<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Libanon-Zeder</id>
	<title>Libanon-Zeder - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Libanon-Zeder"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Libanon-Zeder&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-07T01:54:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Libanon-Zeder&amp;diff=13600&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: Änderungen von 2A02:3100:1C8A:D300:D135:1281:8288:BF56 (Diskussion) auf die letzte Version von WalterNeumann zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Libanon-Zeder&amp;diff=13600&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-15T18:21:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A02:3100:1C8A:D300:D135:1281:8288:BF56&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A02:3100:1C8A:D300:D135:1281:8288:BF56&quot;&gt;2A02:3100:1C8A:D300:D135:1281:8288:BF56&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2A02:3100:1C8A:D300:D135:1281:8288:BF56&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2A02:3100:1C8A:D300:D135:1281:8288:BF56 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:WalterNeumann&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:WalterNeumann (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WalterNeumann&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Libanon-Zeder&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cedrus libani&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Achille Richard|A.Rich.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Zedern&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Cedrus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Abietoideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Kieferngewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pinaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Koniferen&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Coniferales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Coniferopsida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Cedrus libani JPG1a.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Libanon-Zeder (&amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;br /&amp;gt;Großer Baum in einem Park in [[Morlanwelz]] in [[Belgien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Libanonzeder.jpg|mini|Libanon-Zeder im [[Habitat]] im Libanon]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Cedrus libani Bark.jpg|mini|Borke]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Libanon-Zeder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der Gattung der [[Zedern]] (&amp;#039;&amp;#039;Cedrus&amp;#039;&amp;#039;) in der Familie der [[Kieferngewächse]] (Pinaceae).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Habitus ===&lt;br /&gt;
Die Libanon-Zeder ist ein immergrüner [[Baum]], der Wuchshöhen von 30 bis 50 Meter erreicht und über 1.000&amp;amp;nbsp;Jahre alt werden kann. Der [[Brusthöhendurchmesser]] kann bis zu zwei Meter betragen. Sie bildet sowohl [[Kurztrieb und Langtrieb|Kurztriebe als auch Langtriebe]] aus. Die schlanke Baumkrone ist bei jungen Bäumen pyramidenförmig, später wird sie eher unförmig. Es treten manchmal auch alte Bäume mit einer pyramidenförmigen Krone auf. Die Seitentriebe stehen fast rechtwinkelig von der Hauptachse ab und sind spiralig angeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belaubung ===&lt;br /&gt;
Die 1,5 bis 3,5 Zentimeter langen, etwa einen Millimeter dicken Nadeln wachsen an den Langtrieben einzeln, an den Kurztrieben in Büscheln von 10 bis 15 Nadeln. Ihr Umriss ist abgeflacht vierkantig mit Spaltöffnungen an allen vier Seiten. Im Querschnitt sind zwei Harzkanäle zu erkennen, die am Rand verlaufen. Die Nadeln verbleiben zwischen drei und sechs Jahren am Baum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinde ===&lt;br /&gt;
