworte und Spottlieder über Ninive sind als Dokumente des Widerstandes entstanden und überliefert worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Qumran]] wurde das Buch im 1. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. als Kampfschrift aktualisiert. Ninive wurde zum Synonym für die Pharisäer, No-Amon zum Symbol für die Saduzäer. Die Ankündigung ihrer Vernichtung ermutigte die Gemeinde. Ob diese Identifikation so zulässig ist, ist fraglich, jedoch wurde sie zum Trost in Blick auf die Souveränität Gottes, wie in {{B|Nah|1||EU}} notifiziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Zusammenhang des Zwölfprophetenbuches ergeben sich neue Sinnlinien. Die in {{B|Nah|3|4–7|EU}} geschilderte sexuelle Gewalt gegen Ninive findet insbesondere in der Metapher der Hurerei am Beginn des [[Hosea]]buches Parallelen. Im Zusammenklang mit dem Schluss unmittelbar vorhergehenden [[Micha]]buches ergibt sich ein zweiseitiges Gottesbild: Gottes Vergebungswille ({{B|Mi|7|18–20|EU}}) verbunden mit seinem Vergeltungswillen ({{B|Nah|1|3b–6|EU}}). Das [[Jona]]buch beschreibt die Handlungsalternative Gottes: Wenn Ninive ihr Unrecht bereut, nimmt Gott Abstand von der angekündigten Vernichtung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste biblischer Bücher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz-Josef Fabry]]: &amp;#039;&amp;#039;Nahum. Herders theologischer Kommentar zum Alten Testament.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg, 2006, ISBN 3-451-26850-7.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070609095159/http://www.bautz.de/bbkl/n/nahum.shtml|autor=Birgit Hartberger|artikel=Nahum, biblischer Prophet|band=6|spalten=440-445}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nahum}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|28767|Nahum / Nahumbuch |Autoren=[[Gerlinde Baumann]]}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/altes-testament/dodekapropheton-kleine-propheten/nahum/ |titel=Nahum |werk=Bibelkunde auf bibelwissenschaft.de |abruf=2018-11-30 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Till Magnus Steiner |url=https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/nahum-mit-gewalt-zum-frieden |titel=Nahum: Mit Gewalt zum Frieden? |werk=[[katholisch.de]] |datum=2018-11-30 |abruf=2018-11-30 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118785583|LCCN=n2009012244|NDL=|VIAF=47558020|REMARK={{GND|4041168-0}} für das Buch.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prophet des Alten Testaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jude (Altertum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
	</entry>
</feed>