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	<title>Muttersprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Muttersprache&amp;diff=6188&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rabanus Flavus: +Bild</title>
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		<updated>2025-07-05T19:39:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Int-mother-lang-day-monument.jpg|mini|[[Internationaler Tag der Muttersprache]] im [[Australien|australischen]] [[Sydney]]. Inschrift: &amp;#039;&amp;#039;Conserve your mother language&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chicago Cultural Center 1 26 18 (40455872341).jpg|mini|Mosaiktafel im [[Chicago Cultural Center]] mit Zitat aus [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] [[Iphigenie auf Tauris]]:&amp;lt;br&amp;gt;„O süsse Stimme, vielwillkommner Ton&amp;lt;br&amp;gt;Der Muttersprach’ in einem fremden Lande!“]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muttersprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine vom Sprecher in der frühen Kindheit ohne formalen [[Unterricht]] erlernte [[Sprache]]. Das Wort wird oft im Sinne der [[Erstsprache]] verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Sprache]] wird in der Regel durch eine enge [[Bezugsperson]] wie die [[Mutter]] vermittelt (daher „Muttersprache“). Verbunden mit dem Begriff ist außerdem eine allgemeine Vorstellung, dass die Muttersprache die Sprache ist, die ein sich verbal ausdrückendes Individuum (Muttersprachler) am besten beherrscht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Suzanne Romaine |Titel=Bilingualism |Auflage=2 |Verlag=Blackwell |Ort=Oxford |Datum=1995 |ISBN=0-631-19539-4 |Seiten=19, 22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck „Muttersprache“ wird in der Umgangssprache verwendet, findet sich aber auch im amtlichen Gebrauch und in Fachbüchern. Er wird dabei fast immer in dem übertragenen Sinne benutzt, dass diese Sprache zuhause gesprochen wurde und nicht in der Schule erlernt ist. Das genaue Verständnis kann sich aber unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Duden]] definiert Muttersprache als „Sprache, die ein Mensch als Kind (von den Eltern) erlernt [und primär im Sprachgebrauch] hat.“&amp;lt;ref&amp;gt;Muttersprache https://www.duden.de/ abgerufen am 3. Sept. 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] [[Sprachwissenschaft|Linguistin]] [[Suzanne Romaine]] zufolge suggeriert der Ausdruck, dass es sich bei der Muttersprache um die Sprache handelt, die von der Mutter gesprochen und von ihr erlernt wird. Dies ist in vielen Gesellschaften, in denen Menschen mehrere Sprachen sprechen und Paare häufig gemischtsprachig sind, nicht immer zutreffend. So kann es durchaus sein, dass das Kind zunächst die Sprache des [[Vater]]s, der [[Großeltern]] oder einer anderen Betreuungsperson lernt, weil diese die primären Bezugspersonen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Suzanne Romaine |Titel=Bilingualism |Auflage=2 |Verlag=Blackwell |Ort=Oxford |Datum=1995 |ISBN=0-631-19539-4 |Seiten=19-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der unterschiedlichen Interpretationen verwenden manche Linguisten und auch Institutionen wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]], den Ausdruck, zum Teil aber in dem eher weiteren Sinne einer „Sprache, die im Heim eines Individuums in früher Kindheit gesprochen wurde, aber nicht notwendigerweise die Sprache, die von ihm aktuell gesprochen wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Suzanne Romaine |Titel=Bilingualism |Auflage=2 |Verlag=Blackwell |Ort=Oxford |Datum=1995 |ISBN=0-631-19539-4 |Seiten=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwerb der Muttersprache ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Spracherwerb}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Formen des Spracherwerbs oder der Sprachaneignung&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Jung, Herbert Günther: &amp;#039;&amp;#039;Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Beltz, Weinheim/Basel 2004, ISBN 978-3-407-25731-4, S. 56–61.&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die [[Erstsprache]] (L1) beim Kind oft als Muttersprache bezeichnet, auch wenn andere Bezugspersonen als die Mutter dabei eine Rolle spielen. In [[Minderheitensprache]]n mit starker dominierender [[Amtssprache]] gibt es viele Familien, in denen eines der oder beide Elternteile die Minderheitensprache besser beherrschen als die dominierende Sprache und diese unter sich auch im Alltag gebrauchen. Die Kinder solcher Familien werden jedoch häufig dazu angehalten, die besser angesehene und vermutlich nützlichere offizielle Sprache des Landes zu sprechen, in dem die Familie lebt. Dies geschieht meist mit dem Hintergedanken, dass die Kinder später ein erfolgreiches Leben führen sollen. Die sogenannte Muttersprache wird dann oft nur unzureichend erlernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig wird mit dem Begriff „Muttersprache“ assoziiert, dass es die Sprache ist, die ein Individuum im Vergleich zu allen weiteren erlernten Sprachen am besten beherrscht. Das ist aber eine falsche Interpretation, denn Individuen können z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Migration]] in andere [[Liste der Staaten der Erde|Staaten]] weitere Sprachen erlernen und diese dann ausschließlich nutzen, so dass die Kompetenz in der Erstsprache abnimmt oder ganz verloren geht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Britta Jung, Herbert Günther |Titel=Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache: Eine Einführung |Verlag=Beltz |Ort=Weinheim / Basel |Datum=2004 |ISBN=3-407-25731-7 |Seiten=56-57}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Suzanne Romaine |Titel=Bilingualism |Auflage=2 |Verlag=Blackwell |Ort=Oxford |Datum=1995 |ISBN=0-631-19539-4 |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehrsprachigkeit oder Bilingualismus ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bilingualismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Bilingualismus wird die Fähigkeit eines Individuums bezeichnet, zwei oder mehr Sprachen zu beherrschen. Ein Individuum kann z.