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	<title>Hure - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Demo Wiki</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sekrus: /* Historische Kleidervorschriften */</title>
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		<updated>2025-02-26T12:34:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Historische Kleidervorschriften&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Dirck van Baburen - The Procuress - Google Art Project.jpg|mini|In dem Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Die [[Kuppelei|Kupplerin]]&amp;#039;&amp;#039; von Dirck van Baburen trägt die Hure eine Bluse mit gestreiften Ärmeln als Zeichen ihres Gewerbes (um 1622)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Judith Leyster - Man Offering Money to a Young Woman - 564 - Mauritshuis.jpg|mini|In Judith Leysters Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Der Antrag&amp;#039;&amp;#039; trägt die junge Frau einen kurzen weißen Umhang, ein Mann bietet ihr Geld (entstanden um 1631)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hure&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Althochdeutsch|ahd.]] &amp;#039;&amp;#039;huora,&amp;#039;&amp;#039; [[Mittelhochdeutsch|mhd.]] &amp;#039;&amp;#039;huore&amp;#039;&amp;#039;) ist die deutsche, oft abwertende Bezeichnung für eine [[Prostitution|Prostituierte]]. In der Umgangssprache wird dieser Begriff auch für Frauen mit [[Promiskuität|häufig wechselnden Sexualpartnern]] gebraucht. Ein verhüllendes Synonym ist &amp;#039;&amp;#039;Freudenmädchen,&amp;#039;&amp;#039; umgangssprachliche Bezeichnungen sind &amp;#039;&amp;#039;Bordsteinschwalbe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Trottoiramsel,&amp;#039;&amp;#039; abwertende Synonyme [[Nutte]], [[Dirne]] und &amp;#039;&amp;#039;Metze&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Hübschlerinnen&amp;#039;&amp;#039; nannte man fahrende Frauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Brockhaus Konversationslexikon |Band=7 |Verlag=F.A. Brockhaus |Datum=1894 |Seiten=238}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Wort leitet sich von der [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*qār-&amp;#039;&amp;#039;, „begehrlich, lieb“, ab. Daraus entwickelte sich auch das lateinische &amp;#039;&amp;#039;cārus&amp;#039;&amp;#039;, „lieb, teuer“. Im Althochdeutschen bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;huor&amp;#039;&amp;#039; nicht nur die Prostitution im Besonderen, sondern den außerehelichen Beischlaf im Allgemeinen; &amp;#039;&amp;#039;huora&amp;#039;&amp;#039; wurde so auch in der Bedeutung „Ehebrecherin“ gebraucht. Eine Entsprechung für ehebrüchige Männer ist nur im [[Gotische Sprache|Gotischen]] &amp;#039;&amp;#039;(hôrs)&amp;#039;&amp;#039; und [[Altnordische Sprache|Altnordischen]] &amp;#039;&amp;#039;(hórr)&amp;#039;&amp;#039; bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S.&amp;amp;nbsp;431;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Erarbeitet unter Leitung von [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]. Akademie, Berlin 1989 (und weitere Auflagen); Onlineversion: {{dwds.de |Stichwort=Hure}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein häufiger Irrtum ist die fälschliche Ableitung von dem niederländischen &amp;#039;&amp;#039;huur&amp;#039;&amp;#039;, „heuern, mieten“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Hure wurde und wird auch als [[Schimpfwort]] für Frauen benutzt, insbesondere wenn diese [[Sexuelle Selbstbestimmung|sexuell selbstbestimmt]] aktiv waren oder sind. In den letzten Jahren hat das Wort Hure (früher auch „Lohnhure“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/l/kl07371.htm Kruenitz: Oeconomische Encyklopädie]&amp;lt;/ref&amp;gt; im Gegensatz zur „Gelegenheitsbuhlerin“&amp;lt;ref&amp;gt;Anita Winkler: [https://www.habsburger.net/de/kapitel/prostitution-ein-fall-fuer-die-sittenpolizei Prostitution – ein Fall für die Sittenpolizei]&amp;lt;/ref&amp;gt;) durch die Aktivitäten verschiedener Hurenvereinigungen ([[Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen]], [[Huren wehren sich gemeinsam]]), die sich bewusst so nennen, eine gewisse Aufwertung bzw. Neutralität erhalten. Die Mitglieder der niederländischen Prostituierten-Gewerkschaft benennen sich sogar mit einem gewissen Stolz als Huren (siehe [[Euphemismus-Tretmühle|Dysphemismus-Tretmühle]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In einer „Gegenwartstudie“ zum Thema Prostitution stellte [[Oskar Panizza]] Ende des 19. Jahrhunderts einige Daten zusammen: während [[Karl der Große]] die strengsten Verordnungen gegen Prostitution erließ, wurden selbige nach seinem Tod wieder aufgehoben, weil unhaltbar. Dabei hielten die vornehmen Herren sich selbst mehrere [[Kebse]]. Ab dem 13. Jahrhundert schlossen die Räte mehrerer Großstädte mit &amp;#039;&amp;#039;Frauenwirten&amp;#039;&amp;#039; Verträge ab, die genügend hübsche Mädchen in ihren Häusern verpflichten. Es war bei Strafe verboten, diese Mädchen grundlos zu beleidigen und sie erhielten allerlei milde Bezeichnungen wie törichte, schöne, fahrende oder gelüstige Dirnen, Hübschlerinnen, lustige oder barmherzige Schwestern. Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Hure&amp;#039;&amp;#039; wurde seltener. Fürsten und Kaiser scheuten sich nicht, diese Frauenhäuser öffentlich zu besuchen. So ging es in vielen europäischen Staaten zu, erst Strafverfolgung, dann Verschlimmerung des Zustandes durch Verbreitung von Geschlechtskrankheiten, dann Milde gegenüber den Huren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Oskar Panizza]] |Hrsg=Die Gesellschaft |Titel=Prostitution, eine Gegenwartstudie |Verlag=Verlag von Wilhelm Friedrich |Datum=1892 |Seiten=1159}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man verfolgte und bestrafte die sogenannten Winkel- und Straßenhuren und war bestrebt, Prostituiertenhäuser mit „garantierter Qualität“ zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hygienische Rundschau |Verlag=A. Hirschwald. |Datum=1891 |Seiten=276}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Winkelhuren&amp;#039;&amp;#039; meinte Prostituierte, die ihr Wesen heimlich trieben, und &amp;#039;&amp;#039;Straßenhuren&amp;#039;&amp;#039; solche, die ihrem Gewerbe auf der Straße nachgingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Hoffmann |Titel=Vollständigstes Wörterbuch der deutschen Sprache |Band=6 |Verlag=Dürr&amp;#039;sche Buchhandlung |Ort=Leipzig |Datum=1861 |Seiten=756 |Online={{Google Buch |BuchID=mBMJAAAAQAAJ |Hervorhebung=&amp;quot;Winkelhure&amp;quot; |Seite=756}} |Abruf=2023-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelm Hoffmann |Titel=Vollständigstes Wörterbuch der deutschen Sprache |Band=5 |Verlag=Dürr&amp;#039;sche Buchhandlung |Ort=Leipzig |Datum=1858 |Seiten=508 |Online={{Google Buch |BuchID=JgVJAAAAcAAJ |Hervorhebung=&amp;quot;Straßenhure wh&amp;quot; |Seite=508}} |Abruf=2023-12-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl das Leben der Huren im mittelalterlichen Europa durch verschiedene Gesetze eingeschränkt war (sie durften zum Beispiel keine Pelze tragen und mussten gestreifte Tuche verwenden), haben sie anscheinend zwischen dem Ende des 14. und dem 16. Jahrhundert den gleichen zivilen Status gehabt wie die ehrbaren Frauen. Es ist bezeugt, dass Huren jener Zeit Gerichtsverfahren gegen andere Personen geführt haben und auch Testamente hinterließen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katie Normington |Titel=Gender and Medieval Drama |Verlag=DS Brewer |Datum=2004 |ISBN=1-84384-027-8 |Seiten=116}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] zählten Huren als [[Prostitution|Prostituierte]] häufig zum offiziellen [[Tross|Heerestross]]. Bei den kaiserlichen Truppen waren die Prostituierten in vier Klassen unterteilt: Die erste und oberste Kategorie nahm die [[Mätresse]] ein, die zweite die [[Konkubine]], die dritte die Metze, die vierte und unterste die Hure.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.30jaehrigerkrieg.de/schoch-don-kaspar-kaspar-schach-caspar-von/ Schoch (&amp;#039;&amp;#039;„Don Kaspar“, „Kaspar“, „Cäsperle“, Schach), Caspar von&amp;#039;&amp;#039;, Fußnote 47; in: &amp;#039;&amp;#039;Der Dreißigjährige Krieg in Selbstzeugnissen, Chroniken und Berichten&amp;#039;&amp;#039;], 21. Februar 2013, abgerufen am 20. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Kleidervorschriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johannes Vermeer - The Procuress - Google Art Project.jpg|alt=|mini|In [[Johannes Vermeer]]s Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Bei der Kupplerin&amp;#039;&amp;#039;, um 1656, [[Mauritshuis]], trägt die Hure eine auffällig gelbe Jacke]]&lt;br /&gt;
