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	<title>Leszek Miller - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Leszek_Miller&amp;diff=12731&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redf0x: /* Ministerpräsident */ linkfix mit AWB</title>
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		<updated>2025-02-12T15:31:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ministerpräsident: &lt;/span&gt; linkfix mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Demo_Wiki:AWB&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Demo Wiki:AWB (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leszek Miller 2013-11-10.jpg|mini|hochkant|Leszek Miller (2013)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leszek Cezary Miller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juli]] [[1946]] in [[Żyrardów]]) ist ein polnischer Politiker. Er war von 2001 bis 2004 [[Ministerpräsident (Polen)|Ministerpräsident Polens]]. Er gehörte von 1991 bis 2005 und von 2011 bis 2015 dem [[Sejm]] in dessen I., II., III., IV. und [[Liste der Sejmabgeordneten der VII. Wahlperiode (2011–2015)|VII.]] Wahlperiode an. Von 2019 bis 2024 war er Mitglied des [[Europäisches Parlament|Europaparlaments]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Laufbahn ==&lt;br /&gt;
=== Funktionär der sozialistischen Arbeiterpartei ===&lt;br /&gt;
Noch als Schüler trat Miller der Jugendorganisation der [[Polnische Vereinigte Arbeiterpartei|Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei]] (PVAP) bei. 1969 wurde er in die Partei aufgenommen. Er wurde hauptberuflich Parteifunktionär und zum Studium auf die Hochschule für Gesellschaftswissenschaften des [[Zentralkomitee]]s der PAVP entsandt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sejm.gov.pl/Sejm7.nsf/posel.xsp?id=246&amp;amp;type=A Leszek Miller]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1986 trat er an die Spitze der Parteiorganisation der [[Woiwodschaft Skierniewice]]. Nach zwei Jahren wurde er auf den Posten eines ZK-Sekretärs in [[Warschau]] berufen, er rückte somit in die Parteiführung auf. 1989 stieg er in das [[Politbüro]] auf und nahm an den [[Runder Tisch (Polen)|Runden-Tisch-Gesprächen]] teil. Bei den ersten Wahlen zum wiedererrichteten [[Senat der Republik Polen]] 1989 kandidierte er für die PZPR, erreichte aber lediglich den dritten Platz und damit kein Mandat.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP19890210150/O/M19890150.pdf Ergebnis] in [[Monitor Polski]] 1989, Nr. 21, S. 333.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generalsekretär der Sozialdemokraten ===&lt;br /&gt;
1990 wurde er [[Generalsekretär]] und stellvertretender Vorsitzender der aus der PVAP hervorgegangenen [[Socjaldemokracja Rzeczypospolitej Polskiej]] (SdRP).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ludzie.wprost.pl/sylwetka/Leszek-Miller/ ludzie.wprost.pl]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der ersten vollständig freien [[Parlamentswahl in Polen 1991|Parlamentswahl 1991]] wurde er auf der Liste des [[Sojusz Lewicy Demokratycznej]] (SLD) in den [[Sejm]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://monitorpolski.gov.pl/M1991041028801.pdf Ergebnis] in [[Monitor Polski]] 1991, Nr. 41, S. 435.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem gescheiterten [[Augustputsch in Moskau|Augustputsch]] 1991 in [[Moskau]] wurde er beschuldigt, sich als Vertrauensmann der Moskauer Putschisten in der fraglichen Zeit in einem sowjetischen Schulungszentrum auf der Halbinsel [[Krim]] aufgehalten sowie Parteigelder verschoben zu haben, anstatt sie an das [[Finanzministerium]] abzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rp.pl/artykul/950688.html rp.pl]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Minister ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Parlamentswahl in Polen 1993|Parlamentswahl 1993]], bei der er erneut in den Sejm gewählt wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://isap.sejm.gov.pl/isap.nsf/download.xsp/WMP19930500470/O/M19930470.pdf Ergebnis] in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 687.