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	<title>Initiation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Initiation&amp;diff=1632&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: /* Einleitung */ +</title>
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		<updated>2025-07-06T18:00:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; +&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Initiationsritual|Zur Einführung in eine Verbrecherorganisation siehe [[Initiationsritual (Mafia)]].}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|erläutert die rituelle Einführung Außenstehender. Zum Begriff in der Molekularbiologie siehe [[Initiation (Transkription)]]. Zum Film siehe [[Slayed – Wer stirbt als nächstes?]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Initiation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete im Altertum die Zulassung zu den Mysterien, z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Mithraskult]] und die Aufnahme in einen [[Geheimbund]]. In der [[Ethnologie]] wird damit die Reifefeier oder -weihe bezeichnet, bei der in vielen Kulturen durch bestimmte Bräuche die Aufnahme in den Kreis der vollberechtigten Standes- oder Altersmitglieder einer Gruppe vollzogen wird, oft der Knaben in die Gesellschaft der Männer. Unter &amp;#039;&amp;#039;Initiation&amp;#039;&amp;#039; wird auch die Einführung eines Außenstehenden (eines Anwärters, eines [[Neophyt (Religion)|Neophyten]]) in eine Gemeinschaft oder sein Aufstieg in einen anderen persönlichen Seinszustand ([[Sozialer Status|Status]]), beispielsweise von der [[Novizin]] zur Nonne oder vom Laien zum [[Schamane]]n verstanden. Die sozialgeschichtlich wichtigste Initiation ist die [[Pubertät]]s- und Stammesinitiation der [[Stammesgesellschaft]] und die daraus hervorgegangene Initiation der antiken [[Mysterienkult]]e. Initiationen folgen einem traditionellen [[Ritus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
{{lückenhaft|Islam fehlt bei den abramitischen Religionen, Buddhismus müsste geschrieben werden}}&lt;br /&gt;
=== Judentum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Judentum]] werden die dreizehnjährigen Jungen durch die [[Bar Mitzwa]], die zwölfjährigen Mädchen durch die [[Bar Mitzwa|Bat Mitzwa]] Mitglied der [[Kehillah|jüdischen Gemeinde]]. Die Jungen, in reformierten Gemeinden auch die Mädchen, singen in der Synagoge einen Abschnitt aus der [[Tora]] vor, nachdem sie die [[Teamim]] erlernt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christentum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Woman baptised in Benin.jpg|miniatur|[[Gläubigentaufe|Taufe einer Frau]] in [[Benin]], Afrika]]&lt;br /&gt;
Die [[Taufe]], die [[Firmung]] oder die [[Konfirmation]] und der [[Erstkommunion|erste Empfang]] der [[Eucharistie]] haben eingliedernden Charakter und werden daher auch als Initiationssakramente bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islam/Sufismus ===&lt;br /&gt;
Die [[Chirqa]] ist ein wollener Mantel, der meist aus einzelnen Stoffstücken genäht wurde und im [[Sufismus]] einem [[Adept (Schüler)|Adepten]] ([[Murīd]]) bei seiner Aufnahme in einen [[Tarīqa|Sufi-Orden]] überreicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinduismus ===&lt;br /&gt;
Junge Männer in den höheren [[Kaste]]n der [[Hinduismus|Hindus]] werden dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Samskara|Upanayana]]&amp;#039;&amp;#039; (Initiationsritus für Knaben) unterzogen. Es ist diese kultische Handlung, die einen Menschen nach Auffassung der Hindus zum „Dvijati“ werden lässt, zum „Zweimalgeborenen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Shintoismus ===&lt;br /&gt;
