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	<title>Moltebeere - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Moltebeere&amp;diff=8168&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boonekamp: disss&#039;n&#039;dasss</title>
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		<updated>2025-09-08T07:35:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;disss&amp;#039;n&amp;#039;dasss&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Moltebeere&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Rubus chamaemorus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Rubus&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Rosoideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Rosengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Rosaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rosenartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Rosales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Hjortron.png&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Weibliche Moltebeere mit reifer Frucht&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moltebeere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Rubus chamaemorus&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;Multebeere&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Multbeere&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schellbeere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sumpfbrombeere&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Torfbeere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nordic Berry&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Pflanzen]][[Art (Biologie)|art]] aus der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Rubus]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie ist einziger Vertreter der Untergattung &amp;#039;&amp;#039;Chamaemorus&amp;#039;&amp;#039; und gehört zur Unterfamilie der [[Rosoideae]] innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Rosengewächse]] (Rosaceae). Die Moltebeere kommt im Norden Amerikas, Europas und Asiens vor. Sie ist in Mitteleuropa sehr selten. Es gibt keine Vorkommen in [[Österreich]] und der [[Schweiz]]. Die sehr geringen Vorkommen in Norddeutschland sind streng geschützt. Die Bekanntheit wuchs mit der Abbildung der Moltebeere auf der [[Finnische Euromünzen|finnischen 2-Euro-Münze]]. Diese Pflanzenart ist ein Wahrzeichen [[Lappland]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der botanische Name entstammt dem [[Griechische Sprache|Griechischen]]: &amp;#039;&amp;#039;chamai&amp;#039;&amp;#039; = „auf der Erde“ und &amp;#039;&amp;#039;mōros&amp;#039;&amp;#039; = „[[Maulbeere]]/[[Brombeeren|Brombeere]]“, bedeutet also „Bodenbrombeere“. Die Bezeichnung „Molte-“ ist in den skandinavischen Sprachen verbreitet und kam über das [[Dänische Sprache|Dänische]] ins Deutsche. Der Begriff ist verwandt mit dem Wort „schmelzen“ und bezieht sich auf die im Reifezustand sehr weiche Frucht. Auf [[Norwegische Sprache|Norwegisch]] heißt sie ähnlich wie im Dänischen und Deutschen, auf [[Finnische Sprache|Finnisch]] wird sie als &amp;#039;&amp;#039;Lakka&amp;#039;&amp;#039;, in Nordfinnland auch als &amp;#039;&amp;#039;Hilla&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Im [[Schwedische Sprache|Schwedischen]] nennt man sie &amp;#039;&amp;#039;Hjortron&amp;#039;&amp;#039;, im [[Russische Sprache|Russischen]] &amp;#039;&amp;#039;Moroschka&amp;#039;&amp;#039; und im [[Estnische Sprache|Estnischen]] &amp;#039;&amp;#039;Murakas&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Englische Sprache|Englischen]] ist der Name &amp;#039;&amp;#039;Cloudberry&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bakeapple&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich, im [[Französische Sprache|Französischen]] &amp;#039;&amp;#039;Plaquebière&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Chicouté&amp;#039;&amp;#039;. Daneben finden sich zahlreich regionale Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pflanzenbeschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubus ch wurzel.jpg|mini|Wurzelwerk und Stängel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubus chamaemorus LC0151.jpg|mini|Männliche Blüte der Moltebeere mit Staubfäden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubus cha female.jpg|mini|Weibliche Blüte der Moltebeere mit Fruchtblättern und Griffelchen (Stylodien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubus chamaemorus close-up.JPG|mini|Reifende Moltebeere]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reife moltebeeren.JPG|mini|Eine Handvoll reifer Moltebeeren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubus chamaemorus L. - cloudberry 01.jpg|mini|Samen der Moltebeere mit Maßstab]]&lt;br /&gt;
