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	<title>Krakatau - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Diebu am 15. Juni 2025 um 18:06 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-15T18:06:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|1=Weitere Bedeutungen sind unter [[Krakatau (Begriffsklärung)]] aufgeführt.}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|BILD                = Krakatoa eruption lithograph.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG    = Ausbruch des Vulkans Krakatau im Jahre 1883 ([[Lithografie]] von 1888)&lt;br /&gt;
|HÖHE                = 813&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG          = ID&lt;br /&gt;
|LAGE                = [[Sundastraße]], [[Indonesien]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE             = &lt;br /&gt;
|DOMINANZ            = &lt;br /&gt;
|DOMINANZ-BEZUG      = &lt;br /&gt;
|SCHARTENHÖHE        = &lt;br /&gt;
|SCHARTE             = &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD         = 6/6/10/S&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD          = 105/25/23/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO          = ID&lt;br /&gt;
|TYP                 = [[Caldera (Krater)|Caldera]] mit [[Schichtvulkan]]&lt;br /&gt;
|GESTEIN             = &lt;br /&gt;
|ALTER               = &lt;br /&gt;
|LETZTE ERUPTION     = 2020&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;{{GVP|vn=262000|tab=Weekly|anker=May2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|ERSTBESTEIGUNG      = &lt;br /&gt;
|ERSCHLIESSUNG       = &lt;br /&gt;
|NORMALWEG           = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN      = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krakatau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Krakatoa&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Vulkan]] unter dem [[Krakatau-Archipel]] in der [[Sundastraße]] zwischen den [[Indonesien|indonesischen]] Inseln [[Sumatra]] und [[Java (Insel)|Java]]. Der Vulkan brach im Laufe der letzten Jahrhunderte mehrmals aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Ausbruch ereignete sich am 27. August 1883. Die Insel Krakatau, damals Teil [[Niederländisch-Indien]]s, die aus den drei Vulkankegeln Perboewatan, Danan und Rakata bestand, wurde dabei durch eine [[Phreatomagmatische Explosion|phreatomagmatische Eruption]] nahezu vollkommen vernichtet. Durch die Katastrophe und den dadurch ausgelösten [[Tsunami]] kamen mehr als 36.000 Menschen ums Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel.de&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,516199,00.html &amp;#039;&amp;#039;Anak Krakatau spuckt Lava und Gas.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Online&amp;#039;&amp;#039;, 8. November 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Druckwelle der Explosion umrundete die Erdkugel siebenmal und der Knall war noch in über 4.800 km Entfernung zu hören. Weite Teile von Java und Sumatra wurden durch die Eruption verwüstet, deren Sprengkraft 10.000 bis 100.000 mal so stark war wie die der 1945 auf Hiroshima abgeworfenen [[Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki|Atombombe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vulkane.net/vulkane/krakatau/krakatau.html &amp;#039;&amp;#039;Anak Krakatau – Pulverfaß in der Sundastrasse&amp;#039;&amp;#039;] vulkane.net, aufgerufen am 31. Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit aktiver [[Schlot (Geologie)|Schlot]] ist der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anak Krakatau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Indonesische Sprache|indonesisch]], dt.: &amp;#039;&amp;#039;Kind des Krakatau&amp;#039;&amp;#039;), der seit 1927 im Zentrum des Archipels – ungefähr dort, wo sich bis zum Ausbruch 1883 der Vulkankegel Danan befand – als neue Insel aus der untermeerischen [[Caldera (Krater)|Caldera]] des Vulkans aus dem Wasser emporwächst, allerdings durch eine Eruption im Jahr 2018 zu einem großen Teil einstürzte und dadurch stark an Höhe verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Name des Vulkans ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Locatie Straat Sunda.PNG|mini|[[Sundastraße]], Meeresenge zwischen Sumatra und Java, in der sich Krakatau befindet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sunda strait map v4.png|mini|Lage des Krakatau in der Sundastraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krakatoa evolution map-en.gif|mini|Umformungen des Archipels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Erwähnungen der Vulkaninsel in der westlichen Welt findet man auf einer Landkarte von [[Lucas Janszoon Waghenaer]] (etwa 1533/34–1605/06). Er nannte die Insel &amp;#039;&amp;#039;Pulo Carcata&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Pulo&amp;#039;&amp;#039; ist dabei offenbar von &amp;#039;&amp;#039;pulau&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, einem [[Indonesische