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	<title>Karl (Hessen-Kassel) - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den regierenden Landgrafen von Hessen-Kassel (1654–1730); zu dem nicht-regierenden Landgrafen Karl (1744–1836) siehe [[Karl von Hessen-Kassel]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl, 1654-1730, lantgreve av Hessen-Kassel (Georg Engelhard Schröder) - Nationalmuseum - 14774.tif|mini|Landgraf Karl von Hessen-Kassel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl von Hessen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1654]] in [[Kassel]]; † [[23. März]] [[1730]] ebenda) war von 1670 bis 1677 unter Vormundschaft seiner Mutter und danach bis zu seinem Tod regierender [[Landgraf]] von [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Hessen-Kassel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Eichelmann |Titel=Hessische Münzen und Medaillen: Gedanken und Betrachtungen zu Münzen und Medaillen des Hauses Brabant. |Datum=2010 |ISBN=978-3-86991-060-4 |Seiten=134}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er entstammte dem [[Haus Hessen]] und zählte zu den bedeutendsten Fürsten der [[Barock]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;zeit. In seiner langen Regierungsperiode von 1677 bis 1730 gelang es dem Herrscher, der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] eine geachtete Stellung im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine historische Bedeutung geht auf vier Bereiche zurück: Erstens war Karl einer der ersten deutschen Fürsten, der seit 1685 protestantische Glaubensflüchtlinge aus dem [[Königreich Frankreich (987–1791)|Königreich Frankreich]], sogenannte [[Hugenotten]], zur Ansiedlung einlud.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barbara Dölemeyer |Titel=Die Hugenotten |Datum=2006 |ISBN=978-3-17-018841-9 |Seiten=101}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zweitens förderte er im Sinne des [[Merkantilismus]] [[Manufaktur]]en und Gewerbe, unterstützte die Verarbeitung einheimischer [[Bodenschatz|Bodenschätze]] und beschränkte die Einfuhr von Konkurrenzprodukten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Drittens schuf Karl ein [[Stehendes Heer]] und beteiligte sich bei der militärischen Verteidigung des Heiligen Römischen Reiches im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] gegen das Frankreich [[Ludwig XIV.|Ludwigs XIV.]] und im [[Großer Türkenkrieg|Großen Türkenkrieg]] gegen das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]]. Viertens kennzeichneten bauliche Höhepunkte in der Residenzstadt Kassel wie der [[Herkules (Kassel)|Herkules]] sowie das [[Marmorbad]] und die [[Orangerie (Kassel)|Orangerie]] Karls Herrschaftszeit. Die Maßnahmen Karls trugen dazu bei, dass sich die Landgrafschaft relativ schnell von den Folgen des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] (1618–1648) erholen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben bis zum Herrschaftsantritt ==&lt;br /&gt;
Karl entstammte einer bedeutenden Dynastie: Die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|landgräfliche Familie]] war aufgrund ihrer [[Heiratspolitik]] mit den einflussreichsten protestantischen Fürstenfamilien in Nord- und Mitteleuropa verwandt. Besonders zu den [[Mark Brandenburg|Kurfürstentümern Brandenburg]] und [[Kurfürstentum Sachsen|Sachsen]], aber auch den Königreichen Dänemark und Schweden bestanden enge Verbindungen. Höhepunkte des dynastischen Aufstiegs waren 1667 die Vermählung von [[Charlotte Amalie von Hessen-Kassel|Charlotte Amalie]], einer Schwester Karls, mit dem späteren dänischen König [[Christian V. (Dänemark und Norwegen)|Christian V.]] und 1720 die Erlangung der schwedischen Königswürde durch Erbprinz [[Friedrich (Schweden)|Friedrich]], einen Sohn Karls.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hessische Münzen und Medaillen: Gedanken und Betrachtungen zu Münzen und Medaillen des Hauses Brabant |Datum=2010 |ISBN=978-3-86991-060-4 |Seiten=150}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl wurde am 3. August 1654 in Kassel geboren. Von 1659 bis 1668 erhielt er seine frühe Ausbildung durch [[Nicolaus Prick]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zweiter von vier Söhnen des Landgrafen [[Wilhelm VI. (Hessen-Kassel)|Wilhelm VI.]] von Hessen-Kassel und dessen Gemahlin [[Hedwig Sophie von Brandenburg]] (1623–1683), einer Schwester des [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Großen Kurfürsten]], war Karl zunächst nicht für die Thronfolge bestimmt. Erbprinz war Karls älterer Bruder [[Wilhelm VII. (Hessen-Kassel)|Wilhelm VII.]] Nach dem Tod Wilhelms VI. im Jahr 1663 übernahm Hedwig Sophie von Brandenburg die Regentschaft für den Thronfolger Wilhelm VII.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Als dieser jedoch 1670 bereits vor seiner Regierungsübernahme verstarb, wurde Karl Landgraf. Seine Mutter  führte, unterstützt von Beratern, bis 1677 die vormundschaftliche Regierung für ihn. Am 21. Mai 1673 heiratete er als Achtzehnjähriger die neunzehnjährige Verlobte seines verstorbenen Bruders, seine Cousine [[Amalia von Kurland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karl als regierender Landgraf ==&lt;br /&gt;