Im alten Rom gab es bezüglich der Frauenkleidung klare Vorschriften. Ehrbare Frauen, Dienerinnen (vestis ancillaris) und Prostituierte (vestis meretricia) erkannte man an ihren Kleidern. Ehebrecherinnen mussten auch die Hurenkleidung „vestis meretricia“ tragen, eine Tunika ohne Bordüre sowie eine dunkle [[Toga]] statt einer [[Stola (römische Tracht)|Stola]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Farouk Grewing |Titel=Hypomnemata, Martial, Buch VI: ein Kommentar |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Datum=1997 |ISBN=3-525-25212-9 |Seiten=191}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jussi Rantala |Titel=Gender, Memory, and Identity in the Roman World |Verlag=Amsterdam University Press |Datum=2019 |ISBN=978-90-485-4009-9 |Seiten=205}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claudia Schopphoff |Titel=Der Gürtel: Funktion und Symbolik eines Kleidungsstücks in Antike und Mittelalter |Verlag=Böhlau Verlag Köln Weimar |Datum=2009 |ISBN=978-3-412-20226-2 |Seiten=112}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im Mittelalter gab es besondere Kleiderordnungen für die Huren, die durch bestimmte Farben und besondere Kennzeichen (z.&amp;amp;nbsp;B. zweifarbige Kopfbedeckung, Männerkapuzen, scharlachrote Kordeln) auffällig sein sollten, Streifen wirkten besonders stigmatisierend. Rot galt zwar als Farbe der Herrschaft, doch in Anspielung auf die biblische Rahab mussten Huren vielerorts eine scharlachrote Schnur oder Kordel als Zeichen der Prostitution tragen. Der Prediger [[Berthold von Regensburg]] schlug im 13. Jahrhundert vor, alle Huren in Gelb zu kleiden, damit man sie besser erkennen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dagmar M. H. Hemmie |Titel=Ungeordnete Unzucht: Prostitution im Hanseraum (12.-16. Jahrhundert) : Lübeck - Bergen - Helsingør |Verlag=Böhlau Verlag Köln Weimar |Datum=2007 |ISBN=978-3-412-06106-7 |Seiten=258}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er forderte sogar, dass die Konkubinen der Geistlichen auch gelbe Bandstreifen auf ihrer Kleidung tragen, genau wie Jüdinnen und Huren. Noch im Jahr 1500 forderten Hamburgs Bürger, dass die Konkubinen der Geistlichen die Hurenkleidung zu tragen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marjorie Elizabeth Plummer |Titel=From Priest&amp;#039;s Whore to Pastor&amp;#039;s Wife: Clerical Marriage and the Process of Reform in the Early German Reformation |Verlag=Routledge |Datum=2016 |ISBN=978-1-317-13192-2 |Seiten=43 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1488 wollte man in Leipzig die Putzsucht der Frauen eindämmen, indem kurzerhand ausgefallene Stoffe, ausladende Dekolletés und aufgenähte Schellen an den Kleidern als das Sonderrecht der Huren deklarierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Geschlecht und Gesellschaft |Band=7 |Verlag=Verlag der Schönheit. |Ort=Berlin Leipzig Wien |Datum=1912 |Seiten=364}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter mussten Huren gestreifte Kleidungsstücke tragen oder verkehrt herum anziehen, um sich von den ehrbaren Frauen zu unterscheiden. Streifen waren symbolisch für den Teufel und Duplizität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Camille |Titel=Mirror In Parchment: The Luttrell Psalter and the Making of Medieval England |Verlag=Reaktion Books |Datum=2013 |ISBN=978-1-78023-248-5 |Seiten=110}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestimmte Farben, besonders Gelb, galten als sogenannte Hurenfarbe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/15091/Reichel.pdf?sequence=1&amp;amp;sa=U&amp;amp;ved=2ahUKEwi19MzXmLz6AhWlTeUKHeJ6DPEQFnoECAcQAg |titel=Die Kleider der Passion. Für eine Ikonographie des Kostüms |werk=Humboldt-Universität Berlin |seiten=109 |format=PDF |abruf=2022-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den italienischen Städten [[Mantua]] und [[Parma]] mussten Huren beispielsweise einen kurzen weißen Umhang tragen, in anderen europäischen Städten mussten die Umhänge der Prostituierten gelb, schwarz oder gestreift sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Melissa Hope Ditmore |Titel=Encyclopedia of Prostitution and Sex Work |Verlag=Greenwood Publishing Group |Datum=2006 |ISBN=0-313-32969-9 |Seiten=108 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hurenfarbe war in Frankreich zeitweise das Weiß. Doch sollen im Jahr 1389 die Freudenmädchen aus Toulouse sich beim König beschwert haben, immer weiße Hauben und Bänder tragen zu müssen. König [[Karl VII. (Frankreich)|Karl VII.]] soll daraufhin ihnen in einer Ordonnanz erlaubt haben, selber die Hurenfarben zu bestimmen, vorausgesetzt, sie trugen um den Arm eine Borte oder Paspel in einer anderen Farbe als ihre Kleidung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Peter Duerr]] |Titel=Intimität |Verlag=Suhrkamp |Datum=1990 |Seiten=529}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dürer-Apokalypse Hure Babylon.png|mini|hochkant|Dürers „Hure Babylon“ trägt ein Gewand nach venezianischer Mode]]&lt;br /&gt;