Die Moltebeere ist eine [[mehrjährige Pflanze]] und erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 25 Zentimetern. In Gesellschaft mit Zwergsträuchern wie [[Rauschbeere]] und [[Sumpfporst]] werden auch Wuchshöhen bis 45&amp;amp;nbsp;cm beobachtet. Aus einer unterirdischen Grundachse treiben aufrechte, unverzweigte, nicht verholzende und unbedornte [[Stängel]]. Die wechselständigen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind schwach handförmig, fünf- bis siebenlappig und am Rand gesägt. Am Blattansatz befindet sich ein wenige Millimeter großes [[Nebenblatt]]. Die Blätter sind bis zu 20 Zentimeter breit. Im Herbst verfärbt sich das Laub stark rot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mitte Mai bilden sich weiße, gelegentlich auch rötliche, einzeln endständige [[Blüte]]n mit je vier bis acht, meist fünf Kron- und Kelchblättern. Sie sind kurzlebig und bei Regen schnell entblättert. Die Pflanze ist zweihäusig [[Diözie|diözisch]]. Die weibliche Blüte trägt zahlreiche grünliche [[Fruchtblatt|Fruchtblätter]], die männliche Blüte viele Staubfäden mit gelben Staubbeuteln. Die [[Bestäubung]] erfolgt durch [[Insekten]]. Die Blütezeit reicht bis Ende Juni, entsprechend ungleichzeitig ist auch die Reife der Früchte.&lt;br /&gt;
Bis zum Juli reifen [[Sammelsteinfrucht|Sammelsteinfrüchte]] mit einer Größe bis zu 2,5 Zentimeter,&amp;lt;ref&amp;gt;H. Kokko: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.teknia.fi/news/main.asp?sid=8&amp;amp;sivu=24&amp;amp;o=24&amp;amp;kpl=1 Northern Berries.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Teknia News.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 4. Juli 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; bestehend aus bis zu 25 Steinfrüchtchen. Die reifenden Früchte sind zunächst grünlich und vollständig von den Kelchblättern umschlossen, dann blassrot, schließlich gelborange. Bei geringer Sonneneinstrahlung wird das rote Stadium übersprungen. Sobald sich die äußeren [[Blütenhüllblätter]] von der Frucht wegrollen, ist die Moltebeere reif. Dann ist sie sehr weich und entsprechend schwer zu pflücken. Daher werden oft unreife Früchte gepflückt, die dann an der Sonne nachreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 56.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cloudberry distrib.png|mini|links|Verbreitungsgebiet der Moltebeeren]]&lt;br /&gt;
Das Hauptverbreitungsgebiet der Moltebeere liegt in [[Boreale Zone|borealen]] und [[Polargebiet|zirkumpolaren]] Zonen zwischen 54° und 78° nördlicher Breite in den Staaten [[Russland]], [[Schweden]], [[Finnland]] und [[Norwegen]] sowie in [[Schottland]] und [[England]]. Einzelne Vorkommen finden sich auch in West-, Mittel- und Osteuropa sowie etwas häufiger im [[Baltikum]] als eiszeitliche Überreste, sogenannte [[Glazialrelikt]]e. In [[Grönland]] erreicht sie ihren nördlichsten Verbreitungspunkt. Das südlichste Vorkommen liegt in den [[Sudeten]], sowohl in [[Polen]] als auch in [[Tschechien]], im [[Riesengebirge]]. Früher hatte die Art wohl auch ein Vorkommen in Baden-Württemberg im [[Schwenninger Moos]]. Diese glaubhafte Angabe aus dem Jahr 1788 war manchmal umstritten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sebald1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Nordamerika]] wächst sie von [[Kanada]] (in den dünnbesiedelten Wäldern nördlich der Stadt [[Québec (Stadt)|Québec]] sowie auf den [[Magdalenen-Inseln]] im [[Sankt-Lorenz-Strom]]) bis in die [[USA]] ([[Alaska]], [[Maine]], [[Minnesota]], [[New Hampshire]], [[New York (Bundesstaat)|New York]]), ist aber