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	<title>Kehlkopf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Kehlkopf&amp;diff=1943&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 1. März 2025 um 17:22 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-01T17:22:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kehlkopf beschriftet.jpg|mini|Zeichnung des Kehlkopfes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mund, Nase und Rachen (cropped).png|mini|Seitenschnitt]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kehlkopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– in der medizinischen Fachsprache auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Larynx&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈlaːrʏŋks}}] (von {{grcS|λάρυγξ|lárynx|de=Kehle}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;GEMOLL&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Wilhelm Gemoll]] | Titel=Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch | Auflage= | Verlag=G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky | Ort=München/Wien | Jahr=1965 | ISBN= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– bildet als Teil des [[Atemtrakt]]s den Übergang vom [[Rachen]] zur [[Luftröhre]] im vorderen Halsbereich. Von außen sieht man beim Menschen in der Mitte des Halses den [[Adamsapfel]], der dem mittigen Vorsprung des [[Schildknorpel]]s entspricht. [[Embryo]]nal entsteht er aus dem vierten bis sechsten [[Kiemenbogen]]. Die Erkrankungen des Kehlkopfs sind Gegenstand der &amp;#039;&amp;#039;Laryngologie&amp;#039;&amp;#039;, eines Teilgebiets der [[Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]], der entsprechende Spezialist heißt &amp;#039;&amp;#039;Laryngologe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kehlkopf hat zwei Funktionen. Zum einen schützt er die Luftröhre vor Speisestücken, indem beim [[Schluckakt|Schlucken]] der Kehlkopf nach vorne oben gezogen und damit mit dem [[Epiglottis|Kehldeckel]] verschlossen wird. Zum anderen regulieren die [[Stimmlippe]]n bei [[Säugetiere]]n den Strom der [[Atem]]luft und erzeugen durch ihre [[Schwingung]]en Töne bzw. die [[menschliche Stimme]]. [[Vögel]] besitzen zwar ebenfalls einen Kehlkopf, aber ohne Stimmlippen und Kehldeckel. Für die Stimmbildung ist bei Vögeln die [[Stimmkopf|Syrinx]], auch als „unterer Kehlkopf“ bezeichnet, zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kehlkopf Pferd.jpg|mini|Schnitt durch den Kehlkopf eines Pferds – Ansicht von oben&amp;lt;br /&amp;gt;1 Zungenbein (&amp;#039;&amp;#039;Os hyoideum&amp;#039;&amp;#039;), 2 Kehldeckel (&amp;#039;&amp;#039;Epiglottis&amp;#039;&amp;#039;), 3 Vorhoffalte (&amp;#039;&amp;#039;Plica vestibularis&amp;#039;&amp;#039;), 4 Stimmfalte (&amp;#039;&amp;#039;Plica vocalis&amp;#039;&amp;#039;), 5 &amp;#039;&amp;#039;Musculus ventricularis&amp;#039;&amp;#039;, 6 seitliche Kehlkopftasche (&amp;#039;&amp;#039;[[Ventriculus laryngis]]&amp;#039;&amp;#039;), 7 Musculus vocalis, 8 Schildknorpel (Cartilagines thyroideae), 9 Ringknorpel (Cartilagines cricoideae), 10 Cavum infraglotticum, 11 erster Luftröhrenknorpel, 12 Luftröhre (&amp;#039;&amp;#039;Trachea&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Der Kehlkopf besteht aus drei großen [[Knorpel]]n, dem [[Schildknorpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Cartilago thyroidea&amp;#039;&amp;#039;), dem [[Ringknorpel]] (&amp;#039;&amp;#039;Cartilago cricoidea&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Epiglottis|Kehldeckel]] (&amp;#039;&amp;#039;Epiglottis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Cartilago epiglottica&amp;#039;&amp;#039;), den zwei kleineren [[Stellknorpel]]n (&amp;#039;&amp;#039;Cartilagines arytaenoideae&amp;#039;&amp;#039;) sowie den ihnen anliegenden [[Cartilago corniculata|Spitzenknorpeln]] (&amp;#039;&amp;#039;Cartilagines corniculatae&amp;#039;&amp;#039;). Der Schildknorpel bildet die vordere Wand des Kehlkopfes und ist vor allem an seiner Oberkante von außen zu sehen und zu tasten. Darunter liegt der waagerechte Ringknorpel, dem die Knorpelspangen (&amp;#039;&amp;#039;Cartilagines tracheales&amp;#039;&amp;#039;) der [[Luftröhre]] folgen. Die Stellknorpel (Aryknorpel) sitzen dem Ringknorpel hinten [[Gelenk (Anatomie)|gelenkig]] auf. Der Kehldeckel ist mit dem Schildknorpel verbunden und verschließt den Kehlkopfeingang gegen den [[Rachen]] (Pharynx).