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	<title>Improvisation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Improvisation&amp;diff=9159&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rosenfalter: /* Improvisation und Pädagogik */ Formatierung</title>
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		<updated>2025-02-17T22:16:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Improvisation und Pädagogik: &lt;/span&gt; Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Improvisation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, etwas ohne Vorbereitung, aus dem [[Stegreif]] dar- oder herzustellen. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Improvisation auch den [[Spontaneität|spontanen]] praktischen Gebrauch von [[Kreativität]] zur Lösung auftretender Probleme. Improvisation kann mit Aspekten von Ungeplantheit, Responsivität, Prozesshaftigkeit und Unmittelbarkeit einhergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Ethnologie als „[[Wildes Denken]]“ bezeichneten [[Weltanschauung]]en der [[Naturvolk|naturangepassten-]] und [[Archaik|archaischen]] Kulturen basierte im Wesentlichen auf der Improvisation, indem Bruchstücke der Erfahrung zu einem „[[Mythos|mythisch]] verzerrten Ganzen“ zusammengefügt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Claude Lévi-Strauss: &amp;#039;&amp;#039;Das wilde Denken.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung von Hans Naumann. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Verb &amp;#039;&amp;#039;improvisieren&amp;#039;&amp;#039; wurde im 18. Jahrhundert aus dem italienischen &amp;#039;&amp;#039;improvviso&amp;#039;&amp;#039; entlehnt, das zu &amp;#039;&amp;#039;improvviso&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;unvorhergesehen, unerwartet&amp;#039;&amp;#039; entstanden ist. Zugrunde liegt dem italienischen Wort das lat. &amp;#039;&amp;#039;im-pro-visus&amp;#039;&amp;#039; als eine Verneinungsform und lat. &amp;#039;&amp;#039;pro-videre&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;vorhersehen&amp;#039;&amp;#039;. Hiermit verwandt sind die deutschen Wörter [[Vision]] und [[Provision]].&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: &amp;#039;&amp;#039;Herkunftswörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Mannheim 2007, Lemma improvisieren.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Improvisation in der Unterhaltung ==&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit zur Improvisation ist eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit als Unterhaltungskünstler oder etwa als [[Fernsehmoderator]], da eine Darbietung erst lebendig wird, wenn man auf die jeweilige Situation reagieren kann. Eine bekannte Größe auf diesem Gebiet war etwa [[Hans-Joachim Kulenkampff]], dem es gelang, seine Fernseh-Shows teilweise um Stunden zu überziehen, ohne sein Publikum zu langweilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mülheimer [[Jazz]]musiker [[Helge Schneider]] wurde durch Bühnenshows bekannt, in denen er improvisierte Geschichten und Lieder vorträgt. Freie [[Assoziation (Psychologie)|Assoziation]] und Improvisation ist das wichtigste Element seiner Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Improvisation in der Musik ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Improvisation in der Musik}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Improvisation (Musik)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Improvisation wird die Form musikalischer Darbietung Einzelner oder ein Zusammenspiel Mehrerer verstanden, deren Tonmaterial und Klangfolge in der Ausführung selbst entsteht und nicht vorher schriftlich fixiert worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Improvisation im Tanz ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Tanzimprovisation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss der Improvisation in der Musik, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[John Cage]], ist Anfang der 1970er Jahre die Tanzform [[Contact Improvisation]] entstanden. In der Contact Improvisation wird ohne feste Formen und ohne vorhersehbare Bewegungen getanzt. Die körperlichen [[Reflex]]e spielen daher eine besondere Rolle. Contact Improvisation Veranstaltungen werden (im Gegensatz zu z.&amp;amp;nbsp;B. Kursen) als Jam, abgeleitet von [[Jamsession]], bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Improvisation im Theater ==&lt;br /&gt;