Da er bereits 1677 im Alter von 23 Jahren die Regierungsgeschäfte selbst übernahm, entfiel für ihn die obligatorische [[Grand Tour]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franziska Franke |Hrsg=mhk |Titel=welterbe bergpark Wilhelmshöhe der Herkules |Datum= |Seiten=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Reise diente normalerweise der Knüpfung von Kontakten zu den Fürstenhöfen Europas, zur Vermittlung höfischer Umgangsformen und diplomatischer Kenntnisse, zur Erlernung von Fremdsprachen wie Französisch sowie dem Kennenlernen von Kunst, Architektur und Kultur anderer Länder. Möglicherweise hatten die Bedenken der Mutter [[Hedwig Sophie von Brandenburg]] dazu beigetragen, da sein älterer Bruder Wilhelm VII. auf einer solchen Reise verstorben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hugenotten ===&lt;br /&gt;
==== Vorgeschichte ====&lt;br /&gt;
Der katholische König von Frankreich, [[Ludwig XIV.]] (Regierungszeit: 1643–1715), strebte neben der politischen Einheit auch die religiöse Einheit des Staates an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Niggemann |Titel=Hugenotten |Datum=2011 |ISBN=978-3-8252-3437-9 |Seiten=29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer allmählichen Entrechtung der französischen Protestanten, der sogenannten [[Hugenotten]], folgte ab 1679 offene Verfolgung. Dragoner des französischen Königs besetzten die Häuser der Hugenotten, um sie zwangsweise zum [[Katholizismus]] zu bekehren. Am 18. Oktober 1685 verkündete Ludwig XIV. das [[Edikt von Fontainebleau]]. In zwölf kurzen Paragraphen beschloss das Edikt die Zerstörung protestantischer Kirchen, das Verbot privater Gottesdienste sowie die [[Galeerenstrafe]] für Männer und Festungshaft für Frauen, die sich weigerten ihren Glauben zu wechseln. Mit dem Verlust ihrer Bürgerrechte konfrontiert, versuchten viele Hugenotten zu fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufnahme ====&lt;br /&gt;
Mehrere deutsche [[Reichsfürst]]en, darunter auch Landgraf Karl, boten den Religionsflüchtlingen aus religiöser Solidarität und wirtschaftspolitischen Erwägungen Aufnahme in den eigenen Ländern an. Die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] hatte während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] (1618–1648) in manchen Regionen bis zu zwei Drittel ihrer Einwohner verloren, ein Bevölkerungsrückgang, der die Wirtschaft vor schwere Probleme stellte und für den Herrscher einen erheblichen Verlust an Einnahmen bedeutete. Um die Ansiedlung der Flüchtlinge zu erleichtern, sicherte ihnen Karl Vergünstigungen und Unterstützungen zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Schon vor dem Edikt von Fontainebleau erließ er am 18. April 1685 die „Freiheits-Concession“. Darin versprach Karl den Hugenotten nicht nur eine befristete Steuer- und [[Zunft]]freiheit, sondern auch freie Religionsausübung mit Pfarrern ihrer Wahl. In Kirchen und Schulen durfte französisch gesprochen werden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bad Karlshafen01.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ehemalige Hugenottensiedlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Sieburg (1717 in [[Bad Karlshafen|Karlshafen]] umbenannt)]]&lt;br /&gt;
Die Landgrafschaft nahm ab 1685 mit etwa 3800 Hugenotten die nach [[Brandenburg-Preußen]] zweitmeisten Flüchtlinge auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hugenotten und deutsche Territorialstaaten. Immigrationspolitik und |Datum=2005 |ISBN=3-486-58181-3 |Seiten=71}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings waren viele der Einwanderer mittellose Bauern oder Handwerker, von denen ein Teil unterstützt von staatlichen Hilfsmaßnahmen in 17 neu angelegten Dörfern angesiedelt werden musste. Erfolgreich produzierende hugenottische Spezialgewerbe, besonders im Textilbereich, entstanden vor allem in einigen Städten. Jedoch blieb die erhoffte Steigerung der Wirtschaftskraft des Landes weitgehend aus. Das zeigt sich auch in der