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	<title>Mittelohr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-07T23:10:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Mittelohr&amp;diff=11080&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saidmann: Änderung 250798198 von Helium4 rückgängig gemacht; Kein Beleg für &quot;Innenohr&quot;</title>
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		<updated>2024-11-29T13:36:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Diff/250798198&quot; title=&quot;Spezial:Diff/250798198&quot;&gt;250798198&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Helium4&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Helium4&quot;&gt;Helium4&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Kein Beleg für &amp;quot;Innenohr&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mittelohr.jpg|mini|Lage und Bau des Mittelohrs beim Menschen]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittelohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]]: &amp;#039;&amp;#039;Auris media&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Bestandteil des [[Ohr]]es des [[Mensch]]en, aber auch der anderen landlebenden [[Wirbeltiere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht aus einer Höhle, die sich an den beiden Seiten des Schädels befindet. Diese [[Paukenhöhle]] (&amp;#039;&amp;#039;Cavum tympani&amp;#039;&amp;#039;) entsteht [[Embryo|embryonal]] aus der ersten [[Schlundtasche]]. Sie ist mit [[Luft]] gefüllt und mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die fest mit der Knochenhaut ([[Periost]]) verbunden ist. Über die [[Eustachi-Röhre]] („Ohrtrompete“) ist das Mittelohr mit dem [[Rachen]]raum verbunden. Über sie findet ein [[Druckausgleich]] gegenüber der Außenwelt statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehörknöchelchen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stapes laser1a.jpg|mini|Einblick in das Mittelohr bei operativer Eröffnung des Trommelfells:&amp;lt;br /&amp;gt;(1) langer Ambossschenkel,&amp;lt;br /&amp;gt;(2) Hammergriff,&amp;lt;br /&amp;gt;(3) Steigbügelfußplatte mit Kreis des Pilotlasers,&amp;lt;br /&amp;gt;(4) [[Chorda tympani]],&amp;lt;br /&amp;gt;(5) Sehne des Steigbügelmuskels (Musculus stapedius)]]&lt;br /&gt;
Im Mittelohr befinden sich die winzigen [[Gehörknöchelchen]], die das [[Außenohr]] mit dem [[Innenohr]] verbinden. Mit dem [[Trommelfell]] (&amp;#039;&amp;#039;Membrana tympani&amp;#039;&amp;#039;) ist der Griff des [[Hammer (Anatomie)|Hammers]] (&amp;#039;&amp;#039;Malleus&amp;#039;&amp;#039;) verwachsen. Der Hammer ist gelenkig mit dem [[Amboss (Anatomie)|Amboss]] (&amp;#039;&amp;#039;Incus&amp;#039;&amp;#039;) verbunden, der wiederum mit dem [[Steigbügel (Anatomie)|Steigbügel]] (&amp;#039;&amp;#039;Stapes&amp;#039;&amp;#039;) in Kontakt steht. Der Steigbügel ist mit seiner Fußplatte beweglich in das ovale Fenster (&amp;#039;&amp;#039;Fenestra ovalis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;vestibularis&amp;#039;&amp;#039;) des Innenohrs (&amp;#039;&amp;#039;Auris interna&amp;#039;&amp;#039;) eingepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gehörknöchelchen sind durch feine Bänder und Muskeln beweglich aufgehängt. Sie bilden ein Hebelsystem, das die Schwingungen des Trommelfells mechanisch auf das Innenohr überträgt. Da die Schwingungen von einem luftgefüllten Raum auf einen mit Flüssigkeit gefüllten Raum (Cochlea) übertragen werden müssen, muss eine Verstärkung des Signals stattfinden. Diese Signalverstärkung wird zum einen durch die Hebelwirkungen der Gehörknöchelchen erreicht, zum anderen dadurch, dass das Trommelfell eine größere Fläche besitzt als das ovale Fenster. So findet eine [[Schalldruck]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;erhöhung&amp;lt;/nowiki&amp;gt; statt. Im Bereich zwischen 1 und 3&amp;amp;nbsp;kHz ist diese Ankopplung optimal, etwa 60 % der gesamten [[Schallleistung]] werden vom Trommelfell auf das Innenohr übertragen. Bei tieferen Frequenzen, aber auch im Hochtonbereich wirkt dieser Mechanismus deutlich weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelohrmuskeln ==&lt;br /&gt;
Mit Hilfe von zwei kleinen Muskeln können die Eigenschaften der Schallübertragung verändert werden: Der [[Musculus tensor tympani]] setzt am [[Hammer (Anatomie)|Hammer]] an und spannt das Trommelfell. Der [[Musculus stapedius]] setzt am [[Steigbügel (Anatomie)|Steigbügel]] an und verkantet die Steigbügelplatte im ovalen Fenster. Hierdurch wird die Ankopplung des Trommelfells an das Innenohr verschlechtert, es wird nicht mehr die gesamte [[Schallleistung]] an das Innenohr übertragen, sondern ein Teil wird am Trommelfell reflektiert bzw. in die umgebenden Knochen abgeleitet. Hierdurch kann sich das [[Auditive Wahrnehmung|Gehör]] in gewissen Grenzen vor einer Schädigung durch zu hohen [[Schalldruck]] schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Schutzmechanismus gegen hohe Schallpegel ist nur der &amp;#039;&amp;#039;Musculus stapedius&amp;#039;&amp;#039; beteiligt, er kontrahiert sich als Folge des [[Stapediusreflex]]es, der durch lauten Schall ausgelöst wird.