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	<title>Mehrheit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Mehrheit&amp;diff=6022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thewolf37: /* Qualifizierte Mehrheit */ Satz an die für den Lesefluss sinngerechte Stelle verschoben.</title>
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		<updated>2025-05-11T09:28:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Qualifizierte Mehrheit: &lt;/span&gt; Satz an die für den Lesefluss sinngerechte Stelle verschoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehrheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Majorität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehrzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet die überwiegende [[Anzahl]] aus einer Gesamtanzahl von [[Person]]en, [[Meinung]]en oder [[Sache (Recht)|Sachen]]. Gegensatz ist die [[Minderheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; wird der größere oder überwiegende Teil&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Mehrheit Duden].&amp;lt;/ref&amp;gt; an einer Sache oder bei einer Entscheidungsfindung bezeichnet. Sie ist von grundlegender Bedeutung bei [[Demokratie|demokratischen]] [[Entscheidung]]en in Form von Wahlen und Abstimmungen, ebenso im [[Gesellschaftsrecht]] (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Aktienrecht]], [[Vereinsrecht (Deutschland)|Vereinsrecht]]). Es gibt auch im [[Sachenrecht]] (unter anderem bei [[Wohneigentum]], [[Erbrecht]]) Auskunft über die [[Eigentum]]sverteilung (etwa [[Bruchteilseigentum]]). Vorwiegend wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; benutzt, um [[Regel (Richtlinie)|Regeln]] für [[Wahl]]en und [[Abstimmung]]en aufzustellen, wobei insbesondere beschrieben wird, welche Art von Mehrheit notwendig ist, damit eine Entscheidung Gültigkeit erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorliegen einer Mehrheit bei einer Abstimmung oder Wahl gilt als ausreichende Zustimmung für das Zustandekommen einer Entscheidung. Die etwaige [[Definition]] basiert in der Regel auf mündlichen Vereinbarungen oder ist in [[Satzung (Privatrecht)|Satzungen]], Verordnungen, Gesetzen oder auch [[Verfassung]]en geregelt. Dieser Artikel beschreibt die zugrunde liegende [[Klassifikation]], die auch in anderen Bereichen Anwendung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Klassifikation kann in mehreren Ebenen erfolgen, wobei sich die verschiedenen Arten miteinander kombinieren lassen.&lt;br /&gt;
Man unterscheidet dabei&lt;br /&gt;
* nach erforderlicher „Höhe“ des Mehrs in Bezug auf den Grundwert;&lt;br /&gt;
* nach Grundmenge, das heißt auf Grundlage welcher [[Gesamtheit]] sich das Mehr berechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch historische kulturelle und regionale Prägung kann sich die Auffassung zu einzelnen der nachfolgenden Begriffe unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort Mehrheit tauchte ersichtlich wohl erstmals bei der [[Papstwahl]] im Jahre 1179 auf, als keine einheitliche Meinung bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch,&amp;#039;&amp;#039; 1995, S.&amp;amp;nbsp;265.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Alexander III. (Papst)|Papst Alexander III.]] gab im März 1179 während des [[Drittes Laterankonzil|Dritten Laterankonzils]] ein neues Gesetz über die Papstwahl heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Schleiermacher: [https://books.google.de/books?id=nSkPAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA491&amp;amp;dq=Papstwahl+1179&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi1vpqAkZLdAhWIKVAKHT2IBPwQ6AEINzAD#v=onepage&amp;amp;q=Papstwahl%201179&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der christlichen Kirche.&amp;#039;&amp;#039;] Band 11, 1840, S.&amp;amp;nbsp;491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor tauchte das Wort um 1000 im [[Althochdeutsch]]en als „mērheit“ im Sinne von „Mehrsein, Vorrang“ auf. Der [[Lexikografie|Lexikograf]] [[Matthias Kramer (Sprachwissenschaftler)|Matthias Kramer]] brachte 1719 den Begriff Mehrheit ({{nlS|Meerderheit}}) in seinem Wörterbuch im Zusammenhang mit Personenmehrheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Kramer: &amp;#039;&amp;#039;Das Königliche Nider-Hoch-Teutsch, und Hoch-Nider-Teutsch Dictionarium,&amp;#039;&amp;#039; Band I, 1719, S.