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	<title>Mühlviertel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=M%C3%BChlviertel&amp;diff=13962&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hauptgürtel: Überschrift aktualisiert.</title>
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		<updated>2025-06-01T20:41:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überschrift aktualisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/| text= |NS=48/25/ |EW=14/20/ &amp;lt;!--geomittel grob --&amp;gt;|region=AT-4 |dim=100000&amp;lt;!--NW-SO--&amp;gt; | type= landmark }}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right hintergrundfarbe2&amp;quot; style=&amp;quot;margin-top:0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Viertel und Bezirke [[Oberösterreich]]s&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Karte Aut Ooe Mühlviertel.png|zentriert|300px]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mühlviertel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in Ortsnamen auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mühlkreis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mühlkreis&amp;#039;&amp;#039; in den Ortsnamen von [[Allerheiligen im Mühlkreis]], [[Hagenberg im Mühlkreis]], [[Haibach im Mühlkreis]], [[Hirschbach im Mühlkreis]], [[Hofkirchen im Mühlkreis]], [[Kleinzell im Mühlkreis]], [[Lembach im Mühlkreis]], [[Lichtenau im Mühlkreis]], [[Neumarkt im Mühlkreis]], [[Neustift im Mühlkreis]], [[Ottenschlag im Mühlkreis]], [[Pfarrkirchen im Mühlkreis]], [[Rainbach im Mühlkreis]], [[Reichenau im Mühlkreis]], [[Sonnberg im Mühlkreis]], [[St. Gotthard im Mühlkreis]], [[St. Martin im Mühlkreis]], [[St. Ulrich im Mühlkreis]] und [[St. Veit im Mühlkreis]].&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Landschaft in [[Österreich]] und stellt eines der vier historischen „Viertel“ [[Oberösterreich]]s dar. Es ist jener Teil Oberösterreichs, der nördlich der [[Donau]] liegt und zum [[Granit- und Gneishochland]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mühlviertel hat seinen Namen von den Flüssen [[Große Mühl]], [[Kleine Mühl]] und [[Steinerne Mühl]], die es durchfließen. Das Mühlviertel in seiner heutigen Begrifflichkeit besteht seit 1779, als das [[Machlandviertel]] im Mühlviertel aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Bildung der [[Politischer Bezirk|Politischen Bezirke]] 1868 haben die Viertel in Oberösterreich keine rechtliche Grundlage mehr und sind reine Landschaftsbezeichnungen. Dabei wurde die ältere [[Kreis (Habsburgermonarchie)|Kreiseinteilung]] ersetzt, die sich noch an den alten Vierteln orientierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtgebiet von [[Linz]] nördlich der Donau (Stadtbezirke [[Urfahr]], [[Pöstlingberg (Stadtteil)|Pöstlingberg]], [[St. Magdalena (Linz)|St.&amp;amp;nbsp;Magdalena]] und [[Dornach-Auhof]]) gehört ebenfalls zum Mühlviertel.&amp;lt;ref&amp;gt;DORIS: [http://doris.ooe.gv.at/download/pdf/viertelgrenzen_a3_mit_gemnam.pdf Oberösterreichs Viertel] (PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB), abgerufen am 12. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die politischen Bezirke nördlich der Donau zusammenrechnet, bedeckt das Mühlviertel mit 3080&amp;amp;nbsp;km² 25,7&amp;amp;nbsp;Prozent der Fläche Oberösterreichs (11.980&amp;amp;nbsp;km²) und ist somit flächenmäßig, nach dem [[Traunviertel]], das zweitgrößte der vier Viertel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Muhlviertel1.jpg|mini|Typische hügelige, abwechselnd mit Wäldern und Feldern versehene Landschaft des Mühlviertels]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sankt Thomas am Blasenstein Einsiedlerstein.jpg|mini|Wollsackverwitterung an Granitfelsen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mühlviertel_(216959963).jpeg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirchberg_-_Blick_ins_Mühlviertel_3.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WTB_20220722_Julbach_Steinbruch_Löffler_9354.jpg|mini|rechts|Typische Landschaft im Mühlviertel]]&lt;br /&gt;
Das Mühlviertel grenzt im Westen an [[Bayern]], im Norden an [[Jihočeský kraj|Südböhmen]] und im Osten und Südosten an [[Niederösterreich]]. Naturräumlich gehört es zum [[Granit- und Gneishochland]] der [[Böhmische Masse|Böhmischen Masse]]. Der höchste Berg ist der [[Plöckenstein]] mit 1.378 Metern im österreichischen [[Böhmerwald]] am [[Dreiländereck]]. Im Gemeindegebiet von [[St. Nikola an der Donau]] bei [[Hirschenau]] befindet sich mit 228 Metern die tiefliegendste Stelle des Mühlviertels.&lt;br /&gt;
