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	<title>Kupferstich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;F. Peter Müller: /* Literatur */ 1958</title>
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		<updated>2025-08-18T13:23:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; 1958&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FeuerwehrNuernberg1661.jpg|miniatur|Kupferstich, 1661: Die Feuerwehr von Nürnberg mit einer Feuerspritze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kupferstich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;Chalkographie&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein [[Grafik|grafisches]] [[Tiefdruckverfahren]]. Beim Kupferstich wird das zu druckende [[Abbild|Bild]] mit einem [[Grabstichel (Werkzeug)|Grabstichel]] [[Metallspan|span]]abhebend in eine [[Kupfer]]platte „gegraben“ ([[Gravur|graviert]]). Die dabei entstandenen Linien nehmen dann die [[Farbe]] auf, welche mit einer Walzenpresse auf das Papier gedruckt wird. Der Hersteller eines Kupferstichs wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kupferstecher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der Drucker als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kupferdrucker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Kupferstichs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Christus am Kreuz (Meister der Spielkarten).png|miniatur|Meister der Spielkarten: Christus am Kreuz (zwischen 1435 und 1455). Eines von vier erhaltenen Blättern einer Passionsfolge]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meckenem.jpg|miniatur|[[Israhel van Meckenem der Jüngere]]: Selbstbildnis mit Gemahlin (um 1490)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Knight-Death-and-the-Devil.jpg|miniatur|Einer der drei Meisterstiche [[Albrecht Dürer]]s: &amp;#039;&amp;#039;[[Ritter, Tod und Teufel]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Begriff &amp;#039;&amp;#039;Gravure&amp;#039;&amp;#039; enthüllt die Herkunft des Kupferstichs. Ursprünglich wurden im Waffen- und Silberschmiedehandwerk Verzierungen damit übertragen und archiviert, da man erkannte, dass man ein spiegelverkehrtes Abbild der Gravur bekam, indem man Farbe oder Ruß in die Vertiefungen rieb und mit einem angefeuchteten Papier wieder aus den Vertiefungen zog. Auf diese Weise konnte man das Muster auch auf andere Objekte übertragen. Die ersten [[Kupferstecher (Beruf)|Kupferstecher]] waren daher auch nahezu ausnahmslos Goldschmiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Kupferstiche zeigen im Bildaufbau deutliche Ähnlichkeiten mit dem [[Niello]], einer Technik zur Verzierung kostbarer Metallobjekte. Der Benediktinermönch [[Theophilus Presbyter]] beschrieb diese Technik bereits im 12. Jahrhundert in seiner Schriftensammlung &amp;#039;&amp;#039;Diversarum artium schedula&amp;#039;&amp;#039;. Eine gravierte Metalloberfläche wurde demnach mit einer Schicht aus schwarzem Puder überzogen und anschließend erwärmt. Der geschmolzene Farbstoff füllte die Vertiefungen und erschien nach dem Polieren als scharfe Zeichnung auf dem Metall. Auch die Hersteller solcher Nielli archivierten ihre Arbeiten durch Abzüge der Gravuren auf Papier. Diese Abdrücke wurden ebenfalls als Nielli bezeichnet und bereits im Mittelalter gesammelt. [[Inschrift]]en erscheinen auf solchen Nielli auf Papier naturgemäß spiegelverkehrt. Um 1450 scheint sich die Herstellung von Abdrucken als das eigentliche Ziel des Gravierens durchgesetzt zu haben. Die Inschriften auf den frühen Stichen werden nun seitenrichtig wiedergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kupferstichtechnik wurde wahrscheinlich um 1420/1430 im oberdeutschen Raum erstmals angewendet. Möglicherweise wurde die Technik in [[Südeuropa]] unabhängig hiervon gleichzeitig entwickelt. Seit dem 14. Jahrhundert verdrängte das billigere [[Papier]] langsam das [[Pergament]] als [[Beschreibstoff]] und ermöglichte so erst die Erfindung der Niello- und Kupferstichtechniken sowie des [[Buchdruck]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als der [[Holzschnitt]] entwickelte sich der Kupferstich unabhängig vom Buch, da sich sein Tiefdruckverfahren zu dieser Zeit nur schwer mit dem [[Hochdruckverfahren|Hochdruck]] der Buchstaben verbinden ließ. Stattdessen wurden die ersten Kupferstiche für [[Wallfahrt]]sdevotionalien und als Muster für Entwurfsmodelle für Spielkarten, Zierbuchstaben u.