<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kardinaltugend</id>
	<title>Kardinaltugend - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kardinaltugend"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Kardinaltugend&amp;action=history"/>
	<updated>2026-04-05T15:48:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.44.2</generator>
	<entry>
		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Kardinaltugend&amp;diff=11740&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Xocolatl: Änderungen von 2003:DA:7F31:4FAC:D500:BA65:CEEF:70B1 (Diskussion) auf die letzte Version von Sokonbud zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Kardinaltugend&amp;diff=11740&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-24T19:41:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Spezial:Beitr%C3%A4ge/2003:DA:7F31:4FAC:D500:BA65:CEEF:70B1&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2003:DA:7F31:4FAC:D500:BA65:CEEF:70B1&quot;&gt;2003:DA:7F31:4FAC:D500:BA65:CEEF:70B1&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2003:DA:7F31:4FAC:D500:BA65:CEEF:70B1&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2003:DA:7F31:4FAC:D500:BA65:CEEF:70B1 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Sokonbud&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Sokonbud (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Sokonbud&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Raffael 054.jpg|mini|hochkant=1.5|Detail aus &amp;#039;&amp;#039;Die Kardinal- und Gottestugenden&amp;#039;&amp;#039; von [[Raffael]], Fresko in den [[Stanzen des Raffael]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kardinaltugenden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|cardo|de=Türangel, Dreh- und Angelpunkt}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Primärtugend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man seit der [[Antike]] eine Gruppe von vier Grund[[tugend]]en. Diese waren anfangs nicht bei allen Autoren dieselben. Eine Vierergruppe ist bereits im Griechenland des 5. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. belegt und war wohl schon früher bekannt; die Bezeichnung „Kardinaltugenden“ wurde in der [[spätantike]]n [[Patristik]] durch den Kirchenvater [[Ambrosius von Mailand]] im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erstmals verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Online={{Google Buch |BuchID=QD4vkKMyzmEC |Seite=60}} |Autor=Martin Biermann |Titel=Die Leichenreden des Hl. Ambrosius von Mailand |Datum=1995 |Seiten=62 |Fundstelle=Anm.&amp;amp;nbsp;47}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antike ==&lt;br /&gt;
Die Gruppe von vier Haupttugenden ist erstmals bei dem griechischen Dichter [[Aischylos]] belegt, in seinem 467 v.&amp;amp;nbsp;Chr. entstandenen Stück &amp;#039;&amp;#039;[[Sieben gegen Theben]]&amp;#039;&amp;#039; (Vers 610). Er scheint sie als bekannt vorauszusetzen; daher wird vermutet, dass sie schon im griechischen Adel des 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. geläufig waren. Aischylos charakterisiert den Seher [[Amphiaraos]] als tugendhaften Menschen, indem er ihn als&lt;br /&gt;
* verständig &amp;#039;&amp;#039;(sóphron)&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
* gerecht &amp;#039;&amp;#039;(díkaios)&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
* fromm &amp;#039;&amp;#039;(eusebés)&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