Die einzigen flachen Zonen des Mühlviertels befinden sich zwischen [[Aschach an der Donau|Aschach]] und [[Ottensheim]] (der nördlich der Donau gelegene Teil des [[Eferdinger Becken]]s) und zwischen [[Mauthausen]] und [[Grein]] ([[Machland (Raumeinheit)|Machland]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Granit]] und [[Gneis]] sind der geologische Untergrund des Mühlviertels, die Flüsse und Bäche fließen – bis auf wenige Ausnahmen im nördlichen Mühlviertel, jenseits der [[Europäische Hauptwasserscheide|europäischen Hauptwasserscheide]] – zur Donau. Das Mühlviertel unterscheidet sich vor allem auf Grund seiner Lage und seines geologischen Untergrundes bezüglich Flora und Fauna wesentlich von anderen Landesteilen. Besonderheiten in der Natur des Mühlviertels sind unter anderem weitgehend naturbelassene Fließgewässer, Bürstlingswiesen ([[Borstgras]]rasen), Felsformationen ([[Wollsackverwitterung]]), [[Moor]]e, [[Fischotter]], [[Luchse|Luchs]] und [[Böhmischer Enzian]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Haselgraben (Tal)|Haselgraben]] teilt das Mühlviertel in das [[Oberes Mühlviertel|obere]] und das [[Unteres Mühlviertel|untere Mühlviertel]]. Weiter teilen die Flusstäler [[Große Mühltal|Mühltal]] und [[Feldaistsenke]] die Landschaft von West nach Ost in den [[Passauer Wald|Passauer]]- den [[Linzer Wald|Linzer]]- und den [[Greiner Wald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NUTS-Gliederung ===&lt;br /&gt;
In der für die [[amtliche Statistik]] der [[Europäische Union|EU]] geführte [[NUTS]]-Gliederung ist das Mühlviertel in zwei der fünf [[Gruppe von Bezirken|Gruppen von Bezirken]] (Ebene [[NUTS:AT]]-2) in Oberösterreich zu finden, der Code &amp;lt;code&amp;gt;AT313&amp;lt;/code&amp;gt; und umfasst vier [[Politischer Bezirk|politische Bezirke]] ausgenommen den Gerichtsbezirk [[Urfahr]], der zum Code &amp;lt;code&amp;gt;AT312&amp;lt;/code&amp;gt; gehört:&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Freistadt|Freistadt]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Perg|Perg]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Rohrbach|Rohrbach]]&lt;br /&gt;
* [[Bezirk Urfahr-Umgebung|Urfahr-Umgebung]] (geteilt in AT312 und AT313)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt [[Linz]] nördlich der Donau und ein Teil des Bezirks Urfahr-Umgebung, die landschaftlich zum Mühlviertel gerechnet werden, gehören also nicht zur entsprechenden statistischen Region.&lt;br /&gt;
Oberösterreich ist demnach in Statistiken auf europäischer Ebene nicht auf seine traditionellen vier Viertel aufgeteilt, sondern in seine Regionen Innviertel, Mühlviertel, Traunviertel, Hausruckviertel, Linz-Wels und Steyr-Kirchdorf.&amp;lt;ref&amp;gt;Für Hintergrundinformationen zur Eurostat-Einteilung NUTS siehe {{Internetquelle |url=https://ec.europa.eu/eurostat/web/nuts/background |titel=Background |titelerg=NUTS - Nomenclature of territorial units for statistics |hrsg=[[Eurostat]] |abruf=2020-02-08 |sprache=en}} [https://ec.europa.eu/eurostat/documents/345175/629341/NUTS2016-NUTS2021.xlsx NUTS Einteilung im Direkt-Download] (Excel-Datei, 527 kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das entspricht auch dem modernen Raumordnungskonzept, in dem der [[Oberösterreichischer Zentralraum|Oberösterreichische Zentralraum]] als „fünftes“ Viertel herausgegriffen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Raumeinheiten ===&lt;br /&gt;
Das Bundesland Oberösterreich ist in 41 [[Raumeinheit (Oberösterreich)|Raumeinheiten]] gegliedert. Einen Überblick nach [[naturschutz]]fachlichen Kriterien wie [[Geologie]], [[Geomorphologie]] und Raumnutzung ([[Besiedelung]], [[Landwirtschaft]] u. Ä.) bieten die Raumeinheiten, die (ganz oder teilweise) zum Mühlviertel zählen:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|anzahl=3|liste=&lt;br /&gt;
* [[Aist-Naarn-Kuppenland]]&lt;br /&gt;
* [[Böhmerwald (Raumeinheit)|Böhmerwald]]&lt;br /&gt;
* [[Donauschlucht und Nebentäler]]&lt;br /&gt;
* [[Eferdinger Becken]]&lt;br /&gt;
* [[Freiwald und Weinsberger Wald]]&lt;br /&gt;
* [[Leonfeldner Hochland]]&lt;br /&gt;
* [[Linzer Feld]]&lt;br /&gt;
* [[Machland (Raumeinheit)|Machland]]&lt;br /&gt;
* [[Südliche Böhmerwaldausläufer]]&lt;br /&gt;
* [[Südliche Mühlviertler Randlagen]]&lt;br /&gt;
* [[Zentralmühlviertler Hochland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die ältesten archäologischen Funde stammen aus der [[Steinzeit]] und wurden beispielsweise bei [[Perg]] und bei der [[Berglitzl]] gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.archaeologie-online.de/magazin/fundpunkt/forschung/2010/neandertaler-ennstal/seite-1/ |wayback=20130721213209 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Neandertaler im österreichischen Ennstal&amp;#039;&amp;#039;}}. Archäologie online. Abgerufen am 16. Juni 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Unterweitersdorf]] wurden [[Hügelgrab|Hügelgräber]] und 20 [[Urnenfelderkultur|Urnengräber]] entdeckt, die auf den Zeitraum zwischen dem 13. und 11. vorchristlichen Jahrhundert datiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bda.at/text/136/908/16031/ |wayback=20110327142003 |text=&amp;#039;&amp;#039;Hügelgräber auf der Schnellstraße&amp;#039;&amp;#039;}}. Website des Bundesdenkmalamtes. Abgerufen am 21. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Mitterkirchen im Machland|Mitterkirchen]] wurden bei Grabungen zwischen 1981 und 1990 ein [[Hallstattzeit|hallstattzeitliches]] Gräberfeld mit rund 80 Grabstätten sowie rund 900 Gefäßen und Siedlungsresten entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Pertlwieser]]: &amp;#039;&amp;#039;Frühhallstattzeitliche Herrschaftsgräber bei Mitterkirchen (Oberösterreich).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antike Welt,&amp;#039;&amp;#039; 18/1, 1987, S. 48–56; Manfred Pertlwieser: &amp;#039;&amp;#039;Das hallstattzeitliche Hügelgräberfeld von Mitterkirchen. Grabungsergebnisse 1981–1990.&amp;#039;&amp;#039; Veröffentlichungen des Verbandes Österreichischer Geschichtsvereine. 1991.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Funde stammen aus dem 7. Jahrhundert vor Christus. In Mitterkirchen wurde ein [[Freilichtmuseum]] erbaut, das versucht, einen Eindruck vom Alltagsleben der frühen Eisenzeit zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Römisches Reich|Römerzeit]] war das Mühlviertel ein dichter und kaum bewohnter Urwald. Es wird vermutet, dass im [[Frühmittelalter]] [[Slawen]] das Mühlviertel bewohnten. Slawische Orts- und Flurnamen wie Tobra (bei [[Perg]]) oder [[Jaunitz]] (bei [[Freistadt]]) markieren die frühmittelalterliche Grenzsituation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besiedelung ===&lt;br /&gt;
Seit der Niederlassung der [[Bajuwaren|Baiern]] in diesem Gebiet wurde es größtenteils Teil ihres Herzogtums (ab Mitte des 6. Jahrhunderts), dann Besitz der [[Babenberger]] mit großen Gütern zwischen Donau und [[Böhmerwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 11. und 12. Jahrhundert wurde nach der endgültigen [[Schlacht auf dem Lechfeld|Zurückdrängung der Ungarn]] das Mühlviertler Hügelland entlang sogenannter Rodungsstreifen zwischen Donau und Böhmerwaldkamm besiedelt, wobei die meisten linken Zuflüsse der Donau zugleich als Grenzflüsse dienten:&amp;lt;ref&amp;gt;Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Besiedlung und Rodung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Benno Ulm]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mühlviertel.&amp;#039;&amp;#039; Verlag St.Peter, Salzburg 1976, ISBN 3-900173-05-2, S. 19–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{OoeGeschichte|suche1=Besiedlung+Mühlviertel|name=Literatur zur Besiedlung des Mühlviertels}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra sortable toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Nr&lt;br /&gt;
! östlicher Grenzfluss&lt;br /&gt;
! wichtigste Herrschaft&lt;br /&gt;
! Mutterpfarre&lt;br /&gt;
! Ersterwähnung des Ortes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| [[Kleine Mühl]]&lt;br /&gt;
| [[Burgruine Falkenstein (an der Ranna)|Falkensteiner]] (1289/90 an [[Albrecht I. (HRR)|Herzog Albrecht]])&lt;br /&gt;
| [[Pfarrkirchen im Mühlkreis]]&lt;br /&gt;
| 1230&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| [[Große Mühl]] (am Oberlauf bei Haslach)&lt;br /&gt;
| [[Schönhering-Blankenberg]] (um 1190 an die [[Burgruine Waxenberg|Waxenberger]])&lt;br /&gt;
| [[Altenfelden]]&lt;br /&gt;
| 1242&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| [[Kleine Rodl]]&lt;br /&gt;
| Eppo von Windberg (um 1108 Schenkung an [[Stift St. Florian]])&lt;br /&gt;
| [[Feldkirchen an der Donau]] und [[Niederwaldkirchen]]&lt;br /&gt;
| 1110 und um 1108&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| [[Haselbach (Donau)|Haselbach]]&lt;br /&gt;
| [[Burgruine Waxenberg|Wilhering-Waxenberger]] (ab 1170 kurz „Waxenberger“)&lt;br /&gt;
| [[Gramastetten]]&lt;br /&gt;
| 1110&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| [[Kleine Gusen]]&lt;br /&gt;
| [[Haunsperger (Adelsgeschlecht)|Haunsperger]]&lt;br /&gt;
| [[Gallneukirchen]]&lt;br /&gt;
| 1125&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| [[Waldaist]]&lt;br /&gt;
| [[Herren von Aist]]&lt;br /&gt;
| [[Ried in der Riedmark]] (1122 an [[Stift St. Florian]] übertragen)&lt;br /&gt;
| 823&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahr823&amp;quot;&amp;gt;siehe Urkunde [[Confirmatio Ludovici Pii (823)|Confirmatio Ludovici Pii]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| [[Naarn (Fluss)|Naarn]]&lt;br /&gt;
| [[Hochstift Regensburg]] (siehe [[Regensburger Luß]])&lt;br /&gt;
| [[Naarn im Machlande]]&lt;br /&gt;
| 823&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahr823&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8&lt;br /&gt;
