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	<title>Komi (Volk) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Komi_(Volk)&amp;diff=12374&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diopuld: /* Einzelnachweise */ NDL</title>
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		<updated>2024-10-08T20:45:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; NDL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Komi peoples.jpg|mini|Komi]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Komi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{kvS|Комияс}}/&amp;#039;&amp;#039;Komijas&amp;#039;&amp;#039; oder Коми морт/&amp;#039;&amp;#039;Komi mort&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Komi-Mort&amp;#039;&amp;#039;) ist die Eigenbezeichnung mehrerer Bevölkerungsgruppen in Nordosteuropa ([[Russland]]), die zu den [[Finno-ugrische Völker|finno-ugrischen Völkern]] gehören. Die Mehrzahl der Komi spricht Varianten des [[Komi (Sprache)|Komi-kyv]], die zu den [[Finno-ugrische Sprachen|finno-ugrischen Sprachen]] gehören. Ein erheblicher Teil verwendet aber auch überwiegend oder ausschließlich die [[russische Sprache]]. Die Komi betrieben traditionell vor allem [[Forstwirtschaft]] und [[Landwirtschaft]] sowie [[Jagd]] und [[Fischerei]]. Heute arbeiten viele Komi in der Industrie und im Dienstleistungssektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
In vielen neueren Quellen findet sich die Vorstellung, dass es sich bei den Komi um &amp;#039;&amp;#039;ein&amp;#039;&amp;#039; Volk handelt. Dies kann unter Berücksichtigung von Sprache, Geschichte, der politischen Realitäten der letzten 100 Jahre und des Selbstverständnisses der Komi-Gruppen in Frage gestellt werden. Die &amp;#039;&amp;#039;Syrjanen&amp;#039;&amp;#039; (Nördliche Komi, früher auch Syrjänen, russ.: syrjane) werden häufig nur als &amp;#039;&amp;#039;Komi&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und stellen (als faktische Minderheit) das Staatsvolk der [[Republik Komi]] dar. Die &amp;#039;&amp;#039;Komi-Permjaken&amp;#039;&amp;#039; (Südliche Komi, russ.: komi-permjaki) leben in der [[Region Perm]] im Becken der [[Kama (Fluss)|Kama]]. Eine besondere Bevölkerungsgruppe der nördlichen Komi sind die &amp;#039;&amp;#039;Komi-Ischemzen&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Ishemzen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungszahlen ==&lt;br /&gt;
Die Zahl der Komi nimmt seit dem Ende der Sowjetunion stark ab. Heute gibt es etwa 320.000 Komi, 1989 waren es  etwa 500.000 1979 gab es 327.000 Komi (Syrjanen) und 151.000 Komi-Permjaken. 1989 lagen die Bevölkerungszahlen noch bei 345.000 und 152.000. Schon die Volkszählung 2002 zeigte einen deutlichen Rückgang auf nur noch 293.000 Komi (Syrjanen) und 125.000 Komi-Permjaken. Beim Zensus 2010 bezeichneten sich in ganz Russland 228.235 Bewohner als Komi und 94.456 Komi-Permjaken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== (Nördliche) Komi (-Syrjanen) ==&lt;br /&gt;
Die Nördlichen Komi oder &amp;#039;&amp;#039;Syrjanen&amp;#039;&amp;#039; sind die Nachfahren der Permier, die sich in den letzten Jahrhunderten des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrtausends nach Beginn der christlichen Zeitrechnung vom [[Kama (Fluss)|Kama]]-Gebiet her in Richtung Nordwesten verbreiteten. Dabei verbanden sie sich mit älteren Bevölkerungsschichten, die vermutlich ebenfalls zu den [[Finno-ugrische Völker|finno-ugrischen Völkern]] gehörten. Seit dem 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zahlten die als &amp;#039;&amp;#039;Wytschegodsker Perm&amp;#039;&amp;#039; (auch Alt-Perm) und &amp;#039;&amp;#039;Luschskaja Permiza&amp;#039;&amp;#039; in den altrussischen schriftlichen Quellen auftauchenden Bevölkerungsgruppen Abgaben an die [[Republik Nowgorod]] und nahmen am Handel zwischen [[Karelien]] und dem westlichen [[Sibirien]] teil. Dass es in den nordwestlichen Dialekten der syrjanischen Sprache Lehnwörter aus der [[Wepsische Sprache|wepsischen Sprache]] gibt, könnte ein Hinweis darauf sein, dass bereits vom 8. bis 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Kontakte zwischen Wepsen und Komi bestanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gyula Décsy: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die finnisch-ugrische Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 188. Wiesbaden 1965&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erfolgte die christliche Missionierung unter dem Nationalheiligen der Komi [[Stefan von Perm]] (&amp;#039;&amp;#039;Stefan Chrap&amp;#039;&amp;#039;). Auf ihn wird auch die Schaffung der [[Komi (Sprache)|alt-syrjanischen Sprache]] und der alt-syrjanischen (alt-permischen) Schrift zurückgeführt, die [[Kyrillische Schrift|kyrillische]], [[Runen|runische]] und Zeichen unbekannter Herkunft enthält. Diese Schrift und Sprache war bis zum 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gab es im Zuge der endgültigen Angliederung der Komi in das Russische Reich eine Bevölkerungsverschiebung in Richtung der heutigen Wohngebiete. Dabei wurden auch Gruppen von [[Russen]], [[Wepsen]], [[Nenzen]] und [[Mansen]] in die Komi-Bevölkerung integriert. Spätere Wanderungen führten die Komi über den [[Ural]] nach West-[[Sibirien]], wo noch heute viele von ihnen leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstand eine Nationalbewegung. 