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	<title>Kanzlerkandidat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Kanzlerkandidat&amp;diff=1865&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Einleitung */ Titelbild vergrössert</title>
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		<updated>2025-09-14T16:23:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; Titelbild vergrössert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F086568-0028, Leipzig, Bundestagswahl, Wahlwerbung.jpg|mini|hochkant=1.2|Wahlplakat mit [[Helmut Kohl]], Leipzig 1990. Kohl hält den Rekord, sechsmal Kanzlerkandidat gewesen zu sein (1976 und zwischen 1983 und 1998, das erste Mal noch als Oppositionsführer).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kanzlerkandidat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der Bundesrepublik [[Deutschland]] die Bezeichnung für den „[[Kandidat#Spitzenkandidat|Spitzenkandidaten]]“, der im Falle einer parlamentarischen Mehrheit seiner Partei bei einer [[Bundestagswahl]] durch den Bundestag zum Kanzler gewählt werden würde. Die Parteien geben damit zu verstehen, dass ihre [[Fraktion (Bundestag)|Bundestagsfraktion]] diesen [[Kandidat]]en im neu konstituierten [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] zum [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] wählen will. Die kleineren Parteien verzichten normalerweise auf die Benennung eines Kanzlerkandidaten. Vor 2002 traten ausschließlich Kandidaten der Schwesterparteien [[Unionsparteien|CDU/CSU]] und ein Vertreter der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] unter dieser Bezeichnung gegeneinander an. Zur [[Bundestagswahl 2002]] trat zum ersten und bisher einzigen Mal ein Kanzlerkandidat der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] an, zur [[Bundestagswahl 2021]] wurde erstmals eine Kanzlerkandidatin von [[Bündnis 90/Die Grünen]] aufgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/gruene-kanzlerkandidatur-baerbock-habeck-101.html |titel=Baerbock oder Habeck: Wer tritt für die Grünen an? |werk=tagesschau.de |sprache=de |abruf=2021-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und für die vorgezogene [[Bundestagswahl 2025]] erstmals je eine für die [[Alternative für Deutschland]] (AfD)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nachrichtenleicht.de/weidel-afd-kanzler-kandidatin-100.html |titel=Alice Weidel wird die Kanzler-Kandidatin von der AfD |werk=nachrichtenleicht.de |datum=2024-12-07 |sprache=de |abruf=2024-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Bündnis Sahra Wagenknecht]] (BSW)&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSW&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundeskanzler wird gemäß {{Art.|63|GG|juris|text=Art. 63 Abs.&amp;amp;nbsp;1 GG}} nicht vom Volk, sondern vom Deutschen Bundestag auf Vorschlag des [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsidenten]] gewählt. Dies gilt insbesondere für den Beginn einer neuen [[Legislaturperiode|Wahlperiode]] des Bundestages, da zu diesem Zeitpunkt die [[Amtszeit]] des bisherigen Bundeskanzlers endet und somit ein neuer Bundeskanzler zu wählen und eine neue [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] zu bilden ist. Da die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag auch für die Wahl des Bundeskanzlers ausschlaggebend sind, nominieren die größeren Parteien traditionell bereits vor der Bundestagswahl einen Kanzlerkandidaten, um der wahlberechtigten Bevölkerung darzustellen, wer ihrer Meinung nach Bundeskanzler werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nominierung ==&lt;br /&gt;
Es gibt kein geregeltes Verfahren zur Nominierung eines Kanzlerkandidaten. In der politischen Praxis nominieren die großen Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl (bis zu einem Jahr im Voraus) ihren Kanzlerkandidaten, oft durch [[Abstimmung]] auf einem [[Parteitag]]. Der jeweilige Kanzlerkandidat ist im folgenden [[Wahlkampf]] die Hauptfigur der Partei, auch wenn er nicht direkt vom Wahlvolk gewählt werden kann; stattdessen wird seine Aussicht auf das Amt des Bundeskanzlers durch die Stimmabgabe des Wählers gestärkt, indem dieser die Partei des Kanzlerkandidaten wählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem SPD-Parteitag 1960 in Hannover wählte zum ersten Mal eine deutsche Partei einen Kanzlerkandidaten. Dabei handelte es sich um den [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Regierenden Bürgermeister von Berlin]] [[Willy Brandt]]. Der SPD-Stratege und langjährige Wegbegleiter Brandts [[Egon Bahr]] erklärte rückblickend, der damalige Bundestagsabgeordnete [[Klaus Schütz]] habe diese Idee aus den [[Vereinigte Staaten|USA]] mitgebracht, als er den Wahlkampf des Präsidentschaftskandidaten der [[Demokratische Partei (Vereinigte Staaten)|Demokraten]] [[John F. Kennedy]] beobachtete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Egon Bahr |Titel=„Das musst du erzählen“: Erinnerungen an Willy Brandt |Verlag=Propyläen |Ort=Berlin |Datum=2013 |ISBN=978-3-549-07422-0 |Seiten=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf Angela Merkel 2021 ist der amtierende Bundeskanzler jedes Mal erneut bei der jeweils nächsten Bundestagswahl angetreten, um durch die Unterstützung der Wähler sein Amt weiterführen zu können. Gleichwohl kann es in der Partei des Bundeskanzlers zu einer Diskussion darüber kommen, ob der Amtsinhaber nochmals antreten sollte, wie im Vorfeld der [[Bundestagswahl 1998]], als in der CDU Stimmen laut wurden, die einen „Generationswechsel“ vom seit 1982 amtierenden Kanzler [[Helmut Kohl]] zum CDU/CSU-Fraktionschef [[Wolfgang Schäuble]] forderten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=7870132 |Titel=Jeder mißtraut jedem |Jahr=1998 |Nr=18 |Seiten=22–24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=7922929 |Titel=Tausch geplatzt |Jahr=1998 |Nr=26 |Datum=1998 |Seiten=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festlegung auf einen Kanzlerkandidaten – einer Position mit großer medialer Wirksamkeit – kann besonders bei der jeweiligen Oppositionspartei zu starken Auseinandersetzungen innerhalb der Partei führen, wie etwa im Vorfeld der [[Bundestagswahl 2013]], als mit dem Parteivorsitzenden [[Sigmar Gabriel]], dem Vorsitzenden der [[SPD-Bundestagsfraktion]] [[Frank-Walter Steinmeier]] und dem ehemaligen [[Bundesministerium der Finanzen|Bundesminister der Finanzen]] [[Peer Steinbrück]] gleich drei Namen in der SPD als Kanzlerkandidaten im Gespräch waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=88861718 |Titel=Der Außenseiter |Jahr=2012 |Nr=40 |Seiten=18–24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwesterparteien [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] und [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] nominieren einen gemeinsamen Kandidaten; bisher fiel die Wahl dabei zweimal, 1980 und 2002, auf einen Kandidaten der CSU (nämlich auf die jeweiligen Parteivorsitzenden [[Franz Josef Strauß]] bzw. [[Edmund Stoiber]]). Im Vorfeld der [[Bundestagswahl 2002]] wurde für die Entscheidung zwischen den beiden möglichen Unions-Kanzlerkandidaten –&amp;amp;nbsp;der CDU-Vorsitzenden [[Angela Merkel]] und Edmund Stoiber&amp;amp;nbsp;– der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kanzlerfrage&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;K-Frage&amp;#039;&amp;#039;) geprägt. Üblicherweise ist ein Kanzlerkandidat, der als Herausforderer eines amtierenden Kanzlers antritt, [[Parteivorsitzender|Partei-]] bzw. [[Fraktionsvorsitzender]] oder [[Regierungschef]] eines der deutschen [[Land (Deutschland)|Länder]]. In Zeiten, in denen beide große Parteien zusammen im Bund regierten ([[Große Koalition]]), traten meist Bundesminister bzw. die amtierenden [[Vizekanzler (Deutschland)|Stellvertreter des Bundeskanzlers]] als Kanzlerkandidaten an. Eine Ausnahme war [[Hans-Jochen Vogel]], der zur Zeit seiner Kanzlerkandidatur 1983 lediglich Mitglied des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Abgeordnetenhauses von (West-)Berlin]] war (er war jedoch zuvor jahrelang Bundesminister gewesen). Üblicherweise erhält der Kanzlerkandidat von seinem Heimat-Landesverband den ersten Platz auf der [[Landesliste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gerhard Schröder]] und [[Olaf Scholz]] sind die einzigen Bundeskanzler, die als vom Parteivorsitz abweichende Kanzlerkandidaten nach einer Bundestagswahl neu in ihr Amt kamen; als Amtsinhaber traten [[Ludwig Erhard]] und [[Helmut Schmidt]] jeweils erfolgreich ohne Parteivorsitz zur Wiederwahl an, Gerhard Schröder hingegen nicht erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 173-1326, Bonn, Bundestagswahl, Wahlplakate.jpg|mini|hochkant|Wahlplakate 1961 mit den Porträts von Kanzlerkandidat [[Willy Brandt]] (SPD) und Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]] (CDU)]]&lt;br /&gt;
