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	<title>Kino - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Ankermast: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2025-08-23T19:53:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Filmtheater|Zu anderen jeweiligen Bedeutungen siehe [[Kino (Begriffsklärung)]] sowie [[Filmtheater (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Metro Kino Wien innen.jpg|mini|Als Kino genutztes ehemaliges Theater: Das [[Metro-Kino (Wien)|Metro-Kino]] in [[Wien]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ticket (unseparated) Kurkino-Berchtesgaden.JPG|mini|[[Eintrittskarte]] des [[Berchtesgaden]]er Kurkinos]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kino&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lichtspieltheater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lichtspielhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Filmtheater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;amp;nbsp;– ist ein Aufführungsbetrieb für alle Arten von [[Film]]en. Manchmal steht der Begriff auch für die Filmkunst an sich oder für das Erlebnis des &amp;#039;&amp;#039;Ins-Kino-Gehens&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kino&amp;#039;&amp;#039; ist eine Kurzform der ins Deutsche übersetzten Bezeichnung für die Erfindung der [[Gebrüder Lumière]]: [[Cinématographe]]&amp;amp;nbsp;– zu Deutsch &amp;#039;&amp;#039;Kinematograph.&amp;#039;&amp;#039; Beide sind aus [[Altgriechische Sprache|griechischen]] Wurzeln ({{lang|grc|κίνησις|kinesis|de=Bewegung}} und {{lang|grc|γράφειν|graphein|de=zeichnen}}) gebildete [[Kunstwort|Kunstwörter]], bedeuten also wörtlich ‚Bewegungsaufzeichnung‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geschichte des Kinos}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinos und Filmbesucher in Stuttgart seit 1981.svg|mini|Das Diagramm zeigt die Zahl der Kinobesucher seit 1981 in [[Stuttgart]]. Datengrundlage ist das [[Open Data]]-[[Datenbasis|Dataset]] „Kinos und Filmbesucher in Stuttgart seit 1981“.]]&lt;br /&gt;
Die Vorgänger des Kinos waren [[Schaubude]]n und [[Wachsfigurenkabinett|Panoptiken]] auf Jahrmärkten. 1895 wurde ein kommerzieller Film im [[Bioskop]]-Format im Berliner [[Wintergarten (Varieté)|Wintergarten]] gezeigt; es war eine Weltpremiere. Bis in die 1920er Jahre wurden in vielen Großstädten Kinopaläste gebaut, die den Theatern und Opernhäusern nachempfunden waren. 1926 kam der erste abendfüllende [[Spielfilm]] mit Ton zur Aufführung. Innerhalb weniger Jahre rüsteten die Kinos von [[Stummfilm]] auf [[Tonfilm]] um. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten Kinos in vielen Ländern eine Blütezeit.&lt;br /&gt;
Ab den späten 1950er Jahren gingen die Besucherzahlen zurück. Als eine Ursache gilt die [[Geschichte des Fernsehens#Entwicklung zum Massenmedium ab 1950|zunehmende Verbreitung des Fernsehens]]. Viele Kinos schlossen (&amp;#039;&amp;#039;Kinosterben&amp;#039;&amp;#039;) oder teilten ihre Säle in mehrere kleine Vorführräume ([[Schachtelkino]]s) auf. Seit den 1980er Jahren werden [[Multiplex-Kino]]s an den Stadträndern und in der Provinz neu gebaut.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!------ Manche sprechen heute von einer Kino-Renaissance. -------&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
=== Projektion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Projecteur cinématographique 35mm.jpg|mini|Kinoprojektor für 35-mm-Film]]Im Kino projiziert man mit [[Projektor]]en bzw. [[Filmprojektor]]en [[Dia (Fotografie)|Lichtbilder]] oder [[Film]]e auf eine [[Bildwand]]. Eine solche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Filmprojektion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Projektion von Folgen sich verändernder Bilder) wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Laufbildprojektion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Friedrich Ebel|Hans F. Ebel]], [[Claus Bliefert]]: &amp;#039;&amp;#039;Vortragen in Naturwissenschaft, Technik und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 1991; 2., bearbeitete Auflage 1994, VCH, Weinheim ISBN 3-527-30047-3, S. 297 und 299.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zur Einführung des Tonfilms 1929 gab es keine Norm für Aufnahme- und Wiedergabegeschwindigkeiten von Filmen. Je nach vorhandenen Lichtverhältnissen und der Art der Aufnahme (Handkurbel oder automatisch) sowie nach Belieben des Kameramanns oder Regisseurs (um z.