<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Massenmedien</id>
	<title>Massenmedien - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Massenmedien"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Massenmedien&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-09T01:00:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Massenmedien&amp;diff=10163&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carol.Christiansen: Änderungen von ~2025-53594-2 (Diskussion) auf die letzte Version von Kurt Jansson zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Massenmedien&amp;diff=10163&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-05T17:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-53594-2&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-53594-2&quot;&gt;~2025-53594-2&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-53594-2&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-53594-2 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Kurt_Jansson&quot; title=&quot;Benutzer:Kurt Jansson&quot;&gt;Kurt Jansson&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Massenmedien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in der [[Medienwirtschaft]], [[Medienökonomie]] und [[Publizistikwissenschaft]] [[Medium (Kommunikation)|Medien]], die als [[Kommunikationsmittel]] zur [[Vertrieb|Verbreitung]] von [[Medieninhalt]]en in der [[Öffentlichkeit]] und für die [[Kommunikation]] mit einer großen Zahl von [[Empfänger (Information)|Empfängern]] dienen. Als [[Vierte Gewalt]] haben sie große Verantwortung in der modernen Demokratie. Gegensatz ist das &amp;#039;&amp;#039;Individualmedium&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Während die von einem &amp;#039;&amp;#039;Individualmedium&amp;#039;&amp;#039; transportierten Medieninhalte sich genau an einen bestimmten Empfänger oder [[Nutzer]] richten (wie etwa bei handgeschriebenen Büchern, selbstbespielten Datenträgern oder [[Telefon]]), sind Massenmedien ([[Buch|gedruckte Bücher]], [[Printmedien]], [[Tonträger]], [[Bildträger]], [[Datenträger]] (wie z.&amp;amp;nbsp;B. gepresste CDs oder DVDs), [[Rundfunk]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=06QlBgAAQBAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Medienwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Medienwirtschaft&amp;amp;f=false Jürgen Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Medienökonomie&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1994, S. 6.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie [[Internet]] und [[Online-Dienst]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=06QlBgAAQBAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Medienwirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Medienwirtschaft&amp;amp;f=false Matthias Schumann/Thomas Hess, &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der Medienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 6]&amp;lt;/ref&amp;gt; an eine unbestimmte Vielzahl von Empfängern gerichtet. Massenmedien werden auf einem [[Massenmarkt]] angeboten, der Printmedien, Rundfunk sowie Bild- und Tonträger der [[Unterhaltungselektronik]] umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Politik_Lexikon/eq8FCgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=massenmedien+lexikon&amp;amp;pg=PA509&amp;amp;printsec=frontcover Everhard Holtmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politik-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 376.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bild- und Tonträger richten sich zwar an einen bestimmten Empfänger, werden jedoch massenhaft produziert. Die Kommunikation ist &amp;#039;&amp;#039;einseitig&amp;#039;&amp;#039; bei Printmedien (Bücher; bei Zeitungen die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit der Redaktion per [[Leserbrief]]), [[Brief]]en und [[E-Mail]]s oder &amp;#039;&amp;#039;mehrseitig&amp;#039;&amp;#039; bei der [[Telekommunikation]] (Telefon, [[Smartphone]], [[Videokonferenz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massenmedien haben einen „öffentlichen Auftrag“ und bestimmen die Themen, die in der Gesellschaft als relevant angesehen werden und welche nicht; die Demokratie lebt von einer kritischen [[Öffentlichkeit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz9ff&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tanjev Schultz |Titel=Medien und Journalismus – Einfluss und Macht der Vierten Gewalt |Verlag=W. Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2021 |Umfang=143 |ISBN=978-3-17-037737-0 |Seiten=9–12.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gesellschaftliche [[Funktionen der Massenmedien|Funktion der Massenmedien]] besteht in der Erfüllung von [[Information]]s- und [[Unterhaltungsindustrie|Unterhaltungsbedürfnissen]] sowie laut [[Niklas Luhmann]] im Erzeugen eines [[Soziales Gedächtnis|sozialen Gedächtnisses]], das darin besteht, „dass man bei jeder Kommunikation bestimmte Realitätsannahmen als bekannt voraussetzen kann, ohne sie eigens in die Kommunikation einführen und begründen zu müssen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Niklas Luhmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Realität der Massenmedien&amp;#039;&amp;#039;. Opladen 1996, S.