&amp;amp;nbsp;193.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1800 wurde das Wort im heutigen Sinne, etwa von [[Friedrich Schiller]], gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;„Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn. Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen. Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat? Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm&amp;#039; verkaufen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen. Der Staat muß untergehn, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“ (Fürst Leo Sapieha in &amp;#039;&amp;#039;[[Demetrius (Schiller)|Demetrius]],&amp;#039;&amp;#039; 1804/1805).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff der Mehrheit hatte historisch seinen Ausgangspunkt bei Personen, bis er sich später auf zählbare Gegenstände ausdehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Mehrheiten ==&lt;br /&gt;
* Eine &amp;#039;&amp;#039;relative Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; hat, wer mehr Stimmen oder Anteile auf sich vereint als jeder andere für sich.&lt;br /&gt;
* Eine &amp;#039;&amp;#039;einfache Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; hat, wer mehr Stimmen oder Anteile auf sich vereint als alle anderen in ihrer Gesamtheit.&lt;br /&gt;
* Eine &amp;#039;&amp;#039;absolute Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; hat, wer mehr Stimmen oder Anteile auf sich vereint als alle anderen in ihrer Gesamtheit inklusive [[Stimmenthaltung]]en und neutrale Anteile.&lt;br /&gt;
* Eine &amp;#039;&amp;#039;qualifizierte Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; hat, wer einen festgelegten Anteil der Stimmen oder Anteile auf sich vereint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgerung: Jede absolute Mehrheit ist auch eine einfache, jede einfache Mehrheit ist auch eine relative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Formulierungen ==&lt;br /&gt;
Im [[Recht]] werden sowohl auf die o.&amp;amp;nbsp;g. Mehrheiten ausdrücklich Bezug genommen (z.&amp;amp;nbsp;B. {{§§|euwo_1988|juris|seite=anlage_17.html|text=Anlage 17 (zu § 32 Abs.&amp;amp;nbsp;4 Nr.&amp;amp;nbsp;3)}} der [[Europawahlordnung]]) als auch auf Grund der teilweisen Unschärfe der Begrifflichkeiten weitgehend verzichtet. Stattdessen werden Formulierungen wie diese verwendet:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;die meisten Stimmen&amp;#039;&amp;#039; für eine &amp;#039;&amp;#039;relative Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. {{Art.|63|GG|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;4 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]]);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;die Mehrheit der abgegebenen Stimmen&amp;#039;&amp;#039; für eine &amp;#039;&amp;#039;einfache Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. {{Art.|42|GG|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 GG);&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;die Mehrheit der Mitglieder&amp;#039;&amp;#039; für eine &amp;#039;&amp;#039;absolute Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. {{Art.|63|GG|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 GG – ergänzt durch {{Art.|121|GG|dejure}} GG)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;zwei Drittel der Mitglieder&amp;#039;&amp;#039; für eine &amp;#039;&amp;#039;qualifizierte Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. {{Art.|79|GG|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 GG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mehrheiten bei Abstimmungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Relative Mehrheit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Relative Mehrheit.png|gerahmt|Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;relative Mehrheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: A hat die meisten Stimmen.]]&lt;br /&gt;