Im [[Shintō]] gibt es den Brauch, Neugeborene an einem bestimmten Tag zu ihrem ersten Schreinbesuch, dem [[Hatsumiyamairi]], zu bringen. Das Neugeborene wird dadurch Mitglied der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pubertäts- und Stammesinitiation ===&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Die Mythen und Riten („&amp;#039;&amp;#039;Mannbarkeitsrituale&amp;#039;&amp;#039;“) der Pubertäts- und Stammesinitiation sind meist geheim, so dass Einzelheiten nur ausnahmsweise bekannt geworden sind. Im Wesentlichen macht der [[Novize]] überall eine sogenannte [[Reinkarnation|Wiedergeburt]] durch, er stirbt symbolisch, indem er von einem Ungeheuer verschlungen wird, und taucht neu geboren wieder auf. Ein Beispiel dazu ist das [[Skarifizierung am Mittelsepik|Skarifizierungsritual am Mittelsepik in Papua-Neuguinea]]. Dabei spielt häufig die Initiationshütte eine wichtige Rolle: „Oft stellt die Initiationshütte den offenen Rachen eines Meeresungeheuers dar … In einigen Gegenden von Ceram (Indonesien) heißt die Öffnung, durch welche die Neophyten eindringen, direkt &amp;#039;Schlangenrachen&amp;#039; … Vor allem auf Neuguinea ist die Symbolik der Initiationshütte äußerst anschaulich. Für die [[Zirkumzision|Beschneidung]] der Knaben baut man eine Hütte, welche die Form des Ungeheuers Barlun hat, von dem man glaubt, es verschlinge die Novizen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Mircea Eliade: &amp;#039;&amp;#039;Das Mysterium der Wiedergeburt.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1961, S. 57&amp;lt;/ref&amp;gt; Das verschlingende Ungeheuer gilt als ein Bild der „[[Vagina dentata|gezahnten Vagina]]“, in die der Novize zum Zweck der Wiedergeburt zurückkehren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tiefenpsychologe [[Carl Gustav Jung]], der ein lebhaftes Interesse für die Mythen und Riten der Pubertäts- und Stammesinitiation hatte, veröffentlichte eine ganze Reihe von bildlichen Darstellungen der kinderverschlingenden „furchtbaren Mutter“ aus allen Teilen der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Gustav Jung: &amp;#039;&amp;#039;Symbole der Wandlung.&amp;#039;&amp;#039; Gesammelte Werke, Band 5. Freiburg 1973, z.&amp;amp;nbsp;B. S. 531&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf diesem Hintergrund werden die von [[Leo Frobenius]] in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter des Sonnengottes&amp;#039;&amp;#039; gesammelten Mythen über den von einem Ungeheuer verschlungenen „Sonnenheros“ einschließlich des Märchens von „Rotkäppchen“ verständlich. Sie gehören offenbar alle zur Pubertäts- und Stammesinitiation, sie illustrieren alle irgendeine mystische Erfahrung der Novizen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike Mysterieninitiation ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fiano Romano mithraic relief.jpg|miniatur|Einweihungsritual des Mithraskultes, rechts]]&lt;br /&gt;
Die Einweihung in den antiken [[Mysterienkult]] geht auf die archaische, ursprünglich weltweit verbreitete Pubertäts- und Stammesinitiation zurück. Der Zusammenhang ist auch hier und da noch zu erkennen. So wurde der Tag, an dem die römischen Knaben im 16. Lebensalter die [[Toga]] des Erwachsenen anlegten, als ein Tag des Mysteriengottes [[Liber]] oder [[Dionysos]]/Bacchus&amp;lt;ref&amp;gt;Ovid, &amp;#039;&amp;#039;Festkalender&amp;#039;&amp;#039; 3,771.&amp;lt;/ref&amp;gt; gefeiert. Die [[Mysterien von Eleusis]] waren ein Teil des athenischen [[Staatskult]]es und wurden von [[Archon (Athen)|Königsarchonten]] organisiert, ähnlich war der [[Dionysoskult]] ein Teil des Staatskultes jedenfalls der [[Theben (Böotien)|Thebaner]] und Kreter, ebenso gehörten die andanischen Mysterien&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor = Annette Hupfloher| Titel = Kulte im kaiserzeitlichen Sparta.: Eine Rekonstruktion anhand der Priesterämter| Verlag= Akademie Verlag| Ort = Berlin| ISBN = 3-05-003548-X| Jahr = 2000| Seiten= 45| Online= {{Google Buch| BuchID= py9t6iz_FzwC| Seite = 45}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Demeter]] zum Staatskult der [[Messenien|Messenier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Isis- und Osiriskult ====&lt;br /&gt;