&amp;amp;nbsp;120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Medienwissenschaft]] ist das [[Einzelwissenschaft|wissenschaftliche Fach]], das sich mit der Geschichte und Wirkung der Massenmedien beschäftigt. Mit den Akteuren, Strukturen und Leistungen des [[Journalismus]] befasst sich die [[Journalistik]] als Teilgebiet der [[Kommunikationswissenschaft]]. Insgesamt ist die wissenschaftliche Betrachtung und Beschäftigung mit Massenmedien also [[Interdisziplinarität|interdisziplinär]] verteilt im Spannungsfeld sowohl der [[Geisteswissenschaft|Geistes-]] als auch der [[Sozialwissenschaft|Sozial-]] und der [[Kulturwissenschaft]]en, wobei der jeweilige theoretische Hintergrund der unterschiedlichen Anwendungsgebiete ebenfalls noch zu berücksichtigen ist (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wirtschaftswissenschaften]] für den Wirtschaftsteil und [[Sportwissenschaft]] für den Sportteil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen ==&lt;br /&gt;
Eine bekannte [[Definition]] lautet: „Die Massenmedien sind Kommunikationsmittel, die durch [[Vervielfältigungsverfahren|technische Vervielfältigung]] und Verbreitung mittels Schrift, Bild oder Ton Inhalte an eine unbestimmte Zahl von Menschen vermitteln und somit öffentlich an ein anonymes, räumlich verstreutes Publikum weitergeben.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;burkart&amp;quot;&amp;gt;vgl. [[Roland Burkart]]: &amp;#039;&amp;#039;Kommunikationswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2002, S.&amp;amp;nbsp;169–172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Massenmedien wird [[Massenkommunikation]] ermöglicht. Die Massenkommunikation geschieht öffentlich, wodurch im Prinzip jeder Zugang zu den Angeboten von Massenmedien hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmidt&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Siegfried J. Schmidt, Guido Zurstiege: &amp;#039;&amp;#039;Orientierung Kommunikationswissenschaft. Was sie kann, was sie will.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt TB, Reinbek bei Hamburg 2000, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Sinne umfasst die sozialwissenschaftliche Definition von Massenmedien:&amp;lt;ref name=&amp;quot;burkart&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stephan Habscheid: &amp;#039;&amp;#039;Das Internet – ein Massenmedium?&amp;#039;&amp;#039; In: Torsten Siever, Peter Schlobinsi, Jens Runkehl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Linguistik. Impulse &amp;amp; Tendenzen. Websprache.net. Sprache und Kommunikation im Internet.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Walter de Gruyter, Berlin / New York 2005, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Printmedien (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Flugblatt]], [[Plakat]], [[Buch]], [[Presse (Medien)|Presse]])&lt;br /&gt;
* Audiovisuelle Medien: [[Film]], [[Hörfunk]] und [[Fernsehen]]&lt;br /&gt;
* massenhaft verbreitete [[Datenspeicher|Speichermedien]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Compact Disc|CD]], [[DVD]])&lt;br /&gt;
* [[Webseite]]n im Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerhard Maletzke]] definiert fünf entscheidende Faktoren für Massenkommunikation: „Unter Massenkommunikation verstehen wir jene Form der Kommunikation, bei der Aussagen &amp;#039;&amp;#039;öffentlich&amp;#039;&amp;#039; (also ohne begrenzte und personell definierte Empfängerschaft) durch &amp;#039;&amp;#039;technische Verbreitungsmittel&amp;#039;&amp;#039; (Medien) &amp;#039;&amp;#039;indirekt&amp;#039;&amp;#039; (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern) und &amp;#039;&amp;#039;einseitig&amp;#039;&amp;#039; (also ohne Rollenwechsel zw. Aussagenden und Aufnehmenden) &amp;#039;&amp;#039;an ein disperses Publikum&amp;#039;&amp;#039; vermittelt werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Maletzke: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie der Massenkommunikation.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Kommunikationswissenschaft im Überblick: Grundlagen, Probleme, Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1998, S. 45 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Definition schließt z.&amp;amp;nbsp;B. Theaterveranstaltungen als Massenkommunikation aus, da das Publikum nicht ausreichend verteilt (&amp;#039;&amp;#039;dispers&amp;#039;&amp;#039;) ist. Auch ist zu bedenken, dass Massenmedien zu komplexen sozialen Institutionen geworden sind, die durch Politik, Recht und Ökonomie in ihrer Ausgestaltung beeinflusst werden. Ohne diese Dimension ist ein sinnvoller internationaler Vergleich von Medien und [[Mediensystem]]en kaum möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während jedoch dieser Kritikpunkt als strittig behauptet werden kann, da auch die klassischen Massenmedien „durch Politik, Recht und Ökonomie“ in ihrer Ausgestaltung beeinflusst waren und weiterhin sind, wodurch dieser Charakter nicht zwangsläufig zur Definition Maletzkes im Widerspruch gesehen werden muss, sehen Kunczik und Zipfel die Schwachstelle in der fehlenden Vereinbarkeit mit der technischen Weiterentwicklung, die in den vergangenen Jahrzehnten stattgefunden hat:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Diese Kriterien eignen sich zur Beschreibung der Massenkommunikation durch Medien wie Presse, Radio und Fernsehen. Für die sogenannten ‚Neuen Medien‘ ist diese Definition allerdings nicht mehr adäquat, da v.