&amp;amp;nbsp;B. hektische Szenen zu betonen) variierte die Aufnahmegeschwindigkeit und dementsprechend variiert auch bei der gleichmäßig schnellen Wiedergabe die Schnelligkeit der Bewegungen. Die Filmvorführer in den Kinos spielten in der Regel mit einer Geschwindigkeit zwischen 15 und 18 Bildern pro Sekunde ab. Bis Ende der 1920er Jahre stieg diese Geschwindigkeit durchschnittlich auf über 24 Bilder pro Sekunde an, was dann mit Einführung des Tonfilms, wo die Geschwindigkeit aufgrund der [[Tonspur]] gleich bleiben muss, als Norm festgelegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Paolo Cherchi Usai: &amp;#039;&amp;#039;The Early Years.&amp;#039;&amp;#039; In: Geoffrey Nowell-Smith (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford History of World Cinema&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, Oxford 1996, ISBN 0-19-874242-8, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonwiedergabe ===&lt;br /&gt;
Der [[Ton im Kino|Ton]] wird mit unterschiedlich komplexen Verfahren wiedergegeben und befindet sich als [[Lichtton|Licht]]- ([[Dolby]], [[Sony Dynamic Digital Sound|SDDS]]) oder [[Magnetton]]spur auf dem Film oder wird von separaten Datenträgern abgespielt, die dann mit dem Film synchronisiert werden ([[DTS]]). Magnetton spielt im kommerziellen Kino heute eine untergeordnete Rolle. [[COMMAG]]-Ton ist fast verschwunden, doch die [[SEPMAG]]-Vorführung existiert zum Beispiel noch bei [[IMAX]]. Beim System der kanadischen IMAX Corporation setzt man heute noch – als [[Backup]] für den unkomprimierten, von Festplatte oder DVD-ROM stammenden Sechskanaldigitalton – 35-mm-[[Magnetfilm]] ein, der synchron zur 70-mm-Kopie läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein neu entwickeltes Klangsystem des [[Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie]] mit dem Namen [[IOSONO]], das Raumklänge auf Basis der [[Klangfeldsynthese]] erzeugt, wurde eine Zeitlang im Kino von [[Ilmenau]] getestet. Das Projekt wurde aber nach der Probephase wieder eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neue Entwicklungen ersetzen den Film durch andere Datenträger (DVD, Festplatte, Satellitenübertragung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Digitalisierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Football match in cinema.jpg|mini|Fußballfans schauen Englandspiel in [[HDTV]] im Kino.&amp;lt;ref&amp;gt;HDTV im Kino: &amp;#039;&amp;#039;[[n:en:England fans watch match in cinema|England fans watch match in cinema]]&amp;#039;&amp;#039; auf: &amp;#039;&amp;#039;en:wikinews&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juni 2006 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu sehen ist „HD1“.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Digitales Kino]] verbreitet sich derzeit weltweit mit Tausenden Leinwänden pro Jahr, auch bedingt durch die inzwischen weiter verbreitete Nutzung der [[Digitale Kinokamera|digitalen Kinokameras]]. Inzwischen sind nahezu alle &amp;#039;&amp;#039;neu&amp;#039;&amp;#039; verkauften Kinoausstattungen digital, und zehntausende Kinos weltweit wechseln ihre alten mechanischen Projektoren gegen moderne Digital-Projektoren aus. Vorreiter der Umstellung sind die großen Kinoketten. Mit europäischer Förderung wurde jedoch am 12. November 2004 &amp;#039;&amp;#039;cinemaNet Europe&amp;#039;&amp;#039; gestartet. Zielgruppe sind Programmkinos, die bei der Anschaffung der Technik unterstützt werden und kleine Produktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA ist die Mehrheit der Kinos digital. Andere Länder, beispielsweise in Skandinavien, rüsten komplett um und werden keine filmbasierte Projektion außerhalb von Museen und spezialisierten Kinos bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunehmend werden hierdurch auch Live-Übertragungen im Kino angeboten, so beispielsweise von Konzerten, Opern oder Sport. So wurde am 27. Juni 2007 ein Konzert von [[Genesis (Band)|Genesis]] in der [[ESPRIT arena|LTU-Arena]] in [[Düsseldorf]] live in Kinos in Großbritannien, Schweden und Spanien sowie am 19. Dezember 2010 das Abschlusskonzert von [[Simply Red]] aus der [[The O₂|O2 Arena]] in [[London]] in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltweit hat sich als Norm für Kinoprojektion [[Digital Cinema Initiatives#Die DCI-Spezifikation|DCI]] durchgesetzt und hat beim Verkauf von Kinoprojektoren als Norm inzwischen weltweit deutlich über 90 % Marktanteil. Zur Vorführung im Kino werden Filme mehrheitlich in Form von [[Digital Cinema Package]]s (DCP) angeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3D-Technik ===&lt;br /&gt;