Wie bei der Pubertäts- und Stammesinitiation liegt die Einweihung auch hier eigentlich im Vorgang der sogenannten Wiedergeburt (renatio), und ähnlich wie dort so ist auch hier der Wiedergeburtsritus streng geheim, sodass man nur ausnahmsweise Einzelheiten erfährt. Der Eid, mit dem sich ein ägyptischer Eingeweihter des [[Isis- und Osiriskult]]es zu Verschwiegenheit verpflichtet lautete: „Im Namen des Gottes, der die Erde vom Himmel geschieden hat, das Licht von der Finsternis, den Tag von der Nacht, die Welt vom Chaos, das Leben vom Tod, das Werden vom Vergehen, schwöre ich […], die Mysterien geheim zu halten […], und ich schwöre auch, dass mich Strafe treffen möge, wenn ich zum Verräter werde“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Kloft: &amp;#039;&amp;#039;Mysterienkulte der Antike.&amp;#039;&amp;#039; München 2003, S. 85&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Apuleius]] beschreibt im 2. Jahrhundert n. Chr. die Einweihung des Romanhelden Lucius in den griechischen [[Isis- und Osiriskult]]. Lucius berichtet: „Die Sonne neigte sich herab und führte den Abend herauf […] Vielleicht magst du, wissbegieriger Leser, in einiger Aufregung fragen, was dann gesprochen, was getan wurde. Ich würde es sagen, wenn ich es sagen dürfte […] Indessen will ich dich, weil dich vielleicht fromme Erwartung gespannt macht, nicht ganz in quälender Ungewissheit lassen. Höre also, aber glaube, was wahr ist: Ich kam zur Grenze des Todes und überschritt die Schwelle der [[Proserpina]], und durch alle Elemente fahrend, kehrte ich (zum Anfang der Welt) zurück. Mitten in der Nacht sah ich die Sonne in hellem Glanz erstrahlen. Ich trat zu den Göttern der Tiefe und der Höhe und betete sie aus nächster Nähe an […] Da habe ich dir nun berichtet, was du wohl gehört hast, aber doch nicht verstehen kannst.“&amp;lt;ref&amp;gt;Apuleius, &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039; 11,23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mithraskult ====&lt;br /&gt;
Eigenart des [[Mithras]]-Kultes ist, dass seine kleinen Grottenheiligtümer zwar reich mit Reliefbildern und Plastiken geschmückt waren, es jedoch keine heilige Geschichte des Kultes in schriftlicher Form gibt. Die einzige nennenswerte schriftliche Quelle ist die von [[Albrecht Dietrich]] besprochene so genannte [[Mithrasliturgie]]. Unter ägyptischen Zauberpapyri aufgefunden und vielleicht selbst ein [[Zauberpapyrus]], erklärt sie ein in jedem Mithräum vorkommendes Bild: Das ist die Szene, in der angeblich Mithras mit dem Sonnengott kämpft. Albrecht Dietrich deutet diese Szene als das mithräische Initiationsritual, wie es in der Mithrasliturgie geschildert wird. Wie Lucius hat offenbar auch der Novize des Mithraskultes eine Vision vom „alle Elemente“ umfassenden Allgott. Die Mithrasliturgie stellt eine Reise des Novizen zum Mittelpunkt des Universums und schließlich zum Gott Mithras dar. Unterwegs begegnet er dem Sonnengott [[Helios]] und wird von ihm „neu gezeugt“. Zum Schluss sieht er „herabkommen Gott, übergewaltig, mit leuchtendem Antlitz, jung, mit goldenem Haupthaar, in weißem Gewand […], haltend in der rechten Hand eines Rindes goldene Schulter, die da ist das Bärengestirn ([[Großer Bär]]), das bewegt und zurückwendet den Himmel […]“. Bei seiner Begrüßung des Gottes wird dessen Eigenschaft als [[Pantheos]] deutlich: „Herr, sei gegrüßt, Herrscher des Wassers, sei gegrüßt, Begründer der Erde, sei gegrüßt, Gewalthaber des Geistes. Herr, wiedergeboren verscheide ich […]; und da ich erhöht bin, sterbe ich […] und gehe den Weg, wie du gestiftet hast […] und geschaffen hast das Sakrament.“&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Eine Mithrasliturgie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1923, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kybele- und Attiskult ====&lt;br /&gt;
[[Clemens von Alexandrien]] hat die Bekenntnisformel des [[Kybele- und Attiskult]]es überliefert: „Aus dem [[Tympanon (Musik)|Tympanum]] aß ich, / aus der [[Cymbalum|Zimbel]] trank ich, /den Kernos trug ich umher, / ich stieg in das Brautgemach (pastas) hinab.“&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens von Alexandrien, &amp;#039;&amp;#039;[[Protreptik]]os&amp;#039;&amp;#039; 15,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Kybele- und Attiskult gehörte das sogenannte [[Taurobolium]]. Der christliche Schriftsteller [[Prudentius]] (4.