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	<title>Industrie - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Industrie der Neuzeit, zum Begriff Industrie in der Archäologie siehe [[Industrie (Archäologie)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Dormagen industry.JPG|mini|450px|[[Chempark Dormagen]] – Moderne Industrieanlage (Mai 2007)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Industrie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befasst sich als Teil der [[Wirtschaft]] mit der [[Gewerbe|gewerblichen]] [[Gewinnung (Bergbau)|Gewinnung]], [[Fertigungsverfahren|Bearbeitung]] und [[Weiterverarbeitung (Produktion)|Weiterverarbeitung]] von [[Rohstoff]]en oder [[Zwischenprodukt]]en zu [[Sachgut|Sachgütern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Prudhon-allegorie de l Industrie-1810.jpg|mini|hochkant|[[Allegorie]] der Industrie (nach [[Pierre Paul Prud’hon]], 1810)]]&lt;br /&gt;
Das Wort Industrie kam als [[Lehnwort]] aus dem [[Lateinisch]]en ({{laS|instruere}}, „(hin-)einfügen, herrichten, errichten, ausrüsten“, {{laS|industrius}}, „regsam, beharrlich“) im Jahre 1754 nach [[Frankreich]] ({{frS|industrie}}), was dort die Bedeutung von „beharrlich, geschäftig, fleißig“ einnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Köbler]], &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Rechtswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der schottische [[Ökonom]] [[Adam Smith]] übernahm es in seinem Buch [[Der Wohlstand der Nationen]] (März 1776) als „industry“,&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith, &amp;#039;&amp;#039;An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations&amp;#039;&amp;#039;, 1776, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen deutsche Übersetzung durch den in London lebenden [[Johann Friedrich Schiller]] – einen Cousin des Dichters [[Friedrich Schiller]] – im selben Jahr zu „Großgewerbe“ führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Smith verstand „utmost industry“ als den größtmöglichen Fleiß eines Arbeiters.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Charakteristische Merkmale der Industrie sind die [[Massenproduktion]] von untereinander annähernd [[Homogenes Gut|homogenen Gütern]] mit Hilfe [[Standardisierung|standardisierter]] [[Produktionsverfahren]], die durch [[Arbeitsteilung]], [[Mechanisierung]] und [[Automatisierung]] gekennzeichnet sind. [[Meyers Konversations-Lexikon]] verstand 1876 unter Industrie „die Gesamtheit derjenigen Arbeiten, welche die Erhöhung des Werths der von der Natur dargebotenen Rohstoffe … mittels technischer Verrichtungen zum Zwecke haben; im engeren Sinne versteht man darunter insbesondere den fabrikmäßigen Gewerbebetrieb…“.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Konversations-Lexikon, 1876, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Betriebswirt]] [[Erich Gutenberg]] gelangte 1951 zu dem Ergebnis, dass die industriellen [[Produktionsfaktor]]en nicht beliebig geteilt, sondern in einem bestimmten Verhältnis zueinander eingesetzt werden müssen ([[Produktionsfunktion vom Typ B]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Gutenberg, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Band 1: Die Produktion&amp;#039;&amp;#039;, 1951, S. 318 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Industriebetriebslehre]] versteht heute unter Industrie die „gewerbliche Sachgüterproduktion im Fabriksystem“.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcell Schweitzer, &amp;#039;&amp;#039;Industriebetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit gehört sie in einer [[Volkswirtschaft]] zum [[Sekundärsektor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzungen ==&lt;br /&gt;
