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	<title>Kyrill von Saloniki - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;JotW: Lesbarkeit erhöht</title>
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		<updated>2025-09-07T10:34:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Lesbarkeit erhöht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KyrilMethod.jpg|mini|Ikone Kyrill und Method, Bukarest, 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kyrill&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Κύριλλος|Kyrillos|variant=mittel}}, {{cuS|Кирилъ|Kiril}}; * ca. [[826]]/827 in [[Thessaloniki]]; † [[14. Februar]] [[869]] in [[Rom]]), auch &amp;#039;&amp;#039;Cyril&amp;#039;&amp;#039;, war zusammen mit seinem älteren Bruder [[Method von Saloniki|Method]] zu seiner Zeit einer der wichtigsten Missionare im slawischen Raum. Kyrill hieß eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Konstantin&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Konstantinos&amp;#039;&amp;#039; und nahm den Namen &amp;#039;&amp;#039;Kyrill&amp;#039;&amp;#039; wahrscheinlich erst an, als er kurz vor seinem Tod in Rom in ein griechisches Kloster eintrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide standen dabei im Spannungsfeld zwischen griechisch-byzantinischem und römisch-deutschem Einfluss und erreichten gegen viele Widerstände eine echte [[Inkulturation]] des Christentums bei den [[Slawen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühes Leben ===&lt;br /&gt;
Kyrill und Method wurden im 9. Jahrhundert als Konstantin und Michael in [[Thessaloniki]] geboren. Ihr Vater war ein [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] [[Ämter und Titel im byzantinischen Reich#Militärische Titel|Drungarios]] (Marineoffizier) namens Leontios der in Thessaloniki geboren wurde, ihre Mutter hieß Maria. Konstantin war der jüngste, Michael der älteste Sohn von insgesamt sieben Geschwistern. Beide waren hochgebildet. Ihr Vater Leontios starb, als Konstantin 14 Jahre alt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Grundausbildung erhielt Konstantin in Thessaloniki. Etwa im Alter von 17 Jahren (842/843) begab er sich nach [[Konstantinopel]], wo er etwa 842/3–847 [[Philosophie]], [[Grammatik]], [[Rhetorik]], [[Musik]], [[Arithmetik]], [[Geographie]] und [[Astronomie]] an der kaiserlichen Universität von Konstantinopel studierte. Neben [[Griechische Sprache|Griechisch]] sprach er schon von frühester Kindheit an auch [[Slawische Sprachen|Slawisch]] und studierte später [[Latein]], [[Syrische Sprache|Syrisch]] und [[Hebräische Sprache|Hebräisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Lehrern zählte vor allem der Lektor [[Leon der Mathematiker]] und Professor [[Photios I.|Photios&amp;amp;nbsp;I]], der später [[Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel|Patriarch von Konstantinopel]] wurde. Seine Patrone waren der [[Eunuch]] und [[Logothet]] [[Theoktistos]], der wahrscheinlich sein Verwandter war, ihn auch seinerzeit nach Konstantinopel brachte und ein Günstling der Kaiserwitwe und Regentin [[Theodora II.]] war. Theodora wurde 842 Vormund für den unmündigen Erben [[Michael III. (Byzanz)|Michael III.]] und übernahm somit die byzantinische Regierung. Laut Anastasios entstand später zwischen Konstantin und Photios eine freundschaftliche Beziehung, aber auch ein Konflikt hinsichtlich religiöser Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss seiner Studien und seiner Weihe zum Subdiakon und [[Diakon]] um 848 wurde er [[Chartophylax]] ([[Bibliothekar]], [[Archivar]] und [[Sekretär]]) des Patriarchen von Konstantinopel, [[Ignatios I. (Patriarch)|Ignatius]] (847–857).