Durch die bessere stereoskopische Bildgüte von DCI-Projektoren gegenüber Filmprojektoren erleben [[3D-Film]]e seit 2008 einen weltweiten Durchbruch. Der kommerziell erfolgreichste Film der Kinogeschichte, [[Avatar – Aufbruch nach Pandora|Avatar]], wurde 2009 größtenteils schon per 3D-DCI Projektion besucht. Die Kosten für die Modernisierung der Kinos von Film zu digitaler Projektion, welche sich 2010 in etwa von 35.000 bis 100.000 Euro beliefen, werden bei 3D Filmaufführungen typischerweise von den Kinobetreibern via höherer Eintrittspreise weitergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Effektkino ===&lt;br /&gt;
Kinos, die neben Bild und Ton, also Video- und Hör-Eindruck zu bieten, auch weitere Sinne ansprechen, werden als &amp;#039;&amp;#039;Effektkinos&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;4DX&amp;#039;&amp;#039; spielt auf die Erweiterung gegenüber 3D an und enthält „X“ als lautliches Kürzel für englisch {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;(special) effects&amp;#039;&amp;#039;}}. Die Technik stammt von dem südkoreanischen Unternehmen CJ 4DPLEX, Teil der [[CJ Group]], zu welcher auch die Kinokette [[CJ CGV]] gehört. 2009 wurde die Technik in einigen südkoreanischen Kinos eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. August 2017 wurde in Wien Österreichs erstes Kino mit 4DX-Ausrüstung eröffnet. Jeder einzelne Sessel kann gekippt und gerüttelt werden, Sprühnebel kann die Atmosphäre eines Wasserfalls nachbilden. Mit Stand August 2017 gibt es weltweit 370 4DX-Kinos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien gibt es 2017 weiters ein 5D-Kino im [[Wiener Prater|Prater]]. In diesem werden eher spezielle, kürzere Filme, mit komprimiertem Vorkommen von Spezialeffekten, etwa auch Fahrtwind, gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wien.orf.at/news/stories/2858174/ Erster 4DX-Kinosaal um 1,2 Millionen Euro] orf.at, 2. August 2017, abgerufen am 2. August 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinotypen ==&lt;br /&gt;
Große Kinos spielen meist nur ein sehr beschränktes [[Repertoire]] an aktuellen erfolgreichen Filmen. Dagegen setzt das so genannte [[Programmkino]] auf ein vielseitig zusammengesetztes Spektrum auch aus älteren und unbekannteren Filmen. In vielen deutschen Städten gibt es auch ein [[Kommunales Kino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aktualitätenkino]] (AKI), auch &amp;#039;&amp;#039;Aktualitätenlichtspiele&amp;#039;&amp;#039; (ALI) oder &amp;#039;&amp;#039;Bahnhofslichtspiele&amp;#039;&amp;#039; (BALI) – Kinos meist in Bahnhöfen oder Bahnhofnähe, die in ständiger Wiederholung eine 50 Minuten lange Zusammenstellung aus Beiträgen der vier deutschen [[Wochenschau]]en, ein bis zwei [[Kulturfilm]]en und einem [[Zeichentrickfilm]] zeigten (1929 bis etwa 1968).&lt;br /&gt;
* [[Autokino]] – Freiluftkino mit großem Parkplatz. Das Publikum bleibt in seinen Fahrzeugen. Die Tonübertragung erfolgt etwa mittels ins Autofenster einhängbaren Lautsprechern, Kopfhörern oder einer speziellen Radiofrequenz.&lt;br /&gt;
* [[Daumenkino]] – ein Stapel von Einzelbildern, der mit dem Daumen durchgeblättert wird (ohne Projektor/Leinwand).&lt;br /&gt;
* [[Freiluftkino]] – Leinwand und Sitzplätze werden im Freien aufgebaut.&lt;br /&gt;
* [[Geruchskino]] – Die Wahrnehmung der Filmhandlungen wird durch Geruchsstoffe verstärkt, die ins Kino eingeströmt werden.&lt;br /&gt;
* [[Heimkino]] – Kino, das aus mehreren [[Hi-Fi]]- und [[Videotechnik|Video]]-Komponenten im eigenen Wohnraum selbst aufgebaut wird.&lt;br /&gt;
* [[IMAX]] – Kinosystem mit großer Leinwand und Projektion mit 70-mm-Film-Format&lt;br /&gt;
* [[Kommunales Kino]] – nichtkommerzielles, durch Kommune finanziertes Kino&lt;br /&gt;
* [[Ladenkino]], etwa in ehemaligen Gaststätten untergebracht, mit einfachen Stühlen ausgestattet, entstand in der frühen Geschichte der Kinos, als es noch keine bestimmte Kino-Architektur gab, und geeignet erscheinende Räume auf einfache Weise zu Kinos umgestaltet wurden. Professionellere Kinos hingegen orientierten sich, sowohl was Systematik als auch Innenarchitektur betraf, an Theatern.&lt;br /&gt;