vielfach bereits bedroht. Auch in [[Sibirien]] und Nord[[japan]] ist sie heimisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland kommt die Art nur noch in Niedersachsen in Moorgebieten an [[Weser]] und [[Elbe]] vor, zum Beispiel im [[Plackenmoor]], wo die Bestände zumeist durch Verbuschung bedroht sind. Die Moltebeere ist in Deutschland nach der [[Bundesartenschutzverordnung]] streng und besonders geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standortbeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die Moltebeere wächst in [[Hochmoor]]en auf erhöhten Torfmooskuppen ([[Bult (Bodenerhebung)|Bulte]]) und an trockeneren Regenmoorrändern, in [[Zwischenmoor]]en und Heiden bis in eine Höhe von zirka 1400 Meter. In Skandinavien kommt sie außerdem in lichten Wäldern und an Waldrändern vor. Die Moltebeere erträgt große Kälte im Winter, reagiert aber sehr empfindlich auf Kälteeinbrüche nach Beginn ihrer Vegetationsphase. In südlicheren Lagen können ihr daher ein paar schöne Sonnentage im April schon zum Verhängnis werden, weshalb sie dort nur im Halbschatten wächst. Sie gedeiht auf sauren Böden (pH-Wert zwischen 3,5 und 5,2), toleriert bis zu −38&amp;amp;nbsp;°C Kälte und leichte bis mittelschwere Waldbrände, reagiert aber empfindlich auf [[Salze]]. In Regenmooren ist die Moltebeere Bestandteil der „Bunten Torfmoosgesellschaft“ (&amp;#039;&amp;#039;Sphagnetum magellanici&amp;#039;&amp;#039;) und ist hier unter anderen mit [[Torfmoose]]n wie &amp;#039;&amp;#039;Sphagnum magellanicum&amp;#039;&amp;#039; sowie der [[Gewöhnliche Moosbeere|Moosbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium oxycoccos&amp;#039;&amp;#039;) in Gesellschaft. In Mitteleuropa kommt sie in Gesellschaften der Klasse Oxycocco-Sphagnetea vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologie ===&lt;br /&gt;
Die Moltebeere ist eine robuste Pflanze, wie viele Rosengewächse aber unter anderem anfällig für [[Sternrußtau]] und die [[Brennfleckenkrankheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moltebeere ist Futterpflanze für etliche Schmetterlingsraupen, beispielsweise für jene des [[Kleines Nachtpfauenauge|Kleinen Nachtpfauenauges]] (&amp;#039;&amp;#039;Saturnia pavonia&amp;#039;&amp;#039;). Verschiedene Tiere schätzen die Beeren als Nahrung. Aus [[Sacha|Jakutien]] wird berichtet, dass [[Braunbär]]en bereitwillig große Entfernungen in der [[Tundra]] zurücklegen, um an die Früchte zu gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Innokentiy Innokentievich Mordosov: &amp;#039;&amp;#039;Yakutia Brown Bear Foods.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;International Bear News.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;11, No.&amp;amp;nbsp;2. Portland, Flagstaff Ariz, 11.2002, 2, {{ISSN|1064-1564}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermehrung ==&lt;br /&gt;
Die Moltebeere vermehrt sich überwiegend vegetativ über ihr [[Rhizom]] und bildet so an ihren Wuchsorten umfangreiche Kolonien gleichgeschlechtlicher Pflanzen. Die Vermehrung durch Samen ist demgegenüber nachrangig. Anders als viele &amp;#039;&amp;#039;Rubus&amp;#039;&amp;#039;-Arten ist die Moltebeere nicht selbstbefruchtend. Die zweihäusige Pflanze (nur selten werden [[Hermaphroditismus|zwittrige]] Pflanzen gefunden) bedarf zur Befruchtung jeweils einer Pflanze des anderen Geschlechtes. Eine Aufnahme der [[Frucht (Botanik)|Früchte]] durch Vögel und andere Tiere fördert die Ausbreitung der unverdaulichen Samen über deren Ausscheidung. Die Moltebeere ist ein [[Kaltkeimer]]. Ihre Samen bedürfen einer 270-tägigen [[Stratifikation (Botanik)|Stratifikation]] und keimen dann erst bei Temperaturen ab 18&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref&amp;gt;Carol C. Baskin, Jerry M. Baskin: &amp;#039;&amp;#039;Propagation protocol for production of container Rubus chamaemorus L. plants.&amp;#039;&amp;#039; University of Kentucky, Lexington Kent. In: &amp;#039;&amp;#039;Native Plant Network.&amp;#039;&amp;#039; University of Idaho, College of Natural Resources, Forest Research Nursery. Moscow ID 2002. {{Webarchiv | url=http://www.nativeplantnetwork.org/network/view.asp?protocol_id=1449 | wayback=20070927101951 | text=Online}}, {{ISSN|1522-8339}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Moltebeeren sind [[Polyploidie|oktoploid]], das heißt, sie besitzen einen achtfachen [[Chromosom]]ensatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Verwendung als Lebensmittel ===&lt;br /&gt;
