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		<updated>2025-09-20T19:28:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Diff/259876097&quot; title=&quot;Spezial:Diff/259876097&quot;&gt;259876097&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Ulanwp&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Ulanwp&quot;&gt;Ulanwp&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; wg. falscher Seitenzahländerung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zaanse mayonaise.jpg|mini|Mayonnaise]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mayonnaise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|majɔˈnɛːzə; -ˈneːzə; -ˈnɛːs (österr.)}}; auch als &amp;#039;&amp;#039;Mayo&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Majo&amp;#039;&amp;#039; abgekürzt) ist eine dickflüssige, kalt hergestellte [[Sauce]] auf der Basis von [[Hühnerei|Eigelb]] und [[Öle|Öl]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist eine der fünf [[Grundsauce]]n der klassischen Küche, aber die einzige kalte Grundsauce; sie dient als Grundlage für zahlreiche Ableitungen zu anderen Saucenvarianten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herrmann, F. Jürgen |Titel=Lehrbuch für Köche |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Handwerk und Technik |Ort=Hamburg |Datum=1999 |ISBN=3-582-40055-7 |Seiten=112}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundlage liefert eine [[Emulsion]] von Öl und [[Zitrone]]nsaft oder [[Essig]], wobei das [[Lecithin]] aus dem Eigelb als [[Emulgator]] dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Entstehungsgeschichte der Sauce „Mayonnaise“ ist umstritten. Das Wort selbst wurde ursprünglich in Frankreich anders geschrieben ({{frS|mahonnaise}}), das wegen der leichteren Aussprache zu {{frS|mayonnaise}} umgewandelt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymologisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1984, S. 312; ISBN 3-426-26074-3&amp;lt;/ref&amp;gt;, weil die Franzosen das stumme „h“ ({{frS|hache}}) nicht aussprechen. Dieser Wortursprung bestärkt auch die in der [[Fachliteratur]] überwiegend zu findende Deutung der Herkunft der Sauce. Danach wurde ab dem 10. April 1756 die Hafenstadt [[Maó|Mahón]] auf [[Menorca]], das unter britischer Herrschaft stand, mit ihrer Festung [[Castillo de San Felipe de Menorca]] durch Marschall [[Louis François Armand de Vignerot du Plessis]] belagert, bis diese am 28. Juni 1756 kapitulierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/The_Seven_Years_War_in_Europe/GaUuAgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Louis+Fran%C3%A7ois+Armand+de+Vignerot+du+Plessis+1756&amp;amp;pg=PA16&amp;amp;printsec=frontcover Franz A.J. Szabo, &amp;#039;&amp;#039;The Seven Years War in Europe: 1756-1763&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 16]&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe: [[Siebenjähriger Krieg#Verlauf in Europa]]). Bei den daraufhin in Frankreich stattfindenden Siegesfeiern soll ein Koch die „Sauce Mahonnaise“ ({{deS|„Sauce von Mahón“ bzw. „mahonesische Sauce“}}) kreiert haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymologisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1984, S. 312&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Variante besagt, dass &amp;#039;&amp;#039;Mahonnese&amp;#039;&amp;#039; während der Belagerung aus der Not heraus zubereitet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Etymologische Wörterbuch der deutschen Sprache]] von [[Friedrich Kluge]] vermutet eine sprachliche Ableitung aus dem französischen Verb für „schlagen“ ({{frS|mailler}}), da die Mayonnaise geschlagen wird, und bezweifelt die Ableitung von Mahon. Das von [[Gerhard Wahrig]] herausgegebene [[Deutsches Wörterbuch|Deutsche Wörterbuch]] dagegen bejaht die Herkunft aus Mahón.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Wahrig, &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1988, Sp. 2388; ISBN 978-3-577-10079-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer anderen These zufolge ist die Mayonnaise aus der katalanischen [[Aioli]] hervorgegangen, die mit Hilfe von [[Mörser (Werkzeug)|Mörsern]] hergestellt wird. Nach ihrem Grundrezept wird fein zerstoßener [[Knoblauch]] mit Öl zu einer Emulsion aufgeschlagen und anschließend mit Salz abgeschmeckt. Aioli wurde bereits im Jahr 1024 erstmals schriftlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Les ingrédients d&amp;#039;une mayonnaise.jpg|mini|Zutaten für Mayonnaise]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1845 wurde Mayonnaise wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
