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	<title>Moskovitische Periode der altrussischen Literatur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-11T00:36:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Moskovitische_Periode_der_altrussischen_Literatur&amp;diff=8634&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 23. Januar 2024 um 15:32 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-23T15:32:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moskovitische Periode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  der [[Altrussische Literatur|Altrussischen  Literatur]] beginnt mit dem Aufstieg [[Moskau]]s als neues Herrschaftszentrum im [[15. Jahrhundert]] und endet mit der Öffnung des Landes nach Westen durch [[Peter I. (Russland)|Peter den Großen]] zur Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Literatur dieser Zeit, die zum größten Teil von [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] [[Mönch]]en verfasst wurde, dient vor allem der Legitimierung und Verherrlichung der wachsenden Macht von Staat und Kirche, der Untermauerung der Theorie von Moskau als „[[Drittes Rom]]“ nach dem [[Untergang des Byzantinischen Reiches]] 1453.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lassen sich im moskovitischen Staat literarische Tendenzen ausmachen, wie sie für das [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] des [[10. Jahrhundert]]s unter Kaiser [[Konstantin VII. Porphyrogennetos]] typisch waren. Dazu gehört einerseits die Überwucherung des biographischen Inhalts der [[Vita|Heiligen- und Fürstenviten]] durch pathetische Rhetorik, andererseits eine &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie|enzyklopädisch]]e Sammelarbeit&amp;#039;&amp;#039;, als deren Ergebnisse u.&amp;amp;nbsp;a. umfassende historische oder moraltheologische Kompilationen entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Heiligen- und Fürstenviten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die zunehmenden Kontakte mit Byzanz und dem Balkan nach dem Ende des [[Tatarenjoch]]s konnten vermehrt neue literarische Einflüsse nach Russland eindringen. Russische Mönche, die zum Studium etwa das [[Studion-Kloster]] in [[Konstantinopel]] oder die Klöster auf dem [[Berg Athos]] besuchten, mehr noch aber südslawische Hagiographen, die nach Norden auswanderten, brachten einen völlig neuen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in die russische [[Hagiographie]]. Zu den wichtigsten Vertretern dieser blumigen Stils, der auf den byzantinischen Hagiographen [[Symeon Metaphrastes]] zurückgeht und im 14. Jahrhundert von Vertretern einer [[Hesychasmus|hesychastischen]] Strömung wie [[Gregorios Palmas]] wieder aufgegriffen wurde, gehören etwa der aus dem [[Bulgarien|bulgarischen]] [[Weliko Tarnowo|Tarnowo]] stammende [[Grigorij Camblak]] oder sein älterer Freund und Verwandter [[Kiprian]]. Letzterer schrieb [[1390]] als [[Metropolit]] von Moskau die &amp;#039;&amp;#039;Vita von Petros, dem ersten Metropoliten von Moskau&amp;#039;&amp;#039; vollkommen um und gab damit das Signal zu einer stilistischen Umarbeitung der gesamten hagiographischen Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für diesen neuen auch als „Wortgeflecht“ (slovopletenie) bezeichneten Stil ist der wuchernde Gebrauch von kunstvollen rhetorischen Figuren, hinter dem das biographische Tatsachenmaterial völlig in den Hintergrund tritt. Es geht nun nicht mehr wie in der [[Prämoskovitische Periode der altrussischen Literatur|Prämoskovitischen Periode]] der [[altrussische Literatur|altrussischen Literatur]] um eine einfache Lebensbeschreibung, sondern um die Verherrlichung der Helden der Viten. Hier beginnen die Einleitung und die abschließende Lobpreisung eine immer größere Rolle zu spielen. In der Einleitung beginnt der Schreiber nicht selten tatsächlich bei [[Adam und Eva]], um die direkte Abstammung seines Helden von wichtigen Heiligen oder Herrschern darzulegen. In der Lobpreisung wird durch die Beschreibung der Helden- oder Wundertaten und der Wunder, die sich nach dem Tod des Beschriebenen ereignet haben, seine Heiligkeit noch