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Knorpel werden von verschiedenen Bändern zusammengehalten, und der Kehlkopf ist oben durch eine Membran (&amp;#039;&amp;#039;Membrana thyrohyoidea&amp;#039;&amp;#039;) am [[Zungenbein]] (&amp;#039;&amp;#039;Os hyoideum&amp;#039;&amp;#039;) aufgehängt. Die [[Stimmlippe]]n oder Stimmbänder (&amp;#039;&amp;#039;Ligamenta vocalia&amp;#039;&amp;#039;) sind zwischen den Stellknorpeln und der Hinterwand des Schildknorpels gespannt. Sie werden von speziellen [[Muskulatur|Muskeln]] (→ [[Kehlkopfmuskulatur]]) bewegt.&lt;br /&gt;
Innen ist der Kehlkopf mit einer respiratorischen [[Schleimhaut]] ausgekleidet, die jedoch nicht die Stimmlippen bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Regulation der Weite und Spannung der Stimmlippen, durch die sie längs durchziehenden Stimmmuskelfasern und vor allem durch die Kehlkopfmuskeln wird der Grundklang von Stimme bzw. Gesang geformt. Dieser primäre Kehlkopfklang (Primärschall) wird durch Bewegungen der [[Zunge]] und des Mundes zu Sprachlauten geformt. Ihren vollen Klang erhält die Stimme mittels der [[Resonanz]]en im Rachen-, Mund- und Nasenraum (→ [[Vokaltrakt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Topografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb des Kehlkopfes liegt der Rachen, in den sowohl die Luft aus Mund und Nase als auch die Nahrung gelangt. Nach unten setzt sich der Kehlkopf in die [[Luftröhre]] fort. Der Anfang der [[Speiseröhre]] liegt hinter, bei Tieren über dem Kehlkopf. Beide liegen in einem Raum von lockerem [[Bindegewebe]], das vorne vom mittleren und hinten vom hinteren Blatt der [[Halsfaszie]] begrenzt wird. Das mittlere Blatt spannt sich zwischen den beiden [[Musculus omohyoideus|Musculi omohyoidei]] (Schulterblatt-Zungenbeinmuskeln) aus, das hintere umgibt die [[Halswirbelsäule]] mit ihrer Muskulatur. Unterhalb des Kehlkopfes liegt die [[Schilddrüse]]. Seitlich von Kehlkopf und Speiseröhre liegt im selben Raum die Gefäßnervenstraße des Halses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Der Kehlkopf spielt eine wesentliche Rolle bei der menschlichen [[Artikulation (Linguistik)|Stimmbildung]] (Phonation) bzw. der Lautbildung bei den übrigen Säugetieren. Der &amp;#039;&amp;#039;Musculus cricoarytenoideus posterior&amp;#039;&amp;#039; (auch „Posticus“, bei Tieren &amp;#039;&amp;#039;Musculus cricoarytenoideus dorsalis&amp;#039;&amp;#039;) entspringt hinten am Ringknorpel und setzt hinten am &amp;#039;&amp;#039;Processus muscularis&amp;#039;&amp;#039; (Muskelvorsprung) des Stellknorpels der jeweiligen Seite an, zieht ihn nach innen und damit die Stimmlippen, die vorne vor dem Gelenk mit den Stellknorpeln verbunden sind, auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Stimmritzenöffner stehen drei Schließer der Stimmritze (&amp;#039;&amp;#039;Glottis&amp;#039;&amp;#039;) gegenüber. Der &amp;#039;&amp;#039;Musculus cricoarytenoideus lateralis&amp;#039;&amp;#039; entspringt vorne außen am Ringknorpel, setzt ebenfalls am Processus muscularis an und macht damit genau die gegenläufige Bewegung wie der Posticus. Der quere und der schräge Stellknorpelmuskel (&amp;#039;&amp;#039;Mm. arytenoidei obliquus und transversus&amp;#039;&amp;#039;) verbinden direkt die beiden Stellknorpel und ziehen sie zusammen. Für die Formung der Stimme ist der Stimmbandmuskel (&amp;#039;&amp;#039;Musculus vocalis&amp;#039;&amp;#039;) wichtig, der als Teil des &amp;#039;&amp;#039;Musculus thyroarytaenoideus&amp;#039;&amp;#039; der Außenseite der [[Stimmlippe]]n anliegt und ihre Spannung reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frequenz, mit der die Stimmbänder schwingen, bestimmt die Tonhöhe, die Stärke des Luftstroms dagegen die Lautstärke. Neben den Resonanzen im Rachen-, Mund- und Nasenraum kommt es durch Resonanz auch zu Vibrationen in der Brust und den [[Nasennebenhöhle]]n. Bei Brustresonanzen ist die Stimme getragener und etwas dunkler als bei Kopfresonanz. Ständige [[Heiserkeit]] ohne erkennbare organische Ursache beruht oft darauf, dass die Resonanzräume wenig eingesetzt werden und deshalb die Stimme über Gebühr beansprucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Schlucken wird der Kehlkopf sowohl am [[Zungenbein]] als auch gegen das Zungenbein nach oben gezogen und damit der Kehldeckel gegen das Fettpolster der Halswand gedrückt. Durch die Kontraktion des Zungengrundes, der die vordere Halswand bildet, verschließt der Kehldeckel den Kehlkopfeingang vollständig. Beim Versuch, während des Essens gleichzeitig zu reden, kann es passieren, dass kleine Mengen Speise oder Flüssigkeit die Schleimhaut von Kehlkopf und Luftröhre berühren, was zu einem starken [[Husten]]reiz führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des ersten Lebensjahres sinkt der Kehlkopf beim Menschen, der im Vergleich zu anderen Primaten einen tiefstehenderen Kehlkopf hat, ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[George A. Miller]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörter. Streifzüge durch die Psycholinguistik.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von [[Joachim Grabowski]] und [[Christiane Fellbaum]]. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nerven- und Gefäßversorgung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Nervus laryngeus superior]] (oberer Kehlkopfnerv, bei Tieren als &amp;#039;&amp;#039;Nervus laryngeus cranialis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) versorgt motorisch den äußeren [[Kehlkopfmuskel]] (M. cricothyroideus) und sensibel die Kehlkopfschleimhaut oberhalb der Stimmritze. Er stammt vom [[Nervus vagus]] (X. [[Hirnnerv]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Nervus laryngeus recurrens|Nervus laryngeus inferior]] (unterer Kehlkopfnerv, bei Tieren als &amp;#039;&amp;#039;Nervus laryngeus caudalis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) versorgt motorisch die innere [[Kehlkopfmuskulatur]] und sensibel die Schleimhaut des Kehlkopfes unterhalb der Stimmritze. Er stammt ebenfalls aus dem X. Hirnnerv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Arteria laryngea superior]] (obere Kehlkopfarterie), die den Kehlkopf oberhalb der Stimmritze versorgt, ist ein Ast der [[Arteria thyroidea superior]]. Sie erreicht ihr Ziel durch eine Perforation in der Membran (&amp;#039;&amp;#039;Membrana thyrohyoidea&amp;#039;&amp;#039;), an der der Kehlkopf am Zungenbein aufgehängt ist. Die [[Arteria laryngea inferior]] (untere Kehlkopfarterie) stammt aus dem [[Truncus thyrocervicalis]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Arteria thyroidea inferior|A. thyroidea inferior]]&amp;#039;&amp;#039;) der Schlüsselbeinarterie (A. subclavia). Sie versorgt aufsteigend die Luftröhre und den unteren Teil des Kehlkopfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf der [[Vene]]n orientiert sich an dem der Arterien, wie in den meisten Regionen des Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
[[Fehlbildung]]en (Formanomalien) des Kehlkopfs sind relativ selten. Bei der [[Larynxatresie]] liegt ein totaler Verschluss vor, der meist schon vor der Geburt zum Tod führt. Eine &amp;#039;&amp;#039;partielle Larynxatresie&amp;#039;&amp;#039; kann [[Autosomal-dominanter Erbgang|autosomal-dominant]] vererbt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet|ID=1202|Name=Kehlkopfatresie |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{OMIM|150300|LARYNX, CONGENITAL PARTIAL ATRESIA OF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei einem [[Larynxspalt]] kommt es zu einem unvollständigen Schluss des Kehlkopfs und damit zu einer unvollständigen Trennung von Luft- und Speiseröhre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Entzündung]] des Kehlkopfs wird als [[Laryngitis]] bezeichnet. Sie kann beispielsweise bei einem Infekt der Atemwege auftreten. Bestimmte Infektionskrankheiten äußern sich bevorzugt als Kehlkopfentzündung, beispielsweise die [[Diphtherie]] („Krupp“). Als [[Pseudokrupp]] wird die &amp;#039;&amp;#039;Laryngitis subglottica&amp;#039;&amp;#039;, eine Entzündung des Kehlkopfes knapp unterhalb der Stimmbänder, bezeichnet. Der [[Kehlkopfkrebs]] ist eine typische