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	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nachthimmel</id>
	<title>Nachthimmel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-05T19:13:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Nachthimmel&amp;diff=11176&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: bitte WP:WEB beachten!</title>
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		<updated>2025-02-02T20:35:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bitte &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WEB&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WEB (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WEB&lt;/a&gt; beachten!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:In the photo there is one Perseid, Milky Way and Andromega galaxy and light pollution on the horizon - Luhasoo bog in Estonia.jpg|mini|250px|Nachthimmel über einem [[Moor]] in [[Estland]] mit [[Lichtverschmutzung]], die am [[Horizont]] sichtbar ist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachthimmel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der dunkle [[Himmel (planetär)|Himmel]] in der tiefen Dämmerung bzw. in der [[Nacht]] bezeichnet. In der [[Astronomie]] versteht man darunter vor allem den [[sternklar]]en Himmel, das heißt den Nachthimmel bei geringer oder keiner [[Bewölkung]] und guter Sichtbarkeit des [[Sternhimmel]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitlich eingegrenzt wird der Begriff durch den Zeitraum zwischen der Abend- und [[Morgendämmerung]], das heißt, wenn die [[Sonne]] mehr als 12° unter dem mathematischen [[Horizont]] des betreffenden Ortes steht. Bei diesem Tiefenwinkel und reiner [[Luftverschmutzung|Luft]] ist der [[Landschaft]]s-Horizont nur mehr schwach zu erkennen, jedoch eine größere Anzahl von [[Sternhimmel|Sternen]]. Vollständige Dunkelheit kann aber erst herrschen, wenn die Sonne mehr als 18° unter dem Horizont steht (Ende der [[Astronomische Dämmerung|astronomischen]] Abenddämmerung beziehungsweise Beginn der astronomischen Morgendämmerung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;gutem Nachthimmel&amp;#039;&amp;#039; spricht man, wenn sich keine starken Lichtquellen in der Nähe befinden, wie zum Beispiel im Gebirge, in Naturschutz- und [[Lichtschutzgebiet]]en oder auf [[Hohe See|hoher See]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Himmelsanblick einige Stunden vor bzw. nach der Dämmerung wird oft als [[Morgenhimmel]] respektive [[Abendhimmel]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dämmerung ==&lt;br /&gt;
Der Übergang von der Helligkeit des [[Tag]]es zur Dunkelheit der [[Nacht]] heißt [[Dämmerung]] und wird von der Streuung des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre verursacht. Sie dauert in [[Mitteleuropa]] je nach Jahreszeit zwischen 1 und 1½ Stunden und wird wissenschaftlich dreifach unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Bürgerliche Dämmerung]]&amp;#039;&amp;#039; (Lesen im Freien möglich, zwischen [[Sonnenuntergang]] und 6° Tiefenwinkel der Sonne)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Nautische Dämmerung]]&amp;#039;&amp;#039; (Horizont und [[Stern 1. Größe|hellste Sterne]] sichtbar, Farben noch teilweise erkennbar; Tiefenwinkel der Sonne 6–12°)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Astronomische Dämmerung&amp;#039;&amp;#039; (Übergang zur vollständigen Dunkelheit und zum [[Nachtsehen]], Tiefenwinkel der Sonne 12–18°).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sichtverhältnisse bei Nacht ==&lt;br /&gt;
Der Helligkeitsunterschied zwischen Tages- und Nachthimmel beträgt bei klarem Wetter etwa 1 : 1 Milliarde, bei [[Bewölkung]] etwas weniger. Diesen großen Unterschied gleicht das menschliche [[Auge]] durch den Übergang vom Zapfen- zum [[Stäbchen (Auge)|Stäbchensehen]] aus; diese sehr lichtempfindlichen [[Fotorezeptor|Sehzellen]] können aber keine [[Farbwahrnehmung|Farben sehen]], sondern nur [[Grauwert|Grautöne]]. Bei Nacht ist daher ein Farbsehen nur bei sehr [[Stern 1. Größe|hellen]] Gestirnen und an hell beleuchteten Flächen möglich – was zum Spruch „bei Nacht sind alle Katzen grau“ geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt kann sich das menschliche Auge an Helligkeitsunterschiede von 1:100 Milliarden anpassen, wofür es jedoch etwa 1 Minute (dunkel → hell) bzw. 15 Minuten (hell → dunkel) benötigt. Der letztgenannte Übergang geht in der Jugend rascher vor sich als im Alter, weshalb zum Beispiel ältere [[Autofahrer]] viel mehr durch [[Blendung (Überbelichtung)|Blendung]] gefährdet sind als jüngere. Die letzten Stufen der Hell-Dunkel-[[Adaptation (Auge)|Adaptation]] werden bereits durch eine geringfügige Beleuchtung (insbesondere durch blauhaltiges Licht) gestört, weshalb [[Astronom]]en zum Betrachten von [[Sternkarte]]n nur ein sehr mattes rötliches Licht verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nachthimmel ist auch bei guter Wetterlage nie völlig schwarz – abgesehen von wenigen Fällen in der [[Raumfahrt]]. Aufhellend wirken neben dem Mond und der Bewölkung u.