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	<title>Klebebindung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-15T23:42:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Klebebindung&amp;diff=14981&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Innobello: /* Nachteile der Klebebindung */ wl</title>
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		<updated>2024-11-08T07:46:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachteile der Klebebindung: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Książka w oprawie miękkiej klejonej.jpg|mini|Klebebindung (Paperback)]]&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Verlagsherstellung|Buchherstellung]] werden die [[Rohbogen]] durch den [[Buchbinder]] gesammelt, beschnitten und der offene Buchrücken infolge der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klebebindung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gefestigt. Diese mittels [[Kaltleim|Kalt-]] oder [[Heißleim]] durchgeführte Bindeart hat sich gegenüber der weit haltbareren [[Fadenheftung]] wegen der günstigeren Herstellung allgemein durchgesetzt. Während sich beim fadengehefteten Buch der [[Buchblock]] zumeist flach aufschlagen lässt, muss auf diesen Vorteil bei der Klebebindung verzichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kleinbetrieben erfolgt die händische Klebebindung mittels des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lumbeck-Verfahrens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Blockleimen&amp;#039;&amp;#039; noch sehr aufwendig. Die maschinelle Klebebindung ermöglicht in einer Binde- oder [[Buchstraße]] eine automatische Buchproduktion durch nahtlosen Übergang mehrerer Produktionsschritte. Bei der maschinellen Klebebindung werden die Buchblocks mithilfe eines ([[Hotmelt]]-, [[Dispersionskleber|Dispersions]]- oder [[Polyurethan|PUR]]-) [[Klebstoff]]es verbunden. Dabei können große Auflagen durch sehr hohe Maschinengeschwindigkeiten in kurzer Zeit äußerst preisgünstig hergestellt und angeboten werden. Die Anwendung des Verfahrens wird sowohl bei [[Broschur]]en ([[Paperback]]s) und Katalogen wie auch bei Hard-Cover-Ausführungen ([[Verlagseinband]]) angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Bis zum Aufkommen des [[Rollenrotationsdruck]]s um 1863 wurden Bücher und Manuskripte mittels einer händischen Fadenheftung gebunden. Der rasante Anstieg der Buchproduktion machte eine schnellere maschinelle Produktion notwendig. Der Einsatz der ersten [[Fadenheftmaschine]] um 1885 war nur der erste Schritt zur günstigeren Vermarktung. Der Einsatz von [[Drahtheftmaschine]]n zur Festigung des Buchrückens wurde nach wenigen Jahrzehnten aufgegeben, als sich die anfänglich gute Haltbarkeit nach massivem Gebrauch schnell ins Gegenteil verkehrte. Nachdem ein Beschnitt des Buchrückens allgemein als bewusstes Zerstören des Buchkerns angesehen wurde, behalf man sich in der Zwischenkriegszeit kurzfristig damit, die Drahtheftung durch den ganzen Block zu treiben. Diese Art des Bindens oder die [[Fadensiegelung]] hielt zwar die Buchlagen für eine spätere händische Fadenbindung intakt, war aber qualitativ gesehen keine Dauerlösung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschneidung des Rückens wurde schließlich in Kauf genommen, nachdem&lt;br /&gt;
[[Emil Lumbeck]] aus [[Remscheid]] 1936 eine handwerkliche &amp;#039;&amp;#039;Kalt&amp;#039;&amp;#039;klebetechnik (gegenüber der industriellen &amp;#039;&amp;#039;Heiß&amp;#039;&amp;#039;klebetechnik) entwickelte, die auch heute noch als &amp;#039;&amp;#039;Lumbecken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. Lumbeck kann somit als Wegbereiter des modernen Taschenbuchs angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfahrensarten von Klebebindungen ==&lt;br /&gt;
* Ohne Zerstörung des [[Satzspiegel#Stege|Bundstegs]] (sogenannte Viertelbogen-Klebung)&lt;br /&gt;
** z.&amp;amp;thinsp;B. Falzkleben – auf den Bund der Bogen wird Klebstoff aufgebracht, die erreichte Festigkeit ist sehr hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teilweise Bundstegzerstörung (sogenannte Flexstabilbindung)&lt;br /&gt;
** z.&amp;amp;thinsp;B. die von Josef Ricke erfundene Flexstabilbindung – der Bogen wird am Bund mittig aufgetrennt, am Fuß und am Kopfsteg bleiben die Bogen verbunden. An der aufgefrästen Stelle wird ein Papierstreifen dazwischen geklebt, dann folgt der Umschlag. Da der Bundsteg noch teilweise erhalten geblieben ist, reißen die Seiten beim [[Blättern]] nicht so leicht aus.&lt;br /&gt;
** Vivat Liber Verfahren - Hierbei wird der Rücken mit einem speziellen patentierten Profilschnitt versehen, der Papierstaub vermeidet. Dadurch wird die Stabilität erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bundstegzerstörung (schmales [[Fräsen]] oder Beschneiden des Buchrückens)&lt;br /&gt;
** Die Bogen werden aufgetrennt, Klebstoff wird direkt auf den Blättern verarbeitet (typisches Taschenbuch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Händisches Klebebinden ==&lt;br /&gt;
=== Lumbeck-Verfahren ===&lt;br /&gt;
