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	<title>Mandschurei - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Bocksberg77: Die letzte Textänderung von Robroxhaty wurde verworfen und die Version 252974090 von FingonFindekáno wiederhergestellt. Die Sowjetunion existiert heute nicht mehr</title>
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		<updated>2025-02-13T14:43:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/Robroxhaty&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Robroxhaty&quot;&gt;Robroxhaty&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Permanenter_Link/252974090&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/252974090&quot;&gt;252974090&lt;/a&gt; von FingonFindekáno wiederhergestellt. Die Sowjetunion existiert heute nicht mehr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Manchuria.png|mini|Grenzen der Mandschurei; dunkelrot heutige Mandschurei (China), rechts oben rosa [[Äußere Mandschurei]] (heute Russland)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mandschurei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Mandjurei&amp;#039;&amp;#039;, {{zh|t=滿洲|v=满洲|p=Mǎnzhōu|b=Volles Land}}) ist eine [[historische Landschaft]], die heute in der [[Volksrepublik China]], in [[Russland]] und zu kleinen Teilen in der [[Mongolei]] liegt. Zu ihr gehören die Provinzen [[Heilongjiang]], [[Jilin]] und [[Liaoning]] ({{zh|t=東三省 &amp;amp;#91;東北三省&amp;amp;#93;|v=东三省 &amp;amp;#91;东北三省&amp;amp;#93;|p=Dōng Sān Shěng &amp;amp;#91;Dōngběi Sān Shěng&amp;amp;#93;|b=Drei Provinzen des Ostens/Nordostens}}),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dongsansheng&amp;quot; /&amp;gt; historisch auch [[Hulun Buir]], [[Hinggan]], [[Tongliao]] und [[Chifeng]] in der [[Innere Mongolei|Inneren Mongolei]]. Die Region wird offiziell &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordostchina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|t=東北|v=东北|p=Dōngběi|kurz=1}}, kurz für: {{zh|t=東北地區|v=东北地区|p=Dōngběi Dìqū|b=Nordostchinesische Region|kurz=1}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dongbei&amp;quot; /&amp;gt; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet der heutigen Mandschurei in der Volksrepublik China begrenzen im Nordosten der [[Amur|Heilong Jiang]] (Amur) und der [[Ussuri]], im Norden der Heilong Jiang und das [[Großes Hinggan-Gebirge|Große Hinggan-Gebirge]], im Südwesten der [[Shanhaiguan (Pass)|Shanhai-Pass]] und im Südosten der [[Yalu]]. Im Norden und Osten grenzt Russland ([[Sibirien]]), im Westen die Mongolei und im Süden [[Nordkorea]] an die Mandschurei an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MANCHURIA-U.S.S.R BOUNDARY Ct002999.jpg|miniatur|Grenzziehungen von 1689, 1858 und 1860 der [[Äußere Mandschurei|Äußeren Mandschurei]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei: Manchukuo map.png|mini|Grenzen des Kaiserreichs [[Mandschukuo]] (1934 bis 1945)]]&lt;br /&gt;
Zu den Ureinwohnern der Mandschurei zählten überwiegend [[Koreaner]] sowie [[Jurchen]], die Vorfahren der [[Mandschu]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ahn, Sung-Mo (June 2010). &amp;quot;The emergence of rice agriculture in Korea: archaeobotanical perspectives&amp;quot;. &amp;#039;&amp;#039;Archaeological and Anthropological Sciences&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (2): 89–98. [[doi:10.1007/s12520-010-0029-9]]. ISSN 1866-9557.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel={{lang|ko|한민족}} |Online=https://terms.naver.com/100.naver?docid=186719 |Abruf=2018-08-29}} {{Webarchiv |url=http://100.naver.com/100.nhn?docid=186719 |webciteID=6HZfRVdIh |text={{lang|ko|한민족}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Letzteren leitet sich der Name der Region ab, der sich im 19. Jahrhundert eingebürgert hat. Des Weiteren gehen neuere Theorien (2012) davon aus, dass die Urheimat der [[Turkvölker]] in der südwestlichen Mandschurei lag.