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	<title>Ludwik Lejzer Zamenhof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Ludwik_Lejzer_Zamenhof&amp;diff=2097&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Weinessig: Querverweise ergänzt</title>
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		<updated>2025-08-17T18:02:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Querverweise ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1908-kl-t-zamenhof.jpg|mini|hochkant|Ludwik Lejzer Zamenhof mit grünem Esperanto-Stern, 1908]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ludwik Lejzer Zamenhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ˈzamɛnhɔf]}} (geboren als &amp;#039;&amp;#039;Eliezer Levi Samenhof&amp;#039;&amp;#039;; {{deS}} auch &amp;#039;&amp;#039;Ludwig Lazarus Samenhof&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ludwig L. Zamenhof&amp;#039;&amp;#039;, {{plS|&amp;#039;&amp;#039;Ludwik Łazarz Zamenhof&amp;#039;&amp;#039;}}, Esperanto: &amp;#039;&amp;#039;Ludoviko Lazaro Zamenhof&amp;#039;&amp;#039;; * {{JULGREGDATUM|15|12|1859|Link=1}} in [[Białystok|Belostok]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[14. April]] [[1917]] in [[Warschau]], [[Regentschaftskönigreich Polen|Polen]]) war ein jüdischer&amp;lt;!-- Die Ethnizität oder Volkszugehörigkeit von Zamenhof war jüdisch, so hat er es selbst gesagt. Siehe dazu den Abschnitt #Nationalität unten. --&amp;gt; [[Augenheilkunde|Augenarzt]] aus Polen, das damals zum [[Russisches Kaiserreich|Russischen Kaiserreich]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begründete 1887 unter dem [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;Doktoro Esperanto&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Doktor Hoffender&amp;#039;&amp;#039;) die [[Plansprache]] [[Esperanto]]. Sein Geburtstag wird heute von [[Esperanto-Sprecher]]n als [[Zamenhoftag]] gefeiert. Außerdem veröffentlichte er eine sogenannte Menschheitslehre für die allgemeine Völkerverbrüderung. Zamenhof war zeitweise [[Zionismus|Zionist]] und verfasste eine frühe Grammatik für das [[Jiddisch|Jiddische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalität ==&lt;br /&gt;
Die Nationalität Zamenhofs wird in der Literatur und in Nachschlagewerken teils unterschiedlich angegeben. Dabei nennt man ihn mal einen [[Jude]]n, mal einen [[Polen (Ethnie)|Polen]], mal einen [[Russen]], oder man verwendet eine Umschreibung, die auf eine dieser Ethnien oder auf ein Land Bezug nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zamenhofs Vater war ein [[Assimilation (Soziologie)|assimilierter]], russischsprachiger Jude, während seine Mutter [[Jiddisch]] mit ihm sprach. Zu beiden Sprachen hatte er einen sehr positiven Bezug; er verfasste eine Grammatik für das Jiddische, als es noch als Jargon verspottet wurde. Zeitweise war der junge Zamenhof ein glühender [[Zionismus|Zionist]], also jemand, der sein Judentum als seine Nationalität (Ethnie) verstand und einen jüdischen Staat in Palästina gründen wollte. Den Zionismus verließ er bald wieder, doch er sah sich weiterhin als Angehöriger des jüdischen Volkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein Polentum Zamenhofs wird angeführt, dass Zamenhof in Białystok geboren wurde und die meiste Zeit seines Lebens in Warschau verbracht hat. Beide Städte liegen im heutigen Staat Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zamenhof selbst hat sich nie einen Polen genannt und dies sogar verneint: Man dürfe ihn (in der Öffentlichkeitsarbeit für Esperanto) einen Sohn Polens nennen, aber nicht einen Polen, damit nicht der Vorwurf aufkommt, er wolle seine (jüdische) Nationalität verbergen und lasse sich daher mit einem Volk (Polen) in Verbindung bringen, dem er nicht angehört. Wenn man über seine Nationalität spreche, dann solle man sagen, er nenne sich einen russländischen Hebräer („ruslanda hebreo“, in einem Brief an einen Franzosen 1905). Zeit seines Lebens haben Esperanto-Anhänger Zamenhof meist als Russen bezeichnet und erst nach seinem Tod als Polen, als Warschau zum wiedererstandenen Staat Polen gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ziko Marcus Sikosek: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto sen mitoj.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Antwerpen 2003, S. 292, S. 302–305.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung als Russe oder Pole (nie als Deutscher, wenngleich Zamenhof auch fließend Deutsch sprach) rührte aus Furcht vor Antisemitismus oder aus fehlendem Wissen darüber her, dass Judentum als Nationalität verstanden werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Ziko Marcus Sikosek: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto sen mitoj.