&amp;amp;nbsp;B. bilingual werden, wenn es als Kind [[Bilingualer Erstspracherwerb|zwei Sprachen ausgesetzt]] ist – der Sprache des einen und des anderen Elternteils (oder einer weiteren engen Bezugsperson). In vielen Familien wird das Prinzip „eine Person – eine Sprache“ umgesetzt, d.&amp;amp;nbsp;h. das jeweilige Elternteil spricht mit dem Kind in der jeweils eigenen Muttersprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christina Kauschke |Titel=Kindlicher Spracherwerb im Deutschen: Verläufe, Forschungsmethoden, Erklärungsansätze |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin / Boston |Datum=2012 |ISBN=978-3-11-028388-4 |Seiten=121}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilingual im strengeren Sinne heißt, dass die [[Zweitsprache]] mit ebenso hoher [[Kompetenz (Linguistik)|Kompetenz]] wie die Muttersprache gesprochen wird. In den USA, aber auch in anderen Teilen der Welt, ist die [[Tendenz]] zu beobachten, jede Person, die über einigermaßen brauchbare [[Fremdsprache]]n&amp;amp;shy;kenntnisse verfügt, als „bilingual“ beziehungsweise „[[Mehrsprachigkeit|multilingual]]“ zu bezeichnen. Sprachenpolitisch kann dies als der Versuch gesehen werden, die tatsächliche Mehrsprachigkeit großer Bevölkerungsgruppen, die neben der Majoritätssprache eine andere Muttersprache sprechen, im Verhältnis zu der als idealisiert aufzufassenden und nur vorgestellten reinen und perfekten Einsprachigkeit aufzuwerten. &amp;lt;!-- Quelle für diese Vermutung bzw. Deutung? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Muttersprache bei Volkszählungen ==&lt;br /&gt;
Bei der Entstehung von [[Nation]]en und in internationalen territorialen Auseinandersetzungen – auch in den [[Kolonie]]n – spielte die Sprache eine zunehmende Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hobsbawm&amp;quot;&amp;gt;Eric J. Hobsbawm: &amp;#039;&amp;#039;Nationen und Nationalismus. Mythos und Realität seit 1780.&amp;#039;&amp;#039; Campus, 1990, ISBN 3-593-34524-2, S.&amp;amp;nbsp;116&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der 1860 abgehaltene [[Internationaler statistischer Kongress|Internationale statistische Kongress]] in [[Sankt Petersburg]] bezeichnete die Sprache als einzigen Aspekt der [[Nationalität]], der sich zumindest objektiv zahlenmäßig erfassen und in Tabellen darstellen lässt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brix&amp;quot;&amp;gt;[[Emil Brix]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Umgangssprachen in Altösterreich zwischen Agitation und Assimilation. Die Sprachenstatistik in den zisleithanischen Volkszählungen 1880–1910.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 1982, ISBN 3-205-08745-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der letztendliche Beschluss des Kongresses machte die Frage der Muttersprache in [[Volkszählung]]en nicht obligatorisch. Es war den einzelnen Regierungen überlassen, ob eine solche Frage von „nationaler“ Bedeutung sei oder nicht. Der statistische Kongress von 1873 sprach sich hingegen dafür aus, diese Frage künftig in alle Volkszählungen mit aufzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hobsbawm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach der Muttersprache war insbesondere in der [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen Monarchie]] – einem [[Vielvölkerstaat]] – kontrovers, da man befürchtete, dadurch das Aufkommen des [[Nationalismus]] zu begünstigen. Daher wurde diese Frage erst ab 1880 eingeführt. Seitdem entwickelte sich jede Volkszählung zu einem Kampfplatz zwischen den einzelnen Nationalitäten und alle noch so ausgeklügelten Schlichtungsversuche der Behörden blieben erfolglos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hobsbawm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Habsburgermonarchie|Habsburgerreich]] entschied man sich dagegen, die Sprache des öffentlichen Lebens als Frage bei Volkszählungen zu wählen, da die Möglichkeit bestand, dass diese durch die [[Regierung]] oder eine [[Politische Partei|Partei]] der Bevölkerung aufgezwungen worden war. Insbesondere der österreichische Statistiker [[Adolf Ficker]] sprach sich dafür aus, den ständigen Wandel der Sprache und vor allem die sprachliche Assimilierung zu berücksichtigen, indem die Bürger nicht nach deren Muttersprache oder (im Wortsinne) nach deren Sprache befragt wurden, die sie als erste von ihren Müttern gelernt hatten, sondern nach deren „Familiensprache“, das heißt, nach der Sprache, deren sich das betreffende Individuum im Familienkreis gewöhnlich bedient. Volkszählungen zwangen in ihrer Frage nach der Sprache daher zum ersten Mal jedermann dazu, nicht nur eine Nationalität, sondern eine sprachliche Nationalität zu wählen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brix&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Muttersprachenförderung]]&lt;br /&gt;
* [[Muttersprachenprinzip]] in der Übersetzung&lt;br /&gt;
* [[Internationaler Tag der Muttersprache]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der meistgesprochenen Sprachen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Britta Jung, Herbert Günther: &amp;#039;&amp;#039;Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache: Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Beltz, Weinheim / Basel 2004, ISBN 3-407-25731-7.&lt;br /&gt;
* Christina Kauschke: &amp;#039;&amp;#039;Kindlicher Spracherwerb im Deutschen: Verläufe, Forschungsmethoden, Erklärungsansätze&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-028388-4.&lt;br /&gt;
* Suzanne Romaine: &amp;#039;&amp;#039;Bilingualism.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Blackwell, Oxford 1995, ISBN 0-631-19539-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4040962-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4040962-4|LCCN=sh85090170|NDL=00576908}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachenlernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mehrsprachigkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rabanus Flavus</name></author>
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