Im heutigen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung manchmal auf [[Wirtschaftszweig]]e angewendet, die nicht zur Industrie im eigentlichen Sinn gehören, sondern eher dem Dienstleistungsgewerbe zuzurechnen sind, „[[Tourismusindustrie]]“, „[[Musikindustrie]]“, „[[Unterhaltungsindustrie]]“ oder gar „[[Finanzindustrie]]“. Ein Grund hierfür ist eine Fehlübersetzung des englischen Worts &amp;#039;&amp;#039;industry&amp;#039;&amp;#039;, das neben ‚Industrie‘ auch ‚Branche‘ oder ‚Wirtschaftszweig‘ bedeuten kann. Ebenso kann die Intention bestehen, die entsprechenden Branchen abzuwerten, z.&amp;amp;nbsp;B. im Sinne von „statt individueller Kunst mittlerweile rein industrielle Massenproduktion“. Umgekehrt kann aber auch durch eine solche Bezugnahme ein hoher Grad der Automatisierung und Technisierung in der jeweiligen Branche positiv hervorgehoben werden, beispielsweise bei „[[Softwareindustrie]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Buxmann/[[Heiner Diefenbach]]/Thomas Hess, &amp;#039;&amp;#039;Die Softwareindustrie: Ökonomische Prinzipien, Strategien, Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;, 2008, ISBN 978-3-540-71828-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Industriebegriff wird auch auf Branchen ausgedehnt, bei denen die Einordnung als „Industrie“ Ansichtssache ist, etwa bei der „Bergbauindustrie“ (eher dem primären Sektor zugeordnet) oder der „Bauindustrie“, welche eher dem [[Handwerk]] zuzurechnen ist, einen wesentlich geringeren Mechanisierungs- und vor allem Automatisierungsgrad aufweist und durch eine höhere [[Personalintensität]] denn [[Anlagenintensität]] gekennzeichnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Industrielle Landwirtschaft]] bzw. Agrarindustrie bezeichnet den Einsatz industrieller Methoden im Agrarsektor, welcher aus Umwelt- und Tierschutzgründen umstritten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Industriegeschichte}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Krupp Rheinhausen.jpg|mini|hochkant=1.5|Die [[Hütten- und Bergwerke Rheinhausen|kruppschen Hüttenwerke Rheinhausen]] um 1900]]&lt;br /&gt;
Die [[Industriegeschichte]] unterscheidet die Phasen der &amp;#039;&amp;#039;vorindustriellen Epoche&amp;#039;&amp;#039; (vor 1770), der &amp;#039;&amp;#039;ersten modernen Industrie&amp;#039;&amp;#039; (1770–1820), [[Frühindustrialisierung]] (1820–1860), &amp;#039;&amp;#039;Spätindustrialisierung&amp;#039;&amp;#039; (1860–1890) und &amp;#039;&amp;#039;Hochindustrialisierung&amp;#039;&amp;#039; (seit 1890).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=j3_RBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA2109&amp;amp;dq=Industrie+lat.+Industria&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Industrie%20lat.%20Industria&amp;amp;f=false Reinhold Sellien (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dr. Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, 1977, Sp. 2110].&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1969 gibt es den Zeitabschnitt der [[Digitale Revolution|digitalen Revolution]]. Als Hauptursachen der [[Industrialisierung]] gelten wichtige technische [[Erfindung]]en und eine [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierung]] der [[Arbeitsorganisation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste vorindustrielle Ansätze zeigten sich bereits im 16. Jahrhundert im [[Verlagssystem]], das sich durch dezentrale Produktion von [[Textilie]]n auszeichnete, die von den so genannten Verlegten in [[Heimarbeit]] hergestellt und vom Verleger zentral vermarktet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=-rZsxDQLY-QC&amp;amp;pg=PA17&amp;amp;dq=Verlagssystem+Industrie&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Verlagssystem%20Industrie&amp;amp;f=false Karl-Werner Hansmann, &amp;#039;&amp;#039;Industrielles Management&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 17].