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	<title>Mieszko I. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Perrak: Schützte „Mieszko I.“: Edit-War – bitte die zugehörige Diskussionsseite aufsuchen ([Bearbeiten=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 18. April 2026, 14:48 Uhr (UTC)) [Verschieben=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 18. April 2026, 14:48 Uhr (UTC)))</title>
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		<updated>2025-04-18T14:48:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Schützte „&lt;a href=&quot;/index.php?title=Mieszko_I.&quot; title=&quot;Mieszko I.&quot;&gt;Mieszko I.&lt;/a&gt;“: &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WAR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WAR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Edit-War&lt;/a&gt; – bitte die zugehörige &lt;a href=&quot;/index.php?title=Diskussion:Mieszko_I.&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Diskussion:Mieszko I. (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussionsseite&lt;/a&gt; aufsuchen ([Bearbeiten=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 18. April 2026, 14:48 Uhr (UTC)) [Verschieben=Nur angemeldete, nicht neue Benutzer] (bis 18. April 2026, 14:48 Uhr (UTC)))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Herzog von Polen. Die Herzöge von Schlesien bzw. von Teschen werden unter [[Mieszko I. (Oppeln)]] bzw. [[Mesko I. (Teschen)]] behandelt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Złota Kaplica Poznań RB1.JPG|mini|[[Grabmal|Grabmonument]] mit den [[Denkmal der Herzöge von Polen|bronzenen Skulpturen]] von Mieszko und [[Bolesław I. (Polen)|Bolesław I.]], geschaffen von [[Christian Daniel Rauch]], in der Goldenen Kapelle der [[Posener Dom|Kathedrale zu Posen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mieszko I.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|&amp;#039;mʲɛʃkɔ}}]&amp;lt;ref&amp;gt;Aussprache: Mje-schko.&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;Misko&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mysko&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mesco&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Miseco&amp;#039;&amp;#039;; * um [[945]]?; † [[25. Mai]] [[992]]) aus der [[Dynastie|Herrscherfamilie]] der [[Piasten]] war ein [[Slawen|slawischer]] Fürst ([[Knes]]), der in zeitgenössischen [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]] ab etwa 960 als [[Herzog]] im Gebiet des heutigen [[Polen]] namentlich nachweisbar ist. Sein Sohn [[Bolesław I. (Polen)|Bolesław Chrobry]] folgte ihm als Herzog und erster König des [[Königreich Polen|Königreichs Polen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Polen 960-992.png|mini|Die territoriale Entwicklung Polens in den Jahren von 960 bis 992 während der Herrschaft Mieszkos]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Plemiona polskie.png|mini|Die „Polnischen Stämme“, die während der Herrschaft von Herzog Mieszko vereinigt wurden, darunter fallen die [[Polanen|Polanie]], [[Wislanen|Wiślanie]], [[Slensanen|Ślężanie]], [[Masowier|Mazowszanie]], [[Pomoranen|Pomorzanie]] und [[Lendizen|Lędzianie]] (polnische Karte).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Sein Geburtsjahr ist nicht überliefert. Ob sein Vater der legendarische [[Siemomysł]] war, ist historisch unsicher.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gallus Anonymus]] behauptete dies im legendenhaften Teil der &amp;#039;&amp;#039;Gesta principum Polonorum&amp;#039;&amp;#039;. Es ist unklar, ob Siemomysl als historische Person existierte oder nicht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mieszko wird erstmals für das Jahr 962 oder 963 als &amp;#039;&amp;#039;rex Misaca&amp;#039;&amp;#039; (König Misaca) in der um 967 entstandenen Sachsengeschichte des [[Widukind von Corvey]] im Zusammenhang mit zwei militärischen Niederlagen Mieszkos gegen ein slawisches Heer unter der Führung des sächsischen Grafen [[Wichmann II.]], des Neffen des Sachsenherzogs [[Hermann Billung]], erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Widukind III, 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mieszkos Herrschaftsgebiet lag in dieser Zeit im späteren [[Großpolen]], im Gebiet um [[Gniezno|Gnesen]], [[Posen]], [[Kruszwica]], [[Giecz]] und den [[Gopło|Goplosee]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitgenössische Quellen, aus denen sich die Existenz eines oder mehrerer Stämme der Polanen ableiten ließe, sind nicht vorhanden. vgl. Eduard Mühle: &amp;#039;&amp;#039;Die Piasten. Polen im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2011, S. 14 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Taufe und Christianisierung ===&lt;br /&gt;
