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	<title>Liquidität - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Liquidit%C3%A4t&amp;diff=11648&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leonry am 30. November 2024 um 09:40 Uhr</title>
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		<updated>2024-11-30T09:40:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liquidität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|liquidus}}, „flüssig“) ist in der [[Wirtschaft]] die Fähigkeit von [[Wirtschaftssubjekt]]en, jederzeit ihren [[Zahlungspflichtiger|Zahlungsverpflichtungen]] aus [[Schulden]] uneingeschränkt nachkommen zu können oder die Eigenschaft von [[Wirtschaftsobjekt]]en, jederzeit [[Liquidierbarkeit|liquidierbar]] zu sein. Liquidität bezeichnet deshalb auch die Verfügbarkeit über genügend [[Zahlungsmittel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Wirtschaftssubjekte sind [[Privathaushalt]]e, [[Unternehmen]] sowie der [[Staat]] mit seinen Untergliederungen. Sie alle müssen sich um ihre Liquidität kümmern, sobald sie [[Schuldner]] sind. Die Liquidität ist das Ergebnis der [[private Liquiditätsrechnung|privaten Liquiditätsrechnung]] ([[Privatperson]]en, Privathaushalte); bei Unternehmen heißt die Liquiditätsrechnung [[Kapitalflussrechnung|Kapitalfluss-]] oder [[Cash-Flow-Rechnung]], bei [[öffentlicher Haushalt|öffentlichen Haushalten]] [[Finanzrechnung]]. Zur Aufrechterhaltung der Liquidität verfügen sie über [[Wirtschaftsobjekt]]e wie [[Vermögensgegenstand|Vermögensgegenstände]] (etwa [[Kassenbestand]], [[Bankguthaben]], [[Forderung]]en, [[Anlagevermögen]]) oder unausgenutzte [[Kreditzusage]]n. Wirtschaftsobjekte sind liquide, wenn sie auf einem aktiven Markt jederzeit [[Veräußerung|veräußert]] werden können. Liquidität ist deshalb eine [[Eigenschaft]] von Vermögensgegenständen und kennzeichnet deren Geldnähe, also die Möglichkeit, sie direkt oder nach Umwandlung als [[Zahlungsmittel]] zu verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Stützel]], &amp;#039;&amp;#039;Liquidität&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Erwin von Beckerath]] u. a. (Hrsg.), Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, Band 5, 1959, S. 622&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
In der [[Betriebswirtschaftslehre]] ist Liquidität die Fähigkeit eines [[Wirtschaftssubjekt]]s, seine fälligen [[Verbindlichkeit]]en jederzeit (fristgerecht) und uneingeschränkt begleichen zu können. Die Liquidität gehört neben [[Rentabilität]], [[Sicherheit]], [[Autonomie|Unabhängigkeit]] oder [[Gewinnmaximierung]] zu den wichtigsten [[Unternehmensziel]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=3MwlBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA169&amp;amp;dq=ziel+liquidit%C3%A4t&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiSxbDn39nhAhVRsaQKHc_NDNEQ6AEINTAC#v=onepage&amp;amp;q=ziel%20liquidit%C3%A4t&amp;amp;f=false Lutz Irgel (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschaftswissen für Praktiker&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 169]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liquidität besteht bei Unternehmen aus drei Teilaspekten, der [[Zahlungsfähigkeit]], der [[Liquiditätsreserve]] und der [[Liquidierbarkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=IcDOBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA76&amp;amp;dq=Liquidierbarkeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwix1p2eqsbhAhUO0aYKHe81CnIQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Liquidierbarkeit&amp;amp;f=false Edmund Heinen, &amp;#039;&amp;#039;Das Zielsystem der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 75]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zahlungsfähigkeit ist gewährleistet, wenn der [[Zahlungspflichtiger|Zahlungspflichtige]] jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachkommen kann. Jeder beliebige [[Vermögensgegenstand]] – auch ungenutzte [[Kreditzusage]]n – erfüllt die Funktion einer Liquiditätsreserve ([[Zahlungsmittelbestand]]), wenn sie kurzfristig liquidierbar sind und zu zusätzlichen Einnahmen führen; Liquidierbarkeit ist eine Eigenschaft der Liquiditätsreserven.