&amp;amp;nbsp;a. interaktive Dienste auch Komponenten interpersonaler Kommunikation aufweisen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kunczik, Astrid Zipfel: &amp;#039;&amp;#039;Publizistik. Ein Studienhandbuch.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2001, ISBN 3-412-11899-0, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf aufbauend entwickelte [[Ulrich Saxer]] 1998 eine Definition, die Medien nicht nur als technische Artefakte, sondern in ihrer gesellschaftlichen Dimension zu erfassen versucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Barbara Thomaß: &amp;#039;&amp;#039;Mediensysteme im internationalen Vergleich&amp;#039;&amp;#039;. UVK, Konstanz 2007, ISBN 978-3-8252-2831-6, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Medien sind komplexe institutionalisierte Systeme um organisierte Kommunikationskanäle von spezifischem Leistungsvermögen“ und sind durch fünf mehr oder weniger stark ausgeprägte Merkmale gekennzeichnet:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Ulrich Saxer: &amp;#039;&amp;#039;Mediengesellschaft: Verständnisse und Mißverständnisse.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Sarcinelli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1998, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Medien stellen technische Kommunikationskanäle dar, die verschiedene Zeichensysteme – visuelle (z.&amp;amp;nbsp;B. Zeitungen), auditive (z.&amp;amp;nbsp;B. Radio) und audiovisuelle (z.&amp;amp;nbsp;B. Fernsehen) – mit unterschiedlich ausgeprägter Kapazität transportieren können.&lt;br /&gt;
# Medien müssen sich organisieren, um ihre jeweilige Medientechnik wirkungsvoll zum Tragen bringen zu können.&lt;br /&gt;
# Medienkommunikation resultiert aus Herstellungs-, Bereitstellungs- und Empfangsprozessen und bildet damit ein komplexes System der Medien.&lt;br /&gt;
# Medien können sowohl funktional als auch dysfunktional sein. Sie sind in kultureller, wirtschaftlicher, politischer und sozialer Hinsicht problemlösend und problemschaffend zugleich.&lt;br /&gt;
# Medien sind institutionalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [[Hans-Georg Gadamer]] weist darauf hin, dass nach [[Aristoteles]] eine Stadt nicht größer werden soll, als dass die Stimme eines [[Stentor]]s jeden Bürger gleichzeitig erreichen kann. In der Gegenwart sollen die Massenmedien diese Rolle übernehmen und sind auch dazu in der Lage, es fehlt ihnen aber an der substanziellen Stimme eines solchen Stentor, der „großen Kulturkräfte“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gadamer erzählt die Geschichte der Philosophie 2/6&amp;#039;&amp;#039; (2000) [https://www.youtube.com/watch?v=oG2fprEkLAo] ab min. 0:52 bei &amp;#039;&amp;#039;Youtube&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 veröffentlichte [[Irene Neverla]] eine weitere Definition. Massenmedien sind demnach „institutionalisierte Handlungszusammenhänge, die sich komplexer Kommunikationskanäle und -techniken bedienen und in arbeitsteiligen Organisationsformen nach bestimmten Regeln und Routinen für die Gesellschaft bedeutungsvolle Funktionen für die öffentliche Kommunikation erbringen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Weischenberg, Hans J. Kleinsteuber, Bernhard Pörksen: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Journalismus und Medien.&amp;#039;&amp;#039; UVK, 2014, S. 206–210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Ansatz stammt von [[Roger Blum]]. Er versteht unter Massenmedien „publizistische Medien, um Medien der öffentlichen Kommunikation, die in der Gesellschaft eine Rolle spielen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Blum: &amp;#039;&amp;#039;Lautsprecher &amp;amp; Widersprecher. Ein Ansatz zum Vergleich der Mediensysteme&amp;#039;&amp;#039;. Halem, 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Meißner: &amp;#039;&amp;#039;Kulturen der Katastrophenberichterstattung&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Springer VS, S. 15, [[doi:10.1007/978-3-658-26127-6]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienunternehmen als Massenmedien ==&lt;br /&gt;
Zu den Massenmedien werden folgende [[Medienunternehmen]] gerechnet:&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Schumann/Thomas Hess, &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der Medienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 9; ISBN 978-3-540-43387-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Medienunternehmen]]&lt;br /&gt;