| Text=Für 6–7 Personen verrührt man 5 Eigelb mit ½ Teelöffel Salz und dem Saft einer größeren halben Zitrone. Wenn alles gut verrührt ist, gibt man bei fortgesetztem Rühren tropfenweise ½ Liter Olivenöl hinein. Man schlägt die Masse am besten auf Eis mit dem Schaumbesen, bis sie ganz dick ist, was mindestens 1 Stunde dauert. Zuletzt fügt man 1 Messerspitze weißen Pfeffer und ½ Teelöffel feinsten englischen Senf hinzu.&lt;br /&gt;
| Autor=[[Henriette Davidis]]&lt;br /&gt;
| Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Praktisches Kochbuch für die bürgerliche und feine Küche&amp;#039;&amp;#039;: Reprint der Berliner Ausgabe, Augsburg 1997; Erstveröffentlichung 1845; 12. Saucen; II. Kalte Saucen zu Fisch, Fleisch und Kartoffeln; 12,51&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Echte Mayonnaise&amp;#039;&amp;#039; basiert auf einer [[Emulsion#Struktur der Emulsion|Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W)]], die nur durch langsames und tropfenweises Einrühren von Öl in Eigelb entsteht. Je nach Rezept verrührt man deshalb ein oder mehrere Eigelb zunächst mit [[Speisesalz|Salz]], [[Pfeffer]] und etwas Flüssigkeit (Wasser, Zitronensaft, Essig), eventuell auch [[Senf]]. Unter Rühren wird anschließend Öl zugegeben, zunächst tropfenweise und, sobald ein Andicken feststellbar ist, in einem dünnen Strahl bis zur gewünschten Konsistenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Herrmann, &amp;#039;&amp;#039;Herings Lexikon der Küche&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, 2012, S. 47; ISBN 978-3-8057-0663-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl für Haushalte als auch in der Großherstellung wurde früher aus Zeit- und Kostenspargründen der Einsatz von [[Mehlschwitze]] empfohlen. Eine solche &amp;#039;&amp;#039;unechte Mayonnaise&amp;#039;&amp;#039; besteht zum Beispiel aus einem abgerührten Mehlkloß, dem Eigelb und Öl beigegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Berta Dißmann: &amp;#039;&amp;#039;Ratgeber für Herd und Haus – Allgemeinverständliches, leichtfaßliches Hilfsbuch für Berufsschulen, Haushaltungsschulen, Wanderkochkurse und Familien&amp;#039;&amp;#039;. Alwin Huhle, Dresden 1931, S.&amp;amp;nbsp;107&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Industriell wurde dies in unterschiedlichen Formen ebenfalls eingeführt: Ein deklarierter Fettanteil unter 80 Prozent weist auf den entsprechenden Einsatz von [[Stärke]] hin. Überdies wird [[Lebensmittelindustrie|industriell]] hergestellte Mayonnaise zumindest im [[deutschsprachiger Raum|deutschsprachigen Raum]] fast ausschließlich aus [[pasteurisiert]]en Eibestandteilen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem schnell drehenden [[Pürierstab]] lässt sich Mayonnaise in der Küche in wenigen Augenblicken herstellen, indem man alle Zutaten zusammen in einen Rührbecher gibt (zuerst Eigelb, zuletzt das Öl) und mit dem Mixstab mit hoher Drehgeschwindigkeit ca. ½ Minute miteinander vermischt. Dabei ist der Pürierstab zunächst am Boden des Rührbechers zu führen und langsam nach oben zu ziehen, damit erst wenig, dann immer mehr Öl eingerührt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Pascal Thiele Kategorien: Ernährung |url=https://utopia.de/ratgeber/mayonnaise-selber-machen-schnell-rezept-mit-klassischen-zutaten/ |titel=Mayonnaise selber machen: Schnell-Rezept mit klassischen Zutaten |datum=2018-03-07 |sprache=de-DE |abruf=2022-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische und physikalische Aspekte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mayonnaise (1).jpg|mini|Mayonnaise]]&lt;br /&gt;