Bei einer Abstimmung hat derjenige Vorschlag mit relativer Mehrheit gewonnen, der die meisten Stimmen auf sich vereint. Beispielhaft ist das Auftreten dieses Prinzips bei den Wahlkreisbewerbern für die [[Bundestagswahl]] in Deutschland. Der Kandidat mit den meisten Stimmen zieht direkt in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] ein. Kommt es zur Stimmengleichheit zwischen mehreren Vorschlägen, ist die relative Mehrheit formal von keinem ebendieser erreicht. Im Bundeswahlrecht entscheidet sodann das Los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathematisch gesprochen handelt es sich also um diejenige Teilmenge der Grundmenge aller gültigen Stimmen außer Enthaltungen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;gültig&amp;quot;/&amp;gt; die die meisten Elemente enthält&amp;lt;!--, wobei diese Stimmen immer die Zustimmung zu einem Vorschlag beziehungsweise die Gesamtheit der Nein-Stimmen bezeichnen sollen?--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relative Mehrheit stellt die geringste Anforderung für die Annahme eines Vorschlages dar. [[Stimmenthaltung]]en bleiben ohne Wirkung, mit „Nein“ zu stimmen kann zugelassen werden – etwa bei der Besetzung von Vorstandspositionen in [[Verein]]en oder [[Politische Partei|Parteien]], wenn oft nur eine Person zur Wahl steht, nicht jedoch bei der Bundestagswahl. Bei relativen [[Mehrheitswahl]]en wird oftmals ein Vorschlag gewählt, der nicht von der Mehrheit der Abstimmenden oder der Stimmberechtigten getragen wird. Damit werden [[Stichwahl]]-Verfahren häufig begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;relativen&amp;#039;&amp;#039; Mehrheit sind alle nicht für den gewählten Kandidaten abgegebenen Stimmen „verloren“. Ein bekanntes Beispiel sind die Wahlen zu Elternvertretungen in Schulen, wo derjenige, der die meisten Stimmen erhalten hat, auch wenn es nicht mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen sind, die Wahl gewonnen hat (z.&amp;amp;nbsp;B. §&amp;amp;nbsp;64 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Schulgesetz NRW: „Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhalten hat.“). Dieser Problematik soll etwa das [[Instant-Runoff-Voting]] Rechnung tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfache Mehrheit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Einfache Mehrheit.png|gerahmt|Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;einfache Mehrheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: A hat mehr Stimmen als B und C zusammen.]]&lt;br /&gt;
Bei einer Abstimmung hat derjenige Vorschlag mit einfacher Mehrheit gewonnen, der mehr Stimmen auf sich vereint, als alle anderen Vorschläge zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathematisch gesprochen handelt es sich also um diejenige Teilmenge der Grundmenge aller gültigen Stimmen außer Enthaltungen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;gültig&amp;quot;/&amp;gt; die mehr als die Hälfte der Elemente der Grundmenge enthält&amp;lt;!--, wobei diese immer die Zustimmung zu einem Vorschlag beziehungsweise die Gesamtheit der Nein-Stimmen bezeichnen sollen?--&amp;gt;. Stimmenthaltungen finden somit auch bei der Frage nach einer einfachen Mehrheit keine Berücksichtigung. Die Problematik, dass Vorschläge gewinnen, die nicht von der Mehrheit der Abstimmenden oder der Stimmberechtigten getragen werden, bleibt ebenso bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;einfache Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; wird mitunter auch für relative Mehrheiten benutzt, wodurch es zu Irrtümern kommen kann. Tatsächlich sind beide nur im Falle zweier Abstimmungsalternativen identisch. In Gesetzestexten wird die &amp;#039;&amp;#039;einfache Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; manchmal auch als „unbedingte Mehrheit“ bezeichnet (Beispiel: {{§|31|B-VG|RIS-B}}&amp;amp;nbsp;[[Bundes-Verfassungsgesetz|B-VG]]: „Zu einem Beschluss [...] ist [...] die &amp;#039;&amp;#039;unbedingte Mehrheit&amp;#039;&amp;#039; der abgegebenen Stimmen erforderlich.“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Qualifizierte Mehrheit ===&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Qualifizierte Mehrheit|Für die als Qualifizierte Mehrheit bezeichnete Abstimmungsmodalitäten im Rat der Europäischen Union, siehe [[Rat der Europäischen Union#Abstimmungsverfahren]]}}&lt;br /&gt;