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr zwei Jahre später – nachdem er es abgelehnt hatte, eine reiche Braut zu heiraten, die ihm Theoktistos ausgewählt hatte – zog er sich insgeheim in das Kloster von [[Kleidion]] (griechisch {{lang|grc|κλειδίον}} „Schlüssel“; nordöstlich von Thessaloniki) zurück. In diesem Kloster versteckte er sich sechs Monate lang. Als man ihn dort entdeckte, lud man ihn ein, an der Universität von Konstantinopel als Philosophieprofessor tätig zu werden (Ende 850 oder Anfang 851). Seitdem trägt er wahrscheinlich den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;[[Philosoph]]&amp;#039;&amp;#039;. In dieser Zeit hatte er eine Kontroverse mit dem abgesetzten [[Ikonoklasmus|ikonoklastischen]] Patriarchen [[Johannes VII. Grammatikos|Johannes VII.]] und Dispute auch mit anderen Ikonoklasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Konstantinopel wurde er jedoch sehr bald mit einer politischen und religiösen Mission (850–851) am Hofe des [[Abbasiden-Kalifat|abbasidischen]] [[Kalif]]en [[al-Mutawakkil (Abbaside)|al-Mutawakkil]] in der Stadt [[Samarra]] wegen Eintreibung von Abgaben und Unterdrückung der Christen seitens der [[Araber]] betraut. Hier beteiligte er sich an einem intensiven theologischen Disput mit den muslimischen Gelehrten und Mönchen, so dass ihn die Araber sogar angeblich vergiften wollten. Im Disput ging es um den [[Dreifaltigkeit|dreieinigen]] Gott, dessen Existenz die [[Muslim]]e nicht anerkennen konnten, und Konstantin erwies sich als guter Kenner auch des [[Koran]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Konstantinopel legte er seine Professur nieder und ging in ein Kloster auf dem Berg [[Uludağ|Olymp]] in [[Kleinasien]] (bei [[Bursa|Brussa]]). In diesem Kloster begegnete er seinem Bruder Method, der hier schon länger wohnte. Auch dieser Klosteraufenthalt hatte einen politischen Hintergrund – 856 wurde die Kaiserin Theodora abgesetzt und ihr Günstling Theoktistos wurde ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mission bei den Chasaren ===&lt;br /&gt;
Auf Einladung des Herrschers der [[Chasaren]] unternahm Konstantin etwa 860 eine Mission zu den Chasaren, einem nördlich des [[Kaukasus]] (nach manchen Quellen eher am [[Asowsches Meer|Asowschen Meer]]) sesshaften Volk, dessen [[Juden|jüdischer]] König ein friedliches Zusammenleben von Juden, [[Muslim]]en und Christen ermöglicht hatte. Vor dieser Reise wurde er wahrscheinlich zum Priester geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg zu den [[Chasaren]] ging er in die Stadt [[Chersones (Stadt)|Cherson]], in der er die hebräische, chasarische und gotische Sprache lernte. In Cherson fand er auch die sterblichen Überreste des um 101 verstorbenen heiligen [[Clemens von Rom|Clemens]] (die er dann später nach Mähren und 867 nach Rom mitbrachte und die wohl zum herzlichen Empfang in Rom beitrugen). Konstantin verfasste über diese Entdeckung drei griechische Schriften (&amp;#039;&amp;#039;historica narratio&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;sermo declamatorius&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[hymnus]]&amp;#039;&amp;#039;, siehe [[#Werke|Werke]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Chasaren führte er dann theologische Dispute mit jüdischen Gelehrten und [[Rabbiner]]n. Zweihundert Chasaren ließen sich taufen. Statt der ihm seitens des Chasaren-Herrschers angebotenen Entlohnung soll Konstantin nur veranlasst haben, dass 200 griechische Sklaven entlassen werden. Der Chasaren-König schrieb später dem byzantinischen Kaiser einen Dankesbrief, in dem er die Mission lobte und er die Freundschaft seines Volkes zusicherte. Konstantin gelang es zwar nicht, die Chasaren, dafür aber ein kleines Volk im fulischen Gebiet, das aus den restlichen [[Alanen]] und Gothen bestand, zum [[Christentum]] zu bekehren. Die Behauptung, dass Konstantin bei der Mission zu den Chasaren von Method begleitet wurde, ist nach manchen Ansichten eher eine spätere Legende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