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edmund Heinen]], &amp;#039;&amp;#039;Das Zielsystem der Unternehmung&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zeitraum, in dem die Verpflichtungen [[Fälligkeit|fällig]] werden, unterscheidet man zwischen kurzfristigen (unter einem Jahr), mittelfristigen (ein bis fünf Jahre) und langfristigen Verpflichtungen (über fünf Jahre). Diese Abgrenzung ist allerdings fließend und ergibt sich grundsätzlich aus dem [[Handelsgesetzbuch]] (HGB), wonach Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr nach {{§|268|hgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;5 Satz&amp;amp;nbsp;1 HGB gesondert und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren nach {{§|285|hgb|juris}} Nr.&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;a HGB im [[Anhang (Jahresabschluss)|Anhang]] ausgewiesen werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mangelnde Liquidität ist neben einer zu geringen [[Eigenkapitalquote]] bzw. [[Überschuldung]] die häufigste [[Insolvenz]]ursache bei [[Unternehmung]]en. Liquiditätsmangel tritt häufig überraschend ein, vor allem wenn in der Unternehmung eine unzureichende [[Liquiditätsplanung]] durchgeführt wird. Gelegentlich wird die mangelnde Liquidität von der Leitung der Unternehmung noch eine Weile verschwiegen, um die Unternehmung „zu retten“. So werden dann nur noch die wichtigsten Verpflichtungen beglichen, [[Skonto]]möglichkeiten nicht ausgenutzt, Kreditlinien überzogen, keine [[Umsatzsteuer]] abgeführt, Vermögensgegenstände (unter Wert) veräußert ([[Notverkauf]]) und die Mitarbeiter erhalten ihren [[Arbeitsentgelt|Lohn]] nicht mehr pünktlich. Diese Politik führt jedoch durch höhere Kosten zu einer immer schlechteren [[Bonität]], die ihrerseits die Liquidität in der Zukunft weiter gefährdet und letztlich zur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Illiquidität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Zahlungsunfähigkeit) führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu hohe Liquidität bewirkt hingegen Rentabilitätseinbußen. Wer Zahlungsmittel zu üppig hortet, nicht oder nur schlecht investiert, der kann zwar i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. alle Zahlungsverpflichtungen leicht erfüllen, verzichtet aber zumindest auf die übliche Verzinsung und verliert durch [[Inflation]] einen Teil seines [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Statische Liquidität ===&lt;br /&gt;
Mithilfe der [[Liquiditätsgrad]]e wird ein Unternehmen hinsichtlich seiner Fähigkeit untersucht, alle Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllen zu können. Ähnlich wie bei der [[Anlagedeckung]] werden auch hier Positionen der Vermögensseite mit Positionen der Kapitalseite verglichen (horizontale [[Bilanzstrukturanalyse]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dynamische Liquidität ===&lt;br /&gt;
Anhand der dynamischen Liquidität lässt sich schätzen, wie mit den vorhandenen Zahlungsmitteln und geschätzten Umsätzen über einen Zeitraum (meist ein bis drei Monate) die in diesem Zeitraum anfallenden Zahlungsverpflichtungen bedient werden können.&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\text{Dynamische Liquidität} = \frac{(\text{Zahlungsmittel}+\text{Forderungen}+ \text{geschätzte  Umsätze})}{\text{kurzfristige Verbindlichkeiten}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Periodenliquidität ====&lt;br /&gt;
Diese Kennzahl ergibt sich aus der Gegenüberstellung von notwendigen Zahlungsausgängen und zu erwartenden Zahlungseingängen der betreffenden Periode:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\text{Periodenliquidität} = \frac{\text{Zahlungsausgänge}}{\text{erwartete Zahlungseingänge}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liquiditätsstatus ====&lt;br /&gt;
Auf Grundlage des [[Zahlungsmittelbestand]]s &amp;lt;math&amp;gt;ZMB&amp;lt;/math&amp;gt; lässt sich der Liquiditätsstatus wie folgt ermitteln:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Wöhe]]/[[Ulrich Döring]], &amp;#039;&amp;#039;[[Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Auflage, 2013, S. 533; ISBN 978-3-8006-4687-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Liquiditätsstatus&lt;br /&gt;