Die [[Grenzflächenspannung]] eines Öl-Wasser-Gemenges beträgt ca. 23&amp;amp;nbsp;m[[Newton (Einheit)|N]]/m. Damit eine stabile Emulsion entsteht, muss die Grenzflächenspannung durch die Zugabe von Emulgatoren, z.&amp;amp;nbsp;B. in Form von Eigelb, herabgesetzt werden. Dass es dennoch notwendig ist, das Öl zunächst nur tropfenweise unter ständigem Rühren hinzuzufügen, hat seinen Grund im Aufbau der Mayonnaise und in der Natur des Emulgators. Lecithin begünstigt wegen seines [[HLB-Wert]]es eine [[Emulsion#Struktur der Emulsion|Wasser-in-Öl-Emulsion (W/O)]]. Soll Mayonnaise jedoch die gewünschte Konsistenz haben, muss sich eine [[Emulsion#Struktur der Emulsion|Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W)]] bilden. Würde man aber die Bestandteile der Mayonnaise auf einmal zusammenmischen, entstünde aufgrund der Eigenschaft des Lecithins eine W/O-Emulsion. Um eine Phasenumkehr zu vermeiden, ist es wichtig, den als disperse Phase veranlagten Teil in einem großen Volumenüberschuss in ein Gemisch zu geben. Im Falle der Mayonnaise kommt also viel Wasser (etwa aus dem Essig) auf wenig Öl (einige Tropfen). So kann das Lecithin entgegen seiner Neigung eine stabile O/W-Emulsion erzeugen. Der Trick besteht nun weiter darin, die bereits vorhandenen dispersen Öltropfen weiter mit Öl „zu füllen“. Ab einem bestimmten Volumenanteil ist aber auch eine so hergestellte O/W-Emulsion nicht mehr stabil und bricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den im Ei enthaltenen Ölen handelt es sich hauptsächlich um [[Triglyceride]], die überwiegend aus Wasserstoff- und Kohlenstoffatomen bestehen. Damit sich diese mit Wasser vermischen können, werden zusätzliche Emulgatoren benötigt, die sowohl auf Wasser als auch auf die Triglyceride anziehend wirken und schwache Bindungen eingehen. Mayonnaise kann durch Beigabe geeigneter Emulgatoren einen Ölanteil von bis zu 80 Prozent erreichen. Emulgatoren verhindern über die elektrostatische Bindung auch, dass das Öl wieder größere Tropfen bildet&amp;amp;nbsp;– die Emulsion bleibt bestehen. Säuren wie Zitronen- oder Essigsäure verstärken diesen Effekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Mayonnaise ausreichend dickflüssig wird, muss sie kräftig geschlagen werden. Dadurch werden die Öltropfen der Emulsion immer weiter zerteilt. Wenn die Mayonnaise zu dick geworden ist, kann man Flüssigkeiten wie Wasser, Essig oder Zitronensaft zugeben, um die Emulsion wieder aufzulockern. Hierdurch wird die disperse Phase verdünnt und die Viskosität reduziert. Die Menge des Öls, die man je Ei zugeben darf, um Mayonnaise herzustellen, variiert sehr stark je nach Rezeptur. Üblich sind maximal 0,1 bis 0,2 Liter Öl je Eigelb, um ein Gerinnen des Eies zu verhindern. Die Gefahr dazu besteht, weil das Ei nicht ausreichend Wasser enthält, um das Öl in einer Wasserphase zu binden. Durch Hinzufügen von Wasser kann man also eine größere Menge Mayonnaise mit einem einzelnen Ei herstellen. Durch Zugabe von zwei bis drei Teelöffeln Wasser je Tasse Öl lassen sich mit einem einzelnen Ei bis zu 24 Liter Mayonnaise herstellen, da das Eigelb eine große Menge an Netzmittel enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hervé This]]: &amp;#039;&amp;#039;Rätsel der Kochkunst&amp;#039;&amp;#039;. Piper, Springer, 1993–1997, ISBN 978-3-492-23458-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die industrielle Herstellung von Mayonnaise erfolgt fast ausnahmslos unter Einsatz hochtouriger Homogenisiermaschinen, sogenannter Kombinatoren. Vor allem finden Zahnkranzdispergiermaschinen und [[Kolloidmühle]]n Verwendung, die nach dem [[Rotor]]-[[Stator]]-Prinzip arbeiten. Die Rohemulsion wird durch das Rotor-Stator-System der Maschine gepumpt, wobei durch Druck bzw. heftige Strömungen [[Scherung (Mechanik)|Scherkräfte]] entstehen, deren Stärke die Festigkeit der Öltropfen übertreffen, sodass diese in feinste Teilchen zerrissen und gleichmäßig in der Emulsion verteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Auf Grund ihres hohen Fettanteils hat Mayonnaise einen im Vergleich zu anderen Saucen sehr hohen Energiegehalt von ca. 2900 kJ (700 kcal) pro 100 Gramm. In 100 Gramm Mayonnaise sind 75&amp;amp;nbsp;g Fett enthalten, 1&amp;amp;nbsp;g Eiweiß und 0,6&amp;amp;nbsp;g Kohlenhydrate. Dabei sind rund 60 % des Fettanteils mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Mayonnaise enthält größere Mengen an Vitamin K sowie, in geringerem Maß, auch Vitamin D und E.