&amp;lt;ref&amp;gt;Johanson, Lars. 2010. &amp;quot;The high and low spirits of Transeurasian language studies&amp;quot; in Johanson and Robbeets (2010), 7–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte traditionelle chinesische Bezeichnung ist &amp;#039;&amp;#039;Guanwai&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|t=關外|v=关外|p=Guānwài|b=außerhalb des (Grenz)Passes|kurz=1}}). Im 11. Jahrhundert wurde es von den para-mongolischen [[Kitan]] überrannt und im 12. Jahrhundert vereinigten sich erstmalig die [[Jurchen|Jurchen-Stämme]] der südlichen Mandschurei und gründeten die [[Jin-Dynastie (1125–1234)|Jin-Dynastie]]. Der Mongolensturm erreichte die Region als eines der ersten in der Welt und die Region wurde Teil der [[Yuan-Dynastie]]. Nach dem Kollaps des [[Mongolisches Reich|Mongolenreiches]] in Ostasien im 14. Jahrhundert zerfiel jegliche Zentralgewalt in der Region und sie wurde größtenteils von kleineren mongolischen und tungusischen Stämmen bewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 17. Jahrhundert gehörte die Provinz als fester Bestandteil zum [[Kaiserreich China]]. 1616 vereinigte [[Nurhaci]] die Mandschu-Stämme und begründete die [[Mandschu-Dynastie]]. Nach seinem Tod änderte sein Sohn [[Huang Taiji]] den Namen 1636 in Qing (wörtlich übersetzt: „rein“), welcher von 1644 bis 1912 zur Bezeichnung der von den Mandschu geführten chinesischen [[Qing-Dynastie|Kaiserdynastie]] wurde. In der gesamten Mandschurei galt bis 1859 für [[Han (Ethnie)|Han]] und andere chinesische Volksstämme eine [[Zuzugsperre]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;eberhard1971&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfram Eberhard]], Alide Eberhard: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Chinas. Von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 413). Kröner, Stuttgart 1971, {{DNB|456503854}}, S. 32 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die mithilfe der ab 1648 errichteten [[Weidenpalisade]] durchgesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend erfolgte bis 1930 eine starke Lockerung, um insbesondere russischen Expansionsbestrebungen in der dünnbesiedelten Region entgegenzuwirken. Diese Bewegung wurde in China „chuang guandong“ ({{zh|t=闖關東|v=闯关东|p=chuǎng Guāndōng|b=stürmen (drängen) über den östlichen Pass|kurz=1}}) genannt. Der Zustrom hatte zur Folge, dass die Mandschu heute nur noch eine [[Minderheit]] in der Region darstellen. Die [[Mandschurische Sprache]] ist zwischenzeitlich weitgehend ausgestorben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eberhard1971&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Geschichte Sibiriens#Russische Eroberung und Einwanderung|Expansion Russlands nach Sibirien]] und der [[Kaiserreich Japan|Japans]] nach [[Korea]] geriet die Mandschurei in die Interessenssphäre beider [[Großmacht|Großmächte]]. 1858 wurde China mit dem [[Vertrag von Aigun]] gezwungen, über eine halbe Million Quadratkilometer seines mandschurischen Territoriums an das [[Russisches Kaiserreich|Russische Reich]] abzutreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;beyerthoma2002&amp;quot;&amp;gt;Hermann Beyer-Thoma: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Forschungen zur Geschichte Ost- und Südosteuropas.&amp;#039;&amp;#039; Ars Una, 2002, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Keine zwei Jahre später brach Russland den Vertrag und erhielt 1860 auf Grundlage der [[Pekinger Konvention]] die gesamte [[Äußere Mandschurei]] zugesprochen. Danach beschränkte sich die Bezeichnung Mandschurei auf den bei China verbliebenen Teil, die &amp;#039;&amp;#039;Innere Mandschurei&amp;#039;&amp;#039;. Den Westen der Mandschurei gliederte später die [[Volksrepublik China]] der autonomen [[Innere Mongolei|Inneren Mongolei]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;beyerthoma2002&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1900 besetzte das Russische Reich im Rahmen einer [[Vereinigte acht Staaten|multinationalen]] [[Strafexpedition]] gegen den [[Boxeraufstand]] die südöstliche Hälfte der &amp;#039;&amp;#039;Inneren Mandschurei&amp;#039;&amp;#039;. Diese [[Okkupation]] führte zu Spannungen mit Japan und endete 1904 im [[Russisch-Japanischer Krieg|Russisch-Japanischen Krieg]]. Die Japaner konnten die Auseinandersetzung für sich entscheiden. Russland musste die &amp;#039;&amp;#039;Innere Mandschurei&amp;#039;&amp;#039; räumen und 1905 an China zurückgeben. Dessen ungeachtet hielten beide Mächte verschiedene Territorialrechte in der Mandschurei aufrecht. Japan übernahm von Russland die [[Südmandschurische Eisenbahn]], die von der [[Kwantung-Armee]] geschützt wurde, und Russland behielt die [[Chinesische