! [[Medieninhalt]]e erzeugen&lt;br /&gt;
! [[Medieninhalt]]e bündeln&lt;br /&gt;
! [[Trägermedium|Träger]] der [[Medieninhalt]]e&lt;br /&gt;
! [[Medieninhalt]]e vertreiben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Printmedien]]&lt;br /&gt;
| [[Autor]]en und [[Redakteur]]e || [[Zeitungsverlag|Zeitungs-]] und [[Buchverlag]]e || [[Papier]]  || [[Distributionslogistik]], [[Handel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Rundfunk]]&lt;br /&gt;
| [[Künstler]], [[Reporter]], [[Moderator]]en || [[Rundfunksender|Radio-]] und [[Rundfunksender|Fernsehsender]] || [[Radiowelle|Funkwellen]], [[Kabelnetz]]e || [[Rundfunksender|Fernsehsender]], [[Rundfunksender|Radiosender]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Onlinedienst]]e&lt;br /&gt;
| [[Internetdienstanbieter|Content-Provider]] || [[Informationsvermittler]] || [[Internet]] || [[Service-Provider]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Speichermedien]]hersteller&lt;br /&gt;
| [[Autor]]en, [[Künstler]] || [[Verlag]]e || [[Bildträger]], [[Tonträger]] ||  [[Logistik]], [[Handel]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Printmedien]], [[Rundfunk]] [[Onlinedienst]]e und [[Speichermedien]]hersteller (insbesondere [[Tonträgerunternehmen]]) sind in der [[Produktion]] auf [[Massenproduktion]] durch entsprechende [[Produktionsverfahren]] eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Rolle der Technik ==&lt;br /&gt;
[[Harry Pross]] teilt Medien abhängig von deren Produktions- und Rezeptionsbedingungen in Gruppen ein:&amp;lt;ref&amp;gt;Harry Pross: &amp;#039;&amp;#039;Publizistik: Thesen zu einem Grundcolloquium.&amp;#039;&amp;#039; Luchterhand, Neuwied 1970, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Primäre Medien&amp;#039;&amp;#039; sind Mittel des menschlichen Elementarkontaktes ohne Gerät, sie benötigen keine Hilfsmittel zur Produktion und Rezeption.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sekundäre Medien&amp;#039;&amp;#039; bedürfen zu ihrer Hervorbringung, nicht jedoch zu ihrer Wahrnehmung, Geräte.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tertiäre Medien&amp;#039;&amp;#039; setzen auf Seiten des Produzenten wie auf der des Konsumenten Geräte voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzt werden können &amp;#039;&amp;#039;quartäre Medien&amp;#039;&amp;#039;, die auf beiden Seiten Geräte voraussetzen, nicht aber ausschließlich massenmedialer Kommunikation oder Mitteilungsverbreitung dienen. Das Internet ist z.&amp;amp;nbsp;B. ein Medium, das vom Nutzer in anderem Ausmaß aktive Entscheidungen über den Konsum verlangt und zum Teil direkte Rückkopplung des Nutzers zum Anbieter erlaubt. Daraus ergeben sich schnelle und spontane Wechsel der Zuordnung aufgrund der wechselnden Benutzungsmodi: Der Wechsel zwischen tertiären Eigenschaften und quartären sind etwas Neues, das in diese Struktur einzufügen ist. Digitalisierung ermöglicht die Integration und Mischung der ersten drei Medienstufen in der vierten. Quartäre Medien bieten eine enge Verbindung massenmedialer Eigenschaften (tertiäre Medien), erlauben aber den jederzeitigen, schnellen Wechsel zwischen individualer und Gruppenansprache bzw. Kommunikation, aber immer unter Bedingungen, die auf beiden Seiten der Kommunikation auf Geräte angewiesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jakob F. Dittmar: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Medienwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der TU Berlin, Berlin 2009, S. ?.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die Technizität eines Mediums definiert dieses aber noch nicht als Massenmedium, vielmehr muss dieses Medium in den sozialen Prozess der Massenkommunikation integriert sein. So ist beispielsweise ein nicht für den Markt produziertes, sondern für einen privaten Empfängerkreis bestimmtes Buch zwar als [[Printmedien|Printmedium]] technisch hergestellt, es fungiert aber nicht als Massenmedium. Dasselbe gilt für [[Funktechnik|Hörfunktechnik]], wenn sie im [[Küstenfunkstelle|Küstenfunk]] eingesetzt wird, oder für [[Fernsehtechnik]] im Rahmen der [[Videoüberwachungsanlage|Videoüberwachung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Erhard Schreiber: &amp;#039;&amp;#039;Repetitorium Kommunikationswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Öhlschläger Verlag, München 1990, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mediengeschichte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mediengeschichte im allgemeinen Sinn bezeichnet die historische Entwicklung der Kommunikationsmittel. Sie fokussiert vor allem auf Massenmedien wie Presse, Hörfunk und Fernsehen. Der Begriff „Medien“ etablierte sich erst in den 1960er-Jahren. Das Wort wurde vom englischen Begriff „mass media“ übertragen, der bereits in den 1920er Jahren aufkam.