Bei einer Abstimmung hat derjenige Vorschlag mit einer qualifizierten Mehrheit gewonnen, der mehr als einen zuvor festgelegten Anteil ([[Quorum (Politik)|Quorum]]) der Grundmenge auf sich vereint. Das Quorum liegt in der Regel bei 50 % und mehr, kann aber auch darunter liegen, wenn etwa alle Bewerber um ein Mandat, die das Quorum als Schwelle überschreiten, in das zu wählende Gremium einziehen. Die Grundmenge kann dabei entweder alle (gültigen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;gültig&amp;quot; /&amp;gt; abgegebenen Stimmen (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;einfach qualifizierte Mehrheit&amp;#039;&amp;#039;) oder alle Stimmrechte (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;absolut qualifizierte Mehrheit&amp;#039;&amp;#039;) umfassen. In den folgenden beiden Beispielen ist die jeweils geringste Anzahl an Zustimmenden für eine Annahme des Vorschlages angegeben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beispiel: Zwei-Drittel-Mehrheit (Quorum=2/3) der abgegebenen Stimmen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;background:#F4F4F4; text-align:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| mögliche Stimmen:&amp;lt;br /&amp;gt;abgegebene Stimmen&amp;lt;br /&amp;gt;JA:&amp;lt;br /&amp;gt;NEIN:&amp;lt;br /&amp;gt;Ungültig/Enthaltungen:&lt;br /&gt;
| 620&amp;lt;br /&amp;gt;598&amp;lt;br /&amp;gt;399&amp;lt;br /&amp;gt;189&amp;lt;br /&amp;gt;10&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Wenn Stimmenthaltungen z.&amp;amp;nbsp;B. entsprechend der höchstrichterlichen Auslegung des {{§|32|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] keine Berücksichtigung finden, sind sie auch nicht bei den abgegebenen Stimmen zu berücksichtigen. Sie werden wie nicht anwesende Mitglieder behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd Lohof: {{Webarchiv |url=http://bdk-obb.de/wp-content/uploads/Enthaltungen-sind-keine-Nein_Stimmen.pdf |wayback=20180829175251 |text=&amp;#039;&amp;#039;Enthaltungen sind keine „Nein-Stimmen“?&amp;#039;&amp;#039;}} (mit Aktenzeichen und Fundstelle der [[Bundesgerichtshof|BGH]]-Entscheidung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Palandt]], Jürgen Ellenberger: &amp;#039;&amp;#039;[[Grüneberg (Gesetzeskommentar)|BGB-Kommentar]],&amp;#039;&amp;#039; 73. Auflage, 2014, §&amp;amp;nbsp;32 Rn.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Beispiel sind es dann eben nicht 598 abgegebene Stimmen, sondern „nur“ 588 abgegebene Stimmen. Es sind dann mindestens 392 Stimmen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Beispiel: Zwei-Drittel-Mehrheit (Quorum=2/3) der Stimmberechtigten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;5&amp;quot; style=&amp;quot;background:#F4F4F4; text-align:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| mögliche Stimmen:&amp;lt;br /&amp;gt;abgegebene Stimmen&amp;lt;br /&amp;gt;JA:&amp;lt;br /&amp;gt;NEIN:&amp;lt;br /&amp;gt;Ungültig/Enthaltungen:&lt;br /&gt;
| 620&amp;lt;br /&amp;gt;598&amp;lt;br /&amp;gt;414&amp;lt;br /&amp;gt;174&amp;lt;br /&amp;gt;10&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Auch hier sind es nur 588 abgegebene Stimmen (&amp;#039;&amp;#039;s.&amp;amp;nbsp;o.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prinzipiell ist es auch möglich beim Einsatz von Beteiligungsquoren, die sich also ihrer Grundmenge nach auf die Stimmrechte und nicht auf die Zustimmung, sondern auf die Abgabe der Stimmen beziehen, von einer qualifizierten Mehrheit zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Zweidrittelmehrheit|Doppelte Mehrheit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Absolute Mehrheit ===&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Absolute Mehrheit|Zur Fernsehsendung siehe [[Absolute Mehrheit (Fernsehsendung)]].}}&lt;br /&gt;
Bei der absoluten Mehrheit handelt es sich um eine besondere qualifizierte Mehrheit &amp;#039;&amp;#039;(s.&amp;amp;nbsp;o.)&amp;#039;&amp;#039; mit Quorum &amp;gt; 50 % der abgegebenen gültigen Stimmen. Wird bei einer Majorz-Wahl in einem ersten Wahlgang das absolute Mehr nicht erreicht, erfolgt ein nächster, bis entweder das absolute Mehr erreicht wird oder nur noch das relative Mehr zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kombinationen ==&lt;br /&gt;
