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	<title>Königswasser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-09T15:55:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=K%C3%B6nigswasser&amp;diff=1911&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nick B.: /* Chemische Wirkung */ Saure Lösung, beim Auflösen von Platin entsteht Hexachloroplatinsäure.</title>
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		<updated>2025-05-12T19:05:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Chemische Wirkung: &lt;/span&gt; Saure Lösung, beim Auflösen von Platin entsteht Hexachloroplatinsäure.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel  = ausblenden&amp;lt;!--Keine Strukturformel für wässrige Lösungen von Säuren--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Name            = Königswasser&lt;br /&gt;
| Suchfunktion    = NM&lt;br /&gt;
| Andere Namen    = * Goldscheidewasser&lt;br /&gt;
* Königssäure&lt;br /&gt;
* Aqua regia&lt;br /&gt;
* Aqua regis&lt;br /&gt;
* Acidum chloro-nitrosum&lt;br /&gt;
| Summenformel    = &amp;#039;&amp;#039;nicht angebbar, da Gemisch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| CAS             = {{CASRN|8007-56-5}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer       = &lt;br /&gt;
| ECHA-ID         = &lt;br /&gt;
| PubChem         = 62687&lt;br /&gt;
| ChemSpider      = 56437&lt;br /&gt;
| Beschreibung    = stechend chlorig riechende, gelbe bis rotbraune Flüssigkeit&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=Königswasser|ZVG=531364|CAS=8007-56-5|Abruf=2024-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse    = &amp;#039;&amp;#039;nicht angebbar, da Gemisch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Aggregat        = flüssig&lt;br /&gt;
| Dichte          = &lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt    = &lt;br /&gt;
| Siedepunkt      = &lt;br /&gt;
| Dampfdruck      = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit     = vollständig mischbar mit Wasser&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz   = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme = {{GHS-Piktogramme|03|05}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort  = Gefahr&lt;br /&gt;
| H               = {{H-Sätze|272|314}}&lt;br /&gt;
| EUH             = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P               = {{P-Sätze|210|220|221|280|303+361+353|305+351+338+310}}&lt;br /&gt;
| Quelle P        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Königswasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;aqua regia&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Gemisch aus konzentrierter (37-prozentiger) [[Salzsäure]] und konzentrierter (65-prozentiger) [[Salpetersäure]] im Verhältnis 3 zu 1. Der Name stammt von der Fähigkeit, den „König der Metalle“ [[Gold]] aufzulösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Königswasser ([[Alchemistisches Symbol]] 🜆) wurde bei der Suche nach [[Trinkgold]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;aurum potabile&amp;#039;&amp;#039;) entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Fielding H. Garrison]] | Titel=History of Medicine | Auflage=3 | Jahr=1921 | Seiten=127 | Online=https://archive.org/details/3edintroductiont00garruoft/page/127/mode/1up}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird erstmals in lateinischen Übersetzungen des [[Pseudo-Geber]] aus dem 14.&amp;amp;nbsp;Jh. erwähnt, jedoch nicht in den arabischen Schriften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Marcelin Berthelot]] | Titel=La chimie au moyen âge | Band=3 | Seiten=16 | Verlag=Imprimerie Nationale | Ort=Paris | Jahr=1893 | Online=https://archive.org/details/b24877797_0003/page/16/mode/1up}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 16. Jh. wurde es für die Herstellung von [[Knallgold]] verwendet. Im 19. Jh. wurde es stark verdünnt für Wundbäder eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Rudolf Virchow]] | Titel=Die Cellularpathologie in ihrer Begründung auf physiologische und pathologische Gewebelehre | Seiten=150 | Ort=Berlin | Jahr=1859 | Online=https://archive.org/details/diecellularpatho00virc/page/150/mode/1up}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Wehrmacht|deutsche Truppen]] am 9. April 1940 während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] die dänische Hauptstadt [[Kopenhagen]] [[Unternehmen Weserübung#Besetzung Dänemarks|besetzten]], löste der im Labor von [[Niels Bohr]] arbeitende ungarische [[Chemiker]] [[George de Hevesy]] die goldenen [[Nobelpreis]]-Medaillen der deutschen Physiker [[Max von Laue]] und [[James Franck]] in Königswasser auf, damit sie nicht in die Hände deutscher Soldaten fielen. Von Laue und Franck waren in Opposition zum [[Zeit des Nationalsozialismus |Nationalsozialismus]] in Deutschland und hatten deshalb ihre Medaillen Niels Bohr anvertraut, um so eine [[Konfiszierung]] in Deutschland zu verhindern; das [[NS-Regime]] verbot allen Deutschen das Annehmen oder Tragen des Nobelpreises, nachdem der Nazigegner [[Carl von Ossietzky]] im Jahr 1935 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Nach Kriegsende extrahierte de Hevesy das im Königswasser „versteckte“ Gold und übergab es der [[Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften|Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften]], die daraus neue Medaillen für von Laue und Franck herstellen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;nobelprize.org: [https://www.nobelprize.org/prizes/about/the-nobel-medals-and-the-medal-for-the-prize-in-economic-sciences/ &amp;#039;&amp;#039;A unique gold medal&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Wirkung ==&lt;br /&gt;