1921 gründete die Sowjetmacht die [[Autonome Oblast der Komi (Syrjänen)]] innerhalb der [[Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik|RSFSR]], die 1936 in eine [[Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Komi|Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (ASSR)]] umstrukturiert wurde. Das heutige russische [[Föderationssubjekt]] [[Republik Komi]] ist der Nachfolgestaat der ASSR der Komi. Die Verfassung dieser Republik sieht im Komi-Volk die Quelle der Souveränität dieses Staatswesens. Diese stellen allerdings nur 23 Prozent der Einwohner der Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Zerfall der Sowjetunion]] entstanden wiederum kulturelle, nationale und nationalistische Organisationen der Komi, die aber nur einen kleinen Teil der überwiegend in kleinen Städten und Orten lebenden Komi repräsentieren. Die Komi beteiligen sich an der Bewegung der [[Finno-ugrische Völker|finno-ugrischen Völker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Komi-Ischemzen (Коми-Ижемцы) ===&lt;br /&gt;
Diese nördlichste Gruppe der Komi hat sich aus der Vermischung von Komi und [[Nenzen]] entwickelt. Die Kultur dieser [[Ren]]tierzüchter-Komi wirkte auch auf die südlicher lebenden Gruppen zurück. Im Jahr 2005 wurde diese Gruppe durch [[RAIPON]] offiziell als [[Indigene Völker Sibiriens|kleines indigenes Volk des russischen Nordens]] anerkannt. Die Aufnahme in die staatliche &amp;quot;Einheitliche Liste der kleinen indigenen Völker&amp;quot; (&amp;#039;&amp;#039;Jediny Peretschen...&amp;#039;&amp;#039;) steht jedoch noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sehen sich die Komi-Ischemzen grundsätzlich als Bestandteil des Komi-Ethnos. Ihre Vertreter, besonders Walentina Semjaschkina vom Komitee zur Rettung der Petschora (&amp;#039;&amp;#039;Komitet spassenija Petschory&amp;#039;&amp;#039;) wehren sich gegen den Vorwurf, das Komi-Volk zu spalten. Jedoch sind Rechte auf Ressourcen- und Landnutzung in Russland eng an den Status &amp;quot;kleines indigenes Volk&amp;quot; gebunden. Daher sehen die Komi-Ischemzen die Anerkennung als ein wichtiges Mittel an, um Garantien für den Schutz ihrer besonderen Lebensweise zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komi-Permjaken ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Permjaken&amp;#039;&amp;#039; haben eine eigene Geschichte. Sie gehen auf Teile der Bevölkerung von Groß-Perm (im Gegensatz zu Alt-Perm), dem [[Bjarmland]] der nordischen Sagas zurück. Seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entwickelten sich kleine Städte und schließlich das Fürstentum [[Groß-Perm]], das 1472 von Russland erobert und 1505 endgültig aufgelöst wurde. Schon vorher hatte der Prozess einer überwiegend friedlichen Russifizierung begonnen. Viele Permier [[Russen]] sind heute Nachfahren der Groß-Permier.&lt;br /&gt;
1463 war der vordem heidnische Khan von Bischof Iona getauft worden. Danach begann die erfolgreiche Missionierung der Permier. Als [[Staatsbauer]]n oder Industrieleibeigene der Stroganows fristeten viele Komi ein elendes und rechtloses Dasein im Zarenreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 gründete die Sowjetmacht einen Nationalen (später: Autonomen) [[Autonomer Kreis der Komi-Permjaken|Kreis der Komi-Permjaken]]. Dies war die einzige territoriale Autonomie in Russland, in der ein finno-ugrisches Volk die ethnische Mehrheit (ca. 60 %) bildete. Die sowjetische Ethnologie betrachtete die Permjaken als eigene, von der Nation der Komi zu trennende &amp;quot;Völkerschaft&amp;quot; und so entstand auch eine eigene Schriftsprache für sie, die bis heute in Gebrauch ist. In postsowjetischer Zeit verstärkte sich der politische Druck in Richtung auf Auflösung der Autonomie, die mit der Eingliederung des Autonomen Kreises in die [[Region Perm]] im Dezember 2005 vollzogen wurde. Die meisten Komi-Permjaken scheinen diesen Vorgängen gleichgültig gegenüberzustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen der Komi ==&lt;br /&gt;
Die Mehrzahl der religiösen Komi sind [[russisch-orthodox]]e Christen. Es gibt unter ihnen auch [[Altorthodoxe|Altgläubige (Altritualisten)]]. Einige Komi-Nationalisten sind in den letzten Jahren zum [[Lutherische Orthodoxie|orthodoxen Luthertum]] konvertiert, das sie als neue Nationalreligion etablieren wollen. Als Rest der traditionellen [[Ethnische Religionen|ethnischen Religion]] der Komi bleibt im Rahmen eines christlich-heidnischen [[Synkretismus]] bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert das Zaubererwesen und der Glaube an die [[Tschuden#Die Tschuden der Sagen und folkloristischen Erzählungen|Tschuden]] erhalten, die mal als mythisches &amp;quot;altes Volk&amp;quot;, mal als böse Geister, mal als feenhafte Wesen verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Komi people|Komi}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4096742-6}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/online/2007/44/bg-komi Die Rentiere sind unser Gold]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20151222123910/http://de.sputniknews.com/german.ruvr.ru/radio_broadcast/17350884/22519382/ Die Komi] Reportage des Radiosenders „Stimme Russlands“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4096742-6|LCCN=sh85072859|NDL=00575409}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finno-ugrischsprachige Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Republik Komi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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