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	<title>Isis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-09-30T12:08:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Göttin – zur Terrorgruppe siehe [[Islamischer Staat (Terrororganisation)]], zu anderen Bedeutungen [[Isis (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ägyptische Gottheit&lt;br /&gt;
| TITEL = Isis&lt;br /&gt;
| NAME-ERWEITERT = 1. Schreibweise&lt;br /&gt;
| NAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;st-t-B1&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
| NAME-ERKLÄRUNG = &amp;#039;&amp;#039;(3)s.t&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| NAME2 = &amp;lt;hiero&amp;gt;st-t:H8&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
| NAME2-ERKLÄRUNG = &amp;#039;&amp;#039;(3)s.t&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| NAME3 = &amp;lt;hiero&amp;gt;A-st-t-B1&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
| NAME3-ERKLÄRUNG = &amp;#039;&amp;#039;3s.t&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| BILD1 = Isis with more elaborate Iconography.svg&lt;br /&gt;
| BILD1-BREITE = 100px&lt;br /&gt;
| BILD1-BESCHREIBUNG = Darstellung der Göttin Isis, wie sie manchmal im [[Neues Reich|Neuen Reich]] und darüber hinaus dargestellt wurde, mit dem Kopfschmuck von [[Hathor]], einer Geierkrone und dem Thron, den sie in früheren Perioden auf ihrem Kopf trug&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Isis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|Ἶσις}}, [[Koptische Sprache|koptische]] Schreibung Ⲏⲥⲉ und Ⲏⲥⲓ) ist eine [[Gott|Göttin]] der [[Ägyptische Mythologie|ägyptischen Mythologie]]. Sie war die Göttin der [[Geburt]], der [[Reinkarnation|Wiedergeburt]] und der [[Magie im Alten Ägypten|Magie]]. Spätestens im griechisch-römischen Kult wurde sie auch zur Herrin der Unterwelt, die sich mit [[Ritus|Riten]] für die Toten befasste. Als Gemahlin des Osiris – zugleich seine Schwester – wurde sie zur Königin der Unterwelt. Sie erscheint erstmals in [[Inschrift]]en des [[Altes Reich|Alten Reiches]]. Popularität und Ansehen erlangte sie, gemeinsam mit ihrem Gemahl [[Osiris]] und ihrer Zwillingsschwester [[Nephthys]], durch den sogenannten [[Osirismythos]] und den Isis-Hymnus. Isis wurde noch von den in [[Ägypten]] lebenden [[Ägypten in griechisch-römischer Zeit|Griechen und Römern]] bis in die christliche Zeit hinein verehrt. Seit dem frühen [[Hellenismus]] ist ihre Verehrung in Gestalt des [[Isis- und Osiriskult]]s auch außerhalb Ägyptens bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Identität ==&lt;br /&gt;
=== Darstellungen ===&lt;br /&gt;
Die häufigste und [[tradition]]ellste Darstellungsform der Isis ist die einer zierlichen, aufrecht stehenden oder knienden Frau mit Thronsitz auf dem Kopf. Sie hielt oft ein Papyrus-Zepter oder ein [[Anch]]kreuz in der Hand, in späterer Zeit manchmal auch ein [[Sistrum]] oder ein [[Menit]]. Wird sie kniend dargestellt, hält sie häufig einen [[Schen-Ring]] oder auch das Zeichen für Ewigkeit. Bereits ab dem späten Alten Reich konnte sie auch mit [[Hausrind|Kuhhörnern]] und [[Sonnenscheibe]] auf dem Kopf erscheinen und ähnelte so der kuhköpfigen, und ebenfalls stets Hörner tragenden, Göttin [[Hathor]]. Beide Göttinnen sind einzig durch die Inschrift neben der Darstellung zu unterscheiden. Isis konnte aber auch als [[Schwarzmilan]] dargestellt werden, in späterer Zeit auch mit Menschenkopf. Sie stellte nun einen sogenannten „Klagevogel“ dar, der um den verstorbenen Gott Osiris trauert und schützend seine Schwingen über dem Leichnam ausbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem [[Mittleres Reich|Mittleren Reich]] sind Figurinen bekannt, die Isis mit dem kleinen Horusknaben zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Wolfgang Müller |Hrsg= |Titel=Isis mit dem Horuskinde |Sammelwerk=Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst |Band= |Nummer=14 |Auflage= |Verlag= |Ort=München |Datum=1963 |ISBN= |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Horus]] sitzt auf Isis’ Schoß und wird von ihr gestillt. Es wird angenommen, dass diese figürliche Darstellung das spätere [[Christentum]] zu zahlreichen, bekannten [[Marienbildnis]]sen inspirierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der griechisch-römischen Epoche wurden Isis-Darstellungen dem eigenen Kunststil angepasst. Isisstatuen in typisch [[Hellenismus|hellenistischer]] Gestaltung zeigen die Göttin mit [[Tunika]] und geknotetem Umhang, in den Händen Sistrum und [[Oinochoe|Weinkanne]] haltend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Charakter ===&lt;br /&gt;