Entwicklung der 1699 gegründeten Stadt [[Bad Karlshafen|Karlshafen]], die ihre zugedachte Funktion als Fabrik-, Handels- und Hafenstadt nur ansatzweise erfüllen konnte. Für einen zollfreien Warenverkehr plante der Landgraf einen [[Landgraf-Carl-Kanal|Kanal]] zwischen Karlshafen und Kassel. Damit wollte er das hannoversche Zoll- und [[Stapelrecht]] in [[Hann. Münden|Hannoversch Münden]] umgehen. Der Kanal versandete noch zu Lebzeiten Karls und wurde nach wenigen Kilometern eingestellt. Darüber hinaus fehlte es der Neugründung an finanziellen und technischen Mitteln. Nach dem Tod des Landgrafen geriet das Stadtprojekt Karlshafen endgültig ins Stocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1688 gründete der Landgraf die südwestlich an die Stadt Kassel angrenzende [[Oberneustadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carsten Vorwig |Titel=Bauern-, Herren-, Fertighäuser: Hausforschung als Sozialgeschichte |Datum=2014 |ISBN=978-3-8309-3157-7 |Seiten=95}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er warb mit weitreichenden [[Privileg]]ien: Alle Baustoffe wie Holz, Stein, Kalk und Sand sollten unentgeltlich angeliefert werden. Wer ein Grundstück bebaute, sollte 10 Jahre Abgabenfreiheit genießen. Ewige Steuerfreiheit wurde denjenigen versprochen, die Materialien auf eigene Kosten heranschafften und zum Bau ihrer Häuser 8.000 bis 10.000 Taler aufwandten. Die Privilegien enthielten aber auch Vorschriften für die äußere Gestaltung der Oberneustadt, z.&amp;amp;nbsp;B. für den Putz und Anstrich der Fassaden, die Kanalisation und die saubere Pflasterung der Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Merkantilismus ===&lt;br /&gt;
Mit einer staatlich gelenkten Wirtschaftspolitik, dem sogenannten [[Merkantilismus]], versuchten die Fürsten des 17. und 18. Jahrhunderts, die Leistungsfähigkeit ihrer Länder zu steigern. Zu den Maßnahmen gehörten etwa die Ausfuhr einheimischer Produkte und die Begrenzung der Einfuhr fremder Güter, z.&amp;amp;nbsp;B. durch Zölle. Nach zeitgenössischer Vorstellung verbliebe das Geld so im Wirtschaftskreis des Landes und steigere die Kaufkraft der Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Volker Press |Titel=Städtewesen und Merkantilismus in Mitteleuropa |Verlag=Böhlau-Verlag GmbH |Datum=1983 |ISBN=3-412-00382-4 |Seiten=161}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Merkantilismus ging die Entwicklung sogenannter [[Manufaktur]]en einher. Hier wurden, anders als in den bis dahin überwiegend in [[Zunft|Zünften]] organisierten Handwerken, verschiedene Berufsgruppen zusammengebracht, um bestimmte Fertigprodukte an einem Ort und in größeren Mengen herzustellen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Fürstliche Kristallinglashütte zu Altmünden hessisches Forsthaus 1712 Christoph Leonard.jpg|mini|Die landgräfliche [[Glashütte Altmünden]]]]&lt;br /&gt;
In der Landgrafschaft Hessen-Kassel mit ihren reichen [[Jaspis]]vorkommen und der [[Glashütte Altmünden]] boten sich vor allem [[Schmuckstein]]verarbeitung und [[Glas]]herstellung für Manfakturgründungen an. Für die Glasherstellung berief Karl den Schweizer Glaskristallschneider [[Christoph Labhart]] und Glasmacher Franz Gondelach an seinen Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Philippi |Titel=Landgraf Karl von Hessen-Kassel, 1654–1730 |Datum=1980 |ISBN=3-87822-079-0 |Seiten=16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Einrichtung einer [[Schleifmühle|Schleifsteinmühle]] im Schlossgraben erreichte der [[Normschliff|Glasschliff]] in Kassel seit Beginn der 1680er Jahre eine Blütezeit. Durch Karls Anwerbung von spezialisierten Handwerkern und Künstlern verbesserten sich auch die Verarbeitungstechniken in der Glashütte Altmünden. Zum Gießen und Pressen des Glases kamen eiserne Stempel und Modeln zum Einsatz, wodurch das Glas serienmäßig vorgeformt werden konnte und Material eingespart wurde. Hochwertige Luxuswaren wie Glas und Schmuckstein zeugten dabei von der Leistungsfähigkeit des Territoriums und trugen so zum politischen Ansehen des Landesherren bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1680 gründete der Landgraf die vierte deutsche [[Fayence]]manufaktur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Adam |Titel=Handbuch kultureller Zentren der Frühen Neuzeit: Städte und Residenzen im alten deutschen Sprachraum |Datum=2013 |ISBN=978-3-11-029559-7 |Seiten=1053}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fayence war rötliche Keramik mit meist blau-weißer Glasur, die chinesisches Porzellan imitieren sollte. Es wurde für den höfischen Eigenbedarf oder als Geschenk für