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	<title>Marktrecht (historisch) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-08T08:05:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Marktrecht_(historisch)&amp;diff=14795&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fini85: Die letzte Textänderung von 62.54.200.154 wurde verworfen und die Version 239274884 von Jesi wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2024-11-20T11:21:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/62.54.200.154&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/62.54.200.154&quot;&gt;62.54.200.154&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Permanenter_Link/239274884&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/239274884&quot;&gt;239274884&lt;/a&gt; von Jesi wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hauptmarkt Trier SK.jpg|mini|[[Hauptmarkt (Trier)#Marktkreuz|Hauptmarkt]] in [[Trier]] mit [[Marktkreuz]]; Trier erhielt im Jahr 958 das Marktrecht.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marktrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im [[Mittelalter]] die [[Gerechtsame]], also das Recht, einen ständigen [[Markt]], einen Wochen- oder [[Jahrmarkt]] abzuhalten. Der dafür bestimmte [[Marktplatz (Städtebau)|Platz]] stand dann unter Marktfrieden, also einem besonderen für den Markt und seine Besucher geltenden Recht, und wurde vom Marktherrn ([[König]], [[Fürst]], [[Graf]], [[Bischof]]) geschützt. Für die städtische Wirtschaft war dieses Privileg von entscheidender Bedeutung. Die Verleihung des Marktrechtes stand seit der [[Fränkisches Reich|fränkischen Zeit]] dem König zu, und erst im 12. Jahrhundert ging dieses [[Regalien|Regal]] auf geistliche und weltliche Fürsten über und gestattete ihnen die Gründung von Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktverkehr ==&lt;br /&gt;
Wahrzeichen für die Marktfreiheit war anfänglich das [[Marktkreuz]], oft mit Handschuh und Schwert als den Symbolen des Marktrecht gewährenden Königs geschmückt. Später gab es je nach Region auch andere Kennzeichen, wie zum Beispiel Fahnen oder mit Zeichen und Symbolen versehene Steinsäulen. Diese wurden vor den Einfahrten zum Marktplatz, der gewöhnlich durch verschließbare Gatter oder Tore zu betreten war, aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Einhaltung des Marktfriedens ([[Königsfrieden (Rechtsgeschichte)|Königsfrieden]]), unter dem der Markt und seine Besucher standen, waren eigene Marktgerichte zuständig. Streitigkeiten aus dem Marktverkehr wurden ohne den Formalismus des Landesrechts entschieden. Der Marktherr garantierte die Freiheit des Handelsverkehrs sowie die Sicherheit der Wege. Außerdem erleichterte er den Handel durch Einrichtung von [[Münzprägeanstalt|Münzen]]. Als Entgelt erhob er von den Verkäufern einen Marktzoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Marktrecht zum Stadtrecht ==&lt;br /&gt;
Das Marktrecht galt zunächst nur für die Zeit des Marktes, für die Marktstätte selbst und deren Besucher. Ab dem 11. Jahrhundert entfiel die zeitliche Beschränkung, und der Kreis der Nutznießer weitete sich aus, bis schließlich alle Bürger an den Privilegien eines Ortes teilhatten. Damit war eine der wichtigsten Grundlagen für das besondere [[Stadtrecht]] geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Landbevölkerung konnten sich die Städter nicht selbst mit Lebensmitteln versorgen, daher wurde das (Wochen-)Marktrecht meist zusammen mit dem Stadtrecht verliehen. Einige deutsche Städte können bereits auf eine über 1000-jährige Markttradition zurückblicken. [[Esslingen am Neckar]] erhielt zum Beispiel unter [[Karl der Große|Karl dem Großen]] schon um 800 das Marktrecht, und Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] verlieh im Zuge einer Verwaltungsreform dem &amp;#039;&amp;#039;Marienstift Prüm&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1016 als erstem Stift im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] Münzprivilegien und Marktrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Wechsel in der Grund- oder Landesherrschaft musste das Marktrecht erneut bestätigt und durch Zahlung eines bestimmten Geldbetrages abgegolten werden. Je nach Größe und Bedeutung der Ortschaft konnte die Verleihung der Marktprivilegien mit zusätzlichen Freiheiten gegenüber den Grund- und Landesherren verbunden sein. Im Marktrecht eingeschlossen war das [[Bürgerrecht]], das unter anderem das Privileg einer besseren Rechtsstellung und eines niedrigeren Steuersatzes mit sich brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marktflecken: Marktrecht ohne Stadtrecht ===&lt;br /&gt;