In der Schauspielerausbildung ist Improvisation ein grundlegender Teil. Und sie wird vielfach in einer Inszenierung verwendet, um sich in deren Anfangsphase einem Stück annähern zu können. Darüber hinaus gab und gibt es auch immer wieder Theaterformen, die die Improvisation vor das Publikum bringen. Historisch sind dies vor allem die [[Stegreifkomödie]] und die [[Commedia dell’arte]]. Seit dem zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts erlebt das [[Improvisationstheater]] eine Renaissance und erfreut sich zunehmender Popularität. Der Ausgangspunkt des modernen Improvisationstheater kann im Chicago der 1950er Jahre festgemacht werden. Rund um [[Viola Spolin]] und Paul Sills entstand dort eine erste Gruppe, die Improvisationstheater im modernen Sinne praktizierte. Weitere wichtige Vertreter sind [[Keith Johnstone]], [[Jakob Paul Moreno]] und [[Augusto Boal]]. Damit verbunden ist eine Entwicklung, in der Improvisation nicht mehr länger als Ersatz für die fehlende höherwertige Textvorlage angesehen wird: Improvisationstheater entwickelt sich zu einer eigenständigen Form, die Ausdruck und Inhalte produzieren kann, wie es das Autorentheater nicht vermag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Improvisation in der Organisationslehre ==&lt;br /&gt;
In der [[Organisation]] der [[Betriebswirtschaftslehre]] verwendet man den Begriff der Improvisation in Zusammenhang mit fallweisen, ungeplanten Regelungen. Insbesondere im Zusammenhang mit der [[Lernende Organisation|Lernenden Organisation]] gibt es mittlerweile jedoch auch Ansätze hin zur improvisierenden Organisation bzw. zum bewussten Einsatz von Improvisation im Management. Hierbei sind insbesondere die Arbeiten von [[Karl E. Weick]] (Management), [[Kathleen M. Eisenhardt]] (Organisation) und Patricia Shaw (Management und Organisation) zu nennen. Die improvisierende Organisation stellt im Kern eine besondere Form der [[Selbstorganisation]] dar. Dabei kommt es ebenso auf einen flexiblen Umgang mit Risikoberechnungsverfahren an, wie auch auf spontane Reorganisationsmöglichkeiten der Organisationsstrukturen und hochgradig personalisierbare IT-Systeme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zentrum jedes Managementansatzes und jeder Organisationstheorie steht stets die Frage nach der Strukturierung von Kommunikationsprozessen. Improvisation betrachtet dabei die durch [[Keith Johnstone]] entwickelte Perspektive auf Status – für die Organisation wurde diese Betrachtung u.&amp;amp;nbsp;a. durch Lehner und Ötsch vorgenommen. Aber auch [[Storytelling (Methode)]] ist ein wichtiges Element, um die Improvisationsfähigkeit einer Organisation zu entwickeln (siehe dazu auch Patricia Shaw).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Angewandten Improvisation werden Übungen aus dem Fundus des Improvisationstheaters zur Unterstützung von Organisations- und Personalentwicklung eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Improvisation und Pädagogik ==&lt;br /&gt;
In der Pädagogik wird die Improvisation erst seit kürzerer Zeit im Hinblick auf das Handeln von Lehrern sowie im Hinblick auf schulischen Unterricht diskutiert. Während Improvisationstheatermethoden schon seit längerem als schulische Unterrichtsmethoden eingesetzt werden, ist es relativ neu, schulischen Unterricht unter der Lupe der Improvisation zu betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Holdhus et al. |Titel=Improvisation in Teaching and Education |Sammelwerk=Cogent Education |Nummer=3 |Datum=2016 |Seiten=1-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang damit entwickelte [[R. Keith Sawyer]] das Konzept der disciplined improvisation (die er selbst seit kurzem als guided improvisation versteht), als Konzept von Unterricht, das dieses in einer Sphäre von Struktur und Improvisation verortet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Keith Sawyer |Titel=Educating for Innovation |Sammelwerk=Thinking Skills and Creativity |Nummer=1 |Datum=2006 |Seiten=41-48}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterricht müsse demnach stark improvisatorisch gedacht und umgesetzt werden, um so auch auf die Vorstellungen und das Wissen der Schüler und Schülerinnen angemessen eingehen zu können. Für den deutschsprachigen Raum liegt bisher kaum einschlägige Forschung zu diesem Themenfeld vor. Das Werk von Stefan Danner, „Erziehung als reflektierte Improvisation“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Danner |Titel=Erziehung als reflektierte Improvisation |Verlag=Julius Klinkhardt |Ort=Leipzig |Datum=2001}}&amp;lt;/ref&amp;gt; stellt hier mitunter eine Ausnahme dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Friedrich Bormann, [[Gabriele Brandstetter]], [[Annemarie Matzke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Improvisieren. Paradoxien des Unvorhersehbaren. Kunst – Medien – Praxis&amp;#039;&amp;#039;. transcript, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-8376-1274-5.&lt;br /&gt;