Nach den schweren Niederlagen des Jahres 963 suchte Mieszko die Annäherung an den [[Römisch-deutscher Kaiser|römisch-deutschen Kaiser]] [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] und schloss ein Bündnis mit dem böhmischen Herrscherhaus der [[Přemysliden|Premysliden]], zu dessen Bekräftigung er mit [[Dubrawka von Böhmen|Dobrawa]] die Tochter des böhmischen Herzogs [[Boleslav I. (Böhmen)|Boleslav I.]] heiratete. Voraussetzung für beides war die Annahme des Christentums durch Mieszko und seinen Hof. Zusätzlich versprach der Konfessionswechsel innenpolitisch einen Gewinn an Ansehen und hatte sich in Böhmen als Mittel einer schnellen Integration der unterworfenen heidnischen Stämme bewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Mühle]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Piasten. Polen im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe. C. H. Beck Wissen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2709). Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-61137-7, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen berichtet [[Thietmar von Merseburg]], die Taufe Mieszkos sei erst das Ergebnis späterer Bemühungen seiner Ehefrau Dobrawa gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean-Paul Demoule: &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Kulturen und moderne Nationen.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter F. Biehl, [[Alexander Gramsch]], Arkadiusz Marciniak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archäologien Europas. Geschichte, Methoden und Theorien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Archäologische Taschenbücher.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Waxmann, Münster 2002, ISBN 3-8309-1067-3, S. 133–146 (hält die Taufe für einen opportunistischen Akt).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ort und Jahr der Taufe sind ungeklärt. Ein Eintrag in den [[Jordanes-Annalen|Annales Jordani]] aus dem 11. Jahrhundert verweist auf das Jahr 966, während die [[Posener Annalen]] aus dem 14. Jahrhundert das Jahr 960 anführen. Als mögliche Orte werden Gnesen, Köln, Regensburg, die Insel [[Ostrów Lednicki]] oder auch Rom genannt. Die Insel Ostrów Lednicki war wahrscheinlich ein Zentrum der Taufen der Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Baptisterium weist dort auf einen zentralen Ort für Taufen hin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein neues freundschaftliches Verhältnis zum römisch-deutschen Kaiser trug Mieszko einen Angriff von Seiten des Grafen Wichmann ein, der mit dem Kaiser zerstritten war und seinen alten Feind, den Herzog [[Hermann Billung|Hermann von Sachsen]], bekriegte. Aus einer von letzterem belagerten Stadt floh Wichmann zu den noch [[Heidentum|heidnischen]] &amp;#039;&amp;#039;Vuloini&amp;#039;&amp;#039;, wohl den pommerschen Wollinern, und wiegelte diese zum Angriff gegen Mieszko auf. Mieszko, der rechtzeitig gewarnt worden war, unternahm um 967 mit böhmischer Hilfe einen Feldzug gegen Wichmann, der gestellt wurde und den Tod fand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Roepell]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Polens&amp;#039;&amp;#039;, Erster Teil. Hamburg 1840, [https://books.google.de/books?id=zl0TAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;hl=de S. 96–97.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
968 wurde wahrscheinlich in Posen das [[Erzbistum Posen|erste polnische Bistum]] gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Annales Posnanienses&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätere Jahre ===&lt;br /&gt;