861 kehrte Konstantin nach [[Konstantinopel]] zurück und widmete sich der Sprachforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mährische Mission ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bascanska ploca.jpg|mini|[[Tafel von Baška]] (Schrift Glagolica) - Beispiel für [[Glagolitische Schrift]], die von Kyrill für die Mährische Mission entwickelt wurde.]]&lt;br /&gt;
Nachdem sich der [[Mährerreich|mährische]] Fürst [[Rastislav (Mähren)|Rastislav]] zuerst erfolglos an den [[Papst]] in [[Rom]] gewandt hatte, bat er den byzantinischen Kaiser 862 um einen „Bischof und Lehrer“, der die Leute in der Sprache des Volkes im christlichen Glauben unterweisen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Worten &amp;#039;&amp;#039;Hörst du, Philosoph, diese Worte? Es gibt keinen anderen außer dir, der dies erledigen kann, so, nimm viele Geschenke und deinen Bruder Method mit, und geh! Weil ihr Saloniker seid, und alle Saloniker sprechen reines Slawisch&amp;#039;&amp;#039; (Quelle: Vita Methodii) bat Kaiser [[Michael III. (Byzanz)|Michael III.]] Konstantin um die christliche Mission im [[Mährerreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konstantin erklärte sich auf die Zureden von Kaiser [[Michael III. (Byzanz)|Michael III.]] und Patriarch [[Photios I.]] dazu bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
863 oder 864 (laut Tradition am 5. Juli 863) kamen Konstantin und Method in Mähren an. Sie brachten ihre ersten Übersetzungen mit, das Symbol des byzantinischen Doppelkreuzes (das heute im [[Slowakei|slowakischen]] Staatswappen steht) sowie die Reliquien des heiligen [[Clemens von Rom|Clemens]], die Konstantin, wie oben erwähnt, 860 in [[Cherson]] aufgefunden hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
863 gründete Konstantin die so genannte Mährische Akademie, in der künftige slawische Priester und Verwaltungskräfte ausgebildet wurden, und die zum Zentrum der slawischen Literatur wurde. 885 hatte sie etwa 200 Absolventen. Ihre Lage ist leider unbekannt, aber archäologischen Funden zufolge gab es eine kirchliche Schule an der Burg [[Devín]] im heutigen [[Bratislava]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begleitet von seinem Bruder [[Method von Saloniki|Michael]] missionierte Konstantin mehrere Jahre lang in Mähren. Von Anfang an hatten sie als Vertreter des griechisch-byzantinischen Christentums gegen die Kritik der [[bayerisch]]en Priester in [[Mähren]] zu kämpfen, die von der ansässigen Bevölkerung und ihrem Herrscher Rastislav mit Argwohn betrachtet wurden. Selbst unter dem Mantel des westlichen, lateinischen Christentums konnten die Deutschen ihren machtpolitischen Anspruch nie ernsthaft behaupten. Mit dem Argument, dass der Gottesdienst angeblich nur in den drei Sprachen abgehalten werden dürfe, die die [[Pontius Pilatus|Pilatus]]-Inschrift auf dem Kreuz Jesu enthalte (Latein, Griechisch, Hebräisch), versuchten sie deshalb den Papst für ihre Sache zu instrumentalisieren.&lt;br /&gt;