Die Göttin Isis wird immer als Schutzherrin, Bewacherin und Betreuerin aller Wesen beschrieben, die leiden oder in großer Sorge sind. Aus diesem Grund wurde sie als mütterliche Göttin, als Göttin der Genesung, des Schutzes und der [[Magie im Alten Ägypten|Magie]] angesehen. Gemäß dem berühmten [[Osirismythos]] wurde Isis auch als [[Totengott]]heit und als die Göttin der [[Reanimation]] verehrt. Dies zeigt sich deutlich in mehreren [[Sargtexte]]n des [[Neues Reich|Neuen Reiches]], in denen der Verstorbene um magische Unterstützung durch Isis bittet, wenn er vor dem Unterweltgericht angeklagt wird. Die Ägypter hatten große Sorge, dass sie beim Betreten der Anderswelt ihre menschlichen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Sehen, Sprechen, Hören und unabhängiges Denken, verlieren könnten. Isis sollte alle [[Dämon]]en abwehren, die Menschen versuchten und in die Irre führten, um sich wieder an das Verlorengegangene der menschlichen Fähigkeiten zu erinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 190–191.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in erster Linie wurde Isis als himmlische Muttergestalt verehrt. Der Kult von Isis und Osiris beschreibt Isis als Mutter diverser Gottheiten wie [[Ihi]], [[Horus]] und auch als Mutter des verstorbenen Königs. Die Mutterschaftsfunktion der Isis wird unter anderem eindrucksvoll in dem [[Papyrus Westcar]] ([[13. Dynastie]]) beschrieben, in dessen Erzählung sie ihre Magie benutzt, um die Geburt von drei künftigen Königen vorauszusagen und zu unterstützen. Isis wurde daher neben Gottheiten wie der [[Kröten]]göttin [[Heket]] und dem Zwergengott [[Bes (ägyptische Mythologie)|Bes]] auch als Gottheit der Geburt verehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 191–192.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Götterschaft genoss Isis eine ganz besondere Rolle: Sie war die einzige Göttin mit magischen Kräften. In [[Sargtexte|Sargtext]]-Spalte 147–148 fürchtet die schwangere Isis das eifersüchtige und rachsüchtige Verhalten ihres (Halb-)Bruders [[Seth (ägyptische Mythologie)|Seth]]. Als der Schöpfergott [[Atum]] sie fragt, warum sie und ihr noch ungeborener Sohn besonderen Schutzes bedürften, kann sie Auskunft über die zukünftige Rolle von Horus geben und glaubhaft darlegen, warum Seth versuchen könnte, Horus zu töten. Atum ist verblüfft und fragt Isis, wie sie das wissen könne. Isis erklärt dies mit ihrer magischen Kraft: „Ich bin Isis, der magische [[Ach (ägyptische Mythologie)|Ach]], und ich habe mehr Weisheit als jeder andere Gott“.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 193–195.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite wurden die Kräfte der Isis und ihr Charakter gleichermaßen gefürchtet. Nach altägyptischem Glauben war es immer möglich, jederzeit in Konflikt mit einem Gott zu geraten. Dies galt auch für Isis. Daher enthielten viele [[Papyrus]], die Schutzzauber für die Reise durch die Unterwelt aufzählten, auch Bitten und Gebete an verschiedene Götter, dass sie im Namen des Verstorbenen ein gutes Wort bei Isis einlegen mögen, um sie gnädig zu stimmen. Man glaubte von Isis, dass sie die Verstorbenen durch Versiegelung ihres Gedächtnisses und Verschließen ihres Mundes bestrafte, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten Böses getan hatte oder nicht gerechtfertigt verstorben war. Wenn ein Verstorbener nicht fähig war, seinen Namen vor dem [[Altägyptisches Totengericht|Totengericht]] aufzusagen, war er verloren und wurde verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 196–198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie: &amp;#039;&amp;#039;Ausgestaltung mit Flügeln&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;180&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Ägyptisches Museum Kairo 2016-03-29 Tutanchamun Grabschatz 01.jpg|Isis beschützt den Kanopenschrein des [[Tutanchamun]]&lt;br /&gt;
 Isis-Büste.JPG|Isis-Büste im Archäologischen Museum in Thessaloniki&lt;br /&gt;
 Toutankamon-expo 36 cercueil-ext.JPG|[[Tutanchamun]] Ausstellung mit Kopien des Grabschatzes, Isis mit ausgebreiteten Flügeln, außen am Fußende des Sargs, Paris 2012&lt;br /&gt;
 Ägyptischer Maler um 1360 v. Chr. 001.jpg|Die Göttin Isis mit Flügeln, ägyptischer Maler um 1360 v. Chr.&lt;br /&gt;
 Sarcophage de Ramsès III (Louvre, D 1) - Largeur coté sud.jpg|Isis mit Flügeln am [[Sarkophag]] von [[Ramses III.|Ramses III]] im Louvre, Paris&lt;br /&gt;
 Momie du Muséum de Perpignan 06.jpg|Innendeckel des Sarkophags der Mumie im Museum von Perpignan&lt;br /&gt;
 Momie du Muséum de Perpignan 05.jpg|Die Mumie ist ein Priester-Schreiber des Tempels von [[Amun-Re]] der XXI-Dynastie (3000 Jahre) namens Louef-en-Khonsou.&lt;br /&gt;
 Momie du Muséum de Perpignan 07.jpg|Detailansicht der Göttin Isis mit Flügeln&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Kultorte der Isis ==&lt;br /&gt;
