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	<title>Ikarus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<id>https://demowiki.knowlus.com/index.php?title=Ikarus&amp;diff=14160&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Richard Huber: /* Rezeption */</title>
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		<updated>2025-09-06T15:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Daedalus and Icarus MKL Bd. 4 1890 (132198258).jpg|miniatur|Dädalus und Ikarus, Relief in der [[Villa Albani]] (Rom)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ikarus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ikaros&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ἴκαρος|Íkaros}}, [[Latinisierung|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Icarus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] der Sohn des [[Daidalos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RomanIcarus.JPG|miniatur|hochkant|links|Statue des Ikarus, römisch, [[Universalmuseum Joanneum|Joanneum]] Graz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;#039;The Fall of Icarus&amp;#039;, 17th century, Musée Antoine Vivenel.JPG|miniatur|Der Fall des Ikarus, Musée Antoine Vivenel, 17. Jh.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KLG 0125 Meißen, Marktapotheke.jpg|mini|Kopie eines Steinreliefs zur Ikarusdarstellung in Meißen, Marktapotheke (Markt 4)]]&lt;br /&gt;
Ikarus und Dädalus wurden von König [[Minos]] im [[Labyrinth]] des [[Minotauros]] auf [[Kreta]] gefangen gehalten – als Strafe dafür, dass Dädalus [[Theseus]] Hinweise zur Nutzung des [[Ariadnefaden]]s gegeben hatte. Da Minos die Seefahrt und das Land kontrollierte, erfand Dädalus Flügel für sich und seinen Sohn. Dazu befestigte er Federn mit Wachs an einem Gestänge. Vor dem Start schärfte er Ikarus ein, nicht zu hoch und nicht zu tief zu fliegen, da sonst die Hitze der Sonne beziehungsweise die Feuchte des Meeres zum Absturz führen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst ging alles gut, aber nachdem sie [[Samos]] und [[Delos]] zur Linken und [[Levitha|Lebinthos]] zur Rechten passiert hatten, wurde Ikarus übermütig und stieg so hoch hinauf, dass die Sonne das Wachs seiner Flügel schmolz, woraufhin sich die Federn lösten und er in das nach ihm  benannte [[Ikarisches Meer|ikarische Meer]] stürzte. Der verzweifelte Dädalus benannte die Insel, auf der er seinen Sohn beigesetzt hatte, zur Erinnerung an sein Kind [[Ikaria]]. Dies der Verlauf des Flugs nach Ovid. Auch das auf dem Bild dargestellte Personal – Fischer, Hirt, Pflüger – stammt aus der Schilderung Ovids, allerdings mit einem auffallenden Unterschied. Während sie bei Ovid das fliegende Paar &amp;#039;&amp;#039;schauen und staunen und glauben Götter zu sehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzung von Erich Rösch in: &amp;#039;&amp;#039;Publius Ovidius Naso: Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Niklas Holzberg. München 1992, Seite 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;, beachten sie hier, auf ihre Arbeit konzentriert, die Katastrophe der beiden nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ikarus-Mythos wird im Allgemeinen so gedeutet, dass der Absturz und Tod des Übermütigen die Strafe der Götter für seinen unverschämten Griff nach der Sonne ist. Nach [[Ovid]] ließen die Götter Ikarus aus Rache sterben, weil Dädalus seinen Neffen und Schüler [[Perdix (Mythologie)|Perdix]] aus Neid auf sein Können ermordet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ovid]], &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; 8,183–235 ([http://www.gottwein.de/Lat/ov/met08de.php?submit=lateinisches+Original#Daedalus deutsch] und [http://www.gottwein.de/Lat/ov/met08la.php#Daedalus latein]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Sturz des Ikarus (Ausschnitt).jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;[[Landschaft mit dem Sturz des Ikarus]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Pieter Bruegel der Ältere|Pieter Bruegel]], Detail]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ikaros Gewerbegebiet Puchheim Bernd Stöcker 1994.jpg|mini|Bronzeplastik von [[Bernd Stöcker]] auf [[Postament|Sockelsäule]] im Gewerbepark-Süd in [[Puchheim]] {{Coordinate|NS=48.16083640|EW=11.34057358|type=landmark|region=DE-BY|name=Lage|text=ICON0|dim=60}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestalt des Ikarus ist in der europäischen Kultur immer wieder Anreger und Gegenstand künstlerischer, wissenschaftlicher und technischer Schöpfungen geworden. In der Bildenden Kunst gilt dies sowohl für die profane wie auch (seltener) für die christlich-kirchliche Kunst. Im Mittelalter wird der Sturz des Ikarus nur vereinzelt dargestellt, erst etwa seit der Mitte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts häufen sich die Darstellungen – ein bedeutendes Beispiel ist das Gemälde &amp;#039;&amp;#039;[[Landschaft mit dem Sturz des Ikarus]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Pieter Bruegel der Ältere|Pieter Bruegel dem Älteren]] – und im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind die Darstellungen wieder ausgesprochen