! [[Definition]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Idealliquidität&amp;#039;&amp;#039; || &amp;lt;math&amp;gt;ZMB_I = ZMB_S&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Liquiditätsüberschuss&amp;#039;&amp;#039; || &amp;lt;math&amp;gt;ZMB_I &amp;gt; ZMB_S&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Liquiditätsdefizit&amp;#039;&amp;#039; || &amp;lt;math&amp;gt;ZMB_I &amp;lt; ZMB_S&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;ZMB_I&amp;lt;/math&amp;gt; der tatsächlich vorhandene Zahlungsmittelbestand ([[Istwert (Daten)|Istwert]]) und &amp;lt;math&amp;gt;ZMB_S&amp;lt;/math&amp;gt; der geplante oder erforderliche Zahlungsmittelbestand ([[Sollwert]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktliquidität ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Marktliquidität&amp;#039;&amp;#039; erfordert&amp;lt;ref&amp;gt;Albert S. Kyle, &amp;#039;&amp;#039;Continuous Auctions and Insider Trading&amp;#039;&amp;#039;, in: Econometrica vol. 53 (6),1985, S. 1317&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Marktbreite]] ({{enS|market breadth}}) mit niedrigen [[Transaktionskosten]] in Form einer geringen [[Geld-Brief-Spanne]],&lt;br /&gt;
* [[Markttiefe]] ({{enS|market depth}}) mit niedrigen Transaktionskosten für großes [[Marktvolumen]] und&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erholungsfähigkeit&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|market resiliancy}}), indem Abweichungen vom [[innerer Wert|inneren Wert]] eines [[Handelsobjekt]]s schnell korrigiert werden.&lt;br /&gt;
Ein liquider Markt ist durch hohe Markttiefe, Marktbreite und Erholungsfähigkeit gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=e8PJBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA18&amp;amp;lpg=PA18&amp;amp;dq=Garbade+1982&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=NxJDXqaHPh&amp;amp;sig=ACfU3U0873JFwG-Mfx0QxCnn4EB4ordfMg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwifzO6zsfTnAhVJiqQKHZ2gD_MQ6AEwBHoECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Garbade%201982&amp;amp;f=false Alexander Kempf, &amp;#039;&amp;#039;Wertpapierliquidität und Wertpapierpreise&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 18 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein liquider Markt ist [[wertpapierrecht]]lich gemäß {{§|2|wphg|juris}} Abs. 23 [[WpHG]] ein Markt für ein [[Finanzinstrument]] oder für eine Kategorie von Finanzinstrumenten, auf dem kontinuierlich [[Kaufentscheidung|kauf-]] oder [[Verkaufsentscheidung|verkaufsbereite]] vertragswillige Käufer oder Verkäufer verfügbar sind und der unter Berücksichtigung der speziellen [[Marktstruktur]]en des betreffenden Finanzinstruments oder der betreffenden Kategorie von Finanzinstrumenten nach den folgenden Kriterien bewertet wird:&lt;br /&gt;
* Durchschnittsfrequenz und -volumen der Geschäfte bei einer bestimmten Bandbreite von Marktbedingungen unter Berücksichtigung der Art und des Lebenszyklus von [[Finanzprodukt]]en innerhalb der Kategorie von Finanzinstrumenten;&lt;br /&gt;
* Zahl und Art der [[Marktteilnehmer]], einschließlich des Verhältnisses der Marktteilnehmer zu den gehandelten Finanzinstrumenten in Bezug auf ein bestimmtes Finanzinstrument und&lt;br /&gt;
* durchschnittliche Geld-Brief-Spanne, sofern verfügbar.&lt;br /&gt;
Die Marktliquidität ist ein Kriterium für die Erfüllung der [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)#Marktfunktionen|Marktfunktionen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;aktiver Markt&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Bilanzrecht]] ein liquider Markt mit [[Homogenität (Wirtschaft)|homogenen]] Produkten und der [[Öffentlichkeit]] zugänglichen Preisen ([[International Financial Reporting Standards|IAS]] 36.5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankwesen ==&lt;br /&gt;
