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	<title>Motion Picture Patents Company - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;L. aus W. am 30. August 2024 um 13:44 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Motion Picture Patents Company&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(MPPC)&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Edison Trust&amp;#039;&amp;#039;, war ein 1908 gegründeter [[Trust (Wirtschaft)|Trust]], der aus allen damals in den [[Vereinigte Staaten|USA]] bedeutenden Unternehmen der [[Filmindustrie]] bestand. In den USA wurde der Trust auch als das &amp;#039;&amp;#039;erste [[Oligopol]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Der Trust verlor ab 1912 aufgrund von Gerichtsentscheidungen an Bedeutung und bestand bis 1915, als er gemäß den Bestimmungen des [[Sherman Antitrust Act]] für illegal erklärt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweck des Trusts war, sämtliche [[Patent]]e der beteiligten Unternehmen in einer gemeinsamen Gesellschaft zu vereinen und Verstöße rigoros zu verfolgen. Dadurch sollte jeglicher Konkurrenz der Zugang zum US-amerikanischen Filmmarkt unmöglich gemacht werden. Letztlich förderte der Trust jedoch die Verlagerung der US-Filmindustrie von [[New York City|New York]] (vor allem die Vorstadt [[Fort Lee (New Jersey)|Fort Lee]]) an der Ostküste nach [[Los Angeles]] (mit [[Hollywood]] als Zentrum) an der Westküste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ende des Jahres 1908 entstand auf Initiative der Filmgesellschaften [[Edison Studios|Edison]] und [[American Mutoscope and Biograph Company|Biograph]] die &amp;#039;&amp;#039;Motion Picture Patents Company&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;MPPC&amp;#039;&amp;#039;. Dieser [[Trust (Wirtschaft)|Trust]] vereinte die [[Patent]]e aller großen Filmproduzenten ([[Edison Studios|Edison]], [[American Mutoscope and Biograph Company|Biograph]], [[Vitagraph]], [[Essanay]], [[Selig (Filmgesellschaft)|Selig]], [[Lubin Manufacturing Company|Lubin]], [[Kalem Company]], [[Georges Méliès|American Star]], [[Pathé Frères|American Pathé]]), des größten Filmvertriebs ([[George Kleine]]) und des größten Produzenten von [[Rollfilm|Film]], [[Eastman Kodak]]. Dadurch sollte eine [[oligopol]]e Kontrolle der Filmbranche verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MPPC trug durch ihre aggressive Politik maßgeblich dazu bei, das Zentrum der Filmindustrie von [[New York City]] und [[Chicago]] nach [[Hollywood]] zu verlagern, da sich dort unabhängige Filmemacher sicherer vor ihr fühlten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[US-amerikanische Filmgeschichte|Frühzeit des US-amerikanischen Films]] lagen die meisten wichtigen [[Patent]]e bezüglich der Filmproduktion bei [[Thomas Edison]], der versuchte, diese mit Hilfe der MPPC rigoros durchzusetzen. Klagen und Abmahnungen gegen unabhängige Filmstudios waren an der Tagesordnung. Der Trust sandte auch Schlägertrupps aus, die nicht lizenzierte Kameras zertrümmerten und dabei die Filmteams nicht verschonten. Die unabhängigen Filmemacher reagierten, indem sie nach Kalifornien zogen. Die Westküste war weit von der Zentrale der MPPC in [[New Jersey]] entfernt, zudem lag [[Mexiko]] nah. Wenn bekannt wurde, dass ein Vertreter der MPPC auf dem Weg nach Südkalifornien war, flohen die Filmstudios kurzfristig ins benachbarte Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das MPPC scheiterte letztlich zum einen daran, dass die unabhängigen Filmstudios kommerziell erfolgreich genug waren, um den Trust aufzubrechen, zum anderen wurde die rechtliche Basis ihrer Unternehmungen nach und nach schwächer. Hauptgründe für den wirtschaftlichen Erfolg der Independents waren die Einführung von abendfüllenden Spielfilmen und der Aufbau eines Starsystems. Der Trust hingegen hielt an seinem Konzept Kurzfilm ohne namentliche Nennung der Darsteller weiter fest. Der [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Supreme Court of the United States]] hob 1912 das Patent zur Filmherstellung auf und 1915 auch alle anderen Patente des Unternehmens. Die Verurteilung im Jahr 1917 aufgrund des [[Sherman Antitrust Act]] bedeutete das endgültige Ende für den Trust, der zu dieser Zeit aber ohnehin schon allen Einfluss verloren hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschäftspraktiken ==&lt;br /&gt;