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Antwerpen 2003, S.&amp;amp;nbsp;307/308.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zamenhof-1879.jpg|mini|hochkant|Zamenhof als Gymnasiast, ca. 1879]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zamenhof house Białystok.jpg|mini|Wohnhaus in Białystok|hochkant]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zamenhof wurde am 15. Dezember 1859 (nach dem heutigen, [[Gregorianischer Kalender|gregorianischen Kalender]]) als Sohn einer [[Judentum|jüdischen]] Familie geboren. In seiner  Geburtsstadt Białystok wurden verschiedene Sprachen gesprochen, darunter [[Jiddisch]], [[Polnische Sprache|Polnisch]], [[Russische Sprache|Russisch]], [[Deutsche Sprache|Deutsch]] und [[Belarussische Sprache|Belarussisch]]. Im Jahr 1860 waren 68,2 Prozent der 11.000 Einwohner Juden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.demoscope.ru/weekly/ssp/rus_lan_97_uezd.php?reg=354]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Edmond Privat: &amp;#039;&amp;#039;Vivo de Zamenhof.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, hrsg. von Ulrich Lins, UEA, Rotterdam 2007, S. 19–25; Ziko Marcus Sikosek: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto sen mitoj.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Antwerpen 2003, S.&amp;amp;nbsp;298–302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater Markus (jiddisch &amp;#039;&amp;#039;Mordechaj&amp;#039;&amp;#039;) war, wie schon der Großvater, von der jüdischen Aufklärungsbewegung [[Haskala]] beeinflusst und suchte gezielt Anschluss an die europäische Kultur bzw. das Land, in dem er lebte. Markus Zamenhof war [[Atheismus|Atheist]] und sah sich als Russe. Damit unterschied er sich von seiner religiösen und jiddisch sprechenden Frau Rozalja. Er arbeitete als Sprachlehrer für [[Französische Sprache|Französisch]] und [[Deutsche Sprache|Deutsch]], verfasste Lehrmaterialien und leitete zeitweise eine Sprachschule. Markus Zamenhof war Schulinspektor und zensierte für die russischen Behörden Veröffentlichungen. Schließlich erhielt er den Titel [[Staatsrat (Russisches Reich)|Staatsrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der junge Lejzer (später legte er sich der Praxis mancher [[Juden in Osteuropa|Ostjuden]] folgend auch einen nichtjüdisch klingenden Vornamen zu: &amp;#039;&amp;#039;Ludwik&amp;#039;&amp;#039;) besuchte zunächst die Grundschule in Białystok und nach dem Umzug der Eltern 1874 das Gymnasium in [[Warschau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Edmond Privat: &amp;#039;&amp;#039;Vivo de Zamenhof.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. herausgegeben von Ulrich Lins, UEA: Rotterdam 2007, S.&amp;amp;nbsp;36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er studierte [[Medizin]], erst in [[Lomonossow-Universität Moskau|Moskau]] und später wegen des wachsenden [[Antisemitismus]] in Russland an der [[Universität Warschau]], an der er auch [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. Später spezialisierte er sich u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Wien]] auf die [[Augenheilkunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 heiratete er [[Klara Zamenhof|Klara Silbernik]] (1863–1924),&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ptb|13|12|1924|05|AUTOR=|Klara Zamenhof gestorben|ZUSATZ=XLIX. Jahrgang, Nr. 291/1924|ALTSEITE=5, unten links.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Fabrikantentochter, die er in [[Zionismus|zionistischen]] Kreisen während seiner Studentenzeit kennengelernt hatte. Mit ihr hatte er die drei Kinder Adam (1888–1940), Sofia (1889–1942) und [[Lidia Zamenhof|Lidia]] (1904–1942). Besonders Lidia&amp;lt;ref&amp;gt;Wendy Heller: &amp;#039;&amp;#039;Lidia. The Life of Lidia Zamenhof, daughter of Esperanto&amp;#039;&amp;#039;. Oxford: George Ronald Oksfordo, 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; begeisterte sich bald selbst für Esperanto und lehrte und verbreitete die Sprache auf ihren Reisen durch Europa und Amerika. Alle drei Kinder wurden im [[Holocaust]] bzw. während der deutschen Besatzung Polens ermordet. Der Ingenieur [[Louis-Christophe Zaleski-Zamenhof]] (1925–2019) war sein Enkel.&amp;lt;ref&amp;gt;Chuck Mays: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.esperantic.org/en/2019/11/26/obituary-louis-christophe-zaleski-zamenhof/ Obituary: Louis-Christophe Zaleski-Zamenhof]&amp;#039;&amp;#039; auf esperantic.org vom 26. November 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit hatte Zamenhof Probleme gehabt, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen, bis es ihm um die Jahrhundertwende gelang, ein befriedigendes Einkommen zu erzielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Leon Zamenhof: &amp;#039;&amp;#039;El la Biografio de D-ro L.