| [[Ysper]]&lt;br /&gt;
| [[Herren von Perg und Machland]]&lt;br /&gt;
| [[Saxen]] (1147 an [[Stift Waldhausen]] übertragen)&lt;br /&gt;
| 823&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jahr823&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1180 erwarben die Babenberger auch das westliche Mühlviertel und gründeten um 1220 mit [[Freistadt]] die erste Stadt. Der größte Teil des Mühlviertels wurde erst während des hohen und späten [[Mittelalter]]s gerodet. Die Ortsnamen, die mit &amp;#039;&amp;#039;-schlag&amp;#039;&amp;#039; enden, wie Bernhardsschlag, zeugen von den Rodungen. Echte &amp;#039;&amp;#039;–ing&amp;#039;&amp;#039; Ortsnamen (z. B. Hütting, Inzing, [[Arbing (Oberösterreich)|Arbing]]) zeugen von der bajuwarischen Kolonisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 15. und 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Erstmals um 1478 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Land ob der Enns&amp;#039;&amp;#039; in vier „Viertel“ eingeteilt. Das heutige Mühlviertel umfasst dabei zwei der damaligen Viertel, das westliche &amp;#039;&amp;#039;Mühlviertel&amp;#039;&amp;#039; und das östliche &amp;#039;&amp;#039;[[Machlandviertel]]&amp;#039;&amp;#039;. Andere Quellen nennen den östlichen Teil auch &amp;#039;&amp;#039;Schwarzviertel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Landkarte aus dem 17. Jahrhundert in &amp;#039;&amp;#039;Oberösterreich – Porträt und Identität eines Landes.&amp;#039;&amp;#039; Rudolf-Trauner-Verlag, Linz 2000, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grenze zwischen beiden Vierteln war, je nach Quelle, die [[Große Rodl]], der [[Haselgraben (Tal)|Haselgraben]] oder die [[Große Gusen]]. Im Laufe der Zeit dürfte sich die Grenze dabei mehrfach verschoben haben, was zu diesen ungenauen Angaben führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Lehr (Journalist, 1929)|Rudolf Lehr]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landeschronik Oberösterreich. 3000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern.&amp;#039;&amp;#039; Wien/München 1987, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1491 wurde [[Grein]] zur Stadt erhoben und war damit die zweite Stadt im gesamten Mühlviertel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17. und 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Um 1600 entstand der gute Ruf des Mühlviertler [[Weberei|Webegewerbes]]. In zahlreichen Gemeinden mit [[Marktrecht]] entstanden eigene Webermärkte. In solchen Gemeinden verdiente vielfach die Hälfte der Einwohner mit Weben oder dessen Nebenberufen ihr Einkommen. Als Rohmaterial diente den Webern [[Gemeiner Lein|Flachs]], welches damals im Mühlviertel vielfach angebaut wurde. Neben Holz, Salz und Eisenwaren (Sensen) waren Weberzeugnisse dereinst eines der wichtigsten Exportartikel Oberösterreichs. Die Marktzünfte der Weber schlossen sich wie die [[Zunft|Zünfte]] der anderen Handwerker zu einer Landesorganisation zusammen, deren [[Privileg]], wie auch das Marktrecht, beim Antritt eines neuen Landesfürsten erneut bestätigt bzw. erteilt werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tätigkeit der Landesweberzunft erschwerten zum einen „Gäuweber“, die aufgrund eigenen Grundbesitzes keine Notwendigkeit in einem Beitritt zur Landeszunft sahen, und zweitens die zahlreichen kleineren Aufkäufer von Garn, die diesen zu damals stark nachgefragtem [[Zwirn]] verarbeiteten, und mit viel Gewinn exportieren konnten. So wurde den Webern einerseits Rohmaterial entzogen, andererseits wurde es durch die höhere Nachfrage verteuert. Um 1700 nahm auch die ausländische Konkurrenz stärker zu, was einige unter Druck gekommene Weber zu schnellerer, ungenauerer Arbeit oder zu anderen Betrugsversuchen verleitete. Dies bezeugen schärfere Qualitäts- und Kontrollbestimmungen, die damals erlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. und 17. Jahrhundert war das Mühlviertel – wie weite Teile der österreichischen Länder – ein weitgehend protestantisch geprägter Kulturraum. Mit der Durchsetzung der [[Gegenreformation]] wurden insbesondere nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges Tausende von Evangelischen zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen. Sie fanden besonders häufig in den vom Krieg schwer verwüsteten Gegenden [[Franken (Region)|Frankens]] eine Zuflucht, wo sich das Bewusstsein gemeinsamer Herkunft zum Teil bis heute erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1779 das [[Innviertel]] mit dem [[Frieden von Teschen]] an Oberösterreich fiel, wurden die beiden Viertel nördlich der Donau zusammengefasst, um weiterhin vier Viertel zu haben. Mit der Verfassungsreform unter [[Joseph II. (HRR)|Josef II.]] wurde 1783 der Mühlkreis als Verwaltungseinheit (siehe [[Kreis (Habsburgermonarchie)]]) geschaffen. Der Mühlkreis wurde zuerst von Freistadt verwaltet, bevor die Kreisverwaltung 1794 in die damals noch selbständige Marktgemeinde Urfahr und 1812 nach Linz verlegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Rumpler 1988, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:PersonenverkehrBudweis.jpg|mini|Die [[Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden|Pferdeeisenbahn]]]]&lt;br /&gt;