* tapfer &amp;#039;&amp;#039;(agathós)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;agathós&amp;#039;&amp;#039; (gut) ist hier, wie in vielen Inschriften, im Sinne von tapfer &amp;#039;&amp;#039;(andreios)&amp;#039;&amp;#039; zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Platon]] übernahm in seinen [[Platonischer Dialog|Dialogen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Politeia]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Nomoi]]&amp;#039;&amp;#039; die Idee der Vierergruppe. Er behielt die [[Tapferkeit]] (bei ihm {{lang|grc|ἀνδρεία|andreia}}), die [[Gerechtigkeit]] ({{lang|grc|δικαιοσύνη|dikaiosýne}}) und die [[Besonnenheit]] ({{lang|grc|σωφροσύνη|sophrosýne}}) bei, ersetzte aber die [[Frömmigkeit]] ({{lang|grc|εὐσέβεια|eusébeia}}) durch [[Klugheit]] ({{lang|grc|φρόνησις|phrónesis}}) oder [[Weisheit]] ({{lang|grc|σοφία|sophía}}). Dadurch wurde die Frömmigkeit aus dem Tugendkatalog verdrängt. Noch Platons Zeitgenosse [[Xenophon]], der wie Platon ein Schüler des [[Sokrates]] war, schrieb Sokrates einen Kanon von nur zwei Tugenden zu, nämlich Frömmigkeit (die die Beziehungen zwischen Menschen und Göttern bestimmt) und Gerechtigkeit (die für die Beziehungen der Menschen untereinander maßgeblich ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Platon ordnet jedem der drei von ihm angenommenen [[Seele]]nteile und jedem der drei Stände in seiner Konzeption einer idealen Gesellschaftsordnung ({{lang|grc|πολιτεία|politeía}}) eine Tugend zu, nämlich dem obersten Seelenteil bzw. Stand die Weisheit, dem zweitrangigen die Tapferkeit und dem niedersten die Verständigkeit oder Fähigkeit des [[Mäßigung|Maßhaltens]]. Die Gerechtigkeit ist allen drei zugewiesen, sie sorgt für das rechte Zusammenwirken der Teile des Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur die Angehörigen der von Platon gegründeten [[Platonische Akademie|Akademie]], sondern auch die [[Stoa|Stoiker]] übernahmen den Kanon der vier Tugenden; wohl aus stoischem Schrifttum gelangte die Vierergruppe auch in die [[Rhetorik|rhetorischen]] Handbücher. Daher waren die Gebildeten der [[Hellenismus|hellenistischen]] und römischen Welt mit ihr vertraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Judentum wurden dieselben vier Haupttugenden gelehrt; sie erscheinen zweimal in der [[Septuaginta]] (der griechischen Übersetzung des [[Tanach]]), nämlich im [[Buch der Weisheit]] (8.7) und im [[4.&amp;amp;nbsp;Buch der Makkabäer]] (1.18). Der jüdische Philosoph [[Philon von Alexandria]] befasste sich ebenfalls damit; er deutete die vier Flüsse des [[Garten Eden|Paradieses]] [[Allegorie|allegorisch]] als die vier Tugenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marcus Tullius Cicero]], der sich hier auf ein nicht erhaltenes Werk des [[Stoa|Stoikers]] [[Panaitios von Rhodos|Panaitios]] stützte, vertrat die Lehre von den vier Haupttugenden. Er machte die römische Welt mit ihr vertraut. In seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[De officiis]]&amp;#039;&amp;#039; (Über die Pflichten) nennt und erörtert er die vier Tugenden:&lt;br /&gt;
* Gerechtigkeit &amp;#039;&amp;#039;(iustitia)&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
* Mäßigung &amp;#039;&amp;#039;(temperantia)&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
* Tapferkeit und Hochsinn &amp;#039;&amp;#039;(fortitudo, magnitudo animi&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;virtus)&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