-L. Zamenhof.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto.&amp;#039;&amp;#039; 20. Juni 1912, S.&amp;amp;nbsp;168–170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war bis kurz vor seinem Tod 1917 praktizierender Augenarzt. Zamenhof selbst litt an Herz- und Atemerkrankungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Luc Tortel: &amp;#039;&amp;#039;Zamenhof kaj medicino.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sennacieca Revuo.&amp;#039;&amp;#039; 133 (2005), Beilage zum &amp;#039;&amp;#039;Sennaciulo.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 9, 2005 (1203), S.&amp;amp;nbsp;9–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde auf dem [[Jüdischer Friedhof an der Okopowa-Straße|Jüdischen Friedhof Warschau]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zionismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1905-uk-z-m.jpg|mini|Die Familien Zamenhof und Michaux auf dem ersten Esperanto-Weltkongress, [[Boulogne-sur-Mer]] 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1910-Universo-p322-llzdet.jpg|mini|hochkant|Zamenhof an seinem Schreibtisch, Warschau 1910]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1908 UK Dresdeno.jpg|mini|Zamenhof auf dem [[Esperanto-Weltkongress]], Dresden 1908]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sein Vater neigte der junge Zamenhof zunächst zur Assimilation, also zum Aufgehen als Jude in einer der europäischen Nationen. Er habe als Kind ein russischer Schriftsteller werden wollen, schrieb er später. Doch die [[Pogrom]]e von 1882 brachten den jungen Studenten zur frühen [[Zionismus|zionistischen]] Bewegung. So gründete er in Warschau eine zionistische Gruppe und erarbeitete auch eine jiddische Grammatik.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Sikosek: &amp;#039;&amp;#039;Die neutrale Sprache. Eine politische Geschichte des Esperanto-Weltbundes.&amp;#039;&amp;#039; Bydgoszcz 2006, S.&amp;amp;nbsp;35/36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1885 jedoch fand er, dass das Ziel des Zionismus – eine jüdische Heimstätte in [[Palästina (Region)|Palästina]] – nicht realistisch sei: Die hebräische Sprache sei tot, das Nationalgefühl unter den Juden werde vom Zionismus falsch eingeschätzt, und überhaupt sei Palästina für das gesamte Judentum zu klein. Es könne höchstens zwei Millionen Juden aufnehmen, und die übrigen Massen blieben draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen sah er die Zukunft der Juden eher in einer Welt gesichert, in der sprachliche, kulturelle und religiöse Barrieren überbrückt oder gänzlich abgebaut werden. Das führte ihn wieder zu den internationalistischen Ideen.&amp;lt;ref&amp;gt;Naftali Zvi Maimon: &amp;#039;&amp;#039;La kaŝita vivo de Zamenhof. Originalaj studoj.&amp;#039;&amp;#039; Tokio 1978, S.&amp;amp;nbsp;106/107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1914 eine jüdische Esperanto-Vereinigung gegründet werden sollte, antwortete Zamenhof ablehnend: Jeder Nationalismus bringe Schlechtes, daher diene er seinem unglücklichen Volk am besten, wenn er die absolute Gerechtigkeit unter den Menschen anstrebe.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach: Edmond Privat: &amp;#039;&amp;#039;Vivo de Zamenhof.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. herausgegeben von Ulrich Lins, UEA, Rotterdam 2007, S.&amp;amp;nbsp;133/134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Esperanto ==&lt;br /&gt;
Bereits als Kind interessierte sich Zamenhof für [[Fremdsprache]]n. Die bevorzugte Sprache des Vaters war [[Russische Sprache|Russisch]], die der Mutter [[Jiddisch]], auf der Straße dürfte er [[Polnische Sprache|Polnisch]] gelernt haben. Wohl früh lernte er [[Deutsche Sprache|Deutsch]] und [[Französische Sprache|Französisch]] kennen, in der Schule dann [[Griechische Sprache|Griechisch]], [[Latein]] und [[Englische Sprache|Englisch]]. Außerdem muss er [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] gut beherrscht haben, aus dem er später das [[Altes Testament|Alte Testament]] ins Esperanto übersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ziko Marcus Sikosek: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto sen mitoj.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Antwerpen 2003, S.&amp;amp;nbsp;296/297.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er träumte schon früh von einer neuen, leicht zu erlernenden Sprache, die der zerstrittenen Menschheit ein neutrales Instrument liefern könnte. Sein erster Versuch war die heute nur fragmentarisch überlieferte &amp;#039;&amp;#039;Lingwe Uniwersale,&amp;#039;&amp;#039; in der er mit seinen Freunden 1878 auf seinem 18.