Während Kaiser Otto I. in seinen letzten Lebensjahren eine Reise nach Italien unternommen hatte, brach aus unbekannten Gründen eine persönliche Fehde zwischen dem Markgrafen [[Hodo I. (Lausitz)|Hodo I.]] und Mieszko aus. Wie [[Thietmar von Merseburg]] später berichtete, pflegte sich Markgraf Hodo hochmütig gegenüber Mieszko zu verhalten, der vor ihm nicht in seinem Pelz erscheinen durfte und sich nicht hinsetzen durfte, wenn Markgraf Hodo stand, eine Behandlung, die Hass erzeugen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Roepell]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Polens&amp;#039;&amp;#039;, Erster Teil. Hamburg 1840, [https://books.google.de/books?id=zl0TAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA98&amp;amp;hl=de S. 98 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Graf Siegfried, dem Vater des Bischofs Thietmar von Merseburg, zog Hodo gegen Mieszko am 24. Juni 972 in die für ihn fatale [[Schlacht bei Zehden]], in der Nähe der heutigen Stadt [[Cedynia]] an der unteren Oder. Mieszko täuschte eine Flucht vor und lockte die Gegner so in einen Hinterhalt, wo Kampfgenossen warteten und den Truppen des Markgrafen eine schwere Niederlage beibrachten, die nur wenige überlebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser Otto I. forderte die Kontrahenten aus der Ferne zur Einstellung ihrer Feindseligkeiten und zur Eintracht auf. Nachdem der Kaiser 973 über die Alpen in den nördlichen Reichsteil zurückgekehrt war, nahm Mieszko mit anderen slawischen Fürsten zu Ostern 973 am Hoftag zu [[Quedlinburg]] teil. Er wurde in einer historischen Quelle einmal als „amicus imperatoris“ („Freund, Vertrauter des Kaisers“) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hoops: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 23, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner Frau Dubrawka 977 heiratete Mieszko noch im gleichen, spätestens im darauffolgenden Jahr&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Ludat]]: &amp;#039;&amp;#039;An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slavischen Mächte in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1971, ISBN 3-412-07271-0, S. 24: &amp;#039;&amp;#039;Spätestens 978 schloß Mieszko – sehr wahrscheinlich nach voraufgegangenen kriegerischen Zusammenstößen, vielleicht noch als Auswirkung der Rebellion Heinrichs des Zänkers – den Bund mit Oda&amp;#039;&amp;#039; […] Anmerkung &amp;#039;&amp;#039;149: Der Bund, den Thietmar (IV, 57) trotz seiner Vorbehalte als Garantie für den Frieden und die Rettung des Vaterlandes preist, ist wahrscheinlich unmittelbar nach dem Tode der Dobrawa, wohl noch 977, geschlossen worden. Bereits 977 hat Mieszko sich nicht mehr am Kampf Boleslavs II. gegen Otto II. beteiligt; und die Kinder dieser Ehe mit Oda, Mieszko und Lambert, müssen 990 mindestens 12 Jahre alt gewesen sein.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; die Sächsin [[Oda von Haldensleben]], die Tochter von [[Dietrich von Haldensleben|Dietrich]], Markgraf der [[Nordmark]], nachdem er sie, vermutlich mit Zustimmung des Vaters, aus dem Kloster [[Kalbe (Milde)|Kalbe]] an der [[Milde-Biese-Aland|Milde]] hatte entführen lassen. Diese Hochzeit bedeutete eine Neuausrichtung der Politik Mieszkos: Nicht mehr das Bündnis mit Böhmen, sondern eine Annäherung an das Römisch-Deutsche Reich bestimmte die letzten Jahre seiner Herrschaft. Die Jahrhunderte anhaltende Konkurrenz zwischen Böhmen und Polen nahm in dieser Epoche ihren Anfang. In den Folgejahren kämpfte Mieszko gegen die elbslawischen [[Lutizen]] und [[Pomoranen|pomoranischen]] [[Wolin (Stadt)|Wolliner]], die noch dem slawischen [[Heidentum]] huldigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Ottos I. schaltete sich Mieszko wie sein Schwager [[Boleslav II. (Böhmen)|Boleslav II.]] wiederholt in die Reichspolitik ein. Er gehörte zur Opposition gegen den erst zwanzig Jahre alten [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] und verbündete sich mit dessen Gegenspieler, [[Heinrich II. (Bayern)|Heinrich dem Zänker]] von [[Bayern]], ohne dass diese Haltung ihm geschadet hätte; ein im Jahr 979 möglicherweise gegen ihn gerichteter Feldzug blieb, im Gegensatz zu anderen Darstellungen,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. https://www.encyclopedia.com/history/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/poland-1569&amp;lt;/ref&amp;gt; ergebnislos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GR12&amp;quot;&amp;gt;[[Gotthold Rhode]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Polens&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1965, S. 12 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der „Zänker“ sich 984 in Quedlinburg zum König wählen ließ, huldigten ihm Mieszko zusammen mit Boleslav II. von Böhmen und dem [[Abodriten]]fürsten [[Mistiwoj]] als ihrem „König und Herren“. Schon im folgenden Jahr kehrte