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde er [[Minister]] für Arbeit und Sozialpolitik in der ersten [[Postkommunismus|postkommunistischen]] Koalitionsregierung unter [[Waldemar Pawlak]]. 1996 übernahm er unter dessen Nachfolger [[Włodzimierz Cimoszewicz]] die Leitung der Kanzlei des Ministerrates und somit auch das Amt des Geheimdienstkoordinators. Von Januar bis Oktober 1997 führte er das [[Innenministerium]]. In seiner Amtszeit wurden Experten der Demokratiebewegung [[Solidarność]] aus den ehemaligen Partei- und Geheimdienstarchiven entlassen und durch frühere Funktionäre aus der Zeit der Volksrepublik ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Bingen: &amp;#039;&amp;#039;Die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit in Polen&amp;#039;&amp;#039;. Bundesinstitut für ostwissenschaftliche Studien (BIOst), 27/1997, S. 26. http://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/4304/ssoar-1997-bingen-die_aufarbeitung_der_kommunistischen_vergangenheit.pdf?sequence=1&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss wurde er bei der [[Parlamentswahl in Polen 1997|Wahl 1997]] zum dritten Mal in das Parlament gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20030101103327/http://pkw.gov.pl/katalog/artykul/16123.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oppositionsführer ===&lt;br /&gt;
1999 wurde er als Nachfolger von [[Józef Oleksy]] zum Vorsitzenden des oppositionellen SLD gewählt, zu dem sich die SdRP und weitere Gruppierungen nun auch formal als Partei zusammengeschlossen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Bingen: &amp;#039;&amp;#039;Die „Sozialdemokratie der Republik Polen“ (SdRP) in der „Demokratischen Linksallianz“ (SLD).&amp;#039;&amp;#039; In: G. Hirscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kommunistische und postkommunistische Parteien in Osteuropa.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 73 (Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen, 14.)  {{Webarchiv |url=http://www.hss.de/uploads/tx_ddceventsbrowser/argumente_materialien_14_osteuropa.pdf |text=PDF-Datei |wayback=20131228155359}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diesen Posten gab er im März 2004 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ludzie.wprost.pl/sylwetka/Leszek-Miller/ ludzie.wprost.pl]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 2001 wurde er nach dem Sieg eines Wahlblocks aus SLD und der aus dem linken Flügel der Gewerkschaft [[Solidarność]] hervorgegangenen [[Unia Pracy]] (UP) bei den [[Parlamentswahl in Polen 2001|Sejmwahlen]] von [[Staatspräsident (Polen)|Präsident]] [[Aleksander Kwaśniewski]] mit der Regierungsbildung beauftragt. Er selbst war im Rahmen des Wahlbündnisses wiederum in den Sejm gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2001.pkw.gov.pl//100000/SSSS09/sjw1_k7o.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bildete eine Koalition mit der [[Polskie Stronnictwo Ludowe]] (PSL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Millers Regierung hatte vor allem mit der schwierigen Wirtschaftssituation in Polen zu kämpfen, die von einer Arbeitslosenquote von mehr als 18 %, durch hohe öffentliche Verschuldung und Stagnation gekennzeichnet war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.virtualpolen.de/wirtschaft.htm |text=virtualpolen.de |wayback=20130718184525}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende seiner Amtsperiode betrug das Wirtschaftswachstum zwar mehr als 6 %, jedoch war die Arbeitslosigkeit nicht signifikant gesunken.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.info-polen.com/wirtschaft/arbeitslosigkeit.php info-polen.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regierung führte unter seiner Leitung ein umstrittenes Sparprogramm durch. Gleichzeitig wurde die Gesundheitsreform der Vorgängerregierung unter [[Jerzy Buzek]] kassiert, stattdessen wurde erneut ein neuer staatlicher Gesundheitsfonds geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.economist.com/blogs/easternapproaches/2012/08/polands-hospitals economist.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regierung Miller führte außerdem in mehreren Bereichen Steuersenkungen durch, etwa bei Verbrauchssteuern und der [[Körperschaftssteuer]] CIT. Der höchste Einkommenssteuersatz i.