Im [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]] und im [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserreich]] (1871–1918) wurde der [[Bundeskanzler (Norddeutscher Bund)|Kanzler]] vom [[Deutscher Kaiser|Kaiser]] ernannt; das Volk und der von diesem gewählte [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] hatten noch kein Mitspracherecht bei der Besetzung dieses Amtes. In der [[Weimarer Republik]] (1918–1933) wurde dem [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] ein destruktives [[Misstrauensvotum]] eingeräumt, das zum Rücktritt des Kanzlers führte, während die Ernennung des Kanzlers weiterhin dem Staatsoberhaupt, dem [[Reichspräsident]]en, oblag. Dementsprechend war die Benennung von Kanzlerkandidaten noch nicht üblich, ebenso wenig wie in den ersten Jahren der Bundesrepublik seit 1949; die Benennung eines Kanzlers war vielmehr ein Gegenstand von [[Koalition (Politik)|Koalitionsverhandlungen]] und wurde erst nach der Wahl vom jeweils siegreichen Parteienbündnis durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Entwicklung, die erst im Laufe der 1950er Jahre zu ihrem vorläufigen Abschluss kam, brachte hier eine Veränderung: die Konzentration der Wähler auf wenige wettbewerbsfähige Parteien und die damit einhergehende Herausbildung von CDU und CSU sowie SPD zu großen [[Volkspartei (Parteityp)|Volksparteien]] mit Aussicht auf eine [[Mehrheit|absolute Mehrheit]] der Mandate im Parlament oder auf ein Bündnis mit einem kleineren Koalitionspartner. Nun erst konnten diese Parteien realistisch mit dem Anspruch auftreten, ihren Kandidaten im Falle eines Wahlsieges auch tatsächlich als Bundeskanzler durchzusetzen. Bevor 1960 zum ersten Mal mit Willy Brandt ausdrücklich ein Kanzlerkandidat nominiert wurde, galten die jeweiligen Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Opposition als „natürliche“ Kandidaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schuhe 18 Prozent (fcm).jpg|mini|hochkant|Schuhe mit der Nummer „18“ auf der Sohle: Der FDP-Vorsitzende [[Guido Westerwelle]] präsentierte sich 2002 gemäß der [[Strategie 18]] als Kanzlerkandidat, der 18 Prozent der Stimmen einfahren sollte. Es wurden 7,4 Prozent.]]&lt;br /&gt;
Nachdem die Nominierung eines Kanzlerkandidaten lange Zeit nur von den beiden großen im Bundestag vertretenen Parteien CDU/CSU und SPD erfolgte, kürte die [[Freie Demokratische Partei|FDP]] zur [[Bundestagswahl 2002]] mit ihrem Vorsitzenden [[Guido Westerwelle]] erstmals ebenfalls einen Kanzlerkandidaten. Die Nominierung erfolgte mit der Zielsetzung, in einem personalisierten Medienumfeld auf Augenhöhe mit den Kanzlerkandidaten [[Gerhard Schröder]] (SPD) und [[Edmund Stoiber]] (CDU/CSU) aufzutreten, und als Ergänzung des offiziellen Wahlziels, einen Anteil von 18&amp;amp;nbsp;Prozent der Zweitstimmen zu erreichen („[[Strategie&amp;amp;nbsp;18]]“). Der Versuch, die Teilnahme an den [[Fernsehduell|Fernsehdebatten]] der Kandidaten Schröder und Stoiber durch eine gerichtliche Entscheidung zu erzwingen, brachte der FDP vor dem [[Bundesverfassungsgericht]] eine Niederlage ein:&amp;lt;ref&amp;gt;Entscheidung {{rspr|2 BvR 1332/02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Demnach scheidet eine Teilnahme des Vorsitzenden der Beschwerdeführerin aus, weil er –&amp;amp;nbsp;was die Beschwerdeführerin letztlich selbst nicht bestreitet&amp;amp;nbsp;– keine realistische Aussicht hat, nach der Wahl am 22. September 2002 das Amt des Bundeskanzlers zu übernehmen.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Auszug aus der Gerichtsentscheidung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guido Westerwelles Auftreten als Kanzlerkandidat wurde von den Medien kritisch bis hämisch kommentiert, sogar Westerwelle selbst bezeichnete seine Benennung als „Kanzlerkandidat“ im Nachhinein als Fehler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Bundestagswahl 2021]] wurde mit [[Annalena Baerbock]] erstmals eine Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen aufgestellt, nachdem der Partei von ca. Oktober 2018 bis Juli 2021 kontinuierlich [[Bundestagswahl 2021/Umfragen und Prognosen|Umfragewerte]] als zweitstärkste Kraft nach der CDU/CSU und somit auch vor der SPD bescheinigt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-04/kanzlerkandidatur-die-gruenen-bundestagswahl-2021-annalena-baerbock-robert-habeck |titel=Grüne wollen Kanzlerkandidatur am 