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Bösch: &amp;#039;&amp;#039;Mediengeschichte. Historische Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011, S. 9&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zahlreiche verschiedene Ansätze zur Mediengeschichte. Neben Einflussfaktoren und charakteristischen Merkmalen gibt es auch eine Reihe von Grundproblematiken, die das Schreiben einer Mediengeschichte erschweren. Medien sind vielfältig und in sich komplex. Zudem sind ihre Ausprägungen nationalspezifisch und die mediale Entwicklung hoch different. Mit Mediengeschichte als Wissenschaft haben sich in Deutschland vor allem [[Klaus Merten]], [[Knut Hickethier]] und [[Werner Faulstich]] auseinandergesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{Webarchiv |url=http://server4.medienkomm.uni-halle.de/deadmedia/geschichtsschreibung.html#faulstich |text=Uni. Halle |wayback=20151222044838}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haushalte in Deutschland gaben 2016 durchschnittlich 39 Euro pro Monat für Massenmedien (ohne Bücher) aus. Davon entfielen 42 Prozent auf den [[Rundfunkbeitrag]], 33 % auf Zeitungen und Zeitschriften, 20 % auf [[Pay-TV]] und 6 % für Digitale Medien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-2017-41-10&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=153650391 |Autor=Markus Brauck, Hauke Goos, [[Isabell Hülsen]], Alexander Kühn |Titel=Bildstörung |Jahr=2017 |Nr=41 |Datum=2017-10-07 |Seiten=10–16 |Kommentar= |Zitat=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht enthalten sind darin die Ausgaben für die Übertragungswege, beispielsweise Internetzugang und Kabelanschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezipienten ==&lt;br /&gt;
Die mit Massenmedien einhergehende Massenkommunikation ist gegenüber der [[Individualkommunikation]] durch eine fehlende Auswahl der Empfänger gekennzeichnet, d.&amp;amp;nbsp;h., die [[Rezipient]]en sind nicht im Vorhinein festgelegt, sie sind räumlich verstreut (im Gegensatz zum „Präsenz[[publikum]]“ z.&amp;amp;nbsp;B. bei einem Theaterstück, einem Vortrag oder einem Konzert) und ihre Anzahl ist prinzipiell unbegrenzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmidt&amp;quot; /&amp;gt; Neben der räumlichen Distanz, etwa bei [[Liveübertragung|Live-Sendungen]] in Hörfunk und Fernsehen, besteht auch oft eine zeitliche Trennung zwischen [[Kommunikator (Medien)|Kommunikator]] und Rezipienten, so beim Lesen einer Zeitung oder beim Sehen einer bereits aufgezeichneten Fernsehsendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gerhard Maletzke: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie der Massenkommunikation.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hans Bredow-Institut, Hamburg 1963, S. 21f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses [[Disperses Publikum|disperse Publikum]] ist kein überdauerndes soziales Gebilde, die Rezipienten oder Rezipientengruppen sind untereinander anonym, unstrukturiert, unorganisiert und inhomogen (Menschen aus unterschiedlichen [[Soziale Schicht|sozialen Schichten]], mit unterschiedlichen Einstellungen, Lebensweisen und Interessen). Die Bezeichnung „Masse“ deutet in diesem Zusammenhang auf die unbestimmt große Anzahl von Menschen, an die Aussagen übermittelt werden, ohne sie persönlich individuell zu adressieren – in Abgrenzung zum [[Masse (Soziologie)|soziologischen Begriff der Masse]] in seiner [[Massenpsychologie|massenpsychologischen]] oder [[Kulturkritik|kulturkritischen]] Dimension.&amp;lt;ref name=&amp;quot;burkart&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber fungiert das Internet nicht durchweg als Massenmedium, da hier auch Individualkommunikation möglich ist (z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[E-Mail]]s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertrauen und Wahrnehmung Einfluss ===&lt;br /&gt;
{{Manueller Rahmen&lt;br /&gt;
|align=right&lt;br /&gt;
|content = {{Graph:Chart |width=120 |height=100  |type=pie |showValues=&lt;br /&gt;
|legend=Legende &lt;br /&gt;
|colors= #FFDEAD, #11A3A3, #F08080&lt;br /&gt;
|y1Title=„politische Einflussnahme auf Medien“&lt;br /&gt;
|x= Zu geringer Einfluss, Einfluss gerade richtig, Zu großer Einfluss&lt;br /&gt;
|y1= 7.9, 31.0, 61.1&lt;br /&gt;
}} |caption=Einfluss auf politische Meinungsbildung durch die Medien,&amp;lt;br /&amp;gt;Wahrnehmung durch Bevölkerung in Deutschland&amp;lt;br /&amp;gt;([[Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften|ALLBUS]] 2018)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ALLBUS2018&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Baumann, Sonja Schulz und Sarah Thiesen  |Titel=[[Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften|ALLBUS]] 2018: Variable Report 2019/6 – GESIS Studien-Nr. 5270 (v2.0.0) |Hrsg=[[GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften]] |Ort=Köln |Datum=2019-03 |Umfang=960 |Seiten=82 |Online={{Webarchiv |url=https://dbk.gesis.org/DBKSearch/download.asp?file=ZA5270_cdb.pdf |wayback=20200728120251 |text=gesis.org}} |Format=PDF |KBytes=6780 |Abruf=2023-01-28 |Zitat=Erhebungszeitraum: April 2018 bis September 2018 […] pa21 Medien: Einfluss polit. Meinungsbildung F019 […] Haben die Medien in Deutschland auf die politische Meinungsbildung der Bevölkerung