Die [[Rinde]] der Jungbäume ist glatt und graugrün gefärbt. Die [[Borke]] der Altbäume ist längsrissig und grau bis dunkelgrau gefärbt. Sie wird zwischen 4,7 und 22,3 Millimeter dick, kann in Extremfällen aber auch bis zu 19 % des Stammvolumens ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Holz ===&lt;br /&gt;
Das gelblich- bis rötlichbraune [[Kernholz]] hebt sich farblich stark von dem relativ breiten, blassgelben bis blassroten [[Splintholz]] ab. Es fehlen normale Harzkanäle, es können aber traumatische Harzkanäle auftreten. Frisch geschnittenes Kernholz duftet sehr aromatisch. Das [[Rohdichte|Raumgewicht]] bei luftgetrocknetem Holz mit einer [[Holzfeuchte]] von 15 % liegt bei circa 0,565 g/cm³.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüten, Zapfen und Samen ===&lt;br /&gt;
Die Libanon-Zeder ist einhäusig getrenntgeschlechtig ([[Monözie|monözisch]]) und wird mit rund 30 Jahren [[Mannbarkeit|mannbar]]. Die 3 bis 5 Zentimeter langen männlichen [[Zapfen (Botanik)|Blütenzapfen]] sind bereits im Juni zu erkennen und färben sich im August gelblich. Man findet sie einzeln stehend an den Spitzen von vier- bis fünfjährigen Kurztrieben. Die circa 8 Millimeter langen, bläulichgrünen weiblichen Blütenzapfen erscheinen erst im September. Sie stehen senkrecht an den Enden von Kurztrieben. Die kleinen und dünnen Samenschuppen bleiben ein bis zwei Monate geöffnet. Die Zapfen brauchen nach der [[Bestäubung]] im September bis Oktober gut zwölf Monate bis zur Reife. Ende Mai/Anfang Juni sind die noch grünen Zapfen 2 bis 3 Zentimeter lang. Im November sind die reifen Zapfen harzig und 7 bis 11 Zentimeter lang bei einem Durchmesser von 4 bis 6 Zentimetern. Sie sind bräunlich bis graubräunlich gefärbt, und die Zapfenschuppen weisen einen dünnen, dunkelroten Streifen auf. Die Schuppenmitte weist eine grünlich-violette Färbung auf. Die Zapfenform variiert zwischen kegel-, walzen- und verkehrt eiförmig. Die Zapfen zerfallen in den folgenden Wintermonaten und streuen dabei ihre [[Same (Pflanze)|Samen]] aus. Der länglich dreieckige, etwas zusammen gedrückte Same ist 12 bis 18 Millimeter lang, circa 5,5 Millimeter breit und 2,8 Millimeter dick. Die gelblichbraun glänzenden Samenflügel sind 2 bis 2,5 Zentimeter lang und genauso breit. Das [[Tausendkornmasse|Tausendkorngewicht]] beträgt rund 83 Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Standort ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cedrus_libani_range.svg|mini|Verbreitungsgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Libanon-Zeder wächst entlang der [[Mittelmeer]]küste Süd- und [[Kleinasien|Südwestanatoliens]], im [[Libanon]], dessen Wahrzeichen sie ist, und auf den Höhenlagen des [[Dschebel Aansariye]] in [[Syrien]]. Die Bestände sind geographisch nicht miteinander verbunden. Daneben gibt es ein isoliertes Vorkommen in der [[Türkei]] in der Nähe des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]] in der Provinz [[Tokat (Provinz)|Tokat]]. Die Gesamtfläche der Zedernwälder beträgt in der Türkei 600.000 Hektar. Das ursprünglich natürliche Verbreitungsareal ist im Libanon mit rund 500.000 Hektar anzugeben, welches heute durch [[Übernutzung]] nur mehr 2.000 Hektar beträgt. Das Verbreitungsareal in Syrien wird auf rund 1.000 Hektar geschätzt. Die Libanon-Zeder ist äußerst dürreresistent, bevorzugt aber Standorte mit Niederschlagsmengen zwischen 590 und 1300&amp;amp;nbsp;mm pro Jahr. Es werden kalkhaltige Böden bevorzugt. Man findet sie in Höhenlagen von 600 bis 2.100&amp;amp;nbsp;m. ü. NN. Sie bildet unter anderem Mischwälder mit der [[Kilikische Tanne|Kilikischen Tanne]] (&amp;#039;&amp;#039;Abies cilicica&amp;#039;&amp;#039;), [[Kiefern]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus&amp;#039;&amp;#039; spec.) und [[Wacholder]]arten (&amp;#039;&amp;#039;Juniperus&amp;#039;&amp;#039; spec.) wie dem [[Stinkender Wacholder|Stinkenden Wacholder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zukünftige Verbreitung im deutschsprachigen Raum ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Libanonzeder bisher im [[D-A-CH|D-A-CH-Raum]] praktisch nur als Zierbaum in Parks und Gärten gepflanzt wurde, wird der Baumart für die Zukunft aufgrund des Klimawandels großes Potential als Gastbaumart auch in Mitteleuropa attestiert. Ihre Trockenheits- und Hitzetoleranz, der vergleichsweise geringe Anspruch an den Boden sowie die erwartete geringe Invasivität erwecken vor allem im südlicheren deutschsprachigen Raum große Hoffnungen auf die Integration als Gastbaumart in die zukünftige [[Forstwirtschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Landesbetrieb Wald und Holz NRW-WUH |url=https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/kurzportrait-libanonzeder |titel=Kurzportrait Libanonzeder (Cedrus libani) |sprache=de-DE |abruf=2022-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr gerader Wuchs und die physischen Eigenschaften könnten der Libanonzeder Möglichkeiten als Alternativbaumart zur [[Gemeine Fichte|Fichte]] eröffnen, auch weil ein vergleichbares Sortiment als [[Bauholz|Bau- und Konstruktionsholz]] bedient werden könnte. In den letzten Jahren wurde an vielen Orten mit Probepflanzungen der Libanonzeder, oft in Kombination mit der verwandten [[Atlas-Zeder|Atlaszeder]], begonnen. [[Bayern]] und [[Baden-Württemberg]] haben sich hier bisher besonders hervorgetan, aber auch andernorts finden Praxisanbauversuche statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.baysf.de/de/magazin/nachwuchshoffnung-neue-baumarten-foerdern-die-vielfalt.html |titel=Bayerische Staatsforsten |abruf=2022-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wsl.ch/de/projekte/versuchspflanzungen-mit-sechs-gastbaumarten.html |titel=Versuchspflanzungen mit sechs Gastbaumarten - Projekte - WSL |sprache=de-CH |abruf=2022-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei soll neben der prinzipiellen Überprüfung der Eignung für den Standort auch die Identifikation des besten Saatguts und der besten Herkunft für den mitteleuropäischen Bereich erfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lwf.bayern.de/boden-klima/baumartenwahl/183351/index.php |titel=Libanonzeder – Eine Alternativbaumart für trockene Standorte – LWF aktuell 116 |sprache=de |abruf=2022-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schädlinge ==&lt;br /&gt;
Parasitierende [[Pilze]] und [[Bakterien]] stellen für die Libanon-Zeder keine wirkliche Gefahr dar. Die Raupen des [[Schmetterlinge|Schmetterlings]] &amp;#039;&amp;#039;[[Acleris undulana]]&amp;#039;&amp;#039; fressen die Nadeln der Libanon-Zeder und können bei Massenvermehrungen Kahlfraß verursachen. Als wichtige [[Schädling|Sekundärschädlinge]] werden der [[Kleiner Kiefernborkenkäfer|Kleine Kiefernborkenkäfer]] (&amp;#039;&amp;#039;Crypturgus cinereus&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Orthotomicus erosus]]&amp;#039;&amp;#039; und  &amp;#039;&amp;#039;[[Melanophila delagrangei]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie kommen an Bäumen vor, die von [[Hallimasche]]n (&amp;#039;&amp;#039;Armillaria&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Wurzelschwämme]]n (&amp;#039;&amp;#039;Heterobasidion&amp;#039;&amp;#039;) befallen wurden. Als Samenschädlinge sind [[Eichhörnchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Sciurus&amp;#039;&amp;#039;) und [[Erzwespen]] der [[Familie (Biologie)|Überfamilie]] &amp;#039;&amp;#039;Chalcidoidea&amp;#039;&amp;#039; zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waldbrände stellen keine große Gefahr dar, da die meist dicht verklebte Bodenstreu der Zedernwälder nur kleine [[Schwelbrand|Schwelbrände]] zulässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Libanon-Zeder Holz.JPG|mini|Holz der Libanon-Zeder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Libanon-Zeder gehört zu den meistgenutzten Baumarten. Das schöne, dauerhafte und leicht zu bearbeitende [[Holz]] der Libanon-Zeder wird seit fast 