Zur Verhinderung von Konkurrenz zwischen den am Trust beteiligten Unternehmen legte die MPPC einen Standardpreis pro [[Filmfuß|Fuß]] für jeden neu erscheinenden Film fest und bestimmte, wie viele Filme die Filmgesellschaften pro Woche auf den Markt bringen durften. Bei der damaligen Länge eines Films von zehn bis zwanzig Minuten waren dies zwischen ein und drei Filme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die MPPC lieferte ihre Filme nur an jene [[Filmbörse]]n – Filme wurden damals noch verkauft, das System des [[Filmverleih]]s setzte sich erst mehrere Jahre später durch, als die Filme länger und somit teurer wurden – und [[Kino]]s, die von der MPPC [[lizenz]]iert waren. Lizenzierte Kinos hatten wöchentlich Lizenzgebühren für die verwendeten Filmprojektoren zu zahlen. Gegen unlizenzierte Kinos wurde rechtlich vorgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 gründete die MPPC die &amp;#039;&amp;#039;General Film Company&amp;#039;&amp;#039; als Vertriebsarm. Damit wurden Geschäftspraktiken eingeführt, die später von den großen Hollywoodstudios – die ab diesem Zeitpunkt als Reaktion auf das MPPC-Oligopol nach und nach an der Westküste entstanden – nachgeahmt wurden. Dies waren zum einen Dauerbestellungen („standing orders“) und Zonenbeschränkungen. Dauerbestellungen – in der Filmwirtschaft auch als [[Blocksystem|Block- oder Blindbuchen]] bekannt – verpflichteten Filmverleiher bzw. Kinobesitzer dazu, alle Filme eines bestimmten Herstellers zu beziehen – oder ansonsten gar keine Filme des bestimmten Herstellers spielen zu dürfen. Die Zonenbeschränkungen regelten wiederum, dass zeitgleich erscheinende Filme der verschiedenen Hersteller nicht miteinander konkurrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter wurde eingeführt, dass neue Filme im Fußpreis teurer sind als solche, die bereits länger im Umlauf sind. Dies förderte das Entstehen von Erstaufführungskinos, die eleganter gestaltet waren und mehr Service boten als gewöhnliche Kinos und dementsprechend teurer waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roberta Pearson: &amp;#039;&amp;#039;Das Kino des Übergangs.&amp;#039;&amp;#039; In: Geoffrey Nowell-Smith (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des internationalen Films.&amp;#039;&amp;#039; Broschierte Sonderausgabe, Metzler Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-476-02164-5; S. 27–28&lt;br /&gt;
* John Kenneth Izod: &amp;#039;&amp;#039;Hollywood and the Box Office, 1895–1986&amp;#039;&amp;#039;. Columbia University Press, New York 1988; S. 16–37, 53–71.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://edison.rutgers.edu/mopix/mppats.htm &amp;#039;&amp;#039;Guide to Motion Picture Catalogs: The Motion Picture Patents Company&amp;#039;&amp;#039;.] Thomas A. Edison Papers Project der Rutgers-Universität New York, 20. Februar 2012; abgerufen am 25. September 2014 (englisch)&lt;br /&gt;
*J. A. Aberdeen: [http://www.cobbles.com/simpp_archive/edison_trust.htm &amp;#039;&amp;#039;The Edison Movie Monopoly: The Motion Picture Patents Company vs. the Independent Outlaws&amp;#039;&amp;#039;.]  Cobblestone Entertainment, 2005; abgerufen am 25. September 2014 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Medienunternehmen (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Filmgesellschaft (Vereinigte Staaten)|!Motion Picture Patents Company]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1915]]&lt;/div&gt;</summary>
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