* [[Multiplex-Kino]] – Kinocenter mit vielen Sälen&lt;br /&gt;
* [[Motion-Ride Kino]] – Kino, in dem sich die Sitze synchron zum Film bewegen (z.&amp;amp;nbsp;B. das ehemalige MAD-Kino im [[Cinecittà Nürnberg]] oder das [[Showscan]]-Kino im [[Filmpark Babelsberg]])&lt;br /&gt;
* [[Programmkino]] – wählt Filme selbst aus, unabhängig von Blockbuster-Produktionen und Filmverleihern&lt;br /&gt;
* Raucherkino – Kino, in dem während der Vorführung geraucht werden darf.&lt;br /&gt;
* Reprisenkino – Kino, in welchem (häufig als Quartierkino) vor der Verbreitung von Video und DVD Filme zur Zweitauswertung vorgeführt wurden. Das geschah nicht selten als [[Double Feature]].&lt;br /&gt;
* [[Saalkino]] – Filme wurden in angemieteten Sälen vorgeführt, z.&amp;amp;nbsp;B. Mehrzwecksäle von Gemeinden, Tanzsälen/-lokalen und Theatern. Diese wurden auf einen bestimmten Zeitraum hinweg an den Saalspieler verpachtet, meistens nahmen Saalbesitzer Saalspieler unter Vertrag, d.&amp;amp;nbsp;h. letztere erhielten lediglich ein Fixgehalt.&lt;br /&gt;
* [[Schachtelkino]] – Kino mit mehreren, zum Teil sehr kleinen Sälen.&lt;br /&gt;
* [[Sexkino]] – Kino, welches überwiegend oder ausschließlich Filme [[Pornografie|pornografischen]] Inhalts zeigt.&lt;br /&gt;
* [[Soldatenkino]] – Kino für Militärangehörige, etwa für [[Wehrmacht]]ssoldaten im besetzten Frankreich während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&lt;br /&gt;
* Verzehrkino – ein Filmtheater, in dem Speisen und Getränke bestellt werden können.&lt;br /&gt;
* [[Wanderkino]] – gab es bereits vor den ersten festen Kinos. Sie zogen durch die Lande, bauten große Zelte auf und präsentierten mitgebrachte Filme auch in Provinzstädten und ländlichen Regionen.&lt;br /&gt;
* {{Anker|Grindhouse}} &amp;#039;&amp;#039;Grindhouse&amp;#039;&amp;#039; nannte man in den [[Vereinigte Staaten|USA]] ein kleines, oft relativ schäbiges Einsaalkino, das [[B-Movie]]s und [[Exploitationfilm]]e, vor allem Erwachsenenfilme, zeigte. Bekannt wurden Grindhouses in den 1960ern und 1970ern durch billige [[Kung-Fu]]-, [[Horrorfilm|Horror]]-, [[Softporno|Softsex]]- und [[Blaxploitation]]filme.&lt;br /&gt;
* Non-Stop- oder Ohne-Pause-Kinos gab es noch bis um 1980 etwa in [[Graz]] (Nonstop-Kino, im Gebäude des Hauptbahnhofs) und [[Linz]] (OP-Kino, Landstraße/Schillerplatz). Innerhalb bestimmter Stunden des Tages, mitunter auch schon vormittags, wurde eine Abfolge aus Wochenschau und typisch zumindest zwei kürzeren Filmen meist ohne wesentliche Pause gespielt. Der Eintritt berechtigte innerhalb der Vorführzeit jederzeit den Kinosaal zu betreten, beliebig lang darin zu bleiben, sich Filme also auch mehrfach anzusehen. Diente auch dazu, Wartezeiten, etwa auf Züge, mit kurzweiliger Berieselung zu überbrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinoarchitektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rodgers Theatre, 204-224 N. Broadway Street, Poplar Bluff, Mo, USA.jpg|mini|Rodgers Theatre in [[Poplar Bluff]] in [[Missouri]], [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten von Amerika]] (erbaut 1949 in [[Art déco]] Architektur)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoquiam, WA - 7th St Theatre ticket booth.jpg|mini|Kassenhäuschen des 1928 erbauten [[7th Street Theatre]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur von Kinogebäuden ähnelt meist der von [[Theater (Architektur)|Theatern]] mit [[Bühne (Theater)|Bühne]], [[Zuschauerraum]], [[Foyer]], Kassenraum und Technikraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuschauerraum ===&lt;br /&gt;
Die Sitzplatzkategorien des Zuschauerraums sind [[Parkett (Theater)|Parkett]] (siehe auch [[Sperrsitz]] oder [[Rasiersitz]]) und [[Loge (Zuschauerraum)|Loge]]. Seitlich liegende Logen können gegenüber dem nach vorne meist abfallenden Parkett etwas erhöht und sogar mehrstöckig übereinander liegen. Manche Kinos, insbesondere solche, die daneben auch als Theatersaal dienten, hatten als [[Rang (Theater)|Ränge]] auch höher als das Parkett liegenden &amp;#039;&amp;#039;Balkon&amp;#039;&amp;#039; (hinten) und/oder &amp;#039;&amp;#039;Galerie&amp;#039;&amp;#039; (seitlich). Sitzplätze, vor denen nicht ein weiterer in oft beengter Anordnung folgt, sondern ein Quergang verläuft, werden, insbesondere in Österreich, als &amp;#039;&amp;#039;fußfrei&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, von diesen kann man seine Beine frei nach vorne ausstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Innenarchitekt Martin Bauer stellte die Komponenten zusammen, aus deren Eigenschaften und Wirkungsgraden sich die jeweilige Kinosaalbehaglichkeit ergibt: das Raumvolumen, günstige Sichtbedingungen, richtiges Bodensteigungsverhältnis, bequeme körpergerechte Sitze, klare Wegführung, richtig dimensionierte Leinwand, blendfreie Allgemeinbeleuchtung, zugfreie Belüftung, geregelte Temperatur, Fremdgeräuschabschirmung, haptisch angenehme Materialien im unmittelbaren Tast- und Greifbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Bauer |Hrsg=[[Hans Günther Pflaum]] |Titel=Das Wesentliche noch immer nicht erfasst. Anmerkungen zur Kinoarchitektur |Sammelwerk=Jahrbuch Film 81/82. Berichte/Kritiken/Daten |Verlag=Carl Hanser Verlag |Ort=München/Wien |Datum=1981 |ISBN=3-446-13456-5 |Seiten=198–202}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
Die ersten Kinogebäude waren sogenannte [[Nickelodeon (Kino)|Nickelodeons]], in denen [[Stummfilm]]e gezeigt wurden, die von einem Musiker begleitet wurden. Ein typisches Instrument zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die [[Kinoorgel]], auf der auch Geräusche wie z.&amp;amp;nbsp;B. Telefonklingeln, Donnergrollen oder Huftrappeln imitiert werden konnten. Die Gebäude differenzierten sich aus und es entstanden im oberen Segment die sogenannten Filmpaläste. Die Baukosten des 1914 am [[Times Square]] von [[Thomas White Lamb]] gebauten Mark Strand Theatre betrugen bereits eine Million US-Dollar. Gezeigt wurden Bühnenshows und Filme. In den 1920er Jahren sollten einige Kinogebäude die Illusion erzeugen, man könne den Sternenhimmel sehen. Das [[Fox Theatre (Atlanta)|Fox Theatre in Atlanta]] beispielsweise war als Nachbildung eines arabischen offenen Hofes, inklusive Sternenhimmel und projizierbaren Wolken gestaltet. In den 1930er Jahren entstanden Kinogebäuden im Stil des [[Art déco]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Verbreitung des Fernsehens in den 1950er Jahren verloren diese aufwendig gestalteten Kinogebäude an Bedeutung und als günstige Alternative entstanden [[Autokino]]s („Drive-in“), bei denen die Bilder entweder auf eine weiße Wand oder eine auf eine Stahlkonstruktion gespannte Leinwand projiziert wurden. Große derartige Kinos hatten Platz für 2000 bis 3000 Autos, zusätzlich gab es auf dem Gelände noch Schnellrestaurants, oder die Speisen wurden ans Auto gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.driveintheater.com/history/1950.htm driveintheater.com: 1950s]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Multiplex-Kino]]s folgten ab Mitte der 1960er Jahre. Sie waren häufig in einem [[Einkaufszentrum]] angesiedelt und bestanden nicht selten aus zwischen zehn und zwanzig Zuschauerräumen, wo [[Blockbuster]]-Filme gezeigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Kinos ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutschland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Anzeiger Dämmerung.jpg|mini|Das höchste Kino in Deutschland: Die [[Hochhaus-Lichtspiele]] befinden sich im 10. Stock unter der Kuppel des [[Anzeiger-Hochhaus]]es in Hannover.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Abaton (Kino)|Abaton]], Hamburg, eines der ersten Programmkinos&lt;br /&gt;
* [[Apollo (Hannover)|Apollo]], Hannover, gegründet 1908, Programmkino, Stadtteilkino&lt;br /&gt;
* [[Kino Babylon|Babylon]], Berlin, von [[Hans Poelzig]] 1928/29 erbaut&lt;br /&gt;
* [[Burg Theater (Kino)|Burg Theater]], Burg (bei Magdeburg), ältester Kinozweckbau Deutschlands&lt;br /&gt;
* [[Cinecittà Nürnberg|Cinecittà]], [[Nürnberg]], eines der größten Kinozentren Europas mit 4984 Plätzen in 21 Sälen&lt;br /&gt;
* [[Cinedom]] Köln, insgesamt 3.748 Sitzplätze&lt;br /&gt;
* [[Cinema im Ostertor]], Bremen, das erste [[Programmkino]] in Deutschland, gegründet 1969&lt;br /&gt;
* [[Cinemaxx]], [[Essen]], mit 5370 Plätzen in 16 Sälen das größte Multiplex-Kino Deutschlands&lt;br /&gt;
* [[Filmtheater Weltspiegel]], Cottbus, zweitältester Kinozweckbau Deutschlands&lt;br /&gt;
* [[Gabriel Filmtheater]], München, eines der ältesten Kinos der Welt, durchgehend bespielt von 1907 bis 2019&lt;br /&gt;
* [[Hochhaus-Lichtspiele]], Hannover, Deutschlands höchstes Kino&lt;br /&gt;
* [[Kino International]], Berlin, Vorzeige-Kino der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]&lt;br /&gt;
