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	<title>Mistral (Wind) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-06T10:35:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Mistral_(Wind)&amp;diff=2245&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wurgl: +Normdaten</title>
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		<updated>2025-01-04T22:52:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mistral wind1.jpg|mini|hochkant=1.45|Der Mistral und seine Entstehung – die Luftströmung verläuft um das Tiefdruckgebiet gegen den Uhrzeigersinn (nördliche Hemisphäre) ins Tief hinein. Dadurch ergibt sich in dieser Konstellation ein geostrophischer Wind aus etwa nordwestlicher Richtung.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mistral&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Provenzalische Sprache|provençalisch]] &amp;#039;&amp;#039;mistrau&amp;#039;&amp;#039;, {{ocS|mistral, magistral}}, {{caS|mestral}}, [[Korsische Sprache|korsisch]], [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;maestrale&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[katabatischer Wind]], also ein kalter, trockener und oft starker [[Fallwind]], der sich im unteren [[Französisches Rhonetal|Rhônetal]] (und darüber hinaus) bemerkbar macht. Im Rhonetal weht er aus Nord, an der [[Côte d’Azur]] und auf [[Korsika]] dreht er nach West.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web|url=http://tempetes.meteo.fr/spip.php?article220|title=Les vents régionaux méditerranéens|accessdate=2021-09-08|publisher=Meteo France}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Etymologisch sind die regional leicht unterschiedlichen Bezeichnungen von den jeweiligen Wörtern für „Meister“ oder „meisterlich“ abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Mistral“ wird vor allem in Verbindung mit der [[Provence]] verwendet, aber auch die Provinz [[Languedoc]] (östlich von [[Montpellier]]), das [[Département Var]] ([[Fréjus]]) und das gesamte untere Rhônetal (von [[Lyon]] bis [[Marseille]]) sind betroffen. Der östliche Teil der [[Côte d’Azur]], die sogenannte „Französische Riviera“, mit den höher aufragenden Bergen dagegen ist geschützt und bleibt von dem als meist unangenehm empfundenen Wind fast immer verschont. Ein besonderes Kennzeichen der provençalischen Architektur sind die schmiedeeisernen [[Glockenkäfig]]e auf Kirchtürmen etc. Ihre winddurchlässigen Formen setzen dem Mistral deutlich weniger Widerstand entgegen als [[Glockengiebel]] oder [[Spitzhelm (Architektur)|Spitzhelme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Meer führt der Mistral schon als starker oder steifer Wind (6-7 [[Beaufortskala|Bft]]) zu einem ausgeprägten und über Tage und Nächte konstanten Windfeld, das den [[Golfe du Lion]] überdecken und bis zu den Inseln [[Menorca]] und [[Sardinien]] reichen kann; bei stärkeren Winden in Ausläufern auch darüber hinaus bis in den [[Golf von Tunis]] und an die afrikanische Nordküste. Die [[Straße von Bonifacio]] kann den Mistral lokal noch mal als Düse verstärken und Richtung Osten umlenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Der Mistral kann zuerst recht sanft und durch die Landmasse noch aufgewärmt und deshalb warm wehen. Nach einigen Stunden oder gar Tagen kann er sich zu einem starken bis stürmischen Wind entwickeln, der aus nordwestlicher Richtung über [[Frankreich]] in den [[Mittelmeerraum]] weht. Typisch ist dann ein wolkenloser, dunkelblauer Himmel, gute Fernsicht, nachts ein beeindruckender Sternenhimmel und ein erheblicher Abfall der Temperatur. Er kann tagelang wehen und tritt so häufig auf, dass die Bäume im Rhonetal oft in Windrichtung nach Süden hin gebogen sind ([[Windflüchter]]).&lt;br /&gt;
[[Datei:Lenticulariswolke.jpg|mini|[[Lenticularis]]wolke]]&lt;br /&gt;
Wenn ein Tief über Nordfrankreich in Richtung Osten abzieht, ist die klassische Ausgangslage für den Mistral gegeben. Der Wind entsteht durch in den [[Mittelmeer]]raum einströmende [[Polarluft]]. Die [[Alpen]] und [[Cevennen]] bilden eine Blockade, so dass die kalte Polarluft ins Rhonetal, ein [[Grabenbruch]] zwischen den beiden genannten Gebirgen, gelangt. Durch diese Kanalisierung ([[Düsenströmung|Düseneffekt]]) entstehen dort hohe Windgeschwindigkeiten von 50–75 km/h, in Spitzen über 135 km/h.