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.food-compare.com/datapanel/?item=250;0;501_14;10;basedata;dtb;075035175031000;10010000 |titel= Inhaltsstoffe der Mayonnaise|abruf=2021-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
=== Traditionelle Herstellung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:16-08-30-Mayonnaise-Supermarkt-Riga-RR2 3843.jpg|mini|Mayonnaise in Beuteln, Gläsern und Eimern in einem lettischen Supermarkt]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1903 nannte [[Katharina Prato]] die Mayonnaise auch „Öl-Sauce“. Ihr Rezept weicht stark von dem älteren von Henriette Davidis und der heutigen Rezeptur ab:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
| Text=Man stellt eine Schüssel auf Eis, rührt darin mit einem Holzlöffel 4 bis 6 rohe Dotter und etwas Salz und gibt bei beständigem Rühren abwechselnd tropfenweise 15 Deka Öl, 2 Deciliter kaltes frisches [[Aspik|Aspic]] und Bertram-Essig hinzu. Wenn die Sauce crêmeartig dick geworden ist, gibt man ein wenig weißen Pfeffer und tropfenweise den Saft einer Limone dazu. Man läßt sie bis zum Gebrauche im Eise stehen.&lt;br /&gt;
| Autor=Katharina Prato (Edle von Scheiger)&lt;br /&gt;
| Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Die Süddeutsche Küche – Für Anfängerinnen und praktische Köchinnen&amp;#039;&amp;#039;: 34. Auflage 1903, Verlagsbuchhandlung „Styria“ Graz, Seite 146 sowie 356, 380 und 391&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Sie kannte neben der gelben und weißen Mayonnaise folgende Variationen: &amp;lt;!-- sic – Originalschreibweise wie in der Quelle --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mayonnaise mit [[Küchenkraut|Kräuter]]n&lt;br /&gt;
* Mayonnaise mit [[Butter]]&lt;br /&gt;
* Mayonnaise mit [[Speisefisch|Fisch]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sardellen]])&lt;br /&gt;
* Mayonnaise mit [[Fleisch]]&lt;br /&gt;
* gekochte Mayonnaise&lt;br /&gt;
* von hartgesottenen [[Dotter]]n&lt;br /&gt;
* ohne Aspik&lt;br /&gt;
* mit [[Senf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrielle Varianten ===&lt;br /&gt;
Heute unterscheidet man folgende Arten von industriell hergestellter Mayonnaise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== (Einfache echte) Mayonnaise ====&lt;br /&gt;
Sie soll nach den „Europäischen Beurteilungsmerkmalen für Mayonnaise – Code of Practice“ der europäischen Hersteller einen Mindestfettgehalt von 70&amp;amp;nbsp;Prozent haben. Hergestellt wird sie mit Eigelb als Emulgator; der Anteil an Eigelb soll mindestens 5&amp;amp;nbsp;Prozent betragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.culinaria-europe.eu/download/mayonnaise.pdf |titel=CODE OF PRACTICE Mayonnaise |abruf=2022-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Delikatess-Mayonnaise ====&lt;br /&gt;
Den Zusatz „Delikatess“ darf eine Mayonnaise dann tragen, wenn sie durch bestimmte Merkmale den Wert von herkömmlichen Mayonnaisen übertrifft. Dies kann z.&amp;amp;nbsp;B. ein deutlich höherer Eigelbanteil oder die Verwendung eines hochwertigen Pflanzenöles sein, etwa eines solchen mit besonders hohem Anteil an ein- oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ein mögliches Kriterium kann auch ein besonders kleiner Durchmesser der Öltröpfchen in der O/W-Emulsion oder die Verwendung von Frischei anstatt pasteurisiertem Ei sein. Allein ein Fettgehalt von 80 Prozent ist allerdings nicht ausreichend für die Deklarierung eines Produkts als „Delikatess“-Mayonnaise.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/mayonnaisen-und-co/ |titel=Mayonnaisen und Co. |sprache=en |abruf=2022-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Salatmayonnaise ====&lt;br /&gt;