Die früheste, sicher belegte Erwähnung ihres Namens erscheint während der [[5. Dynastie]] im [[Sonnenheiligtum des Niuserre|Sonnenheiligtum]] des Königs [[Niuserre]] und innerhalb des Titels eines [[Priester]]s der [[6. Dynastie]]: „Pepi-anch, Hohepriester der Isis und der Hathor“. Zu diesem Zeitpunkt wurde Isis bei [[Qusae]] und [[Abydos (Ägypten)|Abydos]] verehrt, in Qusae zusammen mit Hathor, in Abydos zusammen mit [[Osiris]] und [[Anubis]]. Die Belege aus der 5. und 6. Dynastie könnten darauf hinweisen, dass Isis seit längerem bekannt war. Ihr Name wurde eventuell deshalb nur selten erwähnt. Siegelabdrücke aus der Zeit des Königs [[Narmer]] und [[Aha (König)|Aha]] ([[1. Dynastie]]) erwähnen eine Person namens &amp;#039;&amp;#039;Sa-Iset&amp;#039;&amp;#039;, was als „Sohn der Isis“ interpretiert werden könnte. Dies ist jedoch spekulativ und der vermeintliche Name dürfte eher als ein Titel („Sohn des Königsthrons“, „Kronprinz“) zu verstehen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Alten Reiches wurde Isis an folgenden Orten verehrt: Qusae, [[Edfu]], Abydos und [[Achmim]]. Isis wird an allen kultischen Orten immer zusammen mit anderen Göttern erwähnt, von denen es heißt, sie sei deren Frau, deren Mutter, oder deren Schwester. Sie erscheint nie allein. Bei Edfu, zum Beispiel, wird sie „Mutter des Horus-von-Edfu“ genannt, in Abydos wird sie als „Große Gemahlin von Osiris-Chontamenti“ bezeichnet. In Achmim wird sie mit „Große Mutter des [[Min (ägyptische Mythologie)|Min]]“ betitelt. In [[Koptos]] stand ein Doppeltempel, der ihr in Verbindung mit Hathor, Min und Horus geweiht war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;Temples of the Last Pharaohs.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, New York / Oxford 1999, ISBN 0-19-512633-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus [[Kerma (Sudan)|Kerma]] (im heutigen Sudan) stammt die Statue von &amp;#039;&amp;#039;Senui&amp;#039;&amp;#039;, die Frau des Priesters &amp;#039;&amp;#039;Djefai-Hap&amp;#039;&amp;#039; ([[Mittleres Reich]]), der Verstorbene wird hier als „von Osiris, Ptah-Sokar, Tefnut, Nut und Isis geehrt“ beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 158–164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Isistempel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindungen zwischen Isis und anderen Gottheiten im Alten bis Neuen Reich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Re-Osiris.jpg|mini|hochkant|Isis (rechts) und ihre Schwester Nephthys (links) mit dem widderköpfigen Sonnengott Re, Grab der [[Nefertari (19. Dynastie)|Nefertari]] ([[19. Dynastie]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Göttin der Geburt und Mutterschaft wurde Isis mit anderen Muttergöttinnen wie [[Hathor]], [[Mesechenet]], [[Nut (ägyptische Mythologie)|Nut]] und [[Nechbet]] gleichgesetzt. Teilweise scheint es, dass Isis diese Göttinnen tatsächlich unterstütze. Besonders oft wurde Isis zusammen neben Hathor und Nut erwähnt. [[Gebet]]e und Zaubersprüche wurden während des Alten Reiches an Isis und ihre Begleiterinnen gleichzeitig gerichtet. Schon im Alten Reich (etwa 2670–2200 v. Chr.) wird Isis der Totengöttin [[Tajet]] gleichgesetzt und somit zur Spinnerin der Gewänder für die Toten.&amp;lt;ref&amp;gt;museumsart Kolumne – Petra Schilm: [https://www.museumsart.de/kolumne?columns_id=68 &amp;#039;&amp;#039;Ein Bummel mit Isis und Osiris. Isis - ein altägyptisches Portrait.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;museumsart.de&amp;#039;&amp;#039;; zuletzt abgerufen am 31. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Katharina Einwag: &amp;#039;&amp;#039;Die Götterwelt in der Antike - der Werdegang der ägyptischen Götter bis in die römische Zeit, dargestellt am Isis-Osiris-Kult.&amp;#039;&amp;#039; E-Book, 1. Auflage, digitale Originalausgabe, GRIN Verlag, München 2002, ISBN 978-3-638-13013-4, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Petra Schilm: &amp;#039;&amp;#039;Der Osiris-Mythos als Medium von Lebensführung und Lebensdeutung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;THEOS.&amp;#039;&amp;#039; Band 29). Dr. Kovač, Hamburg 1999, ISBN 3-86064-785-7, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vera Zingsem: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Der Himmel ist mein, die Erde ist mein&amp;quot; : Göttinnen grosser Kulturen im Wandel der Zeiten.&amp;#039;&amp;#039; Klöpfer &amp;amp; Meyer, Tübingen 1995, ISBN 3-931402-03-7, S. 284.&amp;lt;/ref&amp;gt; In späteren Zeiten wurde Isis schnell unabhängig, dennoch blieb Isis eng mit vielen anderen Gottheiten verbunden. Diese Art von [[Synkretismus]] war sehr verbreitet und beliebt im alten Ägypten, zumindest seit Beginn des Alten Reiches. Das Problem solcher Synkretismen ist die Veränderung der ursprünglichen Charaktere, Funktionen und Wirkungskreise diverser Gottheiten, die besten Beispiele sind die Gottheiten Seth und Horus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MUI&amp;quot;&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 80–86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Isis und Osiris ===&lt;br /&gt;