Ihrer Ansicht nach einen zu großen Einfluss, ist der Einfluss gerade richtig oder ist der Einfluss zu gering? […] 1 Zu geringer Einfluss / 2 Einfluss gerade richtig / 3 Zu großer Einfluss […] 7,9 / 31,0 / 61,1 […] Gültige Fälle 3399 |DOI=10.4232/1.13250}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vertrauen in die [[Nachricht (Journalismus)|Nachrichten]] aller Medien allgemein ging in Deutschland von 60 Prozent im Jahr 2013 auf 50 Prozent im Jahr 2022 zurück, in Österreich von 48 auf 41 Prozent und in der Schweiz von 50 auf 46 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReutOxfDNR2022&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2022 waren in Deutschland 41 Prozent der Ansicht, die Medien seien frei von unzulässiger politischer Einflussnahme, in Österreich waren es 23 Prozent und in der Schweiz 37 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReutOxfDNR2022&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nic Newman, Richard Fletcher, Craig T. Robertson, Kirsten Eddy, Rasmus Kleis Nielsen |Titel=Reuters Institute – Digital News Report 2022 |Hrsg=[[Reuters Institute for the Study of Journalism]], [[University of Oxford]] |Ort=Oxford |Datum=2022-06-22 |Umfang=164 |Seiten=11 ff., 64 f., 80 f., 106 f. |Sprache=en |Online=[https://reutersinstitute.politics.ox.ac.uk/sites/default/files/2022-06/Digital_News-Report_2022.pdf reutersinstitute.politics.ox.ac.uk] |Format=PDF |KBytes=8673 |Abruf=2023-01-28 |Kapitel=3.02 Austria, 3.10 Germany, 2.23 Switzerland |Kommentar=Umfrage durch [[YouGov]] |Zitat=Q6_2016_1. Thinking about news in general, do you agree or disagree with the following statements? – I think you can trust most news most of the time. Base: Total sample in each market (n ≈ 2000). […] Media ist free from undue political influence}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2018 gaben in Deutschland 61,1 Prozent der Bevölkerung an, die Medien hätten ihrer „Ansicht nach einen zu großen Einfluss“ auf die politische Meinungsbildung der Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ALLBUS2018&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2025 zeigt sich in Deutschland ein gespaltenes Bild: Während 42 Prozent der Bevölkerung den öffentlich-rechtlichen Medien das größte Vertrauen entgegenbringen, gibt ein Viertel der Bevölkerung an, keinem großen, überregionalen Medium zu vertrauen. Besonders junge Erwachsene zwischen 16 und 24 Jahren zeigen sich vertrauensvoller. Fast die Hälfte (47 Prozent) von ihnen nennt die Öffentlich-Rechtlichen als bevorzugte Quelle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kai Müller |url=https://theblinq.de/blog/blinq-medienumfrage-2025 |titel=Medienumfrage zeigt: Jede:r Vierte misstraut überregionalen Medien |werk=blinq |hrsg=blinq GmbH |datum=2025-05-08 |sprache=de |abruf=2025-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systemtheoretische Einordnung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Systemtheorie (Luhmann)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Die Realität der Massenmedien&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Luhmann, Niklas: &amp;#039;&amp;#039;Die Realität der Massenmedien.&amp;#039;&amp;#039; Opladen 1996&amp;lt;/ref&amp;gt; betrachtet [[Niklas Luhmann]] Massenmedien als soziales Teilsystem der Gesellschaft, das &amp;#039;&amp;#039;Informationen darüber wie die Welt ist&amp;#039;&amp;#039; nicht überträgt, spiegelt, oder multipliziert, sondern eine eigene Realität konstruiert. Das System der Massenmedien produziert und reproduziert sich selbst ([[Autopoiesis]]), indem es in einer [[Zirkularität (Kybernetik)|zirkulären Dauertätigkeit]] kommuniziert. Dabei nimmt es auf sich selbst Bezug und ist &amp;#039;&amp;#039;anschlussfähig&amp;#039;&amp;#039; für andere Systeme: Es ist operativ geschlossen und kognitiv offen. Die &amp;#039;&amp;#039;[[strukturelle Kopplung]]&amp;#039;&amp;#039; erfolgt über &amp;#039;&amp;#039;Themen&amp;#039;&amp;#039;. So ist die Werbung mit dem Wirtschaftssystem, die Unterhaltung mit der Kunst und die Berichterstattung mit dem politischen System gekoppelt. Alle Operationen erfolgen systemintern über die binäre Unterscheidung zwischen Information und Nichtinformation. Systemtypische &amp;#039;&amp;#039;Selektoren&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Luhmann, Niklas: &amp;#039;&amp;#039;Die Realität der Massenmedien.&amp;#039;&amp;#039; Opladen 1996, S.&amp;amp;nbsp;58–69.&amp;lt;/ref&amp;gt; legen fest, was als Information gewertet wird und produzieren ein Tagesgeschehen&amp;lt;ref&amp;gt;Die vorangestellten, kursiv hervorgehobenen Begriffe der folgenden Listenpunkte dienen lediglich der Übersichtlichkeit und sind keine von Luhmann gesetzten Überschriften.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Diskontinuitätsprinzip|Diskontinuität]]&amp;#039;&amp;#039;: Informationen müssen neu sein, Wiederholungen sind unerwünscht.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Spannung&amp;#039;&amp;#039;: Konflikte werden bevorzugt und wecken Informationsbedarf.