Osteisenbahn]], die russische Truppen überwachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in verschiedene Einflusssphären geteilte Provinz erlebte 1910/1911 eine [[Dritte Pest-Pandemie|Epidemie der Lungenpest]], welche sich entlang der Eisenbahnrouten ausdehnte. Dieser fielen bei einer Bevölkerung von rund 12,5 Millionen rund 45.000 bis 60.000 Menschen zum Opfer. Der chinesische Arzt [[Wu Lien-teh]] schuf als Reaktion auf die Epidemie im Auftrag der chinesischen Regierung den &amp;#039;&amp;#039;Mandschurischen Pestverhütungsdienst&amp;#039;&amp;#039;. Dieser wurde zur Keimzelle der öffentlichen Gesundheitsdienste während der Republik China.&amp;lt;ref&amp;gt;William C. Summers : The Great Manchurian Plague of 1910-1911. New Haven, 2012, S. 1; S. 63 f, S. 105, S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 richtete Japan [[einundzwanzig Forderungen]] an China, die unter anderem einen Anspruch auf größeren Einfluss in der Mandschurei enthielten. Diese Forderungen und die Annahme durch [[Yuan Shikai]] führten zu heftigen Protesten in China und unterstützten die [[Bewegung des vierten Mai]], während Japan von 1915 bis 1925 das Gebiet der Ostchinesischen Eisenbahn besetzte. Ab 1917 war die Mandschurei eine autonome Provinz und vereinigte sich erst 1928 unter dem chinesischen [[Warlord]] [[Zhang Xueliang]] mit der [[Republik China (1912–1949)|Republik China]]. Im [[Sowjetisch-chinesischer Grenzkrieg (1929)|sowjetisch-chinesischen Grenzkrieg]] versuchte die Republik China 1929, die sowjetische Machtausbreitung in der Mandschurei zurückzudrängen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Mund: &amp;#039;&amp;#039;Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner Verlag, 2006, S. 46 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Konflikt endete mit einer chinesischen Niederlage und hinterließ in der Mandschurei ein Machtvakuum.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Patrikeeff: &amp;#039;&amp;#039;Russian Politics in Exile. The Northeast Asian. Balance of Power 1924–1931.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan UK, 2002, S. 52 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Mandschurei-Krise]] besetzte die Kwantung-Armee 1931 ohne Rücksprache mit der japanischen Regierung die Mandschurei und errichtete als [[Marionettenregierung|Marionettenstaat]] das Mandschurische Kaiserreich ([[Mandschukuo]]). Staatsoberhaupt wurde [[Puyi]], der letzte [[Kaiser von China]]. Gegen diesen Vorgang protestierte der [[Völkerbund]] erfolglos.&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick J. Buchanan: &amp;#039;&amp;#039;Churchill, Hitler und der unnötige Krieg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Militärgeschichte Pour le Mérite, Selent 2009, S. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 schloss die [[Sowjetunion]] mit Mandschukuo ein Abkommen über den Verkauf der Ostchinesischen Eisenbahn nebst weiterer Handelsverträge, worin zumindest eine De-facto-Anerkennung Mandschukuos zu sehen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Talmon: &amp;#039;&amp;#039;Kollektive Nichtanerkennung illegaler Staaten. Grundlagen und Rechtsfolgen.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, 2006, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Entsetzen der Nationalchinesen sowie der chinesischen Kommunisten gipfelten die japanisch-sowjetischen Beziehungen nach dem [[Japanisch-Sowjetischer Grenzkonflikt|Nomonhan-Zwischenfall]] in einem [[Japanisch-Sowjetischer Neutralitätspakt|Friedens- und Freundschaftsvertrag]], in dem die Sowjetunion 1941 unter anderem versprach, die territoriale Integrität und Unverletzlichkeit Mandschukuos zu respektieren, während Japan das gleiche für die [[Mongolische Volksrepublik]], den Marionettenstaat der Sowjetunion, tat.&amp;lt;ref&amp;gt;Stuart D. Goldman: &amp;#039;&amp;#039;Nomonhan, 1939.&amp;#039;&amp;#039; Naval Institute Press, 2012, 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://avalon.law.yale.edu/wwii/s2.asp Declaration Regarding Mongolia April 13, 1941.], Avalon Project at Yale University, abgerufen am 1. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem Konzept der „[[Großostasiatische Wohlstandssphäre|Großostasiatischen Wohlstandssphäre]]“ lockte die japanische Regierung Millionen Chinesen und Zehntausende Mongolen nach Mandschukuo. Tatsächlich waren die ökonomischen Kennziffern atemberaubend. Beispielsweise baute Japan das mandschurische Eisenbahnnetz innerhalb kürzester Zeit auf 12.000 Kilometer aus, was mehr als der Hälfte des chinesischen Eisenbahnnetzes entsprach. Damit entwickelte sich die Mandschurei zur industriell modernsten Region mit dem höchsten [[Lebensstandard]] in China.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Patrikeeff: &amp;#039;&amp;#039;Russian Politics in Exile: The Northeast Asian Balance of Power, 1924–1931.&amp;#039;&amp;#039; In: Manchurian Railways and the Opening of China: An International History, Basingstoke 2002, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Jureit: &amp;#039;&amp;#039;Umkämpfte Räume. Raumbilder, Ordnungswille und Gewaltmobilisierung.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, 2016, S. 217–238.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Folge stieg die Einwohnerzahl in der Mandschurei von etwa 17 Millionen (1917) bis Ende der 1930er Jahre auf rund 40 Millionen. 1939 waren bereits neun von zehn Bewohnern [[Han (Ethnie)|Han]] (35,7 Millionen), gefolgt von Koreanern (drei Prozent) und Mongolen (zweieinhalb Prozent).&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Jureit: &amp;#039;&amp;#039;Umkämpfte Räume. Raumbilder, Ordnungswille und Gewaltmobilisierung.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, 2016, S. 217–238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|Atombombenabwurf auf Hiroshima]] war ein Teil der japanischen Regierung zu Gesprächen über einen Waffenstillstand bereit, die Alliierten forderten jedoch eine vollständige und bedingungslose Kapitulation. Gemäß den Zusagen der Sowjetunion an ihre westlichen Alliierten, drei Monate nach Ende des Krieges in Europa auch in Asien einzugreifen, erklärte die Sowjetunion am 8. August 1945 Japan den Krieg, und einen Tag danach begann die [[sowjetische Invasion der Mandschurei]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Schramm: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Geschichte Russlands. Von den autokratischen Reformen zum Sowjetstaat. Bände 1856–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hiersemann-Verlag, 1992, S. 992.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl Japans Niederlage damit unabwendbar geworden war, warfen die USA am 9. August die zweite Atombombe auf Nagasaki, worauf Japan am 15. August kapitulierte. In der Mandschurei kämpften japanische Truppen dennoch bis zum 21. August, und im übrigen China legten sie erst am 2. September 1945 die Waffen nieder.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Monaten bauten die sowjetischen Besatzer sämtliche Rüstungs- und Industrieanlagen ab, die Japan in der Mandschurei errichtet hatte. Tausende Züge mit Maschinen, Gerät und demontierten Werkshallen rollten in Richtung Sibirien. Vor ihrem Abzug schraubten die Sowjets auch noch sämtliche Schienen ab. Der Wert des mandschurischen Plünderguts überstieg zwei Milliarden US-Dollar – damals eine gewaltige Summe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/die-barbaren-unbedeutend-und-widerwaertig-a-c94c5360-0002-0001-0000-000013493218?context=issue Die Barbaren - unbedeutend und widerwärtig.] Der Spiegel vom 3. Juli 1989, abgerufen am 17. September 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Rückgabe der Mandschurei an China erfolgte im Mai 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auseinandersetzungen um die 1929 im sowjetisch-chinesischen Grenzkrieg von der [[Rote Armee|Roten Armee]] annektierten Gebiete führten in den 1960er Jahren zu weiteren militärischen Konflikten, wie dem [[Zwischenfall am Ussuri]]. Der territoriale Streit wurde erst nach dem [[Zerfall der Sowjetunion]] beigelegt. Im „Ergänzungsabkommen über den östlichen Teil der chinesisch-russischen Grenze zwischen der Volksrepublik China und der Russischen Föderation“ vom 14. Oktober 2004 verpflichtete sich Russland dazu, einige der 1929 okkupierten Gebiete, beispielsweise [[Abagaitu Zhouzhu]] und [[Heixiazi Dao]], an China zurückzugeben. [[Ratifikation|Ratifiziert]] wurde die Rückgabe und die Festschreibung der nunmehr 4300 Kilometer langen Grenze zwischen beiden Staaten am 23. Juli 2008.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/welt_print/article2240718/Lange-Grenze-zwischen-Russland-und-China.html Lange Grenze zwischen Russland und China] Die Welt vom 23. Juli 2008, abgerufen am 17. September 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schamanismus ==&lt;br /&gt;