Erkrankung von [[Tabakrauchen|Rauchern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aussackung des Ventriculus laryngis wird als [[Laryngozele]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Parese|schlaffe Lähmung]] der Stimmritze mit Intermediärstellung eines oder beider Stimmbänder infolge einer Schädigung des Nervus laryngeus inferior (Nervus laryngeus recurrens) und des Nervus laryngeus superior bezeichnet man als [[Kadaverstellung]]. Bei [[Pferde]]n tritt eine einseitige Lähmung des Nervus laryngeus recurrens recht häufig auf und führt zu einer einseitigen Stimmbandlähmung ([[Kehlkopfpfeifen]], englisch {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;roaring&amp;#039;&amp;#039;}}).&lt;br /&gt;
Die Recurrenslähmung und die darauf folgenden Atembeschwerden können in Zukunft vielleicht mit einem Kehlkopf-Schrittmacher behandelt werden. In [[Innsbruck]], [[Gera]] und [[Würzburg]] wurde dieses Gerät bereits erfolgreich bei Patienten eingesetzt. So konnte die Atemluftversorgung verbessert werden, ohne die Stimme und das Sprechen negativ zu beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57013/Implantate-Kehlkopfschrittmacher-verbessert-Atemluftversorgung Implantate: Kehlkopfschrittmacher verbessert Atemluftversorgung].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Verletzungen des Nervus laryngeus superior kann es u.&amp;amp;nbsp;a. zu Bewegungseinschränkungen des Musculus cricothyroideus kommen. Da dieser für die Grobspannung der Stimmbänder und die damit verbundene Regulierung der Stimmlage zuständig ist, kann es bei Einschränkungen zum sogenannten „Roboter-Phänomen“ kommen. Dabei büßt der Patient die Fähigkeit ein, die Stimmlage beim Sprechen zu regulieren, um die Tonhöhe zu ändern. Darüber hinaus klingt die Stimme heiser und kraftlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Laryngoskopie.jpg|mini|Kehlkopfspiegelung (Aus: &amp;#039;&amp;#039;Klinischer Atlas der Laryngologie.&amp;#039;&amp;#039; Joh. Schnitzler, 1895)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stirnspiegel HNO.jpg|mini|links|[[Stirnspiegel]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Larynxspiegel HNO.jpg|mini|links|Kehlkopfspiegel]]&lt;br /&gt;
1858 wurde von [[Ludwig Türck]] und [[Johann Nepomuk Czermak]] die Laryngoskopie als Spiegelbetrachtung mit von außen reflektiertem Licht, also unter Verwendung eines Kehlkopfspiegels und eines Stirnspiegels, in die klinische Praxis eingeführt, womit unter anderem die Grundlage zur in den 1860er Jahren einsetzenden Entwicklung der Kehlkopfchirurgie&amp;lt;ref&amp;gt;Christian v. Deuster: &amp;#039;&amp;#039;Kehlkopfchirurgie.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 730.&amp;lt;/ref&amp;gt; gelegt worden war. Die erste endolaryngeale Operation mit Hilfe des Kehlkopfspiegels führte [[Victor von Bruns]] 1861 durch.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Untersuchung des Kehlkopfes werden heutzutage neben der Untersuchung mittels Kehlkopfspiegel unter Beleuchtung mit einer auf der Stirn getragenen [[Kaltlichtquelle]] oder [[LED]]-Beleuchtung vor allem [[Endoskop]]e eingesetzt. Das [[Laryngoskop|Larynx-Endoskop]], ein starres Endoskop, wird in den Mund eingeführt und ermöglicht über eine 90°- oder gelegentlich auch 70°-Optik den Blick abwärts in den Kehlkopf. Andererseits kann ein flexibles Endoskop, das über Nase und Nasenrachen eingeführt wird, auf diesem Wege die Untersuchung des Kehlkopfes ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von außen kann man den Kehlkopf tastend untersuchen oder zur Bildgebung ein [[Computertomograph|Computertomogramm]] bzw. die [[Magnetresonanztomographie|Kernspinuntersuchung]] einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Larynx}}&lt;br /&gt;
* [http://www.anatomie.net/histowebatlas/n-68.htm Histologie = Gewebsschnitte vom Kehlkopf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4139922-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atmungsapparat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stimmphysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kehlkopf| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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