Isis war die Frau des Gottes [[Osiris]]. Ägyptologen und Historiker weisen immer wieder darauf hin, dass Isis und ihr Gatte Osiris fast synchron auftauchten und in beiden Fällen jenes Ersterscheinen recht plötzlich erfolgte. Für Osiris finden sich die frühesten, sicher belegten Namensnennungen im Totentempel des Königs [[Djedkare|Djedkare-Isesi]], möglicherweise wird er bereits indirekt im Sonnenheiligtum des Königs Niuserre erwähnt. Genau wie Isis, so scheint Osiris keinen göttlichen Vorgänger oder eine sicher nachweisbare, länger zurückreichende Vergangenheit zu besitzen. Auch die Namen scheinen auf den ersten Blick fast identisch: Osiris&amp;#039; Name setzt sich aus den Hieroglyphen für „Thronsitz“ und „Auge“ zusammen. Ältere Übersetzungen als „Sitz des Auges“, „Auge des Throns“ und „Thronendes Auge“ werden in der neueren Forschung jedoch ebenso abgelehnt wie eine Interpretation der Isis als Personifikation des Königsthrons. Bei beiden Göttern herrscht allerdings Uneinigkeit bezüglich der möglichen Bedeutung des Namens.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Osing: &amp;#039;&amp;#039;Isis und Osiris.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo.&amp;#039;&amp;#039; (MDAIK) Band 30, 1974, {{ISSN|0342-1279}}, S. 91 ff-113;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H. Altenmüller: &amp;#039;&amp;#039;Zum Ursprung von Isis und Nephthys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur altägyptischen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 27, 1999, S. 1–8&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Zeidler]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Etymologie des Gottesnamens Osiris.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur altägyptischen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; (SAK) Band 28, 2000, {{ISSN|0340-2215}}, S. 309–316 ([https://www.jstor.org/stable/25152830 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osiris war der Gott der Unterwelt, Vorsitzender des Totengerichts und Herrscher über Tod und Wiedergeburt. Die Rolle als Unterweltherrscher scheint er von [[Sokar]] übernommen zu haben, die Aspekte der Todbeherrschung und der Wiedergeburt knüpfen an den Sonnengott [[Re (ägyptische Mythologie)|Re]] an, der ebenfalls wiedergeboren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isis wurde von Anbeginn an als „Große Gemahlin des Osiris“ verehrt. Gemäß dem Isis-Hymnus und der Osiris-Legende zufolge war sie es, die den ermordeten und zerstückelten Osiris gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Nephthys aufspürte, wieder zusammenfügte und durch Zaubersprüche, Gebete, Klagen und Litaneien wieder zum Leben erweckte. Aus diesem Grund wurde Isis auch häufig mit Nephthys und Osiris während des Totengerichts abgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 87–89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Isis und Nephthys ===&lt;br /&gt;
Gemäß der ägyptischen Mythologie war [[Nephthys]] die Zwillingsschwester von Isis und die Gemahlin des [[Seth (ägyptische Mythologie)|Seth]]. Ihr ägyptischer Name &amp;#039;&amp;#039;Nebet-hut&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Herrin des Hauses“. Seine religiös-symbolische Bedeutung ist genauso unklar wie bei Isis und Osiris. Auch Nephthys war eine Totengöttin, Göttin der Totenklage und der Wiedergeburt, besaß allerdings keine Zauber- und Orakelkräfte wie Isis. Gemäß dem Isis-Hymnus und der Osiris-Legende half Nephthys ihrer Schwester dabei, den zerstückelten Leichnam des Osiris wiederzufinden, mit Mumienbinden zusammenzufügen und durch Gebete, Klagen und Litaneien wieder zum Leben zu erwecken. Obwohl Nephthys große Ähnlichkeiten mit Isis aufweist, scheint Isis sie nie ersetzt oder irgendwelche Fähigkeiten von ihr übernommen zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 89–90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Isis und Hathor ===&lt;br /&gt;
Die Göttin [[Hathor]] war die „Herrin der Himmelskörper, die [[Horus]] und [[Seth (ägyptische Mythologie)|Seth]] gebar und die die jüngsten Götter in ihrem Schoß verbirgt während der nächtlichen Reise“. Ihr ägyptischer Name &amp;#039;&amp;#039;Hut-hor&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Hat-hor&amp;#039;&amp;#039;) bedeutet „Haus (Mutterschoß) des Horus“. Sie wurde als eine Frau mit Kuh-Hörnern dargestellt, oft mit einer Sonnenscheibe zwischen den Hörnern. Alternativ wurde Hathor als ruhende oder schreitende Kuh mit einer kahlen Palmenrispe oder Sonnenscheibe zwischen den Hörnern dargestellt. Sie spielte eine wichtige Rolle als beschützende Mutter und eifersüchtige „Gouvernante“. In Anbetracht dieser Rolle ist es keine Überraschung, dass Isis noch im Alten Reich zunächst sehr eng mit Hathor verknüpft wurde, und bald – etwa ab dem Mittleren Reich – wurde Hathor durch Isis förmlich ersetzt. Jetzt