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die typische Mistralwetterlage wird geprägt von hohem Luftdruck über der [[Biskaya]] und einem [[Tiefdruckgebiet]] über [[Italien]]. Diese Lage stellt sich häufig in Verbindung mit Kaltlufteinbrüchen aus Norden ein, deren Hauptstoßrichtung über [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]] bis in den nordwestlichen Mittelmeerraum verläuft. Dort trifft die Kaltluft auf wärmere Mittelmeerluft. Dies bietet günstige Voraussetzungen für die Entstehung eines [[Vb-Wetterlage|Genuatiefs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Indiz für den sehr plötzlich einsetzenden Mistral sind die sehr auffälligen [[Lenticularis]]wolken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Benennung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Winde Frankreich.png|mini|hochkant=1.5|Winde vom Land zum Meer an der französischen Mittelmeerküste und den Nachbarküsten, jeweils in den örtlichen Sprachen (Katalanisch, Französisch, Italienisch).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provenzalen kennen 32 Winde aus allen Himmelsrichtungen, und der Mistral ist in der Provence der direkt aus Nordwest wehende Wind. Den sehr starken Mistral nennt man auch &amp;#039;&amp;#039;Aurassos&amp;#039;&amp;#039; und einen sehr kalten Mistral &amp;#039;&amp;#039;Cisampo&amp;#039;&amp;#039;. In [[Sardinien]] und [[Sizilien]] heißt er &amp;#039;&amp;#039;Maestrale&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnliches Phänomen ist der [[Cers (Wind)|Cers]], der ebenfalls durch ein Tal bläst, nämlich zwischen dem [[Massif Central]] im Norden und den [[Pyrenäen]] im Süden, vom [[Lauragais]] durch das Tal der [[Aude]] zum Mittelmeer bei [[Narbonne]]. Am Unterlauf des [[Ebro]], bei [[Tarragona]] wird ein entsprechender Wind auf Katalanisch [[cierzo|Cerç]] genannt.&amp;lt;ref name=&amp;#039;plaisance&amp;#039;&amp;gt;{{Cite web|url=https://plaisance-pratique.com/Le-Cers-ou-la-Tramontane?lang=fr|title=Le Cers ou la Tramontane ?|accessdate=2021-09-08|publisher=Pratiques et Techniques de la Plaisance}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Definition von Mistral bei den Provenzalen ist uneinheitlich. Für die einen ist Mistral ein nur im Rhônetal wehender Nordwest-Wind. Demnach kann es weiter östlich, z. B. an der Côte d’Azur, eigentlich keinen Mistral geben. Andere sprechen aber bei (kalten) Nord-Winden an der Côte d’Azur auch von Mistral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wind, der als Fallwind über die [[Cevennen]] beziehungsweise das [[Zentralmassiv]] zum Mittelmeer strömt heißt [[Tramontane]] und weht entsprechend in Nord-Süd-Richtung. Andere Quellen bezeichnen den Mistral als einen Fallwind aus den Bergen des Zentralmassivs, der trotz [[Adiabatische Zustandsänderung|trockenadiabatischer]] Erwärmung als kalt empfunden wird, da er in die wärmere Mittelmeerluft strömt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mistral und Umwelt ==&lt;br /&gt;
Der Mistral ist sehr trocken und entzieht dem Boden Feuchtigkeit, was die Waldbrandgefahr in der Provence erheblich erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Wiedersich: &amp;#039;&amp;#039;Taschenatlas – Wetter&amp;#039;&amp;#039;. [[Klett-Perthes Verlag]], Gotha, 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verursacht Schäden im Baumwuchs, was insbesondere für den Obst- und Olivenanbau von Bedeutung ist, da diese nur in windgeschützten Lagen möglich sind. Für den Feldbau bringt er jedoch auch Vorteile, da sich Pilzkrankheiten und Schadinsekten nur geringfügig bis gar nicht ausbreiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gebogene Korkeiche.jpg|Durch den Mistral geformte [[Korkeiche]]&lt;br /&gt;
Mistral sur le Frioul.JPG|Mistral über der Insel [[Château d’If]] vor Marseille&lt;br /&gt;
Mistral gagnant Plages du Prado, Marseille.jpg|Gischtende Brecher bei Mistral, [[Plage du Prado]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Winde und Windsysteme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Honorin Victoire: &amp;#039;&amp;#039;Petite Encyclopédie des Vents de France.&amp;#039;&amp;#039; JC Lattès, Paris 2001, ISBN 978-2-7096-2193-9&lt;br /&gt;
* Valérie Jacq, Philippe Albert und Robert Delorme: &amp;#039;&amp;#039;Le mistral. Quelques aspects des connaissances actuelles.&amp;#039;&amp;#039; La Météorologie, Société météorologique de France 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mistral}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mistral}}&lt;br /&gt;
* [http://www.skipperguide.de/wiki/Mistral Mistral-Informationen für Segler]&lt;br /&gt;
* [http://www.vigilance-meteo.fr/de/wetter/regionale-winde/mistral.html Mistral-Vorhersage Frankreich]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4170157-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wind]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wetter und Klima des Mittelmeeres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wetter und Klima Europas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bs:Maestral]]&lt;br /&gt;
[[cs:Maestral]]&lt;br /&gt;
[[sh:Maestral]]&lt;br /&gt;
[[sl:Maestral]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
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