&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Verleger fungierten [[Kaufmann|Kaufleute]], die die [[Produktion]] koordinierten, das [[Kapital]] „vorlegten“ ([[Vorfinanzierung]]) und deshalb zunächst „Vorleger“, dann „Verleger“ hießen. Als nächste Betriebsform entstand die [[Manufaktur]] mit in [[Werkstatt|Werkstätten]] zentralisierten [[Lohnarbeit]]ern bei überwiegender Handarbeit. Sie stellten meist [[Luxusgüter]] wie [[Seide]], [[Porzellan]], [[Bildwirkerei|Tapisserien]], [[Leder]]waren oder [[Uhr]]en her. Die ersten Manufakturen entstanden wohl in [[Frankreich]], nachdem König [[Heinrich IV. (Frankreich)|Heinrich IV.]] 1602 jede Gemeinde anwies, eine [[Maulbeeren|Maulbeerbaumplantage]] sowie eine [[Seidenraupenzucht]] einzurichten. Mit der Erfindung des [[Verkokung]]sprozesses in [[England]] durch [[Abraham Darby II]] im Jahre 1735 konnte die [[Holzkohle]] in der bisherigen [[Roheisen]]herstellung ersetzt und der [[Bergbau]] und die [[Hüttenindustrie]] intensiviert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=99GbBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;dq=Industriebetriebslehre+geschichte&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Industriebetriebslehre%20geschichte&amp;amp;f=false Wolfgang Kilger, &amp;#039;&amp;#039;Industriebetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1986, S. 11].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Benjamin Huntsman]] entwickelte 1740 ein Verfahren, den damaligen [[Zementstahl]] in einem [[Tiegelofen]] umzuschmelzen (Tiegel-[[Gussstahl]]) und ihn so von seinen Schlackeresten zu befreien. Beide Verfahren trugen erheblich zur industriellen Entwicklung zunächst in England bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich kam nach 1769 die [[Fabrik]] auf, bei der die [[Arbeiter]] vorwiegend maschinelle [[Arbeitsmittel]] einsetzten. Das traf vor allem auf die erste [[Spinnmaschine]] [[Waterframe]] zu, die im Jahre 1771 zur Gründung der ersten industriellen Baumwollspinnerei der Welt durch ihren Erfinder [[Richard Arkwright]] in [[Cromford (Derbyshire)|Cromford]] führte. England galt als führendes Land der industriellen Entwicklung, das ab 1775 neben Frankreich, [[Belgien]] und [[Holland]] zu den wohlhabendsten Nationen Europas gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Erfindung löste die Entstehung der ersten modernen Industrie aus. [[James Watt]] erhielt für seine Erfindung der [[Dampfmaschine]] im Januar 1769 ein [[Patent]], das zunächst die [[Textilindustrie]] zum Antrieb von [[Textilmaschine]]n nutzte. Ihre vielseitige Verwendbarkeit sorgte im Juni 1783 für den Einsatz in [[Dampfschiff]]en ([[Claude François Jouffroy d’Abbans]]), im [[Bergbau]] erstmals im August 1785 in [[Hettstedt]] ([[Carl Friedrich Bückling]]) und im Februar 1804 in schienengebundenen [[Dampflokomotive]]n ([[Richard Trevithick]]). Hierdurch industrialisierten sich der [[Schiffbau]], [[Eisenbahnbau]], die [[Montanindustrie]] und die [[Stahlindustrie]]. Diese [[Entwicklung]] gilt als der Beginn des Zeitalters der ersten [[Industrielle Revolution|industriellen Revolution]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ue3MBgAAQBAJ&amp;amp;pg=RA1-PA2062&amp;amp;dq=Industrie+lat.+Industria&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Industrie%20lat.%20Industria&amp;amp;f=false Reinhold Sellien/Helmut Sellien (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1980, Sp. 2061 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; die durch eine zunehmende Industrialisierung viele [[Agrarstaat]]en in [[Industriestaat]]en verwandelte. In England gab es im Jahre 1821 bereits 1500 Dampfmaschinen für die industrielle Fertigung, wodurch das Land seinen Status als erstem und wichtigstem Industriestaat Europas festigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptursachen der [[Frühindustrialisierung]] [[Deutschland]]s waren unter anderem die Gründung der „Preußisch-Rheinischen Dampfschifffahrtsgesellschaft“ (Vorläuferin der [[Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt]]) im