* [[Lichtburg (Essen)|Lichtburg]], Essen, mit 1250 Plätzen größter Kinosaal Deutschlands&lt;br /&gt;
* [[Rundkino Dresden|Rundkino]], Dresden, eröffnet 1972, 500 Plätze&lt;br /&gt;
* [[Scala Filmtheater]], [[Hof (Saale)]], nahezu vollständig erhalten aus den 1920er Jahren, Spielstätte der [[Internationale Hofer Filmtage|Internationalen Hofer Filmtage]], 785 Plätze&lt;br /&gt;
* [[Lochmann Filmtheaterbetriebe|Traumpalast]], Leonberg, weltweit größte [[IMAX]]-Leinwand&lt;br /&gt;
* Ufa-Filmtheater Universum (heute [[Schaubühne am Lehniner Platz]]), Berlin, von [[Erich Mendelsohn]] 1927/28 erbaut&lt;br /&gt;
* [[UT Connewitz]], Leipzig, ältestes weitgehend im Originalzustand erhaltenes Kino Deutschlands&lt;br /&gt;
* Weltspiegel Lichtspiele, [[Mettmann]], seit der Eröffnung am 2. August 1907 bis heute in Betrieb&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rp-online.de/nrw/staedte/mettmann/100-jahre-weltspiegel_aid-11141177 100 Jahre Weltspiegel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Zoo Palast]], Berlin, lange Hauptspielstätte der [[Internationale Filmfestspiele Berlin|Berlinale]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Österreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Apollo Kino (Wien)|Apollo Kino]], Wien&lt;br /&gt;
* [[Breitenseer Lichtspiele]], Wien, eines der ältesten Kinos der Welt, 1905 als Zeltkino gegründet, seit 1909 im heute noch bespielten Haus&lt;br /&gt;
* [[Gartenbaukino]], Wien&lt;br /&gt;
* [[Mozartkino]], Salzburg&lt;br /&gt;
* [[Schikaneder Kino]], Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Pathé#Pathé seit 1990|Pathé]], [[Dietlikon]], größte Leinwand der Schweiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übriges Europa:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Cineplexx]], [[Bozen]] (Italien), erstes voll digitalisiertes Kino in Italien und erstes Multiplexkino in Südtirol&lt;br /&gt;
* [[Eden Théâtre]], [[La Ciotat]] (Frankreich), eines der ältesten Kinos der Welt, eröffnet 1889&lt;br /&gt;
* [[Idéal Cinéma – Jacques Tati]], Aniche (Frankreich), eines der ältesten Kinos der Welt, die erste Kinovorstellung war am 23. November 1905&lt;br /&gt;
* [[Kino Pionier 1909]], Stettin (Polen), eines der ältesten Kinos der Welt, durchgehend bespielt seit mindestens 1909&lt;br /&gt;
* [[Korsør Biograf Teater]], Korsør (Dänemark), eines der ältesten Kinos der Welt, durchgehend bespielt seit 1907&lt;br /&gt;
* [[Skandia-Theater]], Stockholm (Schweden), eröffnet 1923 und entworfen von [[Gunnar Asplund]]&lt;br /&gt;
* [[Tuschinski-Theater]], Amsterdam (Niederlande)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;USA&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Grauman’s Chinese Theatre]], Los Angeles&lt;br /&gt;
* [[Roxy Theatre]], New York, 1927 als größtes Kino der Welt für 6200 Besucher errichtet&lt;br /&gt;
* [[Samuel Goldwyn Theater]], Beverly Hills&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinobesuche ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;background:#DDDDDD&amp;quot; | Die 11 Länder mit den meisten Kinobesuchern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! Kinobesucher&amp;lt;br /&amp;gt;(in Millionen)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://data.uis.unesco.org/?ReportId=5538 |titel=Feature films: Exhibition – Admissions &amp;amp; gross box office (GBO) |werk=UNESCO Institute for Statistics |datum=2017 |sprache=en |abruf=2019-08-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{IND|#}}&amp;amp;nbsp;[[Indien]] || 1.981 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{CHN|#}}&amp;amp;nbsp;[[Volksrepublik China]] || 1.620 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{USA|#}}&amp;amp;nbsp;[[Vereinigte Staaten]] || 1.240 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{MEX|#}}&amp;amp;nbsp;[[Mexiko]] || 338 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{KOR|#}}&amp;amp;nbsp;[[Südkorea]] || 220 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{RUS|#}}&amp;amp;nbsp;[[Russland]] || 213 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{FRA|#}}&amp;amp;nbsp;[[Frankreich]] || 206 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{BRA|#}}&amp;amp;nbsp;[[Brasilien]] || 181 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{JPN|#}}&amp;amp;nbsp;[[Japan]] || 174 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{GBR|#}}&amp;amp;nbsp;[[Vereinigtes Königreich]] || 171 || 2017&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | {{DEU|#}}&amp;amp;nbsp;[[Deutschland]] || 119 || 2017&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