* Weisheit oder Klugheit &amp;#039;&amp;#039;(sapientia&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;prudentia)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Antike Tugendlehren schlagen sich mit der Rezeption der antiken Philosophie durch christliche Theologen wie [[Ambrosius von Mailand|Ambrosius]], [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]], [[Augustinus von Hippo|Augustinus]], [[Beda Venerabilis|Beda]] und [[Hrabanus Maurus]] in der Bibelauslegung nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;HWB der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;4. Sp. 695.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verfasste Ambrosius von Mailand eine [[Pflicht]]enlehre (&amp;#039;&amp;#039;De officiis ministrorum&amp;#039;&amp;#039;), in der er sich mit Ciceros Auffassung auseinandersetzt. Er verwendete erstmals den Begriff „Kardinaltugenden“ (&amp;#039;&amp;#039;virtutes cardinales&amp;#039;&amp;#039;); häufiger ist bei ihm aber der Ausdruck „Haupttugenden“ (&amp;#039;&amp;#039;virtutes principales&amp;#039;&amp;#039;). Er übernahm Philons Deutung der vier [[Paradiesfluss|Paradiesflüsse]] als die vier Tugenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste systematische Ausformung erhält die Tugendlehre im Rahmen der [[Moral]]&amp;amp;shy;lehre des [[Thomas von Aquin]], der die Kardinaltugenden als Angel bezeichnet, an der alle anderen Tugenden befestigt sind: {{Zitat |Übersetzung=Eine Tugend heißt Kardinal- bzw. Haupttugend, weil an ihr die anderen Tugenden befestigt sind wie die Tür in der Angel. |Text=&amp;#039;&amp;#039;Virtus aliqua dicitur cardinalis, quasi principalis, quia super eam aliae virtutes firmantur, sicut ostium in cardine.&amp;#039;&amp;#039; |Sprache=la |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas von Aquin: &amp;#039;&amp;#039;De virtutes&amp;#039;&amp;#039; 1. 12–14. Zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;HWB d. Philosophie.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufklärung ==&lt;br /&gt;
[[Immanuel Kant]] lässt in Bezug zu den [[Sekundärtugend]]en nur eine Primärtugend gelten: „Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“ Fehle dieser, können alle anderen Tugenden „auch äußerst böse und schädlich werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kant: &amp;#039;&amp;#039;Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.&amp;#039;&amp;#039; Anaconda Verlag, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Philosoph [[Johann Friedrich Herbart]] nennt als Kardinaltugenden:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers Online|9|507|spezialkapitel=Kardinaltugenden}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Tapferkeit]],&lt;br /&gt;
* [[Freiheit]],&lt;br /&gt;
* [[Güte]],&lt;br /&gt;
* [[Gerechtigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne ==&lt;br /&gt;
Der Philosoph [[Josef Pieper]] macht in der Tradition von [[Thomas von Aquin]] die folgenden christlichen Kardinaltugenden aus:&lt;br /&gt;
* [[Klugheit]],&lt;br /&gt;
* [[Gerechtigkeit]],&lt;br /&gt;
* [[Tapferkeit]],&lt;br /&gt;
* [[Mäßigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei räumt er der Klugheit den ersten Rang ein. Aus ihr heraus werden alle anderen Tugenden geboren. Die Klugheit ist das Maß der Gerechtigkeit, der Tapferkeit und der Mäßigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas von Aquin: Summa theologica I,II, 64 – Quaestiones disputate de virtutibus in communi, 13&amp;lt;/ref&amp;gt; In der orientierungslosen Nachkriegszeit fasste er diesen christlichen Glaubensgrundsatz prägnant zusammen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Keinen Satz der klassisch-christlichen Lebenslehre gibt es, der dem Ohr des heutigen Menschen, auch des Christen, so unvertraut, ja so fremd und verwunderlich klingt wie dieser: daß die Tugend der Klugheit die ‚Gebärerin‘ und der Formgrund aller übrigen Kardinaltugenden sei, der Gerechtigkeit, der Tapferkeit und der Mäßigung; daß also nur, wer klug sei, auch gerecht, tapfer und maßvoll sein könne; und daß der gute Mensch gut sei kraft seiner Klugheit.&lt;br /&gt;