Oktober 1825,&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Oepen-Domschky, &amp;#039;&amp;#039;Kölner Wirtschaftsbürger im deutschen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Juni 1837 folgte die [[Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft]], im Oktober 1843 die [[Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft]]. Hiervon profitierten der [[Schiffbau|Schiff-]] und [[Eisenbahnbau]]. An der Spitze des Eisenbahnbaus stand unbestritten die [[Borsig (Unternehmen)|Firma Borsig]], die 1841 ihre erste und 1858 bereits die tausendste Lokomotive herstellte und mit 1100 Beschäftigten zur drittgrößten Lokomotivfabrik der Welt aufstieg. [[Johann von Zimmermann]] gründete im Jahr 1848 in [[Chemnitz]] die erste [[Werkzeugmaschine]]nfabrik Deutschlands. Wichtigster Industriezweig blieb jedoch 1850 in Deutschland mit 45,5 % der Beschäftigten immer noch die Textilindustrie, deren Anteil 1959 nur noch 15,2 % betrug. Demgegenüber wuchs die [[Metallindustrie]] von 10,8 % (1850) auf 33,4 % (1959).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther G. Hoffmann]], &amp;#039;&amp;#039;Das Wachstum der deutschen Wirtschaft seit Mitte des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 1965, S. 68 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[USA]] setzte die industrielle Revolution vergleichsweise verspätet ein, seit 1850 zügig&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=KxGm88BF4mcC&amp;amp;pg=PA78&amp;amp;dq=industrialisierung+usa&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=industrialisierung%20usa&amp;amp;f=false Peter Lösche (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Länderbericht USA&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 81 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und nach dem [[Sezessionskrieg]] ab 1865 deutlich erkennbar. Als Schrittmacher erwiesen sich auch hier die Eisenbahn und auch die [[Grundstoffindustrie]]. Eisenbahnen sorgten für die industrielle [[Infrastruktur]], [[Energie]] verschaffte der Industrie die Produktionsgrundlagen. Die 3069 Kilometer lange [[First Transcontinental Railroad|transkontinentale Eisenbahnverbindung]] zwischen [[New York City]] und [[San Francisco]] konnte am 10. Mai 1869 vollendet werden, seit 1887 brachten Tiefkühlwaggons das Frischfleisch aus [[Chicago]] nach New York. [[John D. Rockefeller]] gründete 1870 die [[Standard Oil Company]], um den enormen Ölbedarf decken zu können. Die 1879 von [[Thomas Alva Edison]] erfundene [[Glühlampe]] ermöglichte auch die Beleuchtung von [[Fabrikhalle]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=mBTnBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PT112&amp;amp;dq=industrialisierung+usa&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=industrialisierung%20usa&amp;amp;f=false Willi Paul Adams, &amp;#039;&amp;#039;Die USA vor 1900&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 100 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Werner von Siemens]] erfand inzwischen 1866 einen leistungsstarken [[Gleichstrommaschine|Dynamo]] zur Stromerzeugung, 1862 erfand [[Nicolaus Otto]] den [[Verbrennungsmotor]], 1876 standen [[Elektromotor]]en als Antriebsaggregate zur Verfügung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Kilger]], &amp;#039;&amp;#039;Industriebetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1986, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten einsetzbaren [[Dampfturbine]]n entwickelten der Schwede [[Carl Gustav Patrik de Laval]] (1883; &amp;#039;&amp;#039;Aktionsprinzip&amp;#039;&amp;#039;) und der Engländer [[Charles Parsons (Ingenieur)|Charles Parsons]] (1884; &amp;#039;&amp;#039;Reaktionsprinzip&amp;#039;&amp;#039;). [[Oskar von Miller]] gelang 1891 durch die Fernübertragung von [[Drehstrom]] der Anschluss von Industriebetrieben an fernliegende Stromquellen, so dass die Wahl für Industriestandorte