trennten nur die kultischen Orte die beiden Göttinnen: Hathor hatte ihr wichtigstes Kultzentrum bei [[Dendera]], und Isis wurde anderswo verehrt. Isis und Hathor verschmolzen so stark (auch in ihren Darstellungen), dass ergänzende und erklärende Beischriften notwendig wurden, die durch die Erwähnung ihrer Namen und Funktionen Verwechselungen vermeiden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1968, S. 100–106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Griechisch-Römische Epoche ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Isis- und Osiriskult}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AMI - Isis-Persephone.jpg|mini|links|hochkant=0.6|Statue der „Isis-[[Persephone]]“ aus [[Gortyn]] (römische Epoche, um 180–190 n.&amp;amp;nbsp;Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Isis Münze.JPG|mini|hochkant|Isis auf Münze aus Alexandria zur Zeit Kaiser Vespasianus&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals ist die Verehrung von Isis außerhalb Ägyptens für das Jahr 332 v. Chr. in Athen bezeugt; eine Inschrift (RICIS I,3) erwähnt ein Isis-Heiligtum im [[Piräus]]. Seit dem [[Hellenismus]] erfuhr Isis im ganzen Mittelmeerraum eine ungeahnte Popularität. Sie wurde von den Griechen vornehmlich mit der Göttin [[Demeter]] gleichgesetzt und besonders in [[Alexandria]] verehrt. Ihr ägyptischer Gatte Osiris wurde mit dem Unterwelt-Gott [[Serapis]] identifiziert. In der alexandrinischen Vorstadt &amp;#039;&amp;#039;Eleusis&amp;#039;&amp;#039; befand sich der Haupttempel. Als sich [[Ptolemaios I.]] (regierte 323–283 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) in Alexandria niederließ und sie zu seiner neuen Hauptstadt in Ägypten ernannte, ließ er eigens den angesehenen Priester &amp;#039;&amp;#039;Timotheus&amp;#039;&amp;#039; nach Eleusis kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Merkelbach: &amp;#039;&amp;#039;Isis regina – Zeus Sarapis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 60–64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isis verschmolz aber auch mit anderen Göttinnen, besonders häufig wurde sie – neben Demeter – mit [[Aphrodite]] gleichgesetzt. Viele Statuenbildnisse von Isis-Aphrodite zeigen die Göttin, wie sie ihre Hand verhüllend vor ihre Scham hält, wie bei der [[Aphrodite von Knidos]] des Künstlers [[Praxiteles]] zu sehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Merkelbach: &amp;#039;&amp;#039;Isis regina – Zeus Sarapis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativ verknüpfte man sie zum Beispiel mit [[Hera]], [[Athene]] und [[Artemis]]. In römischer Zeit waren es die entsprechenden Göttinnen [[Juno (Mythologie)|Iuno]], [[Diana]] und [[Ceres (Mythologie)|Ceres]]. Ein interessanter Synkretismus ging aus einer Verbindung von Isis mit der ägyptischen Göttin [[Maat (ägyptische Mythologie)|Maat]] hervor: &amp;#039;&amp;#039;Dikaiosyne&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Merkelbach: &amp;#039;&amp;#039;Isis regina – Zeus Sarapis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 96–97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden Isis eine große Zahl an Beinamen und Titeln zugesprochen, weshalb sie von den Griechen &amp;#039;&amp;#039;Myrionýmos&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „die mit zehntausend Namen“) genannt wurde. Oder sie wurde &amp;#039;&amp;#039;Euthenia&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „Überfluss“ oder „Üppigkeit“), &amp;#039;&amp;#039;Lóchia&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „[[Hebamme]]“) und/oder &amp;#039;&amp;#039;Soteira&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „Retterin“) geheißen. In römischen Widmungen an sie findet sich besonders oft der Beiname &amp;#039;&amp;#039;Invicta&amp;#039;&amp;#039; (deutsch „die Unbezwingbare“).&amp;lt;ref&amp;gt;R. Merkelbach: &amp;#039;&amp;#039;Isis regina – Zeus Sarapis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gleichsetzung der Isis mit der aus der griechischen Mythologie bekannten [[Io (Mythologie)|Io]] ist eine vielmals beschriebene Verbindung der griechischen mit der ägyptischen Mythologie. So schreibt [[Ovid]] in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; über Io: „Hoch nun prangt sie als Göttin im Volk leintragender Männer“ (also der Ägypter). Da Io, in eine Kuh verwandelt, bis nach Ägypten irrte, fällt besonders auf, dass Isis oftmals mit Kuhkopf oder Kuhhörnern dargestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Delos Isistempel 01.jpg|mini|hochkant|Tempel der Isis auf der Insel [[Delos]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In späthellenistischer bis nachchristlicher Zeit gelangte der Isis-Kult über [[Griechenland]] bis nach [[Spanien]]. Zu dieser Zeit galt Isis als Beschützerin der Seefahrer.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Krause, G. Müller: &amp;#039;&amp;#039;TRE.