Das von Hand durchgeführte &amp;#039;&amp;#039;Lumbecken&amp;#039;&amp;#039; wird mit Kaltleim durchgeführt und zeigt bei guter handwerklicher Vorgehensweise durchaus haltbare Ergebnisse. Ideale Voraussetzungen sind nur bei Buchdruck- und [[Dünndruckpapier]] mit richtiger [[Laufrichtung]] des Papieres gegeben. Die Laufrichtung ist beim Klebebinden von enormer Wichtigkeit, sie hat immer parallel zum Buchrücken zu erfolgen. &lt;br /&gt;
Die zum Buchblock geordneten Einzelseiten werden gerade gestoßen und mit dem unteren Drittel winkelgerecht in eine Presse (hölzerne Klotzpresse, moderne Lumbeckpresse) geklemmt. Dadurch öffnen sich die noch ungepressten Seiten des Buchrückens zu einem beidseitig abfallenden Fächer. Mit einer Hand wird dieser Fächer über die Presse gelegt und die Papierbogen so aufgefächert, dass das einzelne Blatt einen Kleberand zwischen 0,3&amp;amp;nbsp;mm bis 1&amp;amp;nbsp;mm erhält. Diese Stellen werden sternförmig in einer Richtung nach außen mit nicht zu wässrigem Kaltleim bestrichen. Der Prozess wiederholt sich in Gegenrichtung, bevor der ganze Pack in der Mitte mit beiden Handballen in die angestrebte Blockform gebracht und angepresst wird. Danach wird auf dem beleimten Teil eine zuvor hergerichtete [[Gaze]] aufgelegt, nochmalig überleimt und der jetzt fertig klebegebundene Block für den Endbeschnitt aus der Presse entnommen und winkelgerecht zum Trocknen abgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blockbindung ===&lt;br /&gt;
Eine spezielle Art des zumeist händischen Kaltklebens ist die &amp;#039;&amp;#039;Blockbindung&amp;#039;&amp;#039; (nicht zu verwechseln mit der Blockbindung alias [[Japanbindung]]), d.&amp;amp;thinsp;h. das temporäre Zusammenhalten einzelner Papierbögen zu einem Schreibblock. Dabei werden spezielle Weißleime verwendet, welche eine gute Verbindung zur Zellulosefaser des Papiers erreichen, dabei aber lange elastisch bleiben und unter Einwirkung von Zug (Abreißen eines Bogens) nachgeben. Die einfach auszuführende Blockbindung findet Verwendung für Endprodukte, die keine starke Haltbarkeit erfordern, wie z.&amp;amp;thinsp;B. für Ordner vorgesehene Schulbücher, jede Art von Notizblöcken, Tisch- oder Wandkalender und dergleichen. Dabei wird der auf Format beschnittene Papierstapel sorgfältig gerade gestoßen, mehrfach winkelgerecht übereinander gelegt und gepresst. Die jetzt entstandene Fläche, der &amp;#039;&amp;#039;Blockrücken&amp;#039;&amp;#039;, wird mittels scharfer Klinge aufgeraut und mit Kaltleim bestrichen. Nach der Trockenzeit kann der erhärtete Blockrücken mittels eines Handmessers in beliebiger Stärke durchtrennt werden. Die einzelnen Blätter eines beleimten Blockes lassen sich gegenüber der hochwertigeren Lumbeck-Klebebindung einfach abziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maschinelles Klebebinden ==&lt;br /&gt;
=== Heißklebetechnik ===&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;Heißklebetechnik&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Hotmelt&amp;#039;&amp;#039;) werden bei Raumtemperatur feste, granulierte [[Ethylenvinylacetat]]-[[Copolymere]] (&amp;#039;&amp;#039;EVA-[[Schmelzklebstoff|Hotmelts]]&amp;#039;&amp;#039;) bei ca. 170&amp;amp;nbsp;°C aufgeschmolzen und müssen während der &amp;#039;&amp;#039;offenen Zeit&amp;#039;&amp;#039; (die Zeit, in der sie maschinell verarbeitbar und noch nicht ausgehärtet sind, bis zu 60 Sekunden) auf die Buchrücken aufgebracht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polyurethan-Klebstoffe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotobuch-klebebindung-heft.jpg|mini|Fotobuch mit PUR-Klebebindung]]&lt;br /&gt;