Die Moltebeere ist reich an Vitaminen und Spurenelementen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.yrttitarha.com/kanta/lakka/ravintoaineet.html online] (finnisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; und daher ein wertvolles Nahrungsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reife Moltebeeren haben einen süß-aromatischen Geschmack, der an Aprikosen- oder Apfelmus erinnert. Vielfach wird aus ihr [[Marmelade]] oder [[Gelee]] hergestellt, oder sie wird zum Aromatisieren von Süßspeisen verwendet. In Schweden isst man sie gefroren mit Zucker &amp;#039;&amp;#039;(Björnkulla)&amp;#039;&amp;#039;, in Finnland zusammen mit dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Leipäjuusto]]&amp;#039;&amp;#039; („Brotkäse“, einem harten, teigartigen Käsegericht) und viel Zucker. Ebenfalls in Finnland bereitet man einen [[Likör]] namens &amp;#039;&amp;#039;Lakka&amp;#039;&amp;#039; aus ihnen (&amp;#039;&amp;#039;Lakka&amp;#039;&amp;#039; ist der finnische Name der Moltebeere), in Kanada wird die Frucht unter anderem zur Aromatisierung einer [[Bier]]spezialität verwendet und in Schweden dient sie zur [[Essig]]bereitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ertrag der Moltebeere ist gering, daher ist sie die teuerste der wild gesammelten Beeren. In Finnland werden Sammlern mindestens sechs Euro je Kilogramm gezahlt. (Stand: 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;Berry Provinces Project: {{Webarchiv|url=http://www.ascentia.fi/marjamaakunnat/f-berrie.htm |wayback=20060206222936 |text=&amp;#039;&amp;#039;Wild Berries.&amp;#039;&amp;#039; }} Abgerufen am 4. Juli 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl auch heute insbesondere in Norwegen die Nachfrage als Delikatesse größer ist als das Angebot, ist sie nach wie vor eine reine Wildfrucht. Norwegen importiert jährlich 200 bis 300 Tonnen der Früchte aus Finnland. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die norwegische Regierung in Zusammenarbeit mit finnischen, schwedischen, schottischen und russischen Stellen im Northberry-Forschungsprojekt darum bemüht, die Moltebeere als Agrarfrucht zu kultivieren. Die ersten optimierten Pflanzen (männliche Sorten &amp;#039;&amp;#039;Apolto&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Apollen&amp;#039;&amp;#039;, weibliche Sorten &amp;#039;&amp;#039;Fjellgull&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Fjordgull&amp;#039;&amp;#039;) werden seit 2002 an die Landwirtschaft abgegeben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Diosgenin planar.png|mini|Diosgenin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung als Heilkraut ===&lt;br /&gt;
Die Frucht wurde wegen ihres hohen [[Ascorbinsäure|Ascorbin-]] und [[Benzoesäure]]-Gehaltes (letzterer bewirkt eine äußerst gute Lagerbarkeit) von nordischen Seeleuten und amerikanischen [[Eskimos]] gleichermaßen als Mittel gegen [[Skorbut]] geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blätter der Moltebeere werden aufgrund ihres Gehaltes an [[Gerbsäure]] gegen [[Durchfall]] verwendet. Die Pflanze enthält darüber hinaus [[Diosgenin]], ein [[Steroid]] und Vorstufe des weiblichen [[Hormon]]s [[Progesteron]], das gegen [[Gicht]] und [[Rheuma]] angewandt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Nielsen, Verner Hancke: &amp;#039;&amp;#039;Lægeplanter i farver.&amp;#039;&amp;#039; Politikens Forlag, København 1976, ISBN 87-567-2355-5, S.&amp;amp;nbsp;151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2 euro coin Fi serie 1a.png|miniatur|Moltebeere als Motiv auf der finnischen 2-Euro-Münze]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier findet sich sehr viel Lit. die äusserst schwer genau zu bestimmen ist. bitte mehr Sorgfalt! Ich habe mir die größte Mühe gegeben, garantiere für nichts.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* I. Martinussen, K. Rapp, T. V. Bhuvaneswari, O. Junttila: &amp;#039;&amp;#039;Flower Development in Cloudberry (Rubus Chamaemorus L.)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Acta horticulturae proceedings of the ISHS symposium on in vitro culture and horticultural breeding.&amp;#039;&amp;#039;  International Society for Horticultural Science, Leuven 585.2002, ISBN 90-6605-815-3, {{ISSN|0567-7572}}, S.&amp;amp;nbsp;143–147.&lt;br /&gt;