andere Fürsten gefertigt. Auf Dauer erwies sich die Manufaktur als unrentabel und blieb von der finanziellen Unterstützung der Landgrafen abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Auftrag des Landgrafen wurde 1679 der [[Messinghof (Kassel)|Messinghof]] errichtet, einer der ersten metallverarbeitenden Betriebe Hessens. Zwischen 1714 und 1717 fertigte der Goldschmied [[Johann Jacob Anthoni]] hier die zweiundzwanzig Kupferplatten für die [[Herkules (Kassel)|Herkulesstatue]] im [[Bergpark Wilhelmshöhe]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietmar Hoos |Titel=111 Orte in Kassel, die man gesehen haben muss: Reiseführer |Verlag=Emons Verlag |Datum=2016 |ISBN=978-3-95451-854-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außenpolitik und Militäraufbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Rheinfels Bild 1.jpg|mini|Ruine der [[Burg Rheinfels|Festung Rheinfels]]]]&lt;br /&gt;
Karls außenpolitische Handlungsspielräume waren reichsrechtlich begrenzt. Seit dem [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] von 1648 durften [[Reichsfürst]]en zwar Bündnisse zum eigenen Schutz eingehen, aber diese durften nicht gegen den [[Römisch-deutscher Kaiser|römisch-deutschen Kaiser]] und das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich]] gerichtet sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Fischer |Titel=1618–1648 – Schicksalsjahre Europas: Dreißigjähriger Krieg und Westfälischer Frieden |Datum= |Seiten=33}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Grund für die kaisertreue Außenpolitik Karls war, dass er sich von Kaiser [[Joseph I. (HRR)|Joseph I.]] eine Rangerhöhung zum [[Kurfürst]]en erhoffte. Diese Aufwertung hätte ihm eine größere außenpolitische Souveränität verschafft. Da die Kurfürsten den Kaiser wählten, konnten sie im Vorfeld wichtige politische Forderungen stellen. Diese wertvolle Möglichkeit hatte Karl als Reichsfürst nicht. Durch die militärische Unterstützung des Kaisers glaubte der Landgraf, den Kaiser dazu bewegen zu können, ihm die Kurwürde zu verleihen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ludolf Pelizaeus |url=http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_108/01_Pelizaeus_Reichsdignitaet.pdf |titel=Der lange und steinige Weg Hessen-Kassels zur Höchsten Reichsdignität |hrsg=VHG-Verein für hessische Geschichte und Landeskunde e.&amp;amp;nbsp;V. Kassel |datum=2017-05-25 |abruf=2017-05-25 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein schlagkräftigeres Heer schien aber auch geeignet, das Land vor einer Besetzung wie im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zu bewahren. Aus diesen beiden Gründen baute Karl seit Beginn seiner Regierung ein [[Stehendes Heer]] auf. So konnte er 1688 im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] (1688–1697) der [[Reichsarmee]] rund 9000 gut ausgebildete Soldaten zur Verfügung stellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Hintergrund des Konfliktes war, dass der französische König [[Ludwig XIV.]] unter Berufung angeblicher Erbansprüche seiner Schwägerin [[Liselotte von der Pfalz]] einen Vorstoß gegen das Heilige Römische Reich unternahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürgen Hotz |Titel=Der Brockhaus Atlas zur Geschichte: Epochen, Territorien, Ereignisse |Verlag=Brockhaus |Datum=2005 |Seiten=195}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jahrelang führte Karl persönlich Teile seiner Armee im Kampf gegen die französischen Truppen an. Auch am militärischen Erfolg der Verteidigung der [[Burg Rheinfels|Festung Rheinfels]] gegen die französische Belagerung 1693 war er beteiligt. Dieses Ereignis ließ er später auf zahlreichen Medaillen glorifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die finanziellen Belastungen in Friedenszeiten ausgleichen zu können, verlieh er, wie auch andere Fürsten seiner Zeit, Soldaten gegen hohe [[Subsidien]]gelder an Krieg führende Mächte, so zum Beispiel im Jahr 1687 an die [[Republik Venedig]] zum Einsatz gegen die [[Osmanisches Reich|Osmanen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Philippi |Titel=Landgraf Karl von Hessen-Kassel, 1654–1730 |Datum=1980 |ISBN=978-3-87822-079-4 |Seiten=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne diese Option hätte Karl seine Armee nur in Kriegszeiten aufstellen können, aber selbst dann musste er die verbündeten Kriegsmächte Niederlande und England darum bitten, einen Teil der Heerkosten zu übernehmen. Der [[Soldatenhandel]] verbesserte zwar die Finanzen des Landgrafen, erhöhte aber nicht den Wohlstand der Bevölkerung, die von den [[Rekrutierung]]en im Gegenteil sogar betroffen war. Im [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] sowie in den Feldzügen gegen das Osmanische Reich kämpfen hessische Truppen zum Teil unter der Führung von Karls Söhnen, von denen drei im Krieg starben. Der Landgraf selbst beteiligte sich nicht an den Feldzügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Vorbild für Karl wurde ein anderes Ereignis: Im Jahr 1692 erhob der Kaiser den [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Herzog zu Braunschweig und Lüneburg]], [[Ernst August (Hannover)|Ernst August]], zum [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürsten von Hannover]]. 