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, Berlin 1994, S. 511.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Isis wird deshalb häufig, vor allem bei [[Alexandrinische Münzen|Alexandrinischen Münzen]] stehend auf einem Schiff mit einem geblähten Segel in der Hand dargestellt. Antike Kultorte entstanden in [[Athen]], [[Samothraki]], in [[Rom]] und auf der Insel [[Delos]]. Die dort tätigen Priester wurden als &amp;#039;&amp;#039;Pastophóroi&amp;#039;&amp;#039; (dt. „[[Schrein]]träger“) bezeichnet. Aus [[Pompeji]] stammen mehrere [[Mosaik]]e, die Isis in römischer Tracht und mit Geierhaube zeigen. Als der römische [[Römischer Diktator|Diktator]] [[Lucius Cornelius Sulla Felix|Sulla]] um 80 v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf dem [[Kapitol (Römisches Reich)|Kapitol]] einen Isis-Tempel errichten ließ, wurde umgehend ein Kollegium aus Pastophoroi gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Merkelbach: &amp;#039;&amp;#039;Isis regina – Zeus Sarapis.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2001, S. 123–125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Hellenismus]] setzte man den lebenden König, der mit Horus gleichgesetzt wurde, mit Osiris als dem verstorbenen König in Verbindung. So wurde Isis auch mit dem [[Osirismythos]] in Beziehung gebracht und dadurch Teil des sogenannten Isis-und-Osiris-Kultes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kathrin Kleibl&amp;quot;&amp;gt;Kathrin Kleibl: &amp;#039;&amp;#039;Die Wasserkrypten in den hellenistischen und römischen Heiligtümern der ägyptischen Götter im Mittelmeerraum.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Hausarbeit zur Erlangung des akademischen Grades einer Magistra Artium der Universität Hamburg, Hamburg 2003 ([http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/volltexte/2007/37/pdf/Kleibl_Wasserkrypten.pdf Volltext als PDF-Datei, 218 Seiten; 7,0&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der griechische Historiker [[Plutarch]] beschrieb die Göttin im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als das weibliche Prinzip in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Apuleius|Apuleius von Madaura]], einem [[Eklektizismus|eklektischen]] [[Platonismus|Platoniker]], wird Isis zur universellen Allgöttin, die in die [[Mysterienkult]]e einweiht. In den von Apuleius verfassten &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039; wird sie als „Himmelskönigin“ angerufen und mit der „allernährenden [[Ceres (Mythologie)|Ceres]]“, der „Urmutter der Früchte“, der „himmlischen [[Venus (Mythologie)|Venus]]“, verehrt im „meerumfluteten Heiligtum von [[Paphos]]“, der „Schwester des [[Apollon|Phoebus]]“, angebetet im „Tempel von [[Ephesos|Ephesus]]“, oder der „dreigestaltigen [[Proserpina]]“ gleichgesetzt. Die Göttin stellt sich danach selbst vor, als „die Mutter der Natur &amp;#039;&amp;#039;(rerum naturae parens)&amp;#039;&amp;#039;, die Herrin aller Elemente, erstgeborenes Kind der Zeit &amp;#039;&amp;#039;(saeculorum progenies initialis)&amp;#039;&amp;#039;, die Höchste der Gottheiten, Königin der Toten, Erste der Himmlischen, die alle Götter und Göttinnen in einer Erscheinung vereinigt &amp;#039;&amp;#039;(deorum dearumque facies uniformis)&amp;#039;&amp;#039;, die ich mit meinem Wink über des Himmels lichte Gewölbe, des Meeres heilsame Lüfte und der Unterwelt vielbeweinte Stille gebiete, die alleinige Gottheit, welche unter mannigfacher Gestalt, verschiedenartigen Riten und vielerlei Namen der ganze Erdkreis verehrt, so nennen die [[Phryger|Phrygier]] […] mich [[Kybele- und Attiskult|Pessinuntia]] […], die [[Athen]]er […] nennen mich [[Kekropiden|kekropische]] [[Athene|Athena]], die [[Zypern|Kyprier]] nennen mich paphische Venus, die [[Kreta|Kreter]] [[Diktynna]], die [[Sizilien|Sizilianer]] [[Ortygia (Syrakus)|ortygische]] Proserpina, die [[Eleusis|Eleusinier]] nennen mich [[Demeter]], andere [[Hera]], wieder andere [[Bellona]] und [[Hekate]] und [[Nemesis|Rhamnusia]]. Aber die Äthiopier und die Ägypter, die die ursprüngliche Lehre besitzen, ehren mich mit eigenen Bräuchen und nennen mich mit meinem wahren Namen Königin Isis.“&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Assmann: &amp;#039;&amp;#039;Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächtnisspur.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Fischer, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2011, ISBN 978-3-596-14371-9, S. 76–77 → &amp;#039;&amp;#039;Gegenreligion und religiöse Übersetzbarkeit in der antiken Welt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Isis-Kult in nachchristlicher Zeit in Ägypten bald nachließ, erfuhr er besonders im Römischen Reich ein wahres Auf und Ab. So gab es römische Kaiser, die den Isis-Kult zeitweise verboten, aber auch solche (unter anderem [[Trajan]], [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] und [[Commodus]]), die sich für die Priesterschaften der Isis (und des Sarapis) einsetzen und Tempeldienste erlaubten (siehe [[Tempel der Isis und des Serapis (Rom)|Tempel der Isis und des Serapis]]). Zu dieser Zeit waren Statuenbildnisse der Isis sehr gefragt, auch kamen unzählige Münzen mit dem Bildnis der Isis in Umlauf. Der einzige vollständig erhaltene lateinische Roman der Antike, der &amp;#039;&amp;#039;[[Der goldene Esel|Goldene Esel]]&amp;#039;&amp;#039; des Apuleius, handelt von den Isis-Mysterien. Der Kult breitete sich sogar in den [[Alpen]] und nördlich davon aus. Dort gab es beispielsweise Isis-Tempel in [[Maria Saal]], [[Colonia Claudia Ara Agrippinensium|Köln]], [[Mogontiacum|Mainz]] (siehe [[Heiligtum der Isis und Mater Magna (Mainz)]]) und [[Londinium#Tempel|London]], wie auch das [[Chor (Architektur)|Presbyterium]] von Isis in [[Szombathely]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 300 n.&amp;amp;nbsp;Chr. setzte sich das Bild der stehenden Isis mit [[Palla (Gewand)|Knotenpallas]], Sistrum und [[Situla (Gefäß)|Situla]] durch. Der Isis-Kult hielt sich bis etwa 500 n.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Eingartner]]: &amp;#039;&amp;#039;Isis und ihre Dienerinnen in der Kunst der römischen Kaiserzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Mnemosyne (Zeitschrift)|Mnemosyne]].&amp;#039;&amp;#039; Supplementum 115). Brill, Leiden u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, ISBN 90-04-09312-5, S. 58–59.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Ägypten wurde der letzte offizielle Tempelkult der Isis auf der Insel [[Philae (Insel)|Philae]] in den Jahren 535 bis 537 geschlossen. Im Tempel von [[Dendur]] währte der Kult noch einige Jahre länger. Somit besaßen das Christentum und die alte pharaonische Religion eine Jahrhunderte währende zeitliche Überschneidung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegfried G. Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das koptische Ägypten. Schätze im Schatten der Pharaonen&amp;#039;&amp;#039; (mit Fotos von Jo Bischof). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2019, ISBN 978-3-8053-5211-6, S. 32–36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Darstellungen der „Isis mit dem Horusknaben“ aus der Isis-[[Ikonografie]], vor allem die &amp;#039;&amp;#039;Isis lactans&amp;#039;&amp;#039; (die „stillende Isis“), erscheinen in Art und Weise verwandt mit späteren Darstellungen [[Maria (Mutter Jesu)|Marias, der Mutter Jesu]], mit dem Jesuskind. &amp;lt;!--Forscher halten es für möglich, dass der Marienkult teilweise seinen Ursprung aus dem bis in christliche Zeiten verbreiteten Isis-Glauben hat. --&amp;gt;Siehe dazu: [[Maria lactans]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;180&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Isis-N 3997-IMG 4141-gradient.jpg|Isis lactans&lt;br /&gt;
GNM - Maria lactans 3.jpg|Maria lactans&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Isisknoten]]&lt;br /&gt;
* [[Liste ägyptischer Götter]]&lt;br /&gt;
* [[Lemminkäinen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
* [[Hans Bonnet (Ägyptologe)|Hans Bonnet]]: &amp;#039;&amp;#039;Isis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 326–332.&lt;br /&gt;
* [[Harald Specht]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Isis zu Jesus – 5000 Jahre Mythos und Macht.&amp;#039;&amp;#039; Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 3-937209-82-4.&lt;br /&gt;
* Gerhard Krause, Gerhard Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]]&amp;#039;&amp;#039; (TRE) Band 23, Minucius Felix: &amp;#039;&amp;#039;Name/Namengebung.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1994, ISBN 3-11-013852-2.&lt;br /&gt;
* Maria Münster: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Göttin Isis: vom Alten Reich bis zum Ende des Neuen Reiches. Mit hieroglyphischem Textanhang&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchner ägyptologische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 11). Hessling, Berlin 1968.&lt;br /&gt;
* [[Richard H. Wilkinson]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Götter im alten Ägypten: Glaube, Macht, Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; (aus dem Englischen von Thomas Bertram) Theiss, Stuttgart 2003, ISBN 3-8062-1819-6, S. 146–149.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studien ===&lt;br /&gt;
Siehe auch das Literaturverzeichnis im Artikel [[Isis- und Osiriskult]].&lt;br /&gt;
* [[Hartwig Altenmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Ursprung von Isis und Nephthys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur altägyptischen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 27, 1999, S. 1–26.&lt;br /&gt;
* [[Jan Assmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Tod und Jenseits im Alten Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2003, ISBN 3-406-49707-1.&lt;br /&gt;