Sprache|indonesischen]] bzw. [[Malaiische Sprache|malaiischen]] Wort für [[Insel]]. Die heute gebräuchlichen Bezeichnungen sind Krakatoa oder Krakatau. Der Name Krakatoa wird vor allem in der englischsprachigen Welt häufig verwendet; die Bezeichnung Krakatau wird dagegen häufig von Indonesiern gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologische Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Krakatau gilt als einer der explosivsten und gefährlichsten Vulkane. Seine besondere explosive Kraft wird durch zwei geologische Besonderheiten erklärt. Zum einen durch die geografische Lage des Krakatau, der wie alle Vulkane Indonesiens zum [[Subduktion]]svulkanismus gehört. Dort stoßen zwei Erdplatten zusammen. Dabei schiebt sich die schwerere indo-australische Platte stetig unter die leichtere Burma-Platte, einen Teil der Eurasischen Platte. Schwerer Meeresboden wird unter leichteres Gestein des Kontinents gedrückt. Zum anderen ändert die Subduktionszone gerade im Bereich des Krakatau abrupt ihre Verlaufsrichtung, wobei große Risse in der Erdkruste und zusätzliche geologische Spannungen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte ===&lt;br /&gt;
Für die frühe Geschichte gibt es die Theorie, dass sich an der Stelle des heutigen Archipels eine einzige, große Insel befand, der &amp;#039;&amp;#039;Proto-Krakatau&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahre 535 n. Chr. soll er explodiert sein. Dieser Ausbruch könnte zur [[Klimaanomalie 536–550]] geführt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/das-dunkle-zeitalter-hat-ein-gewaltiger-vulkanausbruch-die-kaelteperiode-im-6-jahrhundert-verursacht/ |titel=Das dunkle Zeitalter – Hat ein gewaltiger Vulkanausbruch die Kälteperiode im 6. Jahrhundert verursacht? |werk=Bild der Wissenschaft |datum=2001-01-09 |abruf=2019-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätestens seit diesem Ereignis gab es einen Archipel, bestehend aus den Inseln Sertung, Panjang und einer großen, Krakatau genannten Insel mit den drei Vulkankegeln Perboewetan, Danan und Rakata. Der Vulkan schlief viele Jahrhunderte lang. Erst 1530 brach der kleinste der drei Kegel, der Perboewatan, aus und vernichtete alles Leben auf der Insel. Wieder folgte eine lange Zeit der Ruhe, und Urwald breitete sich auf der Insel aus. Die Bewohner glaubten schon, der Vulkan wäre endgültig erloschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der große Ausbruch von 1883 ===&lt;br /&gt;
Das erste dokumentierte Anzeichen für die bevorstehende und zugleich bekannteste [[Vulkanausbruch|Eruption]] des Krakatau zeigte sich am 9. Mai 1883: Ein Erdbeben kurz vor Mitternacht erschütterte die Region um den Leuchtturm &amp;#039;&amp;#039;Vierde Punt&amp;#039;&amp;#039; bei [[Anyer]], der Krakatau am nächsten lag. Zu diesem Zeitpunkt sprengte der hohe Druck im Erdinneren die Bruchlinie direkt unter dem Vulkan. Magma stieg nach oben und zerriss die Kruste. Der Leuchtturmwärter beobachtete in dieser Nacht, wie sich das Wasser der Sundastraße für einen Moment spiegelglatt zeigte, um danach wieder die normale Dünung zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Mai 1883 erwachte die Insel Krakatau, die aus den drei Kegeln Rakata (820&amp;amp;nbsp;m), Danan (450&amp;amp;nbsp;m) und Perboewatan (120&amp;amp;nbsp;m) bestand, endgültig aus ihrer vulkanischen Ruhephase, die über 200 Jahre angedauert und in der sich der enorme Explosionsdruck aufgebaut hatte. Dieser erste Ausbruch am Perboewatan bildete den Auftakt für eine Reihe weit gewaltigerer Eruptionen in den Folgetagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Bebost strand aan de voet van de Krakatau TMnr 10004160.jpg|mini|Krakatau vor dem Ausbruch, 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:P.M. Krakatau.jpg|mini|Die Veränderungen des Vulkans Krakatau beim Ausbruch 1883.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach den Aufnahmen von Verbeek zusammengestellt von T. Metzger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser ersten kleineren Eruptionen entsandte die niederländische Kolonialverwaltung hintereinander zwei Expeditionen zum Vulkan. Die erste kehrte beim Anblick der Schäden auf der Insel zurück. Die Teilnehmer der zweiten hingegen – in teilweiser Unkenntnis der Gefahren – bestiegen den Vulkan noch einmal und sahen als letzte Menschen in das Innere des bereits aktiven, aber kurzzeitig ruhenden Vulkans, bevor er kurze Zeit später in einer gewaltigen [[Caldera (Krater)|Calderaexplosion]] verschwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Mittwoch, 22. August 1883, erfolgte die erste Eruption der finalen Serie. Am Sonntag, 26. August, um 13:06 Uhr (jeweils Ortszeit) folgte eine weitere. Am 27. August 1883 um 5:30 Uhr brach der Krakatau zum dritten, um 6:44 Uhr zum vierten und um 8:20 Uhr zum fünften Mal aus. Um 10:02 Uhr fand die gewaltigste Eruption statt. Die Explosionen waren derart heftig, dass die dadurch ausgelösten Luftdruckschwankungen noch im 130&amp;amp;nbsp;km