&amp;amp;nbsp;ä. verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bedeutendste Meister der Frühzeit des Kupferstichs im deutschsprachigen und niederländischen Raum gelten der oberrheinische &amp;#039;&amp;#039;[[Meister der Spielkarten]],&amp;#039;&amp;#039; der von ihm abhängige &amp;#039;&amp;#039;Meister der Berliner Passion&amp;#039;&amp;#039; (Niederlande) und der wohl im [[Erzstift Salzburg]] tätige &amp;#039;&amp;#039;Meister des Marienlebens&amp;#039;&amp;#039;. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Meister E.S.]]&amp;#039;&amp;#039; war wahrscheinlich ein Schüler des &amp;#039;&amp;#039;Meisters der Spielkarten&amp;#039;&amp;#039; und hinterließ ein Werk von über 300 Blättern. Dieser Künstler wird als von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Kupferstichs zur eigenständigen Kunstgattung angesehen. Auch die weiteren bedeutenden frühen deutschen Stecher sind nur unter [[Notname]]n fassbar. Hier sind besonders die &amp;#039;&amp;#039;Meister BM, A.G.&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;P.M.&amp;#039;&amp;#039; hervorzuheben. Vom &amp;#039;&amp;#039;[[Meister des Hausbuchs]]&amp;#039;&amp;#039; (Mittel- und Oberrhein) haben sich noch etwa 90 Stiche erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Giorgio Vasari]] sah den [[Florenz|Florentiner]] [[Maso Finiguerra]] irrtümlich als eigentlichen Erfinder der Kupferstichtechnik an. Allerdings geht der Stil der „feinen Manier“ wohl auf dessen Gehilfen [[Lorenzo Ghiberti]] zurück. Als Hauptmeister des italienischen Kupferstichs im 15. Jahrhundert gilt [[Andrea Mantegna]], der die monumentale Größe antiker Vorbilder aufnahm und in seiner Kunst umsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere bedeutende italienische Meister des 15. Jahrhunderts sind etwa [[Antonio Pollaiuolo]], der &amp;#039;&amp;#039;Meister der Planeten, Sybillen und Tarocchi-Karten&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Meister der Wiener Trionfi des Petrarca&amp;#039;&amp;#039; anzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten frühen Kupferstiche sind Kopien anderer Kunstwerke wie Gemälde und Skulpturen. Die kunsthistorische Bedeutung des Kupferstichs ist deshalb auch darin zu sehen, dass mit dieser relativ preisgünstigen Reproduktionstechnik Bildideen und Bildmotive rasch im europäischen Raum Verbreitung fanden. Im Laufe des 15. Jahrhunderts entdeckten Maler die Technik des Kupferstichs aber auch zunehmend als eigenständiges Ausdrucksmittel. Der erste bedeutende Kupferstecher war [[Martin Schongauer]], der einen so herausragenden Ruf hatte, dass der junge [[Albrecht Dürer]] bei ihm in die Lehre gehen wollte und der junge [[Michelangelo]] nach seinen Werken kopierend zeichnete. Wie beim Holzschnitt auch war es Dürer, der die Kunst des Kupferstichs revolutionierte und perfektionierte und Meisterwerke wie &amp;#039;&amp;#039;[[Ritter, Tod und Teufel]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Melencolia I]]&amp;#039;&amp;#039; schuf. Auch in vielen naturwissenschaftlichen Darstellungen, beispielsweise in der [[Anatomie]], wurden Illustrationen mit der Technik des Kupferstichs ausgeführt. Ein bekannter Illustrator ist dabei [[Gérard de Lairesse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert rationalisierten geschäftstüchtige Verleger den Kunstbetrieb. Es entstand eine Produktionsweise im großen Maßstab, in der Zeichner, Stecher und Verleger eng zusammenwirkten und Blätter unterschiedlicher Genres für verschiedene Kaufinteressenten verbreiteten, wie zum Beispiel die großformatigen sogenannten  &amp;#039;&amp;#039;[[Thesenblatt|Thesenblätter]]&amp;#039;&amp;#039; für