Zum einen können die verschiedenen Arten sequenziell, das heißt in Abfolge, genutzt werden. Dann wird, wie bei der deutschen [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]]- und [[Bundespräsident (Deutschland)#Wahl des Bundespräsidenten (Art. 54-56 GG)|Bundespräsidentenwahl]], zum Beispiel in den ersten beiden Wahlgängen eine absolute Mehrheit verlangt und im dritten nur die relative. Nur bei Stimmengleichheit beziehungsweise bei Überwiegen der Neinstimmen können weitere Wahlgänge nötig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits ist es aber auch möglich, verschiedene Mehrheiten auf verschiedene Grundmengen gestützt gleichzeitig zu verlangen. Bei zwei parallel angewandten Mehrheitsentscheidungen spricht man von einer [[Doppelte Mehrheit|doppelten Mehrheit]]. Das gilt zum Beispiel für die [[Rat der Europäischen Union#Abstimmungsverfahren|Beschlussfassung mit doppelter Mehrheit]] bzw. qualifizierter Mehrheit bei der EU. Dabei wird neben der Zustimmung eines bestimmten Anteils der Mitgliedsstaaten (55 % oder 72 %) verlangt, dass die Zustimmenden einen bestimmten Anteil der EU-Bevölkerung repräsentieren (65 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei bestimmten [[Volksabstimmung (Schweiz)|Volksabstimmungen]] in der [[Schweiz]] entscheidet neben dem relativen [[Volksmehr]] das [[Ständemehr]] (der Kantone), ob eine Vorlage angenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft und Recht ==&lt;br /&gt;
In der [[Juristische Fachsprache|juristischen Fachsprache]] spricht man, wenn eine Gruppe von etwas betroffen ist oder etwas tut, von &amp;#039;&amp;#039;Personenmehrheiten,&amp;#039;&amp;#039; deren [[Mitglied]]er als [[Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)|Gesellschaften]] zusammengefasst sind. Im [[Strafrecht (Deutschland)|deutschen Strafrecht]] ist beispielsweise eine [[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigung]] von Personenmehrheiten im Allgemeinen nicht möglich. Mehrheiten spielen vor allem bei [[Kapitalbeteiligung]]en oder in [[Hauptversammlung]]en bei [[Unternehmen]] eine wichtige Rolle. Die Mehrheitsmeinung heißt [[herrschende Meinung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Allstimmigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[demokratische Minderheit]]&lt;br /&gt;
* [[Einstimmigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Einstimmigkeitsprinzip]]&lt;br /&gt;
* [[Kanzlermehrheit]]&lt;br /&gt;
* [[Konsens]] beziehungsweise Einmütigkeit&lt;br /&gt;
* [[Konsensprinzip]]&lt;br /&gt;
* [[negative Mehrheit]]&lt;br /&gt;
* [[Parlament]]&lt;br /&gt;
* [[Schweigespirale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Meier: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschäftsordnung: Technik und Taktik bei Versammlungen, Sitzungen und Diskussionen.&amp;#039;&amp;#039; 3., neu bearbeitete Auflage, VS Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17835-6, S.&amp;amp;nbsp;91&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bundestag.de/wissen/glossar/E/einf_mehr.html Einfache] und [http://www.bundestag.de/wissen/glossar/A/abs_mehrheit.html absolute] Mehrheit im Deutschen Bundestag,&lt;br /&gt;
* [http://test.espacestemps.net/articles/majority-rule-political-risks-and-cultural-dynamics/ wissenschaftlicher Artikel zur Mehrheitsentscheidung (englisch mit französischer Zusammenfassung)]&lt;br /&gt;
* [[Werner Kirsch (Mathematiker)|Werner Kirsch]]: [http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/presse/medieninformationen/folien-vortrag-kirsch-mathe-okt08.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mathematik und Politik.&amp;#039;&amp;#039;] Vortrag von an der [[Fernuniversität Hagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gültig&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ob man ungültige Stimmen als weitere Teilmenge der Grundmenge einführt, hängt ab von der Ausgestaltung des jeweiligen Abstimmungssystems. Bei der [[Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin]] wird es beispielsweise in Bezug auf die [[5-Prozent-Hürde]] so gehandhabt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4169298-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahlforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thewolf37</name></author>
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