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Zahlen&amp;#039;&amp;#039;: „Über Qualifikationen können […] substanzlose Aha-Effekte und zugleich mehr Informationen für die erzeugt werden, die sich auskennen.“&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Lokaler Bezug&amp;#039;&amp;#039;: „Dass ein Hund einen Briefträger gebissen hat, kann nur im engsten Ortsbezug gemeldet werden. Im ferneren Umkreis muß schon ein ganzes Hunderudel den Briefträger zerfleischt haben, und auch das würde in Berlin nicht gemeldet werden, wenn es in Bombay passiert ist.“&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Soziale Norm]]verstöße&amp;#039;&amp;#039;: „In der Darstellung durch die Medien nehmen Normverstöße häufig den Charakter von Skandalen an. Das verstärkt die Resonanz, belebt die Szene und schließt die bei Normverstößen mögliche Äußerung von Verständnis und Entschuldigung aus. Im Falle von Skandalen kann es ein weiterer Skandal werden, wie man sich zum Skandal äußert. Die Massenmedien können durch solche Meldungen von Normverstößen und Skandalen mehr als auf andere Weise ein Gefühl der gemeinsamen Betroffenheit und Entrüstung erzeugen.“&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;[[Moral]]&amp;#039;&amp;#039;: Normverstöße sind besonders interessant, wenn sie mit moralischen Bewertungen versehen werden können.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Handelnde Personen&amp;#039;&amp;#039;: „Mit Bezugnahme auf Handlungen und Personen schafft das System der Massenmedien wichtige [[Mehrdeutigkeit|Ambiguitäten]], und dies in engem Anschluß an die Alltagskommunikation.“&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Aktualität und [[Rekursion|Rekursivität]]&amp;#039;&amp;#039;: „Das Erfordernis der Aktualität führt zur Konzentration der Meldungen auf Einzelfälle […]. Das Erfordernis der Rekursivität führt dazu, daß in späteren Meldungen auf die Ereignisse Bezug genommen wird.“&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Äußerung von Meinungen&amp;#039;&amp;#039;: „Ein erheblicher Teil des Materials für Presse, Hörfunk und Fernsehen kommt dadurch zustande, daß die Medien sich in sich selbst spiegeln und das wiederum als Ereignis behandeln.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion der Massenmedien liegt für Luhmann im {{&amp;quot; |Dirigieren der Selbstbeobachtung des Gesellschaftssystems}}. Ein Problem dabei ist, dass die Massenmedien in fremdreferentieller Einstellung über Tatsachen und Meinungen berichten, was die Möglichkeit einer Beobachtung 2. Ordnung, Beobachter zu beobachten, einschließt. In selbstreferentieller Einstellung jedoch kann sich das System der Massenmedien zwar selbst bezeichnen und kann die eigenen Strukturen und Prozesse zum Thema machen, aber nur als Objekte. Es fragt sich nicht wie es selbst Beobachter agiert und setzt sich damit selbst in den unbeobachtbaren unmarkierten Raum. Den Ausweg, daher ethische Codes für Journalisten aufzustellen, hält er nicht für ausreichend.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Realität der Massenmedien&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 2009, S. 118 und 142 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Massenmedien sind eines der [[Erkenntnisobjekt]]e der [[Medienbetriebslehre]] und von besonderer Bedeutung in der Medienwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Schumann/Thomas Hess, &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen der Medienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 6; ISBN 978-3-540-43387-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Medienunternehmen wird auf dem [[Medienmarkt]] über die [[Massenproduktion]] und das [[Gesetz der Massenproduktion]] eine [[Kostendegression]] ([[Kostensenkung]] der [[Stückkosten]]) ermöglicht. Je mehr Zeitungen gedruckt werden, umso geringer werden – bei konstanten [[Fixkosten]] – die Stückkosten pro Zeitung. Bei ebenfalls konstantem [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] steigt dann der [[Gewinn]]. Je höher die [[Auflage (Publikation)|Auflagenstärke]] oder [[Medienreichweite]] (etwa [[Einschaltquote]]) ist, umso mehr können [[Größenvorteil]]e genutzt und [[Werbung|Werbeeinnahmen]] gesteigert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen [[Analoge Daten|analogen Medien]] und [[Digitale Medien|digitalen Medien]] wie beispielsweise [[Printmedien]] und [[Onlinemedien]] besteht [[Substitutionskonkurrenz]]. Sie gehören zu den [[Substitutionsgut|Substitutionsgütern]], wenn ihr [[Medieninhalt]] vollkommen identisch ist. Dies hat zur Folge, dass beispielsweise die Nutzung einer [[Elektronische Zeitung|Internet-Zeitung]] den Umsatz ihrer analogen Papier-Version schmälern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Initiative Nachrichtenaufklärung]]&lt;br /&gt;
* [[Leitmedium]]&lt;br /&gt;
* [[Medienkritik (Kommunikationswissenschaft)]]&lt;br /&gt;
* [[Medienmanipulation]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Medien]]&lt;br /&gt;