entfernten [[Batavia (Niederländisch-Indien)|Batavia]] (heute [[Jakarta]]) Fensterscheiben erzittern ließen und Gegenstände in den Häusern zu Boden fielen. Der Knall dieses finalen Ausbruchs gilt als das lauteste Geräusch, das der Mensch je gehört hat, und die Schalldruckwelle hatte die größte je gemessene Reichweite. Das Geräusch war sowohl im 3100&amp;amp;nbsp;Kilometer entfernten [[Perth]] als auch auf der etwa 4800&amp;amp;nbsp;Kilometer entfernt liegenden Insel [[Rodrigues (Insel)|Rodrigues]] nahe [[Mauritius]] zu hören. Atmosphärische Druckwellen wurden rund um die Erde registriert. Die Luftdruckwelle war auch noch nach fünf Tagen und sieben Erdumläufen messbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vulkane.net&amp;quot;&amp;gt;[http://www.vulkane.net/vulkane/krakatau/krakatau.html &amp;#039;&amp;#039;Anak Krakatau – Pulverfaß in der Sundastrasse&amp;#039;&amp;#039;] www.vulkane.net, 2008, aktualisiert 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Kegel der Insel waren gleichzeitig aktiv. Der Krakatau schleuderte 18&amp;lt;ref name=&amp;quot;sundalexikon&amp;quot;&amp;gt;[https://www.sunda-islands.com/lexikon-krakatau.php Reiselexikon Sundainseln], abgerufen am 12. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 20&amp;amp;nbsp;km³&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmitt&amp;quot;&amp;gt;Stefan Schmitt: [https://www.zeit.de/2011/12/N-Vulkan-Krakatau/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Vor Publikum.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;ZEIT Online&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 12. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Asche und Gestein bis in eine Höhe von 25&amp;amp;nbsp;km in die [[Erdatmosphäre]]. Damit erreichte der Ausbruch den [[Vulkanexplosivitätsindex]] VEI = 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Energie des Ausbruchs betrug je nach Quelle 130 Megatonnen&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmitt&amp;quot; /&amp;gt; oder zwischen 200 und 2000 Megatonnen&amp;lt;ref name=&amp;quot;sundalexikon&amp;quot; /&amp;gt; [[TNT-Äquivalent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unterirdische [[Magmakammer]] entleerte sich rasch und stürzte dann unter dem Gewicht der Deckenformation ein, woraufhin die Wassermassen des umgebenden Meeres nachströmten. Der Einsturz verursachte an den umliegenden Küsten einen stellenweise bis zu 40&amp;amp;nbsp;Meter hohen [[Tsunami]]. Auf die Flutwelle folgten Ascheregen und [[Pyroklastischer Strom|pyroklastische Ströme]]&amp;amp;nbsp;– glühend heiße Gemische aus Gestein, Gas und Asche, die Geschwindigkeiten bis zu 400&amp;amp;nbsp;km/h und Temperaturen von 300 bis 800&amp;amp;nbsp;°C erreichen können. Sie zerstörten auf den umliegenden Inseln 165 Städte und Dörfer und töteten insgesamt mindestens 36.417 Menschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt; Selbst ein Dampfschiff wurde vier Kilometer weit landeinwärts geschoben. Es war das niederländische Schiff &amp;#039;&amp;#039;Berouw&amp;#039;&amp;#039;, das im Hafen von Telok-Betong vor Anker lag. Von der Vulkaninsel versanken zwei Drittel im Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leuchtturm &amp;#039;&amp;#039;Vierde Punt&amp;#039;&amp;#039; bei Anyer wurde von einem großen, vom Meeresgrund losgerissenen Korallenblock getroffen, der Schätzungen zufolge etwa 600 t wog. Der Turm zerbrach und wurde ins Meer gespült. An die Naturkatastrophe erinnern bis heute das zwei Meter dicke Ziegelsteinfundament des alten Leuchtturms und ein Denkmal. Der Kegel des Perboewatan und der Kegel des Danan verschwanden bei der Eruption am 27. August 1883 komplett. Vom Kegel des Rakata, der heute selbst den Rest der Insel Krakatau bildet, blieben etwa 50 % übrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des Krakatau mit seiner Auswurfmenge von bis zu 20&amp;amp;nbsp;km³ ist nach dem Ausbruch des [[Samalas]] 1257 und des [[Tambora]] 1815 einer der sechs größten [[Vulkanausbruch|Vulkanausbrüche]] des letzten Jahrtausends. Seine Stärke erreichte einen [[Vulkanexplosivitätsindex]] von 6 (VEI, mögliche Werte 0 bis 8). Bei den heftigen Ausbrüchen des [[Mount St. Helens]] im Mai 1980 betrug die Auswurfmenge etwa 1&amp;amp;nbsp;km³ und beim [[Pinatubo]] 1991, ebenfalls VEI 6, etwa 10&amp;amp;nbsp;km³. Der stärkste Ausbruch der letzten 10.000 Jahre war zwischen dem 10. und 15. April 1815 der des Tambora auf der indonesischen Insel [[Sumbawa]]. Dieser Ausbruch hatte einen VEI von 7 und schleuderte etwa 160&amp;amp;nbsp;km³ Material in die Atmosphäre. Einen VEI von 8 erreichte keine Eruption in den letzten 10.000 Jahren.