 |Autor=Josef Pieper&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Pieper: &amp;#039;&amp;#039;Traktat über die Klugheit.&amp;#039;&amp;#039; München 1949, S.&amp;amp;nbsp;11.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== China ==&lt;br /&gt;
Die fünf [[Konfuzianismus|konfuzianischen]] Kardinaltugenden ([[Chinesische Schrift|chin.]] {{zh|kurz=1|c=五常|p=wŭcháng}}) sind:&lt;br /&gt;
* [[Menschlichkeit]] ({{zh|kurz=1|c=仁|p=rén}})&lt;br /&gt;
* [[Gerechtigkeit]] oder Rechtes Handeln ({{zh|kurz=1|c=義|p=yì}})&lt;br /&gt;
* [[Sitte]] ({{zh|kurz=1|c=禮|p=lĭ}})&lt;br /&gt;
* [[Wissen]] ({{zh|kurz=1|c=智|p=zhì}})&lt;br /&gt;
* [[Wahrhaftigkeit]] ({{zh|kurz=1|c=信|p=xìn}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beziehungsweise nach [[Mengzi]] entsprechend&lt;br /&gt;
* [[Innigkeit]] ({{zh|kurz=1|c=親|p=qīn}}) zwischen Vater und Sohn&lt;br /&gt;
* Rechtes Handeln ({{zh|kurz=1|c=義|p=yì}}) zwischen Fürst und Untertan&lt;br /&gt;
* Trennung ({{zh|kurz=1|c=別|p=bié}}) zwischen Gatte und Gemahlin&lt;br /&gt;
* [[Reihenfolge]] ({{zh|kurz=1|c=序|p=xù}}) zwischen Alt und Jung&lt;br /&gt;
* [[Wahrhaftigkeit]] ({{zh|kurz=1|c=信|p=xìn}}) zwischen Freund und Freund&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Yoga und Hinduismus ==&lt;br /&gt;
5 [[Yama]]s:&lt;br /&gt;
* [[Yama#1. Ahimsa|Ahimsa]] (Gewaltlosigkeit)&lt;br /&gt;
* [[Yama#2. Satya|Satya]] (Wahrhaftigkeit)&lt;br /&gt;
* [[Yama#3. Asteya|Asteya]] (Nicht-Stehlen)&lt;br /&gt;
* [[Yama#4. Brahmacharya|Brahmacharya]] (Enthaltsamkeit)&lt;br /&gt;
* [[Yama#5. Aparigraha|Aparigraha]] (Nicht-Zugreifen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 [[Niyama]]s:&lt;br /&gt;
* [[Niyama#1. Sauca|Shauca]] (Reinheit)&lt;br /&gt;
* [[Niyama#2. Samtosa|Santosha]] (Genügsamkeit)&lt;br /&gt;
* [[Niyama#3. Tapas|Tapas]] (Opfer und Buße)&lt;br /&gt;
* [[Niyama#4. Svadhyaya|Svadhyaya]] (Studium und Reflexion)&lt;br /&gt;
* [[Niyama#5. Ishvarapranidhana|Ishvara Pranidhana]] (Hingabe an Gott)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allegorische Darstellung der Kardinaltugenden ==&lt;br /&gt;
[[Allegorie#Bildliche Allegorie|Allegorische Darstellungen]] der Kardinaltugenden sind typische Elemente repräsentativer Grabanlagen der Renaissance und des Barock, vor allem an Grabmonumenten für Päpste, Bischöfe oder weltliche Herrscher, wie die [[Doge von Venedig|Dogen von Venedig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Beispiel&lt;br /&gt;
Grab des Papstes [[Clemens II.]] im [[Bamberger Dom]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Papstgrab, Justitia.jpg|[[Gerechtigkeit|Iustitia (Gerechtigkeit)]]&lt;br /&gt;
 Papstgrab, Fortitudo.jpg|[[Tapferkeit|Fortitudo (Tapferkeit)]]&lt;br /&gt;
 Papstgrab, Prudentia.jpg|[[Klugheit|Prudentia (Klugheit)]]&lt;br /&gt;
 Papstgrab, Temperantia.jpg|[[Mäßigung|Temperantia (Mäßigung)]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darstellung der Tugenden an der repräsentativen barocken Fassade (1737) der [[Santa Maria del Rosario|Gesuati-Kirche]] in Venedig sollen zum Ruhm der [[Dominikaner]], Auftraggeber von Kirche und Fassade, dienen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Prudenza Gaetano Susali.jpg|Weisheit von Gaetano Susali&lt;br /&gt;
 Giustizia Francesco Bonazza.jpg|Gerechtigkeit von Francesco Bonazza&lt;br /&gt;