&amp;amp;nbsp;Geburtstag ein Lied sang. Aus dem weiteren Entwicklungsprozess sind Fragmente vom Stand 1881/82 erhalten, die ebenfalls erst nachträglich veröffentlicht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gaston Waringhien: &amp;#039;&amp;#039;Lingvo kaj vivo.&amp;#039;&amp;#039; Rotterdam 1989 (1959).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 1885 war Zamenhof mit seinem endgültigen Entwurf fertig, den er 1887 in verschiedenen Sprachen veröffentlichte, zuerst am 26.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;lt;ref&amp;gt;14. Juli nach dem russischen Kalender. Dieses Datum wird allgemein als Datum der Genehmigung der Zensurbehörde zur Verbreitung des gedruckten Buchs angenommen. Evtl. wäre 21. richtiger, vgl. {{Webarchiv | url=http://miresperanto.narod.ru/biblioteko/albault/03.htm | wayback=20100515043920 | text=Albault}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Russisch. Der deutsche Titel lautete „Internationale Sprache“, und so hieß zunächst auch die Sprache. Da Zamenhof um seinen Ruf als Arzt fürchtete, gab er die vierzigseitige Broschüre unter dem Decknamen &amp;#039;&amp;#039;Dr.&amp;amp;nbsp;Esperanto&amp;#039;&amp;#039; heraus ([[Esperanto]] heißt wörtlich &amp;#039;&amp;#039;Hoffender&amp;#039;&amp;#039;). Bald jedoch setzte sich dieses [[Pseudonym]] als Synonym für die Sprache selbst durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge gelang es Zamenhof&amp;amp;nbsp;– im Gegensatz zu anderen Autoren einer neuen Sprache&amp;amp;nbsp;–, eine Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;([[La Esperantisto]])&amp;#039;&amp;#039; und jährliche Adressbücher herauszugeben. Da das [[Volapük]] des deutschen Geistlichen [[Johann Martin Schleyer]] ungefähr zur gleichen Zeit auf seinem Höhepunkt des Erfolges stand, hatte das Esperanto es nicht leicht, und noch schwerer machte es der schnelle Niedergang von Volapük, das Streitigkeiten unter seinen Anhängern zum Opfer gefallen war. Damals entstand die Vorstellung, eine Plansprache müsse automatisch in [[Dialekt]]e zerfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 fasste Esperanto, nach dem Russischen Reich und [[Schweden]], auch in Westeuropa Fuß. Bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden Ortsgruppen und Landesverbände von Esperantisten auf allen bewohnten Kontinenten gegründet. Dies befreite Zamenhof von der persönlichen Verantwortung für seine Sprache, die endgültig unabhängig von ihm geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Menschheitslehre“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zamenhof commemorative plaque 5 Zamenhofa Street Warsaw.JPG|mini|Eine Tafel in der ul. Ludwika Zamenhofa in Warschau erinnert an den Standort des Hauses von Zamenhof, sie ist in Polnisch und Esperanto verfasst. Das Haus wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zamenhof war noch von einer anderen Idee fasziniert, nämlich nicht nur eine neutrale Sprache, sondern auch eine neutrale [[Weltanschauung]] zu fördern. Er veröffentlichte seine Vorstellungen zuerst als &amp;#039;&amp;#039;Hillelismus&amp;#039;&amp;#039; (1906), benannt nach einem vorchristlichen, jüdischen Gelehrten namens [[Rabbi Hillel|Hillel]], später unter der Esperanto-Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Homaranismo]]&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt heißt dies so viel wie „Lehre von der Menschheit“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschheitslehre war ein Bekenntnis zu Völkerverständigung und religiöser Toleranz auf der Basis von gemeinsamen Grundsätzen. So sollten die Leute gemeinsam an ein höheres Wesen glauben und ansonsten ihre religiösen Bräuche behalten. Und in Ländern mit verschiedenen Sprachen sollten all diese gleichberechtigte [[Amtssprache]]n sein, wobei Esperanto als Brückensprache fungieren sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wojciech Usakiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Esperantistische Weltbilder.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1995, S.&amp;amp;nbsp;3–8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings blieben die komplizierten Details der multikulturellen Gesellschaft – genau darum dreht sich Zamenhofs Menschheitslehre – ungelöst. Auch unter Esperanto-Sprechern spielt die Lehre, die die meisten Menschen als allgemeinen Humanismus empfinden und gegen die sie inhaltlich nichts einzuwenden haben, keine wesentliche Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Sikosek: &amp;#039;&amp;#039;Die neutrale Sprache. Eine politische Geschichte des Esperanto-Weltbundes.