In den 1990er-Jahren haben sich in den meisten europäischen Ländern die Besucherzahlen stabilisiert, bzw. wieder leicht zu steigen begonnen. In manchen Fällen fiel der Anstieg besonders stark aus, etwa in Italien, wo es 1999 103,5 Millionen Kinobesuche gab, deren Anzahl bis 2004 jedoch auf 115 Millionen anstieg. Auch in Polen stieg die Anzahl im selben Zeitraum von 26,6 auf 33,4 Millionen. In Frankreich stiegen innerhalb dieser fünf Jahre die Besucherzahlen von 153,6 auf gar 194,8 Millionen an, in Großbritannien von 139,1 auf 171,3 Millionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stiegen die Besucherzahlen bis 2004 auf rund 157 Millionen an, sanken aber 2005 um 19 % auf 127,3 Millionen. Zugleich sank der Umsatz auf 745 Millionen Euro, 2004 waren es noch 893 Millionen Euro. Ergebnisse der Studie [[Typologie der Wünsche]] aus dem Jahre 2006 zeigen, dass nur 29 % der Deutschen mindestens einmal pro Monat ins Kino gehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Typologie der Wünsche: &amp;#039;&amp;#039;[http://de.statista.org/statistik/diagramm/studie/30809/umfrage/haeufigkeit-eigener-kinobesuche/ „Wie oft gehen Sie im Allgemeinen ins Kino?“]&amp;#039;&amp;#039;, angeboten durch: [http://www.statista.org/ statista.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ähnlich verhielt es sich in Österreich, wo die Besucherzahlen zwischen 1999 und 2004 von 15 auf 19,4 Millionen stiegen, im Jahr 2005 aber auf 15,7 Millionen zurückgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2006 hatten deutsche Filme im eigenen Land einen Marktanteil von 25,8 %.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.spio.de/index.asp?SeitID=3 Schlüsseldaten Filmwirtschaft 2006]&amp;#039;&amp;#039;, [[Spitzenorganisation der Filmwirtschaft]], spio.de, November 2007, abgerufen am 22. März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den damals 25 [[Mitgliedstaaten der Europäischen Union]] wurden 2004 rund 1 Milliarde Kinokarten verkauft, was einen Anstieg von 55 Millionen im Vergleich zum Vorjahr ausmachte.&lt;br /&gt;
Nationale Produktionen machen in den Mitgliedsstaaten 1,7 % (Belgien) bis 38,4 % (Frankreich) aller Besuche aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2012 lagen die Besucherzahlen in deutschen Kinos bei 135,1 Millionen. Der Durchschnittspreis betrug 7,65 Euro je Kinoeintrittskarte. Der Umsatz belief sich auf 1.033 Millionen Euro im Jahr 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinoumsatz in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;timeline&amp;gt;&lt;br /&gt;
ImageSize = width:610 height:350&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Colors =&lt;br /&gt;
  id:grau value:rgb(0.6588,0.6274,0.6196) legend:Umsatz_in_Mio._€&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TextData=&lt;br /&gt;
  pos:(30,330) fontsize:M text: Umsatzentwicklung 2002 bis 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Besteuerung ==&lt;br /&gt;
Kinos werden allgemein als [[Kultur]]einrichtungen angesehen und erhalten deshalb in Deutschland und anderen [[Europa|europäischen]] Ländern eine Vergünstigung bei der [[Umsatzsteuer|Mehrwertsteuer]], indem die Kinobetreiber nur einen ermäßigten Steuersatz zu zahlen haben (§&amp;amp;nbsp;12 Absatz 2 Nr. 7b [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)|Umsatzsteuergesetz]], der auch Filme begünstigt, die mit „Nicht freigegeben unter 18 Jahren“ bzw. „keine Jugendfreigabe“ gekennzeichnet sind). Dieser beträgt zum Beispiel in Deutschland gegenwärtig 7 Prozent, während der volle Mehrwertsteuersatz bei 19 Prozent liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Gemeinden unterliegen Kinos außerdem der [[Vergnügungsteuer (Deutschland)|Vergnügungsteuer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ton im Kino]]&lt;br /&gt;
* [[Kinoorgel]]&lt;br /&gt;
* [[Filmprojektor]]&lt;br /&gt;
* [[Nachaufführungstheater]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Sachbücher&lt;br /&gt;
* [[Werner Biedermann (Regisseur)|Werner Biedermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kino ruft&amp;#039;&amp;#039;. Die bibliophilen Taschenbücher, Harenberg Kommunikation, Dortmund 1986, ISBN 3-88379-502-X (Eine Kulturgeschichte der Kinoanzeige).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedie Alpha du Cinema.&amp;#039;&amp;#039; 12 Bände. Lausanne 1976.&lt;br /&gt;