die akademischen Kreise des katholischen Bildungswesens. Zu den bekanntesten Kupferstechern des 17. Jahrhunderts gehören [[Matthäus Merian]] und [[Wenzel Hollar]]. Zu Anfang des 18. Jahrhunderts fertigte der Zeichner [[Friedrich Bernhard Werner]] für einen Augsburger Kunstverleger mit viel Erfolg Ansichten zahlreicher europäischer Städte, die als Kupferstiche in Produktion gingen. Erst die Weiterentwicklung des [[Holzschnitt| Holzschnitts]] zum [[Holzstich]] durch [[Thomas Bewick]] gegen Ende des 18. Jahrhunderts löste den Kupferstich als vorrangige Reproduktionstechnik ab, da der Holzstich die wirtschaftlichere Technik war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711/1712 gelangte die Technik des Kupferstichs auch nach China, als der [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] und [[Missionar]] [[Matteo Ripa]] vom chinesischen [[Kaiser]] [[Kangxi]] (1662–1722) beauftragt wurde, unter anderem die kaiserliche Sommerresidenz [[Chengde|Jehol]], 250 Kilometer nördlich von [[Peking]] gelegen, in Kupferstichen abzubilden. Die Kupferstiche dieser [[Park (Gartenkunst)|Gartenanlage]], die Matteo Ripa bei seiner Rückkehr am 11. September 1724 nach [[London]] mitbrachte, beeinflussten die Umgestaltung des englischen Landschaftsgartens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Technik des Kupferstichs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Albrecht von Haller icones anatomicae head.jpg|miniatur|Anatomische Illustration von C. J. Rollinus in [[Albrecht von Haller]]s Werk &amp;#039;&amp;#039;Icones anatomicae&amp;#039;&amp;#039; von 1756]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Herstellung-eines-Kupferstichs.png|miniatur|Darstellung der Kupferstichtechnik in der [[Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers|&amp;#039;&amp;#039;Encyclopédie&amp;#039;&amp;#039;]], um 1760]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberfläche einer 1 bis 3 Millimeter starken [[Kupfer]]platte wird vor der Gravur sorgfältig geschliffen und glatt [[polieren|poliert]]. Auf diese vorbereitete Fläche wird die seitenverkehrte Zeichnung übertragen und mit einem [[Grabstichel (Werkzeug)|Grabstichel]] Linie für Linie in das Metall eingeschnitten. Der Kupferstich ist ein [[Tiefdruckverfahren]]. Linien erscheinen auf dem Papier schwarz, die unversehrten polierten Bereiche der Platte erscheinen weiß. Im Gegensatz zur [[Radierung]] wird das Werkzeug (der Stichel) vom Körper weggeschoben und das Material aus der Platte geschnitten. So entstehen beiderseits der Linie keine Grate wie bei der [[Kaltnadelradierung|Kaltnadeltechnik]]. Die Abdrucke wirken daher „kälter“, technischer und nicht so malerisch wie eine Kaltnadelradierung.&lt;br /&gt;
Da größere Flächen nicht aus der Metallplatte herausgestochen werden können –&amp;amp;nbsp;wie etwa beim [[Holzschnitt]], der ein [[Hochdruckverfahren|Hochdruck]] ist&amp;amp;nbsp;– müssen zahlreiche, dicht beisammenstehende Linien eine flächenähnliche Wirkung erzielen. Während der harte Kontrast zwischen Hell und Dunkel ein typisches Merkmal des Holzschnitts ist, erlaubt der Kupferstich durch die Feinheit und schraffierende Überlagerung der Striche, durch die fließende Übergänge möglich sind, eine differenzierte und „körperhafte“ Wiedergabe des Dargestellten. Damit ist ein Detailreichtum möglich, der –&amp;amp;nbsp;verglichen mit dem Holzschnitt&amp;amp;nbsp;– eine größere Formenvielfalt erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik ist sehr arbeitsaufwendig. Für das berühmte Blatt &amp;#039;&amp;#039;[[Ritter, Tod und Teufel]]&amp;#039;&amp;#039; benötigte [[Albrecht Dürer]] mehr als ein Vierteljahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erwärmte Platte wird eingefärbt, wobei durch die Erwärmung die [[Druckerschwärze]] bis in die feinsten Linien dringt, und anschließend wieder gesäubert, so dass nur noch in den Linien Farbe zurückbleibt. Schließlich erfolgt der Druck mit einer Walzenpresse, in der das angefeuchtete Papier die