&amp;#039;&amp;#039; Bydgoszcz 2006, S.&amp;amp;nbsp;37/38; Ziko van Dijk: &amp;#039;&amp;#039;Weltsprache aus Warschau. L.&amp;amp;nbsp;L.&amp;amp;nbsp;Zamenhof, das Esperanto und Osteuropa.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Osteuropa.&amp;#039;&amp;#039; 2007/04, S.&amp;amp;nbsp;143–156, hier 150–152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzte Lebensjahre und Nachleben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1917-tombo-llz-neubarth01.jpg|mini|Der deutsche Hafenkommandant [[Warschau]]s, Major Neubarth, spricht im Namen der ausländischen Esperantisten bei der Beisetzung.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grób Ludwika Zamenhofa na cmentarzu żydowskim w Warszawie 2017.jpg|mini|hochkant|Zamenhofs Grabmal auf dem Jüdischen Friedhof in Warschau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zamenhof st.jpg|mini|Zamenhofstraße in [[Tel Aviv]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ZamenhofHerzberg.jpg|mini|hochkant|Zamenhof-Denkmal auf dem Zamenhof-Platz in [[Herzberg am Harz]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 01 Esperantopark e.jpg|mini|hochkant|Büste im Esperantopark am [[Karlsplatz (Wien)|Karlsplatz]] in [[Wien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zamenhof erlebte den Kriegsausbruch 1914 in [[Köln]], auf dem Weg von [[Warschau]] nach [[Paris]] zum 10. Esperanto-Weltkongress. Nach einem schwierigen Umweg über [[Skandinavien]] gelangte er erst Wochen später nach Hause.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmond Privat: &amp;#039;&amp;#039;Vivo de Zamenhof.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. herausgegeben von Ulrich Lins, UEA: Rotterdam 2007, S.&amp;amp;nbsp;132.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinen letzten Lebensjahren, die durch eine Herzkrankheit beeinträchtigt wurden, intensivierte Zamenhof seine Arbeit an der Esperanto-[[Bibelübersetzung]]&amp;lt;ref&amp;gt;L. L. Zamenhof: &amp;#039;&amp;#039;La Sankta Biblio: Malnova kaj Nova Testamentoj tradukitaj el la originalaj lingvoj.&amp;#039;&amp;#039; Brita kaj Alilanda Biblio Societo, Londono; Nacia Biblia Societo de Skotlando, Edinburgo kaj Glagovo 1926/1988, ISBN 0-564-00138-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verfasste noch eine Denkschrift &amp;#039;&amp;#039;An die Diplomaten&amp;#039;&amp;#039;, die bei den Friedensverhandlungen an die Rechte von Minderheiten denken sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludoviko Lazaro Zamenhof: &amp;#039;&amp;#039;Post la Granda Milito.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The British Esperantist.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, März 1915, S.&amp;amp;nbsp;51–55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Krieges, als Warschau bereits von [[Deutschland]] besetzt worden war, besuchten ihn noch Esperanto-Anhänger wie der Schweizer [[Edmond Privat]]. Als Zamenhof mit 57 Jahren am 14. April 1917 starb, begleitete eine große Menschenmenge den Leichenzug zum [[Jüdischer Friedhof an der Okopowa-Straße|jüdischen Friedhof an der Okopowa-Straße]]. Dabei waren nicht nur Esperanto-Sprecher, sondern auch viele der armen jüdischen Patienten Zamenhofs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erinnerte sich an ihn als einen bescheidenen, etwas schüchternen Mann, sehr idealistisch und angenehm im Umgang. Erst später hat die Forschung ergeben,&amp;lt;ref&amp;gt;Etwa Gaston Waringhien: &amp;#039;&amp;#039;Leteroj de Zamenhof.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Paris 1948.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass Zamenhof auch nüchtern und abwägend war und es geschickt vermied, sich von Teilen der Anhängerschaft gegen andere instrumentalisieren zu lassen. Noch heute sind seine Aussagen zur Sprache eine der Grundlagen der [[Akademio de Esperanto|Esperanto-Akademie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straßen, Plätze und anderes ===&lt;br /&gt;