selten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Géza Jászai | Titel=Ikarus | Hrsg=Engelbert Kirschbaum SJ | Sammelwerk=Lexikon der christlichen Ikonographie | Band=2 | Verlag=Verlag Herder | Ort=Freiburg im Breisgau | Datum=1970 | Spalten=337–338 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die neuzeitlichen Darstellungen haben oftmals allegorische Bedeutung. So wird etwa in zwei kleinen Fresken (1761) der [[St. Petrus (Lengdorf)|Kirche St. Petrus]] in [[Lengdorf]] der &amp;#039;&amp;#039;Sturz des Ikarus&amp;#039;&amp;#039; als Sinnbild des Hochmuts dem &amp;#039;&amp;#039;Sturz des [[Simon Magus]]&amp;#039;&amp;#039; gegenübergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anna Bauer-Wild |Titel=Lengdorf |Sammelwerk=Landkreis Erding |WerkErg=Bearbeitet von Anna Bauer-Wild und Cordula Böhm |Verlag=Hirmer Verlag |Ort=München |Datum=2001 |Reihe=[[Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland]] |BandReihe=7 |HrsgReihe=Hermann Bauer&amp;amp;nbsp;†, Frank Büttner, Bernhard Rupprecht |ISBN=3-7774-7830-X |Seiten=201–208}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren deutschen Malerei des [[Phantastischer Realismus|Phantastischen Realismus]] hat der Maler [[Werner Holz]] in mehreren Gemälden den „übermütigen“ und törichten heutigen Menschen als Ikarus dargestellt. Der [[Dangast]]er Maler des [[Magischer Realismus|magischen Realismus]] [[Franz Radziwill]] malte 1960 das Bild &amp;#039;&amp;#039;Der Sturz des Ikarus&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.radziwill.de/4der-sturz-des-ikarus/ |titel=Der Sturz des Ikarus – Franz Radziwill |abruf=2022-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es scheint das erste Mal, dass Ikarus als Frau dargestellt ist. Radziwill warnt vor der Bedrohung durch eine unkritische Technikbegeisterung, die den natürlichen Lebensraum zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] nutzten kritische Maler wie [[Wolfgang Mattheuer]] das Motiv des Ikarus, um das Ende des Traums vom sozialistischen Heldentum zu thematisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Meinhard Michael |url=http://www.mdr.de/artour/themen158.html |titel=Weitere Themen bei &amp;#039;&amp;#039;artour&amp;#039;&amp;#039; {{!}} MDR.DE |werk=[[MDR Fernsehen]] |datum=2013-05-10 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130510080955/http://www.mdr.de/artour/themen158.html |archiv-datum=2013-05-10 |abruf=2023-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wolf Biermann griff den Mythos in seiner 1976 veröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;Ballade vom preußischen Ikarus&amp;#039;&amp;#039; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm sind der Mondkrater [[Icarus (Mondkrater)|Icarus]] und das weltraumgestützte [[Martin Wikelski#Icarus-Projekt|Tiermonitoring-System]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Klaus Schlesinger]]s Familiendrama [[Ikarus (Klaus Schlesinger)|Ikarus]] entstand 1975 als Filmszenarium&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Schlesinger |Titel=Ikarus. Film-Szenarium |Verlag=Henschel-Verlag Kunst und Gesellschaft |Ort=Ost-Berlin |Jahr=1975 |DNB=760107874 |Typ=wl}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Einen weiblichen Ikarus gestaltete die Schweizer Schriftstellerin [[Eveline Hasler]] in ihrem Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Wachsflügelfrau,&amp;#039;&amp;#039; dessen Erzählung auf die Biografie der ersten Schweizer Juristin [[Emilie Kempin-Spyri]] verweist. Denn diese scheiterte letztlich daran, dass sie zu hoch hinaus wollte. Als Anwältin sich den Lebensunterhalt zu verdienen und in diesem Beruf zudem Anerkennung zu finden, war für eine Frau in jener Zeit nicht vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eveline Hasler: &amp;#039;&amp;#039;Die Wachsflügelfrau, Geschichte der Emily Kempin-Spyri.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1995, ISBN 3-423-12087-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ikarisches Meer]]&lt;br /&gt;
* [[Ikarus in der Populärkultur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellensammlung ==&lt;br /&gt;
* [[Achim Aurnhammer]], [[Dieter Martin (Literaturwissenschaftler)|Dieter Martin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mythos Ikarus. Texte von Ovid bis Wolf Biermann.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig 1998, ISBN 3-379-01646-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Roscher|2,1|114|117|Ikaros 1|[[Otto Höfer]]|}}&lt;br /&gt;
* {{LIMC|2|313|321|Daidalos et Ikaros|Jacob E. Nyenhuis}}&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 5|191|198|Daidalos und Ikaros|[[Bernhard Greiner]], Joachim Harst}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Icarus}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Mythoskop|ID=w825}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11863979X|LCCN=no2018031326|VIAF=42152138540310980793}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ikarus| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestalt der griechischen Mythologie als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Richard Huber</name></author>
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