&amp;amp;nbsp;Jh.) beschrieb den Ritus: Ein Stier wird auf einer Art Gitter über einer Grube geschlachtet. Der Täufling befindet sich in der Grube darunter und lässt sich mit dem Blut des Stieres berieseln. Man kann aber auch bezweifeln, dass dieses Taurobolium wirklich zur Einweihung allgemein gehörte. Ein Stieropfer ist teuer. Es ist auch nur im Fall von Priestern bezeugt, die den Stier zum eigenen und zum Wohl des Staates opferten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hugo Hepding]]: &amp;#039;&amp;#039;Attis, seine Mythen und sein Kult.&amp;#039;&amp;#039; Gießen 1903, S. 88, mit einer Zusammenstellung aller Inschriften dieser Art&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kretischer Dionysoskult ====&lt;br /&gt;
[[Datei:knossos leap sm.jpg|miniatur|Eine Art kretischer Stierkampf]]&lt;br /&gt;
Der christliche Schriftsteller [[Firmicius Maternus]] (4. Jh.) berichtet von einem eigenartigen Initiationsritual der Kreter. Der Brauch bezieht sich auf die heilige Geschichte, dass [[Dionysos]] schon als Knabe von den [[Titan (Mythologie)|Titanen]] zerrissen und verschlungen wurde. Firmicius Maternus berichtet: „Die Einwohner von Kreta […] veranstalten Tage feierlicher Leichenbestattung und setzen eine jährliche (Opfer-)Feier und eine religiöse (Initiations-)Weihe alle drei Jahre fest, wobei sie alles der Reihe nach tun, was der Knabe bei seinem Sterben getan und erlitten hat. Sie zerfleischen mit den Zähnen einen lebenden Stier, wodurch sie das grausame Mahl (der Titanen) in jährlicher Erinnerung darstellen; und durch dunkle Wälder hin in verworrenem Geschrei laut [[Klage (Verhalten)|wehklagend]] ahmen sie das Rasen (der Titanen?) nach.“&amp;lt;ref&amp;gt;Firmicius Maternus: &amp;#039;&amp;#039;Über den Irrtum heidnischer Religion.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von A. Müller. S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch bestand offenbar schon 700 Jahre vorher, denn in dem „Kreterfragment“ des [[Euripides]] berichtet ein Eingeweihter des kretischen [[Dionysoskultes]]: „Ein heilig&amp;#039; Leben führt&amp;#039; ich, / seit ich Myste des idäischen Zeus geworden / und Hirte des nächtens umherschweifenden [[Zagreus]]. / (Ich habe) die Mahlzeit von rohem Fleisch verrichtet --- / und heiße nun [[Bakchos]], da ich / geheiligt worden bin.“&amp;lt;ref&amp;gt;H. Kloft: &amp;#039;&amp;#039;Mysterienkulte der Antike.&amp;#039;&amp;#039; München 2003, S. 27&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kreterfragment scheint zu beweisen, dass es sich bei dem Brauch der Kreter tatsächlich um ein Einweihungsritual handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neue religiöse Bewegungen und Geheimbünde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Freimaurer Initiation.jpg|miniatur|Freimaurer-Initiation eines „Suchenden“&amp;lt;br /&amp;gt;Stich, 1745 in Frankreich]]&lt;br /&gt;
Diverse [[Neue Religiöse Bewegung]]en und [[Freimaurerei|Freimaurerorden]] praktizieren Initiationen. Bei [[Eckankar]] werden die ersten beiden von bis zu zwölf Initiationen durch die Übergabe eines persönlichen [[Mantra]]s vollzogen. Im [[Wicca]] werden neue Mitglieder durch einen mehrstufigen Initiationsprozess in die Gemeinschaft aufgenommen. Dabei werden bestimmte rituelle Handlungen vorgenommen und dem neuen Mitglied auf diese Weise religiöse Geheimnisse anvertraut. Der [[Mormonismus]] kennt das sogenannte [[Endowment (Mormonentum)|Endowment]], eine ganze Reihe geheim zu haltender heiliger Handlungen, die beim ersten Besuch eines Gläubigen im [[Tempel]] von und an diesem durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nichtreligiöse Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Ritterschlag ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Accolade by Edmund Blair Leighton.jpg|miniatur|hochkant|Darstellung eines Ritterschlages]]&lt;br /&gt;
Der [[Ritterschlag]] ist ein weltlicher Initiationsritus, bei dem ein [[Adel]]iger feierlich in den [[Ritter]]stand erhoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jägerschlag ===&lt;br /&gt;