1707, mitten im Spanischen Erbfolgekrieg, unternahm Karl erste konkrete Schritte, um die Kurwürde zu erlangen. Seine Gesandten versuchten mit Bestechungsgeldern dem Kaiser das sogenannte [[Privilegium de non appellando]] abzuringen. Ein solches Privileg hätte bedeutet, dass Untertanen auf dem Gebiet der Landgrafschaft Hessen-Kassel nicht mehr an eine rechtsprechende Instanz des Reiches hätten appellieren können, die noch über dem Gericht des Landgrafen stand. Somit hätte sich beispielsweise der [[Reichshofrat]] in Wien nicht mehr in innere Angelegenheiten der Landgrafschaft einmischen können. Der Reichsvizekanzler, [[Friedrich Karl von Schönborn-Buchheim|Friedrich Karl von Schönborn]], riet dem Kaiser davon ab, die Reichsjustiz weiter einschränken zu lassen. Damit scheiterte der Versuch Karls, zum Kurfürsten aufzusteigen, endgültig. Die Kurwürde für die Landesherren der Landgrafschaft Hessen-Kassel konnte erst [[Wilhelm I. (Hessen-Kassel)|Wilhelm IX.]] im Jahr 1803 erreichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1685 überließ Karl seinem jüngeren Bruder [[Philipp (Hessen-Philippsthal)|Philipp]] als [[Paragium]] die ehemalige [[Vogtei Kreuzberg]] mit dem nach der [[Reformation]] aufgehobenen Kloster Kreuzberg. Diese kleine Herrschaft wurde nach dem dann auf der Grundlage des ehemaligen Klosters von Philipp in Kreuzberg (heute: [[Philippsthal (Werra)|Philippsthal]]) erbauten [[Schloss Philippsthal]] als Landgrafschaft [[Hessen-Philippsthal]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultur und Wissenschaft ===&lt;br /&gt;
==== Architektur in Kassel ====&lt;br /&gt;
Als [[Absolutismus|absolutistisch]] regierender Monarch musste Karl seinen Herrschaftsanspruch gegenüber auswärtigen Fürsten, Gesandtschaften und seinen Untertanen durch eine prunkvolle [[Barock]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;architektur verbildlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Philippi |Titel=Landgraf Karl von Hessen-Kassel, 1654–1730 |Datum= |Seiten=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verzichtete dabei auf den Bau eines neuen Schlosses, obwohl es durchaus Pläne hierfür gab und das bestehende [[Stadtschloss Kassel]] teilweise neu ausgestattet wurde. Vielmehr aber lagen die Neubauprojekte Karls vor den Toren der Residenzstadt Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1104 Herkules Kassel.jpg|mini|hochkant|[[Herkules (Kassel)|Herkules]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1696 begann der Landgraf oberhalb des alten [[Schloss Wilhelmshöhe#Geschichte|Jagdschlosses Weißenstein]] die Arbeiten an einer riesigen barocken Parkanlage, die sich mit [[Versailles]], der Residenz des französischen Sonnenkönigs, [[Ludwig XIV.]], messen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Sander |Titel=Das Herkules-Bauwerk in Kassel-Wilhelmshöhe: ein Beitrag zur Geschichte der Denkmalpflege und zum Wandel ihrer Methoden und Ziele |Verlag=Verlag Thiele &amp;amp; Schwarz |Datum=1981-01-01 |Seiten=169}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Parkanlage am Karlsberg, der spätere [[Bergpark Wilhelmshöhe]] am [[Hoher Habichtswald|Habichtswald]] im Westen von [[Kassel]], sollte von der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel]] künden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Anregungen für die von ihm am Karlsberg vorgesehenen Wasserspiele zu bekommen, begann Karl eine viermonatige Reise nach Italien. Da er, anders als an den europäischen Fürstenhöfen üblich, noch keine [[Grand Tour]] unternommen hatte, wollte der Landgraf im Dezember 1699 mit der Italienreise endlich sein großes Interesse an der [[Antike]] stillen. Der Landgraf besichtigte Kirchen, Kunstsammlungen, Paläste und Gärten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franziska Franke |Titel=welterbe bergpark Wilhelmshöhe der Herkules |Datum= |Seiten=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Februar 1700 sah Karl im römischen [[Palazzo Farnese (Rom)|Palazzo Farnese]] die lebensgroße Skulptur [[Herkules Farnese]]. Die Figur sollte 14 Jahre später als Vorlage für den [[Herkules (Kassel)|Kasseler Herkules]] dienen. Die mythologische Figur des [[Herakles]] verkörperte seit der [[Renaissance]] die Tugenden eines gerechten, weisen und starken Herrschers. Indem Karl eine Sichtachse zwischen dem Herkules und dem Jagdschloss Weißenstein anlegen ließ, setzte er sich symbolisch mit dem griechischen Halbgott Herkules gleich, womit er seine besonderen Herrscherqualitäten hervorheben wollte. Eine solche Fürsteninszenierung war typisch für die Zeit des [[Barock]]. Gleichzeitig sollte das über die Kaskaden den Berg hinunterfließende Wasser die Herrschaft Karls über die Natur demonstrieren: Als absolutistischer Fürst zwinge er selbst der wilden und unberechenbaren Natur seine monarchische Ordnung auf. Im Jahr 1701 berief Karl den italienischen Architekten [[Giovanni Francesco Guerniero]] aus [[Rom]] nach Kassel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Grassnick |Titel=Die Architektur der Neuzeit |Datum=1982 |ISBN=3-528-08683-1 |Seiten=70}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Guerniero entwarf Grottenanlagen und Kaskaden, die bis zum heutigen [[Schloss Wilhelmshöhe]] hätten reichen sollen. An dessen Stelle plante der Landgraf ein Schloss im italienischen Stil. Aus finanziellen Gründen konnte Karl das geplante Schloss nie verwirklichen. Lediglich das obere Drittel der Wasserspiele ging 1714 in Betrieb. Seit 2013 gelten die Wasserspiele mit Herkules und Oktogon als [[UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe]] der UNESCO.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelmshoehe - Herkules mit Kaskaden.jpg|mini|hochkant|links|Kaskaden unterhalb des Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kassel asv2022-02 img13 Orangerie.jpg|mini|hochkant|Das Marmorbad]]&lt;br /&gt;
Unter Karls Herrschaft wurde die Moritzaue nahe der Stadt großflächig zur heute noch bestehenden [[Karlsaue]] erweitert und die [[Orangerie (Kassel)|Orangerie]] erbaut. 1718 gab Karl das [[Marmorbad]] in Auftrag. Die hierfür notwendigen Skulpturen sollte der bereits 1714 aus Rom nach Kassel berufene französische Bildhauer [[Pierre-Étienne Monnot]] anfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karlheinz Kopanski |Titel=Das Marmorbad in der Kasseler Karlsaue: ein spätbarockes Gesamtkunstwerk mit bedeutenden Skulpturen und Reliefs von Pierre Etienne Monnot |Datum=2003 |ISBN=3-7954-1582-9 |Seiten=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Landgraf verschaffte sich einen Eindruck von den künstlerischen Fähigkeiten Monnots, indem er diesen dazu aufforderte, ihm Wachsmodelle der geplanten Marmorreliefs vorzulegen. Erst nach der Fertigstellung und seiner persönlichen Begutachtung des Werkes im Jahr 1722 genehmigte Karl die kostspielige Überführung von Skulpturen des Bildhauers aus Rom nach Kassel, die Karl bisher nur als Skizzen zu Gesicht bekommen hatte. Der Repräsentationsraum des Marmorbades wurde nie zum Baden genutzt, sondern legte vom Kunstgeschmack und dem hohen Bildungsgrad Karls über antike [[Mythologie]] Zeugnis ab. Es diente wie der Herkules und die Wasserspiele allein der Selbstdarstellung Karls. 1729 führte Karl den englischen König und [[Kurfürst]] von [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Braunschweig-Lüneburg]] (Hannover) [[Georg II. (Großbritannien)|Georg II.]] in das Marmorbad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute nicht mehr vorhandenen Wohnräume des Landgrafen Karl im 1811 abgebrannten [[Stadtschloss Kassel]] bestanden aus der im Barock üblichen Raumabfolge, zu der ein Vorzimmer, ein Schlafzimmer, eine Garderobe und das Kabinett gehörten. Im Rahmen des höfischen Zeremoniells kam ihnen eine abgestufte Bedeutung zu. Je weiter der Gesandte oder Fürst vorgelassen wurde, desto höher war sein Rang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Das Vorzimmer war der öffentlichste, das Kabinett der exklusivste Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wissenschaft und Bildung ====&lt;br /&gt;
Um seinen Staat [[Zentralverwaltungswirtschaft|zentralistisch]] führen zu können, war der Landgraf auf ein gut qualifiziertes Beamtenwesen angewiesen. Zu diesem Zweck führte Karl am 1. Februar 1726 per Dekret die [[Schulpflicht|allgemeine Schulpflicht]] in der Landgrafschaft ein. Lesen, Schreiben, Beten und Singen sollten gelehrt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolf von Both |Titel=Landgraf Wilhelm VIII.: von Hessen-Kassel, ein Fürst der Rokokozeit |Datum=1964 |Seiten=86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn der Staat die Schulpflicht erst rund 100 Jahre später voll durchsetzen konnte, erhielt der Unterricht bereits derart starken Zulauf, dass weder Lehrer noch Schulräume dem Andrang gewachsen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Veranlassung des historisch interessierten Landgrafen begannen 1709 auf der [[Mader Heide]] erste archäologische Ausgrabungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonstiges ====&lt;br /&gt;