In [[Mecklenburg]] kannte man über Jahrhunderte so genannte &amp;#039;&amp;#039;[[Flecken (Ort)|Marktflecken]]&amp;#039;&amp;#039;, Dörfer mit Marktgerechtigkeit und oft Sitz eines landesherrlichen Verwaltungsamtes, jedoch ohne Kommunalautonomie und besondere städtische Privilegien. Erst nach dem Sturz der Monarchie 1918 erlangten diese Marktflecken Stadtstatus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute gibt es in Bayern, Österreich und Südtirol Gemeinden, die die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Markt&amp;#039;&amp;#039; als Ortsbezeichnung führen und einen [[kommunalrecht]]lichen Status als [[Marktgemeinde]] haben. Da es sich um einen Titel ohne Recht handelt, hat er heute im Grundsatz keinerlei praktische Bedeutung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marktflecken in Deutschland ===&lt;br /&gt;
* Sachsen-Anhalt: z.&amp;amp;nbsp;B. [[Calvörde]], [[Diesdorf]], [[Apenburg-Winterfeld]]&lt;br /&gt;
* Niedersachsen: z.&amp;amp;nbsp;B. [[Aerzen]], [[Eime]], [[Greene (Einbeck)|Greene]], [[Hagenburg]], [[Harsefeld]], [[Lutter am Barenberge]], [[Uetze]]&lt;br /&gt;
* Hessen: z.&amp;amp;nbsp;B. [[Mengerskirchen]], [[Weilmünster]], [[Villmar]], [[Merenberg]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Märkte in Bayern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Bourg (Siedlung)|Bourg]]&amp;#039;&amp;#039;, in der Verkleinerungsform «bourgade», ist der französische Begriff für einen Marktflecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Langenscheidts Großwörterbuch Sachs-Vilatte französisch-deutsch, 7. Auflage 1991, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Orte in Frankreich heißen „Bourg“, meist mit einem Namenszusatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Iberische Halbinsel ===&lt;br /&gt;
In [[Spanien]] und [[Portugal]] setzte sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;burgo&amp;#039;&amp;#039; durch. Die Stadtnamen [[Burgos]] und [[Burgo]] erinnern bis heute an die mittelalterliche Marktfreiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== England ===&lt;br /&gt;
Auch die englischen [[Borough]]s, besondere Verwaltungseinheiten, wie auch in New York, leiten sich dem Namen nach davon ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/suche.php?qs=&amp;amp;ts=Marktrecht*&amp;amp;ps=&amp;amp;tags=&amp;amp;sprache=&amp;amp;objektart=alle&amp;amp;pagesize=20&amp;amp;sortierung=d&amp;amp;ejahr= Veröffentlichungen zum Marktrecht] im Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
* [http://www.bocholt.de/seiten/bocholt/bildung_und_kultur/stadtgeschichte.cfm?artikelblockNr=1905 Bocholter Stadtlexikon: Marktwesen in Bocholt]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |hrsg=Tourist-Information Prümer Land |url=http://www.pruem.de/Wirtschaft/Grenzlandschau/GLS_aktuell/Pressemitteilungen/2_Pressemitteilung.txt |titel=Jubiläums-Grenzlandschau in Prüm: Ein Blick in die Geschichte |zugriff=2012-12-25 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20050412173532/http://www.pruem.de/Wirtschaft/Grenzlandschau/GLS_aktuell/Pressemitteilungen/2_Pressemitteilung.txt |archiv-datum=2005-04-12}}&lt;br /&gt;
* [http://www.studentshelp.de/p/referate/02/5215.htm Universität-Gesamthochschule Siegen: Die Entwicklung der deutschen Stadt im Mittelalter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Seibt]]: &amp;#039;&amp;#039;Glanz und Elend des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin, Sonderausgabe 1999, ISBN 3-88680-279-5, S. 167.&lt;br /&gt;
* Fritz Winzer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichte Europas&amp;#039;&amp;#039;. Georg Westermann Verlag, Braunschweig; Sonderausgabe der Naumann &amp;amp; Göbel Verlagsgesellschaft, Köln, S. 341.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meyers Enzyklopädisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Bibliographisches Institut, Lexikonverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1975, Band 15, S. 646.&lt;br /&gt;
* Rolf Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Alltag im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Weltbild Verlag, Augsburg 1999, ISBN 3-89604-673-X, S. 66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4194072-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feudalismus (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsrecht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonomischer Markt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtgeschichte (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fini85</name></author>
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