Farbe aus den Vertiefungen aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterscheidung der unterschiedlichen Techniken von Radierung und Kupferstich siehe [[Radierung#Radierung und Kupferstich|Radierung]]. Beide Techniken wurden oft kombiniert angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine technisch sauber hergestellte Kupferplatte ermöglicht etwa 200 Abzüge bester Qualität. Weitere 300 bis 400 Blätter können in guter Qualität hergestellt werden. Anschließend sind nur noch mittelmäßige Abdrucke zu erzielen, die zunehmend verflachen. In der Gegenwart werden gewalzte Kupferplatten verwendet, die gegenüber den älteren, gehämmerten Platten nochmals kleinere Auflagen bedingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkennungsmerkmale eines Kupferstichs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den allgemeinen Erkennungsmerkmalen des [[Tiefdruckverfahren|Tiefdrucks]] weist der Kupferstich folgende Merkmale auf:&lt;br /&gt;
* Keine Tonabstufungen, sondern nur Punkte und Linien&lt;br /&gt;
* Parallelität der Strichführung, Schraffursysteme (während beispielsweise die [[Radierung]] frei in der Linienführung ist)&lt;br /&gt;
* Unter der Lupe ist erkennbar, dass der Strich in einer haarfeinen Linie beginnt, anschwillt und wieder in einer feinen Linie endet (sogenannte Taille oder schwellende Linie)&lt;br /&gt;
* Der Strich hat glatte Ränder (und unterscheidet sich dadurch vom Strich in der Radierung, der raue Ränder hat)&lt;br /&gt;
* Der Strich zeigt keine Verschattungen (wie beispielsweise bei der Kaltnadeltechnik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferstich in der Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dürer Melancholia I.jpg|miniatur|Dürer: &amp;#039;&amp;#039;Melencolia&amp;amp;nbsp;I&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meister des Johannes Baptista, Der Heilige Bartholomäus, Aus der Folge der „Apostel“, ca. 1440 – 1460.png|mini|Meister des Johannes Baptista, &amp;#039;&amp;#039;Der Heilige Bartholomäus&amp;#039;&amp;#039;, Aus der Folge der „Apostel“, ca. 1440 – 1460, [[Städelsches Kunstinstitut|Städel Museum]], Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Renaissance und frühen Neuzeit war der Kupferstich als Mittel der Buchillustration sehr beliebt. Namhafte Künstler fertigten – oft im Auftrag von Fürsten und Herrschern – Kupferstiche an, die dem Zweck heutiger Porträtfotografie dienten oder Städte und Herrschaftssitze abbildeten. Bekannte Künstler dieser Epoche sind [[Meister E. S.]], [[Martin Schongauer]], [[Albrecht Dürer]], [[Lucas van Leyden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit erlebte der Kupferstich im Barock mit Künstlern wie [[Peter Paul Rubens]] und [[Matthias Merian]]. Rubens beschäftigte eine große Anzahl [[Kupferstecher]], die Kopien seiner Gemälde anfertigten. Diese wurden zu Katalogen gebunden und in ganz Europa vertrieben, um für seine Werkstatt zu werben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kupferstich wurde jedoch bald als Mittel der Gemäldereproduktion abgelöst, weil durch die Erfindung der [[Aquatinta]] und [[Schabkunst]] Techniken zur Verfügung standen, mit denen Grauabstufungen und sogar Farbdrucke möglich wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Kupferstecher waren auch [[Heinrich Aldegrever]], [[Jost Amman]], [[Gian Giacomo Caraglio]], [[Johann Heinrich Löffler (Kupferstecher)|Johann Heinrich Löffler]], [[Israhel van Meckenem der Jüngere|Israhel van Meckenem]], [[Marcantonio Raimondi]], [[Jacob von Sandrart]], [[Christoph Weigel der Ältere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere bedeutende Kupferstecher finden sich in der [[:Kategorie:Kupferstecher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferstich in der Sprache ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Metier stammt auch die [[Redewendung]] [[Liste geflügelter Worte/A#Alter Freund und Kupferstecher|„Mein lieber Freund und Kupferstecher“]]. Diese wurde geprägt von dem Dichter [[Friedrich Rückert]] (1788–1866), der dies als Anrede in den Briefen an seinen Freund [[Carl Barth]] benutzte, der von Beruf Kupferstecher war. Des Weiteren bezeichnet der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[abkupfern]]&amp;#039;&amp;#039; die Herstellung einer billigen [[Nachbildung|Kopie]] oder eines [[Plagiat]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „gestochen scharf“ rührt von der detailgetreuen und abbildungsscharfen Erscheinung des Kupferdrucks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kupferschnitt]]&lt;br /&gt;