Als strenggläubiger [[Calvinismus|Calvinist]] legte Karl Wert darauf, dass seine Untertanen am Sonntag den Gottesdienst besuchten oder an anderen religiösen Zeremonien teilnahmen. Aus diesem Grund erließ Karl am 28. Februar 1672 mit der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Sabbaths-Ordnung&amp;#039;&amp;#039; ein generelles Verkaufsverbot an Sonntagen, das für alle Plätze und Straßen in Kassel Gültigkeit hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Lasch |Titel=Untersuchungen über Bevölkerung und Wirtschaft der Landgrafschaft Hessen-Kassel und der Stadt Kassel: vom 30 jährigen Krieg bis zum Tode Landgraf Karls 1730 : ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Merkantilismus |Datum= |Seiten=202}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings belegen spätere Verordnungen desselben Inhaltes, dass die Einwohner sich die verordneten Eingriffe des Landgrafen in ihr Alltagsleben nicht gefallen ließen. Bereits am 21. Mai 1683 erließ Karl die &amp;#039;&amp;#039;Ordnung gegen die Entheiligung der Bet-, Fest-, Feier-, Sabbath- und Sonntage&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfahren ==&lt;br /&gt;
{{Ahnentafel-compact4&lt;br /&gt;
|1 =Karl Landgraf von Hessen-Kassel&lt;br /&gt;
|2 =[[Wilhelm VI. (Hessen-Kassel)|Wilhelm VI. Landgraf von Hessen-Kassel]] (1629–1663)&lt;br /&gt;
|3 =[[Hedwig Sophie von Brandenburg]] (1623–1683)&lt;br /&gt;
|4 =[[Wilhelm V. (Hessen-Kassel)|Wilhelm V. Landgraf von Hessen-Kassel]] (1602–1637)&lt;br /&gt;
|5 =[[Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg]] (1602–1651)&lt;br /&gt;
|6 =[[Georg Wilhelm (Brandenburg)|Georg Wilhelm Kurfürst von Brandenburg]] (1595–1640)&lt;br /&gt;
|7 =[[Elisabeth Charlotte von der Pfalz (1597–1660)|Elisabeth Charlotte von der Pfalz]] (1597–1660)&lt;br /&gt;
|8 =[[Moritz (Hessen-Kassel)|Moritz Landgraf von Hessen-Kassel]] (1572–1632)&lt;br /&gt;
|9 =[[Agnes zu Solms-Laubach]] (1578–1602)&lt;br /&gt;
|10 =[[Philipp Ludwig II. (Hanau-Münzenberg)|Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg]] (1576–1612)&lt;br /&gt;
|11 =[[Katharina Belgica von Oranien-Nassau]] (1578–1648)&lt;br /&gt;
|12 =[[Johann Sigismund (Brandenburg)|Johann Sigismund Kurfürst von Brandenburg]] (1572–1620)&lt;br /&gt;
|13 =[[Anna von Preußen (1576–1625)|Anna von Preußen]] (1576–1625)&lt;br /&gt;
|14 =[[Friedrich IV. (Pfalz)|Friedrich IV. Kurfürst von der Pfalz]] (1574–1610)&lt;br /&gt;
|15 =[[Luise Juliana von Oranien-Nassau]] (1576–1644)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Karl war verheiratet mit seiner Cousine [[Amalia von Kurland]] (1653–1711), Tochter des Herzogs [[Jakob Kettler]] von Kurland und Schwester seiner Mutter, [[Luise Charlotte von Brandenburg]], und hatte mit ihr folgende Kinder:&lt;br /&gt;
* Wilhelm (1674–1676)&lt;br /&gt;
* Karl (1675–1677)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich (Schweden)|Friedrich]] (1676–1751), Landgraf von Hessen-Kassel, König von Schweden&lt;br /&gt;
:⚭ 1. 1700 [[Luise von Brandenburg]] (1680–1705)&lt;br /&gt;
:⚭ 2. 1715 Königin [[Ulrika Eleonore (Schweden)|Ulrike Eleonore von Schweden]] (1688–1741)&lt;br /&gt;
* Christian (*/† 1677)&lt;br /&gt;
* [[Sophie Charlotte von Hessen-Kassel|Sophie Charlotte]] (1678–1749)&lt;br /&gt;
:⚭ 1704 Herzog [[Friedrich Wilhelm I. (Mecklenburg)|Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Schwerin]] (1675–1713)&lt;br /&gt;
* [[Karl von Hessen-Kassel (1680-1702)|Karl]] (1680–1702)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm VIII. (Hessen-Kassel)|Wilhelm VIII.]] (1682–1760), Landgraf von Hessen-Kassel&lt;br /&gt;
:⚭ 1717 [[Dorothea Wilhelmine von Sachsen-Zeitz]] (1691–1743)&lt;br /&gt;
* [[Leopold von Hessen-Kassel|Leopold]] (1684–1704)&lt;br /&gt;
* [[Ludwig von Hessen-Kassel|Ludwig]] (1686–1706)&lt;br /&gt;
* [[Marie Luise von Hessen-Kassel|Marie Luise]] (1688–1765)&lt;br /&gt;
:⚭ 1709 Fürst [[Johann Wilhelm Friso (Nassau-Dietz)|Johann Wilhelm Friso von Nassau-Dietz]] (1687–1711)&lt;br /&gt;
* [[Maximilian von Hessen-Kassel|Maximilian]] (1689–1753)&lt;br /&gt;
:⚭ 1720 [[Friederike Charlotte von Hessen-Darmstadt]] (1698–1777)&lt;br /&gt;