einmal betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz neu ist auch, dass nun der Hagiograph zum ersten Mal aus der [[Anonymität]] heraustritt. Es wird nun unter den Schreibern üblich, Anmerkungen zur eigenen [[Biographie]] oder eigene [[Philosophie|philosophische]] Überlegungen in die Viten einfließen zu lassen. Diese Praktik findet sich zum ersten Mal bei [[Kiprian]] und wird vom aus [[Serbien]] eingewanderten [[Pachomi Serb|Pachomi Serb (Logofet)]] besonders gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helden der Viten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind zumeist nicht bereits kanonisierte Heilige, sondern Männer, die für Staat oder Kirche große Dienste geleistet haben und deren Heiligung dazu beitragen kann, die eng verflochtene Macht von Staat und Kirche weiter zu festigen. So ist es kein Wunder, dass die Grenze von Fürstenviten und Heiligenviten verschwimmt und auch die „Geschichtsschreibung“ von dem neuen Huldigungsstil erfasst wird. Ein typisches Beispiel für diese Klerikalisierung der Fürstenbiographien, die schon in der tatarischen Periode begonnen hat, ist die Vita &amp;#039;&amp;#039;Vom Leben und Tod des Großfürsten [[Dmitri Donskoi|Dimitrij Iwanowitsch]], des russischen Zaren&amp;#039;&amp;#039;, deren Autorschaft nicht eindeutig geklärt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helden der Viten aus der kirchlichen Sphäre sind nicht selten selbst Hagiographen, deren Leben von ihren eigenen Schülern gehuldigt wird. So pries etwa [[Jepifani Premudry]] seine beiden Lehrer in der &amp;#039;&amp;#039;Vita des [[Stephan von Perm]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Vita des [[Sergius von Radonesch]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enzyklopädische Bestrebungen im 16. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstdarstellung der moskovitischen Herrschaft als prunkvoller Endpunkt der historischen Entwicklung wollte es auch, dass vor allem unter der Herrschaft [[Iwan IV. (Russland)|Iwans des IV.]] in verschiedenen Bereichen die wichtigsten literarischen Zeugnisse zu umfassenden Kompilationen zusammengefasst wurden. Die treibende Kraft bei vielen dieser Unternehmungen war der [[Metropolit]] [[Makarij von Moskau|Makarij]]. Er war der Initiator der verschiedenste kirchliche Texte versammelnden [[Die Großen Lesemenäen|Großen Lesemenäen]], des Moralkodex [[Stoglav]], sowie des [[Stufenbuch]]s – einer Sammlung von Herrscherviten. Er hatte wohl auch Einfluss auf die Zusammenstellung des [[Azbukovnik]], einer Enzyklopädie, die vor dem Hintergrund der moskovitisch-autokratischen Ideologie das Wissen der Zeit versammelte, sowie des [[Domostroj]], einer auf dem System der Staatsführung begründeten Anleitung zur Haushaltsführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;historischen Kompilationen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sollte die Geschichte als logische Entwicklung von der [[Schöpfung]] bis hin zum Moskovitischen Reich als Vollendung und Höhepunkt darstellen. Dazu gehören der mit dem Jahr [[1541]] endende [[Auferstehungskodex]], der [[Nikon-Kodex]] (abgeschlossen [[1558]]) und der [[Lvovskij Kodex]] (abgeschlossen [[1560]]). Die beiden letzten bildeten die Grundlage für die von Iwan IV. gewünschte [[Illustrierte Chronik]], welche außerdem noch die Bibel, übersetzte byzantinische Chroniken, die [[Altrussische Chronik]], den [[Alexanderroman]] und die Schilderung des [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieges]] enthielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den historischen Großwerken gehört auch das oben erwähnte [[Stufenbuch]] sowie die Weiterführung des [[1442]] von [[Pachomij Logofet]] geschaffenen [[Chronograph]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Großfürstentum Moskau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altrussische Literatur|!Moskovitische Periode der altrussischen Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Kirchenslawisch)|!Moskovitische Periode der altrussischen Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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