* [[Lithografie]]&lt;br /&gt;
* [[Umrisszeichnung]]&lt;br /&gt;
* [[Stahlstich]]&lt;br /&gt;
* [[Radierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verzeichnisse ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hollstein’s German engravings, etchings and woodcuts,&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam, van Gendt, 1954 begründet von [[Friedrich Wilhelm Heinrich Hollstein]] (1888–1957), ein Werkverzeichnis aller deutschen Kupferstich- und Holzschnittkünstler der Frühen Neuzeit, Fortsetzung: &amp;#039;&amp;#039;New Hollstein German engravings, etchings and woodcuts ca. 1400–1700&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hollstein.com/german.html | titel=Hollstein&amp;#039;s German engravings, etchings and woodcuts ca.&amp;amp;nbsp;1400–1700 | sprache=en | zugriff=2015-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wikidrucke16tesjh.hist.net/index.php?title=Hollstein%27s_German_engravings,_etchings_and_woodcuts |titel=Hollstein&amp;#039;s German engravings, etchings and woodcuts |hrsg=WikiDrucke16tesJh |zugriff=2015-03-23 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150402140138/http://wikidrucke16tesjh.hist.net/index.php?title=Hollstein%27s_German_engravings,_etchings_and_woodcuts |archiv-datum=2015-04-02 |offline=ja  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adam von Bartsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Anleitung zur Kupferstichkunde.&amp;#039;&amp;#039; Wien, 1821, [https://books.google.de/books?id=uIdAAAAAYAAJ Band 1], [https://books.google.de/books?id=LoVfAAAAcAAJ Band 2]&lt;br /&gt;
* Joseph Heller, [[Andreas Andresen]], Joseph Edward Wessely: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=_pJAAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA629&amp;amp;dq=heinrich+guttenberg+kupferstecher&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=RgwcT76qJMnrOeyVpNEN&amp;amp;ved=0CFoQ6AEwCA#v=onepage&amp;amp;q=handbuch%20f%C3%BCr%20kupfersichsammler&amp;amp;f=false Handbuch für Kupferstichsammler] oder Lexicon der Kupferstecher, Maler, Radirer und [[Formschneider]] aller Länder und Schulen nach Massgabe ihrer geschätztesten Blätter und Werke. Auf Grundlage von Heller’s pract. Handbuch für Kupferstichsammler, neu bearbeitet und um das Doppelte erweitert von Dr. phil. Andreas Andresen.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band. T. O. Weigel, Leipzig 1870.&lt;br /&gt;
* [[Hans Wolfgang Singer (Kunsthistoriker)|Hans Wolfgang Singer]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für Kupferstichsammlungen – Vorschläge zu deren Anlage und Führung.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1916.&lt;br /&gt;
* [[Paul Kristeller]]: &amp;#039;&amp;#039;Kupferstich und Holzschnitt in vier Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1922.&lt;br /&gt;
* [[Max Geisberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge des Kupferstichs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meister der Graphik.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1923.&lt;br /&gt;