 Fortezza Giuseppe Torretti.jpg|Tapferkeit von [[Giuseppe Torretto]]&lt;br /&gt;
 Temperanza Alvise Tagliapietra.jpg|Mäßigung von Alvise Tagliapietra&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Raffael 056.jpg|mini|Klugheit (&amp;#039;&amp;#039;Prudentia&amp;#039;&amp;#039;) mit zwei Gesichtern und Spiegel, Detail aus den &amp;#039;&amp;#039;Kardinal- und Gottestugenden&amp;#039;&amp;#039; von Raffael, Fresko in den [[Stanzen des Raffael]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Raffael 053.jpg|mini|Gerechtigkeit (&amp;#039;&amp;#039;Justitia&amp;#039;&amp;#039;) mit Waage, Schwert und Krone, Medaillon an der Decke der Stanza della Segnatura in den [[Stanzen des Raffael]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:10. Trois anges, la croix, l ancre et le coeur.jpg|miniatur|Glaube (&amp;#039;&amp;#039;Fides&amp;#039;&amp;#039;) mit dem Kreuz; Hoffnung (&amp;#039;&amp;#039;Spes&amp;#039;&amp;#039;) mit dem Anker; Liebe (&amp;#039;&amp;#039;Caritas&amp;#039;&amp;#039;) mit dem Herzen, Modernes Kirchenfenster]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Attribute ===&lt;br /&gt;
Die allegorischen Darstellungen der Tugenden sind immer weiblich, gemäß dem [[Genus]] des Begriffs im Lateinischen. Beigefügte Inschriften oder [[Attribut (Kunst)|Attribute]] helfen dem Betrachter, die jeweiligen Tugenden zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weltliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
* [[Klugheit]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Prudentia]]&amp;#039;&amp;#039;): Schlange, Spiegel, Schriftrolle oder Buch, [[Januskopf]] (zwei Gesichter)&lt;br /&gt;
* [[Gerechtigkeit]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Justitia]]&amp;#039;&amp;#039;): Waage, Schwert, Krone, Augenbinde&lt;br /&gt;
* [[Tapferkeit]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Tapferkeit|Fortitudo]]&amp;#039;&amp;#039;): Fahne, Rüstung, Schwert, Schild, Löwe, ([[Simson]]-)Säule&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Biedermann |Titel=Knaurs Lexikon der Symbole |Hrsg=Gerhard Riemann |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Bertelsmann |Ort=Gütersloh |Datum=1989 |ISBN= |Seiten=451}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Mäßigung]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Temperantia]]&amp;#039;&amp;#039;): Sanduhr, zwei Gefäße zum Mischen von Wasser und Wein, brennende Fackel und Krug zum Löschen, auf einem Kamel/Elefant reitend, Schwert in der Scheide, Zügel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Christliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
* [[Glaube (Religion)|Glaube]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Fides, Spes und Caritas|Fides]]&amp;#039;&amp;#039;): Kreuz, Kelch (mit [[Hostie]]), Gesetzestafel, Kerze&lt;br /&gt;
* [[Liebe]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Karitas|Caritas]]&amp;#039;&amp;#039;): Mutter mit Kindern, Fackel, brennendes Herz, Bettler, [[Pelikane#Ikonographie|Pelikan]]&lt;br /&gt;
* [[Hoffnung]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Spes]]&amp;#039;&amp;#039;): Taube, Anker, Krone, Schiff, Fahne, Augen zum Himmel gewandt, geflügelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Giottos Darstellung der drei theologischen Tugenden ===&lt;br /&gt;
Im [[Neues Testament|Neuen Testament]] kommt der Kanon der vier Tugenden nicht vor. Der Apostel [[Paulus von Tarsus|Paulus]] führte drei [[Theologische Tugenden]] ein (vgl. {{B|1 Kor|13|13|EU}}):&lt;br /&gt;