Die große Bedeutung der Weberei hielt bis Ende des 19. Jahrhunderts an, als mechanische Webstühle und die Industrialisierung den Webern ihre Arbeit entzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der technische Fortschritt im Verkehrswesen auf dem europäischen Festland begann im frühen 19. Jahrhundert im Mühlviertel mit der Errichtung der [[Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden|Pferdeeisenbahn von Linz nach Budweis]]. Sie war die erste Schienenbahn [[Kontinentaleuropa]]s. Zwischen 1871 und 1872 wurde die [[Bahnstrecke Linz–Gaisbach-Wartberg|Summerauer Bahn]], 1885 die [[Mühlkreisbahn]] und 1888 die [[Donauuferbahn (Wachau)|Donauuferbahn]] errichtet. Seither verfügt das Mühlviertel über drei Bahnstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1919 wurde die Stadt [[Urfahr]], die zu dieser Zeit mit etwa 15.000 Einwohnern die größte Gemeinde des Mühlviertels und Bezirksstadt des damaligen [[Bezirk Urfahr-Umgebung|Bezirkes Urfahr]] war, nach Linz eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1945 beteiligten sich Teile der Bevölkerung des Mühlviertels drei Wochen lang an der so genannten „[[Mühlviertler Hasenjagd]]“. 500 aus dem [[KZ Mauthausen]] ausgebrochene Häftlinge wurden, getreu dem Motto „niemanden lebend ins Lager zurückzubringen“ gejagt. Nur neun Menschen überlebten die Jagd durch [[Schutzstaffel|SS]], [[Sturmabteilung|SA]], Gendarmerie, [[Wehrmacht]], [[Volkssturm]], [[Hitler-Jugend]] und [[Zivilbevölkerung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Besatzungszeit]] wurde das Mühlviertel von sowjetischen Truppen besetzt. Die [[Zivilverwaltung Mühlviertel]] hielt die Verbindung zum restlichen Oberösterreich aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der heutigen [[Johannes Kepler Universität Linz]] im Jahr 1966 auf dem Areal des Schlosses Auhof zog die Wissenschaft im Mühlviertel ein. Eine Außenstelle dieser Universität besteht in der kleinen Mühlviertler Gemeinde [[Hagenberg im Mühlkreis|Hagenberg]]. Dieser Ort wurde mit der ebenfalls dort vorhandenen [[Fachhochschule (Österreich)|Fachhochschule]] zu einem hochkarätigen Ausbildungsstandort für [[Informatik]]. Die [[Anton Bruckner Privatuniversität|Anton-Bruckner-Universität für Musik]] des Landes Oberösterreich hat ihren Sitz in [[Urfahr]], ist also ebenfalls im Mühlviertel angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren wurde die [[Mühlkreis Autobahn]] (A&amp;amp;nbsp;7) errichtet, die heute in [[Unterweitersdorf]] endet. Der Weiterbau bis zur tschechischen Grenze wurde nie verwirklicht. Als Ergänzung bis Freistadt wurde Ende 2015 die [[Mühlviertler Schnellstraße]] (S&amp;amp;nbsp;10) eröffnet, die ab 2020 eine autobahnähnliche Verbindung bis zur tschechischen Grenze bieten soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauernhof Muehlviertel.JPG|mini|Mühlviertler Bauernhof in Hamberg, [[Ottensheim]]]]&lt;br /&gt;
Die Menschen leben im Mühlviertel auf kargem Boden. Viele Familien der zahlreichen Nebenerwerbsbauern beziehen ihr Zusatzeinkommen aus der Arbeit in Linzer Betrieben oder aus dem Fremdenverkehr, der hier den „sanften“ Tourismus vermittelt. Haupterwerb in früheren Jahrhunderten war neben der Landwirtschaft der Anbau von Flachs und [[Hopfen]]. Die Leinenweberei brachte Wohlstand in die Orte, heute ist sie nur mehr mit wenigen Betrieben vertreten. In den Städten und Märkten kam als Einnahmequelle noch der Handel mit Salz und sonstigen Gütern hinzu. Die Tradition des Bierbrauens ist nach wie vor lebendig. Seit einigen Jahrzehnten wird im Mühlviertel auch wieder Hopfen angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit den anderen 34&amp;amp;nbsp;Regionen Österreichs bei der [[Bruttoinlandsprodukt|Wirtschaftskraft pro Kopf]] (BIP) lag das Mühlviertel im Jahr 2007 mit rund 18.100 Euro am vorletzten Platz. Dieser Wert liegt rund 45 % unterhalb des Österreich-Schnitts von 32.600 Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/1263705357884/wirtschaftskraft-ballungsraeume-und-westen-mit-hoechstem-bip-pro-kopf |titel=Ballungsräume und Westen mit höchstem BIP pro Kopf |werk=Der Standard |datum=2010-01-18 |abruf=2023-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr und Tourismus ===&lt;br /&gt;