Im Handel auch unter den Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Salatcreme&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Joghurt-Salatcreme&amp;#039;&amp;#039; erhältlich. Bei ihr genügt nach den Leitsätzen der deutschen Feinkostindustrie ein Mindestfettgehalt von 50&amp;amp;nbsp;Prozent. Anders als bei Mayonnaise dürfen für Salatmayonnaise auch den Ei-Anteil ganz oder teilweise ersetzende Milch- oder Pflanzeneiweiße verwendet werden. Als Emulgatoren können auch aus [[Sojabohne|Soja-]], [[Sonnenblumenöl|Sonnenblumen-]] und [[Rapsöl]] gewonnene [[Lecithine]] (E 322) dienen. Des Weiteren sind Verdickungsmittel wie Weizenmehl, Stärke, [[Gelatine]] zugelassen. Die meisten Produkte enthalten als Verdickungsmittel [[Xanthan]] (E 415).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegane Alternativen ===&lt;br /&gt;
Es existieren Lebensmittel, die in Aussehen, Geschmack und Struktur ähnlich wie Mayonnaise sind, aber kein Ei enthalten. Als Emulgator kann beispielsweise das Protein aus dem Wasser von [[Kichererbse]]n, konzentriertes [[Sojaprotein]] oder synthetisches Eiprotein eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karen Garcia, Sujinda Sriwattana, Hong Kyoon No, Jose Andres Herrera Corredor, Witoon Prinyawiwatkul |Titel=Sensory Optimization of a Mayonnaise-Type Spread Made with Rice Bran Oil and Soy Protein |Hrsg= |Sammelwerk=[[Journal of Food Science]] |Band=74 |Nummer=6 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2009-07-31 |ISBN= |DOI=10.1111/j.1750-3841.2009.01203.x |Seiten=S248–S254}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Greg Holden |Titel=Big Data and R&amp;amp;D Management: A new primer on big data offers insight into the basics of dealing with “uncomfortable data”—data that is too large or too unstructured to be accommodated by a firm’s existing processes. |Hrsg= |Sammelwerk=Research-Technology Management |Band=59 |Nummer=5 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2016-09-02 |ISBN= |ISSN=0895-6308 |DOI=10.1080/08956308.2016.1208044 |Seiten=22–26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Produkt „Just Mayo“ darf in den USA nach Rechtsstreitigkeiten und Druck durch das American Egg Board weiterhin unter diesem Namen angeboten werden, wenn klar auf das Fehlen von Eiern hingewiesen wird, womit es sich nicht um klassische Mayonnaise handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.theguardian.com/us-news/2015/dec/17/fda-eggless-vegan-just-mayo-keeps-name-label-changes |titel=FDA will let eggless Just Mayo stay &amp;#039;mayo&amp;#039; – with a few small label changes |werk=[[The Guardian]] |hrsg= |datum=2015-12-17 |abruf=2019-06-27 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Twine |Titel=Materially Constituting a Sustainable Food Transition: The Case of Vegan Eating Practice |Hrsg= |Sammelwerk=[[Sociology]] |Band=52 |Nummer=1 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2017-09-04 |ISBN= |DOI=10.1177/0038038517726647 |Seiten=166–181}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Heilmittel ==&lt;br /&gt;
Mayonnaise gilt als [[Hausmittel]] bei der Bekämpfung von [[Kopflaus|Kopfläusen]]. Hierfür muss eine größere Menge Mayonnaise in die betroffenen Haare eingearbeitet werden. Durch das vorhandene Öl ersticken die Läuse, außerdem hilft das Öl, den Kleber, mit dem sich die Nissen an den Haaren halten, zu lösen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesundheit.gv.at/news/aktuelles/archiv-2015/kopflaeuse-bekaempfen.html |titel=Kopfläuse natürlich bekämpfen |datum=2015-09-21 |sprache=de |abruf=2023-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marcel Peters |url=https://praxistipps.focus.de/die-5-besten-hausmittel-gegen-laeuse_49962 |titel=Die 5 besten Hausmittel gegen Läuse |werk=praxistipps.focus.de |datum=2023-06-04 |sprache=de |abruf=05.09.