Um diesem Dilemma zu entkommen, entschieden sich Konstantin und Michael 867 mit der Zustimmung von Rastislav und [[Sventopluk]] ([[Neutraer Fürstentum]] (heutige [[Slowake]]i)) nach Rom zu gehen, um die Zustimmung des Papstes zur Liturgiesprache [[Altkirchenslawisch]] zu erhalten. Sie nahmen dabei auch einige Schüler mit, die zu Priestern geweiht werden sollten (Nach anderen Quellen wollten sie ursprünglich vom Hafen von Venedig aus nach [[Konstantinopel]] reisen, um die Zustimmung des [[Patriarch]]en zu erhalten, erhielten dann aber eine Einladung des Papstes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Rom machten sie im Sommer einen kurzen Halt im [[Plattensee-Fürstentum]] des Fürsten [[Kocel]] und unterrichteten auch dort einige Schüler. Im Herbst 867 kamen die Brüder und ihre Schüler in [[Republik Venedig|Venedig]] an, wo sie vor einer Versammlung von Priestern die Verwendung des Altkirchenslawischen als [[Liturgiesprache]] zu verteidigen hatten. In Venedig erhielt Konstantin die offizielle Einladung des Papstes [[Nikolaus I. (Papst)|Nikolaus I.]] nach Rom. Dies geschah wohl, weil er die oben erwähnten Reliquien von Clemens I. mit sich trug und weil er Freunde in Rom hatte (Bischof Arsenius).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Saint Cyril tomb in San Clemente (1).jpg|mini|Grab des hl. Kyrill in der Basilika St. Clements in Rom.]]&lt;br /&gt;
Im Winter 867 wurden sie vom (neuen) Papst [[Hadrian II.]] feierlich empfangen und ihre gesamte Mission in Mähren wurde gebilligt. Zu Weihnachten wurden sogar die Bibelübersetzungen auf den Altar der [[Petersdom|Peterskirche]] in Rom und die Übersetzungen der liturgischen Texte auf den Hauptaltar der Basilika [[Santa Maria Maggiore]] feierlich gelegt, um so symbolisch deren Akzeptanz seitens Roms zu zeigen. Im Februar 868 wurden Method und drei Schüler (der aus der heutigen Slowakei stammende [[Gorazd von Mähren|Gorazd]] und die Südslawen [[Kliment von Ohrid|Kliment]] und [[Naum]]) in Rom zu Priestern bzw. zwei von ihnen zu [[Diakon]]en geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 868 wurde schließlich die slawische Liturgiesprache (Altkirchenslawisch) zugelassen, als vierte Sprache in der Westkirche. Dies war ein überaus bedeutendes Ereignis, da erst im 20. Jahrhundert (d. h. mehr als 1000 Jahre später) wieder eine Liturgiesprache außer [[Latein]], [[Griechische Sprache|Griechisch]] und [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] von Rom zugelassen wurde. 880 wurde die slawische Kirchensprache jedoch von Papst [[Marinus I.]] wieder verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 868 erkrankte Konstantin in Rom, wurde Mönch in einem Kloster, wo er auch wahrscheinlich den Namen Kyrill (Kyrillos) annahm, und starb im Februar 869. Er wurde in der [[San Clemente (Rom)|St.-Clemens-Basilika]] in Rom begraben. Umstritten bleibt die Behauptung der [[Reliquientranslation|Translatio]] Clementis, dass Konstantin noch zum Bischof geweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Grundsätzliches ===&lt;br /&gt;
Konstantin entwickelte eigens für die mährische Mission das erste slawische Alphabet, die [[Glagolitische Schrift]] (Hlaholica, Glagolica, Glagoljica). Aus dieser und hauptsächlich der griechischen Schrift entwickelte sich Ende des 9. Jahrhunderts die heute nach ihm benannte [[kyrillische Schrift]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im Byzantinischen Reich übersetzten Konstantin und Method einige [[Liturgie|liturgische]] und biblische Texte ins Altkirchenslawische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Mission übersetzte Konstantin das [[Neues Testament|Neue Testament]] in eine Sprache, die er – vermutlich aus dem ihm am nächsten stehenden slawischen Dialekt – auch erst [[Konstruierte Sprache|konstruieren]] musste und die heute als [[Altkirchenslawisch]] bekannt ist. Ursprünglich war es ein in der