* [[Georg Karl von Hessen-Kassel|Georg]] (1691–1755)&lt;br /&gt;
* Eleonore (*/† 1694)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelmine Charlotte von Hessen-Kassel|Wilhelmine Charlotte]] (1695–1722)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenbeziehungen ==&lt;br /&gt;
Eine Nebenbeziehung unterhielt er nach dem Tod seiner Frau von 1713 an mit [[Jeanne de Langallerie|Jeanne Marguerite de Frere, Marquise de Langallerie]]. Aus ihr ging ein Sohn hervor, Charles Frederic Philippe de Gentil, Marquis de Langallerie, der früh verstarb. Karl sicherte im selben Zusammenhang die finanzielle Existenz der Kinder, die die [[Mätresse]] mitbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mätresse und Vertraute nach der Marquise de Langallerie war [[Barbara Christine von Bernhold]] (1690–1756), die unter Karls Sohn Wilhelm VIII. zur [[Hofmeister|Großhofmeisterin]] aufstieg und 1742 von Kaiser [[Karl VII. (HRR)|Karl VII.]] zur [[Reichsgraf|Reichsgräfin]] erhoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jochen Ebert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Landgraf Karl. Felder fürstlichen Handelns (Hessen-Kassel 1677–1730). Perspektiven und Annäherungen&amp;#039;&amp;#039; (= Hessische Forschungen zur geschichtlichen Landes- und Volkskunde, Band 54). Kassel University Press, Kassel 2023, ISBN 978-3-7376-1107-7 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101:1-2023082810221500542752 online]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|15|292|296|Karl|[[Theodor Ilgen]]|ADB:Karl (Landgraf von Hessen-Kassel)}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Philippi]]: &amp;#039;&amp;#039;Landgraf Karl von Hessen-Kassel. Ein deutscher Fürst der Barockzeit&amp;#039;&amp;#039; (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen, Band 34). Marburg 1976.&lt;br /&gt;
* {{NDB|11|227|229|Karl|Hans Philippi|118560050}}&lt;br /&gt;
* [[Pauline Puppel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Regentin. Vormundschaftliche Herrschaft in Hessen 1500–1700&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt/Main, 2004 (S. 236–277)&lt;br /&gt;
* Karl-Hermann Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Landgraf Karl – Hessens großer Barockfürst als Förderer von Kunst und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Philippia. Abhandlungen und Berichte aus dem Naturkundemuseum im Ottoneum zu Kassel&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 14 (2010), S. 189–196 ([https://www.zobodat.at/pdf/Philippia_14_0189-0196.pdf online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Charles, Landgrave of Hesse-Kassel|Karl von Hessen-Kassel}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118560050|titel=Hessen-Kassel, Karl Landgraf von| datum=2020-02-04}}&lt;br /&gt;
* [http://en.rodovid.org/wk/Person:66593 Stammbaum-Wiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.digam.net/expo/h3/dok12.html Text der &amp;#039;&amp;#039;Freiheits-Concession&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1162481/ Ein Beitrag für den freien Glauben: Vor 325 Jahren wurde die „Freiheits-Concession“ für französische Glaubensflüchtlinge erlassen; Kalenderblatt] [[Deutschlandradio Kultur]] 18. April 2010, von Klaus Kühnel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Wilhelm VII. (Hessen-Kassel)|Wilhelm VII.]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Friedrich (Schweden)|Friedrich I.]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Landgraf von Hessen-Kassel]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1670–1730}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118560050|LCCN=no2002039002|VIAF=218520399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Karl #HessenKassel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landgraf (Hessen-Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Hauses Hessen (Linie Kassel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Elefanten-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordre de l’union parfaite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1654]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1730]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl (Hessen-Kassel)| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hessen-Kassel, Karl von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Landgraf von Hessen-Kassel&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1654&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. März 1730&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kassel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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