Der [[Jägerschlag]] ist heute ein inititierender [[Jagdliches Brauchtum|jagdlicher Brauch]], bei dem ein Jungjäger zum [[Jäger]] erhoben und in die Alte Jägerschaft aufgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugendweihe ===&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] stellt die [[Jugendweihe]] einen [[Säkularismus|säkularen]] Initiationsritus dar, der heutzutage vor allem in den [[Neue Länder|ostdeutschen Bundesländern]] durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungseinrichtungen ===&lt;br /&gt;
Viele elitäre Bildungseinrichtungen haben eigene Initiationsriten entwickelt. Französische Elite-Bildungseinrichtungen „...überschritten dabei bis etwa 1997 häufig die Grenze zur Demütigung und Misshandlung. Neulinge wurden im Rahmen dieser sogenannten „[[Bizutage]]“ zum Beispiel gezwungen, nackt auf allen Vieren Hundekot zu essen, oder ihnen wurde eine Mischung aus Rotwein, Urin und Erbrochenem eingeflößt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus_meute_aid_479223&amp;quot;&amp;gt;Christina Steinlein: [https://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie/tid-17212/initiationsriten-die-gesetze-der-meute_aid_479223.html &amp;#039;&amp;#039;Die Gesetze der Meute&amp;#039;&amp;#039;] auf focus.de, 15. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studentenverbindungen ===&lt;br /&gt;
Einige [[Studentenverbindungen]] kennen Initiationsriten, bei denen Mitglieder auf Probe aufgenommen werden („Akzeption“/„Acception“). Nach dieser [[Probezeit]] von ein bis vier Semestern werden sie vom Status des „[[Fux (Studentenverbindung)|Fux]]“ oder „Fuchs“ mittels einer „Burschung“ („Rezeption“/„Reception“) genannten Initiation zum Vollmitglied ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
In Österreich erlangte das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pastern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mediale Bekanntheit, als es der ehemalige Fußballprofi [[Paul Scharner]] thematisierte. Jüngere Fußballspieler wurden dabei von in der Hierarchie höheren Spielern körperlich angegriffen und gedemütigt. Trainer und Betreuer im Fußball wussten oftmals darüber Bescheid. Seit der öffentlichen Aufmerksamkeit gibt es Initiativen, um das brutale Aufnahmeritual in Vereinen zu unterbinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.salzburg24.at/sport/sportwelt/missbrauch-ex-profis-berichten-von-pastern-auch-im-fussball-57540553 Missbrauch: Ex-Profis berichten von &amp;quot;Pastern&amp;quot; auch im Fußball], salzburg24.at, 9. Dezember 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kleinezeitung.at/kaernten/6236078/Pastern_Brutale-Aufnahmerituale-in-Vereinen-sollen-ein-Ende-finden Brutale Aufnahmerituale in Vereinen sollen ein Ende finden], Kleine Zeitung, 10. Januar 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Skisport wird bzw. wurde das sogenannte Pastern jahrzehntelang betrieben. So berichteten ehemalige Spitzensportler von Übergriffen in den 1970er-, 1980er- oder 1990er-Jahren, beispielsweise am [[Internatsschule für SchisportlerInnen Stams|Skigymnasium Stams]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derstandard.at/story/2000068889794/sexuelle-uebergriffe-in-skigymnasium-da-wurde-eine-tube-eingefuehrt Sexuelle Übergriffe in Skigymnasium Stams: &amp;quot;Da wurde eine Tube eingeführt&amp;quot;], abgerufen am 22. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derstandard.at/2000068105376-2000068389435/sexualisierte-gewalt-im-skisport-ich-kann-ueber-das-erlebte-sprechen Nicola Werdenigg: Es gab Übergriffe. Von Trainern, Betreuern, Kollegen], abgerufen am 22. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugendbanden ===&lt;br /&gt;
Initiationsrituale sind auch bei Jugendbanden üblich, wobei der Anwärter gewöhnlich eine „[[Mutprobe]]“ (z.&amp;amp;nbsp;B. Diebstahl) bestehen muss. Auch werden Neuankömmlinge vor Ekel- und Gewaltproben gestellt, um ihre [[Untertan|Unterwerfung]] zu erzwingen. In Frankreich heißen diese Erniedrigungsrituale „&amp;#039;&amp;#039;[[Bizutage]]&amp;#039;&amp;#039;“, in Brasilien „&amp;#039;&amp;#039;Trote&amp;#039;&amp;#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere ===&lt;br /&gt;