5.000 Jahren verwendet. In der [[Antike]] wurde es zum Palast- und Tempelbau genutzt. Es war zudem ein gefragtes Holz für den Schiffbau und zur Möbelherstellung. Auch heute noch ist das Holz ein sehr gefragtes Bau-, Tischler- und Möbelholz. Es eignet sich auch zur [[Zellstoff]]herstellung. Bevor das türkische Forstschutzgesetz von 1935 in Kraft trat, wurde aus Zedernholz [[Terpentinöl|Kienöl]] gewonnen. Es fand Verwendung in der Volksmedizin als Mittel gegen Hautkrankheiten und als Mittel zur Wundbehandlung. Das aus dem Kernholz gewonnene ätherische Öl wird als [[Zedernöl]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Libanon-Zeder ist in den gemäßigten Zonen ein beliebter, nahezu winterharter Parkbaum. Die größte und älteste Zeder Deutschlands (gepflanzt 1822) mit einem Stammumfang von 6,52 Metern (Stand 2021) steht im [[Schlosspark Bad Homburg]] von [[Bad Homburg vor der Höhe]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.baumkunde.de/baumregister/879-zeder_am_landgrafenschloss_in_bad_homburg/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:White Tower Bad Homburg Germany.JPG|mini|Libanon-Zeder vor dem Schloss Bad Homburg im Winter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Lebanon.svg|mini|Die Flagge des Libanon]]&lt;br /&gt;
Die [[Flagge Libanons]] und das [[Wappen Libanons]] zeigen im Zentrum eine Zeder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hethiter]] kannten ein Ritual zum Herbeiziehen der [[Zederngötter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Phönizier]] galt die Libanon-Zeder als Königin des Pflanzenreiches. Sie nutzten Zedernholz unter anderem zum [[Schiffbau]]. Auch die [[Altes Ägypten|alten Ägypter]] nutzten Zedernholz für ihren Schiffbau, wobei vermutet wird, dass sie dieses aus dem Libanon importierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeder wird im [[Altes Testament|Alten Testament]] mehrfach erwähnt. In [[Psalm 92]], &amp;#039;&amp;#039;Ein Lied für den [[Sabbat]]tag&amp;#039;&amp;#039;, heißt es: &amp;#039;&amp;#039;Der Gerechte sprießt wie die Palme, er wächst wie die Zeder des Libanon.&amp;#039;&amp;#039; ({{B|Ps|92|13}}). Der israelitische König [[Salomo]] soll die Zedern literarisch geehrt haben: &amp;#039;&amp;#039;Er redete über die Bäume, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der an der Mauer wächst.&amp;#039;&amp;#039; {{Bibel|1 Kön|5|13}}. Darüber hinaus kaufte er sie für den Bau des [[Jerusalemer Tempel]]s (1. Kön. {{BB|1 Kön|5|20}} u.ö.).&lt;br /&gt;
[[Datei:BRASIL FRENTE EM PÉ.jpg|mini|Skulptur der libanesisch-brasilianischen Bildhauerin [[Odette Eid]] zur 500-Jahr-Feier der Entdeckung Brasiliens durch [[Pedro Álvares Cabral|Cabral]] mit symbolträchtiger Darstellung einer Libanon-Zeder]]&lt;br /&gt;
Infolge eines bereits in phönizischer Zeit begonnenen Raubbaus finden sich nur noch wenige alte Bäume im [[Libanon (Gebirge)|Libanon-Gebirge]], sechs der dichtesten Waldgebiete liegen innerhalb des Nationalparks &amp;#039;&amp;#039;Chouf Cedar Reserve,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.shoufcedar.org/ Chouf Cedar Reserve]&amp;lt;/ref&amp;gt; davon haben die Waldinseln bei den Dörfern Barouk und Maaser ech-Chouf die größte Zahl alter Bäume. Es besteht ein Programm zum Erhalt und zur Neuaufforstung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.unesco.org/mabdb/br/brdir/directory/biores.asp?mode=all&amp;amp;code=LEB+01 &amp;#039;&amp;#039;Biospere Reserve Information. Lebanon. Shouf.&amp;#039;&amp;#039; UNESCO]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Türkei finden Aufforstungen von 300&amp;amp;nbsp;km² jährlich statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symbolik beschreibt Rania Masri ausführlich 1995 auf einem Kongress des [[Massachusetts Institute of Technology|MIT]], wiedergegeben in einem Artikel in Europa: „Über die Bedeutung und die Bekanntheit der Libanon-Zeder sowie ihre Behandlung“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://almashriq.hiof.no/lebanon/300/360/363/363.7/cedars2.html &amp;#039;&amp;#039;The Cedars of Lebanon: Significance, Awareness and Management of the Cedrus libani in Lebanon.