Wegen der besonderen Bedeutung der Liquidität im [[Bankwesen]] gibt es dort [[bankenaufsicht]]srechtliche Vorschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Liquiditätsverordnung]] (LiqV) gilt gemäß {{§|1|liqv|juris}} LiqV seit Januar 2018 lediglich noch für Kreditinstitute, auf welche die Bestimmungen über die Liquidität der Art. 411–428 [[Kapitaladäquanzverordnung]] (CRR) nicht anzuwenden sind. Dies trifft auf [[Bürgschaftsbank]]en, [[Wohnungsunternehmen]] mit [[Spareinrichtung]], [[Wertpapierfirma|Wertpapierfirmen]] und [[Finanzdienstleistungsinstitut]]e gemäß {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1a [[Kreditwesengesetz|KWG]] zu. Die LiqV stellt [[Zahlungsmittelbestand|Zahlungsmittelbestände]] (unterteilt in Laufzeitbänder je nach [[Liquiditätsgrad]]; {{§|3|liqv|juris}} LiqV) und [[Verbindlichkeit|Zahlungsverpflichtungen]] (ebenfalls unterteilt in Laufzeitbänder je nach [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]]; {{§|4|liqv|juris}} LiqV) gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Art. 412 CRR müssen alle Kreditinstitute über [[liquide Mittel|liquide Aktiva]] &amp;lt;math&amp;gt;ZMB&amp;lt;/math&amp;gt; verfügen, deren Gesamtwert die Liquiditätsabflüsse &amp;lt;math&amp;gt;AZ&amp;lt;/math&amp;gt; abzüglich der Liquiditätszuflüsse &amp;lt;math&amp;gt;EZ&amp;lt;/math&amp;gt; unter [[Stresstest (Finanzwirtschaft)|Stressbedingungen]] abdeckt, damit gewährleistet wird, dass sie über angemessene Liquiditätspuffer verfügen, um sich einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter erheblichen Stressbedingungen während 30 Tagen stellen zu können. Mathematisch ergibt sich aus dieser Anforderung des Art. 412 CRR folgende Definitionsgleichung:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;ZMB = EZ \geq AZ&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In Stressperioden dürfen Institute ihre liquiden Aktiva zur Deckung ihrer Netto-Liquiditätsabflüsse verwenden. Eine [[Meldepflicht]] begründet Art. 415 CRR, denn die Institute melden den zuständigen Behörden in einer einzigen [[Währung]] – unabhängig von der tatsächlichen [[Denomination (Währung)|Denomination]] – die in den CRR aufgezählten [[Bilanzposition]]en und deren Bestandteile, einschließlich der Zusammensetzung ihrer liquiden Aktiva gemäß Artikel 416 CRR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liquide Aktiva werden nach Art. 418 CRR mit ihrem [[Marktwert]] gemeldet, vorbehaltlich angemessener [[Disagio|Abschläge]], die mindestens die [[Duration]], das [[Kreditrisiko|Kredit-]] und [[Liquiditätsrisiko]] und typische Abschläge auf [[Pensionsgeschäft]]e in allgemeinen Stressphasen des [[Finanzmarkt]]es widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Stressbedingung“ des Art. 412 CRR ist im schlimmsten Falle der [[Bankansturm|Bankenansturm]], wenn ein [[Herdenverhalten]] der Bankkunden dazu führt, dass diese ihre [[Bankguthaben]] zur gleichen Zeit abheben wollen, bevor diese Guthaben aufgrund einer [[Zahlungsunfähigkeit]] der Kreditinstitute nicht mehr vorhanden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gerke_B%C3%B6rsen_Lexikon/DyIkBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bank+run+lexikon&amp;amp;pg=PA95&amp;amp;printsec=frontcover Wolfgang Gerke (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gerke Börsen Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 95]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Angst]] der [[Anleger (Finanzmarkt)|Anleger]] resultiert aus der Tatsache, dass Kreditinstitute stets mehr [[Buchgeld]] für ihre Kunden verwalten als ihnen als [[Bargeld]] zur Verfügung steht (siehe [[Bodensatztheorie]], [[Fristentransformation]]), und deshalb zu spät kommende Anleger möglicherweise nicht mehr bedient werden können. Neuralgische Position ist die [[Barreserve]], die von Kreditinstituten aus [[Rentabilität]]sgründen möglichst gering gehalten wird. In den [[EU-Mitgliedstaaten]] ist die Gefahr eines derartigen &amp;#039;&amp;#039;Liquiditätsengpasses&amp;#039;&amp;#039; gering, weil die Liquiditätsvorschriften dies verhindern sollen und eine [[Einlagensicherung]] als [[Anlegerschutz|Anleger-]] und [[Gläubigerschutz]] vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsmittel ==&lt;br /&gt;