Saloniki-Region verwendeter slawischer Dialekt, aber während der mährischen Mission nahm er viele Elemente der in diesem Gebiet gesprochenen westslawischen Dialekte an. So enthält auch die damalige Version der Glagolica einen Buchstaben (Laut dz), der damals nur in den Dialekten auf dem Gebiet der heutigen Slowakei verwendet wurde. Da die slawischen Sprachen damals noch sehr ähnlich waren, wählte Konstantin das so genannte Altkirchenslawische als die während seiner mährischen Mission zu verwendende Sprache aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Mission in Mähren übertrugen sie dann die ganze [[Bibel]] ins Altkirchenslawische, aber auch eine Gesetzessammlung (Nomokanon) und liturgische Texte. Sie gelten damit als Begründer der slawischen Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konstantins Übersetzungen sind schöpferisch geniale Leistungen und haben für das Slawische eine vergleichbare Bedeutung wie die [[Lutherbibel]] für die [[deutsche Sprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersetzungen ===&lt;br /&gt;
Einige altkirchenslawische Handschriften enthalten Texte, die möglicherweise von Kyrill verfasst wurden&lt;br /&gt;
* [[Perikope (Liturgie)|Perikopen]] aus dem [[Johannes-Evangelium]]: 862 noch im Byzantinischen Reich übersetzt, gefunden im [[Codex Assemanius|Codex Assemanianus]] (Anfang des 11. Jh., Makedonien, glagolitisch) und in der [[Savvina kniga]] (11. Jahrhundert, kyrillisch, Nordostbulgarien)&lt;br /&gt;
* alle vier [[Evangelium (Buch)|Evangelien]] des Neuen Testaments (zusammen mit Method): wohl 862 noch im Byzantinischen Reich übersetzt, gefunden im [[Codex Zographensis]] (Anfang des 11. Jahrhunderts, Makedonien, glagolitisch) sowie im [[Codex Marianus]] (Anfang des 11. Jahrhunderts, Nordostmakedonien, glagolitisch)&lt;br /&gt;
* [[Euchologion]] [Liturgievorschriften nach dem byzantinischen Ritus]: in Mähren übersetzt, gefunden im [[Euchologium Sinaiticum]] (11. Jahrhundert, glagolitisch)&lt;br /&gt;
* [[Brevier (Liturgie)|Brevier]]: in Mähren übersetzt, Stundengebete für Priester, gefunden im [[Missale des Priesters Mavra|Brevier des Priesters Mavra]] (15. Jahrhundert)&lt;br /&gt;
* [[Zakon sudnyj ljudem]] [Gerichtsgesetzbuch für Weltliche] (wohl zusammen mit Method): in Mähren übersetzt, das [[Bürgerliches Gesetzbuch|Bürgerliche Gesetzbuch]] des [[Mährerreich]]s, gefunden im [[Novgorodskij spisok]] (1280, Russland)&lt;br /&gt;
* [[Missale]] (zusammen mit Method): in Mähren übersetzt, eine durch byzantinische Elemente ergänzte [[Petrus-Liturgie]] (d. h. des westlichen Gottesdienstes), gefunden in den [[Kiewer Blätter]]n (9. /Anfang des 10. Jahrhunderts Mähren/Plattensee-Fürstentum/Bulgarien, glagolitisch)&lt;br /&gt;
* [[Psalter (Textbuch)|Psalterium]] (zusammen mit Method): in Mähren übersetzt, gefunden im [[Psalterium Sinaiticum]] (11. Jahrhundert, glagolitisch)&lt;br /&gt;
* ein [[Apostolar]] (Apostelgeschichte, Briefe des Neuen Testaments) (zusammen mit Method): in Mähren übersetzt, gefunden im [[Apostolus Christinopolitanus]] (13. Jahrhundert)&lt;br /&gt;
* [[Oktoich]] (Osmiglasnik): in Mähren übersetzt, Sammlung byzantinischer liturgischer Gesänge, gefunden im [[Strumicki oktoich]] (12.