Für die „[[Hure Babylon]]“ in einem Holzschnitt von [[Albrecht Dürer]] stand dem Künstler wohl eine wirkliche Prostituierte Modell.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Kurt Gärtner (Mediävist)|Kurt Gärtner]], Ingrid Kasten, Frank Shaw |Titel=Spannungen und Konflikte menschlichen Zusammenlebens in der deutschen Literatur des Mittelalters: Bristoler Kolloquium 1993 |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2017 |ISBN=978-3-11-091884-7 |Seiten=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlässlich seiner Venedig-Reise im Jahr 1495 skizzierte er eine Venezianerin und verwendete das Studienblatt als Vorlage für die Große Hure Babylon in der Holzschnittfolge für die [[Apokalypse (Dürer)|Apokalypse]]. Die ausgefallene Kleidung sollte die sittliche Verworfenheit symbolisieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cornelia Plieger, [[Artur Rosenauer]] |Titel=Michael Pacher e la sua cerchia |Verlag=Giunta provinciale dell&amp;#039;Alto Adige |Datum=1999 |ISBN=88-8266-048-6 |Seiten=95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Dirck van Baburen]] malte 1622 eine Laute spielende junge Hure mit entblößter Brust mit einem Freier und ihrer alten [[Kuppelei|Kupplerin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wayne E. Franits |Titel=Dutch Seventeenth-century Genre Painting: Its Stylistic and Thematic Evolution |Verlag=Yale University Press |Datum=2004 |ISBN=0-300-10237-2 |Seiten=65 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Johannes Vermeer]] sah Baburens Gemälde im Haus seiner Schwiegermutter. Es soll ihm Inspiration für sein Gemälde „Bei der Kupplerin“ gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johannes Vermeer, Marco Dolcetta, Elena Mazour |Titel=Vermeer: The Astronomer |Verlag=NDE Pub. |Datum=2000 |ISBN=1-55321-012-3 |Seiten=44}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine eigene Ehefrau stand Modell für die Hure, die er als eine regelrecht strahlende Figur mit ihren dunklen Augenlidern, roten Lippen und der sanft ausgestreckten Hand, um den Lohn entgegenzunehmen, im Jahr 1656 malte. Sie trägt eine gelbe Jacke und eine weiße Haube.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ludwig Goldscheider]] |Titel=Jan Vermeer: The Paintings |Verlag=Phaidon Press |Datum=1958 |Seiten=23 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Judith Leyster A Game of Tric Trac.jpg|mini|Judith Leyster: Das Tric Trac Spiel]]&lt;br /&gt;
Das Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Het voorstel&amp;#039;&amp;#039; (Der Antrag) von [[Judith Leyster]] (1609–1660) ist das einzige, das eine Hure nicht liebäugelnd mit einem Freier, sondern nähend in einer Alltagsszene zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lotte van de Pol |Titel=Der Bürger und die Hure: das sündige Gewerbe im Amsterdam der Frühen Neuzeit |Verlag=Campus Verlag |Datum=2006 |ISBN=3-593-38209-1 |Seiten=99}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sitzt ohne merkliche Reaktion oder vielleicht mit entschiedenem Desinteresse auf einem Stuhl, die Füße auf einen [[Kieke|Fußwärmer]] gestützt. Leyster stellt offen und deutlich einen sexuell motivierten Antrag dar (der Mann möchte also nicht ihre Näharbeit bezahlen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Norma Broude]] |Titel=Feminism And Art History: Questioning The Litany |Verlag=Routledge |Datum=2018 |ISBN=978-0-429-98016-9 |Kommentar=E-Book}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der unschuldige Gesichtsausdruck und die errötenden Wangen der sittsamen Figur werden generell nicht mit einer Hure assoziiert, möglicherweise sollen diese die hinterhältige Natur der Prostituierten suggerieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pieter Biesboer |Titel=Judith