Esperanto-Anhänger dokumentieren Objekte wie zum Beispiel Straßen, die nach Zamenhof oder Esperanto benannt worden sind: &amp;#039;&amp;#039;Zamenhof-Esperanto-Objektoj&amp;#039;&amp;#039;, ZEOj. Die allermeisten Objekte sind nach Esperanto benannt; manche haben einen Bezug sowohl auf die Sprache als auch auf den Sprachgründer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In München wurde 1951 anlässlich des dort stattgefundenen 36. Esperanto-Weltkongresses (Universala Kongreso) vom 4.–11. August der „Esperantoplatz“ in der Ludwigs-/Isarvorstadt am Bavariaring, östl. der Theresienwiese (bekannt durch das Oktoberfest, die Münchner „Wiesn“) direkt gegenüber der Bavaria eingeweiht. In [[Bad Kissingen]] erinnert seit 1991 an ihn der &amp;#039;&amp;#039;Esperanto-Platz&amp;#039;&amp;#039; neben jenem Gästehaus in der Bismarckstraße 22, in dem sich Zamenhof erstmals 1911 zur Kur aufgehalten hatte. In Berlin-Neukölln, der Wirkungsstätte des Esperantisten [[Wilhelm Wittbrodt]], ist der [[Esperantoplatz (Berlin)|Esperantoplatz]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Wollenberg: &amp;#039;&amp;#039;Der Esperantoplatz in Neukölln. Umgestaltung – Treffen – Ausstellungen – Sommerfeste!&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto. Sprache und Kultur in Berlin und Brandenburg. 111 Jahre, Jubilea LIbro 1903-2014.&amp;#039;&amp;#039; Mondial, New York / Berlin 2017, S. 439–444.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch Zamenhof gewidmet, zu dessen 75. Todestag 1992 die Zamenhof-Eiche auf dem Platz gepflanzt wurde, vor der 1999 eine Erinnerungstafel enthüllt wurde. Der [[Zamenhofpark]]&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Wollenberg: &amp;#039;&amp;#039;Berlin hat einen Zamenhofpark (2009).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto. Sprache und Kultur in Berlin und Brandenburg. 111 Jahre, Jubilea LIbro 1903-2014.&amp;#039;&amp;#039; Mondial, New York / Berlin 2017, S. 444–450.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Bezirk Lichtenberg|Berlin-Lichtenberg]] wurde im Juli 2009 im Jahr des 150. Geburtstages Zamenhofs eingeweiht. Im Jahr 2017 wurde ein Platz in [[Herzberg am Harz]] anlässlich seines 100. Todestages nach dem Esperanto-Erfinder benannt. Seinen Namen tragen im deutschen Sprachraum unter anderem Straßen in [[Dresden]], [[Hattingen]], [[Karlsruhe]], [[Linz]], [[Mannheim]], [[Rüsselsheim am Main]], [[Schwelm]], [[Stuttgart]], [[Wien]] und [[Wuppertal]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Herzberg-benennt-Platz-nach-Esperanto-Erfinder,esperanto120.html &amp;#039;&amp;#039;Herzberg benennt Platz nach Esperanto-Erfinder&amp;#039;&amp;#039;] am 8. April 2017 auf ndr.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihm zu Ehren gibt es auch eine Straße Ludwika Zamenhofa in [[Warschau]]. An ihr liegt das bekannte Denkmal zu Ehren des Ghettoaufstandes von 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1938 entdeckte Asteroid [[(1462) Zamenhof]] wurde nach ihm benannt. Bereits zwei Jahre zuvor war ein Asteroid [[(1421) Esperanto]] getauft worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zamenhof in der Literatur ===&lt;br /&gt;
Der DDR-Schriftsteller [[Hermann Kant]] (1926–2016) behandelt im Roman „Der Aufenthalt“ (1977) unterschiedliche Sichten auf Zamenhof und sein Esperanto. Im zerstörten [[Warschauer Ghetto]] fragt ein polnischer Offizier den verhafteten Deutschen im Gespräch darüber skeptisch: „Was meinst du: Wenn ihr gekonnt hättet Esperanto, und die Leute in der Milastraße und in der Zamenhofstraße hätten auch gekonnt Esperanto, was meinst du, hätte man sich verständigen können, dass man wird nicht versenken Zamenhofstraße …?“&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Kant: &amp;#039;&amp;#039;Der Aufenthalt.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1986, S. 367–368.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Münchener Schriftstellerin [[Dagmar Leupold]] (geboren 1955) lässt in ihrem Roman „Grüner Engel, blaues Land“ (2007) den stummen Historiker Johannes erklären: „Ich soll eine Biografie Zamenhofs schreiben… - Es gibt keine deutschsprachige lieferbare Darstellung seines Lebens und Werks.“ Bildreich und emotional wird Zamenhof geschildert, „Der nicht aus akademischem Ehrgeiz oder wissenschaftlichem Pragmatismus so gehandelt hätte, sondern aus schierer Verzweiflung, aus produktiver, immer von Hoffnung durchwirkter Verzweiflung,“ mit dem Ziel: „Abschaffung der Unterschiede, die allen Unterdrückungssystemen die Vorwände liefern“&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Leupold: &amp;#039;&amp;#039;Grüner Engel, blaues Land.&amp;#039;&amp;#039; Roman. C.H. Beck, München 2007, S. 16–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Johano Strasser]] (geboren 1939), dessen erster Roman „Der Klang der Fanfare“ (1987) mit seiner Familiengeschichte, Esperanto und Zamenhof zu tun hat, erzählt in seiner Autobiografie „Als wir noch Götter waren im Mai“ (2007) von seinen Esperanto-Eltern und Ludwig Zamenhof als „Hausheiligem“ seiner Kindheit und Jugend, dessen Denken ihm im PEN-Club wiederbegegnete und ihn fasziniert: „der alte Traum von der einen Menschheit, von der Würde, die allen Menschen, gleich welcher Rasse und Kultur, zukommt…“.