&amp;amp;nbsp;H. von 40 % wurde abgeschafft, der niedrigste von 19 % auf 18 % gesenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bankier.pl/wiadomosc/Gospodarcze-osiagniecia-partii-politycznych-2417944.html |titel=Gospodarcze osiągnięcia partii politycznych |datum=2011-10-07 |sprache=pl |abruf=2023-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einigen Jahren konnten durch verstärktes Wachstum teils höhere Einnahmen erzielt werden, als zuvor. Die Entlastungen bei der Einkommenssteuer trugen hier insofern bei, als dass die Steuerersparnisse in Höhe von etwa 40 Mrd. Złoty vorwiegend in den Binnenkonsum gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rp.pl/opinie-ekonomiczne/art5648931-skazani-na-wysokie-podatki |titel=Skazani na wysokie podatki |sprache=pl |abruf=2023-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden Anleihen bei der zeitgenössischen [[Flat Tax]] Regelung aus der Slowakei ausgemacht; ebenso wurde von einem Bruch in der sozialdemokratischen Identität des SLD gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jan Piński, Krzysztof Trębski |url=https://www.wprost.pl/tygodnik/71287/liniowiec-millera.html |titel=Liniowiec Millera |datum=2004-12-31 |sprache=pl |abruf=2023-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Baltic Pipe]], ein 2022 fertiggestellter Abzweig der [[Europipe (Pipeline)|Europipe II]] von Dänemark nach Polen für norwegisches Gas wurde von Premier Miller seinerzeit blockiert. Er selbst äußerte sich nach Eröffnung verschiedentlich zu dem Bauvorhaben: einerseits sah er darin ein &amp;quot;Propagandaprojekt&amp;quot;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cire.pl/artykuly/opinie/92770-miller-baltic-pipe-byl-projektem-propagandowym |titel=Miller: Baltic Pipe był projektem propagandowym - OPINIE |abruf=2023-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; andererseits die Verantwortung für die Unterbrechung bei der norwegischen Regierung, die zu überhöhten Abnahmemengen gedrängt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Zuzanna Dąbrowska |url=https://www.rp.pl/polityka/art36226861-miller-pytany-o-rezygnacje-jego-rzadu-z-baltic-pipe-klamstwo-norweskie |titel=Miller pytany o rezygnację jego rządu z Baltic Pipe: Kłamstwo norweskie |werk=rp.pl |hrsg=Rzeczpospolita |datum=04.05.2022 |sprache=pl |abruf=27.11.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritisch wurde bewertet, dass Miller sich positiv in die Entstehungsgeschichte einzuschreiben versuche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wpolityce.pl/polityka/616341-bezczelnosc-miller-moj-rzad-jest-ojcem-baltic-pipe |titel=Bezczelność! Miller: Mój rząd jest ojcem Baltic Pipe |sprache=pl |abruf=2023-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Telewizja Polska S.A |url=https://szczecin.tvp.pl/63087560/zablokowal-baltic-pipe-teraz-uwaza-sie-za-jego-ojca-burza-po-slowach-leszka-millera-wideo |titel=Zablokował Baltic Pipe, teraz uważa się za jego ojca. Burza po słowach Leszka Millera &amp;amp;#91;WIDEO&amp;amp;#93; |sprache=pl |abruf=2023-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wgospodarce.pl/informacje/117674-za-granica-absurdu-miller-zbudowal-baltic-pipe-nie-pis |titel=Za granicą absurdu. &amp;quot;Miller zbudował Baltic Pipe&amp;quot;, nie PiS |sprache=pl |abruf=2023-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus seiner ehemaligen Partei heraus wird der Bau als notwendig erachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lidia Lemaniak |url=https://i.pl/w-2003-roku-leszek-miller-zatrzymal-baltic-pipe-dariusz-wieczorek-pewnie-dzisiaj-powiedzialby-ze-to-absolutnie-potrzebny-projekt/ar/c1-16914081 |titel=W 2003 roku Leszek Miller zatrzymał Baltic Pipe. Dariusz Wieczorek: Pewnie dzisiaj powiedziałby, że to absolutnie potrzebny projekt |werk=i.pl |hrsg=PL24 Sp. z o.o. |datum=27.09.2022 |sprache=pl |abruf=27.11.2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung Miller setzte alle institutionellen und gesetzlichen Regelungen um, die für den EU-Beitritts Polens mit der [[EU-Kommission]] vereinbart waren. Der