* [[Badisches Landesmuseum]]: &amp;#039;&amp;#039;Imperium der Götter: Isis – Mithras – Christus: Kulte und Religionen im Römischen Reich.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8062-2871-7.&lt;br /&gt;
* Laurent Bricault: &amp;#039;&amp;#039;Isis Pelagia: Images, Names and Cults of a Goddess of the Seas&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Religions in the Graeco-Roman world.&amp;#039;&amp;#039; Band 190). Brill, Leiden 2020, ISBN 978-90-04-41389-4.&lt;br /&gt;
* Laurent Bricault: &amp;#039;&amp;#039;Les cultes isiaques dans le monde gréco-romain&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Roue à livres.&amp;#039;&amp;#039; Band 66). Les Belles Lettres, Paris 2013, ISBN 978-2-251-33969-6.&lt;br /&gt;
* Thorsten Fleck: &amp;#039;&amp;#039;Isis, Sarapis, Mithras und die Ausbreitung des Christentums im 3. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: K.- P. Johne, T. Gerhardt, U. Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Deleto paene imperio Romano. Transformationsprozesse des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert und ihre Rezeption in der Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08941-1, S. 289–314.&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Kleibl]]: &amp;#039;&amp;#039;Iseion. Raumgestaltung und Kultpraxis in den Heiligtümern gräco-ägyptischer Götter im Mittelmeerraum&amp;#039;&amp;#039;. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2009, ISBN 978-3-88462-281-0&lt;br /&gt;
* Lindsey A. Mazurek: &amp;#039;&amp;#039;Isis in a Global Empire. Greek Identity through Egyptian Religion in Roman Greece.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2022. – Rezension von Vassiliki Panoussi, [[Bryn Mawr Classical Review]] [https://bmcr.brynmawr.edu/2023/2023.12.11/ 2023.12.11]&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Merkelbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Isis regina – Zeus Sarapis: Die griechisch-ägyptische Religion nach den Quellen dargestellt&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 2001, ISBN 3-11-095567-9.&lt;br /&gt;
* Svenja Nagel: &amp;#039;&amp;#039;Isis im Römischen Reich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philippika.&amp;#039;&amp;#039; Band 109). 2 Teilbände, Harrassowitz, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-447-10801-0.&lt;br /&gt;
* J. F. Quack: &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin Isis, die Herrin der beiden Länder“. Versuch zum demotischen Hintergrund der memphitischen Isisaretalogie.&amp;#039;&amp;#039; In: S. Meyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Egypt: Temple of the Whole World.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift zum 65. Geburtstag von Jan Assmann (= &amp;#039;&amp;#039;Numen book series. Studies in the history of religions.&amp;#039;&amp;#039; Band 97). Brill, Leiden 2003, ISBN 90-04-13240-6, S. 319–365.&lt;br /&gt;
* J. F. Quack: &amp;#039;&amp;#039;Zum ägyptischen Ritual im Iseum Campense in Rom.&amp;#039;&amp;#039; In: Carola Metzner-Nebelsick (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rituale in der Vorgeschichte, Antike und Gegenwart, Studien zur Vorderasiatischen, Prähistorischen und Klassischen Archäologie, Ägyptologie, Alten Geschichte, Theologie und Religionswissenschaft; interdisziplinäre Tagung vom 1.–2. Februar 2002 an der Freien Universität Berlin&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Internationale Archäologie, Arbeitsgemeinschaft, Symposium, Tagung, Kongress.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Leidorf, Rahden (Westf.) 2003, ISBN 3-89646-434-5, S. 57–66.&lt;br /&gt;
* M. J. Versluys, K. B. Clausen, G. C. Vitozzi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Iseum Campense: From the Roman Empire to the Modern Age. Temple-Monument-Lieu de memoire.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni Quasar, Rom 2018.&lt;br /&gt;
* L. V. Žabkar: &amp;#039;&amp;#039;Hymns to Isis in her temple at Philae.&amp;#039;&amp;#039; Published for Brandeis University Press by University Press of New England, Hanover (NH) 1988, ISBN 0-87451-395-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Isis|Isis}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex |21910 |Titel=Isis |Autoren=Alexandra von Lieven |Abruf=2023-10-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118932640|LCCN=no2015001988|VIAF=292120530}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägyptische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mondgottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Totengottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägyptische Gottheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Isis| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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