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;left&amp;quot; perrow=&amp;quot;2&amp;quot; widths=&amp;quot;320&amp;quot; heights=&amp;quot;320&amp;quot; caption=&amp;quot;Die Krakatau-Inselgruppe vor und nach 1883&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Krakatau vor dem Ausbruch 1883.jpeg|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Vor 1883&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Krakatau nach dem Ausbruch 1883.jpeg|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Nach 1883&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;left&amp;quot; perrow=&amp;quot;2&amp;quot; widths=&amp;quot;320&amp;quot; heights=&amp;quot;270&amp;quot; caption=&amp;quot;Aus dem Werk &amp;#039;&amp;#039;Krakatau&amp;#039;&amp;#039; von [[Rogier Verbeek]] (1886)&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Verbeek - Ansicht der gespaltenen Hauptinsel Krakatau.jpeg|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Ansicht der gespaltenen Hauptinsel Krakatau nach dem Ausbruch 1883&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Verbeek - Grundriss der Inselgruppe Krakatau.jpeg|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Grundriss der Inselgruppe Krakatau nach dem Ausbruch 1883&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auswirkungen weltweit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Map indonesia volcanoes.gif|mini|hochkant=1.7|Vulkane in Indonesien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flutwelle wurde selbst in Europa registriert. An Pegeln im [[Biskaya|Golf von Biskaya]], 17.000&amp;amp;nbsp;Kilometer von ihrem Ursprung entfernt, und entlang des [[Ärmelkanal]]s wurde sie als Ausschlag von 2&amp;amp;nbsp;cm aufgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere Partikel, wie zum Beispiel [[Bimsstein]], der nach zeitgenössischen Berichten europäischer Seefahrer große Meeresflächen im Umkreis bedeckte, gingen in einem Gebiet von beinahe 4&amp;amp;nbsp;Millionen&amp;amp;nbsp;km² nieder&amp;amp;nbsp;– einem Areal von der doppelten Größe des gesamten indonesischen [[Archipel]]s. Die feine [[Vulkanasche]] und [[Aerosol]]e stiegen in die obere Atmosphäre auf und verteilten sich dort in wenigen Tagen weltweit in über 70 % dieser Luftschicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund um die Erde wurden aufgrund der Partikel in der Atmosphäre, an denen es zu Lichtbrechungen kam, spektakuläre Sonnenuntergänge beobachtet. So soll einer Untersuchung US-amerikanischer Wissenschaftler zufolge die auffallende rötliche Färbung des Himmels in [[Edvard Munch]]s berühmtem Gemälde „[[Der Schrei]]“ auf die nach der Eruption weltweit veränderte Färbung des Himmels zurückzuführen sein. Munch schrieb in seinem Tagebuch: „Plötzlich färbte sich der Himmel blutrot, die Wolken aus Blut und Flammen hingen über dem blau-schwarzen Fjord und der Stadt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aps.org/publications/apsnews/200405/backpage.cfm aps.org] Olson, Donald W.; Russell L. Doescher and Marilynn S. Olson (May 2004). &amp;#039;&amp;#039;„The Blood-Red Sky of the Scream“.&amp;#039;&amp;#039; APS News (American Physical Society) 13 (5). Abgerufen am 22. Dezember 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Astronom berichtete über die totale [[Mondfinsternis]] am 4. Oktober 1884 an &amp;#039;&amp;#039;Nature&amp;#039;&amp;#039;, dass „… die Verdunkelung des Mondes weit über den Grad hinausgeht, den man bei Finsternissen der letzten Zeit gesehen hat“. Vergleichende Fotos wurden 1888 in der Astronomiezeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Sirius&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sirius&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift für populäre Astronomie, 1888 (Beilagentafel 11), zitiert in http://www.astronomie-mainz.de/site/index.php?id=729, abgerufen am 12. Oktober 2018, nicht mehr abrufbar 26. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zur Charakterisierung der Vulkanausbruchfolgen eingeführte [[Trübungsindex]] der Atmosphäre wurde am Krakatau-Ereignis referenziert und für dieses auf 1000 gesetzt. Vor allem durch die das Sonnenlicht reflektierenden Aerosole sank auf der Nordhalbkugel die Durchschnittstemperatur um ca. 0,5–0,8&amp;amp;nbsp;K.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Szeglat: [http://www.vulkane.net/vulkanismus/vulkanischer-winter-klima.html &amp;#039;&amp;#039;Vulkanischer Winter: Auswirkung von Vulkanausbrüchen auf das Klima.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;vulkane.net&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 12. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es dauerte einige Jahre, bis diese Partikel wieder aus der Atmosphäre verschwanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883 wird in der [[Medienwissenschaft]] als eines der frühesten Beispiele für das [[Globales Dorf|globale Dorf]] angeführt. Ohne die [[Telegrafie|telegraphischen]] Berichte nach Europa wäre beispielsweise die Flutwelle nicht erkannt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vulkane.net&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierwelt und Ökologie ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Rakata-1.JPG|mini|links|Rakata, 2013]]&lt;br /&gt;