Beitritt wurde am 13. Dezember 2002 durch den [[EU-Gipfel 2002 in Kopenhagen|EU-Gipfel]] in [[Kopenhagen]] bestätigt. Das [[Referendum in Polen über den Beitritt zur Europäischen Union|Referendum über den EU-Beitritt]] vom 7. und 8. Juni 2003 ergab eine Zustimmung von 77,5 % bei einer Beteiligung von 58,8 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-252110&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-referendum-in-polen-wir-sind-buerger-europas-a-252110.html |titel=&amp;quot;Wir sind Bürger Europas&amp;quot; |werk=Spiegel Online |datum=2003-06-09 |abruf=2014-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2003 entschieden die Regierung Miller und Präsident Kwaśniewski, dass sich Polen an der von US-Präsident [[George W. Bush]] gebildeten „internationalen Koalition“ beteiligt und polnische Soldaten in den [[Irak]] entsendet, um [[Saddam Hussein]] zu stürzen. Miller gehörte auch zu den Unterzeichnern des „Briefes der Acht“, in dem Staats- und Regierungschefs von acht europäischen Ländern sich dezidiert auf die Seite Bushs im [[Irak-Konflikt]] stellten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/ausland/meldung353388.html tagesschau.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen der polnisch-amerikanischen Zusammenarbeit wurde 2003, wie sechs Jahre später bekannt wurde, dem US-Geheimdienst [[CIA]] eine polnische Militärbasis in [[Stare Kiejkuty]] in der [[Woiwodschaft Ermland-Masuren]] zur Verfügung gestellt, bei der arabische Gefangene Medienberichten zufolge offenbar auch gefoltert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-65169768&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=65169768 |Autor=John Goetz, [[Britta Sandberg]] |Titel=Folter in Masuren |Jahr=2009 |Nr=18 |Datum=27.&amp;amp;nbsp;April 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Brief der Acht“ führte zum Zerwürfnis zwischen der polnischen Führung und der rot-grünen [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] unter [[Gerhard Schröder]], die den Krieg gegen Saddam Hussein ablehnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-2003-06-05&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/2003/24/Polen-Referendum/seite-2 |titel=Die freundliche Übernahme |werk=zeit.de |datum=2003-06-05 |abruf=2014-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Differenzen verstärkten sich noch, als Miller gemeinsam mit dem [[Konservatismus|konservativen]] spanischen Premierminister [[José María Aznar]] versuchte, eine Reform der EU zu blockieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-290919&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Severin Weiland |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/eu-verfassung-der-spanisch-polnische-achsenbruch-a-290919.html |titel=Der spanisch-polnische Achsenbruch |werk=Spiegel Online |datum=2004-03-16 |abruf=2014-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 2003 überlebte Miller verletzt einen Absturz seines [[Polnische Luftstreitkräfte|Regierungshubschraubers]] vom Typ [[Mil Mi-8]] nahe Warschau. Mehrere Rückenwirbel waren angebrochen, er musste wochenlang im Rollstuhl sitzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hb-278181&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerhard Gnauck |url=https://www.welt.de/print-welt/article278181/Zur-Not-auch-im-Rollstuhl.html |titel=&amp;quot;Zur Not auch im Rollstuhl&amp;quot; |werk=welt.de |datum=2003-12-06 |abruf=2014-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2004 verlor seine Regierung die Mehrheit im [[Sejm]], nachdem 20 Abgeordnete aus der SLD-[[Fraktion (Politik)|Fraktion]] ausgetreten waren. Sie warfen ihm vor, Korruption und Finanzaffären bis in die Führungsgremien der eigenen Partei zu dulden. Auslöser für diese Abspaltung von der SLD war die [[Rywin-Affäre]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://polska.newsweek.pl/milczenie-lwa--czyli-bohaterowie-afery-rywina-10-lat-pozniej,99368,1,1.html |text=polska.newsweek.pl |wayback=20130825040730}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus den eigenen Reihen, aber auch von den Koalitionspartnern wurde Miller gedrängt, sein Amt als Ministerpräsident zur