&amp;amp;nbsp;a. [[Staubteilchen]] in der Lufthülle – insbesondere in der [[Dunstglocke]] über größeren Städten – und die sogenannte [[Lichtverschmutzung]] durch nach oben gerichtete [[Straßenlampe]]n bzw. Scheinwerfer (zum Beispiel Disco-Strahler). Auch im günstigsten Fall (ohne jede Fremdbeleuchtung) gibt es eine geringfügige Aufhellung des Nachthimmels durch das sog. [[Rekombinationsleuchten]] der Luftmoleküle in den ersten Nachtstunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Aufhellungen haben astronomische Ursachen, zu denen (gereiht nach Größe des Effekts) gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der [[Mond]], der in den Tagen um [[Vollmond]] jede hochqualitative Himmelsaufnahme verhindert, sie aber auch schon als schmale [[Mondsichel]] beeinträchtigt,&lt;br /&gt;
* [[Aerosol]]e in der höheren Atmosphäre, zum Beispiel Saharastaub und fein verteilte vulkanische Asche.,&lt;br /&gt;
* [[Polarlicht]]er (Aurora) und leuchtende Nachtwolken (dünne Eiswolken in der [[Mesosphäre]]),&lt;br /&gt;
* zeitweilig das [[Zodiakallicht]] (Feinstaub in der [[Ekliptik]]),&lt;br /&gt;
* die Lichtstreuung der helleren Sterne in der [[Troposphäre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufhellungen des terrestrischen Nachthimmels bewirken, dass auch mit den größten [[Spiegelteleskop]]en keine Sterne schwächer als etwa 23&amp;lt;sup&amp;gt;m&amp;lt;/sup&amp;gt; beobachtet werden können. Diese Grenze, die einigen [[Kerzenstärke]]n in Mondentfernung entspricht, kann nur durch [[Weltraumteleskop]]e überschritten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Himmelsaufnahmen ==&lt;br /&gt;
Mit [[Lichtstärke (Photometrie)|lichtstarken]] Fotoobjektiven und hochempfindlichen [[Fotografischer Film|Filmen]] oder [[Digitalkamera]]s kann man auf Standorten im [[Hochgebirge]] bis zu einigen Stunden belichten, bevor die Aufhellungen als „Grauschleier“ wirksam werden und die schwächeren Sterne vom Bildhintergrund überstrahlt werden. Am Rand einer Großstadt verringert sich diese maximale [[Belichtungszeit]] auf wenige Minuten. Bei flächenhaften Himmelsobjekten wird diese Einschränkung noch wesentlich deutlicher spürbar, weshalb man in Städten beispielsweise das leuchtende Band der [[Milchstraße]] nur mehr ganz selten sehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Überlegungen zur Helligkeit des Nachthimmels und zur Struktur des gesamten [[Universum]]s stellte um 1800 der Bremer Arzt und Amateurastronom [[Wilhelm Olbers]] an. Seine Frage, warum uns der Nachthimmel überhaupt dunkel erscheint, ist unter der Bezeichnung „[[Olberssches Paradoxon]]“ bekannt geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Helligkeit ==&lt;br /&gt;
Das Maß der Lichtverschmutzung kann mit Hilfe der [[Bortle-Skala]] angegeben werden. Zur Bestimmung mit optischen Hilfsmitteln gibt es verschiedene [[Seeing#Skalen|Seeing-Skalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helligkeit des Nachthimmels in einer Stadt liegt bei ca. 19&amp;amp;nbsp;mag/arcsec² (4000&amp;amp;nbsp;S&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;). Unter optimalen Bedingungen (Hochgebirge, [[Sternenpark]]s) sinkt sie unter 21,6&amp;amp;nbsp;mag/arcsec² (370&amp;amp;nbsp;S&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;). Der Anteil des [[Airglow]]s liegt bei 150&amp;amp;nbsp;S&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;, der des Zodiakallichts bei 60&amp;amp;nbsp;S&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;. Nahe dem Horizont muss das Sternenlicht mehr als 40 [[Luftmasse (Astronomie)|Luftmassen]] &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039; passieren und wird nahezu ausgelöscht. Gemäß der Abschätzung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;m_\text{Beobachtung} = m_\text{Stern} - 0{,}3 \cdot L&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verliert man drei Größenklassen, wenn man Sterne bereits bei 10 Grad über dem Horizont, entsprechend ca. 5 Luftmassen, beobachten möchte (siehe auch [[Extinktion (Astronomie)|Extinktion]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Flächenhelligkeit]] des Himmels wird mit einem [[Sky Quality Meter]] gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arnold Henslmeier: &amp;#039;&amp;#039;Den Nachthimmel erleben. Sonne, Mond und Sterne, praktische Astronomie zum Anfassen&amp;#039;&amp;#039;. Springer Spektrum, Berlin 2015, ISBN 978-3-662-46031-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://astro.univie.ac.at/ueber-uns/lichtverschmutzung/ Universität Wien: Messungen der Nachthimmelshelligkeit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beobachtende Astronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmosphärische Optik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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