Die größeren Tierarten überlebten den Ausbruch nicht. Im Jahre 1889 wurden die Überreste des alten Vulkankegels Rakata durch von benachbarten Inseln angeschwommene [[Warane]] besiedelt. Nach dem Ausbruch wurden einige Expeditionen zur Untersuchung der Tierwelt durchgeführt. 1933 entdeckte man bei einer solchen Expedition [[Schlangen]], [[Geckos]] und andere kleine [[Echsen]] sowie weitere Kleintiere wie Fledermäuse, Vögel und Ratten, welche wahrscheinlich größtenteils durch [[Treibholz]] auf die Insel gelangt waren. 50 Jahre nach der Explosion des Krakatau, Anfang der 1930er Jahre, war das biologische Gleichgewicht wieder völlig hergestellt. Rakata ist heute wieder dicht bewaldet.&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anak Krakatau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Krakatoa map.svg|mini|Anak Krakatau nördlich der Insel [[Krakatau (Insel)|Krakatau]] (Rakata)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM De Anak Krakatau TMnr 10027438.jpg|mini|links|Die zweite der drei [[temporär]]en Vorläuferinseln des heutigen Anak Krakatau im Mai 1929.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PBS_4&amp;quot; /&amp;gt; &amp;lt;small&amp;gt;Aus der Sammlung des Amsterdamer [[Tropenmuseum]]s&amp;lt;/small&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Indonesia, Sunda Straits.jpg|mini|unten|Vulkanische Aktivität des Anak Krakatau, 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach langer Inaktivität begann sich 1927 genau an der Stelle, an der sich damals der Kegel des Danan befunden hatte, der &amp;#039;&amp;#039;Anak Krakatau&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(„Kind des Krakatau“)&amp;#039;&amp;#039; als neues untermeerisches Vulkangebäude am Rand der Caldera des Krakatau zu erheben. Drei Aschekegel durchbrachen nacheinander die Wasseroberfläche, die jeweils durch [[Küstenerosion|marine Erosion]] und untermeerische [[Rutschung]] am steilen Hang der Caldera zerstört wurden. Im August 1930 bildete sich eine vierte Insel, die bis heute Bestand hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PBS_4&amp;quot;&amp;gt;[http://www.pbs.org/wildindonesia/island/4.html Wild Indonesia: Birth of an Island – The Child grows]. Von Rob Whittaker auf [[Public Broadcasting Service|PBS]]. Zuletzt abgerufen am 28. Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;!-- Aschenauswürfe und Lavaströme lassen Anak Krakatau pro Jahr um mehr als vier Meter wachsen, der Vulkan ist heute etwa 450 Meter hoch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volcanodiscovery.com&amp;quot;&amp;gt;[http://www.volcanodiscovery.com/volcano-tours/krakatau/photos/eruption07/vulcanian_activity.html?&amp;amp;L=1]„Volcanodiscovery.com“&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt; Viele der in der Region lebenden Menschen nahmen die Gefahr eines Ausbruchs des Anak Krakatau nicht sehr ernst. Oft fehlte ihnen auch das Wissen über das Geschehen der Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1959 und 1963 war der Vulkan bisher am aktivsten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Naturgewalten.de&amp;quot;&amp;gt;[http://www.naturgewalten.de/krakatau.htm naturgewalten.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. November 2007 fand ein größerer Ausbruch des Anak Krakatau statt, ohne Menschen dabei zu gefährden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel.de&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volcanodiscovery.com&amp;quot;&amp;gt;[http://www.volcanodiscovery.com/volcano-tours/1443.html?&amp;amp;L=1 volcanodiscovery.com]&amp;lt;/ref&amp;gt;; im Juni 2009 brach der Anak Krakatau erneut aus und zeigt seitdem anhaltende [[Strombolianische Eruption|strombolianische Aktivität]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; Er zählt damit zu den aktivsten Vulkanen der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heftigste Ausbruch des Anak Krakatau seit über zehn Jahren fand am 2. und 3. September 2012 statt: Es ereigneten sich ohne Unterbrechung kanonenschussartige Explosionen unter Freisetzung großer Mengen [[Pyroklast]]ika. Zudem floss ein ca. 600 Meter langer Lavastrom aus der Gipfelregion nach Südosten und ergoss sich etwa 100 Meter ins Meer. Erst am 3. September 2012 gegen 16 Uhr ging diese heftige eruptive Phase in eine leichte strombolianische Aktivität über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Georesearch Volcanedo Germany&amp;quot;&amp;gt;[http://www.volcanedo.de/ &amp;#039;&amp;#039;Heftige eruptive Phase des Anak Krakatau am 2. und 3. September 2012&amp;#039;&amp;#039;] Kurzbericht des „Georesearch Volcanedo Germany“; Auf: volcanedo.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Anak Krakatoa from space with infrared 2020-04-17.jpg|mini|Satellitenbild vom 17.&amp;amp;nbsp;April 2020. Das starke Infrarot-Signal zeugt von erheblicher Hitze im Krater.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausbruch des Anak Krakatau 2018 ====&lt;br /&gt;