Königswasser kann viele Metalle leichter lösen als bloße Salpetersäure. Hauptgrund dafür ist, dass bei Gegenwart von [[Chlorid]]ionen andere Reaktionsprodukte entstehen: Gold und [[Platin]] gehen als Chlorido-[[Komplexchemie|komplexe]] in Lösung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cotton1999S71&amp;quot; /&amp;gt; Die Bildung dieser Chloridokomplexe führt dazu, dass die Oxidation leichter möglich ist, wie sich in einem deutlich niedrigeren [[Redoxpotential]] der entsprechenden Reaktion zeigt.&lt;br /&gt;
Die Redoxreaktion für Gold lautet bei Abwesenheit von Chloridionen&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;Au^3+ (aq) + 3 e- &amp;lt;=&amp;gt; Au(s)&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;math&amp;gt;\quad\quad\quad E_0 = 1{,}489\,\mathrm{V}&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
während sie in einer Lösung von Chlorid lautet&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;[AuCl4]- (aq) + 3 e- &amp;lt;=&amp;gt; Au(s) + 4 Cl- (aq)&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;math&amp;gt;\quad E_0 = 0{,}93\,\mathrm{V}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Oxidationspotential des Königswassers reicht für die Oxidation aus, obwohl das Oxidationsvermögen des Nitrats (+0,96 V) und des Chlors (+0,93 V) nicht ausreichen würde, um Gold ohne Komplexbildung zu lösen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;NO3- (aq) + 4 H+ (aq) + 3 e- &amp;lt;=&amp;gt; NO(g) +  2 H2O(l)&amp;lt;/chem&amp;gt;&amp;lt;math&amp;gt;\quad E_{0} = 0{,}96\,\mathrm{V}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Reaktionsgleichung für das Auflösen von Gold lautet:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;Au + 4 HCl + HNO3 -&amp;gt; HAuCl4 + NO + 2 H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus Gold entsteht dabei [[Tetrachlorogold(III)-säure]], aus Platin [[Hexachloroplatinsäure]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Königswasser kann fast alle Metalle außer [[Zirconium]], [[Hafnium]], [[Niob]], [[Tantal]], [[Titan (Element)|Titan]], [[Ruthenium]] und [[Wolfram]] auflösen. [[Silber]] wird nicht aufgelöst, weil es durch die Bildung einer unlöslichen [[Silberchlorid]]schicht vor weiterer Oxidation [[Passivierung|passiviert]] ist. Salpetersäure (lat. &amp;#039;&amp;#039;aqua fortis&amp;#039;&amp;#039;) kann zwar Silber auflösen, aber nicht Gold, und wird daher verwendet, um Gold von Silber zu scheiden. Eine Alternative zum Königswasser ist eine mit Chlor oder Brom gesättigte 20%ige Salzsäurelösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königswasser ist instabil. Es zerfällt unter Bildung von Nitrosylchlorid und unter Abgabe von Chlorgas:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;HNO3 + 3 HCl -&amp;gt; NOCl + Cl2 + 2 H2O&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daher wird es üblicherweise unmittelbar vor Gebrauch aus den zwei Säuren hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Königswasser hat die [[UN-Nummer]] 1798 und darf in Europa als [[Gefahrengut]] nicht auf Straßen transportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei: Platin löst sich in heißem Königswasser.jpg |miniatur|Platin löst sich in heißem Königswasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Herstellung von [[Tetrachlorogoldsäure]], welche als Pigment ([[Goldpurpur]]) für [[Glasur (Keramik)|Glasur]]en in der [[Porzellanmaler]]ei verwendet wird&lt;br /&gt;
* zum [[Aufschluss (Chemie)|Aufschluss]] schwerlöslicher Stoffproben ([[Königswasseraufschluss]]) in der [[Analytische Chemie|analytischen Chemie]]&lt;br /&gt;
* zum [[Ätzen]] in der [[Metallografie]]&lt;br /&gt;
* zur [[Edelmetallscheidung]] und -raffination&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cotton1999S71&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=F. Albert Cotton, Geoffrey Wilkinson, Carlos A. Murillo, Manfred Bochmann |Titel=Advanced inorganic chemistry |Auflage=6th ed |Verlag=Wiley |Ort=New York |Datum=1999-04 |ISBN=978-0-471-19957-1 |Seiten=71}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4365575-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Konigswasser}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Lösung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anorganische Säure]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nick B.</name></author>
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