Verfügung zu stellen, auch weil er in den Popularitätsumfragen weit abgefallen war und man sich mit ihm als Spitzenkandidaten keinerlei Chancen bei den Wahlen im folgenden Jahr ausrechnete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.przeglad-tygodnik.pl/pl/artykul/akuszer-grabarz przeglad-tygodnik.pl]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Rücktritt wurde für den 2. Mai 2004, den Tag nach dem [[EU-Beitritt]] Polens, vereinbart. Sein Nachfolger wurde der ehemalige Finanzminister [[Marek Belka]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-298069&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/polen-neue-regierung-nach-dem-eu-beitritt-a-298069.html |titel=Neue Regierung nach dem EU-Beitritt |werk=Spiegel Online |datum=2004-05-02 |abruf=2014-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneut in der Opposition ===&lt;br /&gt;
In der SLD wurde Miller für die verheerende Niederlage bei den [[Parlamentswahl in Polen 2005|Sejm-Wahlen 2005]] verantwortlich gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://tvp.info/informacje/polska/leszek-miller-na-czele-instytutu-sld/3439382 |text=tvp.info |wayback=20101129053832 |archiv-bot=2022-03-14 22:15:33 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die vorgezogene [[Parlamentswahl in Polen 2007|Parlamentswahl 2007]] wurde er erst gar nicht aufgestellt. So kandidierte er auf der Liste der linksnationalen Protestpartei [[Samoobrona Rzeczpospolitej Polskiej|Samoobrona]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ludzie.wprost.pl/sylwetka/Leszek-Miller/ ludzie.wprost.pl]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese scheiterte mit nur 1,5 % der Stimmen an der [[Sperrklausel|Fünf-Prozent-Hürde]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2007.pkw.gov.pl/SJM/PL/WYN/M/index.htm Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 trat Miller wieder in die SLD ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pr21-01-10&amp;quot; /&amp;gt; Bei den für die SLD erfolglosen [[Parlamentswahl in Polen 2011]] wurde er wieder in den Sejm gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wybory2011.pkw.gov.pl/wsw/pl/sjm-26.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Wahl konnte Miller sich mit 14:11 Stimmen gegen [[Ryszard Kalisz]] in einer Kampfabstimmung um den Fraktionsvorsitz der SLD durchsetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tvn24-19-10-11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 10. Dezember 2011 wurde er nach dem Rücktritt [[Grzegorz Napieralski]]s erneut zum Chef seiner Partei gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gazeta-10-12-11&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem die SLD bei der [[Parlamentswahl in Polen 2015|Parlamentswahl 2015]] als Teil des Wahlbündnisses [[Zjednoczona Lewica]] den Wiedereinzug in den Sejm verpasst hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://parlament2015.pkw.gov.pl/349_Wyniki_Sejm/0/0.html Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; zog sich Miller vom Vorsitz der SLD zurück. Sein Nachfolger wurde [[Włodzimierz Czarzasty]]. 2021 trat er erneut aus der SLD aus, als Begründung führte er den geplanten Zusammenschluss der Partei mit der Gruppierung [[Wiosna]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiadomosci.onet.pl/kraj/leszek-miller-odchodzi-z-sld-sprzeciwia-sie-polaczeniu-z-wiosna/8vqhg7v &amp;#039;&amp;#039;Leszek Miller odchodzi z Sojuszu Lewicy Demokratycznej&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;onet.pl&amp;#039;&amp;#039;, 18. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miller gilt als Symbolfigur für die Kontinuität von der PVAP zur SLD. An seine Anhänger hat er immer wieder appelliert, sich wegen der [[Volksrepublik Polen|Volksrepublik]] „nicht zu schämen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wiadomosci.dziennik.pl/wydarzenia-polsatu/artykuly/60280,miller-nie-wstydzcie-sie-prl.html |titel=Miller: Nie wstydźcie się PRL |werk=dziennik.pl |datum=2007-11-05 |abruf=2020-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechsel ins Europaparlament ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Europawahl in Polen 2019|Europawahl 2019]] gewann das Wahlbündnis Koalicija Europejska mit 38,47 Prozent 22 der 52 polnischen Mandate, darunter auch Leszek Miller.