–13. Jahrhundert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigene Werke ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Chersoner Legende&amp;#039;&amp;#039; (d. h. „Die einen historischen Bericht enthaltende Rede über die Übertragung der Überreste des ruhmreichen Clemens“), 2. Hälfte des 9. Jh., besteht aus der &amp;#039;&amp;#039;Rede&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;historischen Bericht&amp;#039;&amp;#039;, gefunden in einer schlecht erhaltenen kirchenslawischen Übersetzung (16. Jh.) des ursprünglichen griechischen Textes, der die drei Teile &amp;#039;&amp;#039;historica narratio&amp;#039;&amp;#039;(historischer Bericht), &amp;#039;&amp;#039;sermo declamatorius&amp;#039;&amp;#039; (gehaltene Rede) und &amp;#039;&amp;#039;hymnus&amp;#039;&amp;#039; (zu Ehren des Hl. Clemens) enthielt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Disput über den rechten Glauben mit den Juden&amp;#039;&amp;#039;, 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts, von Method aus Konstantins griechischem Text übersetzt, gekürzt enthalten in der &amp;#039;&amp;#039;Vita Cyrilli&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Leben des Konstantin&amp;#039;&amp;#039;; stammt aus der Zeit um 870, die älteste erhaltene Fassung aus dem 15. Jahrhundert)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Proglas]]&amp;#039;&amp;#039;, 863–867, Vorwort zur Evangeliumübersetzung, das erste [[Slawen|slawische]] Gedicht, zu den Fundstellen siehe oben unter Übersetzung der vier Evangelien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lob zu Ehren des Hl. Gregors von Nazianz&amp;#039;&amp;#039;, 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts, Gedicht, gefunden in der &amp;#039;&amp;#039;Vita Cyrilli&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kanon zu Ehren des Hl. Demetrios von Saloniki&amp;#039;&amp;#039;, 864–867, nach manchen Forschern von Method geschrieben, Gedicht, gefunden in ?&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gebet vor dem Tod&amp;#039;&amp;#039;, 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts, rhythmisierte Prosa, enthalten in der &amp;#039;&amp;#039;Vita Cyrilli&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorwort zum Evangeliar&amp;#039;&amp;#039;, 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts, die erste slawische Abhandlung zu Problemen der Übersetzung und der Literaturtheorie, ein Bruchstück der altkirchenslawischen Übersetzung des griechischen Originals ist im [[Hilferdingsches Blatt|Hilferdingschen Blatt]] aus dem 11./12. Jahrhundert (Bulgarien) erhalten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschriebenes über den rechten Glauben&amp;#039;&amp;#039;, 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts, Traktat, gefunden in ?&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alphabetisches Gebet&amp;#039;&amp;#039;, 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts, Gedicht, wird manchmal [[Konstantin von Preslaw]] zugeschrieben&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beichtordnung&amp;#039;&amp;#039; im Euchologium Sinaiticum (vielleicht zusammen mit Method)&lt;br /&gt;
* zwei Gebete in Form von Gedichten in den drei [[Sinaier Blätter]]n im Euchologium Sinaiticum (die ersten Poesieversuche Konstantins)&lt;br /&gt;
* Die [[Kiewer Blätter]] werden gelegentlich Konstantin zugeschrieben.&lt;br /&gt;
* Der Text des [[Mazedonisches kyrillisches Fragment|Mazedonischen kyrillischen Fragments]] wird Konstantin zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Der gemeinsame Gedenktag von [[Kyrill und Method]] ist der [[14. Februar]], sowohl in der römisch-katholischen als auch der evangelischen und anglikanischen Kirche. Orthodoxer Gedenktag ist ebenfalls der 14. Februar (Kyrill alleine) und der [[11. Mai]] (gemeinsam mit Method). In der römisch-katholischen Kirche ist der Tag als [[Gebotener Gedenktag]] im [[Allgemeiner Römischer Kalender|Allgemeinen Römischen Kalender]] verzeichnet. Da Papst Johannes Paul II. Kyrill und Method 1980 zu [[Patrone Europas]] ernannt hat, wird er in den europäischen Regionalkalendern (z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet]]) als [[Fest (Liturgie)|Fest]] begangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[5. Juli]] wird in [[Tschechien]] und der [[Slowakei]] der Tag ihres Eintreffens im [[Mährerreich]] (863) als Nationalfeiertag begangen. Der [[24. Mai]] ist in [[Bulgarien]] und [[Nordmazedonien]] ein Nationalfeiertag, der den beiden Brüdern gewidmet ist. (Das Datum entspricht dem 11. Mai des Julianischen Kalenders.