Mitte 2018 begann eine neue Eruptionsphase des Anak Krakatau. Am 22. September ereignete sich eine sich steigernde Ausbruchsfolge &amp;#039;&amp;#039;(Paroxysmus)&amp;#039;&amp;#039;, bei der eine thermische Strahlung von ca. 3400 Megawatt und Vulkanasche in bis zu 2300 Metern Höhe gemessen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vulkane Net Newsblog: [http://www.vulkane.net/blogmobil/anak-krakatau-neuer-paroxysmus/ Anak Krakatau Neuer Paroxysmus], abgerufen am 23. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer stärkerer Ausbruch des Anak Krakatau mit einer drei Kilometer hohen Aschewolke fand am 22. Dezember 2018 um 21:03 Uhr Ortszeit statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit 23.12.&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-12/tsunami-indonesien-20-tote &amp;#039;&amp;#039;Viele Tote durch Tsunami in Indonesien.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;zeit.de&amp;#039;&amp;#039;. 23. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 24 Minuten später überflutete ein [[Tsunami auf Java und Sumatra 2018|Tsunami Küstenregionen an der Sundastraße]] auf den Inseln [[Sumatra]] und [[Java (Insel)|Java]]. Dabei wurden mindestens 429 Menschen getötet und 1485 Menschen verletzt, etwa 154 werden vermisst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/ausland/indonesien-tsunami-137.html &amp;#039;&amp;#039;Noch mehr Tote nach Tsunami.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;tagesschau.de&amp;#039;&amp;#039; 25. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/vermischtes/article186059912/373-Tote-in-Indonesien-Eruptionen-des-Anak-Krakatau-Angst-vor-neuem-Seebeben.html &amp;#039;&amp;#039;Weitere Eruptionen des Anak Krakatau – Angst vor neuem Seebeben&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;. 24. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vulkane.net/blogmobil/anak-krakatau-neuer-paroxysmus-im-gange/ &amp;#039;&amp;#039;Anak Krakatau Neuer Paroxysmus.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Vulkane Net Newsblog&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 23. Dezember 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Betroffen von der etwa drei Meter hohen Welle waren auch Badeorte wie [[Pantai Tanjung Lesung]] an der Küste der Provinz [[Banten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit 23.12.&amp;quot; /&amp;gt; Der hohe Sachschaden wurde auch durch die zum Unglückszeitpunkt herrschende [[Springtide|Springflut]] (es war Vollmond) verursacht, die die Höhe des auflaufenden Wassers noch verstärkte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/tote-nach-tsunami-in-indonesien/ar-BBRju4w &amp;#039;&amp;#039;Tote nach Tsunami in Indonesien.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;MSN Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 23. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Arne Perras: [https://www.sueddeutsche.de/panorama/tsunami-indonesien-vulkanausbruch-krakatau-1.4264485 &amp;#039;&amp;#039;Das Grauen des Krakatau ist zurück.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. 23. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tsunami wurde durch einen Unterwasser-[[Hangrutsch#Tsunamis durch Erdrutsche|Hangrutsch]] ausgelöst. Deswegen war eine rechtzeitige Warnung nicht möglich; die Warnsysteme reagieren vornehmlich auf [[Erdbeben|Seebeben]].&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Senzel: [https://www.tagesschau.de/ausland/indonesien-tsunami-131.html &amp;#039;&amp;#039;„Warnsystem reagiert vor allem auf Seebeben“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;tagesschau.de&amp;#039;&amp;#039;. 23. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit 23.12.&amp;quot; /&amp;gt; Bei den jüngsten Eruptionen hat der Anak Krakatau stark an Substanz verloren. Seine Höhe reduzierte sich von {{Höhe|338}} auf nunmehr rund {{Höhe|110}}; er verlor dabei bis zu drei Viertel seines übermeerischen Volumens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/panorama/erdbeben-indonesischer-vulkan-anak-krakatau-stark-geschrumpft-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-181229-99-376676 |titel=Indonesischer Vulkan Anak Krakatau stark geschrumpft |hrsg=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2018-12-29 |abruf=2020-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kokudo Chiriin|Geographical Survey Institute of Japan]] vom 25. Dezember 2018: [http://www.gsi.go.jp/cais/topic181225-index-e.html &amp;#039;&amp;#039;The 2018 Krakatau Eruption, Indonesia: Geomorphic change detected by ALOS-2 data&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der momentan aktive Schlot befindet sich unter Wasser. Die Art des Ausbruchs in den Tagen nach dem Tsunami hatte sich durch die Interaktion von Lava mit dem Meerwasser verändert (Typ [[Vulkanausbruch#Surtseyanische Eruption|Surtseyanische Eruption]]), die Gefahr durch den Vulkan blieb hoch, die Warnstufe wurde angehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Marguerite Afra Sapiie: [https://www.thejakartapost.com/news/2018/12/27/anak-krakataus-changing-eruption-pattern-wont-trigger-tsunami-agency.html &amp;#039;&amp;#039;Anak Krakatau&amp;#039;s changing eruption pattern won&amp;#039;t trigger tsunami&amp;#039;&amp;#039;], [[The Jakarta Post]], 27. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Februar 2019 erging eine Warnung des &amp;#039;&amp;#039;Center for Volcanology and Geological Hazard Mitigation&amp;#039;&amp;#039; an die Fischer der Region, weiterhin einen respektvollen Abstand von mindestens fünf Kilometer vom Berg einzuhalten, welcher zu dieser Zeit immer noch eine ca. 500 Meter hohe Rauchsäule hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thejakartapost.com/news/2019/03/04/fisherfolk-told-to-keep-distance-from-active-anak-krakatau.html Fisherfolk told to keep distance from active Anak Krakatau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tsunami auf Java und Sumatra 2018}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erneute Aktivität des Anak Krakatau 2020 ====&lt;br /&gt;
Anak Krakatau schleuderte am 10. April 2020 eine 500 Meter hohe Aschesäule in die Luft. Die Explosion war im 150&amp;amp;nbsp;km entfernten Jakarta hörbar. Schäden wurden nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.newshub.co.nz/home/world/2020/04/massive-eruption-at-indonesian-volcano-krakatoa-report.html Eruption at Indonesian volcano Krakatoa]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Datenanalyse des [[Frühwarnsystem]]s, durch das indonesische Zentrum für Vulkanologie und geologische Risikominderung, wurde lediglich eine Warnung der Stufe 2 ausgesprochen, was einem begrenzten Risiko entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/news/vulkanforschung-auf-dem-weg-zur-eruptionsvorhersage/1799906 &amp;#039;&amp;#039;Vulkanforschung: Auf dem Weg zur Eruptionsvorhersage&amp;#039;&amp;#039;] Spektrum, aufgerufen am 31. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2021 wurde in Zusammenarbeit mit dem geologischen Forschungszentrum des [[Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum|Helmholtz-Zentrums Potsdam]] begonnen, ein [[Tsunami#Frühwarnsysteme|Tsunami-Frühwarnsystem]] aufzubauen. Neben seismischem Monitoring wird hierbei insbesondere die Flankeninstabilität, einschließlich der Hangrutschungen erfasst und ausgewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gfz-potsdam.de/medien-und-kommunikation/meldungen/alle-meldungen/article/start-des-projekts-tsunamirisk/ &amp;#039;&amp;#039;Start des Projekts TsunamiRisk&amp;#039;&amp;#039;] Helmholtz-Zentrum, aufgerufen am 31. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krakatau-Archipel ==&lt;br /&gt;
Zum [[Krakatau-Archipel]] gehören heute neben der namengebenden Hauptinsel &amp;#039;&amp;#039;Krakatau&amp;#039;&amp;#039; mit dem 1883 übriggebliebenen Vulkankegel &amp;#039;&amp;#039;Rakata&amp;#039;&amp;#039; auch die vulkanischen Inseln &amp;#039;&amp;#039;Sertung&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Verlaten Island&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Verlassene Insel)&amp;#039;&amp;#039; genannt, und Panjang (&amp;#039;&amp;#039;Krakatau Kecil&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lang Island&amp;#039;&amp;#039;). Sie umstehen den am Rande einer alten untermeerischen [[Caldera (Krater)|Caldera]] im Zentrum stehenden Anak Krakatau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eckart Wallbrecher |url=http://erdwissenschaften.uni-graz.at/mitarbeiter/personal/homepages/wallbrecher/unterlagen/AllgemeineGeologie/AllgemeineGeologie9.pdf |titel=Vorlesung Allgemeine Geologie |titelerg=Teil 9 |datum=2005 |seiten=6–8 |abruf=2018-12-30 |format=PDF |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sämtliche Inseln der Gruppe sind unbewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste&lt;br /&gt;
|liste=&lt;br /&gt;
* [[Liste von Vulkanen in Indonesien]]&lt;br /&gt;
* [[Liste großer historischer Vulkanausbrüche]]&lt;br /&gt;
* [[Supervulkan]]e&lt;br /&gt;
* [[Phreatomagmatische Explosion]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wilfried Schröder |Hrsg=Technische Informationsbibliothek [TIB] |Titel=Der Krakatau: Ausbruch vor hundert Jahren |Sammelwerk=Geowissenschaften in unserer Zeit |Verlag=Verlag Chemie GmbH |Ort=Weinheim |Datum=1983 |Seiten=155–159 |DOI=10.2312/geowissenschaften.1983.1.155}}&lt;br /&gt;
* [[Arno Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Krakatau.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1975, ISBN 3-15-009754-1.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Simon Winchester]] |Titel=Krakatau. Der Tag, an dem die Welt zerbrach; 27. August 1883 |Auflage=1. |Verlag=Knaus |Ort=München |Datum=2003 |ISBN=3-8135-0224-4 |Originaltitel=Krakatoa – The Day The World Exploded: August 27, 1883. |Originalsprache=en |Originaljahr=2003 |Originalort=New York |Übersetzer=Harald Stadler}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Ausbruch von Krakatau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spektrum der Wissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; 1/1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schrei&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Astronomie heute]].&amp;#039;&amp;#039; 3/2004.&lt;br /&gt;