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Djupesland: &amp;#039;&amp;#039;Electromyography of the tympanic muscles in man.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Int. Audiol.&amp;#039;&amp;#039; 4, 33, 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stapediusreflex setzt bei [[Schallpegel]]n von 70 bis 95&amp;amp;nbsp;dB (Stapediusreflexschwelle) ein und ist etwa 50 ms nach Einsatz des Schalls wirksam.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Chiveralls, R. FitzSimons: &amp;#039;&amp;#039;Stapedial reflex action in normal subjects.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Brit. J. Audiol.&amp;#039;&amp;#039; 7, 105, 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stapediusreflex wirkt an beiden Ohren, selbst wenn nur ein Ohr mit hohem Schallpegel beschallt wird. Durch eine [[Akustische Impedanz|Impedanzmessung]] am äußeren [[Gehörgang]] kann man den Einsatz des Stapediusreflexes beobachten und dies zu diagnostischen Zwecken nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phylogenese ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jaw joint - mammal n non-mammal.png|gerahmt|rechts|Kiefergelenke von Säugern und Nichtsäugern. Bei den Säugern sind [[Quadratum]] und [[Articulare]] wesentlich kleiner und sind Teil des Mittelohrs. Bei [[Säugetier]]en besteht außerdem der Unterkiefer nur aus dem [[Dentale]].]]&lt;br /&gt;
Das Kiefergelenk (lat. &amp;#039;&amp;#039;Articulatio temporo-mandibularis&amp;#039;&amp;#039;) ist die bewegliche Verbindung zwischen dem [[Unterkiefer]] und dem übrigen [[Schädel]]. Bei den [[Wirbeltiere]]n, genauer ab den [[Kiefermäuler]]n (Gnathostomata), wird mit Ausnahme der Säugetiere ([[Evolution der Säugetiere]]) das Kiefergelenk durch eine Verbindung zwischen [[Os articulare]] und [[Os quadratum]] ([[Kiefergelenk|primäres Kiefergelenk]]) gebildet, das aus dem ersten [[Kiemenbogen]] hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Knochen sind bei den Säugetieren ([[Therapsiden]], [[Evolution der Säugetiere]]) zu zwei der drei Gehörknöchelchen evolviert und formen bei ihnen das Gelenk zwischen Hammer und Amboss. Das Kiefergelenk der Säugetiere ist daher ein [[Kiefergelenk|sekundäres Kiefergelenk]] und wird vom Gelenkknochen des Unterkiefers und dem Schuppenteil des Schläfenbeins gebildet und in das &amp;#039;&amp;#039;[[Paukenhöhle|Cavum tympani]]&amp;#039;&amp;#039; verlagert.&amp;lt;ref&amp;gt;Pieter Nicolaas van Kampen: [http://archive.org/details/dietympanalgegen00kamp &amp;#039;&amp;#039;Die Tympanalgegend des Säugetierschädels.&amp;#039;&amp;#039;] W. Engelmann, Leipzig 1905.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit sind die Kieferknochen (Articulare, ein kleiner Knochen am Hinterende des Unterkiefers, und Quadratum, ein kleiner Knochen am Hinterende des Oberkiefers) der [[Amnioten]] bei den Säugetieren in das Mittelohr gewandert. Dadurch kann eine bessere Übertragung des akustischen Signals erreicht werden. Die frühesten Amnioten besaßen ein Kiefergelenk, das aus dem Articulare und dem Quadratum zusammengesetzt war. Sämtliche nichtsäugetierartigen Amnioten ([[Echsen]], [[Krokodile]], [[Dinosaurier]] mit ihren Nachfahren, den Vögeln, und Therapsiden)&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Müller, Linda A. Tsuji: [http://www.plosone.org/article/fetchArticle.action?articleURI=info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0000889 &amp;#039;&amp;#039;Impedance-Matching Hearing in Paleozoic Reptiles: Evidence of Advanced Sensory Perception at an Early Stage of Amniote Evolution.&amp;#039;&amp;#039;] bei [[PLOS ONE]]&amp;lt;/ref&amp;gt; zeichnen sich durch dieses Kiefergelenk aus. Die Säugetiere benutzen jedoch ein anderes Kiefergelenksystem, welches nur aus den Deckknochen Dentale (dem zahntragenden Unterkieferknochen) und Squamosum (kleiner Schädelknochen) aufgebaut ist. Bei den Säugetieren wurden das Quadratum und das Articulare zum Amboss (Incus) beziehungsweise zum Hammer (Malleus) im Mittelohr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mammalia_Overview&amp;quot;&amp;gt;[http://palaeos.com/vertebrates/mammalia/ Mammalia: Overview – Palaeos]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Cowen |Titel=History of Life |Verlag=Blackwell Science |Ort=Oxford |Datum=2000 |Seiten=432}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
* Eine [[Entzündung]] des Mittelohrs wird als [[Otitis media]] (&amp;#039;&amp;#039;Mittelohrentzündung&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet.&lt;br /&gt;
* [[Paukenerguss]] (Serotympanon) ist eine Ansammlung von Flüssigkeit im Mittelohr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Middle ear|Mittelohr}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4137366-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie des Ohrs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schädel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[nl:Oor#Middenoor]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saidmann</name></author>
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