* Max Geisberg: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der deutschen Graphik vor Dürer.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1939.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Cossmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Magie des Kupferstichs – ein Blick in die Welt des Kupferstechers.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1947.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Leporini]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kupferstichsammler – Ein Handbuch mit Künstlerverzeichnis. Ein Nachschlagebuch der druckgraphischen Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig 1954.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Ilgenfritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kupferstich. Kunstgeschichtlicher Überblick und Beschreibung der Technik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Kunst, Dresden, 1958&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Lippmann (Kunsthistoriker)|Friedrich Lippmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kupferstich.&amp;#039;&amp;#039; W. Spemann, Berlin 1893. Neu bearbeitet von [[Fedja Anzelewski|Fedja Anzelewsky]], Berlin 1963.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Kupferstich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Graphiksammler&amp;#039;&amp;#039;. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin, 1983. Insbes. S. 95–103&lt;br /&gt;
* Fons van der Linden: &amp;#039;&amp;#039;DuMont’s Handbuch der grafischen Techniken.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1983, ISBN 3-7701-1237-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das gestochene Bild – von der Zeichnung zum Kupferstich. Ausstellung im Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig vom 30. Oktober bis 13. Dezember 1987.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig 1987, ISBN 3-922279-09-0.&lt;br /&gt;
* [[Walter Koschatzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Graphik. Technik, Geschichte, Meisterwerke.&amp;#039;&amp;#039; Herrsching 1990, ISBN 3-88199-726-1.&lt;br /&gt;
* Ernst Rebel: &amp;#039;&amp;#039;Druckgrafik.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2003, ISBN 3-15-018237-9.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Autenrieth: &amp;#039;&amp;#039;Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren – Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer. Vom „Hexenmehl und Drachenblut“ zur Fotopolymerschicht. Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepte aus fünf Jahrhunderten. Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Eigenverlag, Krauchenwies 2020, ISBN 978-3-9821765-0-5 ([https://wp.radiertechniken.de/ → Auszüge und Inhaltsverzeichnis online]).&lt;br /&gt;
* Martin Sommer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vor Dürer. Kupferstich wird Kunst&amp;#039;&amp;#039;. Ausstellungskatalog Städel Museum. Frankfurt am Main 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Copper engravings|Kupferstiche}}&lt;br /&gt;
{{commonscat|Engravers|Kupferstecher}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeichenakademie.de Ausbildung (Staatliche Zeichenakademie Hanau)]&lt;br /&gt;
* [https://wp.radiertechniken.de Techniken der Radierung und der Edeldruckverfahren] (Online-Werkstattbuch)&lt;br /&gt;
* [https://wp.radiertechniken.de/anhang/auflage-und-nummerierung/signatur/ Übersicht zur Bedeutung von Signaturen auf historischen Kupferstichen]&lt;br /&gt;
* [http://echo.mpiwg-berlin.mpg.de/content/copperplates/cup_nlb Kupferplatten-Sammlung der Landesbibliothek Hannover]&lt;br /&gt;
* [http://www.virtuelles-kupferstichkabinett.de/de/ Virtuelles Kupferstichkabinett] des [[Herzog Anton Ulrich-Museum]]s Braunschweig und der [[Herzog August Bibliothek]] in Wolfenbüttel&lt;br /&gt;
** [https://web.archive.org/web/20160305023407/http://www.virtuelles-kupferstichkabinett.de/texte/beschriftungen.pdf Beschriftung von Kupferstichen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4033760-1|LCCN=sh85043995|NDL=00561567}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Druckverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drucktechnik (Kunst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiefdruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sammelobjekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupfer|Stich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
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