Auch beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Militär&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (so bei den [[Gebirgsjäger]]n in [[Mittenwald]] im Jahr 2009) und in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gefängnissen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind informelle demütigende Aufnahmerituale bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einschätzungen ===&lt;br /&gt;
Besonders stark ausgeprägt sind der Ethnologin [[Sabine Doering-Manteuffel]] zufolge solche Rituale bei Randgruppen, die sich selbst als Elite begreifen. Der Psychologe [[Jürgen Raithel]] erklärt diese neuen Formen riskanter Initiationsriten als den Versuch, in einer reizgesättigten und reizdesensibilisierten Gesellschaft neue Reize zu finden, die den Charakter einer Mutprobe tragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus_meute_aid_479223&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bizutage]]&lt;br /&gt;
* [[Äquatortaufe]]&lt;br /&gt;
* [[Entlassungskandidat]] und [[Dedowschtschina]]&lt;br /&gt;
* [[Neptunfest]], [[Baiame]]&lt;br /&gt;
* [[Heldenreise]], [[Visionssuche]]&lt;br /&gt;
* [[Gautschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--alphabetisch sortiert:--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Michael Birnthaler]]: &amp;#039;&amp;#039;Erlebnispädagogik und Initiation. Die Wurzeln der Erlebnispädagogik in den Mysterienschulen.&amp;#039;&amp;#039; Edition EOS, Freiburg 2016, ISBN 978-3-945132-03-6.&lt;br /&gt;
* [[Gisela Bleibtreu-Ehrenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Mannbarkeitsriten. Zur institutionellen Päderastie bei Papuas und Melanesiern.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt 1980, ISBN 3-548-35066-6.&lt;br /&gt;
* [[Felix Speiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Über die Initiationen in Australien und Melanesien.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft in Basel&amp;#039;&amp;#039;). Basel 1929.&lt;br /&gt;
* [[Robert Bly]]: &amp;#039;&amp;#039;Eisenhans. Ein Buch über Männer.&amp;#039;&amp;#039;  Knaur, München 1993, ISBN 3-426-84017-0.&lt;br /&gt;
* [[Mircea Eliade]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mysterium der Wiedergeburt. Initiationsriten, ihre kulturelle und religiöse Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Rascher, Zürich u.&amp;amp;nbsp;a. 1961 &lt;br /&gt;
** Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Rites and Symbols of Initiation. The Mysteries of Birth and Rebirth.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck bei Spring, Putnam 2003, ISBN 0-88214-358-1.&lt;br /&gt;
* [[Leo Frobenius]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter des Sonnengottes.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1904.&lt;br /&gt;
* [[Arnold van Gennep]]: &amp;#039;&amp;#039;Übergangsriten.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck. Campus, Frankfurt 1986, ISBN 3-593-36248-1 (französisch 1909: &amp;#039;&amp;#039;Les rites de passage&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Ken Wilber]]: &amp;#039;&amp;#039;Eros, Kosmos, Logos. Eine Jahrtausend-Vision.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt 2001, ISBN 3-596-14974-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv| url = http://www.coburger-convent.de/faq/mitgliedschaft.html| wayback= 20080913205502| text = Aufnahmeritual bei Studentenverbindungen}}&lt;br /&gt;
* [http://matriarchat.info/uebergaenge/initiation-und-der-jugendliche-im-westen.html Übergangsfeier und Initiation in der matriarchalen Gesellschaft]&lt;br /&gt;
* [http://www.fes-forumberlin.de/pdf_2006/d_6_6_01_obernd.pdf Ralf Oberndörfer, Die mündliche Prüfung im Ersten Juristischen Staatsexamen als Initiationsritual] (PDF-Datei; 38&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|21802|Initiationsritus|Autoren=[[Rainer Neu]]|Abruf=2023-10-02}} Artikel erstellt: März 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4027012-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurerisches Brauchtum und Ritual]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Passageritus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeremonie]]&lt;/div&gt;</summary>
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