Die [[Mühlkreisbahn]] und die [[Mühlkreis Autobahn]] verbinden das Mühlviertel mit der oberösterreichischen Landeshauptstadt [[Linz]]: Auf der Schiene von [[Aigen-Schlägl]] ausgehend, auf der Straße von [[Unterweitersdorf]] ausgehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mühlviertel, auch tourismuswirtschaftlich ein Entwicklungsgebiet, wurde mit den in den 2010er Jahren gegründeten [[Tourismusregion (Österreich)#Oberösterreich|regionalen Tourismuskonferenzen]] &amp;#039;&amp;#039;(Oö.&amp;amp;nbsp;Tourismusrechts-Novelle&amp;amp;nbsp;2012)&amp;#039;&amp;#039; eine Steuerungsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Marke Mühlviertel&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Landestourismusorganisation [[Oberösterreich Tourismus]] geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.oberoesterreich-tourismus.at/detail/article/touristischer-markenprozess-muehlviertel.html Touristischer Markenprozess Mühlviertel].&amp;#039;&amp;#039; oberoesterreich-tourismus.at / Über uns / Touristischer Markenprozess Mühlviertel, 10. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie umfasst Vertreter der touristischen Organisationen (Tourismusverbände), der [[Wirtschaftskammer Österreich|Wirtschaftskammer]] und betrieblicher Kooperationspartner wie &amp;#039;&amp;#039;[[Urlaub am&amp;amp;nbsp;Bauernhof]]&amp;#039;&amp;#039; und der ARGE&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Qualitätstourismus Mühlviertel&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Mühlviertel pur)&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Neben den knapp 50&amp;amp;nbsp;Ortsverbänden umfasst die Konferenz auch die regionalen (mehrgemeindigen) Tourismusverbände &amp;#039;&amp;#039;[[Mühlviertler Alm]], [[Mühlviertler Kernland]], [[TraumArena]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ferienregion Böhmerwald|Böhmerwald]]&amp;#039;&amp;#039;, und die regionalen Projekte &amp;#039;&amp;#039;[[Naturpark Mühlviertel]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Sterngartl Gusental]]&amp;#039;&amp;#039;, die sich zu weiteren Kommunalverbänden entwickeln sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.muehlviertel.at/region.html |wayback=20130515082334 |text=Die 5 Regionen im Mühlviertel |archiv-bot=2024-03-24 01:41:53 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;, muehlviertel.at (TraumArena dort nicht explizit genannt).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Andere viertelweite Projekte sind etwa die ARGE&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Mühlviertler Wandersleut‘&amp;#039;&amp;#039; (Spartenprojekt Wandertourismus).&lt;br /&gt;
Enge Zusammenarbeit besteht auch über das &amp;#039;&amp;#039;Regionalmanagement Mühlviertel&amp;#039;&amp;#039; mit der grenzübergreifenden &amp;#039;&amp;#039;[[Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;vergl. &amp;#039;&amp;#039;[http://www.rmooe.at/projekte/entwicklung-des-grenz%C3%BCberschreitenden-radtourismus-m%C3%BChlviertellipno Entwicklung des grenzüberschreitenden Radtourismus Mühlviertel/Lipno]&amp;#039;&amp;#039;, Regionalmanagement Oberösterreich, rmooe.at&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinden ===&lt;br /&gt;
Das Mühlviertel besteht aus 120 selbständigen [[Gemeinde]]n und hatte mit Stand 1991&amp;lt;ref name=&amp;quot;GdSE&amp;quot;&amp;gt;[[Gemeinden der Staaten Europas|Wikipedia: Gemeinden der Staaten Europas]], abgerufen am 27. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; 246.419 Einwohner. Es hat nach dem Burgenland mit im Durchschnitt nur 2053 Einwohnern je Gemeinde von allen Regionen Österreichs die zweitgeringste durchschnittliche Einwohnerzahl je Gemeinde (siehe dazu auch [[Gemeinden der Staaten Europas]] oder [[Gemeindefusion]]); ganz Österreich hatte im Jahr 2015 im Durchschnitt 4086 Einwohner je Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst und Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
Das Mühlviertel war Heimat für eine Reihe von Künstlern. Es sei beispielsweise auf [[Karl Kronberger]] hingewiesen: Er wurde in [[Freistadt]] geboren und wirkte später auch in München. Das Mühlviertel zog auch von auswärts zahlreiche Künstler an wie [[Franz von Zülow]], der in [[Hirschbach im Mühlkreis]] seinen Sommersitz hatte. Er ist Namensgeber für eine der renommiertesten Künstlervereinigungen Oberösterreichs, der „[[Franz von Zülow|Zülow-Gruppe]]“, die ehemalige [[Mühlviertler Künstlergilde]], welche vorwiegend aus Vertretern der modernen [[Avantgarde]] besteht und ihren Sitz in [[Linz]] hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Tradition besitzt die [[Hinterglasmalerei in Sandl]]. Sie wird nach wie vor in der traditionellen Form ausgeübt und ist im [[Mühlviertler Schlossmuseum]] (Freistadt) mit Europas umfangreichster Sammlung vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Edward Samhaber]], aus Freistadt gebürtig, war ein Dichter