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pe2019.pkw.gov.pl/pe2019/pl/wyniki/kandydat/1013081/okr/7 Ergebnis] auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 12. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Teil der [[Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament|Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten]] war er Mitglied im [[Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz]] sowie Mitglied in der Delegation im Parlamentarischen Assoziationsausschuss EU-Ukraine.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.europarl.europa.eu/meps/de/197540/LESZEK_MILLER/home |titel=Home {{!}} Leszek MILLER {{!}} Abgeordneter {{!}} Europäisches Parlament |abruf=2020-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Europawahl in Polen 2024|Europawahl 2024]] kandidierte er nicht und schied daher aus dem Europaparlament aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorzeitige Corona-Schutzimpfung ===&lt;br /&gt;
Während impfbereite Ärzte und Ärztinnen der Medizinischen Universität Warschau von den Universitätsbehörden ignoriert wurden, ließ sich Miller dort bereits am 31. Dezember 2020 regelwidrig gegen [[COVID-19]] impfen, was von Polens Gesundheitsminister [[Adam Niedzielski]] heftig kritisiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ricarda Richter |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-impfung-in-europa-so-draengeln-sich-politiker-prominente-und-bischoefe-vor-a-5f949688-add4-488b-b9ac-0156d2d3332d |titel=Falsche Vorbilder |werk=[[Spiegel]] |datum=2021-02-15 |abruf=2021-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Miller stammt aus einfachen Verhältnissen: der Vater war Schneider, die Mutter Näherin. Als er ein halbes Jahr alt war, verließ der Vater die Familie, er wuchs bei seiner Mutter auf, die ihn katholisch erzog. Miller wurde [[Ministrant]]. Er ist seit 1969 verheiratet und hatte einen Sohn, Leszek Miller junior, der im August 2018 verstorben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;So war das: Polens Einzug in die EU.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Vorwort von [[Gerhard Schröder]]. München 2011, ISBN 978-3-455-50192-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anatomia siły&amp;#039;&amp;#039;. Rozmowa z Robertem Krasowskim. Warszawa 2013, ISBN 978-83-7700-071-7 (&amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Kraft. Gespräche mit Robert Krasowski&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://leszek-miller.blog.onet.pl/ Blog von Leszek Miller] (polnisch)&lt;br /&gt;
* {{MdEP|197540}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gazeta-10-12-11&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.gazetaprawna.pl/wiadomosci/artykuly/574673,leszek-miller-ponownie-szefem-sld-zobacz-jak-do-tego-doszedl.html Gazeta.pl, &amp;#039;&amp;#039;Leszek Miller ponownie szefem SLD&amp;#039;&amp;#039;, 10. Dezember 2011]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;pr21-01-10&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.polskieradio.pl/zagranica/de/news/artykul124121.html Polskie Radio, &amp;#039;&amp;#039;Das Herz schlägt links&amp;#039;&amp;#039;, 21. Januar 2010]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;tvn24-19-10-11&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.tvn24.pl/12690,1721424,0,1,leszek-miller-nowym-szefem-klubu-sld,wiadomosc.html tvn24, &amp;#039;&amp;#039;„Niosę worek z kamieniami“. Miller nowym szefem klubu SLD&amp;#039;&amp;#039;, 19. Oktober 2011]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Miller, Leszek&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Miller, Leszek Cezary&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Politiker, Mitglied des Sejm, Ministerpräsident von Polen (2001–2004)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juli 1946&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Żyrardów]], [[Polen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redf0x</name></author>
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