In einigen Dörfern der nordostchinesischen Provinzen üben &amp;#039;&amp;#039;mandschurische [[Schamane]]n&amp;#039;&amp;#039; ihr Amt bis heute aus. Bereits die chinesischen Kaiser der [[Mandschu-Dynastie]] hatten mandschurische Schamanenrituale kodifiziert. Die Opferrituale zeigen Ähnlichkeiten mit denen der altaischen [[Turkvölker]] und der [[Tungusische Völker|Tungusen]]. Mandschurische Schamanen befassen sich neben der Heilkunde vor allem mit der Bewahrung des Sippenkults.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mihály Hoppál]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der Schamanen. Europa und Asien.&amp;#039;&amp;#039; Econ Ullstein List, München 2002, ISBN 3-550-07557-X. S. 80 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Städte ==&lt;br /&gt;
* [[Changchun]] ({{zh&amp;lt;!-- Bitte nicht löschen, bei Bedarf Kommentierung aufheben, THX!|t=長春--&amp;gt;|v=长春|kurz=1}})&lt;br /&gt;
* [[Dalian]] ({{zh&amp;lt;!--|t=大連--&amp;gt;|v=大连|kurz=1}})&lt;br /&gt;
* [[Fushun]] ({{zh&amp;lt;!--|t=撫順--&amp;gt;|v=抚顺|kurz=1}})&lt;br /&gt;
* [[Harbin]] ({{zh&amp;lt;!--|t=哈爾濱--&amp;gt;|v=哈尔滨|kurz=1}})&lt;br /&gt;
* [[Jilin (Stadt)|Jilin]] ({{zh|c=吉林|kurz=1}})&lt;br /&gt;
* [[Qiqihar]] ({{zh&amp;lt;!--|t=齊齊哈爾--&amp;gt;|v=齐齐哈尔|kurz=1}})&lt;br /&gt;
* [[Shenyang]], veraltet: [[Shenyang|Mukden]] ({{zh&amp;lt;!--|t=瀋陽--&amp;gt;|v=沈阳|kurz=1}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Flüsse ==&lt;br /&gt;
* [[Amur|Hēilóng Jiāng]], russisch: [[Amur]] ({{zh&amp;lt;!--|t=黑龍江--&amp;gt;|v=黑龙江|kurz=1}})&lt;br /&gt;
* [[Songhua Jiang]] ({{zh|c=松花江|kurz=1}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch die Mandschurei verläuft die [[Transmandschurische Eisenbahn]], eine Abzweigung der [[Transsibirische Eisenbahn|Transsibirischen Eisenbahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Abschnitt [[Dalian]]–[[Changchun]] fuhr 1934–1945 (also während der japanischen Besatzung) der legendäre Expresszug &amp;#039;&amp;#039;[[Ajia]]&amp;#039;&amp;#039; (siehe [[Shinkansen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mandschurische Sprache]]&lt;br /&gt;
* [[Russische Ostasienpolitik]]&lt;br /&gt;
* [[Japanische Kolonien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas R. Gottschang, Diana Lary: &amp;#039;&amp;#039;Swallows and Settlers. The Great Migration from North China to Manchuria&amp;#039;&amp;#039;. Center for Chinese Studies, University of Michigan, Ann Arbor 2000, ISBN 0-89264-134-7.&lt;br /&gt;
* [[Gustav Fochler-Hauke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mandschurei. Eine geographisch-geopolitische Landeskunde&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Wehrgeopolitik.&amp;#039;&amp;#039; Band 3). Vowinckel, Heidelberg 1941.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Manchuria|Mandschurei|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|040745287}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dongsansheng&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdic.net/hans/%E4%B8%9C%E4%B8%89%E7%9C%81 |titel=Begriff Dongsansheng – {{lang|zh-Hant|東三省}} / {{lang|zh-Hans|东三省}} |werk=zdic.net |hrsg=Handian – {{lang|zh-Hans|汉典}} |sprache=zh en |abruf=2023-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dongbei&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdic.net/hans/%E4%B8%9C%E5%8C%97 |titel=Begriff Dongsansheng – {{lang|zh-Hant|東北}} / {{lang|zh-Hans|东北}} |werk=zdic.net |hrsg=Handian – {{lang|zh-Hans|汉典}} |sprache=zh en |abruf=2023-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Regionen der Volksrepublik China}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4074528-4|LCCN=sh85080399|VIAF=316429923}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mandschurei| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russische Kolonialgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanische Kolonialgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in China]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bocksberg77</name></author>
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