unabhängiger von vorhandenen Energiequellen erfolgen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Carl Benz]] 1885 das [[Automobil]] erfand, verstärkte sich die [[Industrialisierung]] wesentlich durch die 1897 in den USA beginnende [[Automobilindustrie]], die 1913 in [[Henry Ford]]s Unternehmen das erste permanente [[Fließbandfertigung|Fließband]] ({{enS|moving assembly line}}) einsetzte. Dadurch steigerte Ford die Produktion auf das Achtfache, so dass er zugleich den Preis seines Modells [[Tin Lizzy]] enorm verringern und die Löhne erhöhen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Ford, &amp;#039;&amp;#039;Erfolg im Leben&amp;#039;&amp;#039;, 1952, S. 94 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Frederick Winslow Taylor]]s Forschungen über die [[Arbeitsteilung]] ab 1911 brachten wesentliche organisatorische Erkenntnisse für den modernen Industriebetrieb. Bereits im Oktober 1912 ließ sich die Firma [[Friedrich Krupp AG]] den durch ihren Mitarbeiter [[Benno Strauß]] entwickelten [[Edelstahl]] patentieren, auch wenn erst im August 1913 in [[Sheffield]] [[Harry Brearley]] als Erfinder des [[Rostfreier Stahl|rostfreien Stahls]] gefeiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cromemco C-10 computer production line (1983).jpg|mini|Fließband-Produktion von Computern bei [[Cromemco]], [[Mountain View (Santa Clara County, Kalifornien)|Mountain View]], Kalifornien (1983)]]&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] mussten viele Industrieunternehmen – soweit es technisch möglich war – ihre [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitäten]] als [[Rüstungsindustrie]] zur Verfügung stellen; dadurch machten sie sich ab Mai 1940 zu strategischen Zielen für Luftangriffe der Alliierten. Die hierdurch völlig zerstörten deutschen [[Industrieanlage]]n erlebten ab 1946 einen rasanten [[Wiederaufbau]] nach neusten technischen Standards. Die nunmehr gestiegene [[Wettbewerbsfähigkeit]] und die [[Produktqualität]] des „[[Made in Germany]]“ waren die Hauptursachen des von der Industrie getragenen Exportwachstums während des [[Wirtschaftswunder]]s. Allerdings geschah dies auf flachem Niveau, denn wenn man die reale [[Industrieproduktion]] des Jahres 1936 mit 100 % ansetzt, so lag sie im Nachkriegsjahr 1946 bei 34 %, 1947 bei 40 % und 1948 bei 60 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Abelshauser, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft in Westdeutschland 1945–1948&amp;#039;&amp;#039;, 1975, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutschland setzte seinen Weg als Industriestaat fort, denn 1950 erzielte die Industrie einen Umsatz von 80 Mrd. DM, gefolgt in weitem Abstand mit 27 Mrd. DM im Handwerk und 9,4 Mrd. DM in der Landwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Abelshauser, &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft in Westdeutschland 1945–1948&amp;#039;&amp;#039;, 1975, S. 47 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die digitale Revolution ist der seit 1969 bestehende Zeitabschnitt, der durch die Erfindung [[Digitale Transformation|digitaler Technologien]] und die Gründung neuer [[Wirtschaftszweig]]e gekennzeichnet ist. Die Entwicklung des [[Internet]]s seit Oktober 1969 förderte die [[Digitalisierung]], die [[Intel]] im November 1971 mit dem ersten kommerziellen [[Mikroprozessor]] verstärkte. Deren Mikroprozessor war auch im [[Mikrocomputer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Micral]] N&amp;#039;&amp;#039; vom Februar 1973 eingebaut, der als Vorläufer des heutigen [[Personal Computer]] gilt. Es folgte unter anderem die Gründung von [[Microsoft]] im April 1975, die sich auf die [[Softwarehersteller|Softwareherstellung]] konzentrierte. Der [[Apple II]] kam im April 1977 auf den Markt und besaß die heutigen Grundeigenschaften eines PCs. [[IBM]], die die Entwicklung der [[Mittlere Datentechnik|mittleren