* [[Christopher Dell]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzip Improvisation.&amp;#039;&amp;#039; Buchhandlung Walther König, Köln 2002, ISBN 3-88375-605-9.&lt;br /&gt;
* Reinhard Gagel: &amp;#039;&amp;#039;Improvisation als soziale Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Schott Verlag, Mainz 2010, ISBN 3-7957-0727-7.&lt;br /&gt;
* [[Theo Jörgensmann]], Rolf-Dieter Weyer: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Ethik der Improvisation: vom Wesen, Zeit und Raum, Material und Spontangestalt.&amp;#039;&amp;#039; Augemus Musikverlag, Bochum 1991, ISBN 3-924272-99-9.&lt;br /&gt;
* [[Karlheinz Essl junior|Karlheinz Essl]], [[Jack Hauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Improvisation über „Improvisation“.&amp;#039;&amp;#039; In: D. Schweiger, M. Staudinger, N. Urbanek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musik-Wissenschaft an ihren Grenzen. Manfred Angerer zum 50. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main / Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-631-51955-9.&lt;br /&gt;
* [[Simon Rose]]: &amp;#039;&amp;#039;The Lived Experience of Improvisation in Music, Learning and Life&amp;#039;&amp;#039; Intellect Ltd Publication, Chicago 2017, 9-781-783-20673-5.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Stark, David Vossebrecher, Christopher Dell, Holger Schmidhuber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Improvisation und Organisation. Muster zur Innovation sozialer Systeme&amp;#039;&amp;#039;. Transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-2611-7.&lt;br /&gt;
* Marin Thomas Michka Herondart: &amp;#039;&amp;#039;La Grosse Bite de l&amp;#039;Improvisation&amp;#039;&amp;#039;, Paris 2019, ISBN 978-3-471-66553-4.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Zentner |Hrsg=Christian Zentner |Titel=Mein Kampf |Verlag=List Hardcover |Ort=Berlin |Datum=1991 |ISBN=3-471-66553-6 |Seiten=256}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;&lt;br /&gt;
;Spezielle Anwendungsbereiche&lt;br /&gt;
* Shona L. Brown, [[Kathleen M. Eisenhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Competing on the Edge – Strategy as structured Chaos.&amp;#039;&amp;#039; Harvard Business School Press, 1998, ISBN 0-87584-754-4.&lt;br /&gt;
* Gerhard Ebert: &amp;#039;&amp;#039;Improvisation und Schauspielkunst.&amp;#039;&amp;#039; Henschelverlag, Berlin 1999, ISBN 3-89487-172-5.&lt;br /&gt;
* Christopher Dell: &amp;#039;&amp;#039;Die improvisierende Organisation&amp;#039;&amp;#039;. Transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-2259-1.&lt;br /&gt;
* Fu Li Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Theaterpädagogisches Schauspieltraining. Ein Versuch.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-8376-3009-1.&lt;br /&gt;
* Friederike Lampert: &amp;#039;&amp;#039;Tanzimprovisation: Geschichte – Theorie – Verfahren – Vermittlung.&amp;#039;&amp;#039; Transcript, Bielefeld 2007, ISBN 3-89942-743-2.&lt;br /&gt;
* Paricia Shaw: &amp;#039;&amp;#039;Changing Conversations in Organizations.&amp;#039;&amp;#039; Routledge 2002, ISBN 0-415-24914-7.&lt;br /&gt;
* Patricia Shaw, Ralph Stacey (Edit): &amp;#039;&amp;#039;Experiencing Risk, Spontaneity and Improvisation in Organizational Change.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 2006, ISBN 0-415-35129-4.&lt;br /&gt;
* Peter Thiesen: &amp;#039;&amp;#039;Drauflosspieltheater.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Beltz, Weinheim / Basel 2012, ISBN 978-3-407-22074-5.&lt;br /&gt;
* [[Jean-Pierre Thiollet]]: &amp;#039;&amp;#039;Improvisation so piano&amp;#039;&amp;#039;. Neva Editions, 2017, ISBN 978-2-35055-228-6.&lt;br /&gt;
* Karl E. Weik: &amp;#039;&amp;#039;Making Sense of the Organization.&amp;#039;&amp;#039; Blackwell Publishing 2001, ISBN 978-0-631-22319-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Nicole Coppey: [http://www.123musique.ch/Presse/03_11_improvisation.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Improvisation bei den Kindern: die menschliche Dimension der Improvisation&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, französisch; 132&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.criticalimprov.com/public/csi/index.html Critical studies in improvisation]&lt;br /&gt;
* [http://www.improvisiere.de/home Seite rund ums Improvisieren von Gegenständen]&lt;br /&gt;
* Übungsbeispiele der [https://www.improaktiv.ch/was-angewandte-improvisation-bietet/ Angewandten Improvisation]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4127993-1|LCCN=sh97005561}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Improvisation| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rosenfalter</name></author>
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