19. April bekannt geben |werk=Zeit Online |abruf=2021-04-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/annalena-baerbock-wird-kanzlerkandidatin-der-gruenen-17300610.html |titel=Annalena Baerbock wird Kanzlerkandidatin der Grünen |werk=FAZ.NET |abruf=2021-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Wahl konnten sich die hohen Umfragewerte jedoch nicht bestätigen, da die Grünen nur drittstärkste Kraft wurden, während die SPD die Wahl mit ihrem Kandidaten [[Olaf Scholz]] sogar noch knapp vor der CDU/CSU gewinnen konnte. Nach der Wahl wurde die Partei aber Teil der [[Ampelkoalition|Ampel-Koalition]] unter [[Kabinett Scholz|Scholz]] und stellten mit dem [[Wirtschaftsministerium|Wirtschaftsminister]] [[Robert Habeck]] den [[Vizekanzler (Deutschland)|Vizekanzler]], während Baerbock zur [[Außenminister]]in ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Bundestagswahl 2025]] stellte die AfD mit [[Alice Weidel]] erstmals eine Kanzlerkandidatin auf. Im Vorfeld der Wahl hatte die AfD in Umfragen kontinuierlich auf Platz zwei hinter der CDU/CSU gelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Gregor Aisch | url=https://www.zeit.de/politik/deutschland/umfragen-bundestagswahl-neuwahl-wahltrend | titel=Aktuelle Umfragen: Wer gewinnt die Bundestagswahl? | werk=[[zeit.de]] | datum=2024-11-21 |abruf=2024-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das BSW folgte mit der Ernennung von [[Sahra Wagenknecht]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSW&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Kristina Hofmann | url=https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/wagenknecht-kanzlerkandidatur-bsw-100.html | titel=Kanzlerin Wagenknecht – oder auch nicht | werk=[[ZDF]] | datum=2024-12-17 |abruf=2024-12-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kanzlerkandidaten seit 1949 ==&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle nennt alle Spitzenkandidaten (bzw. ab der Bundestagswahl 1961 „Kanzlerkandidaten“), die seit 1949 für die großen Parteien CDU/CSU und SPD bei Bundestagswahlen angetreten sind. Außerdem sind die Kanzlerkandidatur der FDP im Jahr 2002 sowie die Kanzlerkandidaturen von Bündnis 90/Die Grünen seit 2021 gelistet. 2025 stellten AfD und BSW erstmals einen Kanzlerkandidaten auf.&amp;lt;!-- Die Spalten der Tabelle werden nach Relevanz und nicht nach der Chronologie geordnet, weil Chronologie bereits durch die Zeilen gewährleistet wird.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Kanzlerkandidaten (bis 1957: Spitzenkandidaten){{FN|1|gruppe=}}&lt;br /&gt;
!Wahljahr&lt;br /&gt;
!CDU/CSU&lt;br /&gt;
!SPD&lt;br /&gt;
!FDP{{FN|2}}&lt;br /&gt;
!Grüne{{FN|3}}&lt;br /&gt;
!AfD{{FN|4}}&lt;br /&gt;
!BSW{{FN|5}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1949|1949]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Konrad Adenauer]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|[[Kurt Schumacher]]&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;14&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;19&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;20&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;20&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1953|1953]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konrad Adenauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Erich Ollenhauer]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1957|1957]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konrad Adenauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Erich Ollenhauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1961|1961]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konrad Adenauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Willy Brandt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1965|1965]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Erhard]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Willy Brandt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1969|1969]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}[[Kurt Georg Kiesinger]]&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy Brandt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1972|1972]]&lt;br /&gt;
|[[Rainer Barzel]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willy Brandt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1976|1976]]&lt;br /&gt;