* Daniel R. Campbell, Line Rochefort: &amp;#039;&amp;#039;Germination and seedling growth of bog plants in relation to the recolonization of milled peatlands.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Ecology.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Dordrecht 169.2003, {{ISSN|1385-0237}}, S.&amp;amp;nbsp;71–84.&lt;br /&gt;
* Ummo Lübben: &amp;#039;&amp;#039;Zum Vorkommen der Moltebeere (Rubus chamaemorus L.) im Ipweger Moor.&amp;#039;&amp;#039; In: Oldenburger Jahrbuch, Band Nr. 108 (2008), S.&amp;amp;nbsp;261ff.&lt;br /&gt;
* Jean-Yves Daigle: &amp;#039;&amp;#039;Peatlands – Cloudberry cultivation as a peatland reclamation option&amp;#039;&amp;#039;. In: {{Webarchiv | url=http://www.umcs.ca/Institut/TA002.pdf | wayback=20070928122735 | text=&amp;#039;&amp;#039;Technology Alert&amp;#039;&amp;#039;}}. Bd.&amp;amp;nbsp;1, No.&amp;amp;nbsp;2. Coastal Zones Research Institute. Aquaculture, Fisheries &amp;amp; Marine Products. Shippagan, New Brunswick Ca 1.2003,2, S.&amp;amp;nbsp;4 (pdf).&lt;br /&gt;
* Christian Wolkersdorfer: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.wolkersdorfer.info/publication/publications.htm Rubus chamaemorus (Multebeere) als Zeigerpflanze am Sæterfjell (Nordland/Norwegen).]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Aufschluss]].&amp;#039;&amp;#039; VFMG, Heidelberg 45.1994,2, {{ISSN|0004-7856}}, S.&amp;amp;nbsp;82–86 (PDF).&lt;br /&gt;
* [[Gustav Hegi]], Hans J. Conert, Eckehart J. Jäger, Joachim W. Kadereit: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, 2A, Blackwell Parey, Berlin 1995, ISBN 3-8263-3082-X.&lt;br /&gt;
* Heinrich E. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Die Gattung Rubus L. (Rosaceae) im nordwestlichen Europa&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Phanerogamarum monographiae.&amp;#039;&amp;#039; Cramer, Vaduz 7.1972,100. {{ISSN|0079-1369}}&lt;br /&gt;
* Helmut Genaust: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen.&amp;#039;&amp;#039; 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Rubus chamaemorus|Moltebeere (&amp;#039;&amp;#039;Rubus chamaemorus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|4925|Rubus chamaemorus}}&lt;br /&gt;
* {{VKFloraweb|4925}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Rosengewaechse/moltebeere.htm#Moltebeere Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.uku.fi/northernberries/ | wayback=20070928122735 | text=Netzpublikation des „Northberry“-Forschungsprojekts }}&lt;br /&gt;
* [http://www.hort.purdue.edu/newcrop/cropfactsheets/cloud_berry.html &amp;#039;&amp;#039;Cloudberry&amp;#039;&amp;#039;]  bei Purdue.&lt;br /&gt;
* [http://www.hort.purdue.edu/newcrop/proceedings1993/v2-524.html &amp;#039;&amp;#039;Commercialization of the Cloudberry (Rubus chamaemorus L.) in Norway&amp;#039;&amp;#039;] bei Purdue.&lt;br /&gt;
* [http://www.hort.purdue.edu/newcrop/proceedings1999/v4-324.html#rubus &amp;#039;&amp;#039;Temperate Berry Crops&amp;#039;&amp;#039;] bei Purdue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 511.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sebald1992&amp;quot;&amp;gt;[[Oskar Sebald]] u.&amp;amp;nbsp;a.: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 3, Seite 35. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1992. ISBN 3-8001-3314-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|6. Juli 2006|18663956}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7524829-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brom- und Himbeeren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beerenobst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wildfrucht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boonekamp</name></author>
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