des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Der in [[Putzleinsdorf]] als Pfarrer wirkende [[Norbert Hanrieder]] zählte zu den bedeutendsten Mundartdichtern Oberösterreichs, von ihm stammt auch die &amp;#039;&amp;#039;Mühlviertler Hymne&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Linz geborene österreichische Schriftstellerin [[Henriette Haill]] tauchte mit ihren vier Kindern im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als Schutz vor der Verfolgung durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] im Mühlviertel unter. Hier schuf sie einen Großteil ihrer Werke und veröffentlichte viele davon in den Mühlviertler Heimatblättern. Haill war Gründungsmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Mühlviertler Künstlergilde&amp;#039;&amp;#039; und Redakteurin deren Zeitschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adalbert Stifter.jpg|mini|hochkant|Adalbert Stifter]]&lt;br /&gt;
[[Adalbert Stifter]] war zwar kein gebürtiger Mühlviertler – sein Geburtshaus steht in [[Oberplan]] im benachbarten Südböhmen – er war in der Region aber kulturell verankert. Zum Beispiel hat er den weltberühmten [[Kefermarkter Flügelaltar]] renoviert. Außer diesem Hauptwerk gotischer Schnitzkunst findet man im Mühlviertel noch fünf weitere große [[Flügelaltar|Flügelaltäre]] aus dieser Kunstepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberneukirchner [[Hans Schnopfhagen]] vertonte den &amp;#039;&amp;#039;Hoamatgsang&amp;#039;&amp;#039; von [[Franz Stelzhamer]], der seit 1952 die [[Oberösterreichische Landeshymne]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anton Bruckner]], einer der großen europäischen Komponisten der [[Romantik]], fand in [[Windhaag bei Freistadt]] seine erste berufliche Anstellung als Hilfslehrer. In diesem kleinen Grenzort entstanden auch die ersten kompositorischen Werke wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Windhaager Messe]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gegengewicht zum großteils eher traditionell geprägten Umfeld entstand mancherorts eine „zeitgeistige“ Kulturszene, wie die in ganz Österreich beachteten &amp;#039;&amp;#039;Jazztage&amp;#039;&amp;#039; in [[Ulrichsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grein an der Donau ging mit seinem 1791 errichteten [[Stadttheater Grein|Stadttheater]], welches Österreichs ältestes ist, in die Theatergeschichte des Landes ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im östlichen Teil des Mühlviertels hat die [[Pech (Stoff)|Pechgewinnung]] mittels [[Pechölstein]]en eine lange Tradition. Sie wurde 2013 in das Verzeichnis des [[Immaterielles Kulturerbe in Österreich|Immateriellen Kulturerbes]] aufgenommen ([[Pechölbrennen im östlichen Mühlviertel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mythologisches ===&lt;br /&gt;
Das Mühlviertel birgt mit seinen Granit[[findling]]en und [[Schalenstein]]en viele Kultplätze. Der [[Heidenstein bei Eibenstein|Heidenstein]] bei [[Eibenstein (Gemeinde Rainbach)|Eibenstein]] und der [[Berglitzl]] in [[Langenstein (Oberösterreich)|Langenstein]] sind zwei Beispiele für alte Opferstellen. Eine weitere Besonderheit ist eine Mumie, der &amp;#039;&amp;#039;[[Luftg’selchter Pfarrer|Luftg’selchte Pfarrer]]&amp;#039;&amp;#039; in [[St. Thomas am Blasenstein|St.&amp;amp;nbsp;Thomas am Blasenstein]]. Viele dieser Kultplätze wurden von Kirchen oder Kapellen umfasst, manche zu katholischen Wallfahrtsorten umfunktioniert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kraftort.org/Osterreich/Oberosterreich/oberosterreich.html Kraftorte in Österreich], abgerufen am 14. Jänner 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astronomie und Meteoriten ==&lt;br /&gt;
Am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2009 entdeckte der [[Amateurastronomie|Amateurastronom]] David Voglsam bei Beobachtungen auf der [[Sternwarte Davidschlag]] einen [[Kleinplanet]]en des inneren [[Asteroidengürtel]]s, der später den Namen [[(243491) Mühlviertel]] erhielt. Der Himmelskörper mit einem Durchmesser von zirka 2,5&amp;amp;nbsp;Kilometern hat eine Sonnenumlaufzeit von 3,23&amp;amp;nbsp;Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurde in Hirschbach im Mühlkreis (Bezirk Freistadt) der erste bestätigte Eisenmeteorit Österreichs gefunden. Der rund 3,2 Kilogramm schwere Fund zeigt typische Widmanstätten-Strukturen und besteht überwiegend aus Eisen und Nickel. Er stellt eine wissenschaftliche Rarität dar, da bisher nur gewöhnliche Chondrite in Österreich nachgewiesen wurden. Der Meteorit wird derzeit wissenschaftlich untersucht und soll unter dem Namen „Hirschbach im Mühlkreis“ klassifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Standard |url=https://www.derstandard.at/story/3000000236502/erster-oesterreichischer-eisenmeteorit-stammt-aus-dem-muehlviertel |titel=1. Eisenmeteorit von Österreich gefunden |abruf=2025-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=ORF |url=https://ooe.orf.at/stories/3274674/ |titel=1. Eisenmeteorit Fund Österreich |abruf=2025-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=packed&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Mühlviertel2.jpg|Alter &amp;#039;&amp;#039;Stadl&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 Bauernhaus Mühlviertel.jpg|Altes Bauernhaus aus Granit&lt;br /&gt;