&amp;lt;ref&amp;gt;Johano Strasser: &amp;#039;&amp;#039;Als wir noch Götter waren im Mai – Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Pendo Verlag, München und Zürich 2007, S. 34 und 279.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Richard Schulz (Esperantist)|Richard Schulz]] (1906–1997) erzählt das Leben Zamenhofs in „Das wundersame Leben des armen Doktor Lazarus“ (1982).&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Das wundersame Leben des armen Doktor Lazarus.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Stuttgart e. V., Stuttgart 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 1984.&amp;#039;&amp;#039; Werner Schuder (Hrsg.), Walter de Gruyter, Berlin und New York, S. 1112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie Zamenhof ==&lt;br /&gt;
Auch die Brüder und Kinder Zamenhofs haben Esperanto gelernt. Nach seinem Tod wurde sein Sohn Adam zu Esperanto-Kongressen als Ehrengast eingeladen. Die Tochter [[Lidia Zamenhof|Lidia]] war aktiv in der Verbreitung des Esperanto und des Bahai-Glaubens und engagierte sich auch pazifistisch. Viele der Nachkommen und Verwandte Zamenhofs haben den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] und vor allem den [[Holocaust]] nicht überlebt: [[Adam Zamenhof]] wurde bereits 1940 ermordet; Lidia und das dritte Kind Zofia starben mutmaßlich 1942 in Treblinka.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg führte Adams Frau Wanda Zamenhof das geistige Erbe weiter. Nach ihrem Tod 1954 war ihr Sohn Louis Christophe Zaleski-Zamenhof (der Enkel des Sprachgründers; gestorben 2019) überlebender „Vertreter“ der Zamenhof-Familie. Von Beruf [[Ingenieur]], lebte er seit 1959 in [[Frankreich]]. Er war öfter Gast auf Kongressen, spielte aber keine offizielle Rolle in der Sprachgemeinschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Zofia Banet-Fornalowa: &amp;#039;&amp;#039;La familio Zamenhof: Originala biografia studo.&amp;#039;&amp;#039; Kooperativo de Literatura Foiro, La Chaux-de-Fonds 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Internationale Sprache&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Vorrede und vollständiges Lehrbuch&lt;br /&gt;
   |Ort=Warschau&lt;br /&gt;
   |Datum=1887&lt;br /&gt;
   |Kommentar=als «Doktoro Esperanto»; Erstausgabe; [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-buch?apm=0&amp;amp;aid=100078&amp;amp;teil=0101&amp;amp;seite=00000001&amp;amp;zoom=2 online]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Hamleto&lt;br /&gt;
   |Ort=Warschau&lt;br /&gt;
   |Datum=1894&lt;br /&gt;
   |Kommentar=als Übersetzer; 5. Auflage. Paris 1929}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Esenco kaj estonteco de la ideo de lingvo internacia&lt;br /&gt;
   |Ort=Jekaterinburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1900}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Fundamenta krestomatio de la lingvo Esperanto&lt;br /&gt;
   |Auflage=18.&lt;br /&gt;
   |Ort=Rotterdam&lt;br /&gt;
   |Datum=1992&lt;br /&gt;
   |Kommentar=als Herausgeber&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1903}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Fundamento de Esperanto&lt;br /&gt;
   |Auflage=11.&lt;br /&gt;
   |Ort=Pisa&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1905}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Proverbaro Esperanta&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Ort=La Laguna&lt;br /&gt;
   |Datum=1974&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1910}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=La Sankta Biblio Malnova kaj Nova Testamentoj tradukitaj el la originalaj lingvoj&lt;br /&gt;
   |Ort=Londono: Brita kaj Alilanda Biblia Societo Edinburgo kaj: Nacia Biblia Societo de Skotland&lt;br /&gt;
   |Jahr=1978&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-564-00138-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Lingvaj respondoj&lt;br /&gt;
   |Auflage=6.&lt;br /&gt;
   |Ort=Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1995&lt;br /&gt;
   |OrtEA=Paris&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1927}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Biblio&lt;br /&gt;
   |Ort=Dobřichovice CZ&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |Kommentar=als Übersetzer; Übersetzung aus dem Alten Testament 1907–1914}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Aleksandr Korzhenkov&lt;br /&gt;
   |Titel=Mi estas homo&lt;br /&gt;
   |Ort=Kaliningrad&lt;br /&gt;
   |Datum=2006}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Kurze Mittheilung über die internationale Sprache Esperanto&lt;br /&gt;
   |Verlag=Edition Iltis&lt;br /&gt;