In allen Unternehmensarten werden [[Organisationsmittel]] zur Liquiditätssteuerung eingesetzt. Dazu bedienen sich die [[Funktion (Organisation)|Funktionen]] des [[Liquiditätsmanagement]]s insbesondere des [[Liquiditätsplan]]s, der [[Kapitalflussrechnung]] und der [[Liquiditätsablaufbilanz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Cash_und_Liquidit%C3%A4tsmanagement/-j8eBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Liquidit%C3%A4tsmanagement+liquidit%C3%A4tsplan+kapitalflussrechnung&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;printsec=frontcover Bernd Heesen, &amp;#039;&amp;#039;Cash- und Liquiditätsmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 78 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie alle vergleichen [[Einzahlung]]en und [[Auszahlung]]en innerhalb einer abgelaufenen [[Rechnungsperiode]] oder eines [[Planungshorizont]]s als die einzigen liquiditätswirksamen Größen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Handbuch_Cash_Pooling/BBU0CwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Liquidit%C3%A4tsmanagement+liquidit%C3%A4tsplan+kapitalflussrechnung&amp;amp;pg=PA54&amp;amp;printsec=frontcover Barbara Polster, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Cash Pooling&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 54 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
=== Liquidierbarkeit von Anlagevermögen ===&lt;br /&gt;
In der [[Volkswirtschaftslehre]], genauer in der [[Mikroökonomie]], wird die Qualität eines Wirtschaftssubjekts betrachtet, seine [[Aktiva]] in Geld umzuwandeln. Je nach der Leichtigkeit einer Umwandlung eines Anlagegutes in [[Geld]] spricht man von unterschiedlicher [[Liquidierbarkeit]]. Dabei ist z.&amp;amp;nbsp;B. zu beachten, dass auch [[Liquidationswert|Liquidationskosten]] anfallen können. Letztlich reflektiert diese Betrachtung die o.&amp;amp;nbsp;g. betriebswirtschaftliche mit den unterschiedlichen Graden der Liquidität, wobei nun aber sämtliche Aktiva, also auch die langfristig gebundenen Finanzanlagen, beurteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besitzt beispielsweise ein [[Grundstück]] zwar eine relativ hohe Wertbeständigkeit, allerdings sind die Kosten für seine Umwandlung in liquide Mittel relativ hoch. Zu beachten ist dabei auch, dass der Wertverlust auf investierte Werte umso größer ist, je spezifischer die Investition ist. Muss etwa ein Stahlofen verkauft werden, der vor fünf Jahren für 20 Mio. € gebaut wurde, weil die Stahlproduktion aufgrund veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr rentabel ist, so hat der Ofen höchstens noch einen [[Schrottwert]], wobei dieser von den [[Abriss (Bauwesen)|Abbruchkosten]] noch überstiegen werden kann. Ein altes schönes Fabrikgebäude wäre ggf. weniger spezifisch, indem auch eine alternative Nutzung möglich wäre. Es könnte z.&amp;amp;nbsp;B. in Lofts umgebaut, d. h. für Wohnzwecke erschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergibt sich die auch betriebswirtschaftlich relevante Feststellung, dass der Wert von [[Anlagegut|Anlagegütern]] zu [[Fortführungsprinzip|Fortführungswert]]en in der Regel wesentlich höher ist als zu [[Zerschlagungswert]]en. Bei einer [[Unternehmensbewertung]] gibt es demnach hier zwei unterschiedliche Bewertungsansätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liquidität (Freier Kapitalverkehr) ===&lt;br /&gt;
Deutlich wird die Bedeutung dieser Liquiditätsbetrachtung bei der [[Argentinienkrise]]: Wenn viele Menschen eine hohe Liquidität in Form von Zentralbankgeld oder [[Tagesgeldkonto|Tageseinlagen]] bei [[Kreditinstitut]]en unterhalten, die schnell in andere Währungen transferiert werden können, so ist der [[Überschussreserve#Bankenliquidität|freie Liquiditätssaldo]] der Geschäftsbanken hoch. Diese können damit weitgehend unbeeinflusst von der Zentralbank ihren binnenwirtschaftlichen [[Kreditschöpfung]]sspielraum nutzen oder die Liquidität in eine fremde Währung transferieren, was der nationalen Währung bei [[Konvertibilität|freier Konvertierbarkeit]] schadet. Deshalb werden die Zentralbank bzw. der Gesetzgeber bemüht sein, die Konvertierbarkeit der Währung weitgehend einzuschränken, um die Liquidität auf das normale Maß zu reduzieren und dadurch den [[Außenwert]] der Währung möglichst stabil zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liquidität (Geldmenge) ===&lt;br /&gt;