&amp;#039;&amp;#039; Al Mashriq] Dort wird die libanesische [[René Moawad|René-Moawad]]-Stiftung erwähnt, deren Programm Aufforstungen mit der Symbolik verbindet, „den Frieden und die nationale Einheit des Landes zu bewahren, indem die Werte der Freiheit hochgehalten werden und indem wir zum sozialen Fortschritt, zur wirtschaftlichen Entwicklung, zum kulturellen Leben und zum Umweltschutz beitragen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen wird die Symbolik auch in Deutschland aufgegriffen: Die Stadt Marl pflanzte auf Vorschlag der [[CIAG Marl#Ziele &amp;amp; Entwicklung|Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl]] im Rahmen des 7. Abrahamsfestes 2007 einen solchen Baum, um den Frieden zwischen den Weltkulturen und den Religionen zu bekräftigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://kirchenkreis-re.de/nachrichtenordner/7-abrahamsfest-in-marl/ | wayback=20090325105329 | text=7. Abrahamsfest in Marl  VERANSTALTUNG Heilung und Frieden bilden Themenschwerpunkt}} 7. Abrahamsfest in Marl, Evangelischer Kirchenkreis Recklinghausen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: 183Zypern Troodos Zedertal (13927882489).jpg|mini|Zypern-Zeder (&amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039; var. brevifolia)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Libanon-Zeder (&amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039; {{Person|A.Rich.}}) hat folgende Synonyme:&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libanitica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Trew) Pilger}}, &amp;#039;&amp;#039;Cedrus cedrus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Huth}}, &amp;#039;&amp;#039;Pinus cedrus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}}, &amp;#039;&amp;#039;Abies cedrus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) J.St.-Hil.}}, &amp;#039;&amp;#039;Picea cedrus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Peterm.}}, &amp;#039;&amp;#039;Cedrus patula&amp;#039;&amp;#039; {{Person|K.Koch}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei Varietäten:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039; {{Person|A. Rich.}} var. &amp;#039;&amp;#039;libani&amp;#039;&amp;#039; (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libanotica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Link}}, &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libanensis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Juss. ex Mirb.}}, &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039; ssp. &amp;#039;&amp;#039;stenocoma&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(O.Schwarz) Greuter &amp;amp; Burdet}}): Sie kommt von der Türkei bis zum Libanon vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Zypern-Zeder]] (&amp;#039;&amp;#039;Cedrus brevifolia&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Hook.f.) Elwes &amp;amp; A.Henry}}) und [[Atlas-Zeder]] (&amp;#039;&amp;#039;Cedrus atlantica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Endl.) Manetti ex Carrière}}): Diese auf Zypern bzw. in Nordafrika vorkommenden Sippen sind eng verwandt mit der Libanon-Zeder und werden von einigen Botanikern ebenfalls der Libanon-Zeder als Unterarten oder Varietäten &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039; ssp. &amp;#039;&amp;#039;brevifolia&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Hook.f.) Meikle}} oder &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;brevifolia&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Hook.f.}} bzw. &amp;#039;&amp;#039;Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039; ssp. &amp;#039;&amp;#039;atlantica&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Endl.) Batt. &amp;amp; Trab.