   |Ort=Schliengen&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-932807-17-0&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Nachdruck der Ausgabe Nürnberg 1896 – mit einem Nachwort von [[Reinhard Haupenthal]]&lt;br /&gt;
   |Übersetzer=Wilhelm Heinrich Trompeter}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Johannes Dietterle&lt;br /&gt;
   |Titel=Originala Verkaro&lt;br /&gt;
   |Verlag=Hirt &amp;amp; Sohn&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1929}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Marjorie Boulton]] |Titel=Zamenhof, creator of Esperanto |Ort=London |Datum=1960 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=René Centassi, Henri Masson |Titel=L’homme qui a défié Babel |Verlag=Ramsay |Datum=1995}}&lt;br /&gt;
* [[Ziko van Dijk]]: &amp;#039;&amp;#039;Esperanto.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dan Diner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (EJGK). Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Co–Ha.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart/Weimar 2012, ISBN 978-3-476-02502-9, S.&amp;amp;nbsp;262–265.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ziko van Dijk |Titel=Weltsprache aus Warschau. L. L. Zamenhof, das Esperanto und Osteuropa |Sammelwerk=Osteuropa |Band=Nummer 4 |Datum=2007 |Seiten=143–156}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andreas Künzli |Titel=L. L. Zamenhof (1859–1917) Esperanto, Hillelismus (Homaranismus) und die „jüdische Frage“ in Ost- und Westeuropa |Ort=Wiesbaden |Datum=2010}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Naftali Zvi Maimon |Titel=La kaŝita vivo de Zamenhof. Originalaj studoj |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Tokio |Datum=1978 |ISBN= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Edmond Privat]] |Hrsg=[[Ulrich Lins]] |Titel=Life of Zamenhof |TitelErg=Inventor of Esperanto 1859–1917 |Auflage=6 |Verlag=UEA |Ort=Rotterdam |Datum=2007 |ISBN=978-92-9017-097-6 |Originaltitel=Vivo de Zamenhof |Übersetzer=Ralph Elliott}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Roman Dobrzyński]] |Titel=Die Zamenhofstraße. |TitelErg=Verfasst nach Gesprächen mit Dr. L.C. Zaleski-Zamenhof |Verlag=agenda |Ort=Münster |Datum=2012 |ISBN=978-3-89688-485-5 |Originaltitel=LA ZAMENHOF-STRATO |Übersetzer=Michael J. Scherm}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118643495}}&lt;br /&gt;
* [http://aleph.onb.ac.at/F/PS38YTK2BK4S2VUT3CTU57BXQ1T7VDI1JXER1RPAA4ICVU99RM-00761?func=find-b&amp;amp;request=ludwig+l.+zamenhof&amp;amp;find_code=WRD&amp;amp;x=18&amp;amp;y=16 Literatur zu Ludwig L. Zamenhof] in der [http://www.onb.ac.at/sammlungen/plansprachen/index.htm Sammlung für Plansprachen der ONB]&lt;br /&gt;
* [https://hds.hebis.de/herder/Search/Results?lookfor=Ludwik+Lejzer+Zamenhof&amp;amp;type=allfields&amp;amp;filters=on&amp;amp;filter%5B%5D=department_herder%3A%2278%2F000%22&amp;amp;view=list&amp;amp;facetSet=Abteilung:Bibliographie Bibliografie der Publikationen von und über Ludwig Zamenhof] im Bibliotheks- und Bibliographieportal / [[Herder-Institut (Marburg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|18. August 2005|8598689}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118643495|LCCN=no/90/15706|NDL=00461727|VIAF=73885295}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zamenhof, Ludwik}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erfinder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Esperanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esperantist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibelübersetzer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Hebräischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Esperanto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augenarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jiddisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person des Judentums (Warschau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Białystok)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1859]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ludwik Lejzer Zamenhof| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zamenhof, Ludwik Lejzer&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Samenhof, Ludwik Lejzer; Samenhof, Ludwig Lazarus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Augenarzt und Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Dezember 1859&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Białystok]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1917&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Warschau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Weinessig</name></author>
	</entry>
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