Datentechnik]] unterschätzt hatte, brachte erst im August 1981 ihren ersten PC heraus. Weltweit neue [[Spitzentechnologie]]n verbreiteten sich unter anderem durch den [[CD-Player]] und die [[Compact Disc]] (September 1981), neben digitalen [[Tonträger]]n erfasste die Digitalisierung auch die [[Bildträger]] ([[Fotografie]], [[Film]]) mit Hilfe der im November 1996 herausgebrachten [[DVD]]. Die rasante [[IT-Industrialisierung]]  brachte mit dem [[Motorola International 3200]] im September 1991 das erste digitale GSM-fähige [[Mobiltelefon]] hervor, das die [[Digitale Medien|digitalen Medien]] ergänzte. Es löste auch in Deutschland ab dem Jahr 2000 einen regelrechten [[Handy]]boom aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die gewachsene Bedeutung der Industrie sorgte für einen eigenen Wissenschaftszweig innerhalb der [[Betriebswirtschaftslehre]], der [[Industriebetriebslehre]]. Als Mitbegründer gelten [[Max Haushofer Jr.]] (&amp;#039;&amp;#039;Der Industriebetrieb&amp;#039;&amp;#039;, 1874; &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Industrie- und Fabrik-Betriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1879), Albert Calmes (&amp;#039;&amp;#039;Der Fabrikbetrieb&amp;#039;&amp;#039;, 1906), [[Frederick Winslow Taylor]] (&amp;#039;&amp;#039;Die Grundlagen wissenschaftlicher Betriebsführung&amp;#039;&amp;#039;, 1911/1912), [[Enno Heidebroek]] (&amp;#039;&amp;#039;Industriebetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1923), [[Max Rudolf Lehmann]] (&amp;#039;&amp;#039;Der Industriebetrieb&amp;#039;&amp;#039;, 1923) oder [[Alfred Isaac]] (&amp;#039;&amp;#039;Der Industriebetrieb&amp;#039;&amp;#039;, 1930). [[Wilhelm Kalveram]] veröffentlichte 1948 das gleicharmige Buch, in welchem er unter anderem die charakteristischen Merkmale des Industriebetriebs schildert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=XBXMBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA319&amp;amp;dq=Industriebetriebslehre+1949&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Industriebetriebslehre%201949&amp;amp;f=false Wilhelm Kalveram, &amp;#039;&amp;#039;Industriebetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 19 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industriebetriebslehre arbeitet die typischen Eigenschaften der Industrie heraus, die zu wachsenden [[Betriebsgröße]]n mit hohem [[Kapitalbedarf]] wegen hoher [[Anlagenintensität]] neigt (&amp;#039;&amp;#039;Großindustrie&amp;#039;&amp;#039;). Die Großindustrie weist gegenüber [[Kleine und mittlere Unternehmen|kleinen und mittleren Unternehmen]] einige Besonderheiten auf. Dazu gehören insbesondere Fragen der [[Organisation]], [[Kostensenkung]]en durch das [[Gesetz der Massenproduktion]], [[Skaleneffekt]]e und [[Technologie]]orientierung. Der Betriebsgrößeneffekt erklärt sich dadurch, dass die Großindustrie potenziell insgesamt kostengünstiger zu produzieren in der Lage ist als kleine und mittlere Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=R_liTSSOPK0C&amp;amp;pg=PA194&amp;amp;dq=gro%C3%9Fbetrieb+Skaleneffekt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=gro%C3%9Fbetrieb%20Skaleneffekt&amp;amp;f=false Werner Pepels, &amp;#039;&amp;#039;Produkt- und Preismanagement im Firmenkundengeschäft&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 194].&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Gesetz der Massenproduktion wird der [[Fixkosten]]anteil bei zunehmender Kapazitätsauslastung pro Stück kleiner, es entstehen [[Größenvorteile]]. Wird durch die Erhöhung der Kapazität eine Kostensenkung erreicht, spricht man von [[Economies of Scale]] (&amp;#039;&amp;#039;statische Skaleneffekte&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=vafD34dt1tkC&amp;amp;pg=PA435&amp;amp;dq=betriebsgr%C3%B6%C3%9Fe+kostendegression&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=bGSgUu2mE8XGswaBqYCgCQ#v=onepage&amp;amp;q=betriebsgr%C3%B6%C3%9Fe%20kostendegression&amp;amp;f=false Michael Kutschker/Stefan Schmid, &amp;#039;&amp;#039;Internationales Management&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 435].