Mieszko jedoch zur Bindung an die legitime Reichsgewalt [[Otto III. (HRR)|Ottos III.]] zurück und führte gemeinsam mit dem Sachsen einen Feldzug gegen die heidnischen Slawen. Auf dem &amp;#039;&amp;#039;Quedlinburger Hoftag&amp;#039;&amp;#039; des Jahres 986, zu dem Mieszko dem Kaiser als exotisches Geschenk ein [[Kamele|Kamel]] mitbrachte, wurde ein &amp;#039;&amp;#039;neues Treueverhältnis begründet&amp;#039;&amp;#039;. Dem Text der Quellen nach zu urteilen, handelte es sich dabei nur noch um ein Lehnsverhältnis, allerdings noch nicht mit der Konsequenz des Lehnsentzugs im Fall der Untreue. Mieszko erschien nun als treuer Partner im Kampf gegen die heidnischen Lutizen, schickte dem Kaiser Hilfstruppen und kam zu den Hoftagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GR12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen verschlechterten sich seine Beziehungen zu seinem Schwager Boleslav II. von Böhmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GR12&amp;quot; /&amp;gt; Mieszko war es gelungen, seinen Sohn [[Bolesław I. (Polen)|Bolesław I.]], den Tapferen, mit einer Tochter von [[Rikdag]], Markgraf von [[Markgrafschaft Meißen|Meißen]], zu verheiraten. Boleslav II. von Böhmen sah Meißen jedoch als sein Einflussgebiet an und erlangte bei Heinrich dem Zänker die Erlaubnis, die Burg Meißen zu besetzen. Damit waren die Pläne Mieszkos durchkreuzt. Bolesław I. löste die Ehe mit der Meißnerin und heiratete eine [[Ungarn|ungarische]] Prinzessin, um Böhmen durch dieses Bündnis einzukreisen. Allerdings wurden die Ungarn militärisch kaum gegen Böhmen aktiv, so dass Bolesław I. 987 auch diese Ehe wieder auflöste und [[Emnilda]], die Tochter des [[Sorben|sorbischen]] Fürsten [[Dobromir]] heiratete. Auch im Reich änderte sich nun die Lage, da die Regentin [[Theophanu (HRR)|Theophanu]] sich gegen Heinrich den Zänker durchsetzen konnte. Mieszko erkannte dies früher als Boleslav II. von Böhmen. Der Polenfürst schlug sich rechtzeitig auf die Seite der Königsmutter und unterstützte sie unter anderem bei den 985 beginnenden Feldzügen gegen die Lutizen. In den ab 990 einsetzenden offenen Grenzstreitigkeiten zwischen Polen und Böhmen unterstützte das Reich deshalb die polnische Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich ließ Mieszko kurz vor seinem Tod seine Nachfolgeregelung dokumentieren. Ein Originaldokument ist nicht bekannt, nur 90 Jahre später geschriebene Zusammenfassungen ([[Regest]]), die als „[[Dagome Iudex]]“ bezeichnet werden. Laut diesen lateinischen Textfragmenten übereigneten ein „Dagome“ und seine Gemahlin „Ote“ (Oda) sowie zwei Söhne ihr Reich dem [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]]. Einer der [[italien]]ischen Kopisten vermerkte zudem, dass ihm deren Volkszugehörigkeit unbekannt sei und es sich um [[Sarden]] handeln könne. Darüber hinaus umfasst es eine Aufzählung der Grenzen des Territoriums. Über den Sinn der Übereignung an den Heiligen Stuhl wird bis heute spekuliert. Solche Schenkungen, bei denen der Geber das Land als Lehen aus kirchlicher Hand zurückerhielt, waren nicht unüblich, wenn auch in kleinerem Umfang. Eine Erklärung ist die beabsichtigte Absicherung des Fürstentums gegen Eroberungen durch andere Reiche.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Schlesinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Beiträge zur deutschen Verfassungsgeschichte des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1961, ISBN 978-3-525-36134-4, S. 375: &amp;#039;&amp;#039;Die Übereignung Polens samt den neugewonnenen Gebieten Krakowien und Schlesien an den Heiligen Stuhl erscheint dann als Gegenzug Miezkos gegen die sich abzeichnende Möglichkeit einer deutschen Intervention zugunsten Böhmens, und es ist erklärlich, daß auch Pommern, dessen Besitz ebenfalls ungesichert war, mit einbezogen wurde.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglich ist auch, dass Mieszko mit der Schenkung seinen Sohn aus erster Ehe, Bolesław I., aus der Erbfolge ausschließen wollte, denn dieser wird in dem Dokument namentlich nicht genannt. Jedoch machte sich Bolesław I. zum alleinigen Nachfolger durch die Vertreibung seiner Halbbrüder mit deren Mutter Oda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Mieszko herrschte wahrscheinlich zusammen mit seinem Bruder [[Czcibor|Cidebur]]. Seine Schwester hieß Athleit (Adelheid). Sie heiratete den ungarischen Großfürsten [[Géza (Ungarn)|Géza]] aus dem Geschlecht der [[Árpáden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa um 965 heiratete er [[Dubrawka von Böhmen]], die Tochter des böhmischen Herzogs [[Boleslav I. (Böhmen)|Boleslav I.]] Aus der Ehe mit Dubrawka hatte er mindestens zwei Kinder:&lt;br /&gt;