}} zugeordnet. Die Zypern-Zeder kommt nur im [[Troodos-Gebirge]] in Zypern vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Für die Libanon-Zeder bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen [[Trivialname]]n: Ceder, Cederboum ([[mittelhochdeutsch]]), Cziddernbom ([[mittelniederdeutsch]]), Czidernbom (mittelniederdeutsch), unfulet Holz ([[althochdeutsch]]), ungefulith Holz (althochdeutsch), Koderpawm (althochdeutsch), Zederboum (mittelhochdeutsch), Zederapfel (mittelhochdeutsch), Zedern (mittelhochdeutsch), Ziddern (mittelhochdeutsch), Zidern (mittelhochdeutsch), Zitterbom (mittelniederdeutsch) und Zedrangel (mittelhochdeutsch).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 85. [http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n103/mode/2up (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt;{{WCSP|Cedrus libani|Zugriff=2019-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Christopher J. Earle: [http://www.conifers.org/pi/Cedrus_libani.php &amp;#039;&amp;#039;The Gymnosperm Database.&amp;#039;&amp;#039;] 2007 (englisch).&lt;br /&gt;
* Enrico Banfi, Francesca Consolino: &amp;#039;&amp;#039;Bäume. In Garten, Park und freier Natur.&amp;#039;&amp;#039; Kaiser, Klagenfurt 2006, ISBN 3-7043-2182-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Y. Ayasligil | Titel=Cedrus libani | Hrsg=[[Peter Schütt (Forstwissenschaftler)|Peter Schütt]], Horst Weisgerber, Hans J. Schuck, Ulla M. Lang, Bernd Stimm, [[Andreas Roloff]] | Sammelwerk=Lexikon der Nadelbäume | Verlag=Nikol Verlagsgesellschaft | Ort=Hamburg | Datum=2004 | Kommentar=Teil-Sonderausgabe von: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Holzgewächse. Handbuch und Atlas der Dendrologie. Loseblattwerk mit Ergänzungslieferungen&amp;#039;&amp;#039; | ISBN=3-933203-80-5 | Seiten=107–116 }}&lt;br /&gt;
* U.S. National Plant Germplasm System: [https://npgsweb.ars-grin.gov/gringlobal/taxonomydetail.aspx?id=9695 &amp;#039;&amp;#039;Taxon: Cedrus libani&amp;#039;&amp;#039;] 2015 (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Bernhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Zedernwälder&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Zeder in Poesie und Mythos.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Der alte Libanon.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Koehler &amp;amp; Amelang, Leipzig 1976; Schroll Verlag, Wien 1976, ISBN 3-7031-0438-4, S. 22–57.&lt;br /&gt;
* M. Semaan, R. Haber: &amp;#039;&amp;#039;Conservation and Sustainability. In situ conservation of Cedrus libani in Lebanon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta horticulturae.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 615, 2003, S. 415–417.&lt;br /&gt;
* S. N. Talhouk, S. Zurayk, S. Khuri: &amp;#039;&amp;#039;Conifer conservation in Lebanon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta horticulturae.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 615, 2003, S. 411–414.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cedrus libani|Libanon-Zeder}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2008&lt;br /&gt;
| ID             = 46191675&lt;br /&gt;
| ScientificName = Cedrus libani&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 1998&lt;br /&gt;
| Assessor       = Conifer Specialist Group&lt;br /&gt;
| Download       = 31. Dezember 2008&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [http://almashriq.hiof.no/lebanon/300/360/363/363.7/cedars2.html Libanonzeder: Bedeutung, im Bewusstsein und Schutzmaßnahmen im Libanon]&lt;br /&gt;
* Fotos vom Arboretum de Villardebelle: [http://www.pinetum.org/PhotoMPF2.htm Baum] [http://www.pinetum.org/cones/PIcones.htm Zapfen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kieferngewächse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ölpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Symbol (Libanon)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
	</entry>
</feed>