Makroökonomisch bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Liquidität&amp;#039;&amp;#039; die vorhandene [[Geldmenge]], wobei &amp;lt;math&amp;gt;M1&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;M2&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;M3&amp;lt;/math&amp;gt; gemeint sein kann. Die Geldmenge wird von der [[Konjunktur]], insbesondere von der [[Geldumlaufgeschwindigkeit]] und der [[Geldpolitik]] der [[Zentralbank]] beeinflusst. (Parameter L: Liquidität im [[IS-LM-Modell]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liquiditätsgrad]]&lt;br /&gt;
* [[Marktliquiditätsrisiko]]&lt;br /&gt;
* [[Zahlungsbedingung]]en&lt;br /&gt;
* [[Zahlungsverhalten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus-Dieter Däumler: &amp;#039;&amp;#039;Betriebliche Finanzwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 8. völlig neubearbeitete Auflage. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne u. a. 2002, ISBN 3-482-56458-2 (&amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaft in Studium und Praxis&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Jochen Drukarczyk: &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 9. neu bearbeitete Auflage. Lucius &amp;amp; Lucius, Stuttgart 2003, ISBN 3-8282-0120-2 (&amp;#039;&amp;#039;UTB für Wissenschaft – Uni-Taschenbücher – Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Grundwissen der Ökonomik. Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Guido Eilenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Betriebliche Finanzwirtschaft. Einführung in Investition und Finanzierung, Finanzpolitik und Finanzmanagement von Unternehmungen.&amp;#039;&amp;#039; 7. vollständige überarbeitete und erweiterte Auflage. Oldenbourg, München u. a. 2003, ISBN 3-486-25535-5 (&amp;#039;&amp;#039;Lehr- und Handbücher zu Geld, Börse, Bank und Versicherung&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Fritz-Ulrich Jahrmann: &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung. Darstellung, Kontrollfragen, Fälle und Lösungen.&amp;#039;&amp;#039; 5. wesentlich überarbeitete Auflage. Verlag Neue Wirtschafts-Briefe, Herne u. a. 2003, ISBN 3-482-56755-7 (&amp;#039;&amp;#039;NWB-Studienbücher Wirtschaftswissenschaften&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Dieter Krimphove, Dagmar Tytko (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praktiker Handbuch Unternehmensfinanzierung. Kapitalbeschaffung und Rating für mittelständische Unternehmen.&amp;#039;&amp;#039; Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2002, ISBN 3-7910-1950-3.&lt;br /&gt;
* Hermann Lauer: &amp;#039;&amp;#039;Konditionen-Management. Zahlungsbedingungen optimal gestalten und durchsetzen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Wirtschaft und Finanzen, Düsseldorf 1998, ISBN 3-87881-124-1.&lt;br /&gt;
* Klaus Olfert: &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung.&amp;#039;&amp;#039; 15. aktualisierte Auflage. NWB, Herne 2011, ISBN 978-3-470-53495-4 (&amp;#039;&amp;#039;Kompendium der praktischen Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Louis Perridon]], [[Manfred Steiner (Wirtschaftswissenschaftler)|Manfred Steiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Finanzwirtschaft der Unternehmung.&amp;#039;&amp;#039; 15. verbesserte Auflage. Vahlen, München 2009, ISBN 978-3-8006-3679-2 (&amp;#039;&amp;#039;Vahlens Handbücher der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* W. Stützel: &amp;#039;&amp;#039;Liquidität.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Sozialwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht u. a., Göttingen u. a. 1959, S. 622–629.&lt;br /&gt;
* E. Witte: &amp;#039;&amp;#039;Liquidität.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Gerke]], M. Steiner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Schäffer-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-7910-8042-3, Sp. 1381–1387 (&amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039; 6).&lt;br /&gt;
* [[Günter Wöhe]], Jürgen Bilstein: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Unternehmensfinanzierung.&amp;#039;&amp;#039; 9. überarbeitete und erweiterte Auflage. Vahlen, München 2002, ISBN 3-8006-2823-6 (&amp;#039;&amp;#039;Lernbücher für Wirtschaft und Recht&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4035908-6}}&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Liquiditat}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leonry</name></author>
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