* [[Soziale Medien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Früh: &amp;#039;&amp;#039;Realitätsvermittlung durch Massenmedien. Die permanente Transformation der Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1994, ISBN 3-531-12641-5.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Kapfer (Autor)|Herbert Kapfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunst im Massenmedium, introspektiv.&amp;#039;&amp;#039; In: Herbert Kapfer / [[Barbara Schäfer (Hörspielregisseurin)|Barbara Schäfer]] / [[Katarina Agathos]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Intermedialität und offene Form. Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk.&amp;#039;&amp;#039; Belleville, München 2006, ISBN 3-936298-47-5, S. 10–23.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Niklas Luhmann]] |Titel=Die Realität der Massenmedien |Reihe=Neue Bibliothek der Sozialwissenschaften |Auflage=5 |Verlag=Springer VS |Ort=Wiesbaden |Datum=2017 |ISBN=978-3-658-17737-9 |VerlagEA=Westdeutscher Verlag |OrtEA=Opladen |JahrEA=1995 |Online=https://luhmann.ir/wp-content/uploads/2021/07/Die-Realitat-der-Massenmedien-2017.pdf |Format=PDF |KBytes=1290}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Maletzke: &amp;#039;&amp;#039;Kommunikationswissenschaft im Überblick: Grundlagen, Probleme, Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1998, ISBN 3-531-13284-9.&lt;br /&gt;
* Ulrich Saxer: &amp;#039;&amp;#039;Mediengesellschaft: Verständnisse und Mißverständnisse.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Sarcinelli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1998, S. 52–73.&lt;br /&gt;
* Arne Scheuermann: &amp;#039;&amp;#039;Medienrhetorik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]].&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 1992 ff., Band 10 (2011), Sp. 649–659.&lt;br /&gt;
* Barbara Thomaß: &amp;#039;&amp;#039;Mediensysteme im internationalen Vergleich&amp;#039;&amp;#039;. UVK, Konstanz 2007.&lt;br /&gt;
* Almut Todorov, Mirko-A. Kahre, Carmen Reck: &amp;#039;&amp;#039;Massenkommunikation.&amp;#039;&amp;#039; In: Gert Ueding (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Rhetorik.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 1992ff., Band 5 (2001), Sp. 961–990.&lt;br /&gt;
* Harald Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Abenteuer der Kommunikation. Echtzeitmassenmedien und der Handlungsraum der Hochmoderne.&amp;#039;&amp;#039; Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2001, ISBN 3-934730-19-1.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Wilke (Medienwissenschaftler)|Jürgen Wilke]]: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-20100921469 &amp;#039;&amp;#039;Mediengattungen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Geschichte Online]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 4. November 2011.&lt;br /&gt;
* [[Horst Völz]]: &amp;#039;&amp;#039;Information und Medienwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Shaker Verlag, Düren 2020, ISBN 978-3-8440-7641-7.&lt;br /&gt;
* Hermann Rotermund: &amp;#039;&amp;#039; Nach dem Rundfunk. Die Transformation eines Massenmediums zum Online-Medium. &amp;#039;&amp;#039; Halem-Verlag, Köln 2021, ISBN 978-3869625560.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mass media}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Massenmedium}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4037877-9}}&lt;br /&gt;
* [[Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien]] (Hrsg.): [http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2009-01-12-medienbericht-teil1-barrierefrei.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 &amp;#039;&amp;#039;Medien und Kommunikationsbericht der Bundesregierung 2008&amp;#039;&amp;#039;]. Berlin 2008.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Bredow-Institut]]: [http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2009-01-12-medienbericht-teil2-barrierefrei.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklung der Medien in Deutschland zwischen 1998 und 2007.&amp;#039;&amp;#039;] Hamburg 2008.&lt;br /&gt;
* [http://homepages.uni-paderborn.de/winkler/medidef.html Mediendefinition bei Winkler]&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Winkler]]: [http://homepages.uni-paderborn.de/winkler/ Basiswissen Medien] (2008) &amp;#039;&amp;#039;PDF-Downloads&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Jakob F. Dittmar: [http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2009/2478/ Grundlagen der Medienwissenschaft] (2009) &amp;#039;&amp;#039;PDF-Download&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://mediengeschichte.dnb.de/DBSMZBN/Web/DE/Navigation/Massenmedien/massenmedien_doorpage.html Zeichen – Bücher – Netze: &amp;#039;&amp;#039;Massenmedien&amp;#039;&amp;#039;]. Virtuelle Ausstellung des [[Deutsches Buch- und Schriftmuseum|Deutschen Buch- und Schriftmuseums]]. Abgerufen am 8. April 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4037877-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionswirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carol.Christiansen</name></author>
	</entry>
</feed>