|[[Helmut Kohl]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Helmut Schmidt]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1980|1980]]&lt;br /&gt;
|[[Franz Josef Strauß]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Schmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1983|1983]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Kohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Hans-Jochen Vogel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1987|1987]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Kohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Johannes Rau]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1990|1990]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Kohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Oskar Lafontaine]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Kohl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Rudolf Scharping]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1998|1998]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}Helmut Kohl&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Gerhard Schröder]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 2002|2002]]&lt;br /&gt;
|[[Edmund Stoiber]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerhard Schröder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Guido Westerwelle]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 2005|2005]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Angela Merkel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}Gerhard Schröder&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;6&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 2009|2009]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Frank-Walter Steinmeier]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 2013|2013]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Peer Steinbrück]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 2017|2017]]&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Martin Schulz]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 2021|2021]]&lt;br /&gt;
|[[Armin Laschet]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Olaf Scholz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|[[Annalena Baerbock]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Wahl zum 21. Deutschen Bundestag|2025]]&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich Merz]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|{{0|&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;}}Olaf Scholz&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Robert Habeck]]&lt;br /&gt;
|[[Alice Weidel]]&lt;br /&gt;
|[[Sahra Wagenknecht]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNBox|&lt;br /&gt;
  {{FNZ|1|Fettgedruckt: Kandidatur erfolgreich, &amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt; Amtsträger}}&lt;br /&gt;
  {{FNZ|2|Die FDP hat auch vor und nach 2002 Spitzenkandidaten aufgestellt, jedoch keine Kanzlerkandidaten.}}&lt;br /&gt;
  {{FNZ|3|Bündnis 90/Die Grünen hat schon vor 2021 Spitzenkandidaten aufgestellt, jedoch keine Kanzlerkandidaten.}}&lt;br /&gt;
  {{FNZ|4|Die AfD hat schon vor 2025 Spitzenkandidaten aufgestellt, jedoch keine Kanzlerkandidaten.}}&lt;br /&gt;
  {{FNZ|5|Das BSW trat 2025 zum ersten Mal an.}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die SPD hat nach Oskar Lafontaine 1990 bis heute (Stand 2025) sechs unterschiedliche Kanzlerkandidaten aufgestellt, deren Nachnamen alle mit einem S begannen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Michael Ziegelwagner | url=https://www.titanic-magazin.de/news/dummheit-und-scholz-11466/ | titel=Dummheit und Scholz | werk=[[Titanic (Magazin)|Titanic]], Online-Ausgabe | datum=2020-08-11 |abruf=2025-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schattenkabinett]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Daniela Forkmann, [[Saskia Richter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gescheiterte Kanzlerkandidaten. Von Kurt Schumacher bis Edmund Stoiber&amp;#039;&amp;#039;. VS Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15051-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kanzlerkandidat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kanzlerkandidatin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanzlerkandidat| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagswahlen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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