* [[Glaube (Religion)|Glaube]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;fides&amp;#039;&amp;#039;),&lt;br /&gt;
* [[Hoffnung]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;spes&amp;#039;&amp;#039;) und&lt;br /&gt;
* [[Liebe]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;caritas&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Darstellung ist in der [[Cappella degli Scrovegni]] in Padua zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Fides - Capella dei Scrovegni - Padua 2016.jpg|Fides (Glaube)&lt;br /&gt;
 Giotto - Scrovegni - -46- - Hope.jpg|Spes (Hoffnung)&lt;br /&gt;
 Giotto - Scrovegni - -45- - Charity.jpg|Caritas (Liebe)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen ergibt das die Siebenzahl:&lt;br /&gt;
* [[Weisheit]] oder [[Klugheit]]&lt;br /&gt;
* [[Gerechtigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Tapferkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Mäßigung]]&lt;br /&gt;
* [[Glaube (Religion)|Glaube]]&lt;br /&gt;
* [[Hoffnung]]&lt;br /&gt;
* [[Liebe]]&lt;br /&gt;
Sie werden im [[Katechismus der Katholischen Kirche]] den sieben [[Todsünde]]n (Hauptlastern) gegenübergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tugendethik]]&lt;br /&gt;
* [[Arete]]&lt;br /&gt;
* [[Dharma]]&lt;br /&gt;
* [[Sünde wider den Heiligen Geist]]&lt;br /&gt;
* [[Preußische Tugenden]]&lt;br /&gt;
* [[Kardinalismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Becker: &amp;#039;&amp;#039;Chresis. Die Methode der Kirchenväter im Umgang mit der antiken Kultur&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;4: &amp;#039;&amp;#039;Die Kardinaltugenden bei Cicero und Ambrosius: De officiis&amp;#039;&amp;#039;, Schwabe, Basel 1994, ISBN 3-7965-0953-3.&lt;br /&gt;
* [[Carl Joachim Classen]]: &amp;#039;&amp;#039;Der platonisch-stoische Kanon der Kardinaltugenden bei Philon, Clemens Alexandrinus und Origenes&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Adolf Martin Ritter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kerygma und Logos&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1979, ISBN 3-525-55369-2, S.&amp;amp;nbsp;68–88.&lt;br /&gt;
* Albrecht Dihle: &amp;#039;&amp;#039;Der Kanon der zwei Tugenden&amp;#039;&amp;#039;, Westdeutscher Verlag, Köln 1968.&lt;br /&gt;
* Sibylle Mähl: &amp;#039;&amp;#039;Quadriga virtutum. Die Kardinaltugenden in der Geistesgeschichte der Karolingerzeit&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln 1969.&lt;br /&gt;
* [[Josef Pieper]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Viergespann – Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maß&amp;#039;&amp;#039;. München 1998, ISBN 3-466-40171-2.&lt;br /&gt;
* [[Eduard Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Ethik der Griechen&amp;#039;&amp;#039;. Koehler, Stuttgart 1951.&lt;br /&gt;
* Ulrich Klein: &amp;#039;&amp;#039;Kardinaltugenden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd.&amp;amp;nbsp;4: &amp;#039;&amp;#039;I–K&amp;#039;&amp;#039;. Schwabe, Basel 1976, Sp. 695–696, ISBN 3-7965-0115-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kardinaltugend}}&lt;br /&gt;
* [http://glaube-und-kirche.de/tugenden.htm Göttliche Tugenden und Kardinaltugenden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4229320-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend| Kardinaltugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistische Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfuzianismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moraltheologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Xocolatl</name></author>
	</entry>
</feed>