Leyster: A Dutch Master and Her World |Verlag=Waanders Publishers |Datum=1993 |ISBN=90-6630-270-4 |Seiten=176 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn die Dargestellte tatsächlich eine Prostituierte darstellt, dann hat Leyster sie so dargestellt, dass sie die sehr spezifische Rolle einer scheinbar anständigen Frau spielt. Kunstexperten argumentieren, dass die Frau in einem anderen Gemälde Leysters &amp;#039;&amp;#039;Das Tric-Trac Spiel&amp;#039;&amp;#039; höchstwahrscheinlich auch eine Prostituierte ist, da die Art wie sie die Pfeife dem Mann ihr gegenüber reicht, voller sexueller Anspielungen ist, genauso wie das Erröten ihrer Wangen ihr Gefallen daran signalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elizabeth Sutton |Titel=Women Artists and Patrons in the Netherlands, 1500-1700 |Verlag=Amsterdam University Press |Datum=2019 |ISBN=978-90-485-4298-7 |Seiten=64 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie trägt ebenfalls den kurzen weißen Umhang, der in häuslicher Umgebung gezeigt wurde, genauso wie in Bordellszenen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pieter Biesboer |Titel=Judith Leyster: A Dutch Master and Her World |Verlag=Waanders Publishers |Datum=1993 |ISBN=90-6630-270-4 |Seiten=174}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gelbe Farbe dominierte noch in der modernen Vorstellung von der Prostituiertenkleidung. Die gelben Kleider der Sängerin und Tänzerin [[Jane Avril]] auf den Plakaten von Henri de Toulouse-Lautrec von 1893 wurden ikonisch in der spätmodernen Wahrnehmung von Prostitution. Auch die im Jahr 1901 im [[Le Rire]] veröffentlichte Karikatur von Edouard Touraines der ganz in Gelb gekleideten Prostituierten mit ihren Kunden wurde berühmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Doran |Titel=Yellow stigma and yellow polarity |Sammelwerk=The Culture of Yellow: Or, The Visual Politics of Late Modernity |Verlag=Bloomsbury Publishing USA |Datum=2013 |ISBN=978-1-4411-6949-5 |Seiten=5 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortvariationen ==&lt;br /&gt;
* „Hurenbock“ ist eine Bezeichnung für Männer, die wahllos Sexabenteuer mit vielen verschiedenen Frauen eingehen („herumhuren“), ohne sich an eine Frau emotional binden zu wollen.&lt;br /&gt;
* In der [[Typografie]] wird ein bestimmter Setzfehler als [[Hurenkind und Schusterjunge|Hurenkind]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
* Der Ausdruck [[Hurensohn]] hat sich seit den 1990er Jahren in der Sprache Jugendlicher von seiner ursprünglichen Bedeutung gelöst und gilt nun als allgemeine Beleidigung unabhängig vom familiären Hintergrund.&lt;br /&gt;
* Im [[Schweizerdeutsch]]en ist &amp;#039;&amp;#039;Huere, huere-&amp;#039;&amp;#039; eine seit dem 19. Jahrhundert bezeugte Verstärkungspartikel, etwa &amp;#039;&amp;#039;Huereglück&amp;#039;&amp;#039; „unverdientes Glück“, &amp;#039;&amp;#039;huereschön&amp;#039;&amp;#039; „sehr schön“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Landolt]]: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/huere &amp;#039;&amp;#039;huereguet.&amp;#039;&amp;#039;] Wortgeschichte vom 1.&amp;amp;nbsp;Juni 2016, hrsg. von der Redaktion des Schweizerischen Idiotikons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]].&amp;#039;&amp;#039; Band II, Sp. 1590, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Huer,&amp;#039;&amp;#039; unter Bedeutung 2 ([https://digital.idiotikon.ch/p/lem/136020 Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Felix Ihlefeldt: &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer Hure.&amp;#039;&amp;#039; Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-430-2.&lt;br /&gt;
* [[Martin Auer]]: &amp;#039;&amp;#039;Hurentaxi – Aus dem Leben der Callgirls.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Wien/Berlin/Münster 2006, ISBN 3-8258-9939-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4140334-4|REMARK=Ansetzungsform GND: „Prostituierte“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prostituierter|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Frau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienstleistungsberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Berufsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Sexualität)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sekrus</name></author>
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