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben zahlreichen öffentlichen Einrichtungen, Orten oder Kirchen vor allem in Ost- und Südosteuropa, die nach Kyrill und Method gemeinsam benannt sind, tragen die [[Philosoph Konstantin-Universität Nitra]] und der [[St. Cyril Peak]] in der Antarktis seinen Namen. Auch die [[Kyrillisches Alphabet|kyrillische Schrift]] ist nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kyrill und Method]]&lt;br /&gt;
* [[Leben des Konstantin]]&lt;br /&gt;
* [[St. Cyril Peak]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629040352/http://www.bautz.de/bbkl/k/Konstantin.shtml |band=4|spalten=460-462|autor= Georgios Makris|artikel=Konstantin, als Mönch Kyrill}}&lt;br /&gt;
* {{LexMA|5|1382|1385|Konstantin und Method, hl.|Christian Hannick}}&lt;br /&gt;
* {{Heiligenlexikon-1858 |Lemma=Cyrillus, SS |BK-Nummer=6 |Band=1 |Seite=710 |SeiteBis=712 |zenoID=20002913836}}&lt;br /&gt;
* {{Heiligenlexikon-1858 |Lemma=Methodius, S. |BK-Nummer=1 |Band=4 |Seite=429 |SeiteBis=435 |Kommentar=weitergehende Informationen, u.&amp;amp;nbsp;a. Todestag |zenoID=2000306705X}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|4|389|389|spezialkapitel=Cyrillus|kapiteltext=Cyrillus (Kyrillos), 3) C. und Methodius}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers-1905 |Lemma=Cyrillus |Eintragsnummer=3&amp;amp;#41; C. (Konstantinus), und Methodius |Band=4 |Seite=395 |zenoID=20006458203}}&lt;br /&gt;
* {{CE|http://www.newadvent.org/cathen/04592a.htm|Sts. Cyril and Methodius|Autor=Ladislas Abraham|Band=4}}&lt;br /&gt;
* [[Joseph Augustin Ginzel|Ginzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Slawenapostel Cyrill und Method&amp;#039;&amp;#039;. Leitmeritz 1857. [[iarchive:geschichtedersla00ginz|Digitalisat der Ausgabe Wien, 1861 (archive.org)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Saints Cyril and Methodius}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118523120}}&lt;br /&gt;
* [http://basilicasanclemente.com/eng/index.php/history/st-cyril Grab des hl. Kyrill.] Webseite der San Clemente Basilika in Rom (englisch, italienisch); abgerufen am 6. November 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118523120|LCCN=n50078539|VIAF=10637017}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kyrill und Method]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (9. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxer Theologe (9. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxer Missionar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Byzantinischer Mönch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für eine Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kyrill von Saloniki&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cyril; Konstantin; Konstantinos&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Missionar im slawischen Raum&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 826&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Thessaloniki]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Februar 869&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JotW</name></author>
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