* [[Ian Thornton]]: &amp;#039;&amp;#039;Krakatau: The Destruction and Reassembly of an Island Ecosystem&amp;#039;&amp;#039;, Harvard University Press (Cambridge, MA), 1996. ISBN 978-0-674-50572-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Rebell von Java]]&amp;#039;&amp;#039; (OT: &amp;#039;&amp;#039;Fair Wind to Java&amp;#039;&amp;#039;), Abenteuerfilm, USA 1953, Regie [[Joseph Kane]] mit [[Fred MacMurray]] und [[Vera Ralston]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Krakatoa – Das größte Abenteuer des letzten Jahrhunderts]]&amp;#039;&amp;#039; (OT: &amp;#039;&amp;#039;Krakatoa, East of Java&amp;#039;&amp;#039;) Spielfilm, USA, 1969, Regie: Bernard Kowalski, mit [[Maximilian Schell]] in der Hauptrolle, {{IMDb|tt0064555|Krakatoa}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krakatau – Ein Vulkan verändert die Welt&amp;#039;&amp;#039;. [[Dokudrama]], 2006, 45 Min., Buch und Regie: Jeremy Hall, Produktion: [[ZDF]], {{Webarchiv |url=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/26/0,1872,7103930,00.html |text=Inhaltsangabe des ZDF |wayback=20071014150256}}, der Film präsentiert Computersimulationen und zeigt Parallelen zur [[Erdbeben im Indischen Ozean 2004|Flutkatastrophe im Indischen Ozean von 2004]] auf&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die letzten Tage von Krakatau.&amp;#039;&amp;#039; (OT: &amp;#039;&amp;#039;Krakatoa. The Last Days&amp;#039;&amp;#039;) Dokudrama, Großbritannien, 2006, 87 Min., Regie: Sam Miller, Produktion: [[British Broadcasting Corporation|BBC]], unter anderem mit [[Olivia Williams]] in der Hauptrolle, {{Webarchiv |url=http://www.bbcgermany.de/GERMANY/dokumentationen/genre2/sendung_409.php |text=Inhaltsangabe der BBC |wayback=20071116045441}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fotos und Videos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Krakatoa|Krakatau}}&lt;br /&gt;
* [http://www.swisseduc.ch/stromboli/perm/krakatau/index-de.html Krakatau-Fotodokumentation auf Stromboli online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Beiträge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{GVP|vn=262000}}&lt;br /&gt;
* V. Camp: [http://www.geology.sdsu.edu/how_volcanoes_work/index.html &amp;#039;&amp;#039;Krakatau. How Volcanoes Work&amp;#039;&amp;#039;] Dept. of Geological Sciences, San Diego State University (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=608}}&lt;br /&gt;
* www.wissenschaft.de: [https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/ozeanisches-kuehlmittel-vulkanausbrueche/ &amp;#039;&amp;#039;Krakatau-Eruption verminderte Anstieg des Meeresspiegels und kühlte das Meerwasser ab&amp;#039;&amp;#039;] – Bericht über einen Artikel im Wissenschaftsmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* K. Wohletz: [http://www.ees1.lanl.gov/Wohletz/Krakatau.htm &amp;#039;&amp;#039;Were the Dark Ages Triggered by Volcano-Related Climate Changes in the 6th Century?&amp;#039;&amp;#039;] Los Alamos Laboratory (englisch)&lt;br /&gt;
* [[Rogier Verbeek]]: Krakatau, Batavia 1885, ({{archive.org |krakatau00verbgoog}}, Digitalisat in Farbe: [[doi:10.3931/e-rara-35614]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Andere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.vulkane.net/vulkane/krakatau/krakatau.html Umfangreiche Dokumentation mit Fotos und Videos]&lt;br /&gt;
* [http://www.volcanedo.de/ Dokumentation mit Bildmaterial]&lt;br /&gt;
* Sehr detailreiche Schilderung oder Augenzeugenbericht: Kapitän a.&amp;amp;nbsp;D. L. F. M. Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Der jüngste Ausbruch des Vulkans Krakatau (Mai bis August 1883)&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, Neunzehnter Band, S.&amp;amp;nbsp;81–103, Berlin, 1884, Verlag von Dietrich Reimer, ({{archive.org |zeitschriftderg28berlgoog|Blatt=n97}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Indonesien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4264310-7|LCCN=sh85073242|VIAF=234253081}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Caldera]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkan in Indonesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg in Indonesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanausbruch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturkatastrophe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berg als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestandteil einer Welterbestätte in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tsunami]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lampung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diebu</name></author>
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