* [[Bolesław I. (Polen)|Bolesław I.]] (967–1025), erster König von Polen&lt;br /&gt;
* [[Sigrid die Stolze|Sigrid]] (Świentosława; * um 966 † nach 1014), Ehefrau von König [[Sven Gabelbart]] von Schweden und Dänemark, Mutter von König [[Harald II. (Dänemark)|Harald II.]] von Dänemark, König [[Knut der Große|Knut dem Großen]] und &amp;#039;&amp;#039;Santslaue&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Swantoslawa&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Vermutlich stammte auch der spätere böhmische Herzog [[Vladivoj]] aus dieser Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Ehe mit [[Oda von Haldensleben]] stammen möglicherweise drei Söhne:&lt;br /&gt;
* [[Swantopolk (Sohn von Mieszko I.)|Swantopolk]] (* um 970 † ?)&lt;br /&gt;
* [[Mieszko (Sohn von Mieszko I.)|Mieszko]] (* um 970 † nach 992)&lt;br /&gt;
* [[Lambert (Sohn von Mieszko I.)|Lambert]] (* um 970 † nach 992)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mieszko I of Poland|Mieszko I.}}&lt;br /&gt;
* [[Liste der polnischen Herrscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{LexMA|6|616|617|Mieszko I.|[[Christian Lübke]]}} (Literatur)&lt;br /&gt;
* [[Herbert Ludat]]: &amp;#039;&amp;#039;An Elbe und Oder um das Jahr 1000. Skizzen zur Politik des Ottonenreiches und der slawischen Mächte in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 1971.&lt;br /&gt;
* [[Lutz Mohr]]: &amp;#039;&amp;#039;Drachenschiffe in der Pommernbucht. Die Jomswikinger, ihre Jomsburg und der Gau Jom.&amp;#039;&amp;#039; Reihe: &amp;#039;&amp;#039;edition rostock maritim&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von [[Robert Rosentreter]]. Rostock: Ingo Koch Verlag 2013. ISBN 978-3-86436-069-5&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Eduard Mühle]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Piasten: Polen im Mittelalter&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Beck Wissen&lt;br /&gt;
   |Reihe=Becksche Reihe&lt;br /&gt;
   |Band=2709&lt;br /&gt;
   |Nummer=&lt;br /&gt;
   |Verlag=C.H. Beck&lt;br /&gt;
   |Ort=München&lt;br /&gt;
   |Datum=2011&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-406-61137-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Norbert Kersken, [[Przemysław Wiszewski]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Neue Nachbarn in der Mitte Europas: Polen und das Reich im Mittelalter&lt;br /&gt;
   |Reihe=Deutsch-polnische Geschichte&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=wbg Academic&lt;br /&gt;
   |Ort=Darmstadt&lt;br /&gt;
   |Datum=2020&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-534-24762-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Robert F. Barkowski]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Piasten und die Anfänge des polnischen Staates&lt;br /&gt;
   |Verlag=Parthas&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2018&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86964-101-0}}&lt;br /&gt;
* [[Andrzej Nowak]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Polens. Band 1. Woher wir stammen. Bis 1202.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Leszek Sosnowski. Polska Fundacja Humanistyczna, Krakau 2023, ISBN 978-83-7553-378-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Siemomysł]]|NACHFOLGER=[[Bolesław I. (Polen)|Bolesław I.]]|AMT=[[Liste der polnischen Herrscher|Herzog von Polen]]|ZEIT=ca. 960–992}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119197804|LCCN=n80116878|VIAF=292303397}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mieszko 01}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herzog (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markgraf (Nordmark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied der Piasten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 10. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 10. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mieszko I.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Herzog&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 935&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Perrak</name></author>
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