&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Lagerrisiko]] lässt sich durch [[Just-in-time-Produktion]] reduzieren, die durch nahegelegene [[Industriepark]]s unterstützt werden kann. Hohe Fixkosten erfordern eine [[Produktion]] in großen [[Absatzvolumen|Mengen]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=z7g2agE9JLAC&amp;amp;pg=PA560&amp;amp;dq=massendegression&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=massendegression&amp;amp;f=false Birga Döring/Tim Döring/Wolfgang Harmgardt/Axel Lange/Kai Michaelsen, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine BWL&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 13].&amp;lt;/ref&amp;gt; die in der Großindustrie eher wahrscheinlich ist. Die Großindustrie zieht oft größere [[Marktanteil]]e und mehr [[Marktmacht]] auf sich, so dass sie auf einigen Märkten die [[Preisführerschaft]] übernehmen kann. Bei hoher Technologie-Orientierung ist auch die [[Technologieführerschaft]] industrietypisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell in Deutschland haben sich zahlreiche mittelständische [[Hidden Champions]] und [[Familienunternehmen]] in industriellen [[Marktnische]]n etabliert, die sie insbesondere im Zuge der [[Globalisierung]] und der damit verbundenen [[Lieferkette]]n sowie hoher [[Spezialisierung]] und [[Innovation]]skraft erfolgreich bedienen. So sind über 63 Prozent der 1.000 größten deutschen Familienunternehmen der Industrie zuzurechnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://die-deutsche-wirtschaft.de/top-100-groesste-industrieunternehmen/ Die deutsche Wirtschaft, Liste der 1000 größten Industrieunternehmen in Familienhand], abgerufen am 24. Oktober 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Nach der Einteilung des [[Statistisches Bundesamt|Statistischen Bundesamts]] gibt es die Sektoren [[Landwirtschaft]]/[[Forstwirtschaft]]/[[Fischerei]], [[Produzierendes Gewerbe]], [[Handel]]/[[Gastgewerbe]]/[[Verkehr]] und [[Dienstleistung]]en. Dabei gehört die Industrie zum produzierenden Gewerbe und besteht aus den Teilsektoren [[Bergbau]], [[Verarbeitende Industrie]], [[Energieversorgung|Energie-]] und [[Wasserversorgung]] und [[Bauindustrie]]. Die verarbeitende Industrie besteht wiederum aus den Teilsektoren [[Vorleistungsgut|Vorleistungsgüter-]], [[Investitionsgut|Investitionsgüter-]], [[Gebrauchsgut|Gebrauchsgüter-]] und [[Verbrauchsgut|Verbrauchsgüterindustrie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Statistische Bundesamt definierte 1979 die Industrie als sämtliche Institutionen, „deren wirtschaftliche Tätigkeit überwiegend darin besteht, Elektrizität, Gas, Fernwärme und Waren zu erzeugen oder zu gewinnen oder in verschiedener Weise zu be- oder verarbeiten, und zwar mit dem Ziel, andere Waren herzustellen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt, &amp;#039;&amp;#039;Systematik der Wirtschaftszweige&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der um 1980 aufgekommene Begriff der [[Finanzindustrie]] – die eigentlich dem [[Tertiärsektor]] angehört – macht deutlich, dass das [[Finanzwesen]] durch Standardisierungen ([[Commoditisierung]]) seine [[Produktdifferenzierung]] zugunsten relativ homogener [[Finanzprodukt]]e aufgegeben und industrietypische Formen angenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Industriezweige ==&lt;br /&gt;