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ableitungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Aioli]]&amp;#039;&amp;#039;: möglicherweise die Urform der Mayonnaise, hier wird [[Knoblauch]] als Emulgator verwendet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gloucestersauce]]&amp;#039;&amp;#039;: mit [[Englischer Senf|englischem Senf]] und [[Worcestershiresauce]] gewürzt, mit [[Saure Sahne|saurer Sahne]] verrührt und mit [[Fenchelkraut]] abgeschmeckt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sauce Alicante&amp;#039;&amp;#039;: mit geriebener [[Orangenschale]] und [[Paprika]] oder [[Cayennepfeffer]] abgeschmeckt und mit gekochtem Ei verrührt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sauce andalouse]]&amp;#039;&amp;#039;: mit [[Tomatenmark]] und [[Gemüsepaprika]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sauce Chantilly&amp;#039;&amp;#039;: mit [[Zitrone]]nsaft gewürzt und mit Schlagsahne aufgelockert; mit gleichem Namen wird auch [[Sauce mousseline]] bezeichnet, eine klassische Abwandlung der [[Sauce Hollandaise]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sauce gribiche]]&amp;#039;&amp;#039;: aus gekochtem und passiertem Eigelb zubereitet, mit Senf, [[Gewürzgurke]], [[Echter Kapernstrauch|Kapern]], [[Petersilie]], [[Estragon]], [[Schnittlauch]] sowie gekochtem und gehacktem Eiweiß vermischt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sauce italienne froide (Kalte italienische Sauce)&amp;#039;&amp;#039;: mit passiertem [[Hirn (Lebensmittel)|Kalbshirn]] und Zitronensaft abgeschmeckt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mayonnaise à la russe (Mayonnaise russischer Art)&amp;#039;&amp;#039;: mit Estragonessig und [[Meerrettich]] abgeschmeckt und mit erstarrendem [[Gelee]] schaumig geschlagen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sauce mousquetaire (Musketiersauce)&amp;#039;&amp;#039;: mit einer [[Schalotten]]-[[Weißwein]]-[[Reduzieren (Garmethode)|Reduktion]], Schnittlauch und Cayennepfeffer abgeschmeckt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Remoulade]]&amp;#039;&amp;#039;: mit Senf, Kapern, Gewürzgurken und Kräutern ([[Kerbel]], Estragon) abgeschmeckt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sauce suédoise (Schwedische Sauce)&amp;#039;&amp;#039;: mit [[Apfelmus]] und Meerrettich abgeschmeckt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Rouille]]&amp;#039;&amp;#039;: Traditionelle südfranzösische Sauce aus Knoblauch, Pfefferschoten und [[Safran]]. Heute gibt es auch eine mayonnaiseähnliche Variation mit Ei.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sauce tartare]] (Tatarensauce)&amp;#039;&amp;#039;: aus gekochtem und passiertem Eigelb zubereitet und mit Schnittlauch vermischt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Grüne Sauce|Sauce verte]] (Grüne Sauce)&amp;#039;&amp;#039;: mit vielerlei fein gehackten Kräutern vermischt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Sauce Vincent]]&amp;#039;&amp;#039;: mit pürierten Kräutern und Worcestershiresauce abgeschmeckt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Langer: &amp;#039;&amp;#039;Charakterisierung und Klassifizierung von Feinkostprodukten.&amp;#039;&amp;#039; Oecotrophologische Diplomarbeit, Bonn 2008. [https://www.kulinaria.org/index-kulinaria.html/fachgruppen/feinkost-essig-und-senf/was-ist-feinkost/diplomarbeit-feinkost-langer.pdf Download von der  Verband der Hersteller kulinarischer Lebensmittel e. V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mayonnaise}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mayonnaise|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.behrs.de/news/bll-richtlinie-fuer-mayonnaise-salatmayonnaise-und-remoulade-139 &amp;#039;&amp;#039;Bll-Richtlinie für Mayonnaise, Salatmayonnaise und Remoulade&amp;#039;&amp;#039;], auf behrs.de, 22. März 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalte Sauce]]&lt;/div&gt;</summary>
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