 Mühlviertel3.jpg|Getreidefeld&lt;br /&gt;
 Feldaist bei Pregarten.jpg|Die Feldaist, ein Fluss im Mühlviertel&lt;br /&gt;
 Hauptplatz FR.JPG|Der Hauptplatz von [[Freistadt]]&lt;br /&gt;
 Hauptplatz Bad Leonfelden.jpg|Die Kurstadt [[Bad Leonfelden]]&lt;br /&gt;
 Grein (3).jpg|Der Donaumarkt [[Grein]] mit [[Schloss Greinburg]]&lt;br /&gt;
 Neufelden - Markt Gesamt 1.jpg|Bürgerhäuser in [[Neufelden]]&lt;br /&gt;
 Schlagl3.JPG|Das [[Stift Schlägl]]&lt;br /&gt;
 Sternsteinwarte in snow, 2011.jpeg|Die [[Sternstein]]warte im Winter&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film und Musik ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Straßen der Spätgotik. Im Mühlviertel.&amp;#039;&amp;#039; Ein Film von [[Vera Botterbusch]], 45 Min., BR 2003.&lt;br /&gt;
* „Ös Leutl von Inn“ ist die Mühlviertelhymne von [[Norbert Hanrieder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Mühlviertel}}&lt;br /&gt;
* [[Mühlviertler Alm]]&lt;br /&gt;
* Die weiteren Viertel in Oberösterreich: [[Hausruckviertel]], [[Innviertel]] und [[Traunviertel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{PillweinOOE|1||||}}&lt;br /&gt;
* [[Benno Ulm]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mühlviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag St. Peter, Salzburg 1971.&lt;br /&gt;
* Benno Ulm: &amp;#039;&amp;#039;Das Untere Mühlviertel bis 1500.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mühlviertler Heimatblätter]].&amp;#039;&amp;#039; Band 7/8, Linz 1964, S. 123–125 ({{OoeGeschichte|pdf=mhbl1964_7_8_0123_0125.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Klaus Rumpier: &amp;#039;&amp;#039;Historische Entwicklung des Mühlviertels von 1500 bis 1790.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Mühlviertel. OÖ. Landesausstellung.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Linz 1988, S. 289–296 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/KATOOE_MUE_88_0289-0296.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Kristian Sotriffer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Mühlviertel. Traum einer Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; OLV-Buchverlag, Linz 1981, ISBN 3-85214-307-1.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die leblose Natur.&amp;#039;&amp;#039; Beitrag zur Landesausstellung 1988 im Schloss Weinberg (Kefermarkt), S. 41–50 ({{ZOBODAT|pfad=pdf/KATOOE_MUE_88_0041-0050.pdf}}).&lt;br /&gt;
* Christoph Wagner, Hans Schaumberger, [[Gerhard Trumler]]: &amp;#039;&amp;#039;Mühlviertel. Natur- und Kulturlandschaft.&amp;#039;&amp;#039; Brandstätter, Wien 1997.&lt;br /&gt;
* Eberhard Krauß: &amp;#039;&amp;#039;Exulanten aus dem oberösterreichischen Mühlviertel in Franken&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 23). Nürnberg 2010, ISBN 978-3-929865-53-0.&lt;br /&gt;
* Karina Grömer: &amp;#039;&amp;#039;Nord-Südwege durch das oberösterreichische Mühlviertel in der Urzeit.&amp;#039;&amp;#039; Um 2005 ([http://www.turntobel.com/texte/Groemer%20Verkehrswege.pdf PDF] auf turntobel.com).&lt;br /&gt;
* [[Otto Milfait]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mühlviertel. Sprache, Brauch und Spruch.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mühlviertel|Mühlviertel}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.muehlviertel.at/ www.muehlviertel.at] Webauftritt der &amp;#039;&amp;#039;Mühlviertel Marken GesmbH&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Zusammenarbeit zwischen den Tourismusverbänden der Region des Mühlviertels&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Mühlviertel|Mühlviertel}}&lt;br /&gt;
* Harald Gruber: [http://www.franzstelzhamer.at/Dialektdichter/HanriederArtikel.htm &amp;#039;&amp;#039;Norbert Hanrieder kam wieder in seine Stube.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Mühlviertel Volksblatt&amp;#039;&amp;#039;, 3. Juni 2004, S. 26–27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Muhlviertel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlviertel| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppe von Bezirken in Österreich]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Tourismusregion in Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hauptgürtel</name></author>
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