Industrielle Fertigung geschieht weltweit in verschiedenartigen Industriezweigen. Wichtige Klassifikationssysteme zur Einteilung in die verschiedenen Branchen sind die [[International Standard Industrial Classification]] (ISIC) der [[Vereinte Nationen|UNO]] und die [[Nomenclature générale des activités économiques]] (NACE) der [[EU]]. Bedeutende Industriezweige sind [[Montanindustrie]] / [[Schwerindustrie]], [[Metallindustrie]] (darunter Eisen- und [[Stahlindustrie]], [[Kleineisenindustrie]], [[Maschinenbau]] und [[Ausrüstung (Textil)|Ausrüstung]], [[Automobilindustrie]] / [[Fahrzeug]]bau, [[Luftfahrtindustrie|Luft]]- und [[Raumfahrt#Kommerzielle und private Raumfahrt|Raumfahrtindustrie]], [[Schiffbau]]industrie, [[Elektroindustrie]], [[Büromaschine]]n, [[Radio]]- und [[Fernsehen|Fernsehgeräte]] sowie [[Feinmechanik|feinmechanische]] und [[optische Industrie]], [[Uhrenindustrie]]), [[Chemische Industrie]] (darunter [[Mineralölunternehmen|Mineralölindustrie]], [[Baustoff#Einteilung|Zementindustrie]], [[Glasindustrie]], [[Kunststoff]]industrie, [[Papierindustrie]], [[Pharmazeutische Industrie]]), [[Recycling]]- und [[Abfallwirtschaft|Abfallindustrie]], [[Holz]]- und [[Kork]]artikel, [[Konsumgüterindustrie]] / [[Leichtindustrie]] (darunter [[Lebensmittelindustrie]], [[Tabakindustrie]], [[Textilindustrie]], [[Bekleidungsindustrie]] inkl. [[Pelz]]- und [[Leder]]waren, [[Möbel]]industrie, [[Spielzeug#Verschiedene Arten von Spielzeug|Spielwarenindustrie]], [[Druckindustrie]] sowie [[Computer#Bekannte Computerhersteller|Computerindustrie]]). Auch das deutsche [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]] und die [[Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen]] des Europäischen Parlaments unterscheiden bestimmte Industriezweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International Standard Industrial Classification (ISIC) ==&lt;br /&gt;
Industriebetriebe gleicher oder ähnlicher Produktionsrichtungen werden nach [[International Standard Industrial Classification|ISIC]]-Kriterien in Industriezweige der Produktion nach mit den Nummern 10 für [[Lebensmittel]], 11 für [[Getränk]]e, 12 für [[Tabak]]waren, 13 für [[Textilie]]n, 14 für [[Kleidung|Bekleidung]], 15 für [[Leder]] und Lederwaren, 16 für [[Holz]]- und [[Kork]]artikel, 17 für [[Papierwaren]], 18 für [[Druckerzeugnis]]se, 19 für [[Kohle]]-, [[Öle|Öl]]- und [[Kernbrennstoff|nuklearen Brennstoff]], 20 für [[Chemieerzeugnis]]se, 21 für Pharmazeutische Grundstoffe und pharmazeutische Präparate, 22 für [[Gummi]] und [[Kunststoff|Plastik]], 23 für [[Nichtmetalle|Nichtmetall]], 24 für [[Metalle]], 25 für [[Kleineisenindustrie|Metallwaren]], 26 für Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse, 27 für [[Elektrogerät]]e, 28 für [[Maschine]]n und [[Ausrüstung (Textil)|Ausrüstung]], 29 für [[Fahrzeug]]e, 30 für sonstige [[Transport]]geräte, 31 für [[Möbel]], 32 für sonstige Waren und 33 für Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen gegliedert (ISIC Rev. 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Industriepolitik]]&lt;br /&gt;
* [[Industrieforschung]]&lt;br /&gt;
* [[Industriedenkmal]]&lt;br /&gt;
* Organisationen:&lt;br /&gt;
** [[Industrie- und Handelskammer]] (IHK)&lt;br /&gt;
** [[Bundesverband der Deutschen Industrie]] (BDI)&lt;br /&gt;
** (Industrie-)[[Gewerkschaft]]en&lt;br /&gt;
* [[Wirtschaft der Schweiz#Gewerbe und Industrie|Industrie in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Länder nach Industrieproduktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Industry|Industrie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Industrie}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Industrie}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Industrie}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4026779-9}}&lt;br /&gt;
* [https://unstats.un.org/unsd/cr/registry/regcst.asp?Cl=27 United Nations Statistics Division – ISIC-Spezifikation]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4026779-9|LCCN=sh85065960|NDL=00566171}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftszweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrie| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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