* [[Emilie Kiep-Altenloh]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.uni-oldenburg.de/kunst/mediengeschichte/allg/altenloh/ Zur Soziologie des Kino. Die Kino-Unternehmung und die sozialen Schichten ihrer Besucher]&amp;#039;&amp;#039;. Edition Stroemfeld, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-87877-805-9 (Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1913; Erste wissenschaftliche Arbeit über das Kino überhaupt).&lt;br /&gt;
* Edgar Morin: &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch und das Kino. Eine anthropologische Untersuchung&amp;#039;&amp;#039; („Le cinema ou l’homme imaginaire“). Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1958 (Sozialpsychologische Essays über Film- und Kinokultur).&lt;br /&gt;
* Vincent Pinel: &amp;#039;&amp;#039;Louis Lumière. Inventeuer et cinéaste&amp;#039;&amp;#039;. Edition Nathan, Paris 1994, ISBN 2-09-190984-X (früherer Titel &amp;#039;&amp;#039;Lumière, pionnier du cinéma&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Hans-Jürgen Tast: &amp;#039;&amp;#039;Kinos in den 1980ern. Beispiel: Berlin/West&amp;#039;&amp;#039;. Edition Kulleraugen, Schellerten 2008, ISBN 978-3-88842-035-1 (Kulleraugen; 35).&lt;br /&gt;
* Stefan Volk: &amp;#039;&amp;#039;Was Sie schon immer über Kino wissen wollten …&amp;#039;&amp;#039; Schüren, Marburg 2013, ISBN 978-3-89472-770-3. (Mit Zeichnungen von Bo Soremsky)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Aufsätze&lt;br /&gt;
* Alfons Maria Arns: &amp;#039;&amp;#039;„Traumhäuser des Kollektivs“ – Zur Geschichte der Kinoarchitektur. Eine Sammelrezension.&amp;#039;&amp;#039; In: [[MEDIENwissenschaft Rezensionen, Reviews|Medienwissenschaft. Rezensionen, Reviews]], Jg. 2 (1985), S. 449–458.&lt;br /&gt;
* Holger Klein-Wiele: &amp;#039;&amp;#039;Ein bisschen Glamour aus einer anderen Zeit. Kinobauten der 1950er Jahre&amp;#039;&amp;#039;. In: Susanne Abeck und andere (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Leinwandzauber, Kumpelfilm, Wanderkino: Einblicke in die Kino- und Filmgeschichte der Region&amp;#039;&amp;#039; (in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Forum Geschichtskultur Ruhr&amp;#039;&amp;#039;). Klartext Verlag, Essen 2024, S. 24–29.&lt;br /&gt;
* Ramin Rowghani: &amp;#039;&amp;#039;Berlin, der Ursprungsort des Films und die Stadt der Kinos. Von einer originären Stätte zum großen Kinosterben. Ein Berliner Spaziergang ganz anderer Art.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Menschen und Medien. Zeitschrift für Kultur und Kommunikationspsychologie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2002.&lt;br /&gt;
* Ipse und Michael Sennhauser: &amp;#039;&amp;#039;Wer hat angefangen mit dem Kino? Anmerkungen zur neuen Frühgeschichte des Kinos in Basel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Basellandschaftliche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. Liestal, 15. Januar 1993, S. 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Cinemas|Kinos}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4129654-0}}&lt;br /&gt;
* [http://filmtheater.square7.ch/wiki/index.php?title=Hauptseite Kinowiki über die Geschichte der Lichtspieltheater in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [http://www.kino-geschichte.de/ Die Frühgeschichte des Kinos im Stil eines Films]&lt;br /&gt;
* [http://www.monumente-online.de/08/02/sonderthema/09_Kulturgeschichte_Kinos.php Zweimal Sperrsitz, bitte!], Eine kleine Kulturgeschichte des Kinos bei Monumente Online.&lt;br /&gt;
* [http://www.michael-culture.org/de/1158/ HDF: 50 Jahre Kino in Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kultur-medien-informationsgesellschaft-sport/kultur/film-kino.html Film und Kino] beim [[Bundesamt für Statistik]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.srf.ch/audio/zeitblende/schweizer-kinos-drehscheibe-der-propaganda-im-1-weltkrieg?id=c4d86275-4f21-4df3-8eee-6263da8e9097 Schweizer Kinos: Drehscheibe der Propaganda im 1. Weltkrieg]&amp;#039;&amp;#039; In: Zeitblende von [[Schweizer Radio und Fernsehen]] vom 29. Mai 2021 (Audio)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4129654-0|LCCN=sh85088079|NDL=00561780}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kino| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ankermast</name></author>
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