Da Leime wie Hotmelt oder Dispersionsleim (Kaltleim; Weißleim) nicht sehr temperaturbeständig sind (Hotmelt kann wieder erhitzt werden und Kaltleim bricht bei sehr niedrigen Temperaturen), werden in der industriellen Fertigung immer häufiger [[Klebstoff#Polyurethan-Klebstoffe (PUR)|Polyurethan-Schmelzklebstoffe (PUR)]] eingesetzt. Diese werden mit ca. 130&amp;amp;nbsp;°C verarbeitet und erstarren durch Abkühlen. Zur kompletten Abbindung nehmen diese Leime noch die Feuchtigkeit der Luft auf. Hierbei wandelt sich der Klebstoff in einen nicht wiederauflösbaren Harnstoff um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaltklebetechnik ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Kaltklebetechnik&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich von der Heißklebetechnik dadurch, dass sie mithilfe eines speziellen [[Holzleim|Weißleims]] kalt durchgeführt werden kann. Das Verfahren der Kaltklebetechnik ist trotzdem sehr dauerhaft, weil während der Trocknung chemische Prozesse in Gang gesetzt werden, die die einzelnen Papierbögen am Buchrücken miteinander verbinden bzw. den Aufschluss der [[Zellulose]] begünstigen und diese langfristig verbinden/schweißen.&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Thermobindegerät}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachteile der Klebebindung ==&lt;br /&gt;
Festigkeit und Lebensdauer eines klebegebundenen Buches erreichen auch bei perfekter Verarbeitung und Berücksichtigung sämtlicher relevanter Faktoren nur annähernd die Qualität eines fadengehefteten Buches. Dabei ist neben der von vornherein geringeren Haltbarkeit gegenüber mechanischer Beanspruchung auch die geringere Alterungsbeständigkeit zu beachten, da der verwendete Klebstoff mit der Zeit brüchig werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Technik ist im Allgemeinen ungeeignet für alle stärkeren [[Satinieren (Papierherstellung)|satinierten]] Papiere wie Kunstdruckpapiere (Hochglanzpapiere), da das [[Gestrichenes Papier|gestrichene Papier]] den Klebstoff fast nicht in die Papierstruktur einlässt. Wird die Klebebindung bei schweren oder gar großformatigen Kunstdruckbüchern, bei Folianten und Atlanten angewandt, kann das Buch bei schon geringem Gebrauch in seine Einzelteile zerfallen. Der Leim kann bei stark [[Kalander|kalandriertem]] Papier oder ölhaltigen Farben tiefer in den Buchblock eindringen als vorgesehen. Dieser Nachteil fällt nach der Bindung besonders bei durchgehenden Illustrationen unangenehm auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei idealen Papieren, deren Fasern den Leim tief eindringen lassen, kann es bei nicht fachlicher Anwendung der Klebebindung zu erheblichen Nachteilen kommen. Wurde die Bindung dabei gegen die &amp;#039;&amp;#039;Laufrichtung des Papieres&amp;#039;&amp;#039; ausgeführt, lässt sich der getrocknete Buchblock nur schwer öffnen und bricht frühzeitig. Buchblocks mit Papierseiten, die quer zum [[Bundsteg]] laufen, lassen sich nur schwer öffnen, weil der erstarrte Klebstoff zu sehr „klammert“ und die Seiten am Bund zusammenpresst. Überdehnt man derartige Seiten beim späteren Lesen zu nachhaltig, kann der Buchrücken schnell brechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbetriebe sind immer gut beraten, ein Klebemuster zu fertigen, das die spätere [[Adhäsion]] des Klebeleimes mit der zu verwendeten Papierfaser testet. Besonders farbintensive Vollflächendrucke, die im Offsetverfahren bis zum Bundsteg hinaus gedruckt werden, können bei Einsatz von [[Schmelzklebstoff|Hotmeltklebern]] zu schlechten Ergebnissen bei der Bindung führen. Die in den Druckfarben enthaltenen Mineralöle verringern, chemisch bedingt, die Haltbarkeit und Adhäsionsfähigkeit des Heißleimes. Dabei werden die durch Kohlenwasserstoffe angereicherten Hotmelts durch die Öle der Druckfarbe, die auf der gleichen chemischen Basis beruhen, geschädigt. Dieser – lange Zeit bekannten – negativen Wechselwirkung wurde zwar durch die Entwicklung von PUR-Heißleimsystemen entgegengewirkt, doch ist bei derartigen Fällen der Einsatz von Dispersionskaltleimen zu bevorzugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Liebau, Inés Heinze: &amp;#039;&amp;#039;Industrielle Buchbinderei.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Beruf und Schule, Itzehoe 2001, ISBN 3-88013-596-7.&lt;br /&gt;
* Karl Dratva: &amp;#039;&amp;#039;Fachkunde für Buchbinder&amp;#039;&amp;#039;, Österreichischer Gewerbeverlag, Wien 1966.&lt;br /&gt;
* Melanie Kubitza: &amp;#039;&amp;#039;Die Problematik der Restaurierung von Klebebindungen am Beispiel des Buches &amp;quot;Principles of the Science of Colour&amp;quot; (1868)&amp;#039;&amp;#039;, Diplomarbeit, Köln, Fachhochschule Köln, 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Buchbinden/ Binden/ Block: Lumbeck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4350323-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchbinden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Innobello</name></author>
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